Rio de Janeiro
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Rio de Janeiro ist mit seinen sechs Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Brasiliens (nach São Paulo) und gleichzeitig das bekannteste Reiseziel des Landes. Es liegt im Südosten des Landes im gleichnamigen Bundesstaat am Atlantik.
| Kurzdaten | |
| Fläche: | 1.260 km² |
|---|---|
| Höhe: | 31 m ü. NN |
| Einwohner: | 6.023.699 |
| Telefonvorwahl: | 05521 |
| Internet URL: | http://www.rio.rj.gov.br/ |
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Stadtteile
Verwaltungsregionen der Stadt Rio de Janeiro
Rio de Janeiro gliedert sich in 33 Verwaltungsregionen (Regiões Administrativas). Diese sind statistisch fünf Planungsgebieten (Áreas de Planejamento) zugeordnet. Die Verwaltungsregionen unterteilen sich in 159 Stadtviertel (Bairros).
- Área de Planejamento 1: Centro, Paquetá, Portuária, Rio Comprido, Santa Teresa, São Cristóvão
- Área de Planejamento 2: Botafogo, Copacabana, Lagoa, Rocinha, Tijuca, Vila Isabel
- Área de Planejamento 3: Anchieta, Complexo do Alemão, Ilha do Governador, Inhaúma, Irajá, Jacarezinho, Madureira, Maré Maré, Méier, Pavuna, Penha, Ramos, Vigário Geral
- Área de Planejamento 4: Barra da Tijuca, Cidade de Deus, Jacarepaguá
- Área de Planejamento 5: Bangu, Campo Grande, Guaratiba, Realengo, Santa Cruz
Die Einwohnerzahlen in der folgenden Tabelle beziehen sich auf die Volkszählung vom 1. August 2000.
| Verwaltungsregionen von Rio de Janeiro | |||||
| Name | Fläche in km² | Einwohnerzahl | Einwohner je km² | ||
| Anchieta | 14,19 | 154.608 | 10.896 | ||
| Bangu | 67,81 | 420.503 | 6.201 | ||
| Barra da Tijuca | 165,97 | 174.353 | 1.051 | ||
| Botafogo | 15,03 | 238.895 | 15.895 | ||
| Campo Grande | 153,44 | 484.362 | 3.157 | ||
| Centro | 5,72 | 39.135 | 6.842 | ||
| Cidade de Deus | 1,21 | 38.016 | 31.418 | ||
| Complexo do Alemão | 2,96 | 65.026 | 21.968 | ||
| Copacabana | 5,08 | 161.178 | 31.728 | ||
| Guaratiba | 152,58 | 101.205 | 663 | ||
| Ilha do Governador | 41,45 | 211.469 | 5.102 | ||
| Inhaúma | 10,88 | 130.635 | 12.007 | ||
| Irajá | 15,04 | 202.967 | 13.495 | ||
| Jacarepaguá | 126,61 | 469.682 | 3.710 | ||
| Jacarezinho | 0,94 | 36.459 | 38.786 | ||
| Lagoa | 23,73 | 174.062 | 7.335 | ||
| Madureira | 30,18 | 374.157 | 12.398 | ||
| Maré | 4,27 | 113.807 | 26.653 | ||
| Méier | 29,41 | 398.486 | 13.549 | ||
| Paquetá | 1,71 | 3.421 | 2.001 | ||
| Pavuna | 17,48 | 197.068 | 11.274 | ||
| Penha | 13,96 | 183.194 | 13.123 | ||
| Portuária | 8,51 | 39.973 | 4.697 | ||
| Ramos | 11,30 | 150.403 | 13.310 | ||
| Realengo | 54,55 | 239.146 | 4.384 | ||
| Rio Comprido | 5,80 | 73.661 | 12.700 | ||
| Rocinha | 1,44 | 56.338 | 39.124 | ||
| Santa Cruz | 164,08 | 311.289 | 1.897 | ||
| Santa Teresa | 5,16 | 41.145 | 7.974 | ||
| São Cristóvão | 7,50 | 70.945 | 9.459 | ||
| Tijuca | 42,28 | 180.992 | 4.281 | ||
| Vigário Geral | 11,41 | 135.311 | 11.859 | ||
| Vila Isabel | 12,88 | 186.013 | 14.442 | ||
| Rio de Janeiro | 1.224,56 | 5.857.904 | 4.784 | ||
Quelle: Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística
[Bearbeiten] Hintergrund
Seine Bekanntheit verdankt die Stadt ihrer wunderschönen Lage zwischen von üppiger Vegetation bedeckten Küstengebirgen und dem Meer. Die Strände von Copacabana und Ipanema werden jährlich von Millionen Touristen aus aller Welt besucht. Ein weiterer Anziehungspunkt ist der weltberühmte Carnaval mit seinen Bandas und Blocos (Straßenumzügen), wo tausende Tänzer und Musikanten der Sambaschulen (Sambistas) durch die Straßen ziehen. Für den Wettbewerb der größten und beliebtesten Sambaschulen wurde eigens ein Stadion, das Sambódromo gebaut.
