Sevilla

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Sevilla ist die am Guadalquivir gelegene Hauptstadt Andalusiens und mit 700.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Spaniens. Phönizier und Römer siedelten hier in der angeblich von Herakles gegründeten Stadt, später wurde die Stadt maurisch und nach der Reconquista fiel sie an Kastilien. Von hier aus begannen Amerigo Vespucci und Ferdinand Magellan ihre Entdeckungsreisen. Im Jahr 1992 fand hier die Expo statt in deren Zuge die Infrastruktur deutlich verbessert wurde. Die Stadt des "Don Juan", der "Carmen" und "Don Quijotes" ist voller Zeugnisse der vielfältigen Kulturen und Epochen ohne dabei verstaubt zu sein. Ganz im Gegenteil, sie strotzt vor Vitalität.


Giralda Sevilla
Lage
am Guadalquivir
Kurzdaten
Region: Andalusien
Fläche: 100 km²
Höhe: 12 m
Einwohner: 704.414
Telefonvorwahl: (+34) 95*
Postleitzahl: 410**
Kfz-Kennzeichen: SE
Internet URL: www.sevilla.org
Zeitzone: UTC+2 (MEZ)

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Stadtteile

Triana auf der rechten Flussseite und Santa Cruz hinter der Kathedrale sind die berühmtesten.

[Bearbeiten] Hintergrund

Nach der Legende wurde Sevilla von Herkules gegründet. Im römischen Reich war Sevilla als Hispalis bekannt. Unter den Mauren hieß die Stadt Isbiliya (أشبيليّة). Sevilla erlebte seine Blütezeit nach der Entdeckung Amerikas.

Die Stadt liegt an den Ufern des langsam dahinfliessenden Guadalquivir, der die Stadt in zwei Hälften teilt: Sevilla und Triana.

Zwei große internationale Ausstellungen fanden in Sevilla statt, die Ibero-Amerikanische Ausstellung von 1929 und die Weltausstellung 1992.

Die Einwohner von Sevilla sind als Sevillanos bekannt.

[Bearbeiten] Anreise

Lage
Lagekarte
Sevilla
Sevilla
Entfernungen
Jerez: 92 km
Cordoba: 135 km
Torremolinos: 217 km

[Bearbeiten] Mit dem Flugzeug

Von Deutschland aus bietet u.a. Air Berlin via Mallorca Flüge nach Sevilla (SVQ) an. Die spanische Iberia bedient Sevilla über Madrid von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München. Lufthansa bietet ebenfalls Flüge von Deutschland nach Sevilla an, zumeist wird via Barcelona geflogen. Der Flughafen San Pablo liegt 13 km entfernt im Nord-Osten der Stadt. Vom Flughafen kommt man von 5:45 Uhr bis 23:45 Uhr zumindest stündlich, oft auch halbstündlich, per Bus Flughafenbus (über den AVE-Bahnhof Santa Justa zum Busbahnhof Prado de San Sebastian, einfach ca. 2,50 €) oder Taxi in die Stadt (es gibt einen Festpreis von z.Zt. 23 €, die Taxifahrer nehmen aber gerne noch Aufschläge für's Wochenende, Gepäck, etc.).

Oft preisgünstiger ist Ryanair, die von Frankfurt-Hahn ins nahe gelegene Jerez de la Frontera fliegen. Von dort aus kann man Sevilla bequem mit Bus oder Bahn erreichen.

[Bearbeiten] Mit der Bahn

Von Madrid (Bahnhof Atocha, Glorieta Carlos V) ist Sevilla stündlich mit dem Schnellzug (AVE) der Spanischen Eisenbahn RENFE in etwa 2,5 Stunden zu erreichen (Preis etwa 70 €). Der Zug endet am Bahnhof Santa Justa (Avda de Kansas City) im Norden der Stadt, ca. 10 Minuten vom Zentrum entfernt. Der Bahnhof ist auch Haltestelle für Nahverkehrszüge in die Umgebung (Cercanias).

