Thailand

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Thailand liegt in Südostasien. Es grenzt an Myanmar, Laos, Kambodscha und Malaysia.

Es besteht eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland
Das Auswärtige Amt rät dringend, Demonstrationen und sonstige größere Menschenansammlungen zu meiden, auch um sich nicht dem Risiko eventueller Sprengstoffanschläge auszusetzen. Über die Hauptstadt ist der Ausnahmezustand verhängt worden. Aktuelle Sicherheitshinweise.
Datum der letzten Reisewarnung: 02. September 2008.


Lage
Karte von Südostasien mit eingezeichneter Lage von Thailand
Flagge
Flagge von Thailand
Kurzdaten
Hauptstadt: Bangkok
Staatsform: Konstitutionelle Monarchie
Währung: Baht (THB),
1 € = 46,85 THB (03.11.2006)
Fläche: 514.000 km²
Bevölkerung: 64,9 Mio
Sprachen: Thai, regional auch Minderheitensprachen (Englisch als Zweitsprache der Gebildeten und im Tourismus)
Religionen: Buddhismus (Theravâda) 95 %, Islam 3,8 %, Christentum 0,5 %, Hinduismus 0,1 %
Telefonvorwahl: +66
Internet TLD: .th
Zeitzone: UTC+7 (MEZ+6, MESZ+5), keine Sommerzeit

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Regionen

Thailand ist administrativ in 76 Provinzen aufgeteilt (eine komplette Liste findet man hier), die sich fünf geografischen und kulturellen Regionen zuordnen lassen.

Die Regionen Thailands
  Nordthailand: Chiang Mai ·  Chiang Rai ·  Mae Hong Son ·  Sukhothai ·  Uthai Thani ·  Uttaradit ·  mehr ...

mit den Städten Chiang Mai, Chiang Rai, Sukhothai und den Gebirgsregionen (Goldenes Dreieck). Thailändische Bezeichnung:Lan Na (historisch) oder Bahn Nork
  Nordostthailand: Buriram ·  Khon Kaen ·  Nong Khai ·  Nakhon Ratchasima ·  Udon Thani ·  mehr ...

auch als Isaan bekannt, der touristisch noch weitgehend unerschlossene Nordosten des Landes - Reisfelder, "Hochebenen" und kulturelle Schätze, reiche Musiktradition, mit den Städten Nong Khai, Nakhon Ratchasima, Udon Thani, Khon Kaen
  Zentralthailand: Ayutthaya ·  Kanchanaburi ·  Phetchaburi ·  Prachuap Khiri Khan ·  mehr ...

mit der Hauptstadt Bangkok, dem zentralen Tiefland und der historisch bedeutenden Stadt Ayutthaya
  Ostthailand: Chanthaburi ·  Chonburi ·  Rayong ·  Sa Kaeo ·  Trat ·  mehr ...

östlich von Bangkok bis zur Grenze zu Kambodscha, mit dem Touristenzentrum Pattaya, vielen Stränden und den Inseln Koh Samet und Koh Chang
  Südthailand: Chumphon ·  Krabi ·  Phangnga ·  Phuket ·  Satun ·  Surat Thani ·  mehr ...

bekannt für die Inseln Phuket, Ko Phi Phi, Ko Samui, Ko Phangan und Ko Tao mit ihren palmengesäumten Stränden und einigen der besten Tauchspots in Südostasien. Am Festland (Isthmus von Kra) gibt es eine Reihe von Nationalparks (Urwälder) zu besuchen
Übersichtskarte

[Bearbeiten] Städte

Karte von Thailand
  • Ayutthaya - historische Hauptstadt mit einer Vielzahl historischer Bauwerke
  • Bangkok - Hauptstadt des Landes und Weltmetropole
  • Kanchanaburi - Im Osten des Landes. Mit der legendären Brücke am Kwai zieht dieser Ort einige Touristen an.
  • Chiang Mai - größte Stadt im Norden und frühere Hauptstadt des Lanna-Thai-Reiches, Ausgangspunkt für Reisen in die Berge des Nordwestens
  • Chiang Rai - Stadt im äußersten Norden
  • Nakhon Ratchasima - größte Stadt im Nordosten, dem Isaan, auch "Korat" genannt
  • Hua Hin - traditionelles Urlaubsziel der thailändischen "High Society", auch heute noch mit dem Flair früherer Glanzzeiten. Das ehemalige Badeparadies ist sicher eine Reise wert.
  • Pattaya - früher ein kleines Fischerdorf, in den 1980er Jahren die touristische Boom-Town Thailands; Hotel-(Beton-)Burgen und berüchtigtes Nightlife. Hier erwarb das Land leider seinen schlechten Ruf, als sich Soldaten im Vietnamkrieg dort "austobten".
  • Phuket - das touristische Zentrum Südthailands, Traumstrände in der Andamanensee und Massentourismus in der Inselhauptstadt
  • Songkhla - hübsches Städtchen in Südthailand auf einer Landzunge mit langem Meeresstrand.
  • Sukhothai - die erste Hauptstadt des Thai-Reiches, sehenswerter "Historical Park" mit Ruinen aus dem 13. und 14. Jahrhundert
  • Surat Thani - Hafenstadt im Süden, Fährverbindungen nach Koh Samui, Koh Phangan, Koh Tao und in die südlichen Länder Malaysia, Singapur und Indonesien
  • Hat Yai - Großstadt im Süden unweit der malaysischen Grenze

Eine ausführliche Liste der Orte Thailands findet man hier.

[Bearbeiten] Weitere Ziele

Vorschläge für eine einmonatige Reiserouten gibt es hier.

