San Carlos de Bariloche

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San Carlos de Bariloche ist die größte Stadt in den Südanden Argentiniens und hat etwa 90.000 Einwohner. Wegen der bilderbuchhaft schönen Lage im Andenraum der Provinz Río Negro ist die Stadt nach Mar del Plata und Villa Carlos Paz das drittbeliebteste Touristenziel Argentiniens, mit mehr als einer Million Besucher pro Jahr. Besonders voll ist die Stadt im Winter in der Skisaison.


Das Luxushotel Llao Llao in Bariloche
Das Luxushotel Llao Llao in Bariloche
Kurzdaten
Fläche: km²
Höhe: 750 m
Einwohner: 90.000

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Hintergrund

Bariloche wurde zwar nicht von Deutschen gegründet, aber es war der deutsche Carlos Wiederholt, der Ende des 19. Jahrhunderts Land kaufte, parzellierte und es deutschen und schweizerischen Auswanderern anbot. Davon machten offenbar viele Gebrauch, denn wenn man das Telefonbuch aufschlägt, findet man z.B. 11-mal den Namen Schmidt und 10-mal Schultz oder Schultze. 1902 wurde Bariloche zur Stadt erklärt. Die Stadt hat 90.000 Einwohner, liegt 775 m hoch und wunderschön am Lago Nahuel Huapi. Bariloche ist wohl das beliebteste Ziel aller Klassenfahrten in Argentinien, aber auch andere Touristen bis hin zu Brasilianern und US-Amerikanern zieht es in die größte Stadt der Provinz Río Negro. Es liegt in einer alpenähnlichen Landschaft am See Nahuel Huapí, der von waldbedeckten Bergen gesäumt ist. Auch die Architektur ist in weiten Teilen den Alpen nachempfunden.

[Bearbeiten] Anreise

[Bearbeiten] Mit dem Flugzeug

Bariloches Flughafen ist nach Buenos Aires, Córdoba und Rosario der viertaktivste Argentiniens. Es gibt Flüge in eine Handvoll Großstädte, die meisten nach Buenos Aires.

[Bearbeiten] Mit der Bahn

Ein preisgünstiger, empfehlenswerter Zug verkehr ein- (Nebensaison) bis zweimal (Hauptsaison) die Woche von Viedma über San Antonio Oeste aus (Anschluss nach Buenos Aires und andere Städte per Bus möglich). In der Hauptsaison fährt zudem der Arrayanes-Express, der etwas teurer ist, dafür im Komfort an die alten Luxuszüge der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts anknüpft und Restaurant mit Livemusik, Kino und sogar einen Discowagen bietet.

Einige Züge bieten Autotransport (nicht alle, wie die Seite glauben lassen will!) daher am besten anfragen. Weblink: Tren Patagónico

[Bearbeiten] Mit dem Bus

Bariloche ist von ganz Argentinien aus mit Direktbussen zu erreichen. Der Bsubahnhof liegt 2 km vom Centro Cívico (Bürgerzentrum) entfernt.

[Bearbeiten] Auf der Straße

Die meisten werden Bariloche wohl über die Ruta 22 (Bahía Blanca-Neuquén) und Ruta 237 (Neuquén-Bariloche) erreichen, die recht gut ausgebaut ist. Eine Alternative ist die Ruta 23 (San Antonio Oeste - Bariloche) über die wilde Meseta-Landschaft, vor allem wenn man vom Meer, etwa Las Grutas, kommt. Sie ist allerdings noch nicht vollständig geteert (mit der Fertigstellung wird für Ende 2008 gerechnet).

[Bearbeiten] Mobilität

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Besondere architektonische Sehenswürdigkeiten sucht man vergeblich. Die Alpen-Architektur hat jedoch auch ihren Reiz- wenn sie einen nicht ermüdet.

Blick über den Lago Nahuel Huapi
Blick über den Lago Nahuel Huapi

[Bearbeiten] Aktivitäten

In der Umgebung ist fast alles möglich: Wandern und Trekking, Kanufahren (Rafting ist sehr beliebt), Drachen- und Gleitschirmfliegen, Flugexkursionen, Fischen, Bergsteigen, Schwimmen in den Nebenarmen des Nahuel Huapí (der See selbst ist etwas kalt) und im Winter natürlich Skifahren auf dem Cerro Catedral, dem bedeutendsten Skizentrum Lateinamerikas.

Valle Encatado
Valle Encatado

[Bearbeiten] Einkaufen

Schokolade ist das bekannteste Produkt von Bariloche. Sie ist wirklich sehr schmackhaft und in allen möglichen Geschmacksrichtungen zu erstehen.

[Bearbeiten] Küche

Auch in der Küche orientiert sich Bariloche an Mitteleuropa. Viele Restaurants haben deutsche Namen. Dennoch kann man heute natürlich auch internationale Kost und typisches argentinisches Asado erstehen.

[Bearbeiten] Günstig

[Bearbeiten] Mittel

  • Im schweizerischen Restaurant Casitra Suiza stehen Forellen auf der Speisekarte. Die Fische waren entweder tief gefroren oder nicht von heute, denn sie waren trocken.
  • Restaurant im Hotel Edelweiß. Abendessen ab 20:45. Die Linsensuppe schmeckt sehr gut. Das Cordero (Lammbraten) auch.
  • Restaurant der Familia Weiß. Cordero (Lammbraten)und Lomo schmecken sehr gut.

