Schweiz

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Die Schweiz ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa. Sie ist nicht Mitglied der Europäische Union tritt aber vorraussichtlich am 1. November 2008 dem Schengener Abkommen bei. Nachbarländer sind Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien und Liechtenstein. Die Schweiz ist in 26 Kantone unterteilt, davon 6 Halbkantone. Die Flagge der Schweiz repräsentiert mit dem vierarmigen Kreuz die vier Landesteile.

Die Alpen spielen für die Schweizer Identität und Kultur sowie den Tourismus und die Kommunikation eine wichtige Rolle. Die Schweizer Alpen machen ungefähr 60 % der Landesfläche aus.

Eine Besonderheit ist die Schweizerische Eidgenossenschaft auch wegen ihrer Vielfalt an Landessprachen. Gemäss der Verfassung sind Deutsch, Französisch und Italienisch gleichberechtigte Amtssprachen. Im Verkehr mit Rätoromanisch sprechenden Personen ist auch Rätoromanisch Amtssprache.

Lage
Karte von Europa mit hervorgehobener Lage der Schweiz
Flagge
Flagge der Schweiz
Kurzdaten
Hauptstadt: Bern
Staatsform: Bundesrepublik
Währung: Schweizer Franken (CHF/ Sfr)
Fläche: 41.300 km²
Bevölkerung: 7,5 Mio.
Sprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch
Religionen: 80 % Christen, 10 % Keine, 5 % Andere, 4 % Muslime, 0,5 % Juden, 0,5 % Buddhisten
Stromnetz: 230V/50Hz (spezielle Stecker!)
Telefonvorwahl: +41 / 0041
Internet TLD: .ch
Zeitzone: ME(S)Z

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Regionen

Karte der Schweiz
Karte der Schweiz

Die Schweiz kann man grob in die Regionen Mittelland, Jura, Alpen und Südschweiz einteilen. Alle diese Regionen haben ganz klare Unterschiede. So sind die Alpen und das Jura Gebirge, während das Mittelland hauptsächlich flach ist. Die Südschweiz verfügt über eine grosse Zahl von Alpenausläufern, aber ist vor allem bekannt für ihre Seen, die geographisch zur oberitalienischen Seenplatte gehören. Die folgende Aufzählung ist feiner als die obere.

[Bearbeiten] Kantone

[Bearbeiten] Städte

Die grössten Städte der Schweiz sind die Wirtschaftsmetropole Zürich, die internationale Stadt Genf, die Kulturstadt Basel, die olympische Stadt Lausanne und die Bundeshauptstadt Bern. Beliebte Touristendestinationen sind Luzern, Lugano, Montreux und Interlaken.

Neben den grossen Städten sind auch viele kleinere einen Besuch wert. Eine (nicht abschliessende) Aufzählung beinhaltet Ascona, Bellinzona, Brig, Chur, Estavayer, Freiburg, Lichtensteig, Martigny, Rapperswil-Jona, Risch-Rotkreuz, Murten, Neuenburg, St. Gallen, Thun, Winterthur, Schwyz.

[Bearbeiten] Weitere Ziele

Neben den Hochalpen im Berner Oberland dem Wallis und dem Engadin sind die Gebiete um die Seen beliebte Urlaubsgebiete. Dazu zählen inbesondere der Genfer See (Lac Léman), der Bodensee, der Zürichsee der Thunersee und der Vierwaldstättersee. Der Bieler-, der Murten- und der Neuenburgersee bilden zusammen das Seeland.

Wenig touristische, aber für das Land typische Regionen finden sich in den Voralpen und der "voralpinen Hügelzone", hier sind insbesondere das Appenzell, das Emmental und die Freiburger Alpen Greyerz (Gruyères) einen Abstecher wert.

[Bearbeiten] Hintergrund

[Bearbeiten] Anreise

Einreisebestimmungen sind beim Bundesamt für Migration einsehbar. Für Bürger der EU reicht der nationale Identitätsausweis oder Pass zur visumsfreien Einreise als Tourist. Für den 1. November 2008 ist der Beitritt der Schweiz zum Schengen-Raum geplant womit die Einreise ohne Vorzeigen eines Ausweises möglich wird.