[Bearbeiten] Mit dem Bus

Es gibt zwei zentralen Busbahnhöfe von dem Überlandbusse in die nähere Umgebung und in verschiedene Städte in Spanien, Portugal und auch in andere europäische Länder fahren:

[Bearbeiten] Auf der Straße

Sevilla ist an das spanische Autobahnnetz angeschlossen. Direkte Verbindungen Richtung Cordoba, Antequera/ Malaga, Jerez/ Cadiz und Huelva. Eine Ringautobahn umgibt das Stadtzentrum.

[Bearbeiten] Mit dem Schiff

Nach der Entdeckung Amerikas war Sevilla das 'Tor zur neuen Welt'. Heute laufen noch gelegentlich Kreuzfahrschiffe Sevillas Hafen an. Fährverbindungen nach Nordafrika und auf die Kanaren legen von Cádiz ab.

[Bearbeiten] Mobilität

Die meisten Sehenswürdigkeiten im Zentrum sind gut zu Fuß zu erreichen, ein eigenes Auto eher hinderlich. Es ist ratsam, das Auto in einer der Tiefgaragen der Innenstadt (z.B. unter dem Paseo Colon) zu parken. Wenn man jedoch einen Parkplatz in ca. 15 Minuten Entfernung zu Fuß vom Plaza de Espana, der Kathedrale und des Alcázar sucht, hat man meistens Glück in der Avenida de Santiago Montoto. Sie ist am Ufer des Canal de Alfonso XIII. gelegen und am besten per Anfahrt über die Stadtviertel Triana und Los Remedios und dann nach Überquerung der Puente del Generalísimo rechts zu erreichen.

Sevilla hat ein gut ausgebautes Netz mit Stadtbussen und derzeit einer Straßenbahnline (Betreiber: TUSSAM). Es gibt Linien, die die Altstadt auf dem Ring und entlang des Flusses in beiden Richtungen umkreisen (C1 rechts, C2 links herum). In der Altstadt verkehren die Busse dagegen nur auf wenigen Routen: viele Gassen sind einfach zu eng dazu, außerdem sind die Entfernungen oft gut zu Fuß zu überbrücken. Der Bus für den Stadtverkehr kostet 1,10 € pro Fahrt. An Zeitschriftenkiosks kann man Zehnertickets für 6 € kaufen. Es gibt auch Tageskarten für Touristen (1 Tag 3,25 €, 3 Tage 7,50 €).

Seit Oktober 2007 ist eine Straßenbahnlinie in Betrieb, die die Plaza Nueva mit der nächstgelegenen Metrostation verbinden soll. An der Metro wird noch gebaut, die erste Linie soll im Herbst 2008 in Betrieb gehen.

Die schnellste Art, in der Innenstadt unterwegs zu sein, ist das Fahrrad. Es gibt auch einen eigenen Radweg auf dem Innenstadtring und auf die Isla Cartuja. Dazu muss man aber nicht notwendigerweise sein eigenes Rad mitbringen: es gibt Mieträder (Betreiber: SEVICI, erkennbar an den roten Radabdeckungen des Hinterrades), die an vielen Stationen im Stadtzentrum gemietet und an einer beliebigen anderen Station wieder abgegeben werden können. Um den Service zu nutzen, muss eine Wochen- (5 €) oder Jahreskarte gekauft, und eine Sicherheitsleistung von 150 € (per Kreditkarte) hinterlegt werden. Damit ist die Nutzung des Fahrrades für eine halbe Stunde ohne weitere Kosten. Jede weitere Stunde kostet 2 €. Nähere Informationen gibt es im Tourismusbüro.

Auf dem Guadalquivir werden Bootsfahrten mit Erläuterungen angeboten, ebenso gibt es den allseits bekannten roten Cabriobus für Touristen, der die Sehenswürdigkeiten abklappert.

Die romantischste und auch teuerste Methode, Sevilla zu entdecken ist mit einer Pferdekutsche. Die Kutschen stehen bei der Kathedrale.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Den schönsten Blick auf die Altstadt hat man von der gegenüberliegenden Seite des Flusses. In der Calle Betis zwischen den Brücken San Telmo und Tirana (Isabel II) direkt am Ufer des Guadalquivir gibt es auch einige Bars zum draußen sitzen und genießen.