Rio de Janeiro war lange Zeit Hauptstadt Brasiliens (bis 1960) und auch ihr wirtschaftliches und kulturelles Zentrum, bis in den 1950er Jahren die Retortenhauptstadt Brasília gebaut wurde. Gleichzeitig wurde Rio von São Paulo mit seinen dort ansässigen internationalen Firmen (Autoindustrie) überrundet, so ist São Paulo heute die größte Stadt in Brasilien. Dennoch ist Rio de Janeiro nach wie vor ein wichtiges Zentrum der Wirtschaft Brasiliens. Sein Pro-Kopf-Bruttosozialprodukt gehört zu den höchsten des Landes. In Rio besteht ein großes Gefälle zwischen Arm und Reich, das wegen der hohen Bevölkerungsdichte besonders auffällt. Das beste Beispiel hierfür sind die Elendsviertel (Favelas) wie z.b. Rocinha, das nur wenige hundert Meter vom Wohlstandsviertel Leblon entfernt liegt.
Heute ist Rio de Janeiro eine kosmopolitische Metropole mit Einflüssen aus fast allen Kontinenten. Die Mehrzahl der Einwohner stammt von Europäern (vor allem mit portugiesischen oder italienischen Wurzeln) ab, daneben gibt es eine große Gruppe von Afrobrasilianern. Auch auffällig viele japanische Emigranten haben sich in Rio ein neues Leben aufgebaut. In Rio gibt es daneben eine lebendige jüdische Gemeinde. Eine Minderheit der Indios ist vertreten, meist jedoch sind diese bereits stark mit europäischem oder afrobrasilianischem Blut durchmischt. Wie alle großen Städte in Brasilien unterliegt auch Rio einer hohen Immigration durch Campesinos (Landlose Bauern) aus landwirtschaftlich verarmten Gebieten. Vor allem Nordestinos, Leute aus der Dürrezone im Nordosten Brasiliens, zieht es verständlicherweise in das wirtschaftlich immer noch attraktive Rio de Janeiro.
Das Klima ist mild, fast tropisch und feucht. Beste Reisezeit ist der Winter (Mai bis Oktober), in dem die Temperaturen tagsüber um 25-28 Grad Celsius liegen und es nur selten regnet. Selbst nachts fallen die Temperaturen kaum unter 20 Grad Celsius. Der Sommer ist schwülheiß und sehr feucht.
[Bearbeiten] Anreise
[Bearbeiten] Flugzeug
Rios internationaler Flughafen Galeão - Antonio Carlos Jobim, gelegen auf einer Insel in der Bucht von Guanabara (IATA-Flughafencode GIG) ist nach São Paulo die zweitgrößte Drehscheibe des internationalen Flugverkehrs in Brasilien.
Anschluss Bus Richtung Copacabana (Ipanema): Benützen Sie die vollklimatisierten und modern ausgerüsteten Busse, die mit Copacabana ausgewiesen sind. Es ist die preiswerteste und mit Abstand sicherste Verbindung mit den Stadtteilen Copacabana und Ipanema/ Leblon/ Barra de Tjiuca.
Empfehlung: Real Auto Ônibus (alle 15 Minuten ab Galeão), die mit der Krone im Logo. Real Auto Ônibus
Für Flüge innerhalb Brasiliens bietet sich ein zweiter Flughafen mit dem Namen Santos Dumont (IATA-Kürzel SDU) an. Auch dieser liegt an der Bucht von Guanabara, jedoch näher am Stadtkern, ist er doch unmittelbar dem Stadtteil Centro, wo Rios Geschäftswelt tagsüber brummt, auf einer Landzunge vorgelagert.
Für günstige Inlandflüge bietet sich übrigens GOL an. Buchungen sind online möglich unter VOEGOL. Diese Fluggesellschaft wurde zwar im Jahr 2006 von einem schrecklichen Flugzeugunglück heimgesucht, genießt aber bei den Brasilianern wegen ihrer günstigen Flugpreise, der sicher gepflegten Flotte und dem guten Service an Bord ein tadelloses Ansehen.