[Bearbeiten] Flugzeug

Der grösste Flughafen der Schweiz ist Zurich Airport (IATA Code: ZRH). Internationale Flugverbindungen gibt es auch von den Flughäfen in Genf (IATA Code: GVA), EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg (IATA Code: BSL, MLH, EAP), Lugano-Agno(IATA Code: LUG), Bern-Belp (IATA Code: BRN) und St.Gallen-Altenrhein.

[Bearbeiten] Bahn

Die Schweiz ist aufgrund ihrer zentralen Lage aus allen umliegenden Ländern hervorragend mit der Bahn zu erreichen.

Das Schweizer Bahnnetz ist ausgezeichnet ausgebaut - das dichteste der Welt - es gibt einen Taktfahrplan, der praktisch alle Stationen im Stundentakt, die wichtigeren Orte im Halbstundentakt verbindet. Weitere Infos unter SBB

Alle Züge sind im innerschweizerischen Verkehr zuschlagsfrei benutzbar, Sitzplätze müssen nicht reserviert werden. In allen Zügen, ausser Regionalzügen und S-Bahnen, können Sitzplätze reserviert werden. Von dieser Regel gibt es zwei Ausnahmen:

  • Der Glacierexpress ist zwischen Disentis und Brig reservationspflichtig und mit einem Zuschlag belegt.
  • Der Berninaexpress ist zwischen Chur oder Landquart reservationspflichtig und mit einem Zuschlag belegt,

allerdings nur in der Sommersaison von Mai bis Oktober.

Gewisse Internationale Züge sind für den innerschweizerischen Verkehr nicht oder nur mit Reservation benutzbar. Diese sind aber in den Fahrplänen entsprechend gekennzeichnet. Darunter fallen die TGV-Verbindungen, Nachtzüge (CNL, TH-Talgo, EN). Die Intercityzüge (Cisalpino) nach Italien sind auf der grenzüberschreitenden Strecke sowie in Italien zuschlagspflichtig, bei diesen Zügen lohnt sich auch im innerschweizerischen Verkehr eine Reservation. Die ICE und EC sind in der Schweiz nicht zuschlag- und reservationspflichtig.

Gewisse Züge führen Panoramawagen. Wenn bei diesen die Möglichkeit zur Resevierung besteht, ist diese Möglichkeit zu nutzen. Bei den MOB Panoramazügen sind die Sitzplätze der 1. Klasse teilweise reservierungspflichtig.

Bitte beachten Sie, dass Sie vor Antritt einer Bahnfahrt in Besitz eines gültigen Fahrausweises sind, da in den Zügen, wo kein Zugschef mitfährt, kein Fahrkartenverkauf stattfindet. Auf im Zug gekaufte Fahrausweise wird ein Zuschlag verrechnet.

[Bearbeiten] Bus

Es verkehren auch diverse Fernbuslinien in die Schweiz. Vor allem aus/ nach den osteuropäischen Ländern, dem Balkan sowie Spanien und Portugal besteht ein breites Angebot. Angesteuert werden vor allem die Städte Zürich, Basel, Bern, St. Gallen, Lausanne und Genf. Informationen zum Fahrplan- und Preisangebot liefern vor allem die Seiten von EuroLines Schweiz sowie diejenige des Busbahnhofs Genf. Nationale Fernbuslinien hingegen sind wegen des dichten Bahnnetzes bis auf die Post-Auto-Linien Chur - Bellinzona (praktisch stündlich) und St. Moritz - Lugano (selten) keine vorhanden.

[Bearbeiten] Auf der Strasse

Die meisten an die Schweizer Grenze führenden Autobahnen haben einen Autobahngrenzübergang oder zumindest eine hochwertige weiterführende Strasse. Von Deutschland aus sind die Hauptrouten: Von Frankfurt den Rhein entlang nach Basel, von Stuttgart über Singen nach Schaffhausen, von München über Bregenz zum Grenzübergang Lustenau bei St. Margrethen, welcher auch bei Anreise von Österreich über den Arlberg verwendet wird. Von Südfrankreich her ist der Übergang bei Genf der wichtigste, vom Elsass fährt man über Basel. Von Italien, wenn man über Mailand fährt, wird natürlich der Übergang Chiasso verwendet.

