Rhön

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Die Rhön ist eine Mittelgebirgslandschaft in der Mitte Deutschlands, gelegen im Länderdreieck Hessen, Thüringen und Bayern.

Kreuzberg: Kreuzigungsgruppe am Gipfel;
Kreuzberg: Kreuzigungsgruppe am Gipfel;

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Regionen

[Bearbeiten] Verteilung nach Topographie

  • Lange Rhön oder auch Hochrhön - im Wesentlichen das Biosphärenreservat entlang der Hochrhönstraße zwischen Fladungen und Bischofsheim an der Rhön.
  • Kuppenrhön oder auch kuppige Rhön, in Hessen und Thüringen das Gebiet nördlich der Hochrhön, mit dem charkteristischen Landschaftsbild der kuppenförmige Einzelberge aus den verwitterten Resten ehemaliger Vulkanschlote.
  • Schwarze Berge
  • Vorderrhön, im Hessischen und Thüringischen das Gebiet nördlich vor der Kuppenrhön;
  • Vor-Rhön, im Fränkischen die Region Rhön-Saale südöstlich der Hochrhön bis zur fränkischen Saale und bis zum Grabfeld;

[Bearbeiten] politische Verteilung nach Bundesländern

[Bearbeiten] Orte

[Bearbeiten] fränkische Rhön

  • Bad Brückenau - Bayerisches Staatsbad mit Geschichte.
  • Bad Bocklet - Bayerisches Staatsbad im Tal der fränkischen Saale.
  • Bad Kissingen - Bayerisches Staatsbad und bekanntester Kurort Deutschlands.
  • Bad Neustadt an der Saale - Bayerisches Staatsbad am Fuß der Rhön.
  • Bischofsheim an der Rhön - Holzschnitzerstadt am Fuße des Kreuzbergs.
  • Fladungen - mittelalterlich romantisches Fachwerkstädtchen.
  • Hammelburg - älteste Weinstadt Frankens.
  • Mellrichstadt - Die „junge Stadt in alten Mauern“.
  • Münnerstadt - am Südrand des Naturparkes Bayerische Rhön, prächtige Fachwerkbauten.
  • Oberelsbach - Marktgemeinde und staatlich anerkannter Erholungsort.
  • Ostheim vor der Rhön - mit der größten Kirchenburganlage Deutschlands.
  • Wildflecken - mit dem Informationszentrum "Haus der Schwarzen Berge" im Ortsteil Oberbach;

[Bearbeiten] hessische Rhön

Rhönlandschaft bei Tann (im Juni) - Das Land der offenen Fernen
Rhönlandschaft bei Tann (im Juni) - Das Land der offenen Fernen
  • Dipperz - Tor zur Hochrhön;
  • Ehrenberg - im Ulstertal, mit dem Luftkurort Wüstensachsen;
  • Eichenzell, mit dem schönsten Barockschloss Hessens, Schloss Fasanerie;
  • Ebersburg - mit der gleichnamigen Burgruine;
  • Fulda - Bischofsstadt und Wirkungsstätte des heiligen Bonifatius.
  • Gersfeld - "heimliche Hauptstadt" der Rhön, ganzjährig geöffneter Wildpark.
  • Hofbieber - mitten in der "kuppigen Rhön";
  • Hünfeld - Stadt im Haunetal;
  • Hilders - staatlich anerkannter Luftkurort;
  • Poppenhausen (Wasserkuppe) - am Fuß der Wasserkuppe;
  • Rasdorf - Dorf mit 1225jähriger Geschichte im "Hessischen Kegelspiel"
  • Tann - historische Rhönstadt.

[Bearbeiten] thüringische Rhön

[Bearbeiten] Weitere Ziele

[Bearbeiten] Hintergrund

Wintertraum an der Wasserkuppe:  Sonnenuntergang am Radom
Wintertraum an der Wasserkuppe: Sonnenuntergang am Radom

Geographisch grenzt die Rhön im Nordwesten an den Vogelsberg, im Westen an den Spessart, im Süden an die fränkische Saale, im Südosten an das Grabfeld und im Nordosten an den Thüringer Wald.

"Land der offenen Fernen" ist ein überwiegend von der Tourismusbranche benutzte Bezeichnung für die Rhön: Der Slogan versucht den Eindruck der unbewaldeten und damit aussichtsreichen Hügellandschaft der Hochrhön zu beschreiben.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Name "Rhön" geht vermutlich auf das keltische Wort "rain" zurück, das Wort Rain oder auch "Rangen" für einen Hang ist heute noch gebräuchlich.

Wissenschaftlich erforschte Höhensiedlungen an der fränkischen Saale (Mittelstreu, Eiersberg, wahrscheinlich ab der Mittelsteinzeit 4500 v. Chr., gesichert ab der Eisenzeit) und in der hessischen Rhön (Milseburg, Oppidum 1200-800 v. Chr.) belegen die ersten vorgeschichtlichen Kulturen in der Rhön. Nachgewiesen ist eine Kette von Wallanlagen auf dem "Öchsen", der "Hessenkuppe" bei Dermbach, dem "Rutheberge" bei Kaltensundheim, dem "Dammersfeld", dem "Kreuzberg" als Auswahl.

Im Mittelalter waren Zentren der Kultur das Kloster Fulda und die Kaiserpfalz bei Bad Neustadt.

[Bearbeiten] Geologie und Vulkanismus

Die Rhön gehört zu einer Kette von Vulkanzentren, die sich von der Eifel über den Westerwald, den Vogelsberg und die Rhön selbst bis nach Schlesien erstreckt. Durch radiometrische Altersdatierungen des Gesteins ist die vulkanische Aktivität in der Rhön belegt für den Zeitraum von etwa 25 bis 11 Millionen Jahren vor heute, mit dem Ende der Hauptaktivität vor ca. 18 Millionen Jahren.

Das Gebiet der Hochrhön ist im Wesentlichen aus einer Schicht aus ausgebreitetem vulkanischen Gesteinen aus dem Zeitalter des Tertiär (WikiPedia) aufgebaut. Das Gebiet erhebt sich mit der fast 300 m mächtigen vulkanischem Gesteinsschicht mehr als 200 m über das Gelände der benachbarten Gebiete des Rhöner Vorlands und der Kuppenrhön.

Bei dem hügeligen Bergland der aus Einzelkuppen aufgebauten Kuppenrhön (z.B. Milseburg, Wachtküppel, Steinwand, mit Höhen von 650 bis 839 m) handelt es sich um durch die infolge der Erosion des umgebenden weicheren Gesteins freigelegten Phonolithkörper ehemaliger unterirdisch abgekühlter Magma-Förderschlote und Gänge aus der Trias-Zeit (WikiPedia).

moderner Basaltabbau am Bauersberg;
moderner Basaltabbau am Bauersberg;

Im Rhöner Vorland spielt der Vulkanismus so gut wie keine Rolle. Das Gebiet ist im Wesentlichen aus Gesteinen der Untertrias-Zeit (Buntsandstein) aufgebaut.

Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts, im Gleichschritt mit der verkehrsmäßigen und technischen Erschließung der Rhön, begann der Basaltabbau im großem Umfang. Basaltwerke entstanden und boten der Bevölkerung in der bisher wenig industrialisierten Gegend ein regelmäßiges Einkommen und eine geregelte Arbeitszeit gegenüber den Mühen der Landwirtschaft. Hauptanwendungsbereich des abgebauten Basalts war der Dammbau an den Küsten in Norddeutschland und Holland. Heute spielt der Basaltabbau in der Rhön so gut wie keine Rolle mehr. Die ehemaligen Abbaugebiete wie z.B. das Steinerne Haus oberhalb von Ginolfs oder der Silbersee nahe der Rother Kuppe sind renaturiert und dienen als Erholungsgebiete.

weiterführende Informationen zur Geologie: Biosphärenreservat

[Bearbeiten] Biosphärenreservat

Lange Rhön, UNESCO-Biosphärenreservat
Lange Rhön, UNESCO-Biosphärenreservat
Winter im Biosphärenreservat
Winter im Biosphärenreservat

Biosphärenreservate sind weltweite Modelllandschaften der UNESCO. Seit dem 04. März 1991, kurz nach der Wiedervereinigung, ist die Rhön durch die Arbeit der Naturschutzbehörden aus den drei einzelnen Landesteilen Bayern, Hessen und Thüringen länderübergreifend in ihrer Gesamtheit von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt.