[Bearbeiten] Hintergrund

Tempel in Bangkok
Tempel in Bangkok

Zur Mitte des 14. Jahrhunderts wurde ein vereinigtes Thai-Königreich geschaffen. Bis 1939 als Siam bekannt, ist Thailand das einzige südostasiatische Land, das nie von einer europäischen Macht annektiert wurde - und auf diese Tatsache ist man bis heute stolz. Eine friedliche Revolution im Jahre 1932 brachte dem Land die konstitutionelle Monarchie. Im Zweiten Weltkrieg war Thailand zunächst ein Verbündeter Japans und wurde nach dem Konflikt Bündnispartner der USA. Nach einer Kette von Militärdiktaturen, die nur kurz von Zivilregierungen unterbrochen wurde, hat sich das Land trotz der Krise von 1997 politisch und wirtschaftlich stabilisiert. Über allem steht nach wie vor König Bhumibol Adulyadej (Rama IX.), der seit 1946 regiert und damit der dienstälteste Monarch der Welt ist.

[Bearbeiten] Anreise

[Bearbeiten] Einreisebestimmungen

Bei der Einreise ist ein mindestens noch sechs Monate gültiger Reisepass vorzulegen. Bei einem Aufenthalt von bis zu 30 Tagen ist kein Visum erforderlich. Das bei Einreise erhältliche "Visa on Arrival" ist für deutsche, österreichische und schweizer Staatsbürger nicht notwendig. Offiziell ist ein Weiterreise- oder Rückreiseticket vorzulegen sowie ein Hotel oder eine Unterkunft anzugeben. Diese zwei Bedingungen könnten für Individualreisende problematisch sein, da sie möglicherweise auf dem Landweg zu Fuß das Land verlassen wollen und gar kein Hotel gebucht haben. Rein praktisch allerdings wird die Prozedur allerdings weniger streng gehandhabt. Gerade Besitzer von E-Tickets haben ja kein Papier zum Vorzeigen mehr.

Mit etwas Improvisation kann man aber auch diese Hürden nehmen. Als Aufenthaltsort trägt man dann einfach z.B. Nana Hotel, Sukhumvit Road, BKK in die entsprechenden Dokumente ein. Im Notfall bucht man vorab einfach ein Billigticket bei Airasia oder einer anderen Airline z.B. für 1199 THB(ca 25 EUR) zum Beispiel nach Phnom Penh. Selbstverständlich wird man dieses Hotel niemals betreten und den Flug kann man machen, muss es aber nicht. Die Beamten bei der Einreise sind zufrieden und man kann ungehindert passieren.

[Bearbeiten] Flugzeug

Lufthansa und Thai Airways bieten täglich Nonstop-Flüge ab Frankfurt und München zum internationalen Flughafen Bangkoks an, Condor und Air Berlin haben wöchentliche Charterflüge nach Thailand im Angebot. Ebenfalls zu empfehlen sind die arabischen Airlines wie Qatar Airways, Etihad oder Emirates, die allerdings mit einer weiteren Zwischenlandung in Doha, Abu Dhabi oder Dubai in das Land der Thais fliegen.

[Bearbeiten] Bahn

Man kann mit dem Zug aus Singapur und Malaysia nach Thailand reisen. Hier verkehrt auch der berühmte Eastern & Oriental Express.

Eine weitere Möglichkeit zur Einreise mit dem Zug von Malaysia nach Thailand ist die tägliche Verbindung von Butterworth nach Hat Yai - Bangkok. Tägliche Abfahrt ist um 13.40 Uhr (Malaiische Zeit)

Es gibt täglich mehrfache Verbindungen von Penang nach Hat Yai.

[Bearbeiten] Auto/ Motorrad/ Fahrrad

Es gibt täglich mehrere Verbindungen mit Sammeltaxis von Malaysia meist bis Hat Yai.

[Bearbeiten] Schiff

[Bearbeiten] Mobilität

[Bearbeiten] Bahn

Mit der Bahn zu reisen in Thailand ist einfach und sicher. Die Züge verkehren äußerst pünktlich. Es gibt 1., 2. und 3. Klasse. Die Preise sind - aus europäischer Sicht - sehr günstig, so kostet die Fahrt von Bangkok nach Trang (ca. 700 km) in der 1. Klasse ungefähr 20 Euro. Angenehm ist auch eine Nachtfahrt in der 1. oder 2. Klasse im Schlafwagen. So kommt man relativ ausgeruht z.B. in Chiang Mai oder anderen entfernten Zielen an. In der 1. Klasse schläft man in einem eigenen Abteil mit zwei Betten und Klimaanlage. In der zweiten Klasse gibt es Großraumabteile und Ventilatoren. Zusammen mit dem Fahrtwind ergibt dies auch in der 2. Klasse ausreichend Kühlung. Frische Bettwäsche gibt es in beiden Klassen und allgemein sind die Züge sehr sauber. Fahrpläne findet man auf der Seite der State Railway of Thailand.

[Bearbeiten] Motorrad

Motorräder (110, 125, 250 ccm) gibt es oft und günstig (meist zu 150.- THB/ Tag) zu mieten, die Viertakter verbrauchen erstaunlich wenig Sprit. Zwei oder auch drei Personen haben bequem Platz. Ein besonderes Augenmerkt sollte der Versicherung gelten: Während im Norden üblicherweise nur eine geringe Selbstbeteiligung im Schadensfall fällig wird, zahlt man im Süden alles selbst. Hat beispielsweise der Besitzer den Motor schlecht gewartet und er versagt, zahlt man mal eben einen neuen! Bei einem UNFALL allerdings darf man sowieso alles zahlen, da es keine Haftpflicht gibt.

Empfehlung: Achten Sie darauf, dass das Motorrad mit einem allumfassenden Versicherungsschutz zur Nutzung überlassen ist.

