Salvador da Bahía

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Salvador da Bahía (oder einfach nur Salvador) war bis 1763 Hauptstadt von Brasilien und liegt in der größten Bucht des Landes, der einige wunderschöne Inseln vorgelagert sind. Es handelt sich um eine Metropole, in der katholischer Glaube und westliche Kultur wunderbar und friedlich vermischt mit afrikanischen Riten und afrikanischer Religion zusammen existieren. Diese Religion nennt sich Candomblé.

Salvador

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Stadtteile

Historisches Zentrum

Pelourinho - Altstadt

Touristischer Mittelpunkt der Stadt.

[Bearbeiten] Hintergrund

[Bearbeiten] Anreise

[Bearbeiten] Flugzeug

[Bearbeiten] Bahn

[Bearbeiten] Bus

Leuchtturm

Rio de Janeiro - Salvador (28 Stunden)

Ab Busbahnhof RODOVIÁRIA NOVO RIO mit Itapemirim

Großartige Gelegenheit Land und Leute kennen zu lernen. Auf der Reise durchquert man u. a. den Bundesstaat Minas Gerais mit seinen endlosen Kaffeeplantagen und die Landschaft wechselt allmählich vom sattem Grün des atlantischen Waldes in eine spärliche und westernähnliche Savanne.

[Bearbeiten] Auto

[Bearbeiten] Schiff

[Bearbeiten] Mobilität

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Elevador de lacerda

Pelourinho - Altstadt Die Altstadt von Salvador wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der barocke Stadtkern mit der einmaligen Aussicht über die Bucht Todos os Santos lädt ein zum Besuch von tausend Kirchen und zum Verweilen auf einem der vielen Hauptplätze. Der Pelo, wie die Altstadt liebevoll von den Einwohnern genannt wird,stellt den touristischen Mittelpunkt der Stadt dar.

Von der Terrasse beim Praça da Sé überblickt man die majestätische Baia de Todos os Santos (die Allerheiligen-Bucht). Läuft man weiter Richtung Altstadt überquert man dabei den Platz Terreiro de Jesus. Auf diesem Platz, wo früher viele religiöse Riten gefeiert wurden, wirst Du unweigerlich umgarnt von Haarknüpfern, vielen Straßenkindern und armen Leuten, die dir irgend ein frommes Armbändchen andrehen wollen (angeblich ein Geschenk - doch was ist schon gratis?). Hast du es bis zum Largo do Pelourinho geschafft, so wirst du eine himmelblaue, in Rokoko gehaltene Kirche (Igreja NS do Rosário dos Pretos) entdecken (Siehe Bild oben). Versuche am Sonntag morgen (0900 Uhr) eine Messe mitzufeiern. Ein guter Einstieg, um die schwärzeste Stadt ausserhalb Afrikas kennen zu lernen. Die Kirche wurde in einer Bauzeit von 100 Jahren und in Fronarbeit erbaut, dies ausschließlich von schwarzen Sklaven und zwar in ihrer eh schon spärlichen Freizeit.


Karneval

Der Carnaval do Salvador da Bahía ist berüchtigt und wird von vielen Brasilianern für besser und lebhafter erachtet als der international besser bekannte Karneval von Rio de Janeiro. Selbstverständlich wird dich jeder Carioca vom Gegenteil überzeugen wollen.

Während der Karnevalszeit besuchen die grössten bahianischen Musikstars (Ivete Sangalo, Gilberto Gil, Margarete Menezes, Daniela Mercury) ihre Heimatstadt und geben auch Gratiskonzerte.

Ein wesentliches Merkmal des Karnevals von Salvador sind die mit Lautsprechern bewehrten Laster (Trios Eléctricos), die von einer ekstatisch mittanzenden und mitsingenden Menschenmenge umsäumt werden. Woher die Streetparade von Zürich ihr Vorbild genommen hat, sei damit auch erklärt.

Weitere externe Infos zum Karneval unter: [1]


Capoeira

Aus Salvador kommt auch der Kampftanz Capoeira, der von Sklaven entwickelt wurde. Alles was mit Kampf oder Selbstverteidigung zu tun hatte, war den Sklaven durch die Obrigkeit untersagt, aus Angst vor Sklavenaufständen. Dies wussten die Unterdrückten jedoch clever zu umgehen indem sie die verbotenen Schaukämpfe als einen auf den ersten Blick harmlos aussehenden Tanz tarnten.

