Thema:Hess. Radfernweg R1: Fulda-Radweg

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Der etwa 200 km lange Fulda-Radweg führt vom südlichen Teil der Wasserkuppe in der Rhön entlang des Flusstals bis nach Hann. Münden. Auf dieser Route lernt man das urgemütliche Hessen kennen. Romantische Fachwerkstädte wie Schlitz, Rotenburg an der Fulda und Melsungen laden zum "Rad-Stop" ein. Geschäftig geht es dagegen in Fulda und in der nordhessischen "Kulturstadt" Kassel zu.

Die Hess. Radfernweg Variante R1a beginnt an der Ulsterquelle, wo auch der Ulstertal-Radweg in Richtung Norden zur Werra beginnt. In Gersfeld trifft er auf den Hauptweg R1, der aus Thüringen kommt und dann sich in Hann. Münden mit der Werra zu dem neuen Fluss Weser vereint. Der R1 führt noch weiter entlang der Weser bis Bad Karlshafen und ist damit dann etwa 260 km lang. Der R 1 ist übrigens auf fast der gesamten Streckenlänge Teil der D-Route 9.

Wer möchte kann mit dem östlich verlaufenden Werratal-Radweg,dem Ulstertal-Radweg und dem Milseburgradweg zu einer abwechslungsreichen Rundtour starten.

Seit Mai 2009 hat der Fuldaradweg übrigens eine neue Attraktion: Die Fahrradseilbahn zwischen Binsförth und Beiseförth.

Tourenprofil
Höhe km Hm
Wasserkuppe: 802/846 0 {{{hm1}}}
Gersfeld: 492 11 {{{hm2}}}
Fulda: 248 41 {{{hm3}}}
Bad Hersfeld: 200 90 {{{hm4}}}
Melsungen: 166 145 {{{hm5}}}
Kassel: 140 175 {{{hm6}}}
Hann. Münden: ca. 120 205 {{{hm7}}}
Übersicht
Die Fulda mit Anschlussrouten
Die Fulda mit Anschlussrouten


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Streckenprofil

  • Länge: ca. 205 - 260 km
    • Fuldaradweg: ca. 205 km (Wasserkuppe - Hann. Münden)
    • Hess. Radfernweg R1: ca 260 km (Wasserkuppe - Bad Karlshafen)
  • Ausschilderung: Ist ok (Zwischenwegweiser und z. T. auch normgerechte Hauptwegweiser sind vorhanden).
  • Steigungen: Auch wenn die Route ein Flussradweg ist, so ist die Strecke zum Teil doch recht hügelig. Richtig eben ist eigentlich nur der Abschnitt Kassel - Hann. Münden.
  • Wegzustand: weitgehend gut ausgebaut; 4 / 5 der Strecke sind übrigens asphaltiert; der Rest sind meist gut fahrbare Schotterwege
  • Verkehrsbelastung: oftmals Verkehrsfrei; z. T. werden aber auch wenig bis mäßig befahrene Ortsverbindungsstrassen genutzt.
  • Geeignetes Fahrrad: Am besten Tourenrad mit bergtauglicher Schaltung, (min. 7 Gang-Nabenschaltung), da es schon einige anspruchsvolle Hügel gibt.
  • Familieneignung: durchgängig nicht für Familien mit kleineren Kindern geeignet. Die familienfreundlichsten Abschnitte sind die Strecken von Gersfeld nach Fulda und von Kassel nach Hann. Münden.
  • Inlinereignung: auf kürzeren Abschnitten zum Teil gegeben, durchgängig aber nicht.
normgerechter Hauptwegweiser am Fulda-Radweg mit Logoeinschub für die D-Route 9
normgerechter Hauptwegweiser am Fulda-Radweg mit Logoeinschub für die D-Route 9

[Bearbeiten] Hintergrund

Alles Wissenswerte zum Fluss kann im Wikipediaartikel Fulda nachgelesen werden. Die Herkunft des Namens "Fulda" ist übrigens noch ungeklärt.

[Bearbeiten] Anreise

[Bearbeiten] Bahn

Überregionale Bahnknotenpunkte am Fulda-Radweg sind Fulda und Kassel.

Fast das gesamte Fuldatal wird ab Gersfeld von der Bahn begleitet. Eine Ausnahme bildet lediglich der Abschnitt Fulda - Bad Hersfeld. Alle größeren Orte besitzen einen Regionalbahnhalt.

