Südafrika

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Südafrika ist das südlichste Land auf dem Kontinent Afrika und dank seiner vielfältigen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten ein beliebtes Reiseziel. Es ist geprägt von den verschiedensten Landschaften und Menschen und oftmals sagt man über Südafrika auch "Die Welt in einem Land", vollkommen zu Recht.

Lage
noframe
Flagge
Flagge von Südafrika
Kurzdaten
Hauptstadt: Pretoria
Staatsform: Republik
Währung: 1 Südafrikan. Rand (ZAR)
= 100 Cents
Fläche: 1,22 Mio km²
Bevölkerung: 47,4 Mio (2005)
Sprachen: elf Amtssprachen: Afrikaans, English, isiNdebele, isiXhosa, isiZulu, Sepedi, Sesotho, Setswana, siSwati, Tshivenda, and Xitsonga
Religionen: Christen 68 % (die meisten Weißen und Farbigen), ungefähr 60 % der schwarzen Bev., 2% Muslime, 1,5% Hindus
Stromnetz: 230V/ 50Hz, Dreipunktstecker
Telefonvorwahl: +27
Internet TLD: .za
Zeitzone: UTC +2, MEZ +1, MESZ +0

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Regionen

Karte von Südafrika
Karte von Südafrika

Die einzelnen Verwaltungsregionen in Südafrika werden Provinzen genannt. Diese sind:

[Bearbeiten] Städte

Die größten Städte des Landes sind

  • Kapstadt (englisch Cape Town, afrikaans Kaapstad) - Legislative Hauptstadt, Sitz des Parlaments und erste Siedlung des heutigen Südafrika. Kulturmetropole und Weltstadt mit unzähligen Attraktionen.
  • Durban - indisch geprägte Stadt mit langen Stränden und einem der größten Häfen Afrikas. Kulturelles Zentrum KwaZulu-Natals.
  • Johannesburg - Finanz- und Geschäftszentrum des südlichen Afrika
  • Pretoria - Exekutive Hauptstadt und Verwaltungssitz
  • Port Elizabeth - Größte Stadt des Eastern Cape, der Verwaltungssiitz ist jedoch in Bhisho, Hauptstadt der ehemaligen Ciskei

Weitere wichtige Städte sind:

[Bearbeiten] Weitere Ziele

Südafrika ist ein Land unglaublicher Diversität und Vielfalt. Das Land bietet so viel zu sehen, dass Monate nicht ausreichen würden, alles in sich aufzunehmen. Diese Auswahl stellt nur einen Teil der Höhepunkte da:

  • Kapstadt und die Cape Winelands um Paarl sind die Orte mit der höchsten Anzahl an Touristenattraktionen im Land. Die kosmopolitische Stadt mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Afrikas berühmtestes Weinanbaugebiet könnten einen ganzen Urlaub füllen.
  • Die Garden Route erstreckt sich entlang der südlichen Küste des Landes und ist beliebt für seine beeindruckende Natur (Küstenlandschaften, Wale). Sie lädt zum Wandern, Abenteuerurlaub oder einfach nur Entspannen am Strand ein.
  • In der Region um den Blyde River Canyon, einem der größten Canyons dieser Welt, findet man viele Sehenswürdigkeiten. Die Lage in der Nähe des Krüger Nationalparks macht es leicht, einen Tagesausflug dahin zu organisieren.
  • Die Augrabie Falls in der Provinz Northern Cape sind spektakulär, vorausgesetzt man fährt in der Zeit wenn der Oranje viel Wasser führt.
  • Die Drakensberge sind eine eindrucksvolle Bergkette im Herzen des Landes. Hier kann man wunderschön Wandern und die Tugela Falls bewundern, die zweithöchsten Wasserfälle der Welt
  • Die Wild Coast zieht sich nordöstlich von East London ziehen sich über 250km in Richtung Durban und ist noch wenig touristisch erschlossen. Mit ursprünglichen Siedlungen, imposanten Felsenriffs, Lagunen und Flußmündungen ein Teil des "richtigen" Afrikas.
  • Surfen und Baden kann man besonders gut an der Küste des Indischen Ozeans, vor allem an der Garden Route, Jeffreys Bay und in und um Durban
  • Golfen, Südafrika hat sich vom Geheimtipp unter Golfern zu einem beliebten Ziel für viele Golf-Reisende entwickelt, über 500 Plätzen im ganzen Land bieten viele hervorragende Golfmöglichkeiten bei guten Klima und in faszinierender Landschaft.


