Sudan

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Sudan ist das flächenmäßig größte Land von Afrika. Es grenzt im Norden an Ägypten und Libyen, im Westen an den Tschad und an Zentralafrika, im Süden an die Demokratische Republik Kongo, Uganda und Kenia und im Osten an Äthiopien, Eritrea und an das Rote Meer.

Lage
Weltkarte mit hervorgehobener Lage des Sudan
Flagge
Flagge von Sudan
Kurzdaten
Hauptstadt: Khartum
Staatsform: Präsidiale Republik
Währung: 1 Sudanesisches Pfund (SD)
= 100 Piaster, seit 1.7.07, 1 Pfund = 100 (alte) Dinar
Fläche: 2,51 Mio km²
Bevölkerung: 39,1 Mio
Sprachen: Arabisch (offiziell), Englisch, hamitische und nilotische
Religionen: Sunniten 70 % (im Norden), Animisten 25 %, Christen 5 %
Stromnetz: Stecker Typ
Telefonvorwahl: +249
Internet TLD: .sd
Zeitzone: MEZ+1h

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Regionen

[Bearbeiten] Städte

Karte von Sudan
  • Bur Sudan - beliebtes Tauchgebiet für das Rote Meer
  • Dongola - Hauptstadt der Nordprovinz, Ende der Karawanenhandelsroute „Darb el-Gallaba“, der teilweise parallel zum „Darb el-Arbain“ (arab. "Weg der vierzig Tage") verläuft.
  • Khartum - Hauptstadt
  • Wadi Halfa - momentan einziger offener Grenzübergang zu Ägypten am Nasser-Stausee

[Bearbeiten] Weitere Ziele

[Bearbeiten] Hintergrund

[Bearbeiten] Anreise

[Bearbeiten] Flugzeug

Lufthansa bietet Direktflüge Frankfurt-Khartum an. Günstiger ist es mit Egypt Air über Kairo.

[Bearbeiten] Bahn

Es existieren keine grenzüberschreitenden Bahnverbindungen in den Sudan.

[Bearbeiten] Bus

Es gibt Busse aus Nairobi, die die Südgrenze des Sudan anfahren.

[Bearbeiten] Auto

Eine Möglichkeit, mit dem Auto aus Äthiopien anzureisen, gibt es mit dem Straßengrenzübergang in Gallabat. Der Grenzübergang aus Ägypten schließt in regelmäßigen Abständen und ist von den diplomatischen sowie von den Handelsbeziehungen beider Länder abhängig. Es ist deshalb dringend notwendig, vor Benutzung dieser Route Informationen einzuholen. Eine Einreise mit der Fähre von Assuan aus ist möglich (siehe unten).

Bei der Einreise müssen Sie ein für Sudan gültiges Zolldokument (Carnet de Passage) vorlegen, das als Bürgschaft für die noch nicht vollzogene Verzollung gebraucht wird.

[Bearbeiten] Schiff

Eine sichere Anreise aus Ägypten ist NUR mit der Fähre über den Nasserstausee (Assuan nach Wadi Halfa) möglich.

Fährpreise Feb. 2006

1. Klasse (Kabine) 303,50 EP 2. Klasse (ohne festen Sitzplatz) 235,50 EP Auto (bis 5 m) auf Güterfähre 2452,00 EP fährt langsamer und kommt 1 bis 2 Tage später an. Grössere Autos müssen den Ponton mieten. Es lohnt sich, sich mit anderen Autoreisenden abzusprechen.

Die Fährpreise sind inklusive eines (sehr guten) sudanesischen Essens. In Anbetracht der circa 20-stündigen Überfahrt (= Be- und Entladezeit) sollte man sich allerdings Verpflegung mitnehmen.

Zoll

Auto: 7000 - 8000 SD Zollgebühren in Wadi Halfa (abhängig von der Wagengrösse)

Registrierung

Die vorgeschriebene Registrierung innerhalb von drei Tagen nach Ankunft im Sudan erfolgt normalerweise in Khartum, kann aber auch direkt in Wadi Halfa erledigt werden (Das ist zu empfehlen, da drei Tage bis Khartum mit dem Auto eine ganz schöne Hetzerei bedeuten und Überschreitung mit zusätzlicher Gebühr geahndet wird.)