Das Biosphärenreservat der Rhön gliedert sich, abgestuft nach dem Einfluss der menschlichen Tätigkeit, in eine Kernzone, eine Pflegezone und eine Entwicklungszone.

Die Kernzone ist nicht bewohnt und wird nicht bewirtschaftet oder gepflegt. Es handelt sich hier um überwiegend naturnahe Laubwälder und Moore mit einem Anteil von nur 2,7 % der Gesamtfläche des Biosphärenreservates.

Die Pflegezone sind diejenigen Gebiete, die in ihrer Eigenart mit einer arten- und strukturreichen Agrarlandschaft zusammen mit naturnahen Wäldern für die Rhönlandschaft besonders charakteristisch sind. Zur Erhaltung dieser Landschaften kommt hier der traditionellen Landnutzung höchste Bedeutung zu. Die Pflegezone hat einen Anteil von 36,4 % an der Gesamtfläche und gliedert sich nochmals in eine Pflegezone A mit den besonders empfindlichen und störungsarmen Hochlagen der Hohen Rhön um die Lange Rhön und das Rote Moor, und einer Pflegezone B für die weiteren besonders charakteristischen Kulturlandschaften.

Die Entwicklungszone hat mit 60 % den größten Anteil am Biosphärenreservat Rhön. Es sind die Gebiete mit für die Land- und Forstwirtschaft günstigen Standorten, Siedlungen und Gewerbegebiete. An diesem Modellraum soll gezeigt werden, dass der Mensch die Biosphäre nutzen kann, ohne sie zu zerstören.

Durch die Verwaltung des Projekts wird im Entwicklungsraum eine Vielzahl an Projekten zum Thema, wie z.B. zur Land- und Forstwirtschaft, zur Umweltbildung, Siedlung, Wasserwirtschaft und zum Tourismus betreut, organisiert und informiert.

[Bearbeiten] Brauchtum

Osterbrunnen: Sebastiansbrunnen in Bastheim
Osterbrunnen: Sebastiansbrunnen in Bastheim
  • Osterbrunnen: Ursprünglich beheimatet in der nahen Fränkischen Schweiz hat sich auch im fränkischen Teil der Rhön in den letzten Jahren der Brauch des Osterbrunnens verbreitet. In vielen Ortschaften werden zu Ostern die Brunnen aufwändig geschmückt. Wikipedia.

[Bearbeiten] Rhönschaf

Rhön-Hilde ist der Name für das Marketing-Maskotchen der Rhön, es stammt aus der Rasse der Rhönschafe, eine der ältesten Nutztierrassen Deutschlands. Die Tierart wird 1846 namentlich erstmals erwähnt und ist in seiner caharakteristischen Form bereits für das 16. Jahrhundert belegbar: Kennzeichen des Rhönschafs ist der hornlose, schwarzhaarige unbewollte Kopf und, in Unterscheidung von den bekannteren norddeutschen Heidschnucken, die weißen Beine.

Eine erste internationale Karriere startete das Rhönschaf im Jahre 1813 unter Kaiser Napoleon. Auf einem seiner Kriegszüge kostete Napoleon in der Rhön das Fleisch der Tiere und veranlasste anschließend wegen der hohen Fleischqualität den Import von Wanderherden aus der Rhön bis nach Paris, wo die Schafe unter dem Markennamen "mouton de la reine", was soviel wie "königliches Schaf" bedeutete, als Schlachtvieh und Delikatesse verkauft wurden. In Folge war die Rasse über fast ganz Deutschland verbreitet.

Ende des 19. Jahrhunderts gingen die Bestände aufgrund von Viehseuchenbekämpfungskampagnen und Einfuhrbeschränkungen in Frankreich zurück, für das Jahr 1960 sind nur noch 300 Exemplare des Rhönschafs in den Herdenbüchern der damaligen westlichen Bundesländer gelistet, die Tierart war vom Aussterben bedroht. Wegen der besonderen Eignung für das rauhe, feuchte Klima der Mittelgebirge setzte aber in der Neuzeit eine Erholung der Bestände ein, die robuste Tierrasse umfasst aktuell wieder ca. 10.000 gelistete Tiere. Im Hochsommer gehören die Schafherden der Rhönschafe wieder fest zum Landschaftsbild der Hochrhön, sie helfen bei der Landschaftspflege der extensiv bewirtschafteten Grasflächen und das schmackhafte Fleisch der Tiere ist auch wieder eine regionale Spezialität.

Für Diskussion und Unmut sorgte das Maskotchen "Rhön-Hilde", das vom Comic-Zeichner Alex Ziegler zunächst so wie die Heidschnucken mit schwarzen Beinen dargestellt wurde (möglicherweise aus künstlerischer Freiheit heraus oder auch einfach nur aus Unwissenheit). Derzeit haben sich die Wogen des Unmuts aber etwas geglättet: Die schwarzen Beine sind jetzt schwarze Socken, und für diese Socken sind künftig auch andere Farben geplant.

Infos zum Rhönschaf bei der GEH und bei www.rhoenhilde.de;

Rhönraddenkmal in Schönau
Rhönraddenkmal in Schönau

[Bearbeiten] Rhönrad

Das Sportgerät aus zwei Reifen mit sechs Quersprossen wurde 1925 von Otto Feick in Schönau a.d. Brend zum Patent angemeldet. Bei den olympischen Spiele 1936 in Berlin wurde das Rhönrad erstmals international vorgestellt, 1959 erfolgte die Aufnahme der Turnsportart in den Deutschen Turnerbund, die ersten Weltmeisterschaften fanden 1995 in Den Helder (Niederlande). Organisiert ist die Sportart im IRV (www.rhoenrad.com).

Weitere Infos zum Rhönrad bei Gym-Wheel und bei wikipedia: Rhönrad;

[Bearbeiten] Sprache

Das Gebirge der Rhön ist seit dem frühen Mittelalter ostfränkischer Kulturraum, daher ist die Sprache der Rhöner Einwohner in seinen Wurzeln ein ostfränkischer Dialekt.

Aufgrund der Lage der meist recht kleinen Siedlungen mit zersplitterten regionalen Landesherrschaften in einem unzugänglichen Gebirge und auch in Folge der geringen Mobilität der einfachen Landbevölkerung bildeten sich kleine Sprachinseln mit teilweise stark von einander abweichenden Unterarten der Rhöner Mundart heraus: auch auf kurze Strecken von nur wenigen Kilometern konnte der Dialekt des einen Ortes manchmal nur sehr schwer von den Bewohnern im übernächsten Nachbarort verstanden werden. Extrembeispiel ist hier der Raum um den Ort Oberelsbach: auch wer glaubt er könnte noch das Unterfränkisch oder gar Rhöner Platt (das Rhöner Platt hat nichts mit dem Dialekt des norddeutschen Platt zu tun) einigermaßen verstehen, wird dem echten Dialekt eines älteren Oberelsbacher Bürgers nur sehr schwer folgen können.

Zusätzlich kommt dann noch eine regionale Sprachfärbung nach der hessischen und thüringischen Landesherrschaft hinzu. Sprachforscher ziehen heute irgendwo im Nordteil der Rhön die Grenze zwischen dem Hessischen und dem Ostfränkischen : das Ostfränkische ist demnach Oberdeutsch, mit hessischen Einfluss ergäbe sich ein Mitteldeutscher Dialekt, und für einen Unterfranken "sächseln" die Thüringer.

Allgemein wird nach fränkischer Mundart das "K" zum "G" und das "P" zum "B". Feinheiten des Dialekts sind dann der häufige Ersatz des Buchstaben "W" am Wortanfang ebenfalls durch das "B": "bann dann" heißt auf hochdeutsch "wann denn" und "bu" heißt "wo". Weitere Dialektbeispiele sind "nachde" für gestern und "uenzichnachde" für vorgestern.