Beachten Sie auch den Hinweis zu Navigationsgeräten unter Mobilität.

[Bearbeiten] Schiff

Obwohl die Schweiz ein Binnenland ist, kann sie theoretisch mit dem Schiff erreicht werden, z.B. mit einer Flusskreuzfahrt auf dem Rhein oder über den italienischen Teil des Langensees (Lago Maggiore), ebenso auch mit der Bodensee-Fähre Friedrichshafen-Romanshorn (mit Autoverlad). Die vielen prächtigen Seen lohnen Ausflüge per Schiff: so etwa zwei der grössten Seen Europas, der Boden- und der Genfersee, die grösste Raddamperflotte Europas auf dem verwinkelten Vierwaldstättersee oder eine Dreiseen-Rundfahrt im westlichen Mittelland.

Besonders attraktiv: Die Fahrscheine der Bahn gelten oft auch für Schiffe, die dieselben Ortschaften verbinden. In Zürich zum Beispiel gilt das Tram-/ Busbillett auch fürs Limmatschiff, mit dem man für sehr wenig Geld eine herrliche Rundfahrt in Limmat und See geniessen kann. Entsprechendes gilt für die Strecke Zürich-Rapperswil und auf anderen Seen.

[Bearbeiten] Mobilität

Das öffentliche Verkehrssystem in der Schweiz ist gut ausgebaut. Die meisten Dörfer haben im Halbstunden-Takt Verbindungen in die nächstgrössere Stadt. Selbst abgelegene Dörfer können meist mit der Bahn oder dem Postauto erreicht werden. Die grösseren Städte mit ihren Agglomerationen verfügen über ein dichtes öffentliches Verkehrsnetz. Der Fahrplan lässt sich online abrufen.

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) bieten für Reisende aus dem Ausland diverse Pauschalangebote an. Mit dem "Swiss Pass" etwa erhalten Reisende während 4, 8, 15, 22 Tagen oder einem Monat freie Fahrt auf den meisten Bahn-, Postauto- und Schifffahrtslinien. Davon ausgenommen sind allerdings viele Bergbahnen. Gültig sind auch Interrail-Tickets.

Wer einen Tagesausflug plant, findet vielleicht bei Railaway ein vergünstigtes Angebot.

Günstige Tageskarten gibt es auch bei fast allen Gemeinden in der Schweiz, die für ihre Einwohner (und auch alle anderen Personen) unpersönliche Generalabonnements zur Verfügung stellen (Fr. 30 - 35 pro Tageskarte). Dazu braucht man kein Halbtaxabo. Hier die Liste der angeschlossenen Gemeinden: Tageskarten Gemeinde

Wer zu Unzeiten reisen kann, findet die billigsten Last-Minute-Billette im Internet unter Click and Rail

Mitte Dezember 2004 wurde die Fahrplanreform Bahn2000 eingeführt. Grössere Städte wurden, soweit nicht schon geschehen, im Halbstunden-Takt miteinander verbunden. In der Agglomeration Zürich konnte jedoch der Fahrplan nicht stark ausgebaut werden, da das Netz des Zürcher Verkehrsverbunds schon beinahe ausgelastet ist.

[Bearbeiten] Auto/ Motorrad

Kleinere Bergstrassen sind sehr kurvenreich und können anstrengend zu fahren sein. Das Schweizer Strassennetz ist das dichteste auf der ganzen Welt. Jeder Ort ist damit zu erreichen, ausser wenn Naturgewalten die Zufahrt sperren. Grundsätzlich werden die Strassen aber wenn immer möglich befahrbar gemacht.