[Bearbeiten] Nationalparks und -reservate, Game Lodges

Schier unübersichtlich ist die Anzahl der Nationalparks und -reservate in Südafrika. Hinzu kommt eine noch größere Auswahl an privaten Wildfarmen (Game Lodges) und Schutzgebieten.

[Bearbeiten] Hintergrund

1652 gründete die niederländische Ost-Indien-Kompanie einen Versorgungsposten für ihre Schiffe unter der Anleitung von Jan van Rieebeck. An dieser Stelle befindet sich heute Kapstadt, das daher auch oft als Mutterstadt ("Mother city") bezeichnet wird. Nicht zuletzt wegen der strategischen Lage für Handels- und Kriegsflotten war Südafrika während der Kolonialzeit häufig bedrängt. Die niederländischen und englischen Einflüsse aus dieser Zeit sind vielerorts heute noch zusehen. Offensichtlich wird dies unteranderem an den Siedlungsnamen. Auch die deutschen Siedler hin-terließen einige Spuren. Derzeit laufen Bestrebungen afrikanische regionale Bezeichnungen für die Umbenennung zu finden.

Nach der vollkommenen Unabhängigkeit von Großbritannien nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde die Macht von der vorrangig weißen, konservativen National Party gestaltet, die das menschenverachtende System der Apartheid fest im Leben der Menschen verankerte. Bereits vor den ersten freien Wahlen im Jahr 1994, aus denen der Freiheitskämpfer Nelson Mandela als Präsident hervorging - nach dem Schüleraufstand in Soweto 1976 und zahlreichen Boykottaufrufen aus aller Welt-, wurden die Apartheid-Gesetze außer Kraft gesetzt und der immer noch anhaltende Transformationsprozess begann. Die „Regenbogennation“ kann - trotz der zwischen den Bevölkerungsgruppen immer noch bestehenden Differenzen und daraus erwachsenen Konflikten - als eines der Vorzeigeländer für kulturelle Verständigung vieler Bevölkerungsgruppen angesehen werden.

Südafrika ist zwar weniger gefährlich, als die Medien manchmal glauben machen wollen, aber gerade die weltweit steigenden Preise für Grundnahrungsmittel und Energie entschärfen die Situation nicht. Die Kriminalitätsraten sind mit die höchsten auf der Welt, nicht zu letzt weil die Schere zwischen reichen und armen Bevölkerungsschichten sehr weit auseinander klafft. Mit einem Maß an Vorsicht, das in vielen anderen Ländern ebenfalls geboten ist, kann man sich insbesondere in touristisch erschlossenen Gebieten dank der Präsenz von Polizei und Angestellten privater Sicherheitsfirmen sicher bewegen, denn ein großer Anteil der Gewalttaten spielt sie sich in den Townships und „informellen“ Siedlungen ab.

[Bearbeiten] Anreise

[Bearbeiten] Flugzeug

South African Airways, Lufthansa, Swiss, British Airways (via London) und andere bieten Flüge von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Johannesburg und Kapstadt an. Von dort ist jedes weitere Ziel im Land schnell per Flugzeug zu erreichen (Infos zu den Flughäfen Cwsurf). Jedoch sollte bei einem Weiterflug vom Internationalen Flughafen Johannesburg (OR Tambo International Airport, ehem. Jan Smuts International Airport) zu einem der nationalen Flughäfen genügend Zeit für das Umsteigen eingeplant werden. Denn auch wenn das Gepäck in der Regel zum Endziel durchgecheckt wird, muss es am internationalen Terminal aufgenommen, durch den Zoll gebracht und im nationalen Terminal wieder aufgegeben werden. Den offiziellen Trägern kann/sollte man sich hierbei gerne anvertrauen, da der OR Tambo International Airport derzeit umgebaut wird und die Orientierung nicht immer einfach ist.

[Bearbeiten] Bahn

[Bearbeiten] Bus

Zwischen den grossen Städten und den angrenzenden Ländern fahren Linienbusse die mehrmals täglich verkehren.