[Bearbeiten] Rhön-RadBus

Der Röhn-RadBus fährt an Sonn- und Feiertagen vom 1. Mai bis Anfang Oktober von Fulda entlang dem Milseburgradweg über Hilders und der Wasserkuppe nach Gersfeld.

[Bearbeiten] Fahrrad

[Bearbeiten] Auto

Die Anreise per KFZ ist nicht so praktikabel, da der Fulda-Radweg keine Rundtour ist. Da das Tal allerdings fast komplett per Bahn erschlossen ist, kann man so wieder problemlos zum Standort des eigenen Autos zurück kommen.

[Bearbeiten] Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten

Eine muntere Quelle - die Fulda an ihrem Ursprung
Eine muntere Quelle - die Fulda an ihrem Ursprung

[Bearbeiten] Strecken in der Rhön bis Gersfeld

[Bearbeiten] Wasserkuppe - Fuldaquelle - Gersfeld: 9 km

Mit 950 m Höhe hält die Wasserkuppe zwei Rekorde: Sie ist der höchste Berg Hessens und gleichzeitig die höchste Erhebung der Rhön. Der Gipfel wird gern besucht. Die Fuldaquelle liegt südlich des Gipfelplateaus der Wasserkuppe in 850 m ü. NN an der Straße nach Gersfeld bzw. Ehrenberg.

Über geschotterte Wege können Sie entlang der jungen Fulda direkt nach Gersfeld abfahren. Das Gefälle beträgt duchgehend 4 - 9 %.

[Bearbeiten] R 1a: Ulsterquelle - Rotes Moor - Gersfeld: 11 km

Start ist die Landstraße Wüstensachsen - Oberelsbach (810 m), wo der Rhön-Radweg verläuft. Nach 1,6 km beginnt der Ulstertal-Radweg (815 m) in Richtung Norden. Hier ist die Ulsterquelle, die in die Werra mündet. Der R 1a steigt nach Westen auf 846 m ü. NN hinauf und wieder hinab. Nach 2 km erreicht man das Rote Moor. Hier macht es Sinn den Aussichtsturm und den Moorsee zu besuchen. Stärken kann man sich im "Haus zum Roten Moor".

Die nächsten 3,5 km geht es durch den Wald nur mäßig bergab (750 m). Durchs offene Feld geht es 4 km lang mit bis zu 9 % Gefälle nach Gersfeld (492 m). Im Ort sind es sogar 11 % Gefälle.

[Bearbeiten] R1: Bischofsheim (Bayern) - Gersfeld: 14 km

Vom Anschluss des Rhön-Radweg in Unterweißenbrunn (407 m ü. NN) bis Bischhofsheim an der Rhön (444 m) sind es 2 km. Es steigt nun mit bis zu 10 % auf 5,4 km nach Oberweißenbrunn (615 m). Bis zum höchsten Punkt des Radwegs (724 m), gleich hinter der Landesgrenze von Bayern nach Hessen, sind es 2,3 km. Dann geht es 3,7 km mit bis zu 8 % Gefälle bergab nach Gersfeld.

[Bearbeiten] Gersfeld - Fulda: ca. 30 km

Der Dom zu Fulda
Der Dom zu Fulda

Ab Gersfeld (Endpunkt der Rhönbahn) ist die Strecke des hess. Radfernweg R1 eine beliebte Familienroute über Ebersburg bis nach Fulda. Die Route führt weitgehend verkehrsfrei und eben bis in die Domstadt Fulda. Der Weg ist allerdings z. T. geschottert. Im oberen Streckenabschnitt merkt man aufgrund des Gefälles noch, das man talwärts fährt.

Neben Schloss und Dom gibt es in Fulda auch einiges Sehenswertes in der barocken Altstadt zu entdecken.

[Bearbeiten] Fulda - Bad Hersfeld: etwa 50 km

Der Fuldaradweg nördlich von Schlitz (zwischen Unterschwarz und Rimbach)
Der Fuldaradweg nördlich von Schlitz (zwischen Unterschwarz und Rimbach)

Auf dem Weg nach Schlitz kommt man in einen landschaftlich besonders schönen Teil des Fuldatals. Allerdings müssen bis nach Schlitz einige durchaus steile Hügel überwunden werden.

Das historische Zentrum der Burgen- und Fachwerkstadt Schlitz liegt zwar nicht direkt an der Route, der Abstecher enttäuscht einen aber ganz sicher nicht.

Bis Unterschwarz verläuft der Fulda-Radweg weiter auf verkehrsfreien Wegen.

