Senegal
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Der Senegal liegt in Westafrika und liegt im Übergang vom Sahel zu den Tropen. Angrenzende Länder sind Mauretanien, Mali, Guinea, Guinea-Bissau und das vom Senegal vollständig umschlossene Gambia.
| Lage
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| Flagge
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| Kurzdaten | |
| Hauptstadt: | Dakar |
|---|---|
| Staatsform: | Präsidiale Republik |
| Währung: | CFA-Franc (FCFA) |
| Fläche: | 196.722 km² |
| Bevölkerung: | 10,9 Mio |
| Sprachen: | Französisch (offiziell), Wolof, Pulaar, Jola, Mandinka |
| Religionen: | Muslime 94 %, Naturreligionen 1 %, Christen 5 % (meist Katholiken) |
| Stromnetz: | 230 V/ 50 Hz |
| Telefonvorwahl: | +221 |
| Internet TLD: | .sn |
| Zeitzone: | MEZ - 1h (WEZ) |
[Bearbeiten] Regionen
- Senegaltal (Fluss) im Norden und Nordwesten
- Grand Cotè - Grosse Atlantikküste nördlich Dakar bis zum Senegaldelta
- Kap Verde
- Petit Cotè - Kleine Atlantiküste südlich Dakar bis zum Saloum-Delta an der Grenze zu Gambia
- Zentralsenegal - östlich und südöstlich Dakar um Diourbel
- Ostsenegal
- Provinz Casamance mit tropischem Regenwald im Süden
[Bearbeiten] Städte
- Dakar - Hauptstadt
- Touba
- Tambacounda - Provinzhauptstadt mit Flughafen
- Thiès
- Rufisque
- Kaolack
- Mbour
- Ziguinchor
- Saint-Louis
[Bearbeiten] Weitere Ziele
[Bearbeiten] Stätten des Weltkulturerbes
- Gorée (Insel): Vor der Küste Dakars gelegene Insel, die vom 15. bis zum 19. Jahrhundert der grösste Sklavenmarkt an der afrikanischen Westküste war. Sie gehört seit 1978 zum Weltkulturerbe der UNESCO.
- Saint-Louis: Die ehemalige Hauptstadt des Senegal (1872 -1952) liegt auf einer Insel im Senegalfluß und wurde im Jahr 2000 in die Liste des Weltkulturerbe aufgenommen. Beeindruckend ist die gut erhaltene koloniale Architektur mit der Altstadt und den Hafenanlage.
- Die Steinkreise von Senegambia: Entlang des Gambia Flusses erstrecken sich auf einer Breite von maximal 100 km und einer Länge von ca. 350 km insgesamt 1000 frühgeschichtliche Monumente. Die Steinkreise bilden insgesamt vier Gruppen mit 93 Steinkreisen: Sine Ngayène, Wana, Wassu und Kerbatch. Ihre Enstehung wird zwischen dem dritten Jahrhundert vor und dem 16. Jahrhundert nach Christus datiert. Insgesamt bilden die Monumente, die auch Grabhügel enthalten, eine Periode von 1500 Jahren einer Zivilisation ab. Diese megalithische Zone ist einzigartig auf der Welt. Seit 2006 gehört sie zum Weltkulturerbe.
[Bearbeiten] Nationalparks
Senegal besitzt vier Nationalparks, von denen zwei seit 1981 zum Weltnaturerbe der UNESCO zählen.
- Parc National des Oiseaux du Djoudj: Nördlich der Stadt Saint Louis gelegenes Reservat, das zum Weltnaturerbe der UNESCO zählt und eines der größten Vogelreservate in Westafrika mit ca. 330 Vogelarten bildet.
- Parc National de la Langue de Barbarie: An der Mündung des Senegalflusses gelegenes ca. 20 km² großes Reservat.
- Parc National du Delta du Saloum: ca. 150 km südöstlich von Dakar gelegener Park mit Sümpfen und Mangrovenwäldern
- Parc National du Niokolo-Koba: ca. 650 km östlich von Dakar gelegenes Weltnaturerbe der UNESCO mit einer Fläche von 9500 km². Neben ca. 80 Säugetierarten findet man hier rund 300 Vogelarten. Die letzte Elefantenherde des Senegal hat hier ihr zu Hause. Der Gambia (Fluss) fließt durch den Park.
[Bearbeiten] Hintergrund
Senegal wurde als Staat am 04. April 1960 von Frankreich unabhängig. Davor war der Senegal französische Kolonie. Den Hintergrund auf diese Periode zu beschränken wäre jedoch falsch, so das im Folgenden ein kurzer Überblick gegeben werden soll.
[Bearbeiten] Geschichte
Das diese Region Westafrikas bereits früh besiedelt war, wird mit den Steinkreisen des Senegambia eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Um 500 n. Chr. wanderten die Völker der Wolof und Serer in dieses Gebiet ein. Mit Beginn des 9. Jahrhunderts stand die Region für zunächst 200 Jahre unter dem Einfluss von Ghana und anschliessend unter dem Einfluß des Königreiches Mali. Die Islamisierung begann wahrscheinlich ab dem 11. Jahrhundert mit dem Einfall von Berberstämmen aus dem Norden. Das Malireich verlor im 14. und 15. Jahrhundert an Einfluß, so daß sich lokale Herrscherbezirke der Wolof ausbildeten.