  • Der Parque María Luisa, wurde 1893 von der Infantin María Luisa de Orleans der Stadt übereignet und für die Ibero-Amerikanische Ausstellung neu angelegt. Im Park befinden sich das Archäologische Museum in einem Plateresk- und Renaissance Palast und das Museum der Volkskunst und -bräuche im schönen Mudejar-Pabellón.

[Bearbeiten] Bauwerke

  • Die Kathedrale von Sevilla - wurde einst als drittgrößte Kirche der Welt nach der Peterskirche in Rom und St. Pauls in London gezählt. Die Mauren bauten von 1181-1198 die Hauptmoschee und das Minarett. Das Minarett, heute Giralda, und die Patio de los Naranjos, wo sich die Moslems vor dem Gebet wuschen, sind noch erhalten. 1218 wurde die Moschee zur Kathedrale geweiht. Die gotische Kathedrale wurde von 1434-1517 gebaut. Man begann an der Westseite. Von 1528-1601 wurden die königliche Kapelle und die Hauptsakristei im Renaissancestil erbaut. Der obere Teil der Giralda ist von 1558-1568 errichtet worden. Von 1618-1738 fügte man Barockbauwerke hinzu und von 1825-1928 u a. das Portal an der Südwestseite, das man Puerta de la Concepción nennt. Das Hauptschiff ist beeindruckende 38 m hoch. Die gesamte Fläche der Kirche beträgt 23.500 Quadratmeter. Die Kirche ist 126 m lang und 83 m breit. Der goldene Hauptaltar ist gewaltig. Die Sacristei de los Calices und der Tresor beherbergen viele kostbare Gemälde, u. a. von Vazquez, Murillo, Zurbarán. Die Puerta del Pérdon war früher Haupteingang zur Moschee und führt zunächst in die Patio de los Naranjos. Sie ist heute der Ausgang für Besucher. Öffnungszeiten Mo-Sa 11-17 Uhr (Juli/ August 9:30-15:30 Uhr), So 14:30-18 Uhr. Eintritt 7,50 €, Studenten 2 € zusammen mit der Giralda, sonntags freier Eintritt (nur zu Messe). Von 14:30-18:00 normale Eintrittspreise.
  • La Giralda - ehemaliges Minarett der Hauptmoschee, jetzt der Glockenturm der Kathedrale und Symbol der Stadt. Die Giralda ist bis zur Wetterfahne 96 m hoch. Sie war für lange Zeit das höchste Gebäude der Welt. Von oben beeindruckender Rundblick auf Sevilla.
  • Der Real Alcázar - ein Palast im maurischen Stil,
    Real Alcázar
    Real Alcázar
    begonnen im frühen 10. Jahrhundert, erweitert bis in die gotische Zeit hinein. Zusätzlich ausgedehnte Gartenanlagen aus verschiedenen Epochen. Öffnungszeiten Mo-Sa 9:30-18 Uhr (April-September bis 20 Uhr), So 9:30-14:30 Uhr (April-September bis 18 Uhr), Eintritt 7 €, Studenten frei. An Sonntagen bilden sich langen Schlangen an der Kasse.
  • Barrio Santa Cruz, ein Altstadtviertel nähe der Kathedrale und des Alcázars mit engen Gassen und weiß gekalkten Häusern. Dieses Stadtviertel war früher das Judenviertel.
  • Der Torre de Oro - ein Turm aus dem 13. Jahrhundert, dessen Spitze früher mit Gold beschlagen war. Früher war er eine Wehrturm zur Verteidigung des Hafens, heute beherbergt er ein Marinemuseum.
  • Plaza de Toros - bekannt als La Real Maestranza, eine der wichtigsten Stierkampfarenen der Welt. Die Stierkämpfe finden häufig zu wichtigen kirchlichen Feiertagen statt. Im Inneren gibt es auch ein kleines Stierkampfmuseum (Museo Taurino) mit Objekten aus der Geschichte des Stierkampfes.
  • Die Universität von Sevilla - in der Nähe des Parque Maria Luisa ist in der früheren Tabakfabrik eingerichtet worden. Sie ist zwischen 1728 und 1771 gebaut worden und war die größte und bedeutendste Industrieanlage und größer Arbeitgeber in Sevilla. Da Tabak ein begehrtes Gut war, wurde das Gebäude ständig bewacht und hatte sogar ein eigenes Gefängnis. Der Wassergaben beweist noch heute die Schutznotwendigkeit der Fabrik. Marmorböden und -bögen führen in kleinere Höfe mit bemalten Wandkacheln. Hier sollen sich Szenen der Oper Carmen abgespielt haben.
  • Nationaltheater Lopez Vega zwischen Universität und Parque Maria Luisa wurde ebenfalls im Zusammenhang mit der Ibero-amerikanischen Ausstellung 1929 gebaut.
  • Ayuntamiento (Rathaus) ist in einem im Renaissancestil gehaltenen Gebäude aus dem 16. Jahrhundert an der Plaza de San Francisco. Die Fassade ist verschwenderisch mit plateresken Motiven geschmückt. Die Plaza war seit dem Mittelalter das Zentrum der Stadt.
  • Plaza de España - wichtigstes Bauwerk der Ibero-Amerkianischen Ausstellung von 1929. Es diente auch als Kulisse für Naboo in den Star Wars-Filmen. Die halbkreisförmige Plaza misst 170 x 100 m und hat einen Springbrunnen mit hohen Fontänen, einen Wasserlauf, Brücken, Pavillons, Säulengalerien und zwei 80 m hohe Türme. Der Erbauer Aníbal de González setzte Mudejar- und Barockstil ein. Die Plaza wird zur Zeit (2007-2008) komplett renoviert. Das gilt vor allem für die mit Kacheln dekorierten Brücken. Auch die 50 Nischen der Provinzen mit Bänken, Wappen, Landkarte und historischen Szenen bemalten Fliesen werden erneuert. Im April 2008 erstrahlte die Hälfte der Nischen schon wieder im alten Glanz. Die Plaza liegt hinter der Universität (Tabakfabrik) und seitlich des Parque Maria Luisa.
  • Casa Pilates - alter Adelspalast mit schönem Innenhof. Das Gebäude war traditionell Ausgangspunkt der Karfreitagsprozession, daher der Name.
  • Casa Lebrija - das ehemalige Wohnhaus der Gräfin von Lebrija wurde im 19. Jahrhundert mit Mosaiken aus Italica ausgestattet. Man kann dort mehr Bodenmosaiken sehen als im Archäologischen Museum und in Italica selbst.

