Vereinigte Arabische Emirate

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Die Vereinigten Arabischen Emirate liegen im Nahen Osten an der Küste des persischen Golfes auf der arabischen Halbinsel.

Lage
noframe
Flagge
Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate
Kurzdaten
Hauptstadt: Abu Dhabi
Staatsform: Föderation mit Aufgabenteilung der VAE Emirate
Währung: 1 Dirham (AED) = 100 Fils
Fläche: 82.900 km²
Bevölkerung: 2,52 Mio
Sprachen: Arabisch (offiziell), Persisch, Englisch, Hindi, Urdu
Religionen: Muslime 96 % (Schiiten 16 %), Ev./ Kath., Hindus und andere 4 %
Stromnetz: 220 V/ 50 Hz (UK Stecker)
Telefonvorwahl: +971
Internet TLD: .ae
Zeitzone: UTC + 4 (MEZ+3h)

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Regionen

Karte der Vereinigten Arabische Emirate
Karte der Vereinigten Arabische Emirate

[Bearbeiten] Städte

[Bearbeiten] Weitere Ziele

[Bearbeiten] Hintergrund

[Bearbeiten] Anreise

[Bearbeiten] Einreisebestimmungen

Ein Visum ist für Deutsche und andere westliche Ausländer nicht nötig. Bei der Einreise wird zwar ein "Visum" erteilt, dies ist aber nichts weiter als ein Einreisestempel. Es gibt auch keine Gebühr und es sind keine Formulare auszufüllen.

Die Einfuhr selbst geringster Mengen Drogen und zahlreicher Medikamente in die Vereinigten Arabischen Emirate ist verboten. Bei Zuwiderhandlungen drohen langjährige Haftstrafen.

[Bearbeiten] Flugzeug

Es bestehen Flugverbindungen u.a. von Frankfurt am Main nach Dubai.

[Bearbeiten] Auto/ Motorrad

Eine Anreise mit dem Auto aus Europa ist überaus zeitaufwendig. Es werden der Internationale Führerschein sowie ein Carnet de Passage benötigt. Aus dem Oman kann man mit dem Mietwagen einreisen. Hierfür ist jedoch eine gesonderte Versicherung nötig, die man vom Autovermieter bekommt. Oft sind leider die Gebühren hierfür recht hoch.

[Bearbeiten] Schiff

Es bestehen wöchentliche Fährverbindungen von Sharjah nach Bandar-e-Abbas, sowie von Dubai nach Bushher im Iran. Eine Luxus-Fährverbindung nach Pakistan befindet sich im Aufbau.

[Bearbeiten] Mobilität

Es gibt zwar einige Busverbindungen zwischen den großen Städten und in den Oman, dennoch sollte sich der normale Tourist, sofern er etwas vom Land sehen möchte, ein Auto mieten. Der Autoverkehr ist in Dubai und Umgebung sehr dicht, es ist mit langen Fahrtzeiten zu rechnen. Sobald man diesen Bereich verlässt ist er jedoch sehr dünn. Die Überlandstraßen sind meistens vierspurig ausgebaut. Die Emiratis fahren zumeist relativ gesittet, es gibt jedoch häufiger als in Europa sogenannte "Verrückte", die ohne jede Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer fahren. Kraftstoff ist sehr preiswert (um 25 Eurocent pro Liter). Verkauft wird Benzin meistens pro Gallone. Die zulässige Höchtgeschwindigkeit ist 120 km/ h - die meisten Mietwagen haben eine eingebaute Warnklingel, die bei Überschreiten dieser unüberhörbar klingelt. Ansonsten empfielt es sich sowieso an die Begrenzungen zu halten, denn Blitzampeln gibt es wesentlich mehr als in Deutschland. Zum Automieten ist in allen Emiraten außer Dubai ein internationaler Führerschein notwendig. Auch bei Anmietungen in Dubai empfiehlt es sich einen solchen vorzulegen, da ansonsten im Mietvertrag vermerkt wird, daß das Auto dieses Emirat nicht verlassen darf!

[Bearbeiten] Sprache

Die Amtssprache ist Arabisch, die Gastarbeiter sprechen ihre jeweiligen Heimatsprachen. Zumindest an der Küste kommt man mit Englisch überall gut durch.

[Bearbeiten] Kaufen

Die V.A. Emirate sind das Einkaufsparadies der Region schlechthin. Vom Goldsouk in Dubai bis hin zu gigantischen Einkaufzentren, deren Größe sogar die Amerikanischer übertreffen, ist alles vorhanden. Die Preise für Bekleidung und Elektronik sind z.T. deutlich günstiger als in Europa. Im Goldsouk und in besonders von Touristen frequentierten sollte man die Preise kennen, da sonst z.T. absurd überteuerte Preise verlangt werden.