Ab 1444 übernahmen sukzessive die Europäer die Kontrolle über die Region.
[Bearbeiten] Kultur
[Bearbeiten] Anreise
[Bearbeiten] Einreisebestimmungen
Für deutsche Staatsangehörige genügt für einen Aufenthalt von bis zu drei Monaten der Reisepaß, der noch mindestens sechs Monate gültig sein muß. Der Kinderausweis wird anerkannt, ein Eintrag in den Paß der Eltern ist allerdings ausreichend. Ein Lichtbild des Kindes/ der Kinder ist in jedem Fall erforderlich. Die Einfuhr von Dingen des täglichen Bedarfs ist zollfrei. Devisen dürfen nur in beschränktem Umfang ein und ausgeführt werden.
[Bearbeiten] Flugzeug
Der internationale Flughafen von Dakar wird von zahlreichen internationalen Fluglinien sowohl im Linien- als auch im Charterbetrieb angeflogen. So fliegen von Frankfurt/ Main unter anderem Air Maroc, Air France u.a.m. Dakar täglich an.
[Bearbeiten] Bahn
Eine Anreise per Bahn ist nur zweimal in der Woche aus Bamako im Nachbarland Mali möglich. Eine weitere grenzüberschreitende Personenzugverbindung existiert nicht.
[Bearbeiten] Bus
[Bearbeiten] Auto/ Motorrad
Die Anreise aus Europa ist am einfachsten über Mauretanien und den Fährübergang bei Bosso über den Senegal (Fluss) möglich.
Die Einfuhr von Pkws, die älter als fünf Jahre sind, ist seit dem 23.07.2003 verboten. Fahrzeuge, die älter sind dürfen gegen Vorlage eines Carnet und Nachweis einer gültigen Haftpflichtversicherung als Transitfahrzeuge benutzt werden.
[Bearbeiten] Schiff
Eine reguläre Fährverbindung in den Senegal besteht nicht.
[Bearbeiten] Mobilität
Um sich im Land zu bewegen kann man Mietwagen, Buschtaxis, Busse, die Bahn oder Inlandsflüge nutzen.
[Bearbeiten] Mietwagen
In Dakar haben alle grossen internationalen Autovermietungen eine Dependance. Es wird ein internationaler Führerschein benötigt.
[Bearbeiten] Öffentliche Verkehrsmittel
Die einfachste Art im Land unterwegs zu sein ist die Nutzung von Buschtaxis oder einheimischen Bussen. Beim Komfort müssen Abstriche gemacht werden, dafür ist fast jeder Ort erreichbar. Die Fahrtziele werden laut ausgerufen, wobei hier meist nur die Endstation angegeben wird. Etwas Geduld und keine Angst vor apokalyptischen Zuständen in den Großstädten ist empfehlenswert. Auf dem Land geht es etwas ruhiger zu.
Der Zug ist keine echte Alternative, da es nur eine Strecke mit Passagierbetrieb gibt. Diese Strecke verbindet Dakar mit Bamako in Mali. Der Zug fährt jeweils mittwochs und samstags. Die Strecke verläuft von Dakar über Thies, Diourbel, Tambacounda nach Bamako.
[Bearbeiten] Sprache
Die Amtssprache ist Französisch.
[Bearbeiten] Kaufen
[Bearbeiten] Küche
[Bearbeiten] Nachtleben
[Bearbeiten] Unterkunft
[Bearbeiten] Lernen und Studieren
[Bearbeiten] Arbeiten
[Bearbeiten] Feiertage
| Termin | Name | Bedeutung |
| 04. April | Unabhängigkeitstag | Am 04. April 1960 wurde Senegal von Frankreich unabhängig. |
[Bearbeiten] Sicherheit
Senegal gilt als eines der stabilsten afrikanischen Länder mit einer guten Integration der zahlreichen Völker und einer funktionierenden Demokratie. Nichtsdestotrotz klafft auch hier die Schere zwischen arm und reich weit auseinander. Kleinkriminalität ist insbesondere in den grösseren Städten häufig.
Im Süden des Landes an der Grenze zu Gambia und Guinea-Bissau in der Provinz Casamance südwestliche Provinz) gibt es teilweise Auseinandersetzungen der Regierungstruppen mit der Rebellenorganisation MFDC. Abseits der Durchgangsstrassen besteht hier auch Minengefahr.
Reisen auf den Nationalstraßen N°5 Ziguinchor-Banjul und der N°4 „Transgambienne“, die Ziguinchor über die Fähre im gambischen Farafenni mit Dakar verbindet, sollten mit besonderer Vorsicht angegangen werden, da es in der Vergangenheit zu bewaffneten Überfällen gekommen ist.