[Bearbeiten] Bus
Das Verkehrsmittel schlechthin. Busse fahren von Rio de Janeiro aus in praktisch alle Ecken Brasiliens. Es gibt auch Verbindungen in die Nachbarländer, insbesondere nach Argentinien und Uruguay.
Der Zentralbusbahnhof von Rio de Janeiro für alle Destinationen liegt im Stadtteil São Cristóvão, auf dem Weg zwischen dem internationalen Flughafen Galeão - Tom Jobim (GIG) und den Stadtteilen Centro, Copacabana und Ipanema. Die Busse dorthin sind angeschrieben mit Rodoviária oder Novo Rio.
Adresse Zentralbusbahnhof: RODOVIÁRIA NOVO RIO Av. Francisco Bicalho, 1 - São Cristóvão Tel: (21) 2291.5151 Zentralbusbahnhof
Man kommt nicht umhin, zum Fahrstil der Busfahrer noch etwas loszuwerden: Bei diesen Filhos do Ayrton Senna (Kinder von Ayrton Senna) bekommt man für weniger als einen Euro eine rasante Fahrgelegenheit inklusive Geister-, Berg-und Talbahn und die Formel 1 geboten - Adrenalina pur eben. Eine Fahrt mit dem Stadtbus lohnt sich alleine schon der ausnehmenden Freundlichkeit und dem Smile der Fahrer und der Kontrolleure wegen.
[Bearbeiten] Auto
Das Straßennetz in der Region um die Stadt ist gut ausgebaut. Mit dem 430 Kilometer entfernten São Paulo ist Rio de Janeiro über die Via Dutra - Autobahn verbunden.
[Bearbeiten] Schiff
[Bearbeiten] Mobilität
Stadtbusse
Ganz Rio kann problemlos mit dem Bus entdeckt werden. Die Preise und Destinationen sind in der Frontscheibe angeschrieben. Am besten das Geld abgezählt für den Durchgang beim Kontrolleur bereithalten. Bei Fragen hilft das Buspersonal gerne.
U-Bahn
Es gibt eine U-Bahn in Rio de Janeiro, die allerdings nur zwei Linien hat. Deswegen wird der größte Teil des Stadtverkehrs von Bussen bewältigt U-Bahn.
Seilbahn
Der Zuckerhut (Pão de Açúcar) im Stadtteil Urca kann mit der Seilbahn in zwei Etappen (Zwischenstation) erklommen werden. Seilbahn
Straßenbahn
Das quietschende und uralte Bondinho oder auch liebevoll Bonde (phonetisch Bonschi ausgesprochen) genannt, verbindet Lapa über ein einstiges Aquädukt mit dem hügeligen Künstlerviertel Santa Teresa. Die Talstation befindet sich gleich hinter dem auffälligen Petrobras-Würfelbau. Bild Bonde
Zahnradbahn
Trem do Corcovado. Talstation im Stadtteil Cosme Velho und der gleichnamigen Strasse. Auffahrt zu der Rio überragenden Jesusstatue Cristo Redentor Corcovado.
Taxi
Taxis sind nur bedingt zu empfehlen. Und wenn, dann sind nur die registrierten offiziellen Unternehmen mit Telefonnummer zu berücksichtigen. Zum Teil werden Touristen mit überrissenen Preisen übers Ohr gehauen.
Tipp: Solltest du mit einem Taxifahrer gute Erfahrungen gemacht haben, so verlange seine Telefonnummer und bevorzuge ihn für deine nächste Fahrt durch Rio. Er wird es dir danken.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Die Sehenswürdigkeiten nehmen in Rio de Janeiro kein Ende. Phantastisch gelegen an der Bucht von Guanabara und dem offenen Atlantik mit seinen gigantischen Wellen und durchsetzt von bizarren Gebirgsformationen wie dem Corcovado, Zuckerhut oder dem Felsen der Zwei Brüder (Dois Irmãos) bietet Rio ein breites Spektrum von Attraktionen.
Zu den berühmtesten gehören sicherlich der Zuckerhut und der Cristo Redentor (Jesusstatue, 38 Meter hoch), das Wahrzeichen der Stadt. Auf dem 710 m hohen Corcovado steht Jesus auf dem höchsten Sockel der Welt und breitet seine Arme schützend über die Stadt aus. Der Sage nach soll er dabei Rio de Janeiro in die Stadtteile Nord und Süd (Zona Norte e Zona Sul) geteilt haben. Darüber hinaus geht das leicht selbstironische Gerücht; sollte dieser Jesus einmal seine Arme verschränken, die Cariocas (Einwohner Rios) würden dann endlich zur Arbeit fahren.
