Thema:Bildbearbeitung

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Es kommt hin und wieder vor, dass eine Fotografie nachbearbeitet werden muss. Vorrangige Bearbeitungsschritte sind:

  • Bildgrößenveränderungen bzw. Erstellung von Bildausschnitten
  • Beseitigung von Bildfehlern
  • Löschen von Exif-Daten

Hierzu einige Hinweise.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Software

Das bekannteste Programm für die Bildbearbeitung ist der Adobe® Photoshop®. Es liegt als Photoshop Elements® in abgespeckter Version häufig bei gehobenen Digitalkameras oder Diascannern in Form von OEM-Software bei. Photoshop ist für Windows und Mac OS verfügbar.

Es gibt aber auch ein kostenfreies, durchaus mächtiges Werkzeug, nämlich GIMP. Im Unterschied zum oben Genannten ist GIMP zusätzlich für Linux Systeme verfügbar.

Kleine Tools für einfache Änderungen sind auch die Windows-Freeware-Programme Irfanview und xnview.

Daneben existieren zahlreiche weitere Programme die teilweise einen geringeren Leistungsumfang haben. Für UNIX/ LINUX Nutzer ist gphoto (http://www.gphoto.org/) sicherlich interessant, da es ca. 800 Kameramodelle unterstützt.

[Bearbeiten] Bildgröße ändern

Nicht für jeden Einsatzzweck ist die volle Bildauflösung (Bildgröße) notwendig. Zwar kann man die Auflösung bereits an der Kamera herabsetzen, allerdings hat das den gravierenden Nachteil, das Bildqualität verloren geht. Deshalb empfiehlt es sich eher die Bildgröße nachträglich über ein entsprechendes Bildbearbeitungsprogramm zu ändern.

[Bearbeiten] Größe ändern mit Irfanview

Wenn Sie in Irfanview ein Bild geöffnet haben, dann gehen Sie auf Bild --> Größe ändern. Am einfachsten wählen Sie dann den Schalter Prozentsatz vom Original, lassen aber proportional eingeschaltet. Richtwert: 50% reduziert auf 1/4 der ursprünglichen Speichergröße, 30% geht auf etwa 1/10. Dann können Sie das Bild abspeichern. Wählen Sie ein geeignetes Format, z.B. JPG.

[Bearbeiten] Automatisierte Änderungen mit xnview

Prinzipiell funktioniert das Ändern der Bildgröße genauso, wie bei den vorangegangenen Programmen. Ein nettes Zusatzfeature ist die Batch-Konvertierung, bei der man automatisiert einen ganzen Ordner mit Bildern auf die gewünschte Größe konvertieren kann. (oder das Bildformat ändern, z.B. bmp => jpg etc.)

[Bearbeiten] Bild drehen

Bevor ein Bildausschnitt gewählt oder verkleinert werden soll, ist es sinnvoll, das Bild zu drehen, wenn es nicht waagerecht ist.

[Bearbeiten] Drehen mit Photoshop

Aus dem Menü Bild kann man das Untermenü Arbeitsfläche drehen auswählen. Neben den sinnvollen Drehwinkeln von 90° und 180° gibt es zwar noch den Menüpunkt Per Eingabe. Man braucht aber schon ein sehr geschultes Auge, um den Drehwinkel manuell eingeben zu können. Deswegen empfiehlt es sich, eine der beiden folgend beschriebenen Vorgehensweisen zum Bilddrehen einzusetzen.

  1. Man suche in der Werkzeugleiste das Pipettenwerkzeug. Das Werkzeug gehört zu einer Gruppe, die auch das Messwerkzeug enthält. Man drückt auf den kleinen schwarzen Pfeil in der unteren rechten Ecke; in dem sich nun öffnenden Pop-up-Menü wählt man das Messwerkzeug (Symbol Lineal) aus. Man erreicht das Werkzeug auch durch mehrfaches Drückern der Tastenkombination Umschalt + I. Danach zeichnet man mit der Maus auf das Bild eine Linie, die eigentlich waagerecht sein sollte. Nun wählt man im Menü Bild -> Arbeitsfläche drehen den Menüpunkt Per Eingabe. Der richtige Drehwinkel steht nun im Eingabefeld, und man muss nur noch OK drücken.
  2. Es gibt auch die Möglichkeit das Bild frei zu drehen. Dazu wählt man das gesamte Bild mit der Tastenkombination Strg + A aus. Nun wählt man im Menü Bearbeiten das Untermenü Transformieren und dann den Menüpunkt Drehen aus. Man positioniert nun den Mauszeiger außerhalb des Fotos in der Nähe einer seiner Ecken, bis der Mauszeiger zu gebogenen Doppelpfeil wird. Nun kann man das Bild frei drehen. Zum Schluss drückt man die Enter-Taste oder das OK-Häkchen.

[Bearbeiten] Drehen mit GIMP

Im Menu Bild wählt man das Untermenu Transformation aus und kann hier das Bild drehen. Freies Drehen geht nur im Ebenenmodus unter Transformation.

Transformation-Icon im Panel
Transformation-Icon im Panel

[Bearbeiten] Stürzende Linien

Stürzende Linien sind sind ein Fehler beim Fotografieren, der sich z.B. in der Architekturfotografie leider nicht immer vermeiden lässt – außer man besitzt ein teures Shift-Objektiv. Als Regel gilt, dass die Kamera auf halber Objekthöhe stehen sollte und nicht gekippt wird. Manchmal kann man den Fehler dadurch „beheben“, indem man das gesamte Motiv schräg ins Bild legt.