Vier Tipps für den Strassenverkehr:

  1. Auf kleinen Strassen vor unübersichtlichen Kurven hupen, vor allem auf Passstrassen in den Alpen
  2. Der Postautos haben auf Bergpoststrassen - gekennzeichnet mit einem gelben Horn auf blauem Grund - Vorfahrt
  3. Das hinauffahrende Fahrzeug hat Vorfahrt vor dem abwärtsfahrenden
  4. Nicht so schnell wie die Einheimischen fahren, diese kennen die Strecke besser

Um die Autobahnen benutzen zu dürfen, muss eine Vignette für 40 Franken gekauft werden. Man kann sie an der Grenze bei der Einreise erwerben, sie gilt für beliebig viele Fahrten innerhalb eines Kalenderjahres. Es gibt keine Wochen- oder Monatskarten.

Geschwindigkeitsbeschränkungen: 120 km/h auf Autobahnen, 80 km/h auf Landstrassen, 50 km/h innerorts. In vielen Dörfern wurden auch Tempo 30-Zonen eingerichtet. Es empfiehlt sich, diese Grenzen einzuhalten, die Strafen können empfindlich teuer werden.

In der Schweiz gilt ein Blutalkoholgrenzwert im Strassenverkehr von 0,5‰. Generell sollte bei Konsum von Alkohol das Auto stehengelassen, der öffentliche Verkehr genutzt oder ein Taxi gerufen werden.

Navigationsgeräte: Achtung, das Mitführen von gespeicherten "Blitzern" ist verboten und wird mit dem Einziehen des Gerätes und bis zu 3000 Franken Strafe geahndet. Auch wenn diese sogenannten Points of Interest bereits so mitgeliefert werden, dürfen sie nicht im Gerät gespeichert sein. Zwar wird über eine Abschaffung dieser Vorschrift diskutiert, aber noch ist sie gültig.

[Bearbeiten] Fahrrad

siehe auch Veloland Schweiz

Auch Fahrradreisen sind möglich und haben ihren besonderen Reiz. In Verlängerung des Rheintalradweges lässt sich die Schweiz erreichen oder im Rahmen einer Bodenseeumrundung. Innerhalb der Schweiz gibt es ein gut konzipiertes Fernradwegenetz, darüber hinaus bieten die diversen Alpenpässe Herausforderungen für sportliche Insider.

[Bearbeiten] Zu Fuss

Am besten kann man die Schweiz kennenlernen, wenn man sie zu Fuss durchwandert.

Die Schweiz hat ein dichtes, gut ausgebautes und markiertes Netz von Wanderwegen mit in der ganzen Schweiz einheitlichen gelben Wegweisern, die Richtung, Zeitbedarf und Zwischenziele angeben, wobei Wanderwege mit gelben Rauten, Bergwege mit rot-weiss-roten Streifen und alpine Routen (schwierig) blau-weiss-blau markiert sind. Markierung der Wanderwege
Eine Wanderbrücke im Schweizer Nationalpark
Eine Wanderbrücke im Schweizer Nationalpark

Die Schweizer Landkarten sind traditionellerweise ebenfalls ausgezeichnet, für Wanderungen empfehlen sich die 1:25 000 oder 1:50 000 Ausgaben oder die speziellen Wanderkarten 1:50 000 Schweizerische Landestopografie: Kartenindex.

Es gibt Dutzende von Fernwanderroutenzende von Fernwanderrouten kreuz und quer durch die Schweiz, zum Beispiel:

Hier eine umfassende Liste der Schweizer Trekkingrouten und ein Link um seine Tagestour genau und unkompliziert zu erörtern. Tagestouren

Es lohnt sich, einmal ein paar Tage oder Wochen von Ort zu Ort zu gehen, zur Ruhe zu kommen, den Stress hinter sich zu lassen und Landschaft und Leute hautnah zu erleben.

Für jene, die nur einen Tag Zeit haben und Wanderideen suchen:

[Bearbeiten] Für Eisenbahnfreunde

In der Schweiz fahren mit Ausnahme der Brienzer Rothornbahn alle Bahnen elektrisch. Es gibt sehr viele interessante Bergbahnen.

Fast alle Normalspurbahnen in der Schweiz (SBB, BLS, SOB, ...) fahren elektrisch mit 16.7 Hertz, 15'000 Volt. Dazu besitzt die SBB ein eigenes Hochspannungsnetz, welches mit Einphasenwechselstrom der Frequenz 16,7 Hertz und einer Spannung von 110 kV betrieben wird. Die bahneigenen Hochspannungsleitungen sind leicht daran zu erkennen, dass die Zahl der Leiterseile auf den Masten kein ganzzahlig vielfaches von 3 ist.