Mit der Zahnradbahn Trem do Corcovado oder mit dem Taxi erreicht man den Gipfel des Corcovado, von dem aus man eine überwältigende Aussicht über die Stadt, die Guanabara-Bucht, die Brücke nach Niterói, den Atlantik und die Strände von Botafogo, Copacabana und Ipanema hat. Unmittelbar neben der Talstation der Corcovadobahn befindet sich das Museum der Naiven Kunst, das einen farbenfrohen Einblick darüber gibt wie sich Brasilianer ihre Welt malen. Wachsender Beliebtheit erfreuen sich die allerdings teuren Helikopterrundflüge. Der Rotorenlärm gehört inzwischen zum Stadtbild wie das Quietschen der anhaltenden und abfahrenden Busse.
Von der Praia vermelha (der rote Strand) im idyllisch gelegenen Stadtteil Urca gelangt man mit der weltberühmten Seilbahn auf den Zuckerhut. Oben lohnt sich nicht nur der atemberaubende Ausblick, sondern auch ein kleiner Rundgang durch den Park. Besonders eindrucksvoll ist bei klarer Sicht der Sonnenuntergang, nachdem man unter sich die Stadt zum Nachtleben erwachen sieht. Zur linken Seite der Praia vermelha bei der Talstation führt übrigens ein wunderschöner und schattiger Weg durch die typische Hügelvegetation mit Dschungelflair und mit ein bisschen Glück wird man kleine Äffchen und farbenfrohe Schmetterlinge entdecken.
Im Stadtteil Centro bietet sich der Platz Largo da Carioca als Ausgangspunkt für viele Exkursionen an. Nur wenige hundert Meter entfernt befindet sich die Confeitaria Colombo, Rios bekanntestes und wohl schönstes Café. Nur einige Minuten von hier entfernt befindet sich der Saára, ein riesiger Basar, der sich durch viele Straßen und Hallen zieht, und der Park Campo de Santana, in dem man mitten in der Metropole ein wenig Ruhe unter herrlichen Baumriesen genießen kann.
Ebenfalls nahe des Largo da Carioca befindet sich Cinelândia, ein weiteres Stadtviertel, in dem das Theater, das Museum der schönen Künste und die Nationalbibliothek angesiedelt sind. Läuft man die Prachtstraße Avenida Rio Branco südlich hinunter, so trifft man unweigerlich auf das Museum der Modernen Kunst, dem Museu de Arte Moderna.
Vom Ausgangspunkt Largo da Carioca-Platz aus sieht man auch das kubisch geformte Gebäude der Petrobras (die staatliche Erdölfirma), zu dessen Füßen sich die Haltestelle des Bondinho, der kultigen gelben Straßenbahn befindet. Eine Fahrt mit diesem Kleinod sollte man sich nicht entgehen lassen, denn für ein paar Centavos führt sie ratternd über die Brücke von Lapa und hinauf ins alte Villenviertel Santa Teresa, das heute von der Alternativszene und vielen Künstlern gerne bewohnt wird.
Wieder am Largo da Carioca-Platz, bringt einen die Metro schnell und günstig zum Maracaná, dem sagenumwobenen Fußballstadion, wo Pelé vor geschätzten 200'000 Zuschauern sein 1000stes Tor schoss, sein letztes Spiel in der brasilianischen Auswahl Selecão gab, wo der verstorbene Garrincha von den Bewohnern Rios öffentlich verabschiedet wurde und heute die Stadtklubs Flamengo, Vasco da Gama und Fluminense sich das Heimrecht teilen. Fußball wird übrigens das ganze Jahr durch gespielt. Es gibt dabei vier verschiedene Meisterschaften. In direkter Nachbarschaft zum gigantischen Stadion liegt übrigens der Zoo, der viele tropische Tiere beheimatet.
Ferner empfiehlt sich unbedingt ein Besuch des botanischen Gartens Jardim Botânico, erstellt vom letzten König Portugals (Dom João VI) während seiner Exilzeit (1807-1821) in Brasilien bei der Lagune Rodrigo de Freitas. Der botanische Garten beheimatet viele Blumen, darunter unzählige Orchideenarten und eine Vielfalt an Bäumen, aber auch ein Stück atlantischen Regenwaldes, in dem man Affen, Schmetterlinge und kleine Echsen entdecken kann. Gleich daneben befindet sich übrigens auch die Pferderennbahn Jockey Clube von Rio, die einen internationalen Ruf genießt. Ein Besuch mit kleinem Wetteinsatz kann sich durchaus lohnen.