[Bearbeiten] Auto

Die Einreise nach Südafrika aus den Nachbarländern Namibia, Botswana, Simbabwe, Swasiland, Lesotho und Mosambik auf einem gut ausgebautem Fernstraßennetz möglich. Dabei gilt es aber zu beachten, dass die Grenzübergänge z.T. nicht 24 Std. besetzt sind. In Südafrika gilt, wie auch in den angrenzenden Ländern Linksverkehr.

[Bearbeiten] Schiff

[Bearbeiten] Mobilität

Blue Train

Der Blue Train [1] ist ein südafrikanischer Luxuszug. Er verkehrt zwischen Pretoria und Kapstadt sowie zwischen Kapstadt und Port Elizabeth. Außerfahrplanmäßige Routen gibt es zusätzlich von Pretoria nach Hoedspruit und zu den Viktoriafällen. Der Blue Train zählt zu den luxuriösesten Zügen der Welt. Die Wagen sind mit in Gold schattierten und schalldichten Fenstern sowie mit Teppichböden in den Abteilen versehen. Seit seiner Einführung im Jahre 1923 ist dieser Zug zum Synonym für luxuriöses Reisen geworden.


Größere Städte sind mit der Bahn erreichbar, der öffentliche Personenverkehr erfolgt jedoch meistens durch Überlandbusse oder Sammeltaxis.

[Bearbeiten] Auto

Auf dieser Gravel Road sind Radarkontrollen vermutlich eher selten.
Auf dieser Gravel Road sind Radarkontrollen vermutlich eher selten.

Um in Südafrika herum zu kommen, bietet es sich an, je nach Budget, entweder ein Auto zu mieten oder sogar zu kaufen. Da Benzin im Vergleich zu Deutschland nur gut die Hälfte kostet, ist Autofahren relativ billig.

Das Fernstraßennetz ist sehr gut ausgebaut und entspricht europäischen Standards. Nebenstraßen sind vor allem in entlegeneren Gebieten oft nicht asphaltiert (Gravel Road), können aber in der Regel mit einem normalen PKW befahren werden. Je nach Qualität muss man sich hier auf Geschwindigkeiten zwischen 30 und 70 km/ h einstellen. Nach länger anhaltenden Regenfällen ist es aber angebracht sich nach der Befahrbarkeit zu erkundigen und es ist mit Spurrinnen sowie Schlaglöchern zu rechnen, die in einem Fahrzeug mit etwas mehr Bodenfreiheit gelassener zu passieren sind.

[Bearbeiten] Mietwagen

International operierende Autovermieter wie Sixt, Hertz u.a. unterhalten Stützpunkte in allen größeren Städten. Darüber hinaus gibt es lokale Autovermieter mit oft günstigeren Preisen. Es kann vorteilhaft sein, sich erst vor Ort um einen Mietwagen zu kümmern. Einige Vermieter sind darauf spezialisiert, ältere, aber sicherheitstechnisch einwandfreie Fahrzeuge anzubieten. Neben den geringeren Kosten genießt man den Vorteil, mit einem absolut unauffälligen Auto unterwegs zu sein, wodurch sich das Risiko für Einbrüche oder Überfälle sicherlich verringert.

  • Rent-a-wreck Johannesburg - Familienbetrieb, alte Karren, billig, guter 24 Std. Service, sehr unkompliziert und formlos. Email: apexcar@netactive.co.za, Tel.: 011 402 5150 oder 011402 7043, Fax 011 4020655, Adresse: 13 Siemert Road, Doornfontein 2094.

[Bearbeiten] Kaufen

Viele Firmen bieten an, das Auto auf jeden Fall zu einem Festpreis wieder zurückzukaufen. Etwas umschauen und nachrechnen lohnt sich also schon.

[Bearbeiten] Straßenverkehr

Der Fahrstil ist dem in Mitteleuropa sehr ähnlich. Es sind jedoch einige Besonderheiten zu beachten:

  • Es wird links gefahren und rechts gelenkt, für die meisten Europäer etwas ungewohnt, aber nach ein paar Tagen hat man sich daran gewöhnt.
  • An vielen Kreuzungen steht an jeder einmündenden Straße ein Stopp-Schild (4- or 3-way stop). Es wird in der Reihenfolge weitergefahren, in der man ankommt. Wenn sich kein weiteres Fahrzeug nähert, reicht es deutlich zu verzögern, hingegen muss an einem „normalen“ Stoppschild das Fahrzeug zu Stillstand gebracht werden.
  • Streckenverbote wie z.B. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden in der Regel nicht aufgehoben.
  • Auf Landstraßen mit breitem asphaltiertem Randstreifen ist es üblich, dass langsamere Fahrzeuge auf den Randstreifen ausweichen, um das Überholen zu erleichtern. Manchen LKW-Fahren ist dies jedoch untersagt (s. Aufschrift am Fahrzeug). Nach Beendigung des Überholvorgangs bedankt sich der Überholende in der Regel durch kurzes Einschalten der Warnblinkanlage. Dies ist aber nur erlaubt wenn es die Sicht zulässt, daher sollte man sich insb. nachts oder auf kurvigen Straßen nicht verdrängen lassen, sondern auf einen Überholstreifen warten, die man auf den größeren Verbindungsstraßen recht häufig an Steigungen findet.
  • Vor allem beim Überholen von Lastwagen verlassen sich die Überholenden öfters darauf, dass der Gegenverkehr gegebenenfalls auf den Randstreifen ausweicht.
  • Freundliche Lastwagenfahrer zeigen durch kurzes Betätigen des rechten Blinkers an, dass die Gegenfahrbahn frei ist.
  • Es gibt sehr viele Radarkontrollen, häufig mit Laserpistole aber auch fest installierte Mess-geräte (diese v.a. innerorts) sind zu finden. Vor allem auf größeren und stark befahrenen Überlandstraßen (z.B. der R40 am Krüger Nationalpark) sollte man sich auf jeden Fall an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Insbesondere bei 80 Km/h Beschränkungen im Bereich von Kreuzungen und bei längeren Ortsdurchfahrten wird häufig kontrolliert. Seltener aber insbesondere an Wochenenden werden auch Sperrungen von Straßen(roadblocks) oder größere Kotrollen zur Überprüfung des Führerscheine und der Roadworthyness der Fahrzeuge durchgeführt.
  • Nächtliche Überlandfahrten können sehr anstrengend werden, da sowohl die Fahrbahnmarkierungen als auch die Verkehrszeichen und Wegweiser noch nicht durchgehend reflektierenden Bestandteile enthalten und dadurch manchmal nur schwer zu erkennen sind. Ferner muss man ständig mit Fußgängern und Vieh am Fahrbahnrand rechnen, nicht nur im offensichtlich besiedelten Gebieten.
  • Bei längeren Fahrten auf Schotterstraßen empfiehlt es sich, den Reifendruck um 0,2-0,3 bar zu senken.
  • Beim Tanken wird oft ungefragt die Scheibe geputzt. Ein Trinkgeld von 2-5 Rand wird erwartet. Das Scheibenreinigenlassen an Kreuzungen sollte abgelehnt werden. Die Kontrolle des Ölstands an Tankstellen sollte nur bei längeren Standzeiten vorgenommen werden, da sonst keine zuverlässige Messung möglich ist. Die Kontrolle des Reifendrucks empfiehlt sich
  • Beim Parken in Städten sind bewachte Parkplätze empfehlenswert. Sowohl auf Parkplätzen als am Straßenrand zeichnen sich in der Regel „Car-Guides“ für bestimmte Stellplätze ver-antwortlich. Beim Wegfahren gibt man dem Parkwächter 2-5 Rand Trinkgeld. Parkt man im Bereich einer Parkuhr bietet sich zumeist ein „Car-Guide“ an für den Fall einer Kontrolle das Geld einzuwerfen, hierauf kann man sich aber nicht immer verlassen.

[Bearbeiten] Bus

Eine weitere Möglichkeit ist auch der "BazBus", mit dem man bequem von Backpacker zu Backpacker bzw. Ort zu Ort reisen kann. Dieser hat allerdings den Nachteil, dass man schon etwas Zeit mitbringen muss, da er nicht jeden Tag fährt.

Große Orte haben einen Linienbusbahnhof für Überlandbusse. Tickets kann man telefonisch oder vor Ort kaufen. Die Qualität der Busse hängt vom Preis des Tickets ab. Für Touristen ist es empfehlenswert, ein bisschen mehr für das Ticket auszugeben.

