Paris
Aus Wikivoyage
Paris ist die Hauptstadt Frankreichs und mit zwei Millionen Einwohnern sowie um die 10 Millionen in den Vororten eine der größten Städte Europas. Der folgende Artikel ist eine Einführung in die Stadt. Weitere Informationen finden sich dann in den Unterartikeln zu den einzelnen Arrondissements.
| Paris
| |
| Kurzdaten | |
| Region: | Île-de-France |
|---|---|
| Einwohner: | 2,1 Millionen |
| Höhe: | 60 m |
| Lage
| |
Inhaltsverzeichnis |
Stadtteile
Die Pariser Innenstadt besteht aus 20 Stadtgebieten - den sogenannte Arrondissements. Diese sind von 1 bis 20 nummeriert und spiralförmig im Uhrzeigersinn um das Zentrum angelegt. Ein Arrondissement besteht aus einer Anzahl von Untervierteln, den Quartiers.
- 1. Arrondissement (1er): Louvre Museum, Jardin des Tuileries, Place Vendôme, Les Halles und Palais Royal.
- 2. Arrondissement (2e): Bourse (Pariser Börse), Bibliothèque Nationale (Nationalbibliothek).
- 3. Arrondissement (3e): Archives Nationales, Musée Carnavalet, Conservatoire des Arts et Métiers.
- 4. Arrondissement (4e): Notre-Dame Kathedrale, Hôtel de Ville (Rathaus), Beaubourg, le Marais (Künstlerviertel, früher Judenviertel)
- 5. Arrondissement (5e): Jardin des Plantes, Quartier Latin, Universités, La Sorbonne, Le Panthéon
- 6. Arrondissement (6e): Jardin du Luxembourg, Saint-Germain des Prés
- 7. Arrondissement (7e): Tour Eiffel, Les Invalides, Musée d'Orsay
- 8. Arrondissement (8e): Champs-Elysées, Palais de l'Elysée, la Madeleine
- 9. Arrondissement (9e): Opéra Garnier, Grands Magasins
- 10. Arrondissement (10e): Canal Saint-Martin, Gare du Nord, Gare de l'Est
- 11. Arrondissement (11e): Bars und Restaurants an der Rue Oberkampf, Bastille, Nation, Neue Jüdische Viertel
- 12. Arrondissement (12e): Opéra Bastille, Bercy Park and Village, Promenade plantée, Quartier d'Aligre, Gare de Lyon, Bois de Vincennes
- 13. Arrondissement (13e): Chinesisches Viertel, Place d'Italie, La Butte aux Cailles, Bibliothèque Nationale de France (BNF)
- 14. Arrondissement (14e): Montparnasse, Parc Montsouris, Petit Montrouge, Plaisance
- 15. Arrondissement (15e): Montparnasse Turm, Gare Montparnasse
- 16. Arrondissement (16e): Palais de Chaillot, Musée de l'Homme, Bois de Boulogne
- 17. Arrondissement (17e): Palais des Congrès, Place de Clichy
- 18. Arrondissement (18e). Montmartre, Pigalle, Barbès
- 19. Arrondissement (19e): Museum der Wissenschaft und Industrie, Parc de la Villette, Bassin de la Villette, Parc des Buttes Chaumont
- 20. Arrondissement (20e): Friedhof Père Lachaise
Eine Besonderheit ist die Île de la Cité, sie gehört sowohl zum 1. als auch 4. Arrondissement.
Rund um den Kern der Stadt befinden sich die Vorstädte (banlieue). Im Westen von Paris liegen die reichen Vorstädte (Neuilly, Boulogne, Saint Cloud, Levallois), während im Nordosten die ärmeren Immigrantenviertel liegen.
La Défense, im Westen, schon ausserhalb der Stadt, ist das architektonisch spektakuläre Büroviertel mit der ungewöhnlichen Skyline.
Hintergrund
Paris ist eine sehr alte Stadt, denn hier auf einer Insel der Seine (die heutige Île de la Cité), lag schon im dritten Jahrhundert vor Christus eine Siedlung namens Lutetia des keltischen Stammes Parisii. Erstmals wird Lutetia 53 v. Chr. in einem römischen Bericht schriftlich erwähnt. Nach dem Sieg der Römer im Jahr 52 vor Christus, ließen sie die Kelten wieder auf der Insel siedeln und legten am linken Ufer der Seine in dominanter Lage eine neue römische Stadt an (heute Montagne-Sainte-Geneviève). Sie nannten ihre Stadt Civitas Parisiorum (auch die Abkürzung Parisia wurde verwendet). Sie blieb im besetzten Gallien zunächst recht unbedeutend.
