Veitshöchheim

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Ansicht vom Rokokogarten
Kurzdaten
Bundesland: Bayern
Fläche: 10,76 km²
Höhe: 167–281 m ü. NN
Einwohner: 10.525 (Dez. 2007)
Telefonvorwahl: 0931
Postleitzahl: 97209
Kfz-Kennzeichen:
Internet URL: www.veitshoechheim.de
Zeitzone: UTC+1
Notrufnummer(n)
Notruf: 110/112

Veitshöchheim ist eine Gemeinde in Unterfranken, Naherholungsziel unmittelbar bei Würzburg und überregional bekannt durch sein Schloss mit Rokokogarten, die ehemalige Sommerresidenz der Fürstbischöfe von Würzburg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Hintergrund

Der Ort wird 1097 erstmals urkundlich erwähnt. Ortsteile von Veitshöchheim sind Gadheim und Schleehof.

[Bearbeiten] Anreise

Entfernungen
Würzburg: 7,4 km
Schweinfurt: 53 km
Bamberg: 103 km
Fulda: 115 km
Frankfurt am Main: 118 km
Nürnberg: 120 km
Erfurt: 200 km

[Bearbeiten] Mit dem Flugzeug

Nächste internationale Flughäfen sind in Nürnberg (113km) und Frankfurt Main (120km);

[Bearbeiten] Mit der Bahn

Die Haltestelle Veitshöchheim liegt an der Main-Spessart-Bahn von Würzburg Hbf über Karlstadt (Main) und Gemünden nach Aschaffenburg und Hanau; Fahrplan der Linie 800 als pdf;

[Bearbeiten] Auf der Straße

Veitshöchheim liegt direkt an der B 27 von Würzburg nach Fulda unmittelbar bei Würzburg;

Der gesamte Ortskern ist verkehrsberuhigte Zone, kostenlose Parkplätze befinden sich am Mainufer vor der Mainfrankenhalle.

[Bearbeiten] Mit dem Schiff

Veitshöchheimer Personenschiffahrt GmbH, Linienfahrten, Gruppenfahrten, Sonderveranstaltungen;

Direktverbindung nach Würzburg, Anlegestellen sind in Würzburg: Alter Kranen, Weißer Kiosk und Veitshöchheim;

Fahrpreise: Erwachsene einfach: 6.- €, Hin- und Zurück: 9.- €;

Saison von April - Mitte Okt. täglich Linienfahrten; Fahrtdauer einfach ca. 40 Min.;

Tel.: 0931 / 55633; Info; (Stand: 2008);

[Bearbeiten] Mobilität

Der Ort ist recht übersichtlich und kann problemlos zu Fuß erkundet werden. Der Weg zu Fuß vom Main durch den Ortskern bis zum Schloss beträgt nur rund fünf bis zehn Minuten.

[Bearbeiten] Schloss und Rokokogarten

Schlossgebäude
Schlossgebäude
Balustrate
Balustrate

[Bearbeiten] Schloss

Der Vorgängerbau des heutigen Schlosses war ein "Sommer- oder Lusthaus" im Hofgarten und entstand von 1680-1682 unter Fürstbischof von Dernbach vermutlich nach Plänen des Architekten Antonio Petrini durch den Werkmeister Heinrich Zimmer. Eine Halle mit fünf Arkadenbögen im Erdgeschoss ist heute noch erhalten.

Ab 1753 begann unter dem Fürstbischof Carl Philipp von Greiffenclau durch Balthasar Neumann (wikipedia) die Erweiterung des Gebäudes mit seitlichen Pavillons, einer repräsentativen Treppe und die Neugestaltung des Parterres mit einer komplett um das Gebäude führenden Balustrade. Bis 1802 wurde das Schloss als Sommerresidenz der Würzburger Bischöfe genutzt.

Im Jahre 1814 kam das Schloss mit Würzburg und Unterfranken zu Bayern und wurde im 19. Jahrhundert von den Wittelsbachern ebenfalls als Sommerschloss genutzt. 1919 wurde die Anlage durch die Bayerische Schlösserverwaltung übernommen. Im Jahre 1931/32 wurde das Obergeschoss des Gebäudes umfangreich restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die letzte Restaurierung wurde von 2001 bis 2005 vorgenommen.

Sehenswürdigkeiten im Schloss sind:

  • Die barocken Innenausstattungen der Räume im Obergeschosses: Speisezimmer mit Spieltischen, Billardzimmer, Arbeitszimmer, Wohnzimmer und Schlafzimmer;
  • erhaltener Originalstuck von Antonio Bossi, seidene Wandbespannungen;
  • Im Treppenraum: Kapelle mit Stuckaltar von Antonio Bossi;
  • Im Erdgeschoss: Ausstellung zur Geschichte des Hofgartens mit historischem Hofgartenmodell, frei zugänglich

Öffnungszeiten Schloss: ab 1.April bis Ende Oktober, Die. bis So. 9.00 bis 18.00 Uhr;

Besichtigung des Schlossinneren während der Öffnungszeiten nur im Rahmen einer Führung: von 10-12 Uhr und 14-17 Uhr jew. zur vollen Stunde; Eintritt 4.- €;

[Bearbeiten] Rokokogarten

Die 13 Hektar große Anlage entstand aus dem ehemaligen Fasanengarten. Die ersten Entwürfe zum Umbau als "höfischer "Zier- und Lustgarten" stammten von Antonio Petrini, die ersten Arbeiten begannen 1702/1703 unter Fürstbischof Johann Philipp von Greiffenclau und wurden von dessen Nachfolgern fortgesetzt. Der Abschluss des Umbaus erfolgte nach ca. 50 Jahren Bauzeit mit wechselhafter Intensität in der Mitte des 18.Jahrhunderts. Die Gestaltung der Anlage erfolgte bis in das 19. Jahrhundert in sechs Generationen durch die Hofgärtnerfamilie Orth. Die Gartenanlage gilt heute als einer der schönsten und besterhaltenen Rokokogärten Deutschlands.