[Bearbeiten] Museen

Wichtigstes Museum (und einziges must) ist wohl das Museum der Schönen Künste (Museo de Belas Artes).

  • Museum der Schönen Künste - Ehemaliges Kloster La Merced mit Bildern von El Greco, Velázquez, Zurbarán und Murillo. Mit seinen drei Innenhöfen auch sehr empfehlenswert der stickigen Mittagshitze in den engen Strassen zu entfliehen. Öffnungszeiten: Mi.-Sa. 9-20 Uhr, Di. 15-20 Uhr, So. 9-14 Uhr, Mo. geschlossen.
  • Das Archäologische Museum der Provinz - befindet sich in einem Gebäude der Ibero-Amerkianischen Ausstellung im Park María Luisa und zeigt u.a. römische Funde aus Italica und Carmona (Necropolis). Plaza de América, Öffnungszeiten: Mi.-Sa. 9-20 Uhr, Di. 15-20 Uhr, So. 9-14:30 Uhr, Mo. geschlossen.
  • Das Museum der Volkskunst und -bräuche - im Mudejar-Pabellón gegenüber dem Archäologischen Museum zeigt alte Trachten, landwirtschaftliche Geräte, volkstümliches Mobiliar und erklärt die Herstellung der berühmten Sevillanischen Fliesen (azulejos).
  • La Cartuja - ehemaliges Kartäuserkloster, später Keramikfabrik und jetzt Museum für moderne Kunst. Befindet sich auf der der Altstadt gegebüberliegenden Seite des Flusses und ist auch über eine Fussgängerbrücke erreichbar. Die Gebäude und das umliegende Gelände (auch als Isla de la Cartuja bekannt, da es zwischen dem alten Flussbett des Guadalquivir und dessen Kanal liegt) waren Ort der Weltausstellung von 1992 in Sevilla.