Und natürlich ist kein Besuch vollständig ohne die beiden berühmten Strände von Copacabana und Ipanema. Die Strandabschnitte sind unterteilt in Lebensretterposten, den sogenannten Postos. So ist zum Beispiel am Strand von Ipanema der Posto 8 ein beliebter Treffpunkt und Showbühne für Schwule. Wer sich der jungen alternativen Szene verbunden fühlt, der ist am Posto 9 1/2 bestens aufgehoben.
[Bearbeiten] Karneval
Viele Karnevalsanlässe beginnen bereits 14 Tage vor den offiziellen Daten (Pré-Carnaval). Um sich umfassend zu informieren und mitzuerleben, wie die ganze Stadt sich emotional hochschaukelt, empfiehlt es sich daher, einige Tage vorher anzureisen. Am Freitag vor Karnevalsbeginn wird der Stadtschlüssel jeweils offiziell in die Hände des Karnevalskönigs Rei Momo übergeben.
Daten Carnaval
2008: 02. bis 05.Feb
2009: 21. bis 24.Feb
2010: 13. bis 16.Feb
Sambódromo - Der Wettbewerb der Sambaschulen
Aus diesem von Oscar Niemeier erdachten Sambastadion erreichen uns Europäer die farbenprächtigen Bilder der bekanntesten Sambaschulen Rios. Ein Besuch des Wettbewerbs an einem der Abende erfordert eine gute körperliche Verfassung, der Event dauert jeweils 8-9 Stunden bis in die frühen Morgenstunden hinein.
Terreirão do Samba - Das Sambafestivalsgelände
Unmittelbar neben dem Stadion des Sambodromos gibt es ein großes Festgelände, wo während des Carnavals allabendlich verschiedenste Musikkonzerte zum Abtanzen veranstaltet werden. Auch eine breite Auswahl an brasilianischem Essen macht den Besuch lohnenswert.
Blocos und Bandas - Straßenumzüge
Das Herz von Rios Karneval. Straßenumzüge an denen jeder teilnehmen kann. Mit dem Kauf eines offiziellen T-Shirts der veranstaltenden Bloco-Vereine ist man bereits aufgenommen im Kreis der Tausenden von Mitfeiernden. Reihe dich ein in die Masse und erlebe nie Dagewesenes!
Die bekanntesten Umzüge:
- Cordão do Bola Preta - Karnevalssamstag 10.00 Uhr | Start im Centro
- Banda de Ipanema - Samstag vor Karneval und Karnevalssamstag jeweils 1600 Uhr | Start in Ipanema
- Dois Pra Lá, Dois Pra Sá - Karnevalssamstag 14.00 Uhr | Start in Botafogo
Rio folia in Cinelândia - Der alternative Karneval
Besonders der alternative Karneval in Cinelândia gilt als Vorreiter für immer neue Rhythmen und Stile. Beim Aquädukt von Lapa findet man während der ganzen fünf Tage freien Eintritt für traditionelle brasilianische Musik sowie auch die neuesten Trends.
Straßenspektakel
Auf dem Platz Praça Floriano, Cinelândia, findet während der fünf Tage eines der größten Straßenspektakel statt. Die größten Idole des Rio-Karneval performen auf einer Bühne, und die Zuschauer singen zusammen mit ihren Stars die großen Hits des Karnevals.
Besuch einer Sambaschule
Ab September öffnen die Sambaschulen ihre Türen und zeigen das bisher Geübte ein erstes Mal auch der breiten Öffentlichkeit. Diese Events sind große Tanzpartys und eine gute Gelegenheit auch Einheimische kennen zu lernen. Die bekanntesten und beliebtesten Sambaschulen (Escolas de Samba) sind Mangueira, Unidos da Tijuca und Grande Rio.
Mangueira - Telefon: 2567 4637 Rua Visconde de Niterói, Mangueira | 22.00 Uhr Samstags
Unidos da Tijuca - Telefon: 2516 4053 Rua Francisco Bicalho 47, Cidade Nova | 23.00 Uhr Samstags
Grande Rio - Telefon: 2775 8422 Rua Almirante Barroso 5-6, Duque de Caixas | 22.00 Uhr Samstags
Während des Karnevals finden für Touristen gedachte Vorführungen dieser Sambaschulen auch in den verschiedenen Nachtclubs (z.b. Rio Scala, Avenida Afrânio de Melo Franco 296, Leblon) statt. Nebst ihren Auftritten im Sambódromo natürlich.
Kostümwettbewerbe
Schaubühne für Drag-Queens und Karnevalssüchtige. Veranstaltungen im Hotel Glória.