Es gibt in Thailand genauso eine Haftpflichtversicherung wie bei uns. Man erkennt es an den grünen Plaketten mit der Jahreszahl. Zu beachten ist, dass die Thai Zeitrechnung gegenüber unserer um 543 Jahre voraus ist. Also ein gültiges Versicherungspickerl für 2008 wäre dann 2551. Die Unfallschuld wird i.d.R. nach den zu vermutenden Vermögen der Unfallgegener geregelt. Bei Unfällen mit reiner Thaibeteiligung ist immer das hubraumstärkere Fahrzeug schuld. Bei Unfällen mit einem von einem Ausländer gemieteten Fahrzeug ist i.d.R. der Ausländer Schuld. Aus Ihrem Rechtsverständnis mag das zwar ungerecht erscheinen. Bedenken Sie aber bitte, dass die meisten Thailänder keine Krankenversicherung haben und thailändische Polizisten eher ein Herz für schuldige, aber arme Thailänder haben als für unschuldige, aber reiche Ausländer. (Eine solche Praxis, die sich nicht an der Schuldfrage, sondern am sozialen Ausgleich orientiert, ist in vielen Ländern der Welt üblich; vgl. den Artikel "Dominikanische Republik")

Außer einer "Spende" von vier Euro für die notleidende (mit Absicht nicht in Anführungszeichen) Polizei kostet Sie diese Erfahrung nichts, weil die thailändische Versicherung Ihres Fahrzeugs alle weiteren Kosten übernimmt. Alternativ können Sie natürlich auf Ihr Recht der Unschuld bestehen. Nehmen Sie sich einen Anwalt, der Ihren Sprachkenntnissen genügt und bereiten Sie eine Überweisung von 1.000 - 1.500 Euro vor. Der Ausgang des Verfahrens ist selbstverständlich offen. Auch das Herz des Richters schlägt i.d.R. auf der Verliererseite.

[Bearbeiten] Bus

Das Busnetz in Thailand ist sehr gut ausgebaut. Es verkehren zum einen die Busse der staatlichen (bor kor sor) und der privaten Busgesellschaften. Abfahrt und Ankunft ist in Bangkok von verschiedenen Busstationen. Will man sich in einem der zahlreichen Reisebüros nach einer Busverbindung erkundigen, verkaufen diese i.d.R. ein Ticket einer privaten Linie. Besser ist es, direkt zur Busstation zu gehen und dort das Ticket zu kaufen (am Abfahrtstag ist ausreichend, außer vor, nach oder an thailändischen Feiertagen [1]). Private Busgesellschaften bieten in der Regel einen besseren Service (freie Getränke, besseres Essen und besseres "Raumklima" als die staatliche Gesellschaft. Aber Augen auf: Schlepper bringen euch bei freier "Anlieferung" meistens zu den schwarzen Schafen der Zunft. Busse sind insgsamt ein sehr günstiges Reisemittel, wenn euch das lange Stillsitzen oder Schlafen im Sitzen nichts ausmacht.

Selbst bei einer Anreise von Bangkok in entlegende Gebiete Thailands ist die erste Etappe mit der Bahn empfehlenswert, wenn das Reiseziel mehr als 300 Kilometer von Bangkok entfernt ist. Die Fahrt mit einem Taxi zum entsprechenden Busterminal frisst die Ersparnisse des i.d.R. günstigeren Bustickets mehr als auf.

Ein Hinweis an Rucksackreisende (ich war selbst einer und spreche aus Erfahrung!): thailändische Linienbusse sind nicht auf große Gepäckstücke wie Rucksäcke, jede Art von Gepäckstücke oder Koffer eingerichtet! Selbst die ärmste Marktfrau würde es ihren Mitreisenden nicht zumuten, beim Ein- oder Aussteigen über Gepäckstücke klettern zu müssen. Wenn selbst sie die Kosten für ein Taxi in Kauf nimmt, sollte es doch für uns kein Problem sein, die Extrakosten in die Reiseplanung einzubeziehen.

[Bearbeiten] Flugzeug

Mit dem Flugzeug zu reisen, ist sehr günstig. Gerade wenn man wenig Zeit hat, bietet sich das Flugzeug an. In größeren Städten (Bangkok, Chang Mai, Ko Samui etc.) gibt es Flughäfen, auf denen Inlandsflüge oder Flüge in die Nachbarländer angeboten werden. Es ist ausreichend, ein bis zwei Tage vorher einen Flug zu buchen. Jedes Reisebüro bietet diesen Service an.

Die beiden größten Fluggesellschaften sind Thai Airways und Bangkok Airways. Inzwischen gibt es zusätzlich eine Anzahl von Low Cost Carrier, wobei einzelne aber auf schwarzen Listen stehen. Mitte 2007 war dies nur noch Phuket Arlines.

Die günstigsten Flüge möglichst vorab im Internet über die Bangkok-Airways Page buchen. Samui, Chiang Mai und Phuket kosten bei Buchung des ersten frühen Flug um 06.00 Uhr - und des letzten späten Flugs gegen 23.00 Uhr nur rund 2000 THB. (OneWay)

Wer die Zeit und die Kondition hat kann den jeweiligen Rückflug und die damit verbundene Ausreisesteuer (die fällt bei jeder/ auch inländische Ausreise an) von 400- 500 THB umgehen, in der er auf Bus/ Fähre/ Zug umsteigt.

Air Asia, Nok Air und One-Two-Go Airlines sind aus jeden Fall günstige Alternativen, wobei zu beachten ist, daß einige Gesellschaften oder einzelne Verbindungen häufig den alten Flughafen BKK Don Mueang anfliegen, anstatt den neuen Flughafen Suvarnabhumi. Die Entfernung beträgt fast 50 km und man sollte ein entsprechendes Zeitpolster beim Umsteigen auf Fernflüge einplanen.

Ein tolles Erlebnis ist die Reise von Koh Tao zurück nach Bangkok. Hier gibt es die Möglichkeit mit der Fähre (450 THB) binnen 2,5 Stunden von Koh Tao nach Chumphon zu reisen. Dort den Bahnhof aufsuchen und die Reise entlang der Küste hoch über HUA HIN, CHA-AM, Petchaburi antreten. Zugticket kostet ca. 350 THB um man ist gute acht Stunden bis zum Festland unterwegs.

[Bearbeiten] Taxi

Ein öffentliche Nahverkehrsnetz existiert zwar, aber es ist oft unterentwickelt, unzuverlässig und insbesondere im Großraum Bangkok ständig überlastet. Für Europäer, die die thailändische Schrift in der Regel nicht lesen können ist es nur eingeschränkt zu empfehlen. Da auch Thais ziemlich bequeme Menschen sind und niemals unnötig zu Fuss gehen, hat sich eine regelrechte Taxikultur entwickelt. Die Taxis sind so zahlreich, daß sie in manchen Gegenden sicher 1/4 des gesamten Verkehrs ausmachen. Oft fahren sie den gesamten Tag immer nur ein und die selbe Straße auf und ab. So zum Beispiel auf der Sukhumvit Road in Bangkok oder auf der Beach Road in Pattaya.