Besonders zu erwähnen ist auch die Dampfbahn Furka-Bergstrecke. Diese verkehrt ausschliesslich mit Dampflokomotiven im Juni bis Oktober zwischen Realp (UR) über die Furka (Furkascheiteltunnel) nach Gletsch (VS). Der Weiterausbau bis zum Endziel Oberwald (VS) ist im Gang. Diese Fahrt führt durch besonders schöne Gegenden und vorbei am Rhônegletscher. Sehr zu empfehlen.

[Bearbeiten] Sprache

In der Schweiz gibt es vier Landessprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Über 60 Prozent der Bevölkerung sind deutscher Muttersprache. Gut 20 Prozent sprechen Französisch, 6 Prozent Italienisch, knapp ein Prozent spricht Rätoromanisch. Viersprachig sind die meisten Schweizer also nicht. Die meisten können sich aber in Englisch und in einer oder mehrerer der anderen Landessprachen verständigen.

In der Deutschschweiz gibt es eine Vielzahl regional unterschiedlicher Dialekte. Die Hochsprache lernen die Kinder erst in der Schule. Die Unterrichtssprache ist in den deutschsprachigen Kantonen Hochdeutsch. Für die Dialekte gibt es keine einheitliche Schreibweise. Dialekt wird grundsätzlich so geschrieben, wie gesprochen wird. Nebst der deutschen Hochsprache wird zumindest eine Fremdsprache unterrichtet. In den meisten Kantonen ist die erste Fremdsprache Französisch, in einigen Kantonen Englisch oder Italienisch. Derzeit gibt insbesondere in der Ostschweiz Bestrebungen, Englisch zur ersten Fremdspache in den Schulen zu machen.

[Bearbeiten] Einkaufen

Die in der Schweiz verwendete Währung ist der Schweizer Franken, abgekürzt Sfr. oder CHF. Werte unter einem Franken werden in der Deutschschweiz "Rappen", in der Romandie "Centimes" und im Tessin "Centesimi" genannt. Ein Franken entspricht dabei 100 Rappen.

Der Euro wird in vielen Läden (und auch auf vielen Poststellen) als Zahlungsmittel akzeptiert, das Wechselgeld wird aber in der Regel in Schweizer Franken bezahlt. Wegen des Wechselkursverlustes ist die Verwendung von Euro als Zahlungsmittel aber nur im Einzelfall (z.B. auf der Durchreise) sinnvoll. Geld gewechselt wird von der SBB (Wechselstuben in den grösseren Bahnhöfen), den Banken und grösseren Poststellen (letztere allerdings nur Euro). An Orten wo man mit Euro bezahlen kann, sind oft mit einem €-Zeichen markiert, wie beispielsweise Telefonzellen, Kioske, etc.

[Bearbeiten] Küche

Die Schweizerische Küche ist geprägt durch Einflüsse aus der Italienischen, Deutschen und der Französischen Küche. Bekannte Schweizerische Gerichte sind das Raclette, das Fondue, die Älpermagronen, das Zürcher Geschnetzeltes und Rösti. Desweiteren bekannt ist Käse und Schokolade.

[Bearbeiten] Nachtleben

Das Schweizer Nachtleben bietet für jeden Geschmack etwas. Besonders in den Grossstädten findet man auch während der Woche zahlreiche Partys. Die Clubs und Bars haben meistens auch unter der Woche bis in die frühen Morgenstunden geöffnet. Eine fast lückenlose Übersicht über Clubs, Bars und Parties findet man im weltweiten Netz unter www.partyguide.ch.

In allen grösseren Städten finden sich grosse Angebote von Konzerte und Clubs. Alle möglichen Musikstile sind vertreten. Die Eintrittspreise und Getränke sind insbesondere in den Grossstädten sehr teuer. Inhaber der Euro26-Jugendkarte erhalten oft Vergünstigungen oder Getränkegutscheine.