[Bearbeiten] Küche

Die Küche in den Emiraties ist sehr vielseitig. Vor allem im Dubai und Abu Dhabi findet man eine Vielzahl von unterschiedlichen internationalen Restaurants. Die meisten sind in Hotels untergebracht und daher auch etwas teurer als normale Restaurants. Hier gilt auch meist eine besondere Kleiderordnung, sprich für Herren keine offenen Schuhe oder Turnschuhe und keine kurzen Hosen. Sehr zu empfehlen ist ein Besuch beim Libanesen, den man dann gemütlich mit einer Shisha ausklingen lassen kann. Die Emiraties sind außerdem ausgesprochene Kaffeetrinker. So sind Ketten wie Starbucks usw. vor allem in Abu Dhabi und Dubai omnipräsent.

[Bearbeiten] Nachtleben

Die Emirate sind zwar ein islamisches Land, aber man kann dort in den Restaurants und Hotels alkoholische Getränke bekommen. So sieht man auch ab und zu einen Araber mit einem Bier in einer Hotelbar sitzen. Lediglich im Emirat Sharjah ist der Ausschank von Alkohol - auch für Touristen - untersagt.

[Bearbeiten] Unterkunft

Es gibt eine Vielzahl von Hotels, die jedoch meistens relativ teuer sind. Zu rechnen ist mit Preisen ab ca. 60 Euro die Nacht. Hotels in Sharjah sind tendenziell etwas preiswerter als in Dubai.

[Bearbeiten] Lernen und Studieren

[Bearbeiten] Arbeiten

[Bearbeiten] Feiertage

Eines der wichtigsten islamischen Feste ist der Ramadan. Während dieser Zeit laufen die Uhren dann etwas langsamer. Die Restaurants öffnen erst nach Sonnenuntergang und Essen, Trinken, Rauchen, Kaugummikauen, Parfümtragen usw. ist nach Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht erlaubt. Trotzdem sollte man zu dieser Zeit die U.A.E. besuchen. Dubai und Abu Dhabi handhaben die strikten Auflagen während des Ramadan für westliche/ Nichtmuslime eher locker. In Hotels kann man auch am Tag, hinter Sichtschutz, Getränke und Speisen bekommen. Während dieser Zeit bekommt man besonders günstige Flüge und Hotelübernachtungen. Ein Zimmer, was sonst ca. 170 EUR p.P./ Nacht kostet, bekommt man dann z.B. schon ab 170 EUR pro DZ/ Nacht (Dubai). Ein besonderes Erlebnis ist zum Ramadan der Iftar, das Abendgebet zum Sonnenuntergang und anschließenden Festlichkeiten.

[Bearbeiten] Sicherheit

Die Emirate sind ausgesprochen sicher. Einfache Kriminalität kommt so gut wie nicht vor. Risiken für Besucher entstehen eher durch das allgemein verbreitete Fehlen von Akzeptanz für Sicherheitsmaßnahmen (Safety). So wird während des Tankvorgangs die Zeit mit einer Zigarettenpause beim Handytelefonat genutzt; der Motor des Fahrzeugs läuft dabei (sonst wäre ja die Klimaanlage aus). Auf der Verbindungsstraße zwischen Abu Dhabi und Dubai, der Shaikh Zayed Road, kommt es täglich zu schweren Verkehrsunfällen mit Verletzten und häufig auch Toten. Sicherheitseinrichtungen wie Feuerlöscher und Brandmeldeanlage sind auch in den großen Hotels teilweise schlecht bzw. gar nicht gewartet.

[Bearbeiten] Gesundheit

Es ist zu beachten, daß manche in Europa erhältliche Medikamente (z.B. Codein!) in den Emiraten illegal sind. Man informiere sich vor der Reise genau nach den Bestimmungen - Festnahmen wegen "illegalem Drogenbesitz" sind schon vorgekommen!

Andererseits sind viele Medikamente, die in Europa rezeptpflichtig sind, in den Emiraten frei verkäuflich, so z.B. viele Antibiotika.

[Bearbeiten] Klima und Reisezeit

[Bearbeiten] Rechtsfragen

Die Einfuhr selbst geringster Mengen Drogen und zahlreicher Medikamente (Details) in die Vereinigten Arabischen Emirate ist verboten. Bei Zuwiderhandlungen drohen langjährige Haftstrafen.

Bei Bootstouren sollte der Bereich der Inseln Abu Moussa, Greater Tumb und Lesser Tumb im Bereich der Straße von Hormuz ausgespart werden. Das Gebiet wird auch vom Iran beansprucht. Für den iranischen Straftatbestand „Verletzung der iranischen Hoheitsgewässer und illegaler Einwanderung“ drohen mehrjährige Haftstrafen.

Im Fastenmonat Ramadan ist öffentliches Essen, Trinken und Rauchen bei Strafe verboten. Dies gilt auch für Angehörige nicht-islamischer Religionen.