Kosten: 7150 SD. Das kann man ohne Führer zu bewältigen. Verschwenden Sie kein Geld dafür verschwenden! Passkopie (1. Seite + Visum mit Einreisestemepel) + 1 Passfoto wird benötigt.

{Die genannten Preise beziehen sich auf Februar 2006 und einen reellen Tauschkurs von 230 SD = 1 US$.}

[Bearbeiten] Mobilität

Das Straßennetz ist nur teilweise asphaltiert. Standard ist markierte Piste. Allradantrieb ist ratsam. (Alternative: Hohe Bodenfreiheit, leichtes Fahrzeug)

Trampen: Im Sudan erfreut sich das Mitfahrern auf Lkws bzw. auf derer Ladung einer sehr grossen Beliebtheit. Es ist üblich dafür Geld zu zahlen, das vorher ausgehandelt wird. Im Stadtbereich Khartum, Omdurman, Bahri (Khartumnord) ist herkömmliches (kostenloses) Trampen mit den zahlreichen Pickups sehr gut möglich. Zum Anhalten die Autos am Besten "herunterwinken" (mit angewinkeltem Arm und der ganzen Hand oder der arabischen "Komm her"-Geste.)

Inlandsflüge: Die Fluggesellschaft Sudan Airways fliegt folgende Städte an: Khartum, El-Obeyid, Wadi Halfa, Port Sudan, El Fascher, Nyala, Malakal, Dschuba (Juba).

Schifffahrt: Auf dem Nil und anderen großen Flüssen gibt es Personenschifffahrt.

Taxis und Tuk-tuks (halboffene Dreiradtaxis) in Städten.

[Bearbeiten] Sprache

Amtssprache ist Arabisch. In weiten Teilen des Südens ist Englisch verbreitet, jedoch gibt es auch hier Gebiete, in denen man mit Arabisch deutlich besser durchkommt. Daneben gibt es regional verbreitete Stammessprachen.

Wer sich im Sudan verständigen möchte, dem sei der Sprachführer "Sudanesisch-Arabisch Wort für Wort" von Randolph Galla empfohlen. ISBN 3-89416-302-x für 7,90 EUR.

[Bearbeiten] Kaufen

Es gibt mittlerweile in Khartoum ein Einkaufszentrum (AFRA), welches über alle Produkte hauptsächlich türkischer Herkunft verfügt. Daneben gibt es kleinere Supermärkte in Amarat: Amarat Center an der Street No.1 und das SEFCO an der Cemetrery Road gelegen. Ein holländischer Bäcker liefert hervorragendes Brot am Coca Cola Roundabout gelegen sowie Konditorwaren und hat eine eigene Eisdiele sowie ein Aussencafé. (OZone Cafe)

[Bearbeiten] Küche

Die Rolle des Nationalgerichts übernimmt im Sudan sicherlich, das auch in Ägypten bekannte, Ful. Es handelt sich dabei um dicke Saubohnen die lange Zeit über dem Feuer kochen und dann, oft vermanscht, mit unterschiedlichen Zutaten serviert werden. Mit dabei ist immer Öl (oft Sesam oder Erdnuss). Außerdem können Tomaten, Zwiebeln, Falafel (fritierte Kichererbsenbällchen), Käse oder ein Spritzer Zitronensaft drin sein. Gegessen wird es mit Brot (als "Besteck" mit der rechten Hand) aus einer gemeinsamen Schüssel.

[Bearbeiten] Nachtleben

(Bezieht sich auf Khartum, es gibt allerdings auch nirgendwo sonst im Sudan etwas, was hier in diese Kategorie passen würde.)