[Bearbeiten] Gehoben

  • Das Restaurant des Hotels Llao Llao liegt traumhaft schön und es ist durch die reiche und warme Innenausstattung sehr anheimelnd. Der Service im Restaurant ist sehr gut. Im Llao Llao Hotel sind die Preise doppelt so hoch wie anderswo, aber die Qualität der Speisen lässt leider zu wünschen übrig. Die Rehmedaillons und auch das Lamm waren zäh. Der Ziegenkäse war hervorragend.

[Bearbeiten] Nachtleben

[Bearbeiten] Unterkunft

Hotels gibt es wie Sand am Meer.

[Bearbeiten] Günstig

[Bearbeiten] Mittel

  • Hotel Nevada**** Rolando 250 Tel: 52-2778 Fax: 52-7914. Ein zentral gelegenes ordentliches Haus.

[Bearbeiten] Gehoben ==

  • Llao Llao***** auf der gleichnamigen Halbinsel, etwa 10 km außerhalb. 5-Sterne-Luxushotel der Extraklasse mit weltberühmten Blick auf den See, beliebtes Fotomotiv.

[Bearbeiten] Lernen

[Bearbeiten] Arbeiten

[Bearbeiten] Sicherheit

[Bearbeiten] Gesundheit

[Bearbeiten] Klarkommen

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

[Bearbeiten] Ausflüge

Beliebte Ziele in der Nähe Bariloches:

  • Nationalpark Los Arrayanes - Ein einmaliger Feuchtwald mit den roten Arrayán-Bäumen.
  • Villa La Angostura - Kleines, aber feines Feriendorf, 100 km nördlich an der gegenüberliegenden Seite des Sees.
  • San Martín de los Andes - Größtes Ferienzentrum der Provinz Neuquén, am See Lácar und nahe des Nationalparks Lanín mit Vulkanen und Berglandschaften gelegen. Ca. 150 km nördlich.
  • El Bolsón, alte Hippie- und Naturliebhaber-Kolonie, heute Rucksacktouristen-Paradies mit vielen Campingplätzen. 100 km südlich.
  • Ruta Siete Lagos (Rundfahrt sieben Seen) ist eine landschaftlich schöne Rundfahrt, die man mit dem Auto an einem Tag bewältigen kann. Einige Strecken sind aber noch nicht asphaltiert und im Sommer sehr staubig. Die Straße führt an sieben Seen vorbei, durch Bambuswälder und das schroffe Valle de Encatado.
Der wunderschöne Vulkankegel Osorno - vom Lago Todos los Santos (Allerheiligen) aus gesehen
Der wunderschöne Vulkankegel Osorno - vom Lago Todos los Santos (Allerheiligen) aus gesehen
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  • Die Cruce de Lagos wird von Reisebüros angeboten. Es ist eine kombinierte Schiffs- und Bustour nach Puerto Montt in Chile am Pazifik. In der Nähe des Llao Llao Hotels fährt frühmorgens der Katamaran „El Condor“ ab. Er bringt die Reisenden quer über einen Arm des Lago Nahuel Huapi nach Puerto Blest. Die Fahrt dauert eine Stunde. Der höchste Berg der Region, der 3.478 m. hohe Tronador grüßt mit seinen 3 Spitzen zum ersten Mal. In Puerto Blest geht man an Land und besteigt einen Bus, der die Reisenden in ein paar Minuten zum Lago Frias bringt. Der Lago Frias ist im Gegensatz zum Nahuel Huapi ein Gletschersee mit seiner typischen milchig trüben Farbe. Ein kleinerer Katamaran bringt die Reisenden nach Puerto Frias an der Grenze zu Chile. Die Ausreiseformalitäten sind zeitlich etwas aufwändig und sehr formal. Mit dem Bus geht es sodann weiter über eine schmale unbefestigte Passstraße nach Peulla. Nach einer Mittagspause besteigt man wieder einen Katamaran. Nun beginnt der spektakuläre Teil der Reise. Während der Fahrt auf dem Lago Todos los Santos (Allerheiligen) von Peulla nach Petrohue sieht man 3 hohe schneebedeckte Berge. Zunächst erblickt man nochmals den Tronador. Nach einer Biegung kommt der bizarre Gipfel des 2.190 m hohen Vulkans Puntiagudo in Sicht. Der eigentliche Grund der nicht gerade billigen (US-$ 160 im Januar 2005) Cruce de Lagos kommt nun auch ins Blickfeld: Der besonders schöne 2.652 m hohe Vulkan Osorno. Er hat eine ebenmäßige Kegelform. Seine Spitze ist bis weit nach unten mit Schnee bedeckt. Ein wunderschöner Anblick. Man fährt geraden Weges auf den Osorno zu. Er bleibt im Blickfeld für eine längere Zeit, so dass man ihn in unterschiedlichem Licht bewundern kann. In Petrohue warten Busse. Auf der Fahrt nach Puerto Varas am großen Lago Llanquihue hält der Bus noch für 30 Minuten am Salto de Petrohue. Dieser kurze Aufenthalt lohnt sich sehr, denn vor der Kulisse des Osorno stürzt sich der Rio Petrohue mit Getöse durch schwarze Lavahindernisse etwa 10 Meter in die Tiefe. Puerto Varas und andere Orte am Lago Llanquihue wurden Ende des 19. Jahrhunderts von Deutschen besiedelt. Die Landschaft, die Orte, die Häuser, alles sieht sehr deutsch aus. Die Fahrt geht weiter durch Puerto Varas zum Ziel Puerto Montt am Golfo de Ancud (Pacifico).

Man kann mit einer Buslinie nach San Carlos de Bariloche zurückfahren. Die Fahrkarten sollte man schon in Bariloche im Reisebüro kaufen.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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