Auf praktisch allen Nebenstrecken sowie innerhalb größerer Städte verkehren Kleinbusse (Sammeltaxis) auf festen Linien. Sie werden in der Regel nur von der weniger wohlhabenden Bevölkerung benutzt und sind für Touristen nur sehr bedingt zu empfehlen. Die Fahrzeuge sind oft überladen und bieten keinerlei Komfort. Der technische Zustand ist manchmal bedenklich. Wer auf diese Art des Transports angewiesen ist oder neugierig auf ein authentisches Fahrerlebnis ist, muss zunächst eine geeignete Wartestelle ausfindig machen (gegebenenfalls fragen). Falls Platz vorhanden ist, halten die Busse auch auf offener Landstraße. Man gibt dem Fahrer ein Zeichen, indem man mit dem Zeigefinger in Fahrtrichtung zeigt. Für Überlandfahrten beträgt der Fahrpreis ca. 0,5 Rand pro Kilometer. Vor Antritt der Fahrt sollte man sich unbedingt darüber erkundigen, wie sicher die Orte sind, an denen man u.U. auf einen Anschlussbus warten muss.

[Bearbeiten] Sprache

Es gibt elf offizielle Amtssprachen. Diese sind Afrikaans, Englisch, isiNdebele, isiXhosa, isiZulu, Sesotho, Sesotho sa Leboa, Setswana, SiSwati, Tshivenda und Xitsonga, wobei es noch viele kleinere Spachen und Dialekte gibt. Ein Großteil der Menschen spricht Englisch als erste oder zweite Sprache, wodurch eine Verständigung im Land eigentlich überall möglich ist.

[Bearbeiten] Kaufen

[Bearbeiten] Küche

Das Essen in Restaurants ist europäisch und vor allem das Frühstück englisch beeinflusst. Man findet jedoch auch afrikanisches Essen wie z.B. Pap (weißer Maisbrei).

Fleisch ist der zentrale Bestandteil einer warmen Mahlzeit. Oft ist die Qualität hervorragend und die Größe der Steaks (200 - 600 g, bei Bedarf auch größer) für Europäer atemberaubend. Es wird haupt-sächlich Rindfleisch angeboten, aber auch Schwein oder Huhn sind nicht unüblich. Empfehlenswert ist außerdem Straußenfleisch, oft als Steak zubereitet oder Fleisch von einheimischen Wildtieren wie Springbock, Gemsbock oder Kudu. Auch Fisch und Meerestiere sind zu empfehlen. Übliche Beilagen sind Kartoffeln in verschiedenen Variationen, Reis oder manchmal auch Nudeln oder Brot. Gemüse wird gerne sehr durchgekocht serviert. Vegetarier müssen sich auf Abstriche gefasst machen.

Bessere Restaurants findet man oft in Shopping-Malls mit bewachtem Parkplatz, so dass man auch am späteren Abend noch bedenkenlos ausgehen kann. Im Gegensatz zu Europa sind Restaurants eher in Ketten organisiert. Gute Restaurant-Ketten sind Dros, Mike's Kitchen und Spur. Internationale wie nationale Fastfood-Ketten (u.a. Mc Donald´s, KFC, Wimpy, Debonairs Pizza) sind überall anzutreffen. In Restaurants mit Bedienung ist ein Trinkgeld von 10% üblich. In den B&Bs findet man häufig auch eine Broschüre von Lieferdiensten (z.B. Mr. Delivery) die Speisen und Getränke gegen eine kleine Gebühr anliefern.

Paradies für Grillfreunde: Ein 2000 g Beefsteak auf dem Grill ist hier nichts besonderes.
Paradies für Grillfreunde: Ein 2000 g Beefsteak auf dem Grill ist hier nichts besonderes.

Das gemeinsame Grillen (Braai) hat einen festen Platz im südafrikanischen Leben. So findet man praktisch auf jedem Picknick-Platz Grillstellen. Ein Campingplatz oder ein Selbstversorger-Chalet ohne Grillgelegenheit wäre für Südafrikaner kaum vorstellbar. Wer die oft fest installierten Grillroste suspekt findet, findet leicht einen Rost im Supermarkt oder an Tankstellen zu günstigen Preisen. Dort sind auch Holz oder Kohle erhältlich. Holz wird auch am Straßenrand angeboten, jedoch sollte man darauf achten, dass es trocken ist.


