Tarifa
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Tarifa ist eine Stadt in der Provinz Cádiz (Provinz).
| Tarifa
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| Kurzdaten | |
| Einwohner: | 16.743 (2004) |
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| Lage
die südlichste Stadt Europas an der Straße von Gibraltar
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Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Hintergrund
Tarifa ist der südlichste Ort Europas an der engsten Stelle der Straße von Gibraltar. Die Stadt war in der Vergangenheit immer strategisch wichtig, denn der afrikanische Kontinent ist so nah wie sonst nirgendwo. Sie liegt am östlichen Ende der Costa le la Luz. Tarifa ist ein sehr beliebter Platz für Wind- und Kite-Surfer. Die Punta de Tarifa (Horn von Tarifa) ist der südlichste Punkt des Festlandes von Europa. Die Straße von Gibraltar ist hier nur 14 km breit. In einer Höhle im 15 km von Tarifa entfernten Gibraltar hat man den Schädel eines Neandertalers gefunden, der 60.000 Jahre alt sein könnte. Achäologen glauben, dass Tarifa bereits zu Beginn des 1. Jahrtausends v. Chr. von den Phöniziern besiedelt wurde. Eine Besiedlung durch die Römer ab dem 1. Jahrtausend v. Chr. ist belegt. Tarifa hieß damals Tingentera. Ca. 25 km westlich an der Küste hat sich das römische Dorf Baelo Claudia befunden. Es wurde mit Hilfe der Europäischen Union ausgegraben und kann besichtigt werden. Für Einwohner der EU ist der Zutritt kostenlos (Ausweis mitnehmen). Die Mauren unter Führung des Berbers Tarifa ibn Malik (oder Tarika ibn Malik) eroberten die Stadt im Jahre 710. Der Name Tarifa geht vermutlich auf ihn zurück. Ein Jahr später wurde die Eroberung von Al Andalus durch die Berber fortgesetzt. Die Burg wurde von maurischen Herrschern um 960 gebaut. Sie sollte gegen die Fatimiden aus Marokko und die Wikinger schützen. Durch Beherrschung der Wasserstraße konnte Tarifa Zölle von den durchfahrenden Schiffen erheben. Das Wort Tarif wird von Tarifa abgeleitet. Die Mauren herrschten fast 600 Jahre. Der katholische König Sancho IV von Kastilien und León eroberte Tarifa 1292 von den Mauren zurück. Allerdings war sie bis 1344 umkämpft.
[Bearbeiten] Anreise
[Bearbeiten] Mit dem Flugzeug
In unmittelbarer Nähe gibt es keinen Flughafen. Die beiden nächst gelegenen sind:
- Málaga. Von Málaga fährt man auf der A-7 bzw. AP-7 und später der N-340 nach Tarifa. Von Málaga kann man auch mit dem Bus (siehe dort) nach Tarifa fahren. Von Málaga sind es 160 km.
- Jerez de la Frontera. Von Jerez de la Frontera benutzt man die AP-4 und dann die A-381 nach Algeciras und dann die N-340 nach Tarifa. Die Fahrstrecke beträgt 120 km.
[Bearbeiten] Mit der Bahn
- Von Algeciras kann man mit der Renfe (staatliche spanische Bahnlinie) über Ronda nach Antequera fahren und dort nach Málaga umsteigen.
- Von Algeciras kann man zum Eisenbahnknotenpunkt Bobadilla fahren. Von dort hat man Anschluss nach ganz Spanien.
[Bearbeiten] Mit dem Bus
Das Busunternehmen Transportes Generales Comes (Tel. 956 684 038) unterhält Verbindungen nach Málaga. Vom Flughafen Málaga benutzt man den Flughafenbus zum Busbahnhof Málaga und steigt dort in den Bus nach Tarifa um. Zum Busbahnhof kann man auch ein Taxi benutzen.
[Bearbeiten] Auf der Straße
Auf der A-7 bzw. AP-7 (teilweise noch N-340) fährt man von Málaga oder Cádiz kommend an Tarifa vorbei. Die Fahrstrecke beträgt ca. 160 km. Von Jerez de la Frontera sind es 120 km.
[Bearbeiten] Mit dem Schiff
Es gibt tägliche Verbindungen zwischen Tarifa und Tanger in Marokko durch die Straße von Gibraltar.