Folgendes sollte man allerdings beachten, wenn man sich ein Taxi heranwinkt. Man gehe im schlimmsten Fall davon aus, daß der Fahrer kein Wort English spricht und auch in der Regel keine lateinischen Schriftzeichen lesen kann. Meist reicht es aber, des Namen des Fahrziels deutlich auszusprechen. Das wird in der Regel verstanden. Wenn alles nicht hilft, dann einfach aussteigen und das nächste Taxi nehmen. In der Regel klappt die Verständigung aber prima mit ein paar Brocken Englisch.

Es ist unbedingt darauf zu achten, daß der Fahrer das Taximeter einschaltet. Das ist ein etwa autoradiogroßes Gerät in der Mittelkonsole. Meist steht dann dort gleich am Anfang bereits eine 35 oder 40. Das ist der Startpreis. Dieser beinhaltet bereits die ersten 2 km oder 2 min. Je nachdem was zuerst eintritt. Sollte die Geschwindigkeit unter einen gewissen Wert sinken, z.B. im Stau, so zählt auch das Taximeter langsamer. Im allgegenwärtigen Stau in Bangkok kommt das recht häufig vor. Eine typische Taxistrecke von 5 bis 10 Kilometern kostete Mitte 2007 umgerechnet etwa 100 THB. Die Fahrt von der Khao San Road zum Flughafen Suvarnabhumi über etwa 35 km kostete 300 THB, also ca 6,50 EUR. Dazu kommen bei Benutzung des Expressway die Mautgebühren, die grundsätzlich der Fahrgast zu zahlen hat, an drei oder vier Stationen erhoben werden und jeweils zwischen 20 und 40 THB liegen. Es empfiehlt sich also ausreichende Menge Kleingeld bereitzuhalten. Man kann den Expressway natürlich auch meiden, wird dann aber mit einer deutlich längeren Fahrtzeit durch Staus rechnen müssen.

Bei längeren Strecken empfiehlt es sich vorher einen Fahrpreis auszuhandeln. Man kann sich problemlos 150 oder mehr Kilometer fahren lassen, darf dann aber vom Fahrer keine Ortskenntnisse erwarten. An den Flughäfen gibt es meist Registrierungsschalter, die einem für eine geringe Gebühr den Ort und den Namen des Hotels auf Thai aufschreiben und den Fahrpreis festlegen. So kostete Mitte 2007 eine Fahrt vom alten Flughafen Don Mueang nach Pattaya Jomtien über 150 km 1200 THB (26 EUR) inklusive Expresswaygebühren. Der neue Flughafen Suwarnabuhmi liegt deutlich näher und die Fahrt sollte dementsprechend preiswerter sein.

Es gibt auch zahlreiche regional unterschiedliche Varianten des Taxifahrens. In Bangkok sind dort natürlich an erster Stelle die Tuk-Tuk zu nennen. Eine Fahrt mit diesen dreirädrigen offenen Gefährten ist zwar nicht billiger als ein reguläres Taxi, dafür existieren aber keine Taximeter, man atmet direkt den Smog der Straße und ist im Falle eines Unfalles relativ schutzlos. Jemand schrieb einmal, daß "eine Fahrt mit einem Tuk-Tuk im Verkehrsgetümmel Bangkoks eines der letzten großen Abenteuer Asiens" sei. Das sollte jeder für sich herausfinden.

In Pattaya sucht man reguläre Taxis oft vergebens und Tuk-Tuks gibt es dort auch nicht, dafür gibt es tausende umgebaute Pickuptrucks, die als Sammeltaxis in der gesamten Stadt unterwegs sind und meist im Kreis zwischen Beach Road und Second Road fahren. Wenn man nicht sowieso schon angehupt wird, dann stellt man sich einfach an die Straße und hebt die Hand. Wahrscheinlich halten dann mindestens zwei dieser Taxis an. Man steigt hinten drauf und es geht los. Wenn man wieder runter will, drückt man eine kleine Klingel, die hinten angebracht ist und gibt dem Fahrer 20 THB. Das ist alles. Sollte man ein bestimmtes Ziel anfahren wollen, welches ausserhalb des Ringes liegt, gibt es eine Preisliste im Rückfenster des Trucks und sagt dem Fahrer, wo man hin möchte. Faustregel ist etwa 10 THB pro Kilometer.

Als letzte Alternative zur Fortbewegung, seien noch die zahlreichen Motorradtaxis genannt. Keineswegs preiswerter als alle anderen Taxis, aber oft deutlich schneller und vor allem fahren sie auch in enge Gassen, benutzen Wege, die für normale PKW unpassierbar sind. Auch hier gilt, der Preis ist Verhandlungssache und Europäern gegenüber wird oft ein viel zu hoher Fahrpreis genannt. Alles was in höchstens zehn Minuten erreichbar ist, sollte nicht mehr als 50 bis 80 THB kosten. Weitere Strecken legt man in der Regel damit sowieso nicht zurück.

[Bearbeiten] Sprache

Im Land werden hauptsächlich verschiedene Thai-Sprachen gesprochen. Hierbei gilt die Sprache der Zentralregion (Thai Klaang) als allgemein verbindliche Hochsprache, die auch an Schulen oder im Umgang mit Behörden in anderen Landesteilen verwendet und vereinfacht als "Thai" bezeichnet wird. Daneben gibt es als wichtige Varianten der Thai-Sprache im Norden "Kham Mueang", im Nordosten "Lao" sowie "Dambro" im Süden und eine Vielzahl von Thai-Sprachen, die nur von wenigen Sprechern verwendet werden (wie "Lü" oder "Shan"). "Thai" ist eine ausgesprochene Mischsprache und hat neben vielen Begriffen aus den altindischen Sprachen Sanskrit und Pali auch viele Wörter sowie syntaktische Strukturen aus dem Mon und Khmer übernommen (beispielsweise ist die gebräuchliche Anrede "khun" ein Mon-Wort). Die thailändische Sprache ist sicher nicht leicht zu lernen. Dasselbe Wort in bis zu fünf verschiedenen Betonungen kann ebenso viele Bedeutungen haben. Eine guten und hilfreichen Anfang kann man mit der Website: Thaikurs starten.