Nach dem Untergang der Römer wurde Paris im Jahre 508 die Hauptstadt des Merowingerreiches und später unter der Karolingerherrschaft zur Hauptstadt des fränkischen Teilkönigreich Paris. Die Kapetinger machten Paris zur Hauptstadt Frankreichs. Unter Philipp II. Augustus wurde die Stadt befestigt. Im Jahr 1190 wurde um das rechten Ufer der Seine eine Mauer und 1210 das linke Ufer mit einem Wall gesichert. Paris war zu dieser Zeit vor allem ein Handelszentrum. Unter Philipp II. entstand am westlichen Stadtrand der Louvre. Während des Hundertjährigen Krieges war Paris von 1420 bis 1436 von englischen Streitkräften besetzt.
Während den Hugenottenkriege zwischen 1562 und 1598 war Paris immer katholisch. In der Bartholomäusnacht am 24. August 1572 wurde an den Hugenotten ein Verbrechen verübt, als Tausende von ihnen ermordet wurden. Unter Ludwigs XIV. (1638–1715) wurden Straßenbeleuchtungen angebracht und die Wasserversorgung modernisiert. Auch die Krankenhäuser Invalides und Salpêtrière wurden auf seine Veranlassung erbaut. Zu dieser Zeit ist auch die Residenz des Königs nach Versailles verlegt worden. Die Französische Revolution 1798 brach am heftigsten in Paris aus und ebnete den Weg zur Abschaffung der Monarchie und zur Einführung der ersten französischen Republik.
Paris war Veranstaltungsort von sechs Weltausstellungen, die in den Jahren 1855, 1867, 1878, 1889, 1900 und 1937 stattfanden. Diese Veranstaltungen unterstreichen nur die kulturelle und politische Bedeutung der Stadt für die Welt.
Nach dem Niedergang des Zweiten Kaiserreiches und der Einnahme der Stadt durch deutsche Truppen 1871 wurde die politische Ordnung in der Stadt übereinander geworfen. Es bildete sich die genannte Pariser Kommune, die sich aus Arbeitern, Handwerkern und Kleinbürgern zusammensetzte, welche der konservative provisorische Regierung der Republik gegenüberstand. Diese polititische Situation schadete der Stadt aber keinesfalls, sondern sie erlebte zwischen 1871 und 1914 eine Blütezeit in der "Belle époque". Während dieser Zeit wurden viele Gebäude erbaut für welche die Stadt noch heute berühmt ist. Der Bau der ersten U-Bahn, genannt Metro, fällt in diese Zeit.
Im Jahr 1900 war Paris Austragungsort der II. Olympischen Spiele der Neuzeit. Schon 1924 war sie erneut Austragungsort der VIII. Olympischen Spiele.
Im Jahr 1921 errichte Paris mit knapp drei Millionen die höchste Einwohnerzahl seiner Geschichte. Seit dieser Zeit findet das Bevölkerungswachstum vor allem in den Vororten statt, während in Paris die Bevölkerung abnahm und sich bei etwas über 2,1 Millionen stabilisiert hat.
Während des Zweiten Weltkrieges war die Stadt zwischen 1940 bis zum 25. August 1944 von der deutschen Wehrmacht besetzt.
Detaillierte Informationen über die Stadtgeschichte sind unter Wikipedia:Geschichte von Paris zu finden.
Anreise
Mit dem Flugzeug
Die zwei großen Pariser Flughäfen werden von der Gesellschaft Aeroports de Paris verwaltet, deren ausführliche Website Antwort auf viele Fragen hat.