[Bearbeiten] Verhaltensregeln

Andere Länder, andere Sitten, gilt - bei aller Internationalität und Toleranz - selbstverständlich auch für die Emirate. Die Emirate sind muslimisch geprägt. Entsprechend sollten Film- und Fotokamera behutsam eingesetzt werden. Fragender Augenkontakt versteht sich vor jedem Bild von selbst. Das Fotografieren von Frauen kann schwieriger sein. Kurzes nachfragen ("Mumkin?" - "möglich?" d.h. erlaubt?) ist auf jeden Fall ratsam.

Dass manche Emiratis selber "kein Benehmen" haben (Schlange stehen z.B.) sollte mit Blick auf die rasante Entwicklung vom Beduinen zum Wohlstandsbürger mit einem Schmunzeln zur Kenntnis genommen werden. Etliche waren in ihrer Jugend noch arme Perlentaucher, Fischer oder Ziegenhirten. Die Gesetze der Wüste waren da noch wichtiger als internationale Benimmregeln.

Es gibt einige wichtige Verhaltensregeln:

  • Man sollte trotz hoher Temperaturen keine kurzen Hosen tragen. Für Araber sieht das so aus, als würde man in Unterhosen herumlaufen.
  • Auch bei Frauen sollten mindestens die Schultern und die Knie von Kleidung bedeckt werden. Kopftuchzwang gibt es nicht.
  • Am Strand sind Bikinis erlaubt.
  • Es ist (bei Gefängnisstrafe) verboten, arabische Frauen anzusprechen.
  • Frauen wird nicht die Hand gegeben, unter Männern gilt ein fester Handschlag als Beleidigung.
  • Mit der linken Hand zu essen, ist tabu.
  • Bei jedem Verkehrsunfall, auch ohne Beteiligung eines anderen KFZ, ist die Polizei hinzuzuziehen.
  • Es ist unter (teils drakonischer) Strafe verboten bei Unfallopfern erste Hilfe zu leisten.
  • In der Öffentlichkeit ist der Konsum von alkoholischen Getränken strengstens verboten.
  • Wer unter Alkoholeinfluss steht und in der Öffentlichkeit auffällt, bekommt eine Haftstrafe von mindestens 24 Stunden.
  • Homosexualität stellt in den VAE eine Straftat dar.
  • Während der Muhezzin singt, darf keine Musik gehört werden.
  • Es darf nichts auf einen Koran gelegt werden.
  • Fast alle Preise sind Verhandlungssache. Als Faustregel gilt: Der Händler nennt seinen Preis, man kontert mit der Hälfte und trifft sich dann in der Mitte.
  • Geduld ist eine Tugend, die man mitbringen muss, wenn man in dieses Land kommt. Alles dauert lange und wer glaubt Deutschland sei bürokratisch, wird seinen Standpunkt gründlich überdenken, wenn er wieder nach Hause kommt.
  • Wer Toilettenpapier einem Wasserschlauch vorzieht, ist gut beraten, wenn er eine Rolle mit sich führt. In Hotels gibt es zwar immer Papier, aber in Privathaushalten ist es nicht sehr weit verbreitet.
  • Es ist ist äußerst unhöflich, ein angebotenes Getränk auszuschlagen.
  • Einladungen von Arabern sind oft erst dann ernst gemeint, wenn sie mindestens dreimal ausgesprochen werden.
  • Araber sind sehr freundliche Menschen. Für sie ist es selbstverständlich Hilfe anzubieten, auch wenn sie es nicht können oder eigentlich nicht wollen. Das bedeutet, dass häufig Versprechungen gemacht werden, die dann aber nicht eingehalten werden. Das ist Teil der arabischen Kultur und nicht böse gemeint.

[Bearbeiten] Klarkommen

Die Emirate sind ein sehr internationales Land. Hilfs-, Leiharbeiter und Fachkräfte aus dem Ausland machen etwa 70% der Bevölkerung aus (Dubai 80%). Eine Verständigung in Englisch ist in den Städten fast immer, auf dem Land meistens möglich.

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

Das GSM Mobilfunknetz wird durch zwei Betreiber abgedeckt: Emirates Integrated Telecommunications Company PJSC (DU) und Emirates Telecom Corp-ETISALAT. Prepaidkarten werden für beide Netze angeboten. Weitere Infos zur Netzabdeckung und Roamingpartnern findet man unter GSM-World.

Für längeren Aufenthalt bzw. für Wüstentouren empfiehlt sich ein Satellitentelefon der Thuraya Satellite Telecommunications Co. Unter Umständen kann die regelmässige Nutzung von Thuraya günstiger sein als das Festnetz oder GSM. Dies gilt vor allem für Verbindungen Thuraya zu Thuraya, z.B. von Europa zu Expatriates, die im Emirat Schardscha arbeiten. Hier ist die Nutzung manchmal sogar kostenlos. Die Thuraya-Satelliten sind die größten, bisher vom Meer aus gestarteten Nachrichtensatelliten (von US-Schiffen im Pazifik). Geräte können in fast allen europäischen Ländern geliehen werden. Diese sind wenig größer und schwerer als moderne "Handys" und können (im Roaming) wahlweise auch das herkömmliche GSM verarbeiten.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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