Englisch wird (vor allem in den touristisch frequentierten Gegenden) verstanden. In Teilen der Region Isaan wird Laotisch, in anderen Teilen Khmer (die Landessprache Kambodschas) gesprochen. Laotisch ist eng mit Thai verwandt und wird in Thailand aus politischen Gründen mit thailändischen Schriftzeichen geschrieben, in Laos hingegen mit der eigenständigen Lao-Schrift. Die Bergstämme im Norden haben eigene Sprachen.

[Bearbeiten] Kaufen

Preise für Waren und Dienstleistungen sind - aus europäischer Sicht - äußerst niedrig. Gehen Sie von 10-20 % desjenigen Preises aus, den Sie in Europa erwarten würden. Bei Waren, die aus Europa/ Nordamerika/ Japan importiert werden, sind solche Preisabschläge natürlich nicht zu erwarten, da hier teils drastische Luxussteuern greifen. Trotzdem gilt, der Thai handelt gerne. Wie weit runter zuhandeln ist, kommt sicher auf die Ware und die Umgebung an. Als Faustregel gilt die fünf- bis siebenfache Aufwertung des Preises. Kaufe ich also etwas für 20 THB, erzielt der thailändischer Verkäufer 100-140 THB Umsatz. (2-3 EURO).

Besonders vorsichtig sollte der geneigte Käufer bei Waren sein, deren wahrer Wert nicht sofort ersichtlich ist. Hier wird sehr häufig versucht minderwertige Produkte zu überhöhten Preisen an den Mann/ die Frau zu bringen. Das gilt zum Beispiel für Antiquitäten, Gold, Perlen, Schnitzereien, Keramik, Seide, Juwelen oder auch Produkte aus Leder. Insbesondere der Betrug mit Edelsteinen hat überhand genommen. Seriöse Läden sind meist bei der Tourismusbehörde T.A.T registriert und werben auch damit. Das Logo mit den Buchstaben T.A.T steht für "Tourismus Authority of Thailand", darunter eine Registriernummer. Man findet es auch sehr häufig in Reisebüros und Hotels und kann sicher sein, daß man es mit einem seriösen Geschäftspartner zu tun hat.

[Bearbeiten] Küche

"Essen" heißt umgangssprachlich in กินข้าว, gin khâo, "Reis essen". Reis ist fixer Bestandteil fast jeder Mahlzeit. Schon zum Frühstück gehört Kao Tom, eine Reissuppe, für die der Reis mit viel Wasser und gemeinsam mit verschiedenen Zutaten gekocht wird. Sie ist milder als es bei Speisen in der thailändischen Küche oft üblich ist und wird vor dem Servieren meist mit frischen Frühlingszwiebeln, manchmal auch geröstetem Knoblauch, garniert. Kao Tom Gai bezeichnet eine Reissuppe mit Hühnerfleisch, Kao Tom Gung jene mit Garnelen.

Die thailändische Küche ist bekannt für ihre Vielfalt und Raffinesse und zählt für Kenner zu den besten der Welt. Gutes Essen ist Thais wichtig. Durch die Lage am Meer, sind natürlich Fisch und andere Meeresfrüchte ein fixer Bestandteil des Angebots. Speisen sind im Allgemeinen von hoher Qualität und sehr preiswert. Die Zutaten - Gemüse, Fisch, Fleisch (vor allem Huhn (Kai), daneben auch Rind (nüa) und Schwein (muu)) - sind frisch und werden oft im Wok zubereitet, wodurch sie schnell erhitzt werden und ihren frischen Geschmack behalten. Gewöhnungsbedürftig für westliche Reisende ist mitunter die Schärfe mancher Speisen. Was auf der Speisekarte als scharf ausgewiesen wird, ist für die meisten nicht-Thai gewöhnlich zu scharf.

Die häufigsten Gewürze, neben Knoblauch (kràtiam) und Chilli (phrik), sind Zitronengras (ta-krai), Limettensaft, Tamarindensaft (náam makhaam), Galgant (khàa), Ingwer (khing), schwarzer Pfeffer, Korianderblätter (pak chii), Thai-Basilikum (bai horapah), Zitronenblätter (bai magrud) und Austern-Sauce (náam manhoy). Salz wird kaum verwendet stattdessen sorgen Fischsauce (náam pla) und Shrimp-Paste (kà-pi) für einen salzigen Geschmack. Kokosmilch (gatih) ist gerade im Süden Thailands - auf Koh Samui und Koh Phangan sind Kokospalmen-Plantagen nach dem Tourismus immer noch der wichtigste Wirtschaftszweig, Thailand der größte Exporteur weltweit - Bestandteil einer Vielzahl von Suppen, Curries und Saucen.

Es gibt keine feste Menüplanung oder Gänge wie sie im Westen und im arabischen Raum üblich sind. Speisen werden zusammen serviert - auch ein Grund weshalb es empfehlenswert ist nicht alleine, sondern in einer Gruppe essen zu gehen - und nach Lust und Laune kombiniert.

Einfache Gerichte sind verschiedene Reis- und Nudelteller mit unterschiedlichen Zutaten - meist Gemüse und/ oder Huhn. Überall in Thailand findet man auch Imbiss-Wagen, die am Straßenrand Hühnerfleischspieße, einfache aber raffinierte Reisgerichte und Früchte anbieten. Die wahrscheinlich bekannteste Suppe ist Tom Yam Gung, eine sehr scharfe Garnelensuppe mit Pilzen, Zitronengras, Koriander, Galgant und weiteren Gewürzen. Unbedingt einen Versuch wert ist die mildere Tom Khaa Gai, eine Kokosmilchsuppe mit Hühnerfleisch, Pilzen, Tomaten, Zitronengras und Galgant. Die Stengel des Zitronengras und die Galgantwurzeln werden übrigens nur zur Würze mitgekocht und serviert - sie werden nicht gegessen.