Zwischen Unterschwarz und Solms muss auf einer ruhigen Straße nicht mehr der größere Hügel überwunden werden. Die Alternativstrecke abseits der Straßen ist jetzt auch (Oktober 2009) als Hauptstrecke beschildert und führt ebenfalls nach Niederaula: In Unterschwarz links ab über die Fuldabrücke Richtung Ober-Wegfurth, gleich danach rechts abbiegen auf die alte Bahntrasse Richtung Bad Hersfeld, die zum Radweg ausgebaut wurde. In Niederaula muss man dann wieder auf die andere Flussseite und der R1-Beschilderung folgen.

Durch die Ortsteile von Niederaula radelt man auf Nebenstraßen Richtung Bad Hersfeld. Diese Strecke ist auch noch etwas hügelig.

Für Familien mit Kindern ist der Fulda-Radweg in diesem Bereich nicht zu empfehlen, da die Straßen zwar wenig, aber trotzdem mit 100 km/h befahren werden. Die Straßen sind des weiteren auch recht kurvig und damit teils schlecht einsehbar.

[Bearbeiten] Bad Hersfeld - Melsungen: etwa 55 km

Kloster Haydau in Altmorschen
Kloster Haydau in Altmorschen

Erstes Ziel nördlich von Bad Hersfeld ist die Eisenbahnstadt Bebra. Wer der Stadt keinen Besuch abstatten möchte, kann Bebra auf der linken Fuldaseiite umgehen, die Strecke ist in Breitenbach ausgeschildert. Man fährt dann direkt an der Fulda entlang durch einen teils dicht bewaldeten, landschaftlich schönen Abschnitt nach Rotenburg.

Rotenburg an der Fulda lädt mit seiner Fachwerkaltstadt zur Pause ein.

Zwischen Rotenburg an der Fulda und Melsungen nutzt der R1 auf längeren Strecken kleinere Ortsverbindungsstraßen. In Morschen bietet sich ein Stopp am Kloster Haydau an.

Zwischen Binsförth und Beiseförth kann man seit 2009 die neue Fahrradseilbahn nutzen, oder weiter die Straße mit dem größeren Hügel befahren. In Beisförth findet man übrigens Hessens einziges Korbmachermuseum.

Bei Malsfeld wurde ein kurzes Stück Radweg Richtung Melsungen neu ausgebaut. Dort überquert die stillgelegte Strecke der "Kanonenbahn" das Fuldatal.

Die Stadtdurchfahrt von Melsungen folgt inzwischen auch dem Fuldaverlauf abseits der B83. Die historische Fachwerkaltstadt von Melsungen ist einen Abstecher wert.

Der markante alte Wasserturm von Bebra mit Museumsbahn
Der markante alte Wasserturm von Bebra mit Museumsbahn
Neuer Teilabschnitt des R1 bei Malsfeld (Fuldatalbrücke der "Kanonenbahn")
Neuer Teilabschnitt des R1 bei Malsfeld (Fuldatalbrücke der "Kanonenbahn")
Stattlich: Das Fachwerkrathaus Melsungen
Stattlich: Das Fachwerkrathaus Melsungen


[Bearbeiten] Fahrradseilbahn

Lage der Seilbahn zwischen Binsförth und Beiseförth (Nur zur Vollständigkeit: Die Straßenbrücke südlich Binsförth zur Bundesstraße wird doch wieder hergestellt. Das ist für Radler auf dem Fulda-Radweg aber eher unwichtig.)
Lage der Seilbahn zwischen Binsförth und Beiseförth (Nur zur Vollständigkeit: Die Straßenbrücke südlich Binsförth zur Bundesstraße wird doch wieder hergestellt. Das ist für Radler auf dem Fulda-Radweg aber eher unwichtig.)
Die Fahrradseilbahn mit Handkurbel-Betrieb. In Bildvergrößerung ist mittig rechts die Hochwassermarke an der Bahn zu sehen. Steht das Wasser obehalb der waagerechten Markierung darf die Bahn nicht genutzt werden. Falls bei Nebel das andere Ufer nicht zu sehen ist, besteht ebenfalls ein Nutzungsverbot
Die Fahrradseilbahn mit Handkurbel-Betrieb. In Bildvergrößerung ist mittig rechts die Hochwassermarke an der Bahn zu sehen. Steht das Wasser obehalb der waagerechten Markierung darf die Bahn nicht genutzt werden. Falls bei Nebel das andere Ufer nicht zu sehen ist, besteht ebenfalls ein Nutzungsverbot
Der Stahlkorb der Bahn
Der Stahlkorb der Bahn
Bedienungsanleitung der Bahn (ist in der maximalen Bildvergrößerung lesbar)
Bedienungsanleitung der Bahn (ist in der maximalen Bildvergrößerung lesbar)