Centro de Convenções do Hotel Glória - Rua do Russel, 632 - Glória -
Tel.: 2555-7272 - Fax: 2555-7282
[Bearbeiten] Aktivitäten
Copacabana Search Site Es gibt einen neuen online Guide über Rio de Janeiro. Ganz was anderes. Eine gutes Suchmenu mit einem Satellitenbild von Copacabana. Die offizielle Version kommt wohl Anfang September, aber die Demo sieht schon echt gut aus. Sehr praktisch und übersichtlich und mit recht guten Informationen in fünf Sprachen, auch auf Deutsch.
[Bearbeiten] Einkaufen
Barra de Tijuca
Einkaufsmäßig wird Barra de Tijuca als das Miami von Rio bezeichnet. Ein Shoppingcenter reiht sich dort ans nächste. Mit dem Bus Barra de Tijuca oder dem Taxi einfach zu erreichen.
Rio Sul
Das mächtige und weitherum sichtbare Einkaufscenter Rio Sul, gleich vor dem Leme-Tunnel zur Copacabana gelegen, bietet eine gute Gelegenheit, sich schnell mit allem, was man sich nur wünschen kann, einzudecken. Auch internationale Stores sind vertreten. Geeignet für Geldwechsel, Fastfood, Kleiderkauf, Souvenirs, Musik, Kinogang etc.
Shoppingmeilen in Copacabana
In der Avenida Atlãntica (Sechsspurige Autostraße dem Strand entlang) und ihren dahinterliegenden Parallelstraßen findet man alles, was man zum Leben brauchst (Reis und schwarze Bohnen) bis hin zu Top-Luxusartikeln (Diamanten bei Juwelier Stern). Halte Ausschau nach günstigen Outlet-Läden.
[Bearbeiten] Küche
Eigenheiten in Brasiliens Restaurants
Bestellt man im Restaurant nach der Menukarte, so reicht eine ausgewählte Portion stets für zwei Personen.
Feijoada
Das Nationalgericht mit Reis und schwarzen Bohnen (Feijoas pretas). Schweineohren, -schnauzen, -pfoten und Wursträdchen gehören manchmal auch dazu.
Churrasco
Fleisch vom Grill. Das gut gesalzene und durchgebratene Fleisch wird vielfach vor dem Verzehr in geröstetem Maniokmehl (Farofa - beliebte Sättigungsbeilage indianischer Provenienz) gewälzt und so verspeist.
Churrasceria
Das Steakhaus. Wer gerne viel und gutes Fleisch isst, der ist hier bestens aufgehoben. Das brasilianische Rindfleisch ist seiner hohen Qualität wegen ein weltweiter Exportschlager.
Kilo Restaurant
In diesen Restaurants wird nach Gewicht bezahlt. Reichhaltige Buffets mit dem bestem, was die brasilianische und internationale Küche zu bieten hat (ein Paradies auch für Vegetarier), warten hier auf noch leere Teller. Der Verfasser empfiehlt unbedingt:
Fazendola
Rua Jangadeiros 14 A
Ipanema
phone: (21)2247-9600
[Bearbeiten] Nachtleben
Ausgehtipps findet man in der aktuellen Ausgabe von Veja Rio, erhältlich an jedem Zeitungsstand in Rio.
Stadtteil Lapa
Unter der Brücke von Lapa (Aquädukt) trifft sich Samstagabend das Jungvolk zu Bier, Samba und Gesang. Während des Carnavals kocht diese Gegend über, und es finden spontane Straßenfeste bis zum Morgengrauen statt. Auch sehr populäre Clubs wie das Rio Scenarium und das Carioca da Gema befinden sich dort.
Das Canecão
Die Konzerthalle von Rio mit vielen Gigs brasilianischer und internationaler Musikgrößen das ganze Jahr durch. Gelegen beim Shoppingcenter Rio Sul und dem Leme-Tunnel im Stadtteil Urca. Canecão
[Bearbeiten] Unterkunft
Wohnen in Santa Teresa
Dank Cama e Café gibt es seit kurzem an den wunderschön gelegenen Hängen von Santa Teresa mit seinen vielen Herrschaftshäusern eine Zimmervermietungsagentur, die verschiedenste Zimmer mit Frühstück zu fairen Preisen anbietet (unter anderem auch im ehemaligen Wohnhaus von Ronald Biggs, dem englischen Bankräuber). Die Qualität des Gästehausverbundes wird dabei von Cama e Café laufend überprüft und das Unternehmen sieht sich auch als Projekt, dem einst etwas heruntergekommenen Stadtviertel Santa Teresa mit einem Touristikangebot wirtschaftlich einen anhaltenden Aufschwung zu verleihen. Cama e Café
[Bearbeiten] Lernen
[Bearbeiten] Arbeiten
[Bearbeiten] Sicherheit
Die Präfektur von Rio de Janeiro hat in den letzten Jahren immense Anstrengungen unternommen, die Touristen vor dem Unbill der hohen Kriminalität zu schützen. So wurde unter anderem auch eine eigene Touristenpolizei ins Leben gerufen und problematische Stadtzonen sowie verschiedene Strandabschnitte werden permanent durch Videokameras überwacht. Trotzdem gibt es verschiedene Punkte, die es unbedingt zu beachten gilt:
Der Aufenthalt an allen Stränden nach Sonnenuntergang sollte gemieden werden, werden diese Orte doch bevorzugt von Jugendbanden für Raubüberfälle genutzt.