Das Mindestalter für den Einlass in die Clubs beträgt meistens zwischen 18 und 21 Jahren. Harter Alkohol und Wein wird ab 18 Jahren, Bier ab 16 Jahren ausgeschenkt.

[Bearbeiten] Aktivitäten

Sportliche Betätigung wird in der Schweiz gross geschrieben. Viele Leute gehen regelmässig ins Fitnesszentrum, turnen, schwimmen, wandern oder fahren Velo. Touristen staunen immer wieder, wie an einem Sonntag morgen die Zürcher Bahnhofhalle im Sommer von Leuten mit Rucksäcken, im Winter von Sportlern mit Sportgeräten bevölkert ist. Dank der günstigen Mobilität-Ausflugsbilletten und guten Zugverbindungen wird das Angebot rege benützt.

siehe auch Skigebiete in der Schweiz

[Bearbeiten] Unterkunft

Betreffend Schlafmöglichkeiten gibt es in der Schweiz, wie auch in den meisten Europäischen Ländern, ein sehr breites Angebot. Dies beginnt bei 5-Stern-Hotels und geht bis hin zum Campingplatz, Jugendherberge oder einer Übernachtungsgelegenheit in einer Scheune im Stroh. Preislich gesehen sind Übernachtungen in der Schweiz eher dem oberen Preissegment zuzuordnen.

Richtpreise:

  • 5-Sterne-Hotel: ab ca. CHF 350 pro Person & Nacht
  • 4-Sterne-Hotel: ab ca. CHF 180 pro Person & Nacht
  • 3-Sterne-Hotel: ab ca. CHF 120 pro Person & Nacht
  • 2-Sterne-Hotel: ab ca. CHF 80 pro Person & Nacht
  • Herbergen: ab ca. CHF 30 pro Person & Nacht.

Die Preise der Schweizer Jugendherbergen befinden sich auf dem in Europa üblichem Niveau. Die Unterbringung ist etwas einfacher als in Deutschland, dafür ist das Frühstück und Abendessen meist besser.

In Hotels ist das Trinkgeld inbegriffen. Für spezielle Leistungen ist ein kleines Trinkgeld jederzeit willkommen.

[Bearbeiten] Lernen

Die Freizeit wird oft auch zur Weiterbildung benützt. Gemäss einer Studie sind Schweizer Erwachsene Weltmeister der Weiterbildung. Sprach-, Koch- und Computerkurse haben regen Zulauf. Viele Schweizer engagieren sich in Vereinen, so gibt es kaum jemanden, der nicht in einem Verein oder einer anderen Gesellschaft Mitglied ist.

[Bearbeiten] Arbeiten

Für die meisten Stellen im Dienstleistungssektor wird die Kenntnis der lokalen Landessprache vorausgesetzt.

[Bearbeiten] Feiertage

In der Schweiz gibt es nur 4 Feiertage, die im gesamten Land arbeitsfrei sind: Neujahr, Auffahrt (in Deutschland: Christi Himmelfahrt), Bundesfeier (1. August, Nationalfeiertag) und Weihnachtstag (25. und 26. Dezember). In weiten Teilen der Schweiz werden ausserdem Karfreitag, Ostermontag, Pfingstmontag und Stephanstag (in Deutschland: 2. Weihnachtsfeiertag) begangen.

Diese acht Tage sind die offizellen Feiertage, an denen der öffentliche Fernverkehr (SBB. usw) wie an Sonntagen fährt (Fahrplanvermerk; † = Sonn- und Feiertage), wobei die Unterschiede oft nur minimal sind. Dies gilt nicht für die Städtischen Verkehrsbetriebe. Diese beachten die regionalen Feiertage und haben dementsprechend stark unterschiedliche Fahrpläne.

Ausser dem 1. August ist die Regelung der Feiertage Angelegenheit der Kantone, so dass es von Kanton zu Kanton erhebliche Unterschiede gibt. Weiterhin wird an bestimmten traditionellen Festtagen nicht oder nur eingeschränkt bzw. verkürzt gearbeitet, obwohl diese Tage nicht als gesetzliche Feiertage anerkannt sind. Nicht selten betreffen solche Ereignisse nur bestimmte Bezirke eines Kantons oder sogar nur einzelne Gemeinden.