Thailändische Curries sind nicht zu verwechseln mit indischen Curries oder der im Westen als Curry bekannten Gewürzmischung (die in Indien nur für den Export hergestellt wird). Während indische Curries im allgemeinen lange gekochte Gerichte mit Fleisch und Gemüse und eher dickflüssige Saucen sind, werden thailändische Curries im Allgemeinen schnell zubereitet, basieren auf Curry-Pasten, sind leichter und eher mit Suppen zu vergleichen. Gewöhnlich werden sie mit einer Portion Reis serviert. Typische Currygerichte sind Rotes Curry mit Huhn und Bambussprossen oder das auf die muslimische Bevölkerung Südthailands zurückgehende Masaman Curry mit Rindfleisch und Kartoffeln.

Fisch wird sowohl im Wok gebraten oder gegrillt angeboten. Ngob Plaah sind beispielsweise gewürzte und in Bananenblättern eingewickelt gegrillte Fischfilets.

Als Dessert werden meist frische Früchte - Papayas, Mangos, Rambutan und Ananas - oder mit Früchten gesüßter Klebreis in Bananenblättern gegessen. Eine Spezialität sind Durian-Früchte, deren Verzehr wegen ihres durchdringenden und von vielen als ekelerregend empfundenen Geruches in geschlossenen Räumen aber vielerorts ausdrücklich verboten ist.

[Bearbeiten] Kunst und Kultur

[Bearbeiten] Nachtleben

Seit 2004 gibt es neue Sperrstundenregelungen. Discos, Beerbars und Massagesalons müssen in der Regel um 2 Uhr früh schließen. In den Touristenregionen, d.h. insbesondere auf den Inseln, gibt es jedoch zumeist keine Einschränkungen. Restaurants und Essstände dürfen durchgehend offen bleiben. Dadurch spielt sich das Nachtleben fast durchwegs auf der Straße ab. Die Leute sitzen rund um die Essbuden, holen sich ihre Getränke aus den durchgehend offenen Minimärkten 7/ 11 und es herrscht eine tolle Stimmung bis in die frühen Morgenstunden.

[Bearbeiten] Unterkunft

Unter Rucksackreisenden weltweit bekannt ist die Khao San Road in Bangkok, wo Dutzende Schlafmöglichkeiten angeboten werden und alles zu finden ist, was ein unsicherer Erstreisender braucht, z.B. Reisebüros, Internetcafés und Restaurants mit hauptsächlich englischsprachigen Menükarten. Die Hostels bieten vom fensterlosen billigen Schlafkämmerchen bis zum Zimmer mit Fernseher und Klimaanlage an und es ist ein guter Ort, um in Thailand anzukommen und sich darüber zu informieren, wie es weitergehen soll.

Auch als Neuling in Thailand ist es nicht notwendig ein Hotelzimmer oder Bungalow bereits vor der Reise zu buchen. Vor allem, wenn man nicht genau weiß, wo man hin will und was man unternehmen will. Direkt vor Ort gibt es zahlreiche Möglichkeiten in allen Preisklassen. Gute saubere Hotelzimmer mit Klimaanlage, Doppelbett und Kühlschrank liegen zwischen 750 und 1500 THB. Wobei ein und dasselbe Zimmer zu verschiedenen Jahreszeiten oftmals das Doppelte kosten kann. Zum Jahreswechsel ein Bungalow für zwei Personen auf Koh Phi Phi für 2500 THB zu bekommen ist fast unmöglich. In der Nebensaison im Juni kostet derselbe Bungalow etwa 1500 THB.

Sollte man partout nichts auf eigene Faust finden, kann man sich problemlos an einen Taxifahrer wenden und ihn bitten, daß man zu einem preiswerten Hotel in der Nähe gefahren werden möchte oder sich von einem Tuk-Tuk-Fahrer in Bankgok "abschleppen" lassen. Meist wird man dann nicht zu einem Hotel gefahren, sondern zu in einem Reisebüro, wo natürlich versucht wird einem möglichst viel zu "verkaufen". Man ist auf diese Art von Tourismus eingestellt und die Angebote sind durchaus brauchbar. Mit ein bisschen Handeln und Gespür für die ortsüblichen Preise kann sich so problemlos die nächsten Tage der Reise individuell zusammenstellen lassen oder auch einfach von Tag zu Tag neu entscheiden.

Man bekommt dann für jedes Hotel und für jeden Transfer (Reisebus, Flugzeug usw.) einen Umschlag mit Anweisungen, Uhrzeiten und Telefonnummern für den Notfall, falls etwas dazwischen kommt. Thailand ist prädestiniert für diese Art des Reisens, wo man eben nicht 14 Tage oder länger in einem Hotelkomplex zubringen muss, sondern unkompliziert das ganze Land bereist, ohne genau zu wissen wo es morgen hingeht.

[Bearbeiten] Lernen und Studieren

[Bearbeiten] Arbeiten

Arbeiten ist mit dem Touristen-Visum nicht möglich. Wer in Thailand eine Arbeitsstelle annehmen möchte, muss an einer thailändischen Botschaft oder Konsulat ein Non-Immigrant-Visum beantragen. Dazu muss der künftige Arbeitgeber einige Papiere bereitstellen. In den Anrainerstaaten sind die Beamten in den Botschaften und Konsulaten ziemlich streng, während in Europa das Ausstellen eines Non-Immigrant-Visums mit relativ geringem Aufwand möglich ist. Aber auch hier gilt: Ohne thailändischen Arbeitgeber gibt es auch in Europa kein Non-Immigrant-Visum!

Das Arbeiten für Ausländer ist von der Regierung eingeschränkt. Es gibt zahlreiche Berufe die für Ausländer "gesperrt" sind.

[Bearbeiten] Feiertage

Chinesisches Neujahr: Die Feierlichket über drei Tage im Zeitraum von Ende Januar bis Mitte Februar.