Mit zunehmender Mobilität der Bevölkerung Ende des neunzehnten und Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts und durch modernere Schulsysteme wurde der Dialekt "ausgetrieben" und im Sinne des Hochdeutschen abgeschwächt, und spätestens mit den Medien der Neuzeit ist heute in der Sprache der jüngeren Bevölkerung der Rhöner Dialekt nur noch stark verkümmert vorhanden.

Eine moderne und erfolgreiche Wiederbelebung erfahren die Dialektvarianten der Rhön in den Texten verschiedener Rhönmusikanten, oft auch mit moderner Musik kombiniert.

[Bearbeiten] Anreise

[Bearbeiten] Auf der Straße

Von Nord nach Süd verläuft die A7, die "Rhönautobahn", zwischen Fulda und Würzburg. Anschlussstellen sind hier Fulda-Süd /Eichenzell, Bad Brückenau, Oberthulba/ Bad Kissingen und Hammelburg.

Seit Ende 2005 ist die A71, die "Thüringer Wald-Autobahn", durchgehend geöffnet und verbindet die Städte Schweinfurt und Erfurt. Anschlussstellen sind im Bereich der Rhön Münnerstadt, Bad Neustadt, Mellrichstadt und Meiningen.

[Bearbeiten] Mit der Bahn

Die Städte Bad Neustadt, Mellrichstadt und Meiningen sind an der Bahntrasse SchweinfurtErfurt gelegen. Das Teilstück Schweinfurt–Meiningen wird auch Main-Rhön-Bahn genannt. Nach Bad Kissingen führt weiterhin die Bahnlinie Schweinfurt–Gemünden (Fränkische Saaletalbahn). An der Werrabahn befinden sich Bad Salzungen und Meiningen. Die Städte Würzburg und Fulda sind an das ICE-Bahnnetz angeschlossen.

Das regionale Rhöner Eisenbahnnetz wurde in den letzten Jahren ausgedünnt. Einzige verbliebene Nebenbahn ist die Rhönbahn, die von Fulda nach Gersfeld führt.

[Bearbeiten] Flugzeug

Wer mit dem eigenen Fluggerät anreisen will, hat, solange das Flugteil nicht zu groß ist, die verschiedensten Möglichkeiten: siehe hierzu das Kapitel Flugsport in der Rhön.

[Bearbeiten] Mobilität

  • Auto: Die Rhön ist eine ländlich geprägte Region. Das Auto ist die einfachste und flexibelste Art der Fortbewegung.
Ostheim, Bahnhof
Ostheim, Bahnhof
  • Bahn: Eine Bahnverbindung durch das Gebirge der Rhön selbst gibt es nicht. Verschiedene Bahnlinien traversieren den Rand des Mittelgebirges und sind für die Städte mit Bahnhof zur Anfahrt geeignet.
  • Fahrrad: Wer entsprechend sportlich ist, kann sich mit dem Fahrrad fortbewegen, sollte sich aber die Entfernung der Ziele vorher genau anschauen. Mit den Höhenunterschieden des Mittelgebirges können die Etappen recht anstrengend werden.
  • Regionalbus: Der Regionalbus als öffentliches Verkehrsmittel ist nur bedingt zur Fortbewegung für Touristen tauglich. Die Fahrtziele werden unterschiedlich (selten) angefahren. Bei einem erforderlichen Umsteigen sind längere Wartezeiten einzuplanen. Die Landschaft der Hochrhön wird mit nur wenigen Haltestellen bedient.
  • Freizeitbuslinien:
  • Taxi: Taxis gibt es nur in den größeren Ortschaften. Bei erforderlicher längerer Anfahrt wird daher der Transport mit dem Taxi teuer.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Die Rhön ist eine faszinierende Landschaft, urwüchsig und romantisch. Seit 1991 ist sie zum UNESCO-Biosphärenreservat ernannt worden. Die Landschaft bietet eine Vielzahl an touristischen Attraktionen für Wanderer und Naturfreunde:

[Bearbeiten] Berggipfel

Wasserkuppe, Radom
Wasserkuppe, Radom
Wasserkuppe, Fuldaquelle
Wasserkuppe, Fuldaquelle
Kloster Kreuzberg
Kloster Kreuzberg
Heidelstein, Lupinenblüte
Heidelstein, Lupinenblüte
Himmeldunkberg über Nebel
Himmeldunkberg über Nebel
Bauersberg, Braunkohlestollen
Bauersberg, Braunkohlestollen
Milseburg, Gipfel
Milseburg, Gipfel
Gangolfsberg: Basaltprismenwand
Gangolfsberg: Basaltprismenwand
Rother Kuppe
Rother Kuppe
Wachtküppel vor der Wasserkuppe
Wachtküppel vor der Wasserkuppe

Wichtige oder bedeutende Gipfel, nach Höhe sortiert:

  • Wasserkuppe – mit 950 m Höhe höchster Rhöngipfel, Berg der Segelflieger mit der ältesten Segelflugschule der Welt. Studenten aus Darmstadt entwickelten hier um das Jahr 1910 die Grundlagen für den modernen Segelflug. Auf dem Gipfel befindet sich ein Relikt aus dem Kalten Krieg, ein letztes von ehemals vier Radomen (Radarkupppeln) zur militärischen Luftraumüberwachung. Diese Kuppel ist außer Betrieb gestellt und soll als Attraktion erhalten bleiben. Westseitig, etwas unterhalb des Radoms, ist das Ehrenmal der Segelflieger. Südseitig, nahe dem Großparkplatz, befindet sich die gefasste Fuldaquelle. Die Fulda ist mit der Werra einer der beiden Quellflüsse der Weser. Außerdem gibt es auf der Wasserkuppe noch eine Doppel-Sommerrodelbahn, das Deutsche Segelflugmuseum, einen Flugplatz mit mehreren Landebahnen und, bei schönem Wetter, sehr viel Flugbetrieb, eine Jugendbildungsstätte, Hotels, Restaurants und Touristenläden, eine Wetterstation, und, das Beste: eine wunderbare Aussicht rundum in alle Himmelsrichtungen. Ein „Geologischer Lehrpfad“ führt zum benachbarten Pferdskopf.
Der Gipfel ist eine breite "Kuppe", das ganze Areal lässt sich vom Parkplatz aus gut erwandern.
Anfahrt vom Süden/ Westen: über die Verbindungsstraße Gersfeld - Ehrenberg (Ortsteil Wüstensachsen);
Anfahrt von Norden: über den Hochrhönring;
Parkmöglichkeiten: Großparkplatz unmittelbar südlich vom Gipfelplateau;
Ausführlichere Informationen gibt es im eigenen Artikel zur Wasserkuppe;
  • Dammersfeld auch Dammersfeldkuppe – mit 928 m Höhe zweithöchster Rhöngipfel, und den nördlich gelegenen Ottersteinen, drei mächtigen Basaltfelsen. Der Berg liegt im für Touristen gesperrten Truppenübungsplatz Wildflecken und ist als "Beschussberg" für die Truppenübungen wegen der vielen Blindgänger unzugänglich. Eine Kuriosität in der Geschichte des Dammersfeldes ist der Butterkrieg: Er wurde im Jahre 1278 zwischen dem Würzburger Bischof Hermann und dem Fuldaer Abt Konrad um die wertvollen Weidegründe am Berg geführt, der Abt von Fulda war siegreich.
  • Kreuzberg – mit 928 m Höhe höchster fränkischer Rhöngipfel mit jahrhundertealter Wallfahrttradition zum weithin bekannten Franziskanerkloster und meistbesuchtes Tourismusziel im Rhöngebirge, auch wegen der Wallfahrtskirche und der klostereigenen Brauerei (seit 1731). Vom Kloster führt ein Kreuzweg auf das Gipfelplateau zur Station mit der dreifachen Kreuzgruppe, dem Gipfelkreuz und dem 208 m hohen Sendemast der Sendeanlage des Bayrischen Rundfunks.
Anfahrt von Osten, Norden, Süden: über Bischofsheim an der Rhön (an der Bundesstraße B279) ;
Anfahrt von Westen über die Verbindungsstraße von Bad Brückenau über Wildflecken;
Parkmöglichkeiten: letztmals unterhalb des Klosters (Kloster: 12 min, Gipfel: 25 min) gebührenpflichtiger Parkplatz;
Ausführlichere Informationen gibt es im eigenen Artikel zum Kreuzberg.
  • Heidelstein – höchster Berg (926 m) in der „langen Rhön“ mit dem Ehrenmal des Rhönklubs und dem 218 m hohen Sendemast (Deutsche Telekom).
  • Himmeldunkberg, auch Himmeldunk (888 m) am nordwestlichen Rand der langen Rhön. Der breite, am Gipfelplateau unbewaldete Buckel ist ein klassischer Wanderberg mit verschiedenen Anstiegen (steiler Nordhang !) und einer am Gipfel freien Aussicht rundum. Westseitig etwas unterhalb des Gipfels befindet sich die "Würzburger Hütte" (Selbstversorgerhütte).
Anfahrt: höchster anfahrbare Punkt ist die Schwedenschanze, der Pass an der Bundesstraße B279 zwischen Bischofsheim und Gersfeld.
  • Der Bauersberg bei Bischofsheim an der Rhön ist eigentlich gar kein richtiger klassischer Berggipfel, sondern das südwestliche Ende der Langen Rhön. Trotzdem hat der Bauersberg einige touristische Attraktionen zu bieten. Da gibt es zunächst den Rothsee, ein Fischweiher mit einer bewirtschafteten Hütte des Angelvereins Bischofsheim (siehe den Abschnitt Seen und Gewässer folgend). Dann gibt es einen geologischen Lehrpfad mit dem zugänglichen Braunkohlestollen "Einigkeit" aus dem Jahre 1844. Der Braunkohleabbau wurde in der Rhön bereits seit dem 16. Jahrhundert betrieben, mittlerweile aber wegen der nicht sonderlich hochwertigen Kohle aufgegeben. Eine Aussichtsplattform zur riesigen Grube des benachbarten Basaltwerks zeigt anschaulich die geologischen Gesteinsschichten. Die oberhalb vom Parkplatz gelegene Basalt - Blockschutthalde ist ein Dorado für Naturforscher und wurde bereits in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen behandelt. Außerdem kann man noch die Aussicht nach Nordwesten auf das Panorama der gegenüberliegenden Berge Kreuzberg, Arnsberg und Himmeldunkberg genießen.
Anfahrt über die Hochrhönstraße von Bischofsheim nach Fladungen, Abzweigung ca. zwei Kilometer nach Bischofsheim nach einer scharfen Linkskehre, Parkplatz am geologischen Lehrpfad und am Rothsee;
  • Milseburg – 835 m, sagenumwobener Basaltberg in der hessischen Kuppenrhön. Die mit Blockschuttwäldern bewachsene Phonolithkuppe zeigt Reste einer keltischen Siedlung mit Ringwallanlage. Ein archäologischer Wanderweg zeigt Informationen zu den Ausgrabungen des prähistorischen Oppidums, eine der größten eisenzeitlichen Siedlungen Osthessens aus der späten Bronzezeit (1200-800 v. Chr.) und in der Eisenzeit (ab 450 v. Chr.). Der Gipfel mit der Kreuzigungsgruppe aus dem Jahre 1756 und der Gangolfskapelle bietet einen der besten Ausblicke in die Rhön. Direkt unterhalb des Gipfels befindet sich eine bewirtschaftete Schutzhütte.
Anfahrt über die Verbindungsstraße Hilders - Kleinsassen - Poppenhausen (Wasserkuppe); Gipfelanstieg ab dem ausgewiesenen Parkplatz in ca. 30-45 min; auf dem felsigen Steig sind, insbesondere bei Nässe, ordentliche Wanderschuhe Pflicht.
Ausführlichere Informationen, insbesondere auch für Radfahrer, gibt es im eigenen Artikel zur Milseburg;
  • Hohe Geba oder Geba (751 m), höchster Berg der "Vorderen Rhön" im südlichen Thüringen bei Stepfershausen, westlich von Meiningen. Der Berg ist ein unbewaldeter Plateauberg und gleicht in seiner vulkanischen Entstehungsgeschichte der Hochrhön. Ein Aussichtshügel auf dem Gipfelplateau zeigt einen Rundblick auf die bayerische, hessische und thüringische Rhön. Der Blick reicht bei entsprechendem Wetter bis zum Thüringer Wald, den Hassbergen und bis zum Hohen Meißner. Von 1961 bis 1991 war die Hohe Geba von der dort stationierten Sowjetarmee für Touristen gesperrt. Seit 1999 gibt es auf der Geba einen ca. drei Hektar (ein Hektar (ha) = 10000 qm) großen Rhönkulturgarten mit einem nachgebildeten Keltendorf. Hier werden historische Workshops angeboten: flechten, töpfern und schnitzen wie die Kelten.
Anfahrt: über Meiningen und Stepfershausen, Parkplätze auf dem Plateau;
  • Gangolfsberg (737 m) eine bewaldete Basaltkuppe nördlich von Oberelsbach am Rand der Langen Rhön mit einer prähistorischen Wallanlage aus der Zeit der Völkerwanderung (viertes und fünftes Jahrhundert nach Christus) am Gipfel, außerdem mit der Ruine der Gangolfskapelle, wahrscheinlich aus der Gründungszeit der Probstei Fulda im 8.Jahrhundert. Westseitig unterhalb des Berggipfels sind die wabenartigen Basaltsäulen von Teufelskeller und Teufelswand, der besterhalteten Basaltprismenwand in der Rhön. Ein Naturlehrpfad informiert über die Bäume des Waldes und deren Nutzung.
Parkmöglichkeiten am "Franzosenweg" (Verbindungsstrasse Oberelsbach - Ehrenberg), ca. zweieinhalb Kilometer nördlich von Oberelsbach und am Schweinfurter Haus (Zufahrt über Urspringen).
  • Rother Kuppe – Basaltkuppe (711 m) mit Aussichtsturm und (bei entsprechenden Witterung) einer Rundumsicht von bis zu 80 km nach Unterfranken und Thüringen. Am Turm befindet sich das Wanderheim des Rhön-Clubs.
Anfahrt von Süden: von Mellrichstadt über die Staatsstraße Richtung Fladungen, in Nordheim Richtung Roth abzweigen, durch Roth hindurch und weiter Richtung "Hochrhön".
Anfahrt von Norden, Nordwesten: Von der Hochrhönstraße Richtung Rhön-Path Hotel abzweigen.
  • Wachtküppel, (705 m) markanter Felsenkopf aus Basalt nordwestlich von Gersfeld in der Kuppenrhön, auch "Spitzbub" genannt. Bietet eine weite Rundumsicht. Wegen der Eisenhaltigkeit des Basalts Störung der Kompassnadel. Am Bergfuß gibt es einen aufgegebenen Steinbruch mit Grillplatz.
Anfahrt: In Gersfeld Richtung Poppenhausen abzweigen. Parkplatz am Fuß des Wachtküppels.