[Bearbeiten] Sicherheit

Die Kriminalität in der Schweiz ist sehr niedrig. In den Städten besteht ein leicht erhöhtes Risiko Opfer von Taschendieben zu werden. Fahrräder sollten immer abgeschlossen werden, wenn sie aus den Augen gelassen werden. In grösseren Städten ist auch bei älteren Fahrrädern ein gutes Schloss empfehlenswert.

[Bearbeiten] Gesund bleiben

Die Schweiz bietet einen hohen Standard in der Gesundheitsversorgung. Jede Stadt hat ihr eigenes Spital. In den grösseren Spitälern sind die Formulare und das Personal auch mehrsprachig. Jeder Punkt in der Schweiz kann von der REGA (Notnr. 1414, Rettungsflugwacht - Garde Aérienne) innerhalb von 10 Minuten per Helikopter erreicht werden. Im Wallis ist die Air Glaciers (Notnr. 1415) für die Rettungen per Helikopter zuständig.

Es bestehen keine Probleme mit Nahrungsmitteln in der Schweiz. Leitungswasser ist überall trinkbar, ausser es wird anders vermerkt. Die Brunnen, die man häufig in Dörfern aber auch Städten antrifft, spenden grundsätzlich immer Trinkwasser. In seltenen Fällen ist es jedoch markiert, das es kein Trinkwasser ist. In der Romandie ist in dem Fall eine Bemerkung Eau non potable angebracht.

[Bearbeiten] Klima

Die den Kurort St. Moritz umgebenden Berge und der See von St. Moritz
Die den Kurort St. Moritz umgebenden Berge und der See von St. Moritz

Erhebliche Unterschiede sind bedingt durch die Höhenlage und die Richtung der Gebirge. In den Alpen bleibt ab ungefähr 2'600 m der Schnee an allen Stellen liegen, wo er haften kann; daher die Firnmeere der hohen Bergmulden, während schroffe Felswände, auch wenn sie über der Schneegrenze liegen, das nackte Gestein zeigen. Der grössere Teil des Landes, das gesamte Rheingebiet, ist nach Norden ausgerichtet; umgekehrt die Südseite des Gebirges, z.B. das Tessin. Daher der grosse Unterschied beider alpiner Seiten nach Klima und Organismen. Die mittlere Jahreswärme der Hochebene beträgt 8-10° C, in Lugano 11,6°C. Auch das untere Rhônetal zeichnet sich durch eine hohe Sommerwärme und geringe sommerliche Niederschläge aus. In St. Gallen, am Eingang in das Voralpenland, erreicht das Jahresmittel bloss 7,4°C, in dem hohen, von Schnee- und Gletschermassen umgebenen Zermatt nur 3,5°C. Man zählt im Süden ca. 120, im Norden 145 bis 165 jährliche Regentage. Die Regenmenge (der Schnee in Wasser verwandelt) bewegt sich zwischen 700 und 2'000 mm; sie beträgt z. B. in Sion (Wallis) 598, in Bern 1'028, in Neuenburg 932, in Einsiedeln 1'753 und in Lugano 1'545 mm. Höhere Alpengegenden besitzen einen beträchtlichen Schneefall. Bei dem Hospiz des St. Bernhard z.B. beträgt er oft in einem Monat weit über 2 m, und um Bevers (Oberengadin) liegt, bei einem Gesamtschneefall von über 3 m, die weisse Decke nicht selten 5-6 Monate lang auf der Talfläche. Nebel sind im Mittelland häufig, besonders in Sumpf- und Wassergegenden, z. B. im Seeland. Ein eigentümlicher Wind ist der warme Föhn. Im ganzen ist das Schweizer Klima der Gesundheit zuträglich, namentlich die Bergluft rein und stärkend. Darum stehen die Alpenkurorte im günstigsten Ruf, während einige milde, vor rauhem Wind geschützte Lagen (Gersau, Montreux, Lugano) zum Herbst- und Winteraufenthalt sich empfehlen.