[Bearbeiten] Aktivitäten

Der El Giradillo ist ein sehr informativer, monatlich aktualisierter Veranstaltungkalender, der in vielen Bars oder in öffentlichen Gebäuden kostenlos ausliegt und den es auch online gibt: El Giradillo. Dort kann man sich über alles informieren was gerade läuft. Wichtigste Events sind jedes Jahr natürlich die Semana Santa und die Feria:

  • Semana Santa - Karwoche mit historischen Umzügen der sogenannten Hermandades (Bruderschaften) in Gewändern mit spitzen Hüten, der auch das Gesicht verdeckt (a la Ku-Klux-Klan). Auf den Umzügen werden aufwendige Darstellungen aus dem Kreuzweg Jesus und von Maria mitgeführt.
    Feria de Abril
    Feria de Abril
    Da die Gassen von Sevilla sehr eng sind, befinden sich die Träger unter den Darstellung und tragen diese auf dem Kopf. Jeder Umzug verläuft von der Heimatkirche der Bruderschaft durch die Stadt zur Kathedrale und wieder zurück.
  • Feria de Abril - Sevillanisches Volksfest mit einem normalen Rummelplatz und vielen kleinen und grossen Zelten (casitas), in denen die Sevillaner feiern und tanzen. Die meisten Zelte sind privat und man darf sie nur mit Einladung betreten. Es gibt auch einige öffentliche Zelte (z.B. von der Stadt, von politischen Parteien), die offen sind für alle. Bummeln und schauen ist aber überall erlaubt. Viele Señoras und Señores kommen hoch zu Pferd oder im Zwei- bis Vierspänner und in traditionellen Festtagsgewändern. In den Zelten wird Sevillana getanzt, eine volkstümliche Variante des Flamenco, die von vielen Andalusiern beherrscht wird.

[Bearbeiten] Einkaufen

Viele Läden haben von mittags bis zum späten Nachmittag geschlossen und dafür abends relativ lange geöffnet. Die beliebteste Einkaufsmeile ist die Calle Sierpes (Schlange) mit Läden vieler internationaler Labels. Die Einkaufsstraße wird im Sommer durch große Sonnensegel beschattet. In Sevilla gibt es auch mehrere große Kaufhäuser (z.B. im El Corte Inglés kann man so gut wie alles kaufen) und Einkaufszentren (sehr schön ist das an der Plaza de Armas, der ehemalige Bahnhof Estación de Córdoba). Dort und im Keller des Corte Inglés an der Calle San Pablo gibt es auch einen Supermarkt.

[Bearbeiten] Küche

Tapas

Tapas sind ursprünglich aus Mittelspanien stammende kleine Vorspeisen. Sie werden am am Nachmittag und Abend zu Wein und Bier angeboten. Man nimmt an, dass sie die Nachfahren der usprünglich zur Abdeckung der Weingläser dienenden kleinen Brote sind. Diese wurden auf die Weingläser gelegt um zu verhindern, dass Insekten in das Glas gelangen. Auf diese Brote legte man zusätzlich noch Schinken. Der Name Tapa bedeutet im Spanischen Deckel.


Sevilla ist die Stadt der Tapas. Typische einfache Tapas sind tortilla española (eine Art Kartoffelomlette), aceitunas (grüne Oliven), und patatas bravas (Kartoffel mit einer scharfen Soße). Spezialitäten sind unter anderem Schnecken (caracoles und cabrillas), Spinat mit Kichererbsen (espinacas con garbanzas), frittierte Stockfischstücke (pavias) und marinierter Dornhai (cazon en abado).