[Bearbeiten] Seen und Gewässer

  • Der Guckaisee liegt südwestlich der Wasserkuppe in einer Talsohle zwischen Eube und Pferdskopf und ist der einzige natürliche See im Gebirge, wahrscheinlich die Folge eines durch Bergrutsch aufgestauten Bachlaufs. Der See ist für Badegäste und Kahnfahrer in zwei Bereiche geteilt. Der Parkplatz am See ist auch beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen zu den benachbarten Bergen.
Anfahrt: Über den Hochrhönring, die Verbindungsstraße Gersfeld - Poppenhausen.
Rothsee
Rothsee
Frickenhäuser See
Frickenhäuser See
  • Der Rothsee (642 m. ü. NN) auf dem Bauersberg östlich von Bischofsheim hat eine Größe von ca. 0,8 Hektar und ist um ca. 1928 aus einer versumpften Wiese entstanden. Er diente lange zur Eisgewinnung einer Bischofsheimer Brauerei und als Aufzuchtteich für Forellen, verfiel aber nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Seit 1969 wurde er vom Angelverein Bischofsheim wieder hergerichtet. Der Verein betreibt unmittelbar am See eine bewirtschaftete Hütte mit einer kleinen Sonnenterrasse. Baden im See ist nicht möglich, Angeln nur mit Erlaubnisschein.
Anfahrt über die Hochrhönstraße von Bischofsheim nach Fladungen, Abzweigung ca. zwei Kilometer nach Bischofsheim nach einer scharfen Linkskehre, Parkplatz am geologischen Lehrpfad und am Rothsee.
  • Der Frickenhäuser See (314 m) in Frickenhausen bei Mellrichstadt in der fränkischen Vorrhön.
Der nahezu ideal kreisrunde See in einer Senke ist mit einen Umfang von 380 m, einer Fläche von ca. einem Hektar bei 28 m Wassertiefe als eher klein einzustufen, aber trotzdem der einzige natürliche See Unterfrankens.
Geologisch ist der Erdfall-See eine Rarität. Es handelt sich bei der Erdsenke um den zusammengestürzten Hohlraum eines ausgewaschenen Salzlagers aus dem Zeitalter des Perm im Erdaltertum vor ca. 260 Millionen Jahren. Aufgrund seiner Entstehung hat der See keinen oberirdischen Zu- oder Abfluss.
Der Frickenhäuser See ist zwar nicht als Badesee ausgewiesen, das grüne Gewässer wird aber trotzdem gerne als Bademöglichkeit und als Freizeit- und Erholungsstätte genutzt.
Alljährlich an einem Sonntag Anfang Juli findet das Seefest statt, dessen Abschluss am Abend ein beachtliches Feuerwerk vor der malerischen Kulisse des Sees ist. Wer an dem gut besuchten Fest einen der beliebten Aussichtsplätze direkt am See ergattern möchte, sollte bereits rechtzeitig am Nachmittag erscheinen.
Anfahrt: Der See liegt direkt an der Verbindungsstraße Frickenhausen - Mittelstreu ca 0,8 km vor Frickenhausen.

[Bearbeiten] Weitere Sehenswürdigkeiten der Natur

  • Rotes Moor - ein insgesamt 315 ha großes renaturiertes Naturschutzgebiet mit einem Rundwanderweg und Naturlehrpfad durch das ca. 50 ha große Hochmoor. Ausgangspunkt der Wanderwege ist der Parkplatz Moordorf an der B278 zwischen Bischofsheim und Ehrenberg (Wüstensachsen). · weiteres siehe Artikel Rotes Moor
schwarzes Moor: Moorauge
schwarzes Moor: Moorauge
  • Schwarzes Moor - weitestgehend naturbelassenes Hochmoor. Das schwarze Moor ist eines der bedeutendsten Hochmoore in Mitteleuropa. Es wird seit 2007 in der Liste der 100 schönsten Geotope Bayerns geführt und ist Teil des länderübergreifenden Schutzgebietsystems Natura 2000. Ein behindertengerechter Bohlenpfad (ca. drei Kilometer Länge, eine Stunde Gehzeit, etwas holprig) mit Informationstafeln führt vorbei an Wollgras, Beersträucher, Karpatenbirken, Sonnentau und Moorauge. Hier befindet sich auch das letzte Rückzugsgebiet für Birkhuhn und Bekassine nördlich der Alpen. Ausgangspunkt des Lehrpfades ist der Parkplatz am Dreiländereck aus Bayern, Hessen und Thüringen an der Hochrhönstraße westlich von Fladungen. · weitere Infos siehe Artikel Schwarzes Moor
  • Steinwand - eine fast ein Kilometer lange und bis zu 25 m hohe Wand aus Phonolitgestein, ungefähr drei Kilometer nördlich von Poppenhausen (Wasserkuppe) gelegen.

[Bearbeiten] Burgen und Ruinen

Salzburg: Torturm und Burggraben
Salzburg: Torturm und Burggraben

(in alphabetischer Reihenfolge)

  • Henneburg - Burgruine und Stammburg des Adelsgeschlechts der Henneberger.
  • Lichtenburg bei Ostheim - Höhenburg mit einem mächtigen Bergfried über dem Städtchen. Entstanden vermutlich im 11. Jahrhundert. Nach mehrfachem Besitzerwechsel im Bauernkrieg fast vollständig zerstört und abgerissen, danach wieder aufgebaut. Ab 1816 im Privatbesitz und als Steinbruch missbraucht. Seit 1843 sorgt sich der Lichtenburgverein um den Erhalt der Ruine. Rittersaal und Gaststube bewirtschaftet.
  • Osterburg - Bereits im 15. Jahrhundert zerstörte und bis ins Jahr 1897 "vergessene" Burgruine auf dem Gipfel des gleichnamigen Berges bei Bischofsheim an der Rhön.
Infos zur Ruine bei "Freunde der Osterburg e.V.": www.burgruine-osterburg.de
  • Schloss Saaleck - Burg über der Stadt Hammelburg, 1228 erstmals erwähnt, Bergfried vermutlich aus dem 12.Jahrhundert, Hotel-Restaurant.
  • Salzburg bei Bad Neustadt - eine der mächtigsten Burganlagen Deutschlands, talbeherrschend auf einem Höhenzug über dem Saaletal.
  • Trimburg - alte Bezeichnung "Leuchtenburg"; wildromantische Burgruine mit wechselhafter Geschichte über dem Saaletal bei Markt Elfershausen; 1525 im Bauernkrieg zerstört; Burgfeste und Theaterspiele.

[Bearbeiten] Kirchenburgen

Heustreu, Kirchenburg
Heustreu, Kirchenburg

Kirchenburgen sind eine Besonderheit in der fränkischen Vor-Rhön: Entstanden sind in den unruhigen Zeiten des späten Mittelalters zum Schutz der Dorfbewohner in ländlichen Regionen ohne größere Festungsbauten. Damals wurden die Kirchen mit Wehranlagen, den "Gaden" umgeben, die dann in Friedenszeiten als Lager für die landwirtschaftlichen Produkte und in Kriegszeiten als Zuflucht dienten.

Weitere Infos zu den Kirchenburgen siehe im Artikel Rhön-Saale.

[Bearbeiten] Schlösser

  • Schloss Neuhaus im Kurviertel von Bad Neustadt: Spätbarocker Bau mit Kapelle, erbaut 1767 bis 1773.
  • Wasserschloss Unsleben: In fränkischem Fachwerkstil in Unsleben an der Streu.
  • Schloss Landsberg: Neugotisches „Märchenschloss“ bei Meiningen, erbaut 1836-1840.