Deutschlandweit einmalig: Die neue Fahrradseilbahn zwischen Binsförth und Beiseförth

Das ungewöhnliche Transportmittel über die Fulda ist seit dem 21. Mai 2009 in Betrieb. Die Seilfähre erschließt ein neues, landschaftlich sehr schönes Stück des R1 in der Fuldaschleife zwischen Binsförth und Beiseförth. Mit der 50 m langen muskelkraftbetriebenen "Fahrradseilbahn" kann die recht gefährliche Straße zwischen Binsförth und Beiseförth am westlichen Fuldaufer umgangen werden. In der Straße gibt es auch eine steile Kuppe, die nun ebenfalls nicht mehr bewältigt werden muss. Die neue Attraktion (zu finden bei 51° 4' 21" N 9° 33' 22" O) wurde als Ersatz für eine angedachte Fahrradbrücke über die Fulda errichtet, die bedeutend mehr gekostet hätte (750.000 €). Auch ein Radweg an der Bundesstraße am östlichen Ufer wäre bedeutend teurer als die Seilbahn gekommen. Die Anlage hat den Anliegergemeinden Morschen und Malsfeld insgesamt 134 000 Euro gekostet. [1] 70 % der Kosten hat das Land Hessen als Zuschuss übernommen.

Der offizielle Name der Bahn lautet übrigens "Seilfähre". In den Medien und unter den Radreisenden hat sich jedoch der Name "Fahrradseilbahn" etabliert. Unter diesem Begriff ist die Anlage auch in der Wikipedia beschrieben .

Funktion und Bedienung: Die Gondel der frei zugänglichen Selbstbedienungsbahn fast 4 Personen jeweils mit Fahrrad. Der Transportkorb besitzt eine mechanische Überlastsicherung, die die Bahn bei mehr als 400 kg Zuladung blockiert. In der Gondel ist ferner ein Notrufmelder montiert, mit dem eine rund um die Uhr besetzte Servicestelle alarmiert werden kann. Auch eine Handynummer, die man im Notfall anrufen kann, ist angegeben. Die Fahrt über die Fulda in 1,5 bis 2 m Höhe dauert etwa 5 Minuten, bei der die Gondel von zwei Paassagieren per Handkurbel vorwärts bewegt werden muß. Der Rekord liegt laut Christian Schäffer vom Ingenieurbüro Intium übrigens bei 3 Minuten (dann Schmerzen allerdings die Schultern)[2]. Falls man Pech hat, muß man allerdings erst die leere Gondel per Handkurbel vom anderen Ufer hinüber holen (dann benötigt man mehr als 5 Minuten für die Passage).

Bei der Passage selbst ist erhöhter Krafteinsatz gefragt. Dies gilt besonders, wenn man die Überfahrt als Einzelperson absolviert. Auf die Handkurbeln muss laut Pressemeldung von NordHessen Touristik ein Druck von etwa 15 kg ausgeübt werden.[3] Bei voller Gondel ist das Kurbeln recht mühsam. Probleme bereiten teilweise die Kupplungen der beiden Antriebskurbeln in der Gondel. Die Kurbeln müssen zum Körper hingezogen werden, damit sie einrasten. Das Kurbeln mit dem gleichzeitgen Hinziehen zum Körper ist nicht gerade ergonomisch. Beim Drehen kuppelt sich Kurbel schon mal öfters aus und man dreht ins Leere. Dann muss man die Kurbel erst wieder einrasten. Am Anfang der Passage kurbelt es sich sehr leicht, da das Trageseil der Bahn etwas durchhängt. Dafür muss man am anderen Ufer mit viel Krafteinsatz wieder etwas bergauf. Erfahrungen von Nutzern der Bahn sind übrigens auch hier auf der Diskussionsseite zu finden.

Geplant und gebaut wurde die Bahn vom Ingenieurbüro Intium in Melsungen zusammen mit Seilbahnspezialisten aus Österreich (der Firma Reisch) sowie der Firma Metallbau-Schmidt aus Malsfeld.