Gewisse Stadtteile sollten der Sicherheit wegen schlichtweg gemieden werden. Rio de Janeiro befindet sich in einem andauernden Drogenkrieg zwischen Militärpolizei und Drogenbanden, die sich auch untereinander bekämpfen. Auch eine marxistisch verbrämte Organisation (Comando Vermelho), die sich durch Drogen finanziert, befindet sich mit der Staatsmacht auf regem Kriegsfuß. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass man als Unbeteiligter plötzlich zwischen die Fronten kommt. Das Problem ist, hier wird viel und scharf geschossen und manch ein verirrter Schuss (Bala perdida) hat schon unschuldige Menschenleben gefordert. Bitte erkundigen Sie sich vor Ausflügen nach diesen aktuell unsicheren Stadtteilen. Bei der Planung des Ausflugs sollte man sich stets im voraus folgende Gedanken machen: Wie komme ich dahin und wieder zürück?
Sicherheitstipps
Nimm nur einen Geldbetrag mit auf die Straße, der dir bei Verlust nicht weh tut.
Kleide dich zurückhaltend, schmucklos und leger und nimm dir dabei die Einheimischen zum Vorbild. Trage deine teure Fotokamera oder gar Laptops nicht demonstrativ zur Schau (Alternative: günstige Einwegkameras).
Trage stets eine Kopie deines Passes auf dir (Auch die Militärpolizei kann gewaltig Stunk machen und die Grenzen zwischen Polizei und Kriminellen leider fließend).
Berücksichtige nur registrierte Taxis mit Rufnummer. Bevorzuge den Bus, dessen Kontrolleure sind äußerst zuvorkommend! Lass dir im Zweifel beim Einsteigen vom Motorista (Fahrer) den Aussteigeort bestätigen und setz dich am besten in seine Nähe.
Bei einem Überfall ist es wenig empfehlenswert, sich zu wehren. Die Gewaltbereitschaft der meist jugendlichen Täter ist hoch und vielfach sind sogar Waffen im Spiel.
Lass die Finger von harten wie auch weichen Drogen. Die Gefängnisse in Brasilien sind eh schon überfüllt, die hygienischen Bedingungen dort spotten jeder Beschreibung und blutige Aufstände sind nicht selten.
[Bearbeiten] Gesundheit
Essen
Wie überall in tropischen Ländern sollte man Abstand nehmen von Salaten und bereits geschälten Früchten. Bei Nichtbeachtung kann Durchfall die Folge sein.
Bei auftretenden Magenproblemen empfiehlt der Verfasser Coca-Cola. Das hilft erstaunlich oft.
Dengue-Fieber
Das Robert-Koch-Institut rät Brasilien-Reisenden, sich mit Moskito-Netzen und Insektensprays zu schützen. Der Verfasser rät zudem, nie abgestandenes Wasser zu trinken. Seit Dezember 2005 tritt das Dengue-Fieber, das sich durch Mücken überträgt, in Rio de Janeiro vermehrt auf. Die Krankheit, für die es keinen Impfschutz gibt, verläuft normalerweise erst bei einer erneuten Ansteckung tödlich.
Siehe hierzu auch: News:2008-03-27:_Dengue_Fieber_in_Rio.
Geschlechtskrankheiten
Wie Salvador da Bahía stellt auch Rio de Janeiro ein beliebtes Ferienziel dar für Sextouristen aus den reichen Industrienationen. Zu den sexuell ausgebeuteten Opfern gehören auch Kinder beiderlei Geschlechts, zu den Tätern Heterosexuelle sowie auch Schwule. Da vielfach ungeschützter Geschlechtsverkehr die Regel ist und von den Tätern auch gefordert wird, sind schwere gesundheitliche Folgeschäden nur zwangsläufig. Der Verfasser möchte hier nicht dazu auffordern, Kondome zu benützen, sondern weit darüber hinausgehen. Er appelliert an den Anstand und die Vernunft jedes Brasilienreisenden, denn es gilt: "Auch die Würde und Gesundheit jedes Brasilianers und jeder Brasilianerin ist unantastbar".