  • Cafe Ozone. Ein aufwendiges System von ringsherum feinversprühtem Wasser sorgt für angenehm kühle Atmosphäre in dem offenen, parkgleichen Cafe. Reiche Auswahl an Kuchen und Kaffeestückchen für 400 SD, frischer Orangensaft (0,5 Liter) für 600 SD. Sehr gutes Eis (drei Bällchen für 400 SD.). In Amarat am Coca-Cola-Kreisel gelegen.
  • Café und Restaurant Solitaire. Schöne Einrichtung, sehr guter Service, sehr gutes Essen zu (nach europäischen Maßstab) günstigen Preisen. Kostenloser Wireless LAN Hot Spot! Beef-Steak mit Pommes und gegrilltem Gemüse für ca. 3.200 SD. Käse-Pilzomlett aus drei Eiern mit Pommes und Tomaten für ca. 1.000 SD. Eine der wenigen Möglichkeiten, richtiges Sprudelwasser (Soda) zu bekommen. (400 SD für 0,33 Liter). Mittelgroße Auswahl recht guter Kuchen. Gute Kaffeespezialitäten. In Amarat in der Nähe der Schweizer Botschaft gelegen.

[Bearbeiten] Unterkunft

Khartum: günstige Hotels: z.B. Plaza Hotel (ca. 60 Euro/ Nacht) gehobene Hotels: Grand Holiday Villa, Hilton

Neben den Hotels gibt es auch die etwas billigere Alternative der "Lakonda". Es handelt sich dabei um reine Übernachtungsbetreibe. Das Bett ist ab 500 SD zu bekommen, wahrscheinlicher ist aber um die 1000 SD.

[Bearbeiten] Lernen

[Bearbeiten] Arbeiten

[Bearbeiten] Feiertage

01.01. Unabhängigkeitsfeiertag

[Bearbeiten] Sicherheit

Khartum gilt als wesentlich sicherer als viele andere Hauptstädte. Von Einbrüchen oder Überfällen hört man kaum, auf der Straße kann man sich unbehelligt bewegen. Zur Vorsicht sei trotzdem geraten. Eine größere Gefahr stellen der chaotische Straßenverkehr und metertiefe Löcher im Bürgersteig (Kanalisation) dar.

In mehreren Regionen des Landes herrschen Konflikte. Vor allem vor Reisen in den Osten, den Westen (Darfur) und den Süden des Landes wird derzeit von verschiedenen Seiten abgeraten. Beachte bitte die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes.

Homosexualität kann im Sudan mit dem Tode bestraft werden.

[Bearbeiten] Gesundheit

Der Süden des Landes ist Malariarisikogebiet, v.a. während der Regenzeit. Moskitonetz, Malariaprophylaxe und Spray mitnehmen! Die Gesundheitsversorgung ist selbst in den Städten z.T. unzureichend. Außerhalb sind selbst gesundheitliche Basisdienste häufig nicht vorhanden. Sudan ist Gelbfieberrisikogebiet. So war zuletzt im Februar 2006 eine Epidemie im südlichen Teil ausgebrochen. Eine Impfung ist dringend erforderlich und wird bei der Einreise überprüft! Die Impfung darf, weil nicht ganz ungefährlich, nur von autorisierten Stellen durchgeführt werden.

In Khartum ist an den Apotheken nahezu alles zu bekommen, solange man den Namen des Wirkstoffs kennt. Zum Teil sind die Medikamente wesentlich billiger als in Deutschland (z.B. kostet eine N1 Packung des Breitbandantibiotikums Ciprofloxacin nur 450 SD.)

In den Nubabergen (Region Südkordofan) gibt es ein deutsches Buschkrankenhaus der GED (German Emergency Doctors). Ein deutscher Arzt und zwei Krankenschwestern arbeiten dort. Das Krankenhaus wird per Flugzeug aus Kenia gut mit Medikamenten versorgt.

Bei ernsthafter Erkrankung ist am besten die deutsche Botschaft zu kontaktieren. Man kann dort Auskünfte über englischsprachige Ärzte und Krankenhäuser mit annähernd europäischem Standard erhalten.