[Bearbeiten] Respekt

Grundsätzlich gelten in der Schweiz ähnliche Regeln des Anstandes und des gegenseitigen Respekts wie in anderen westeuropäischen Ländern auch. Dennoch sind einige kleine Unterschiede erwähnenswert:

  • Es gilt ein unausgesprochenes Understatement. Bescheidenheit wird als angenehm empfunden.
  • Beim Anstossen mit einem Glas Bier oder Wein ist mit dem Partner Augenkontakt herzustellen. Die französische Art, sich bereits der nächsten Person zuzuwenden gilt als eher unhöflich. Anstossen überkreuz soll Unglück bringen, ist also zu vermeiden.
  • Bei der Begrüssung sollte man auf einen angenehm festen Händedruck achten. Zaghafter, schwammiger oder übermässig starker Händedruck wird nicht sehr geschätzt.
  • Freunde und gute Bekannte geben sich drei [sic!] Küsse auf die Wangen - links, rechts, links. Es gilt als versnobbt, wenn sich die Wangen nicht berühren.

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

Die Internationale Vorwahl lautet: +41 bzw. 0041. Wird diese internationale Vorwahl verwendet, so fällt die führende Null bei den Nummern weg. Aus 021 123 45 67 wird also 0041 21 123 45 67.

Will man aus der Schweiz ein internationales Gespräch führen, ist vor der Länderzähl eine Doppelnull zu wählen. Beispiel: Deutschland 0049 + nationale Ruffnummer

Es gibt drei Mobilnetzanbieter, die jeweils ein eigenes Netz betreiben: Swisscom, Orange und Sunrise. Grundsätzlich kann man sagen, dass Swisscom die beste Abdeckung bietet, allerdings auch die höchsten Gebühren verlangt. Die Unterschiede betreffend Kosten und Empfangsleistung sind jedoch nicht signifikant. Die Abdeckung ist auch in ländlichen Gebieten bei allen Providern vorbildhaft. Wer günstiger telefonieren mag, kann sich bei Migros/ Coop eine Prepaid-Karte mit 15 Franken Guthaben inkl. Handy für etwa 60 Franken zulegen. Damit telefoniert man meistens günstiger als mit einem teureren Abo, ausser als Vieltelefonierer.

Auch bei Gesprächen vom Festnetz innerhalb derselben Ortsvorwahl ist diese mitzuwählen. Schweiz intern ist die normalen Telefonnummer zehnstellig (031 999 99 99) und auch so zu wählen. Bei internationalen Gesprachen in die Schweiz ist die Null wegzulassen (+41 31 999 99 99).

[Bearbeiten] Postnetz

In der Schweiz gibt es ein dichtes Postnetz der schweizerischen Post, die Schalter grösserer Poststellen haben meisten Montag bis Freitag von 8 bis 18.30 Uhr geöffnet und meist auch Samstag vormittag geöffnet (kleinere Poststellen haben oft sehr eingeschränkte Öffnungszeiten). Bei den Briefkästen ist die Leerungszeit zubeachten, diese kann nur einmal pro Tag sein, und dies schon morges sehr früh (bei Briefkästen mit mehreren Leerungen, eigene Anschrift für A-Post).

Tarife für einen Standardbrief oder eine Postkarte (B5 bis 20g):

Ziel Tarif Zustelldauer Preis
Schweizweit A-Post / PRIORITY nächster Werktag 1.-
B-Post / ECONOMY 2-3 Tage 0.85 CHF
Europa PRIORITY 1.30 CHF
ECONOMY 1.20 CHF
übrige Länder PRIORITY 1.80 CHF
ECONOMY 1.40 CHF

PRIORITY ist die schnellere Versandsart, ECONOMY die billigere.

[Bearbeiten] Auslandsvertretungen

Die meisten Botschaften befinden sich in Bern. Die grösseren Länder haben aber zusätzlich in Genf und/ oder Zürich teilweise auch Lugano Konsulate.

  • Bundesrepublik Deutschland:

Eine Übersicht aller Botschaften in der Schweiz findet man auf der Internetseite des EDA. Die Schweizerischen Vertretungen im Ausland findet man auf der Internetseite des EDA.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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