Betriebszeiten: Die Seilbahn kann vom 1. April bis zum 1. November tagsüber genutzt werden. Bei Gewitter, Sturm, starkem Nebel und Hochwasser ist eine Nutzung nicht gestattet. Boote auf der Fulda haben Vorfahrt. Am gegenüberliegenden Ufer sieht man ein Schild mit einem waaagerechten Balken. Falls der Balken im Wasser ist darf die Bahn aufgrund von Hochwasser nicht benutzt werden. Wenn bei sehr starkem Nebel das andere Ufer nicht zu sehen ist, besteht ebenfalls ein Nutzungsverbot.

Bei schönem Ausflugswetter am Wochenende kann es an der Anlage schon mal zu längeren Wartezeiten kommen. Wer es eilig hat kann dann natürlich weiterhin die Straße nutzen. Wer von Binsförth kommt kann bei Wartezeiten oder Hochwasser problemlos auf die Straße wechseln und so die Anlage umgehen. Falls man von Beiseförth kommt, muss man jedoch etwa 1,3 km wieder zurückfahren, falls die Anlage bei Hochwasser außer Betrieb ist (siehe auch Lagekarte oben).

Weitere Infos:

[Bearbeiten] Melsungen - Kassel: etwa 30 km

Karlsaue: Sommer an der Orangerie
Karlsaue: Sommer an der Orangerie

Die Strecke Melsungen - Kassel kann man problemlos an einem halben Tag zurücklegen. So bleibt noch Zeit für die Stadtbesichtigung in Kassel. Wer Kassel allerdings richtig kennenlernen möchte sollte mindestens einen Aufenthaltstag einlegen. Karlsaue, Bergpark Wilhelmshöhe und die Museumslandschaft laden zum Besuch ein.


Streckenverlauf an der Fulda: Melsungen - Röhrenfurth - Lobenhausen - Körle - Wagenfurth - Grebenau - Büchenwerra -Guxhagen -Edermünde - Baunatal-Guntershausen - Baunatal-Rengershausen - Dittershausen - Dennhausen - Fuldabrück-Bergshausen - Kassel

Zur Strecke: Zwischen Melsungen und Guxhagen nutzt der R1 auf einigen Kilometern kleinere Ortsverbindungsstraßen.

Vor der Fuldaschleife bei Guxhagen enthält die Strecke noch einmal einen richtig "sportlichen" Hügel (min. 10 % mit ca. 40 Höhenmetern). Dieser ist auf der Straße zwischen Wagenfurt und Grebenau zu finden.

Die Fuldaschleife bei Guxhagen kann von eiligen Radlern ab Grebenau abgekürzt werden. Es handelt sich hier allerdings um einem steilen Hügel (ca. 10 %). Dieser muss auf einer 1 - 1,5 km langen, sehr stark befahrenen Straße bezwungen werden. Achtung: Die sehr stark auch von LKW befahrene Straße besitzt keinen Radweg. Auch für Fußgänger ist nur ein sehr schmaler Pfad (ca. 60- 70 cm breit) vorhanden. Dieser verläuft eingekeilt zwischen Leitplanke und dem Geländer der Stützmauer. Das Schieben eines Rades ist hier nicht möglich.

[Bearbeiten] Kassel - Hann. Münden: etwa 30 km

Die letzte Etappe ist ebenfalls recht kurz. Man kann so den Nachmittag zur Rückfahrt per Bahn nach Hause nutzen, oder noch etwas Zeit in Kassel bzw. Hann. Münden verbringen. Wer gern in der Stadt weilt kann auch mehrere Nächte in Kassel bleiben und die Fahrt nach Hann. Münden als Ausflug absolvieren.

Speele an der Fulda zwischen Kassel und Hann. Münden
Speele an der Fulda zwischen Kassel und Hann. Münden

Zur Strecke: Ab Kassel ist die Fulda schiffbar. Mehrere Staustufen regulieren den Fluss und erlauben den Betrieb grösserer Fahrgastschiffe. Der Fulda-Radweg führt ab Kassel auf längeren Strecken direkt am Fluss entlang. Zwischen Kassel-Wolfsanger und Fuldatal-Wahnhausen ist er geschottert.(etwa 10 km Strecke). Ab Fuldatal-Wahnhausen geht es grösstenteils auf Asphalt bis nach Hann. Münden.

Zwischen Fuldatal-Simmershausen und Hann. Münden verläuft die Strecke parallel zur stärker befahren Bundesstraße 3. Der Radweg ist teilweise etwas von der Straße abgetrennt, so dass man den Verkehr nicht immer mitbekommt.