Viele Tapasbars befinden sich in der Nähe der Calle Sierpes und im Viertel Santa Cruz, dort insbesondere in der Nähe des Plaza Alfalfa. In der Calle San Eloy findet man ebenfalls einige Bars mit günstigen Tapas.

Wer nach all dem fritierten spanischen Essen einmal etwas Vegetarisches sucht, dem sei das Habanita empfohlen. Auch in der Calle Sierpes gibt es seit einer Weile ein Selbstbedienungs-Restaurant mit grossem Salatbuffet.

[Bearbeiten] Nachtleben

Vor 21:00 Uhr geht man zumeist nicht Essen und zahlreiche Clubs fangen erst gegen 23:00 Uhr an zu leben. Gefeiert wird dann bis in den frühen Morgen. Die besten Ecken sind zwischen Alfalfa und Salvador und im Viertel Arenal. Zahlreiche Bars/ Kneipen bieten Flamenco Shows für Touristen an, wer das ursprünglicher sucht, sollte sich an die Einheimischen halten und eine Taverne mit Flamencoprogramm aufsuchen (z.B. Casa Anselma in Triana).

  • Wer professionelle Flamencoshows sucht, sollte einen Platz in einem tablao (Flamencotheater) bestellen. Zu empfehlen sind im Stadtteil El Arenal das El Arenal und im Stadteil Santa Cruz das Los Gallos. Im El Arenal kann man auch essen (Dinnershow 70 €). Im Los Gallos gibt es nur Drinks. In einem dritten Tablao Patio de Sevillano kann man ganz gut essen. Das Programm ist weniger traditionell. Es enthält auch opernhafte Szenen zur Musik aus Carmen. (Dinnershow 68 €). Eintrittskarten sollte man ggf. im Hotel vorbestellen.
Flamenco im El Arenal
Flamenco im El Arenal
  • Carboneria - Bar mit zwei sehr unterschiedlichen Räumen: sehr gemütlich im kleineren Eingangsbereich bei gelegentlicher Klaviermusik, mit Trinkhallenambiente im grösseren Raum. Dort findet jeden Abend eine kostenlose Flamencovorführung statt.
  • Berlin - Nähe Plaza Alfalfa. Bar für chill-out bis 5 Uhr morgens.

[Bearbeiten] Unterkunft

[Bearbeiten] günstig

  • Hostal Bailén - Calle Bailén in der Nähe des Museo de Belles Artes. Zimmer mit Bad, einfach eingerichtet. Tel. +34 954 221 635
  • Oasis backpacker's hostel - freundliches Personal, Bar, neue Einrichtung mit Bad/ Toilette auf dem Zimmer, kostenloses WLAN, Küche auf dem Dach des Hauses mit Terrasse und Pool. Plaza de la Encarnation 29 1/2, Tel. +34 954 293 777. 20 € für Mehrbettzimmer / DZ 46€
  • Hostal Jentoft - Nahe der Innenstadt mit eigenem Parkhaus. Das Hostal ist nicht schön, aber funktional eingerichtet. Zimmer mit Bad und Klimaanlage, die nach innen sind ruhig. Calle Benidorm 2, Tel. / Fax +34 954 220 981. DZ ca. 37 €, Parken 8 €.

[Bearbeiten] gehoben

  • Hotel Alfonso XIII, C/San Fernando 2.
    Luxushotel Alfonso XIII - Lobby
    Luxushotel Alfonso XIII - Lobby
    Dieses Hotel (**** GL)ist zwar nicht preiswert, aber sehr sehenswert. Es wurde zur ibero-amerikanischen Ausstellung 1929 im neo-maurischen Stil gebaut. Lobby und Treppenhaus beeindrucken durch die bunt gekachelten Wände.