[Bearbeiten] Museen

  • Das Deutsche Segelflugmuseum auf der Wasserkuppe dokumentiert seit Frühjahr 2006 in einer Ausstellungshalle auf ca. 4000 m² die über 100-jährige Geschichte und Entwicklung des Segelfluges vom einfachen Lilienthal-Gleiter bis zum modernen Hochleistungs-Kunststoffsegelflugzeug. Die Sammlung besteht aus Segelflugzeugen in Originalgröße sowie entwicklungsgeschichtlich bedeutsamen Modellflugzeugen.
Öffnungszeiten: vom 01. April bis 31. Okt.: 9.00 - 17.00 Uhr; vom 01.Nov. bis 31. März 10.00 – 16.30 Uhr. Info
Anfahrt: siehe Wasserkuppe;
  • Deutsches Fahrradmuseum in Bad Brückenau: Das Museum zeigt in der hübschen Jugendstilvilla Füglein die vollständigste Ausstellung zur Fahrradgeschichte in Deutschland. Mehr als 200 Räder können seit 2004 in dem ehem. Hotel bestaunt werden. "Ausprobierräder" für Besucher stehen zur Verfügung. Ferner gibt es ein Museumscafé.
Montag Ruhetag
Heinrich-von-Bibra-Str. 24, 97769 Bad Brückenau; Tel: 09741/ 93 82 55, Fax: 09741/ 93 82 54; Info
  • Museum im Alten Rathaus: Heimatmuseum für Bad Brückenau, das u. a. eine Sammlung zur Stadtgeschichte zeigt.
  • Fränkisches Freilandmuseum in Fladungen: Museum für ländliche Baukultur und für das dörfliche Wohnen und Wirtschaften in Unterfranken auf einem Museumsgelände mit sieben Hektar.
Wichtige Exponate: acht bäuerliche Hofstellen und Taglöhnerhäuser, für Unterfranken typische Gemeindebauten wie Kirche, Dorfwirtshaus und Gemeindebrauhaus und alte Mühlentechnik in einer Mahl- und in einer Ölmühle; Veranstaltungen und Sonderausstellungen. Angegliederter "Rhöner Bauernladen" und "Museumswirtshaus";
Öffnungszeiten: 1.Apr.-1.Nov., Die.-So.: 9.00-18.00 Uhr; Info
Bahnhofstraße 19, 97650 Fladungen, Tel.: 09778/ 9123-0, Fax: 09778 / 9123-45;
  • Rhönmuseum in Fladungen, im historischen Amtshaus aus dem Jahre 1628, bedeutende Sammlung Rhöner Volkskunst.
Wichtige Exponate: Vor- und frühgeschichtliche Funde, historische Landkarten, beschnitzte Tische und Stühle, bemalte Truhen und Schränke, Bilder, Hauskreuze und Hausaltäre, Fasnachtsmasken und Kleinschnitzereien;
Öffnungszeiten: 1. Apr.-31.Okt., Die.-So.: 11.00 Uhr-16.00 Uhr (letzter Einlass);
Marktplatz 1, 97650 Fladungen, Tel.: 09778/ 1575;
  • Museumsdorf und Naturmuseum in Tann
Geöffnet von Anfang April bis Ende Oktober;
36142 Tann (Rhön); Naturmuseum: Tel. (0 66 82) 89 77; Museumsdorf: Tel. (0 66 82) 85 44; www.tanner-museen.de
August-Bebel-Str. 69, 36433 Bad Salzungen; Tel.: 03695/606249;
  • Stadtmuseum "Herrenmühle": in Hammelburg Thematik "Brot und Wein", Weinbau und Brot von der Aussaat bis zur Ernte;
Turnhouter Str. 15, Postfach 1220, 97755 Hammelburg; Telefon: 09732/902176 oder 780016 Telefax: 9732/902179 ;
Öffnungszeiten:Di.-Do. 10:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 16:00 Uhr; Fr. - So. 14:00 - 16:00 Uhr; montags geschlossen; Eintritt: 2,00 Euro
  • Keltendorf Sünna: Seit 2004 entsteht die Anlage in Anlehnung an ein historisches Keltendorf. Die Eröffnung fand am 13. August 2006 statt.
Neben einem Infocenter im Empfangsgebäude sind derzeit zu besichtigen:
  • Torhaus mit Wehrturm und Holzpalisaden;
  • Langhaus und keltische Behausungen (Handwerkerhäuser und Wohnhäuser);
  • überdachte Feuerstätte;
  • Keltenpfad, ein Premiumwanderweg mit ca. 17 km Routenlänge über Vacha, Sünna, Völkershausen und Wölferbütt.
Öffnungszeiten: im Sommer Sa., So. 10.00 Uhr - 18.00 Uhr, werktags auf Anfrage; Eintritt Erwachsene: 1.- €, Führung: 2.- €
Pferdsdorferstraße 2, 36404 Sünna; mailto:info@keltendorf-suenna.de; www.keltendorf-suenna.de;
Anfahrt nach Sünna bei Vacha, Nähe Bad Salzungen: von Südwesten / Nordosten: über die Bundesstraße 84;
  • Meininger Museen: Theatermuseum, Literaturmuseum, Musikgeschichte und Kunstsammlungen.
Schlossplatz 1, 98617 Meiningen, Telefon: 03693/503641
Öffnungszeiten: Di.-So. 10.00 - 18.00 Uhr

[Bearbeiten] Sonstiges

Zufahrtstr. 1, 36460 Merkers; Tel.: 03695/ 61 41 01, Fax: 03695/ 61 24 72;
  • Museumseisenbahn des Freilandmuseums Fladungen (vgl. vor); Nostalgiebahn mit historischen Dampf- oder Dieseltriebfahrzeugen.
Fahrbetrieb vom Mai bis September
Haltestellen: Fladungen, Ostheim, Stockheim, Mellrichstadt;

[Bearbeiten] Aktivitäten

Neben den üblichen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten bietet die Rhön ein breitgefächertes Angebot für Aktivitäten in der freien Natur einer außergewöhnlichen Mittelgebirgslandschaft.

[Bearbeiten] Flugsport

Flieger auf der Wasserkuppe
Flieger auf der Wasserkuppe

Rund um die Wasserkuppe gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, in die Luft zu gehen. (Stand Januar 2007):

  • Fliegerschule Wasserkuppe;
Wasserkuppe 9-11, 36129 Gersfeld/Rhön; Tel.: 06654-364; Fax: 06654 - 8192; www.fliegerschule-wasserkuppe.de;
  • Segelflugverein Poppenhausen
Postfach 60, 36163 Poppenhausen; Tel.: 06654-612; www.rhoenflug-poppenhausen-ev.de;
  • Rhönflug Fulda e.V., Segelflug, Ultraleicht, Motorsegler und Modellflug
Postfach 1928, 36009 Fulda; Tel.: 06654-7555 ; www.rhoenflug-fulda.de
  • Flugsportvereinigung Mellrichstadt
Postfach 52, 97634 Mellrichstadt; Tel.: 09776-95 66 oder 09773-6253; Info;
  • Aeroclub Bad Neustadt
Am Grasberg, Postfach 1129, 97601 Bad Neustadt /Saale; Tel. 09771 / 5588; www.aeroclub-bad-neustadt.de;
  • Luftsportgruppe Rhönflug Bad Brückenau
Lehmäckerweg 10, 97769 Bad Brückenau; www.rhoenflug.de;
  • Rhöner Drachen und Gleitschirm Flugschulen Wasserkuppe
Wasserkuppe 46, 36129 Gersfeld ; Tel.: 06654 - 7548; Fax: 06654 - 8296; www.wasserkuppe.com
  • Drachen- und Gleitschirmflieger Poppenhausen e.V.
Am Bildstock 10, 36163 Poppenhausen-Sieblos; Tel.: 06654-75 48; Fax 06654-82 96; www.rdg-ev.de;

[Bearbeiten] Ballonfahren

  • Ballonfahren in der Rhön über Bayern, Hessen und Thüringen;
Ballonfahrten mit dem Ballonteam Rhoen, Marc Trum, 97653 Bischofsheim/Rhoen, Tel.: 09772 / 930965 www.balloentem-rhoen.de;

[Bearbeiten] Wandern

Kuppenrhön, Milseburg von Westen
Kuppenrhön, Milseburg von Westen

Die Rhön ist das „Land der offenen Fernen“, eine Wanderwelt mit mehr als 6.000 Kilometer markierter Wanderwege über baumlose Basaltkuppen, vorbei an Hochmooren, Blumenwiesen mit einer Vielzahl einheimischer Orchideen, durch Flusstäler mit Laub- und Mischwäldern, und zahlreichen Hütten, die zur Rast einladen. Große Teile der Langen Rhön stehen unter Naturschutz mit strengem Wegegebot. Wanderungen sind hier nur auf den markierten Wegen und auf den von Parkplätzen ausgehenden markierten Rundwegen möglich. Der Rhön-Club, ein länderübergreifender Heimat- und Wanderverein mit zahlreichen Zweigvereinen, betreut neben Häusern und Hütten ein riesiges Wegenetz und bietet vielfältige Veranstaltungen rund ums Wandern.