Aktuell: Derzeit tritt vermehrt das sogenannte Rift Valley Fieber (wikipedia link) im Sudan auf. Betroffen sind vor allem Bevölkerungsgruppen mit engem Kontakt zu Vieh. Die Infektion erfolgt durch Kontakt mit rohen Tierprodukten und nicht pateurisierter Milch. Vereinzelte Übertragungsfälle sind auch durch infizierte Moskitos vorgekommen. Betroffen ist die Region entlang des weissen Nils ab Karthum.

[Bearbeiten] Klima

Übergangsgebiet vom tropischen Feuchtklima zum subtropischen Trockenklima der Wüste 50-75% der Regenfälle während der Sommermonate. Winterregen nur am Roten Meer, in den anderen Landesteilen relativ trockenes und kühles Wetter. Höchste Temperaturen bis zu 45 °C herrschen zwischen März und Juli.

[Bearbeiten] Respekt

Angemessene Kleidung ist wichtig: keine kurzen Hosen. Bei Frauen keine zu knappe Kleidung. Ein Kopftuch ist für Christen nicht erforderlich! Religion ist ein sehr wichtiges Thema - sowohl im islamischen als auch im christlichen Teil - und sollte entsprechend ernstgenommen werden.

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

Post

Allgemein: Das Postsystem wies in der Vergangenheit gravierende Mängel auf. Briefe nach Deutschland verschwanden oft oder kamen mit großer Verspätung an. In letzter Zeit scheint es sich allerdings verbessert zu haben. Zahlreiche Karten und Briefe ohne Verluste in Deutschland nach zwei bis drei Wochen.

Postlagernde Sendungen ("Poste restante"): Postlagernde Sendungen nach Khartum sind problemlos. Sie können am Hauptpostamt ohne Gebühr (nahe des "Palast der Republik") abgeholt werden. Es gibt eine zuverlässige Lagerung. Informationen über postlagernde Sendungen in andere andere Städte liegen nicht vor. Die Sendung sollte wie folgt markiert werden:

VORNAME NACHNAME
C|O POSTE RESTANTE
MAIN POST OFFICE
KHARTOUM
SUDAN

Unterstrichener Vorname und sauber geschriebene Blockschrift erleichtert das Wiederfinden der Sendung ungemein.

Porto nach Deutschland: Brief 400 SD Postkarte 200 SD

Telekommunikation

Mobilfunk: Die Telekommunikationsgesellschaft Sudatel betreibt ein Mobilfunknetz, das u.a. in den folgenden Städten funktioniert: Khartum, Malakal, Dschuba (Juba), Ed-Damazin.

Telefonzellen: Die grünen Sudatel-Telefonzellen sind in Städten weit verbreitet. Zu bestimmten Zeiten (vorallem spät abends) scheint man aber nicht telefonieren zu können. Karten gibt es z.B. für 800 SD was für circa. fünf Minuten nach Deutschland reicht.

Telefonladen: Eine gute Alternative zur Telefonzelle ist der Telefonladen, in dem nach Gesprächsende beim Besitzer nur die tatsächlich vertelefonierte Zeit bezahlt werden muss. Oft findet man auch Telefone bei Kiosken oder den "Loch in der Wand"-Läden.

Telefongespräche nach Deutschland kosten dertzeit (April 2006) 250 SD pro Minute. Alternative: Net 2 Phone

Net 2 Phone (Internettelefonie): Viele Internetcafés und Telefonläden in Khartum bieten das Telefonieren über eine DSL Leitung an. Ausstattung, Verbindungsqualität und Preise sind sehr unterschiedlich und reichen vom Headsettelefonieren mit großer Zeitverzögerung ("Funkgefühl") für 100 SD pro Minute bis zum Telefonieren mit normalen Festnetzapperaten ohne nennenswerte Zeitverzögerung für 50 SD.

Internet

In Khartum existieren viele Internetcafés unterschiedlicher Verbindungsqualität (150 - 200 SD pro Stunde). Im restlichen Land sind Internetcafés sehr dünn gesät und bisweilen recht teuer. Es ist aber anzunehmen, dass die Internetcafés auch hier zunehmen werden.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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