[Bearbeiten] Aktivitäten

Der Bundesstaat Bahía ist geprägt von der afrikanischen Kultur, die durch Sklaven nach Brasilien gebracht und weiterentwickelt wurde. Zu den anzutreffenden Kulturformen gehört allgemein die (Perkussions-)Musik, die religiösen Riten Candomblé sowie der Kampf-Tanz Capoeira. Alle diese Kulturformen können in Salvador da Bahía kennengelernt und ausgeübt werden. Speziell das große Angebot an Capoeira-Schulen sucht seinesgleichen: Zumindest für den ursprünglichen Capoeira-Stil Capoeira Angola ist Salvador das unangefochtene Zentrum. Die Stadt zieht Angoleiras aus aller Welt an, die bei der großen noch lebenden Capoeira-Meistern Unterricht nehmen. Zu bekannten ansässigen Angola-Meistern gehören Mestre João Pequeno und Mestre Moraes.

[Bearbeiten] Einkaufen

Aeroclube Show Plaza

Wie eine Insel in der riesigen Armut hier nimmt sich dieses Shoppingcenter an der Orla (Küstenstrasse) zwischen Pituba und Jardim de Alah heraus. Der dortige Kinokomplex ist gewaltig und die Leinwände riesig, das Kino bietet eine gute Möglichkeit, der manchmal unerträglichen Hitze zu entfliehen. Ein klasse Bikini-Modeladen befindet sich ebenfalls dort: SMOB. Die Ober- und Unterteile lassen sich dabei frei kombinieren. Fastfood aller Provenienzen lassen sich finden und auch deine Fotos kannst du dort extrem günstig entwickeln lassen.


[Bearbeiten] Küche

Acarajé

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Eine Mischung aus Berliner und Falavel, mit Crevetten obendrauf. Zubereitet und serviert wird diese Delikatesse traditionellerweise von einer Bahiana in weißer Tracht auf der Strasse. Mit Vorsicht zu genießen, da diese Delikatesse im für den europäischen Magen unverträglichen Dendé-Öl (Palmöl) frittiert wird. Die Zubereiterin dieser Speise wird dich nach dem gewünschten Schärfegrad fragen. Wenn du Acarajé in seiner 'scharfen' oder 'sehr scharfen' Ausführung verlangst, dann bist du selber schuld. Sag nicht, man hätte dich nicht gewarnt.

Aipim fritas

Diese frittierten Maniokschnitze lassen die Pommes Frites vom Geschmack her weit hinter sich. Unbedingt zu empfehlen (Ketchup nicht vergessen).

Moqueca de peixe

Ein Stew aus Fisch, Peperoni, Zwiebeln, einer wunderbaren gelben Sauce mit Dendé-Öl und der hier verbreiteten grausam scharfen aber leckeren Pfeffersoße (Molha de Pimenta Bahiana).

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[Bearbeiten] Nachtleben

[Bearbeiten] Unterkunft

[Bearbeiten] Lernen

[Bearbeiten] Arbeiten

[Bearbeiten] Sicherheit

Diebstahl gibt es überall auf der Welt. In Brasilien trägt aber die unglaubliche Armut dazu bei, dass diese Delikte verständlicherweise sehr verbreitet sind und ein Problem für Touristen darstellen. Am endlosen Strand von Salvador, dem beliebten Revier von Jugendbanden, ist es zum Beispiel empfehlenswert, sich mit einem der unzähligen Barbesitzer anzufreunden, der auf deine Sachen aufpasst, solange du ein Bad in den Wellen nimmst. Am besten ist es natürlich immer zu zweit zu sein, so kann man sich beim Baden abwechseln.

Solltest du trotzdem ausgeraubt werden, dann mag dich vielleicht die hohe Wahrscheinlichkeit trösten, dass du mit deinem unfreiwilligen und materiellen Beitrag einigen Kindern ein einfaches Essen ermöglicht hast. Denn trotz Lula da Silvas Versprechen (Nullhungerprogramm), ist man in Salvador noch Milchstraßen davon entfernt.

Im Pelourinho - der Altstadt von Salvador, ist ein großes Polizeiaufgebot rund um die Uhr um die Sicherheit der Touristen besorgt. Dennoch kann man sich in den unzähligen Gässchen des Pelo (Kurzform von Pelourinho) leicht verlaufen und sich plötzlich in unsicheren Gegenden befinden. Man meide also dunkle und wenig begangene Gässchen. Genau wie du solche Orte auch in Europa meiden würdest.