[Bearbeiten] Wanderrouten

  • Der Hochrhöner ist ein zertifizierter "Premiumwanderweg" und erschließt in mehreren Etappen und Varianten auf insgesamt 180 km Länge mit der Wasserkuppe, dem Kreuzberg mit seinem Franziskanerkloster, dem Heidelstein und der Milseburg die wichtigsten Gipfel und Landschaften der Region zwischen dem weltbekannten Staatsbad Bad Kissingen in Bayern bis nach Bad Salzungen in Thüringen;
Weitere Infos zum: Hochrhoener;
  • Franziskusweg an der Thüringer Hütte, ein markierter Rundwanderweg als Besinnungsweg zum Sonnengesang des Heiligen Franziskus.
Streckenlänge: ca. 5 km, reine Gehzeit eine Stunde, meditativ länger; Ausgangs- und Endpunkt am Parkplatz Thüringer Hütte;
Skulpturen und Kunstobjekte der Holzbildhauerschule Bischofsheim (www.holzschnitzschule.de)
Weitere Infos: www.franziskusweg.de;

Vereinshütten und Unterkünfte für den Wanderer: siehe im Abschnitt Unterkunft;

[Bearbeiten] Naturlehrpfade

Thema ist die Geologie und den Braunkohleabbau in der Rhön;
Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Rothsee an der Hochrhönstraße von Bischofsheim nach Fladungen;
Thema ist Vulkanismus (Basaltsäulen-Prismenwand), Waldbäume und Kulturgeschichte, Wegdauer ca. drei Stunden;
Ausgangspunkt vom Infozentrum Haus der Langen Rhön in Oberelsbach.
  • Naturlehrpfad Schwarzes Moor:
Entstehung des Moores, Pflanzen und Tiere, Moorarten, Klima, für Rollstuhlfahrer geeigneter geeigneter Bohlenweg mit ca. 2,2 km als Rundweg;
Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Schwarzem Moor.

[Bearbeiten] Radfahren, Radwandern und Mountainbiken

Oben in schwarz: Milseburg-Radweg · rechts: Ulstertal-Radweg u. Rhön-Radweg · unten: Fulda-Radweg · interaktive OpenStreamMap-Karte · hier
Oben in schwarz: Milseburg-Radweg · rechts: Ulstertal-Radweg u. Rhön-Radweg · unten: Fulda-Radweg · interaktive OpenStreamMap-Karte · hier

Radwanderrouten in der Rhön:

Weitere ausführliche Touren- und Routenvorschläge für die gesamte Region sind auch unter Rhön-Active zu finden.

[Bearbeiten] Wintersport

Winter auf der Hochrhön
Winter auf der Hochrhön

Umfangreiche Informationen zu Ski-Alpin und Skilanglauf sind im Artikel Wintersport in der Rhön zu finden. Hier werden die wichtigsten Skigebiete und Loipenzentren beschrieben.

Der offizielle Wintersportbericht für die Rhön ist hier zu finden.

[Bearbeiten] Einkaufen

  • Das "Rhön-Dorf" in Tann bietet über 2000 typische und charakteristische Produkte von einheimischen Produzenten der Rhön an, von Schafsmilchseife, Beerenfruchtweinen, Lamm- und Wildwurst, Bienenseife und –kosmetik, bis hin zum Kunsthandwerk; Info;
  • Produkte um das Rhönschaf siehe auch in Oberelsbach;

[Bearbeiten] Küche

Die Rhön ist traditionell eine ländlich geprägte Region mit entsprechend herzhaften Gerichten und ausreichenden Portionen. In den letzten Jahren hat man sich aber auch hier dem deutschen Standard mit internationalem Einfluss genähert, so ist zum Beispiel vegetarisches Essen im Angebot der Restaurants keine Besonderheit mehr. Vom Preisniveau her ist die Rhön aber immer noch im deutschen Vergleich als absolut geldbeutelfreundlich einzuschätzen.

[Bearbeiten] Rhöner Spezialitäten

  • Wein wird in der Rhön in und um Hammelburg angebaut. Auf den trockenen Muschelkalklagen und wegen des von der nahen Rhön geprägten Kleinklimas (Spät- und Frühfröste) sind hier die Erträge niedriger - die Weine dafür jedoch umso gehaltvoller und ausdrucksstärker.
  • Rhöner Bratwürste, das sind fränkisch-thüringische Rostbratwürste, die es in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen und meist mit sehr hoher Qualität an vielen Verkaufsständen entlang der Straßen gibt.
  • Hausbräu-Bier, entstanden aus der Bierbrautradition von ehemals brauberechtigten Privatpersonen (Hausbrauer), ausgeführt im Gemeindebrauhaus oder in der örtlichen Brauerei.
  • Rhöndiesel hochprozentiger, Rhöner Kornbrand;
  • Kreuzbergbier Ein süffiges dunkles Bier vom Kloster Kreuzberg;
  • Zwübbelplotz, auch Zwiebelplotz, in der Rhöner Variante mit Zwiebeln dicht belegt, dazu Speck.
  • Ostheimer Leberkäs, aus Ostheim vor der Rhön, kein Leberkäs im bayrischen Sinn, sondern eine gebackene Fleischterrine;
  • Bionade, wird auch in Ostheim vor der Rhön gebraut, alkoholfreies rein biologisches Erfrischungsgetränk (fermentierte Limonade); Geschmacksrichtungen Holunder, Litschi, Kräuter und Ingwer-Orange; weitere Infos: www.bionade.com;
  • Rhöntropfen – Magenbitter ist ein seit 1877 in Meiningen hergestellter bekannter Kräuterlikör mit 35% Alkoholgehalt, destilliert mit Kräutern aus der Rhön, Infos: Das Rhön-Dorf

[Bearbeiten] Nachtleben

Im Mittelgebirge selbst gibt es keine allzugroßen Möglichkeiten der abendlichen Freizeitgestaltung. Das Rhön-Park Hotel (siehe Kapitel Unterkunft) unterhält seine Gäste in einer Tanzbar.

Eine nennenswerte Auswahl an Kneipen und Diskotheken gibt es im Fränkischen in Bad Neustadt oder in Bad Kissingen, im Hessischen in Fulda und im Thüringischen Meiningen.

[Bearbeiten] Unterkunft

Unmittelbar am und im Biosphärenresevat der Langen Rhön:

  • Sennhütte: Berggasthof am Dreiländereck bei Fladungen; Sennhütte 1, 97650 Fladungen,
Tel. 09778 / 9101-0, Fax 09778 / 9101-100; Internet; eMail: klingenberg.sennhuette@t-online.de
  • Rhoen-Park-Hotel, Viersterne-Hotel mit Tagungsräumen; Rother Kuppe 2, 97647 Hausen-Roth;
Tel.Nr. 09779/91-0; FaxNr. 09779/91-1840; Internet; eMail: rph@rhoen-park-hotel.de;
  • Jagdschloss Holzberghof, in Bischofsheim an der Verbindungsstraße nach Fladungen;
Tel.: 09772 / 1207; Fax: 09772 / 9311; Internet;

Weitere Unterkünfte siehe bei den Ortschaften.

[Bearbeiten] Vereinshütten und Unterkünfte für den Wanderer

Die Hütten der Wandervereine bieten preiswerte Verpflegung und Übernachtungsmöglichkeiten (Stand: Januar 2007):

  • Fuldaer Haus des Rhönklub-ZV Fulda an der Maulkuppe.
ganzjährig geöffnet (außer November); Montag Ruhetag;
Maulkuppe 1, 36163 Poppenhausen; Tel.: 06658 - 242; Info
  • Gemündener Hütte die urige Berghütte am Kreuzberg;
bewirtschaftet; Übernachtung als Selbstversorger;
Am Torgraben 12 ; 97653 Bischofsheim / Rhön ; Tel. 09772-930965 ; Fax 09772-86 54; www.gemuendener-huette.de
Zustieg direkt von Bischofsheim an der Rhön, vom Neustädter Haus oder vom Gasthof Roth an der Zufahrtsstraße zum Kloster Kreuzberg;
  • Kissinger Hütte des Rhönklub-ZV Bad Kissingen am Feuerberg.
ganzjährig geöffnet; Montag Ruhetag;
97779 Geroda, Tel.: 09701 - 286; www.kissingerhuette.de; eMail: info@kissingerhuette.de
  • Neustädter Haus des Rhönklub-ZV Bad Neustadt am Feuerberg südseitig des Kreuzbergs
ganzjährig bewirtschaftet - außer November; Montag Ruhetag;
97651 Bischofsheim, Tel.: 09772 - 1220; www.neustaedterhaus.de; eMail: info@neustaedterhaus.de;
Zufahrtsweg von der Verbindungsstraße Bischofsheim an der Rhön nach Sandberg (Parkplatz nähe Hochpunkt der Strecke);
Sebastianskapelle im Streutal bei Nordheim
Sebastianskapelle im Streutal bei Nordheim
  • Würzburger Karl-Straub Haus des Rhönklub-ZV Würzburg am Farnsberg.
ganzjährig geöffnet; Mittwoch Ruhetag;
97779 Geroda, Tel.: 09749 - 230; www.wuerzburger-haus.de; eMail: wuerzburgerhaus@t-online.de
  • Schweinfurter Haus des Rhönklub-ZV Schweinfurt am Gangolfsberg.
Ganzjährig geöffnet (außer November); Montag Ruhetag;
97647 Schweinfurter Haus; Tel: 09774 - 590; www.schweinfurter-haus.de
  • Wanderheim mit Aussichtsturm des Rhönklub-Zweigvereins Rother Kuppe / Nordheim.
Montag Ruhetag!
97647 Hausen; Rother Kuppe 1, Tel. 09778 - 850235;
  • Würzburger Bergbund-Hütte der Sektion Würzburg des deutschen Alpenvereins DAV am Himmeldunk.
Sektionseigene Selbstversorgerhütte mit 45 Lagern; Info
  • Meininger Hütte des Rhönklub-ZV Meiningen auf der Hohen Geba.
ganzjährig geöffnet; 50 Sitzplätze; Übernachtung bis 12 Personen.
98617 Helmershausen, OT Geba, Tel. 0170 - 2859523;