Thail. Neujahr: 13.- 15. April (songkran): Rechtzeitig zum Beginn des Hitzemonats wird dieses Fest meistens bereits schon Tage zuvor mit viel Wasser gefeiert. Neben Bangkok ist Chiang Mai der Platz an dem dieses Fest besonders intensiv gefeiert wird.

Tag der Arbeit: 1. Mai

Tag des Königs: 5. Mai, König Rama IX., feierte in diesem Jahr sein 60. Jahr als König.

Geburtstag der Königin: 12. August: Ausnahmezustand in Bangkok, nicht nur der Geburtstag der Königin, auch jeder andere feierliche Anlaß der Königsfamilie bringt ein Verkehrchaos in Bangkok. Dennoch ist ein Großteil Bangkoks farbenfroh mit Blumen geschmückt. Eilige Reisende jedoch, sollten möglichst diesen Tag/ Nachmittag in Bangkok meiden.

Todestag König Rama V.: 23. Oktober: Der damalige König verbrachte dem thailändischen Volk die jetzigen westlichen Einflüsse. Als ältester Sohn des an Malaria erkrankten Königs Rama IV. wurde er im Alter von 16 Jahren gekrönt. In 42 Jahren entwickelte sich durch seinen Einfluß das damalige Siam zu einem modernen Staat.

Geburtstag des Königs: 5. Dezember: Ausnahmezustand in Bangkok, nicht nur wegen des Geburtstags.

[Bearbeiten] Sicherheit

Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland rät derzeit ausdrücklich von Reisen und durch die unter Notstandsrecht stehenden Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani sowie die in der Nachbarschaft liegende Provinz Songhkla an der Grenze zu Malaysia aufgrund der seit längerem bestehenden Unruhen ab. Eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes existiert jedoch nicht.

Stand: 05.01.2007.

In Thailand gibt es außerhalb von Städten keinen Grund Angst zu haben, solange man sich auf den üblichen Touristenpfaden aufhält. Es ist leicht und sicher mit Bus oder Bahn zu reisen. Das gut ausgebaute Busnetz ermöglicht es, so gut wie das ganze Land zu erkunden. Auch für Frauen ist alleine zu reisen weitgehend ungefährlich. Aktuelle Sicherheitshinweise findet man auf der Seite des Auswärtigen Amtes (D).

Kriminalität: In den Städten oder größeren Menschenansammlungen (z.B. Strandparties) gilt dasselbe wie z.B. in europäischen oder amerikanischen Städten - Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste; insbesondere vor den trickreichen Taschendieben.

Betrugsversuche: An den beiden Hauptattraktionen Wat Phra Kaew und Wat Pho werden Touristen öfters von Schleppern angesprochen, die behaupten, der Tempel wäre geschlossen (in Wirklichkeit ist der Wat Phra Kaew nur an zwei Tagen im Jahr geschlossen: zum Geburtstag des Königs und 'habe ich vergessen' ;-)) und stattdessen eine Tour zu anderen Attraktionen anbieten. Zumeist wird man dann in Edelstein-Geschäfte gelotst, in denen wertlose Edelsteine als "einmalige Gelegenheit" extrem überteuert verkauft werden.

Bewaffnete Konflikte: Besondere Vorsicht ist bei Reisen in den südlichsten Provinzen (insbesondere Pattani, Yala, Narathiwat) nahe der Grenze zu Malaysia geboten, wo es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen muslimischen Separatisten und Polizei bzw. Militär kommt. Es gab in dieser Region in den letzten Jahren (inkl. 2004) bereits mehrere tausend Tote. Auch an der nordwestlichen Grenze zu Myanmar ("goldenes Dreieck") gab es in der Vergangenheit immer wieder bewaffnete Auseinandersetzungen, teils mit dem Militär des Nachbarlandes, teils mit bewaffneten Drogenschmugglern. In keiner dieser Regionen sind Touristen das eigentliche Ziel von Gewalt, dennoch sollte man vorsichtig sein.

[Bearbeiten] Gesundheit

Malaria ist in der westlichen Gebirgsregion an der Grenze zu Myanmar (Burma), in den Tropenwaldgebieten der malaiischen Halbinsel (nördl. der Stadt Krabi) und in den Grenzgebieten zu Kambodscha relativ weit verbreitet. Insbesondere für Trekking-Reisende ist eine Prophylaxe zu empfehlen. Im übrigen Thailand besteht, laut Tropenmedizinern, "mittleres" Risiko. Sehr geringe Malariagefahr besteht im Großraum Bangkok und den Hochebenen im Nordosten (Roi Et). Keine Malariagefahr besteht auf Koh Samui und Koh Phangan. Allerdings wurden gerade von diesen Inseln in den vergangenen Jahren (2000-2004) immer wieder Fälle von Dengue-Fieber gemeldet. Zum Schutz empfiehlt es sich Insektenschutzmittel zu verwenden, in der Dämmerung und am frühen Morgen im Freien Kleidung mit langen Hosen und Ärmeln zu tragen und unter einem Moskitonetz zu schlafen. Aktuelle Empfehlungen zur Malariaprophylaxe und Impfungen findet man auf Tropeninstitut.de.

[Bearbeiten] Klima und Reisezeit

Man kann in Thailand gut von insgesamt drei Jahreszeiten ausgehen. Kühl, Heiß, Nass.

[Bearbeiten] Kühl

Von November bis Februar spricht man von der kühleren Zeit. Insbesondere im Norden sollte man sich auf kältere Nächte vorbereiten.

[Bearbeiten] Heiß

März bis Mai In diesen Monaten sollte man den Aufenthalt in Bangkok oder im Norden/ -Nordosten Thailands möglichst meiden. Wasserknappheit und über 40 °C sind dort keine Seltenheit. In Bangkok wird der Smog unerträglich, im Norden werden die Reisfelder und das Gestrüpp abgebrannt.

[Bearbeiten] Nass

Mai bis Oktober. Wobei die Monate September und Oktober besonders hevorzuheben sind, weil die meisten Niederschläge dann landesweit zu verzeichnen sind.