[Bearbeiten] Lernen

[Bearbeiten] Sprachschulen

Es gibt viele Sprachschulen in Sevilla. Eine Hilfestellung bei der Auswahl kann die Anerkennung vom Institut Cervantes sein. Folgende Schulen sind von Cervantes akkreditiert:

  • CLIC Centro de Lenguas e Intercambio Cultural, Calle Albareda 19, Tel: +34 95 450 21 31
  • EUSA Estudios Universitarios y Superiores de Andalucía, Calle Plácido Fernández Viagas 4, Tel: +34 954 23 87 97
  • Giralda Center-Spanish House, Calle Mateos Gago 17, Tel: +34 954 22 13 46
  • Linc Escuela de Español, General Polavieja 13, Tel: +34 95 450 04 59
  • Universidad Pablo de Olavide, Centro de Estudios para Extranjeros, Ctra. de Utrera, Tel: +34 954 34 89 44

[Bearbeiten] Arbeiten

Siehe hierzu auch Madrid

[Bearbeiten] Sicherheit

Auch in Sevilla sollte man sich vor Taschendieben in Acht nehmen. Gefährlich sind insbesondere Situationen im Gedränge (z.B. im Bus). Die Diebe sind aber auch sehr erfinderisch und geben sich z.B. als fragende Touristen aus, während sie die auf einer Bank abgelegte Tasche unter der ausgebreiteten Stadtkarte an sich nehmen.

[Bearbeiten] Gesundheit

[Bearbeiten] Klarkommen

In der Umgebung von Kathedrale und Alkazar sowie im Barrio Santa Cruz gibt es viele Touristen, folglich sind die Restaurants, Bars und Läden auf Kundschaft eingestellt, die nicht Spanisch spricht. Abseits von diesen touristischen Schwerpunkten kann es schon schwieriger sein, auch wenn viele jüngere Spanier (mehr oder weniger gut) Englisch sprechen.

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

  • Hauptpost: Avenida de la Constitutión 32. Tel. 902 19 71 97
  • weitere Postämter: Calle San Vincente 16 Tel. 95 490 51 04 und Calle San Jacinto Tel. 95 433 37 48
  • Paketaufgabe: Avenida de la Raza, Tel. 95 461 56 95
  • Fernsprechamt: Plaza de la Gavidia 2

[Bearbeiten] Ausflüge

  • Granada ist in einem langen Tagesausflug zu sehen, aber man plant besser eine Übernachtung oder ein langes Wochenende ein.
  • Córdoba ist nur etwa eine Zugstunde entfernt. Man kann die Mezquita mit ihren gestreiften Bögen sehen und im jüdischen Viertel mit seinen weiß gekalkten Wänden bummeln
  • Cádiz ist etwa anderthalb Zugstunden entfernt, mit dem Auto etwas kürzer. Eine sehenswerte Altstadt, nahe Strände und Fischlokale locken.
  • Ronda hat eine Altstadt, die sehr malerisch hoch auf einem Steilplateau liegt. Grandiose Aussicht in die Umgebung.
  • Italica Ruinen einer römischen Siedlung mit großem Amphitheater in Santiponce ganz in der Nähe von Sevilla. Römische Bodenmosaiken von Italica sind im Archäologischen Museum von Sevilla und im Casa Lebrija zu besichtigen. Zu erreichen mit dem Stadtbus vom Busbahnhof Plaza de Armas.
  • Matalascañas Quasi der Hausstrand von Sevilla. Es gibt mehrmals am Tag eine Busverbindung vom Busbahnhof Plaza de Armas:
    • Hinfahrt: Mo-Sa 8:30 (Sa 18:15), 11, 15, 17, 18 Uhr; So 8:15, 11, 15 Uhr.
    • Rückfahrt: Mo-Sa 10:30, 15, 18 Uhr, So 16, 18, 19 Uhr (Express).
  • Aracena ist ein Ziel für einen Tagesausflug in den Naturpark Sierra de Aracena y picos de Aroche. In Aracena kann eine Höhle mit unterirdischem See (Gruta de las Maravillas) und eine Burgruine besichtigt werden, auch kann man ins nahegelegene Lineares de la sierra, ein sehr ursprünglich erhaltenes Dorf, wandern (5-6 km entfernt).

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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