Stendal

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Stendal ist die größte Stadt der Altmark. Sie liegt an der Uchte, die in Richtung Norden parallel zur nur wenige Kilometer westlich entfernten Elbe fließt.

Blick vom Uenglinger Tor auf die St. Jacobi-Kirche in Stendal
Blick vom Uenglinger Tor auf die St. Jacobi-Kirche in Stendal

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Hintergrund

Stendal gilt als Stadt der Backsteingotik und wird als „Herz der Altmark“ bezeichnet. Die Stadt war Mitglied der Hanse. Heute ist Stendal die Kreisstadt des Landkreises Stendal. Der berühmteste Sohn der Stadt ist Johann Joachim Winckelmann, Begründer der wissenschaftlichen Archäologie und Kustos der antiken Altertümer in und um Rom. Seinem Leben und Schaffen ist das Winckelmann-Museum (siehe unten) gewidmet.

Stendal wurde 1151 von Albrecht dem Bären gegründet, erhielt, wie die meisten Städte im Slawenland, das Magdeburger Recht und gewann unter den folgenden Markgrafen mancherlei Privilegien, so 1215 die Befreiung vom Gericht des Burggrafen, obwohl es mit der ganzen Nordmark 1196 unter die Lehnshoheit des Erzstifts Magdeburg geraten war. Bei der Teilung der Mark unter die Brüder Johann I. und Otto IV. 1258 wurde Stendal Sitz der ältern (Stendalschen) Linie des Hauses Askanien, die 1320 mit Heinrich von Landsberg erlosch. Damals war Stendal eine der bedeutendsten Städte der Mark und trat, wie erwähnt, der Hanse bei. Im 15. Jahrhundert stand die Stadt an der Spitze eines Bundes der Städte der Altmark. 1530 fand hier die evangelische Lehre Eingang, wurde aber von Joachim I. mit Gewalt unterdrückt; erst unter Joachim II. wurde dann die Reformation in Stendal durchgeführt.

[Bearbeiten] Anreise

[Bearbeiten] Flugzeug

Nordöstlich der Stadt liegt der Verkehrslandeplatz Stendal (EDOV), der neben der privaten Sportfliegerei auch von Geschäftsfliegern genutzt wird.

[Bearbeiten] Bahn

Stendal ist ein Eisenbahnknoten. Hier kreuzen sich die Fernbahnen BerlinHannover und MagdeburgSchwerin. Es halten einige ICE- und Intercity-Züge.

Neben diesen zwei Strecken gibt es noch die eingleisige und elektrifizierte Bahn aus Uelzen über Salzwedel („Amerikalinie“) und die für die Anreise uninteressane Nebenbahn aus Tangermünde an der Elbe.

[Bearbeiten] Bus

[Bearbeiten] Auto

Entfernungen
Potsdam: 101 km
Wolfsburg: 89 km
Salzwedel: 66 km
Brandenburg (Havel): 63 km
Magdeburg: 62 km
Wittenberge: 51 km

Stendal besitzt derzeit noch keinen Autobahnanschluss, obwohl die Verlängerung der A 14 über Magdeburg hinaus in Richtung Schwerin geplant oder schon im Bau ist. Momentan ist man in dieser Relation noch auf die B 189 angewiesen, deren Befahrung jedoch dank vieler Ortsumgehungen und langer gerader Streckenabschnitte, die das Überholen erleichtern, vereinfacht ist. Eine weitere Bundesstraße, die B 188, führt in Ost-West-Richtung von Rathenow nach Gardelegen und weiter nach Wolfsburg. Beide Bundesstraßen umgehen die Stadt großzügig.