Von Nachtfahrten wird generell abgeraten.
[Bearbeiten] Gesundheit
Eine Reisekrankenversicherung sollte vorher abgeschlossen werden. Die medizinische Versorgung ist nicht auf europäischem Standard (mit Ausnahme Dakar). Die hygienischen, insbesondere auch die Trinkwasserversorgung Verhältnisse sind ebenfalls nicht auf europäischem Stand.
[Bearbeiten] Medizinische Versorgung
In Dakar sind für alle Disziplinen die entsprechenden Fachärzte zu finden. Das Hospital Principial de Dakar in Dakar gilt als eines der medizinischen Referenzzentren in Westafrika. Für Reisende die regelmässige Medikamente einnehmen müssen wird empfohlen diese mitzuführen. In Dakar sind alle gängigen Medikamente in den Apotheken zu erhalten (meist aus Frankreich), jedoch sind Medikamentenfälschungen nicht sicher auszuschliessen.
[Bearbeiten] Infektionskrankheiten und Vorbeugung
Senegal ist Gelbfieber - und Malariagebiet (mehr als 70 % aller Fälle sind M. tropica!!!). Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Reisenden empfehlenswert. Vorgeschrieben ist sie nur bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (ausgenommen Kinder unter einem Jahr).
Weiterhin sollten Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung, Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über vier Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (einschließlich Typ A und W) bestehen.
Die gemäss dem Robert Koch Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder sollten alle durchgeführt sein.
Im ganzen Land besteht das Risiko an Malaria zu erkranken. Im Senegal ist die gefährliche Malaria tropica für über 70% der Erkrankungsfälle verantwortlich. Eine vorbeugende Tabletteneinnahme wird empfohlen. Weitere Schutzmaßnahmen sind Moskitonetze, mückendichte Bekleidung, besonders dunkle und besonders helle Kleidung vermeiden und Insektenschutzmittel benutzen. Diese gelten auch zur Vorbeugung der Infektion mit Dengue Fieber (ebenfalls durch Stechmücken übertragen).
Zur Vorbeugung von Durchfallerkrankungen empfiehlt sich der alte Grundsatz "cook it, peel it or forget it" (koch es, schäl es oder vergiß es). Die gefährlichste Durchfallerkrankung ist Cholera, hier gilt die Region um Touba als besonders gefährdet.
Eine weitere Erkrankung die unangenehme Folgen haben kann ist die Bilharziose, mit der man sich beim Baden in Süsswasser (insbesondere stehende oder langsam fliessende Gewässer) infizieren kann.
HIV/ AIDS: Im Senegal sind ca 1% der Bevölkerung mit dem HIV infiziert, allerdings 27% der Prostituierten. Kondome, sauberes Injektionsbesteck und kein Blutkontakt sind die Grundregeln zur Infektionsvermeidung.
[Bearbeiten] Klima und Reisezeit
Im Senegal bestimmt ein typisches tropisches Klima mit klar abgegrenzten Regen- und Trockenzeiten das Wetter. Im Winter herrschen überwiegend Nordost- und im Sommer überwiegend Südwestwinde. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 600 mm, die überwiegend zwischen Juni und Oktober fallen. Die Niederschlagsmenge nimmt vom savannenartigen Norden zum bewaldeten Süden (Regenwald) zu, hier kann die Niederschlagsmenge mehr als 1500 mm betragen. In der Regenzeit von Juni bis Oktober betragen die Höchsttemperaturen 27 °C und im Winter zwischen Dezember und Februar minimal 17 °C im Durchschnitt. Generell sind die Temperaturen im Inland höher als an der Küste.
Die beste Reisezeit ist sicherlich das Frühjahr mit geringer Niederschlagsmenge und angenehmen Temperaturen. Prinzipiell ist jedoch der Senegal genzjährig gut bereisbar.
[Bearbeiten] Respekt und Verhaltensregeln
Trotz der lebensfrohen und bunten Art ist der Senegal ein überwiegend muslimisches Land. Daher sind entsprechende Verhaltensweisen wie sie für andere muslimische Länder gelten durchaus mit zu beachten. Insbesondere sollten Moscheen mit dem nötigen Respekt, d.h. ohne Schuhe und mit bedecktem Kopf betreten werden. Allzu freizügige Kleidung ist ebenfalls nicht von Vorteil.
[Bearbeiten] Wichtige rechtliche Bestimmungen
Zollvergehen werden vergleichsweise drakonisch (Gefängnis) bestraft. Der Besitz von Betäubungsmitteln wird hart bestraft, deutsche Staatsangehörige unterliegen hier senegalesischem Recht. Homosexualität ist nach senegalesischem Recht strafbar.
[Bearbeiten] Post und Telekommunikation
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Homepage des Senegal - französisch
- Tourismusseite - zahlreiche Karten, Veranstalrungskalender, Fahrpläne und weitere Informationen auf Englisch.
- UNESCO - Weltkultur- und -naturerbestätten im Senegal.