[Bearbeiten] Sicherheit

[Bearbeiten] Klima

Nebel auf der Hochrhön
Nebel auf der Hochrhön
Gewitterstimmung
Gewitterstimmung

Ein uraltes Sprichwort der Einheimischen lautet: "In der Rhön ist es 3/4 Jahr Winter und 1/4 Jahr kalt", das gilt für das Mittelgebirge nur etwas eingeschränkt auch in den heutigen Zeiten der Klimaerwärmung.

Die Rhön ist Wetterscheide. Die von Norden heranziehenden Tiefdruckgebiete stauen sich auf der hessischen Seite der Rhön, mit den entsprechenden Niederschlägen. Im Gegensatz hierzu gilt die Südseite (Landkreis Rhön-Grabfeld) im Windschatten der Rhön als die "Sahel-Zone" Bayerns im eh schon trockenen Franken.

Auf den Hochflächen der Rhön weht ein ständiger Wind. Ein Sturm kann hier wegen der fehlenden Bewaldung ungehindert die ungeschützten Einzelgehölze voll angreifen, so dass große frei stehende Bäume sehr selten sind und dann mit den durchlebten Windschäden im Laufe der Zeit auch eine entsprechend knorrige Gestalt ausbilden. Durch Schnee und Reif im Winter bedingter Holzbruch tut ein Übriges.

In schattigen Senken hält sich der Schnee auf den Hochflächen manchmal bis in den Mai. Im Sommer bietet die Rhön eine luftige Abkühlung von der Hitze im Flachland, und im Spätherbst, wenn die höchsten Gipfel den Hochnebel überragen, prächtige Stimmungen und Fernblicke. Die Gewitter und Unwetter der Rhön sind wegen ihrer Intensität gefürchtet. Einige Male im Jahr gibt es bei Nord-Staulage auch richtigen Föhn mit "Wolkenwalze" über den Bergen und der entsprechend klaren warmen Luft auf der Rhön-Südseite.

Das Klima in der Rhön (800-900 m) ist insgesamt durchaus mit dem alpinen Klima in den Höhenregionen von ca. 1400 m Höhe vergleichbar und sollte bei der Wahl der Kleidung entsprechend berücksichtigt werden. Richtig sommerlich warm ist es auf der hohen Rhön nur an ganz wenigen Tagen.

[Bearbeiten] Ausflüge

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Allgemeines

  • Schneiders Rhönführer, offizieller Führer des Rhönklubs, aktuelle Auflage: 05/2006, Verlag Parzeller, Fulda, ISBN 3-79000-365-4; 498 Seiten; Preis: 10.- €; Inhaltsreichstes Nachschlagewerk über das "Land der offenen Fernen";
  • "Durch die Rhön", bebildertes Lesebuch mit Artikeln verschiedener namhafter Autoren, herausgegeben vom Rhönklub e.V.;
272 Seiten; Verlag Parzeller Fulda, 2001; 19,50 Euro; ISBN 3-790-0327-1;
  • "und geh zur Rhön hinauf - Streifzüge durch ein Biosphärenreservat", die Stiftung Hessischer Naturschutz stellt Landschaft und Natur der Rhön mit Hilfe von Bildern und dazu passenden Texten vor
96 Seiten gebunden; 131 Farbfotos, Fachverlag Dr. Fraund; ISBN 978-3-921156-79-7

[Bearbeiten] Natur

  • Rudolf Diemer, Joachim Jenrich : Die Rhön – Faszination Natur. Dez. 2009 (1. Auflage), ISBN 978-3-86568-349-6, 160 Seiten. Bildband zur Schönheit und Vielfalt der Rhön / Lebensräume und Tierarten; Preis: 24,95€
  • Marco Klüber : Orchideen in der Rhön. RhönVerlag, Dez. 2009, (edition alpha), ISBN 978-3-941987-01-2, 256 Seiten. mehr als vierzig Arten wildwachsender Orchideen; Preis: 23,90€
  • Matthias Kaeselitz : Nördliche Rhön: Steile Wände und offene Formen. Streifzüge durch die Erdgeschichte. Quelle & Meyer Verlag, Dezember 2008 (1. Auflage), ISBN 9783494014647, 134 Seiten. geologischer und paläontologischer Führer für den interessierten Laien, Preis 14,95€

[Bearbeiten] Kultur

  • Walter Höhn : Auf den Spuren der Kelten in der Rhön: Von der Werra bis zur Fulda und der fränkischen Saale. Petersberg Imhof, 2009 (1. Auflage), ISBN 9783865685117, 120 Seiten. Das reich bebilderte Buch beschreibt die Kelten und wo sie auf den Bergen, Hängen und Tälern der Rhön lebten. Preis: 19,95€
  • "Der Sagenschatz des Frankenlandes", und "Die Sagen des Rhöngebirges und des Grabfeldes", herausgegeben von Ludwig Bechstein, Voigt und Nocker, Würzburg (1842), Reprint im September 1979 durch Rainer Hartmann, Sondheim v. d. Rhön ---im Antiquariat.
  • Elke Böhm, "Masken", Volkskunst und Brauchtum der Rhön; Universitas 2002; ISBN 3-8004-1446-5;
  • "Geheimnisvolle Masken" aus der Rhön, von jüdischen und christlichen Bartmännern; Katalog zur Ausstellung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt im Jahre 2005; ISBN 3-926-527-74-9;

[Bearbeiten] Wanderführer

  • Wanderwege durch die Rhön, von Günter Rinke; Herausgeber: RHOENKLUB e.V. Wegebeschreibungen zu allen Weitwanderwegen durch die Rhön mit Kartenskizzen;
201 Seiten, Michael Imhof Verlag Petersberg; 9,95 Euro; ISBN 3-937251-77-4 ;
  • "Auf bequemen Wegen durch das Land"; kleiner Führer durch die Rhön mit 35 Wandervorschlägen für Rollstuhlfahrer, ältere Besucher und Familien mit Kindern; erhältlich von der Geschäftsstelle des Rhönklubs und den Fremdenverkehrsämtern;
  • Jürgen Reinhardt, "Rhön", Bergverlag Rother (2005); 10,50 Euro; ISBN 3-76334182X ;

[Bearbeiten] Karten

Die offiziellen Karten des Rhön-Klubs:

  • Topographische Karte Naturpark Bayerische Rhön, Blatt Süd, 1:50 000, Bayrisches Landesvermessungsamt Blatt UK L 14 ISBN 3-86038-490-2 ;
  • Topographische Karte Naturpark Hessische Rhön, Blatt Nord, 1:50 000, Hessisches Landesvermessungsamt, ISBN 3-89446-313-9 ;

Weitere Karten:

[Bearbeiten] Weblinks

  • Exkursionsführer zu ausgewählten geologischen Objekten der thüringischen Rhön: PDF (beim Biosphärenreservat);
  • Der Rhönführer - POI in der Rhön (Datenbank für GPS - Navigationsgeräte);
Persönliche Werkzeuge
Reisethemen
Verwandte Sites
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