- Roissy Charles de Gaulle (CDG)
- Orly (ORY)
Beide Flughäfen haben eine direkte Anbindung mit der RER B, also der Vorortbahn, ins Zentrum. Diese verkehrt in kurzen Intervallen und ist ein sehr schnelles und praktisches Verkehrsmittel. Die Fahrt bis zum Hauptumsteigeplatz Les Halles beträgt je nach Verbindung doch mindestens 30 Minuten. Wegen des hohen Touristenaufkommens sind die Flughäfen sehr groß, erhebliche Lauf- und Suchzeiten müssen eingeplant werden, sonst sieht man seinen Flieger nur noch von hinten. In Roissy gibt es zwei sehr weit auseinander liegende Terminals. Man sollte sich vor der Abreise bei der Fluggesellschaft über den richtigen Terminal informieren, sonst muß man eine halbe Stunde Marsch einplanen.
Außerdem:
- Beauvais, hier starten viele Billigflieger.
Mit der Bahn
Paris ist der zentrale Eisenbahnknotenpunkt Frankreichs. Wer die deutschen Hauptbahnhöfe gewohnt ist, wo man problemlos zwischen den Fernverkehrszügen umsteigen kann, muss in Paris umdenken. Hier enden die Züge an einem der Kopfbahnhöfe, welche jeweils die Züge in eine Richtung bündeln. Zum Umsteigen muss man mit der Metro zum anderen Bahnhof fahren. Da einige der Bahnhöfe sehr weit verzweigt sind, muß man möglicherweise lange Laufwege von 20 Minuten oder mehr einkalkulieren.
- Gare du Nord: Verbindungen aus Belgien, England, Deutschland
- Gare de l'Est: Ostfrankreich, Süddeutschland, Schweiz (Basel)
- Gare Montparnasse: Nordfrankreich, Richtung Nantes
- Gare de Lyon: Südfrankreich, Schweiz (Genf, Lausanne)
- Gare de Bercy: Ausweichbahnhof der Gare de Lyon. Dort werden die Autos verladen.
Paris ist Ausgangs- und Endpunkt verschiedener Hochgeschwindigkeitszüge, Thalys aus Holland, Belgien und Deutschland, Eurostar aus England. Seit dem 10. Juni 2007 gibt es von Frankfurt am Main und Stuttgart Hochgeschwindigkeitsverbindungen nach Paris. Derzeit verkehren die Züge (ICE aus Frankfurt und TGV aus Stuttgart) vier bis fünf Mal täglich. Die Fahrzeit von Frankfurt beträgt ca. vier und von Stuttgart ca. dreieinhalb Stunden.
Mit dem Bus
Mit EUROLINES kommt man halbwegs günstig nach Paris.
Auf der Straße
Die Autobahnen in Frankreich sind mautpflichtig, die Preise relativ hoch, was sich aber andererseits auch in einer guten Fahrbahnqualität sowie mäßigen Verkehrsverhältnissen zeigt. Das haben schon so manche Urlauber erfahren.
Die Straßen in Paris sind notorisch verstopft, und umso mehr seit dem Bürgermeister Delanoë im Einklang mit dem Polizeipräfekten die "Grands Boulevards" auf eine Spur (plus Linienbusspur) in jeder Richtung reduzieren lässt. Auch in Kreuzungen, auf denen sich nichts mehr bewegt, fährt der Franzose erstmal hinein, der Rest wird sich schon finden. Die französische Parkweise (bei einem zu kleinen Parkplatz schiebt man einfach vorne und hinten kurz an, dann geht es schon) hat sich zwar in den letzten Jahren leicht gebessert, trotzdem empfiehlt es sich bei Neuwagen, vorsichtig zu sein. Kratzer und kleine Beulen sind gerade bei lackierten Stoßstangen häufig. Und nur weil es sich um einen Porsche oder Ferrari handelt, machen die Franzosen keine Ausnahme.
Es empfiehlt sich daher nicht, mit dem Auto direkt in die Stadt hineinzufahren, es sei denn, das Hotel hat einen Parkplatz, was äusserst selten ist. Besser ist es, ein bewachtes Parkhaus anzusteuern. Die meisten liegen im Untergrund. Am Stadtrand sind sie günstiger. Im Zentrum bietet sich das Parkhaus Parking Forum des Halles an, die Tageskarte kostet 15 € (Stand 2008).
Schiff
Mobilität
Die Sehenswürdigkeiten in Paris sind über eine grosse Fläche verteilt und die Innenstadt ist chronisch mit Autos verstopft. Allerdings lassen sich viele Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen. Das eigene Auto lässt man besser zu Haus oder vor der Stadt. Metro und RER sind die Verkehrsmittel, mit denen es in Paris am schnellsten voran geht.