Es gibt aber auch Freistellungswerkzeuge, mit denen man den Fehler nachträglich beheben kann und auch beheben sollte:

  • Photoshop: Hier nutzt man das Freistellungswerkzeug. Zusätzlich ist die Option „Perspektivisch bearbeiten“ auf der Eigenschaftsleiste auszuwählen. Danach können alle vier Kanten des Freistellungsviereckes schräg gestellt werden. Nach dem Ausschneiden (Drücken auf das grüne Häkchen) erhält man dann gerade Linien.
  • GIMP: Mit dem Werkzeug „Perspektive“ werden zuerst alle Linien begradigt. Danach stellt man den benötigten Bildteil frei. Als Alternative kann man auch über Filter - Verzerren - Objektivfehler die stürzenden Linien ausgleichen.

[Bearbeiten] Kissen- und Tonnenverzeichnungen

Insbesondere im Falle kurzer Brennweiten kann es zu tonnenförmigen Verzeichnungen kommen, das heißt, die randnahen Bildteile sind nach außen gewölbt. Wenn man den Fehler bereits beim Fotografieren verhindern möchte, so hilft nur ein deutlich größerer Abstand zum Objekt und die Verwendung längerer Brennweiten.

[Bearbeiten] Beseitigung der Störungen mit Photoshop

Phototshop bietet zwei Verzerrungswerkzeuge, mit denen Linsenverzeichnungen korrigiert werden können:

  • Filter -> Verzerrungsfilter -> Wölben. Dieses Filter verzerrt die Außenbereiche des Fotos.
  • Filter -> Verzerrungsfilter -> Distorsion. Dieses Filter verzerrt die Mittenbereiche des Fotos.

In beiden Fällen erhält man ein Dialogfenster, in dem man den Grad der Wölbung einstellen kann. Dazu sollte man das Vorschaubild so einstellen, dass man die Außenbereiche mit einsehen kann. Im Modus Normal kann man nun die gewünschte Verzerrungsstärke einstellen.

[Bearbeiten] Bildausschnitt

Wählen Sie einen Bildausschnitt, bevor sie ein Bild verkleinern.

Der Menüpunkt zum Freistellen des markierten Bildbereiches heißt:

  • Photoshop: Bild -> Freistellen
  • GIMP: Bild -> Bild zuschneiden oder das Skalpell-Icon.

[Bearbeiten] Schärfen

Wenn ein Bild bereits unscharf vorliegt, ist eine nachträgliche Schärfung meist nicht mehr möglich. Vermeiden Sie deshalb insbesondere Verwackler schon bei der Aufnahme; leider neigen insbesondere kleine und leichte Kameras sehr schnell zu Verwacklern. Benutzen Sie deshalb kurze Belichtungszeiten oder Stative. Gelegentlich sind kleine Säckchen mit Gries, auf die die Kamera gestellt werden können, sehr hilfreich.

Nach Bildgrößenänderungen muss nachgeschärft werden. Das geeignetste Filterverfahren ist:

  • Unscharf maskieren (Fotoshop und GIMP).

[Bearbeiten] Unter- und Überbelichtungen

Benutzen Sie auf keinen Fall den Helligkeits- oder Kontrastregler, die Ergebnisse sind meist nicht zufriedenstellend. Das Problem hierbei ist, dass alle Bildteile gleichmäßig aufgehellt oder abgedunkelt werden.

Benutzen Sie hierfür die automatische oder manuelle Tonwertkorrektur. Hierbei wird das so genannte Bildhistogramm verschoben. Im Regelfall wird das Histogramm so verändert, dass es nach der Korrektur den gesamten möglichen Helligkeits- bzw. Farbbereich abdeckt. Im Falle manueller Korrektur können Sie im RGB-Raum auch noch den Schwerpunkt des Histogramms verändern, womit Sie ein Aufhellen oder Abdunkeln erzielen, ohne den Farbeindruck zu verändern.

  • Photoshop: Bild -> Einstellungen -> Tonwertkorrektur
  • GIMP: Ebene -> Farben -> Werte

[Bearbeiten] Farbstiche

Benutzen Sie auf keinen Fall die Farbregler, um Farben abzuschwächen oder zu verstärken. Die Ergebnisse sind meist nicht zufriedenstellend. Farbstiche lassen sich meist mit Hilfe der automatischen Tonwertkorrektur einfach beseitigen.

[Bearbeiten] Automatischer Weißabgleich

Es kann auch interessant sein sich das aufgenommene Bild mit dem Weißabgleich zu betrachten, ob sich eine Verbesserung ergibt.

  • GIMP: Farben - Automatisch - Weißabgleich

[Bearbeiten] Exif-Daten

Die Exif-Daten sind Angaben zum Zeitpunkt der Erstellung eines Fotos. Hierzu gehören Datum, Uhrzeit, Brennweite und Belichtungszeit, gelegentlich aber auch die geografische Koordinate. Diese Angaben werden, so sie vorhanden sind, von der Mediawiki-Software angezeigt.

Wer diese Daten z.B. aus Datenschutzgründen nicht weitergeben möchte, sollte diese Angaben löschen:

  • Photoshop: Nicht „Datei -> Abspeichern unter“, sondern „Datei -> Für Web speichern“
  • GIMP: Im Menu speichern unter taucht bei der Endigung .jpg nach der Bestätigung ein kleines Fenster auf indem man nach dem Komprimierungsgrad gefragt wird. Hier auf erweiterte Optionen klicken und das Häckchen bei Exif deaktivieren.

[Bearbeiten] Links

  • Linksammlung für Tutorials, Tipps, Tricks und mehr unter GIMP


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