[Bearbeiten] Spezialitäten

  • Biltong - Trockenfleisch vom Rind, Strauß, Kudu oder anderen Tieren.
  • Doerwors/ getrocknete Wurst - Springbock, Gemsbock, Kudu u.a.
  • Boerewors - Lange, oft spiralförmig aufgewickelte Bratwurst (i.d.R. aus Rindfleisch aber auch Warthog- oder Kuduwürste werden häufig angeboten) mit besonderer Gewürzmischung.

[Bearbeiten] Sport

Vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 findet in Südafrika die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer statt. Die Spiele werden in 10 Stadien in Bloemfontein, Durban, Johannesburg, Kapstadt, Port Elizabeth, Nelspruit, Polokwane, Pretoria, Rustenburg ausgetragen. Jedoch kam es auf einigen Baustellen zu Verzögerungen, so dass beispielsweise des Stadion in Port Elizabeth nicht wie geplant schon zum Confederations Cup 2009 (14.06. bis 28.06.2009) fertig sein dürfte. Fußballfans sind in Südafrika v.a. die Schwarzen. Viele der lokalen Fußballklubs sind in den Town-ships beheimatet. Die Bekanntesten sind die Orlando Pirates und nicht zuletzt durch die englische Musikgruppe die Kaizer Chiefs. Die südafrikanische Nationalmannschaft wird Bafana Bafana (Jungs Jungs) gerufen und schied in Africa Cup 2008 leider bereits in der Vorrunde aus. In Deutschland spielen aus dem National Team derzeit Bradley Carnell (KSC) und Siyabonga Nkosi (Arminia Bielefeld).

Sehr beliebte Sportarten sind ferner Cricket und Rugby. Ferner lieben die Südafrikaner Ausdauersportarten und hier v.a. Extremstrecken. Events angefangen bei City-Läufen bis hin zum weltweit bekannten Cape Argus Pick n Pay Cycle Tour ziehen immer viele Teilnehmer und Zuschauer an.

[Bearbeiten] Nachtleben

Nahezu überall im Land findet man schöne kleine Restaurants, gute Cafés und eine Auswahl an Fast-Food-Ketten. Vor allem in den Metropolen wie Kapstadt und Johannesburg hat sich ein vielschichtiges Angebot verschiedenster Abendattraktionen entwickelt, in denen der Einfluss der verschiedenen Bevölkerungsgruppen deutlich sichtbar wird.

In den kleineren Städten mit weniger Angebot empfiehlt es sich häufig vorher zu reservieren, insb. an Wochenenden.

[Bearbeiten] Unterkunft

Eine gute und durchaus günstige Möglichkeit in Südafrika unterzukommen sind die Backpacker. Da sie häufig nicht allzu groß sind und von engagierten lokalen Betreibern geführt werden, bieten sie z.T. eine besondere Atmosphäre und Tipps für Touren in der näheren Umgebung werden gern gegeben. Eine gute Übersicht vermittelt der kostenlose Führer "Coast 2 Coast", der in vielen Backpackern und Travel Agencies ausliegt.

Eine gute und kostengünstige Alternative sind 'B & B' (Bed and Breakfast) oder Guest Houses (ähnlich Pensionen). Diese sind überall zu finden und bieten teilweise schon luxuriöse Zimmer, in der Regel Frühstück und manchmal Abendbrot zu einem weit günstigeren Preis und mit besserem Service als viele Hotels. Gerade in Kapstadt und entlang der Garden Route gibt es auch viele deutschsprachige Betreiber. Regionale oder landesweite Verzeichnisse über B&B und kleine Lodges (z.B. Portfolio Bed and Breakfast Collection) findet man meist in Touristinformationen.

Stadtnahe Campingplätze sollten umzäunt und ständig bewacht sein.
Stadtnahe Campingplätze sollten umzäunt und ständig bewacht sein.

Campingplätze findet man in vielen Städten, Naturparks, Ferienresorts oder auch außerhalb auf privatem Gelände. Städtische Campingplätze (Municipal Camp Sites) sind oft etwas billiger (PKW, Zelt mit 2 Personen ca. 50 - 70 Rand), aber nicht immer in bestem Zustand. Campingplätze, die an Naturparks angegliedert sind, sind ca. doppelt so teuer. Campingplätze in Ferienresorts können teurer sein. Es ist ratsam, sich über die Sicherheitslage eines Campingplatzes zu erkundigen. Ein solider, durchgehender Zaun mit bewachtem Eingang sollte das Minimum sein, vor allem bei Stadtnähe sind Plätze mit nächtlichen Wachpatrouillen angeraten. Wildcampen ist kaum möglich und sollte aus Sicherheitsgründen unbedingt vermieden werden.