Die beste Reisezeit bleibt die Zeit zwischen Juni und August. Dort herrscht landesweit aktzeptables Klima. Jedoch sollte man die Sommerferien in Thailand berücksichtigen. Bis Anfang Juli kann es daher in einigen Gebieten zu einer Zimmerknappheit kommen.

[Bearbeiten] Verhaltensregeln

Buddha-Statue in Sukhothai
Buddha-Statue in Sukhothai

Verhalten gegenüber den Thailändern: Der sicherste Weg nicht respektiert zu werden ist, sich laut und ausfallend zu benehmen. Thais sind sehr höfliche Menschen. Der Beiname "Land des Lächelns" ist auch heute noch berechtigt. Nur sollte man als Gast das allgegenwärtige Lächeln nicht mit freundschaftlicher Herzlichkeit verwechseln. Es ist ein Zeichen der Höflichkeit und mehr eine Lebensart als ein Zeichen von Erheiterung.

Besonderen Respekt kann man als Gast erlangen, wenn man sich bemüht, zumindest ein paar Wörter oder Sätze in Thai zu erlernen. Die Sprache ist nicht leicht zu erlernen, Mißverständnisse sind zumindest anfangs vorprogrammiert, aber davon sollte man sich nicht entmutigen lassen.

Was man gegenüber Thailändern nicht tun sollte:

  • Sich lauthals beschweren, herumschreien.
  • Mit dem Finger auf Menschen oder geheiligte Gegenstände zeigen.
  • Beim Sitzen die Füße anderen entgegenstrecken.
  • Kindern über den Kopf streicheln (Erwachsenen sowieso nicht).
  • Auf Buddha-Statuen herumklettern. Buddha-Bildnisse sind heilig und sollten immer mit Respekt behandelt werden. Man sollte sich auch nie so in einem Tempel hinsetzen, dass die Füße zum Buddha-Abbild zeigen.
  • Tempel mit Schuhen betreten.
  • Tempel in "Strandkleidung" - z. B. Shorts oder ärmellosen Tops - betreten.
  • Als Frau einen Mönch berühren.
  • Sich in einem Autobus auf die hinterste Sitzbank setzen, da diese in der Regel für Mönche reserviert ist.
  • Geheiligte Gegenstände wie Hausaltäre oder eines der allgegenwärtigen "Geisterhäuschen" berühren.
  • Sich respektlos gegenüber der königlichen Familie äußern oder beispielsweise auf einen Geldschein mit dem Abbild des Königs treten.
  • sich während der Nationalhymne die 8 Uhr morgens und um 18 Uhr abends an großen Plätzen und Märkten ertönt nicht zu erheben und nicht schweigen.
  • geizig sein
  • schlecht gekleidet sein
  • Als Ausländer mit dem Wai zurückgrüssen. Der Wai stellt einen Ausdruck des Statusverhältnis dar. Ein Ausländer hat generell einen eigenen Status. Ein kurzes freundlichen Nicken reicht im Normalfall völlig.

weitere Besonderheiten:

  • Es ist nicht üblich, auf der Toilette das Papier mit hinunterzuspülen. Das führt zu Verstopfungen im Abwassersystem. Man benutzt die danebenstehende Plastikschale für die Reinigung und trocknet sich mit dem Papier nur ab (sofern überhaupt welches vorhanden ist). Danach wirft man es in den bereitstehenden Behälter oder Papierkorb.
  • Seit Februar 2008 gilt in ein Thailand ein generelles Rauchverbot in Restaurants, Bars, Clubs und Diskotheken. Raucher drohen Bussgelder von 44 Euro. mehr.....

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

In allen touristisch erschlossenen Städten und Regionen gibt es im Allgemeinen eine große Anzahl von öffentlich zugänglichen Internet-Cafés, meist mit der Möglichkeit von dort auch internationale Telefonanrufe zu tätigen.

Mit dem eigenen Handy kann man fast überall in Thailand problemlos telefonieren, jedoch sind die Minutenpreise für Gespräche nach Europa bisweilen atemberaubend (2 EURO pro Minute sind nicht außergewöhnlich). Thailändische Prepaid-SIM-Karten für das Handy - wiederaufladbar - sind dagegen vergleichsweise billig (etwa 200 Baht inkl. 50 Baht Gesprächsguthaben). Damit kostet die Gesprächsminute nach Europa nur etwa 10 Baht pro Minute. Recht problemlos funktioniert beispielsweise die Happy-Card der thailändischen Mobilfunkgesellschaft DTAC, erhältlich in Handy-Shops, Drogerien, Foto-Läden und in jedem 7-Eleven-Laden. Die freundlichen Bedienungen helfen gerne bei der sachgerechten Code-Eingabe. Solche SIM-Cards kann man allerdings nur nutzen, wenn das eigene Handy SIM-Lock-frei (d.h. nicht subventioniert) ist.

Zum wählen nach Deutschland gibt man +49 oder 00149 und danach die Rufnummer ohne die 0 der Städtevorwahl ein. (49 ist die Landesvorwahl für Deutschland) Billiger geht es aber mit 00949. Dann telefoniert man über VoIP (Voice over IP).

[Bearbeiten] Nützliche Adressen und Rufnummern

  • Deutsche Botschaft 9 Thanon Sathorn Tai, Sathorn, Telefon 287 90 00,
  • Botschaft von Oesterreich 152 Sathon Nua Rd., Tel. 2682222, Fax 02 2682226
  • Botschaft der Schweiz 35 North Wireless Road (Thanon Wittayu nüa), Bangkok 10330, Tel. 253 01 56-60
  • Polizei Telefon 191
  • Tourismuspolizei Telefon 11 55
  • Feuerwehr Telefon 199
  • Arzt (deutschsprachig) Dr. Lopachok, 6/23 Soi 3, Sukhumvit Road, Telefon 253 58 57

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Glossar

Einige spezielle Begriffe, die in den Artikeln immer wieder auftauchen seien hier im Vorfeld kurz erklärt:

  • Wat
  • Chedi
  • Viharn
  • Prang

[Bearbeiten] Weblinks

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