Rokokogarten: Großer See mit Parnass
Rokokogarten: Großer See mit Parnass

Sehenswürdigkeiten im Rokokogarten sind:

Skulpturen
Skulpturen
  • Großer See mit Parnass und kleiner See, Brunnen und zahlreiche Wasserspiele;
  • ca. 300 Sandsteinskulpturen, geschaffen von den Bildhauerwerkstätten Johann Wolfgang van der Auvera, Ferdinand Tietz und Johann Peter Wagner;
  • Heckensäle, Lindenallee, Heckensaal, Heckenkabinett, Heckentheater, Lauben, Pavillons und Rondelle;
  • Grottenhaus, künstliche Ruinen;
  • Küchengarten;

Der Rokokogarten ist tagsüber bis Einbruch der Dunkelheit frei zugänglich, längstens bis 20 Uhr.

Audioführung Hofgarten: 2.- Euro; Wasserspiele: April bis Okt. täglich 13.00 bis 17.00 zur vollen Stunde;

Anschrift Schloss und Garten:

[Bearbeiten] Weitere Sehenswürdigkeiten

  • Bahnhofsgebäude, königlicher Residenzbahnhof erbaut um 1850 nach Plänen Gottfried Neureuthers; repräsentativ gestaltetes Empfangsgebäude mit Königspavillion und Wandelgang;
  • Eremitenmühle, Ursprünge als Martinsmühle im 12.Jahrhundert, wechselhafte Geschichte, seit 1807 in Privatbesitz.
St. Vitus
St. Vitus
  • Pfarrkirche St. Vitus, 1690/91 erbaut unter Fürstbischof Johann Gottfried von Guttenberg durch das Würzburger Kloster St. Stephan, der romanische Turm stammt noch von der Vorgängerkirche aus dem 13. Jahrhundert. Barocke Innenausstattung, Hochaltar mit Motiv des Ortspatrons St. Vitus im Ölkessel;
  • Pfarrhaus von 1613, Renaissancefassade mit Volutengiebel;
  • St. Martinskapelle im Friedhof, eine der ältesten Kirchen im Raum Würzburg mit Ursprüngen im 12. Jahrhundert. Werktags abgeschlossen.
  • Markuskapelle im Ortsteil Gadheim; Erste urkundliche Erwähnung einer dem Jakob geweihten Kapelle im Jahre 1301, ab 1666 dem Hlg. Markus geweiht, 2001 restauriert. Werktags abgeschlossen, Schlüssel gegenüber im Hof Kauppert.
  • Jüdisches Kulturmuseum und Synagoge,
Die Synagoge wurde um 1730 erbaut. Unter der NS-Zeit im Jahre 1940 wurde das Gebäude zweckentfremdet und zum Feuerwehrhaus umgebaut, nach dem zweiten Weltkrieg mit große Teilen der wiederentdeckten alten Inneneinrichtung restauriert und 1994 wieder eingeweiht;
Thema des Jüdischen Kulturmuseums ist das Leben der Landjuden in Franken über drei Jahrhunderte und Jüdische Buchkultur. Ausgestellt ist unter Anderem der repräsentative Teil einer bei Renovierungsarbeiten am Dachboden wiederentdeckten Genisa (Textablage) aus dem 17. - 19. Jahrhundert.;
Öffnungszeiten: Do 15.00-18.00 Uhr; So. 14.00-17.00 Uhr ;
Adresse: Thüngersheimerstr. 17, 97209 Veitshöchheim; Tel.: 0931 / 980 26-21;
  • Martinsbrunnen, "Märzelbrünnle" ältester Brunnen des Ortes.

[Bearbeiten] Aktivitäten

Mainufer
Mainufer
  • Mainfrankenhalle, Veranstaltungshalle;
Bayern- und auch deutschlandweit bekannt als Veranstaltungsort der TV-Sendung "Fastnacht in Franken" des Bayerischen Rundfunks und seit 1991 alljährlich die erfolgreichste Produktion des Senders;
Mainfrankensäle 1, 97209 Veitshöchheim;
  • Rollschuhbahn an den Mainfrankensälen;
  • Das Mainufer lädt zum Bummeln und Flanieren ein.

[Bearbeiten] Einkaufen

[Bearbeiten] Küche

  • Ratskeller Veitshöchheim im ehemaligen Küchenbau des Schlosses; Biergarten, Restaurant, Hotel;
Erwin Vornberger Platz, 97209 Veitshöchheim; Tel. 0931 / 98094-0 ; Info;

[Bearbeiten] Nachtleben

[Bearbeiten] Unterkunft

[Bearbeiten] Günstig

[Bearbeiten] Mittel

[Bearbeiten] Lernen

  • Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
An der Steige 15, 97209 Veitshöchheim; Tel. 0931 / 9801-(0); Info;
  • Berufsförderungswerk (BFW) Würzburg(Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte), Sitz in Veitshöchheim;
Helen-Keller-Straße 5, 97209 Veitshöchheim; Tel.: 0931 / 9001-0; Info;

[Bearbeiten] Arbeiten

[Bearbeiten] Gesundheit

[Bearbeiten] Klarkommen

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

[Bearbeiten] Ausflüge

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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Übergeordnete Artikel
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