Das Angebot an Unterkünften ist in den touristisch erschlossenen Gebiten sehr groß und vielfältig, dennoch sollte man entweder sich rechtzeitig (bei Helligkeit) nach einer Unterkunft umsehen oder reservieren. Eine Reservation ist v.a. zu den Hauptreisezeiten der Südafrikaner (Schulferien, verlängerte Wochenenden) dringend angeraten.

[Bearbeiten] Lernen

[Bearbeiten] Arbeiten

Zur Aufnahme einer Arbeit in Südafrika ist ein entsprechendes Visum nötig.

[Bearbeiten] Feiertage

Termin Name Bedeutung
01.01. Neujahrstag
21.03. Tag der Menschenrechte Massaker von Sharpeville, 1960
27.04. Nationalfeiertag/Freiheitstag erste freien Wahlen für alle Südafrikaner 1994
01.05. Tag der Arbeit
16.06. Tag der Jugend oder auch Soweto Day Schüleraufstand von Soweto, 1976
09.08. Nationaler Frauentag Aufstand der Frauenliga, 1956
24.09. Heritage Day Tag des kulturellen Erbes, dieser Tag hat jährlich ein anderes Thema
16.12. Tag der Versöhnung Schlacht am Blood River, 1838
25.12. Weihnachten
26.12. Tag des Guten Willens 2. Weihnachtsfeiertag

Zusätzlich gelten noch die variablen Kirchenfeiertage Karfreitag und Ostermontag landesweit als Feiertag.Wenn ein Feiertag auf einen Sontag fällt ist es üblich, dass er am darauf folgenden Montag „gefeiert“ wird.

[Bearbeiten] Sicherheit

Obwohl das allgemeine Bild von Südafrika in den Medien anders gezeichnet wird, ist das Reisen in Südafrika nicht gefährlicher als in vielen anderen Ländern. Hält man sich an einige Grundregeln, ist die Gefahr, Opfer eines Verbrechens zu werden, nicht sehr groß.

Auf den Touristenrouten ist die Gefahr, bestohlen oder überfallen zu werden, recht gering. Jedoch sollte man auch hier Vorsicht walten lassen und keine wertvollen Gegenstände, wie Uhren, Schmuck, Kameras etc. offen mit sich herum tragen. Fahrzeuge sollte man immer an bewachten Parkplätzen abstellen, absperren und nichts sichtbar liegen lassen. An den meisten Parkplätzen gibt es eine Art Parkwächter, die man zum Beispiel an einem Leibchen erkennt und die gern auf das Auto aufpassen. Es ist üblich ein paar Rand als Trinkgeld zu geben.

Das Stadtzentrum von Johannesburg wird mit Kameras überwacht und ist seitdem wesentlich sicherer geworden. In allen Großstädten kann man tagsüber unbesorgt durch die Straßen gehen und sollte sich nur vor Taschendieben in Acht nehmen. Townships und Squatter Camps sollte man nur in einer organisierten Tour besichtigen, auch dann empfiehlt es sich keine Wertgegenstände auf sich zu tragen. Den Rat Einheimischer sollte man befolgen, nachts nicht alleine auf einsamen Strassen laufen und für größere Strecken lieber ein Taxi nehmen. Der Rat an roten Ampeln einfach weiter zu fahren ist nicht zu befolgen. Natürlich hält man an, aber gerade nachts sollte man sein Auto verriegeln und die Fenster geschlossen halten, sodass die Türen nicht einfach von außen geöffnet werden können.

Es empfiehlt sich die Reise- und Sicherheitshinweise der Auswärtigen Amtes der BRD zu beachten, die man hier nachlesen kann.

[Bearbeiten] Gesundheit

Die medizinische Versorgung in Südafrika ist auf einem exzellenten Niveau. Neben den großen Universitätskliniken gibt es eine flächendeckende medizinische Versorgung sowohl mit kleineren Krankenhäusern, Outclinics (Ambulatorien) als auch Fachärzten und Apotheken.