[Bearbeiten] Mobilität
Man kann Tarifa zu Fuß erkunden.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Die Straße von Gibraltar verbindet das Mittelmeer mit dem Atlantik, was zu starken Strömungen und gefährlichen Strudeln führt. Hier sollen nach dem antiken Mythos die Säulen des Herkules gestanden haben. Dem römischen Schriftsteller Homer zufolge, haben zu beiden Seiten der Wasserstraße zwei Ungeheuer Skylla und Charybdis gesessen. (Es gibt auch Meinungen, dass sich die beiden Ungeheuer an der Straße von Messina befanden haben). Die Straße von Gibraltar ist 14 bis 44 km breit, etwa 60 km lang und 300 m bis 900 m tief. Sie ist mit täglich 300 Schiffen eine der meist befahrenen Wasserstraßen der Welt. Die starken Strömungen kommen durch das unterschiedliche Niveau der beiden Meere zustande. Das Mittelmeer ist ca. 1,4 m niedriger als der Atlantik. Die Strömungen werden durch die oft vorherrschenden Westwinde noch verstärkt. Das war früher für Schiffe ein schweres Hindernis. In der Tiefe fließt das salzhaltigere Mittelmeerwasser wieder in den Atlantik zurück, was zu einer Gegenströmung führt. In der Antike konnten Schiffe vom Mittelmeer nur in den Atlantik segeln, weil sie sich die Gegenströmung mit einem Treibanker als Antrieb nutzbar machten. Der Kanal wurde und wird von Afrikanern benutzt, um illegal in die Staaten der Europäischen Union zu gelangen. Wegen der Tücken der Strömung und Strudel enden diese Abenteuer oft tödlich. Zwischen 1999 und 2001 wurden 3.300 Leichen an die Strände gespült. Die spanische Regierung hat ein Tempolimit von 13 Knoten (24 km/h) erlassen, um die Meeressäuger zu schützen. In der Straße von Gibraltar tummeln sich Grindwale, große Delphine und blau-weiße Delphine. Von April bis Juni ziehen Pottwale durch und im Juli/August suchen Orcas sie auf. Gelegentlich sind sogar Finnwale zu sehen. Es werden Bootstouren zur Beobachtung der Meeressäuger angeboten. Einen schönen Blick auf die Wasserstraße hat man vom Mirador El Estrecho (Parkplatz und Cafe) an der N-340 zwischen Algeciras und Tarifa.
- Castillo de Guzmán die von den Mauren gebaute Burg hat viele Kämpfe erlebt. 1292 belagerten Meriniden aus Nordafrika die Stadt und entführten den Sohn des Festungskommandanten. Sie drohten dem Vater, ihn zu töten, wenn er nicht die Burg übergäbe. Doch der Vater, der später als Guzmán el Bueno (Guzmán der Gute) bekannt wurde, weigerte sich und warf den Angreifern sogar einen Dolch hin. Er wollte lieber ein Mann ohne Sohn als ohne Ehre sein. Seither trägt die Burg seinen Namen. Guzmán el Bueno wurde nach der Reconquista (Rückeroberung) mit Ländereien belohnt. Die Burg kann besichtigt werden.
- Puerta de Jerez ist das Eingangstor zur Stadt. Es wurde im Mudejarstil errichtet.
- Iglesia de San Mateo im Stadtzentrum stammt aus dem 15. Jh
[Bearbeiten] Aktivitäten
- Wassersport vom Schwimmen bis Wind- und Kitesurfen
- Klettern in den Felsen von San Bartolo. Schwierigkeitsgrad zwischen 3 und 8a. Klettern mit Aussicht auf das Meer.
- Radfahren für Bikefanatiker oder Erholungsradler rund um Tarifa.
- Reiten auch am Strand
- Feria mit vielen Reitern in einer Prozession im Oktober
- Tennis
[Bearbeiten] Einkaufen
[Bearbeiten] Küche
[Bearbeiten] Nachtleben
Braungebrannte Surfer treffen sich in den Sommermonaten in den zahlreichen Pubs und Tapabars um später in die Discos an der Beach weiterzuziehen.
[Bearbeiten] Unterkunft
[Bearbeiten] günstig
- Landhaus Mirador Haus für 6 + 4 Personen. 125 €
- Hostal El Levante nahe den Surf-Stränden. 40-70 €
- Hostal Medina 20 Zimmer mit Blick auf die Straße von Gibraltar. 55-60 €
[Bearbeiten] mittel
- Hostal Alborada, nahe am Strand und der Altstadt. 70-75 €
- Hotel Hurricane** am Strand mit gutem Restaurant. 62,25 - 162 €
[Bearbeiten] gehoben
[Bearbeiten] Gesundheit
[Bearbeiten] Klarkommen
[Bearbeiten] Post und Telekommunikation
[Bearbeiten] Ausflüge
- In Spanien nach Cádiz, Sevilla, Marbella, Málaga, Gibraltar.
- Mit dem Jumbocat kann man nach Tanger (Marokko) in 35 Minuten fahren. Das deutsche Unternehmen bietet auch Tagestouren und Rundreisen durch Marokko an.
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Weblinks
- deutschsprachige Informationen zu Tarifa: http://www.tarifa.de