[Bearbeiten] Klarkommen
Die Carioca-Körpersprache
Im alltäglichen Umgang miteinander wird oft überschwenglich mit Gestik und Mimik miteinander kommuniziert. Hier eine zufällige Auswahl:
Den Daumen nach oben halten und lächeln heißt: Alles klar! Aber auch: Nein danke, ich möchte nichts kaufen!
Den Zeigefinger ans untere Augenlid und Auge damit leicht öffnen --> Achtung aufgepasst!
Daumen in der anderen geöffneten Handfläche wie eine Zigarette ausdrücken --> Schlecht!
Die Handflächen übereinander hinweghuschen lassen --> Hin und Zurück.
Ein zwischen den ersten und zweiten Finger einer geballten Faust geklemmter Finger entspricht in seiner Bedeutung dem europäischen Daumendrücken. Hier aber etwas anzüglich gemeint.
Um Eile anzuzeigen oder jemandem zu bedeuten, er möge sich beeilen, werden die Spitzen von Daumen und Mittelfinger leicht aneinandergelegt. Dann wird die Hand in schneller Folge mehrmals auf und ab geschwungen, als wolle man Wassertropfen abschütteln.
Um jemandem zu drohen, dreht man die Handinnenfläche nach oben und schwingt die Hand mehrmals vor und zurück.
Wenn man etwas nicht will, schlägt man sich auf den Handrücken, so als wollte man sich einer Sache endgültig entledigen.
Vorsicht: Werden die Spitzen von Daumen und Zeigefinger in ovaler Form aufeinandergelegt, so bedeutet dies keineswegs wie in Europa super oder hervorragend, sondern man versucht gerade jemandem zu vermitteln, sein Gegenüber sei ein riesiges A...loch.
Allgemeine Umgangsformen
Die Cariocas (Einwohner Rios) sind ein sehr lebenslustiges und auch äußerst trinkfreudiges Völklein, deren Genussmittel Nummer 1 ist dabei eindeutig das Bier. Bevor man sich versieht, bekommt man vielerorts eine solche Bierdose in die Hand gedrückt und es ist einer künftigen Freundschaft nicht gerade förderlich, eine solche Einladung auszuschlagen. Dasselbe gilt natürlich auch umgekehrt, es ist also nie eine schlechte Idee, jemandem ein Bier auszugeben. Dasselbe gilt auch für Zigaretten.
Eine bestimmte Zeit mit einem Brasilianer abzumachen, erfordert von einem Europäer besonders viel Langmut und Nachsehen. Wenn du dich beispielsweise um zwei Uhr mit ihm verabredest, dann ist für ihn vier Uhr auch noch ganz okay. Diese Verspätungen dürfen aber nicht persönlich genommen werden, sie gehören einfach zu den kulturellen Errungenschaften Brasiliens.
[Bearbeiten] Post und Telekommunikation
Post
Die meisten Correiros (Poststellen) haben von Montag-Freitag, 08.00 - 18.00 Uhr geöffnet. Poste Restante kann in der Hauptpoststelle abgeholt werden (Rua Primeiro de Março 64, Centro)
Telefon
Internationale Vorwahl: 0055
Vorwahl Inland: 21
Berücksichtige beim Telefonieren im Lande den Code des jeweiligen Telekommunikationsanbieters und kaufe die dazu nötige Prepaid-Telefonkarte am Zeitungsstand.
Internet
Das Internet erfreut sich in Brasilien gleich nach den Telenovelas (TV-Soaps) der zweitgrößten Beliebtheit und Rio de Janeiro wird von Internetcafés geradezu überschwemmt. Viele Hotels und Gästehäuser (Pousadas) bieten freien Zugang.
[Bearbeiten] Ausflüge
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Weblinks
- MAPilot Rio de Janeiro - Satellitenbild mit Zoom und Suchfunktionen
- Favelafaces Vier Favelados erzählen ihre Geschichte
- Rocinha im Brennpunkt, Bericht aus dem Jahre 2004
- Brasilianische Kultur auf deutsch
- Webcams der Stadtverwaltung von Rio de Janeiro zur Verkehrsüberwachung
- 360° Panoramas verschiedenster Locations in Rio de Janeiro
- Hanggliding und Tandemflüge vom Pedra Bonita bei São Conrado
- Cidade Maravilhosa Eine bunte Sammlung verschiedener Infos über die Cidade Maravilhosa , liebevoll verfasst und gepflegt von ein paar initiativen Bürgern Rios.