Der Norden Südafrikas und insbesondere der Krüger-Nationalpark sind Malariagebiet. Die Schlafkrankheit kommt in Südafrika faktisch nicht vor, da die beiden Erreger Trypanosoma brucei rhodesiense und Trypanosoma brucei gambiense hier nicht vorkommen.

Gegen Malaria wird in der Regenzeit eine Prophylaxe empfohlen. Besondere Schutzimpfungen sind nicht erforderlich ein Impfschutz gegen gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie (Keuchhusten), Polio (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Aufenthalten über 4 Wochen oder besonderer Exposition (Trekkingtouren etc.) auch gegen Hepatitis B, Tollwut und FSME (Frühsommermenigoencephalitis) ist jedoch sehr zu empfehlen.

Hinweis: Diese medizinischen Hinweise sind sorgfältig recherchiert, allerdings erfolgen sie ohne Gewähr. Bitte besprechen sie ihre geplante Reise mit ihrem Hausarzt oder wenden sie sich an eine reisemedizinische bzw. tropenmedizinische Beratungsstelle. Siehe auch: Gesund Unterwegs

Empfehlungen zur Malariaprophylaxe und Impfempfehlungen für Südafrika findet man auch auf Tropeninstitut.de.

[Bearbeiten] Klima

Südafrika kann man das ganze Jahr über besuchen. Im südafrikanischen Sommer (November-Februar) ist es am Kap sehr trocken und warm (bis zu 40 °C) und nahe Johannesburg und dem Krüger Nationalpark feucht und die Landschaft grünt. In dieser Zeit lohnt sich ein Besuch in Kapstadt besonders, da die Weinberge grün sind und man jeden Tag Badewetter hat. Während der Wintermonate (Juni-August) ist es am Kap feucht, im Rest des Landes aber eher trocken und insgesamt kühl. Daher lohnt diese Zeit besonders für Tierbeobachtungen im Krüger Nationalpark oder anderen Reservaten im Osten des Landes, da man die Tiere nun ungehindert im kahlen Busch sehen kann. Während der Wintermonate sollte man auf jeden Fall warme Sachen einpacken, denn nachts fällt die Temperatur in allen Landesteilen oft unter 0 °C.

Die Klimatabelle für Kapstadt sieht folgendermaßen aus:

Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jahr
max. Temperatur in (°C ) 26 27 25 23 20 18 18 18 19 21 24 25 22
min. Temperatur (°C) 16 16 14 12 9 8 7 8 9 11 13 15 11
Niederschlag (Tage) 6 5 5 8 11 13 12 14 10 9 5 6 103
Niederschlag (mm) 15 17 20 41 69 93 82 77 40 30 14 17 515

Dagegen die Klimatabelle für Nelspruit (nahe Krüger Nationalpark):

Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jahr
max. Temperatur in (°C ) 29 29 28 27 25 23 23 25 27 27 27 28 27
min. Temperatur (°C) 19 19 18 14 10 6 6 9 12 14 17 18 13
Niederschlag (Tage) 14 12 12 7 4 2 2 3 5 11 15 14 100
Niederschlag (mm) 127 108 90 51 15 9 10 10 26 75 115 131 767

[Bearbeiten] Respekt

Respekt gegenüber anderen Menschen ist in Südafrika sehr wichtig und sollte jedem entgegengebracht werden, egal welcher Hautfarbe und Stellung. Während es in anderen Ländern verpönt ist, die jeweilige Hautfarbe als Merkmal eines Menschen zu benutzen, ist dies in Südafrika üblich und kein Problem. Es wird allgemein unterteilt in Schwarze (Blacks), Weiße (Whites), Farbige (Coloureds - Mischung aus verschiedenen "Farben"), Inder (Indian) und Buschleute (San oder auch Koi-San).

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

Die Vorwahl für Südafrika ist +27. Von Europa aus also 0027. In Südafrika muss man seit kurzem bei internationalen Gesprächen die 00 vorwählen! Das Land hat sich damit den internationalen Standards angepasst. Für ein Telefonat nach Deutschland wählt man also 0049, für Österreich 0043 und für die Schweiz 0041 und dann die Rufnummer. Bei Gesprächen im Inland muss man beachten, dass die Vorwahl der jeweiligen Stadt immer mitgewählt werden muss. Ein Telefonat zu einer kapstädter Rufnummer beginnt also immer mit 021 (der kapstädter Vorwahl), auch wenn man innerhalb Kapstadts telefoniert.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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