[Bearbeiten] Gesund bleiben

Essen

Wie überall in tropischen Ländern sollte man Abstand nehmen von Salaten und bereits geschälten Früchten. Wie bereits erwähnt stellt das Dendé-Öl, das als Frittieröl für viele typische und auch leckere bahianische Spezialitäten dient, für uns Europäer ein Verträglichkeitsproblem dar. Durchfall kann nach Genuss die Folge sein.

Bei auftretenden Magenproblemen empfiehlt der Verfasser erstmal Coca-Cola. Das hilft fast immer.

Geschlechtskrankheiten

Leider stellt Salvador da Bahía ein beliebtes Ferienziel dar für Sextouristen aus den reichen Industrienationen. Zu den sexuell ausgebeuteten Opfern gehören auch Kinder beiderlei Geschlechts, zu den Tätern Heterosexuelle sowie auch Schwule. Da vielfach ungeschützter Geschlechtsverkehr die Regel ist und von den Tätern auch gefordert wird, sind schwere gesundheitliche Folgeschäden nur zwangsläufig. Der Verfasser möchte hier nicht dazu auffordern, Kondome zu benützen, sondern weit darüber hinausgehen. Er appelliert an den Anstand und die Vernunft jedes Brasilienreisenden, denn es gilt: "Auch die Würde und Gesundheit jedes Brasilianers und jeder Brasilianerin ist unantastbar".

[Bearbeiten] Klarkommen

Die Mentalität der Bahianos birgt immense Unterschiede zur derjenigen der zurückhaltenderen Cariocas (Einwohner Rio de Janeiros). In Salvador kennt man keine Distanz und für den Europäer ist dieser enge zwischenmenschliche Umgang ungewohnt und kann leicht zu Missverständnissen (und Aggressionen) führen. Probiere dein Lachen zu bewahren. Denn wer lacht, der ist ein Bahiano. Gemäß einer lokalen Redensart.

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

Internetcafé Internet Café.com beim Terreiro de Jesus in der Altstadt (1. Stock)

Lass die Zeit in diesem wohl schönsten Internetcafé von ganz Brasilien an dir vorbeifliegen und genieße beim Besorgen Deiner elektronischen Post den Blick durch die offenen Fenster am Jesusplatz.

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http://www.intcafe.com.br/

[Bearbeiten] Ausflüge

Praia do Forte

Nur 55 Km nördlich von Salvador gelegen, bildet dieses ehemalige Fischerdörfchen heute die Zentrale eines Schildkrötenschutzprogramms. Das Projekt umfasst eine langfristige Erhaltung verschiedenster Schildkrötenarten an diesem Küstenabschnitt. Ein kleiner Park mit eigener Zuchtstation ist öffentlich zugänglich und erlaubt einen Einblick in die Arbeit mit der von der Ausrottung bedrohten Tierart.

Das Dörfchen wird dominiert von Pousadas, Resorts und Boutiquen. Erwähnenswert die langen und einsamen Strände und die Lagunen mit Mangrovenwäldern.

Wie kommt man nach Praia do Forte? Nimm einen Bus nach dem Stadtviertel São Cristovão und wechsle dort in einen Kleinbus (die sind angeschrieben und werden ausgerufen), der nach Praia do Forte weiter fährt (14 Reais). Reisezeit: 2 Stunden.


[Bearbeiten] Literatur

Gabriela wie Zimt und Nelken von Jorge Amado. Roman. Ein für Bahia typisches Sittengemälde über die aufstrebenden Hafenstadt Ilhéus in den 20iger-Jahren. Der arabische Einwanderer Nacib verfällt den Kochkünsten und der Schönheit von Gabriela, einer Einheimischen aus dem Sertão, dem Hinterland Bahias.

Der Krieg am Ende der Welt von Mario Vargas Llosa. Epos über das historische Massaker von Canudos (1896-1897) im Staate Bahia.

Krieg im Sertão von Euclides da Cunha. Die Vorlage für Mario Vargas Llosas Meisterwerk über Canudos. Der damalige Kriegsreporter und Militäringenieur da Cunha war als Kriegsreporter beim Feldzug dabei und machte die Greuel der damaligen Staatsmacht, begangen an einer verschworenen Gemeinschaft von ehemaligen Sklaven und Andersgläubigen unter der Führung des charismatischen Antônio Conselheiro, erstmals einer breiteren brasilianischen Öffentlichkeit zugänglich.

[Bearbeiten] Weblinks

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