"Abkürzung Fuldaschleife Simmershausen:" Die Fuldaschleife bei Fuldatal-Simmershausen kann übrigens auf der östlichen Flussseite abgekürzt werden. Dazu muss man ab Kassel den R1 verlassen und Richtung Niestetal-Sandershausen radeln (Am Hafen vorbei). Von hier geht es über Spiekershausen zur Fuldaschleuse bei Fuldatal-Simmershausen. An der Straße zwischen Sandershausen und Spiekershausen gibt es einen schönen asphaltierten Radweg, der direkt an der Fulda verläuft. Im Bereich der Fuldaschleife geht es von der Straße zum Gut Kragenhof sehr steil zu Schleuse hinunter (sehr großer Schotterweg mit Kehren: ca. 40- 50 Höhenmeter bei etwa 15 - 20 % Gefälle) Dieses steile und schlechte Wegstück ist für Räder mit Anhänger nicht zu empfehlen.

Die Südrampe des Hügels ist hingegen unproblematisch, da hier die Strasse von Spiekershausen nach Landwehrhagen mitbenutzt wird.

Zeitlich lohnt sich die Abkürzung nur für sportliche Radtouristen, die auf Asphalt richtig "Gas" geben und den grossen Hügel trotz Gepäck "locker wegstecken". Radler mit Anhänger, Familien und Genussradler wählen besser die bergfreie Variante auf dem R 1.

[Bearbeiten] Zielpunkt Hann. Münden

Hann. Münden: Marktplatz mit Rathaus
Hann. Münden: Marktplatz mit Rathaus

Die Fachwerkstadt mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten lädt zu einem gemütlichen Tourenausklang ein. Über den regionalen Bahnverkehr besteht Anschluss in Richtung Kassel und Göttingen. Natürlich kann man auch auf dem Weserradweg weiter radeln ...

[Bearbeiten] Hann. Münden - Bad Karlshafen: ca. 50 km

Während der Fulda-Radweg in Hann. Münden endet, führt der Hess. Radfernweg R1 noch auf der Westseite der Weser weiter bis Bad Karlshafen. Das Wegstück ist radtouristisch allerdings klar dem Weserradweg zu zuordnen. (Beschreibung der Strecke siehe Weserradweg)

[Bearbeiten] Weiter geht's

Der Weserstein -Geburt der Weser: Links endet die Fulda und rechts die Werra
Der Weserstein -Geburt der Weser: Links endet die Fulda und rechts die Werra

[Bearbeiten] GPS - Daten

  • Routenprofil mit GPS-Daten und Google Earth KMZ-Datei im Radreise-Wiki

[Bearbeiten] Literatur- und Kartenhinweise

[Bearbeiten] Bücher und Karten

  • Bikeline-Führer "Fulda-Radweg" mit Karten im Maßstab 1:50.000, 80 Seiten, ISBN 978-3-85000-086-4, 4. überarbeitete Auflage Juli 2009; Preis: 10,90 €; umfangreiche Infos zur Route und den Sehenswürdigkeiten, Übernachtungverzeichnis, weiteres siehe Verlag Esterbauer
  • Fulda ~ Werra ~ Rhön - Radwandern im Herzen Deutschlands:
    Der 288-seitige Radwanderführer stellt die schönen Flussradwege an Fulda, Werra sowie die Rhön mit Ulster und Milseburg-Radweg vor (insgesamt 620 km Radrouten). Genaue Etappenbeschreibungen mit viel Hintergrundwissen, 120 Farbfotos, 25 Karten im Maßstab 1: 150.000 und die hochwertige Fadenbindung kennzeichnen das Buch. 5 Stadtrundgänge mit Plänen ergänzen übrigens die Etappen. Ferner gibt es natürlich Infos zu Sehenswürdigkeiten und ein Verzeichnis fahrradfreundlicher Unterkünfte.
Buchdaten: ISBN 3-9809629-1-1, 18,90 €, Witti Verlag Steinhagen, Autor: Frank Wittenbrock, · Seite zum Buch: www.fulda-werra-rhoen.de.


[Bearbeiten] Digitale Karten

Auf den folgenden Seiten finder man frei zugängliche Karten zur Route:

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Artikel in der FAZ vom 20. Mai 2009
  2. Artikel SPIEGELONLINE vom 20. Mai 2009
  3. Pressemeldung von NordHessen Touristik vom 16.06.2009

[Bearbeiten] Weblinks

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