[Bearbeiten] Schiff

[Bearbeiten] Mobilität

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Kirchen

  • St. Jacobi (ev.), Tel.: +49 (0)3913 212840, Fax: 03931 210611, Email: jacobistendal@web.de. Die Kirche ist von Mai bis September montags bis samstags von 10–12 Uhr und von 13–15 Uhr geöffnet. Die Öffnungszeiten des Winterhalbjahrs frage man bitte an. Die romanisch-gotische Kirche wurde um 1311 errichtet. Sehenswert sind das Chorgestühl der Renaissance-Altar, der Kinderengel, die Verglasung und der Jacobikirchhof.
  • St. Marien (ev.), Am Markt, Tel.: +49 (0)3931 212136, Fax: 03931 214112. Die Kirche ist von Mai bis Mitte Oktober wochentags 10–12 Uhr und 14 – 16 Uhr, samstags 15 – 17 Uhr bzw. sonntags 10 – 12 Uhr und 15 – 17 Uhr geöffnet. Es gibt Turm- und Glockenführungen nach Anmeldung unter Tel.: +49 (0)3931 212882. Die spätgotische Backsteinkirche wurde um 1447 errichtet. Sehenswert sind die Altäre, die Orgel, der Lettner, die Glocken und die astronomische Uhr.
  • Dom St. Nikolaus (ev.), Am Dom, Tel.: +49 (0)3931 212136. Die Kirche ist von Mai bis Mitte Oktober montags bis samstags 10–12 Uhr und 15–17 Uhr und sonntags nach dem Gottesdienst von 15–17 Uhr geöffnet. Die gotische Backsteinkirche wurde 1423 bis 1463 errichtet. Sehenswert sind das Chorgestühl, die Orgel und die Verglasung.
  • Propstei St. Anna (kath.), Weberstraße 5, Tel.: +49 (0)3931 217175, Fax: 03931 718857, Email: stendal.propstei-st-anna@bistum-magdeburg.de. Die Kirche ist nach Anmeldung geöffnet. Sonntagsgottesdienste finden um 10 Uhr statt, die Vorabendmesse am Samstag um 18 Uhr. Die gotische Backsteinkirche wurde um 1461 errichtet und war Bestandteil eines ehemaligen Franziskaner-Nonnen-Klosters.

[Bearbeiten] Burgen, Schlösser und Paläste

[Bearbeiten] Bauwerke

  • Stendaler Roland [1]
  • Uenglinger Tor [2]
  • Tangermünder Tor
  • Pulverturm Wehranlage als Rest der alten Stadtbefestigung
  • Stendaler Rathaus
  • sog. Freyhäuser, durch Wappentafeln gekennzeichnete Gebäude, deren Bewohner einst von Abgaben und Kriegsdienst befreit waren (z.B. am Domplatz)

[Bearbeiten] Denkmäler

  • Winckelmann-Denkmal
  • Sperlings-Ida [3], ursprünglich dem Geheimen Sanitätsrat Dr. Friedrich Hermann Haacke (Leiter des Johanniter-Krankenhauses und Königlicher Kreisphysikus) gewidmet.
  • Lenin-Denkmal (1991 entfernt)
  • Nachtigal-Büste
  • Husarendenkmal

[Bearbeiten] Museen

  • Altmärkisches Museum, Tel.: +49 (0)3931 651700, Fax: 03931 651708.
  • Winckelmann-Museum, Winckelmannstraße 36/37, Tel.: +49 (0)3931 215226, Fax: 03931 215227. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00-17.00 Uhr.
  • Landesfeuerwehrmuseum Sachsen Anhalt, Arneburgerstraße 146a, Tel.: +49 (0)3931 212575. Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags und samstags 09.00 bis 11.00 Uhr u. 13.00 bis 17.00 Uhr; Führungen nach Voranmeldung.

[Bearbeiten] Straßen und Plätze

[Bearbeiten] Parks

  • Stadtsee mit parkähnlicher Umrandung und Tierpark, 1933-34 künstlich auf sumpfigen Gelände angelegt.
  • August-Bebel-Park mit Schwanenteich, 1930-31 angelegt.

[Bearbeiten] Verschiedenes

[Bearbeiten] Aktivitäten

[Bearbeiten] Einkaufen

[Bearbeiten] Küche

[Bearbeiten] Günstig

[Bearbeiten] Mittel

[Bearbeiten] Gehoben

[Bearbeiten] Nachtleben

[Bearbeiten] Unterkunft

[Bearbeiten] Günstig

[Bearbeiten] Mittel

[Bearbeiten] Gehoben

[Bearbeiten] Lernen

[Bearbeiten] Arbeiten

[Bearbeiten] Sicherheit

[Bearbeiten] Gesund bleiben

[Bearbeiten] Klarkommen

Stendal-Information, Kornmarkt 8, Tel. +49 (0)3931 651190, Fax: 03931 651195.

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

Die Vorwahl für Stendal lautet 03931. Die Postleitzahlen sind 39551 bis 39576.

[Bearbeiten] Ausflüge

[Bearbeiten] Literatur

  • Stendal (Bilder aus der DDR) von S. Habendorf, I. Nitzsche und T. Stolzenhain, Sutton Verlag; 1. Aufl. April 2003, ISBN-10: 3897025256
  • Stendal in alten Ansichten von S. Eckhardt, Europaeische Bibliothek; Aufl. September 2000, ISBN-10: 9028858350
  • Historische Betrachtungen zur Entwicklung Stendals von K. Polte, Rotary Club Stendal; 1. Aufl. Juni 2007
  • Stendal, Herz der Altmark. Ein Gang durch eine Stadt und ihre 8 Jahrhunderte von G. Richter, Stendal: Altmärkisches Museum; 3. Aufl. 1965

[Bearbeiten] Weblinks

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