Metro
Innerhalb von Paris kommt man mit der Metro sehr schnell voran. Es gibt 16 Linien, die häufig auch regelmäßig fahren (ca. alle vier bis acht Minuten ein Zug). Außer den von 1-14 nummerierten M-Linien gibt es auch noch die Schnellbahnen RER A-E, die weiter ins Umland fahren, innerhalb von Paris aber wie die Metrobahnen benutzt werden können. Die Bahnen verkehren zwischen 5 Uhr und ca. 0.30 Uhr. Tickets werden an den Stationen einzeln (1,60 Euro oder günstiger im 10er Pack Carnet (11,40 €)) verkauft. Auch Tages-, Mehrtages-, Wochen- und Monatstickets werden angeboten. Für längere Aufenthalte bietet sich die Navigo-Karte an (Passbild mitbringen). Dabei handelt es sich um eine Karte im Kreditkartenformat, mit der man berührunglos an den Eingangsschranken vorbeikommt und die für jene, die nicht in Paris ihren Wohnsitz haben, 5 Euro Grundpreis kostet. Die Karte kann am Automaten beispielsweise für die Zonen 1-2 für wöchentlichen (16,80 Euro, Stand Mai 2009), sowie für monatlichen (55,10 Euro, Stand Mai 2009) Gebrauch aufgeladen werden. Die wöchentliche ist von Montag 0:00 Uhr bis Sonntag 24:00 gültig, die monatliche vom ersten bis letzten Tag des Kalendermonats. Die Navigo ersetzt die frühere Card orange, die im Januar 2009 aus dem Verkehr gezogen wurde. Sie ist in acht Zonen unterteilt, wobei die Tickets in drei Abstufungen zu erhalten sind: 1.-3. Zone, 1.-5. Zone und 1.-8. Zone. Die Zone 1-3 reicht für die Innenstadt von Paris mit allen Touristenattraktionen, die Zonen 4 und 5 reichen bis zum Schloss Versailles. Eine Fahrt zum Flughafen kostet 8 € aus der Innenstadt. Weitere Preise und Linienpläne finden Sie bei www.ratp.fr.
Das für Touristen gedachte Ticket "Paris Visite" gibt es für einen Zeitbereich von einem (24 Stunden nach dem ersten Fahrtantritt) bis fünf Tage entweder für die Nutzung von der 1.-3. oder 1.-6. Zone. So kostet z.B. ein Ticket für einen Tag im Bereich der 1.-3. Zone 8,80 Euro (Stand 7/2009). Zusätzlich enthält das Ticket einige mehr oder weniger nützliche Gutscheine. Das Ticket lohnt sich, wenn man sehr häufig mit der Metro oder den Schnellbahnlinien unterwegs ist, und man erspart sich dann auch das Durchschieben der Tickets an den Drehkreuzen. Bei wenigen Fahrten sollte man lieber ein „Carnet“ (Fahrscheinblock für 10 Fahrten) oder die „Mobilis“-Tageskarte kaufen, auch wenn Letztere, aus welchem Grund auch immer, ungern an Touristen verkauft werden.
Zentrales Verkehrskarussel des öffentlichen Pariser Personenverkehrs ist die Station Châtelet-Les Halles. Die unendlich langen Gänge zwischen den unterschiedlichen Metro- und RER-Linien sind mit Rollbahnen versehen. Fast die Hälfte der Bahnen passiert diese riesige unterirdische Station zu der auch ein großes Einkaufszentrum gehört. Wenn man an der Oberfläche gekommen ist, befindet man sich mitten in Paris nur ca. fünf Gehminuten von der Seine entfernt. Das Rathaus, das Kaufhaus BHV, das Centre-Pompidou, das Palais de la Cité sind nur einige Schritte entfernt. Schnell zu erreichen sind von dort auch die Kathedrale Notre-Dame und der Louvre.
Die Züge verkehren regelmässig und pünktlich. Sie sind zu den Stoßzeiten (7:00 Uhr - 8:00 Uhr, 16:00 Uhr - 18:00 Uhr), wenn viele Pendler aus den Vororten unterwegs sind, etwas voll, aber man findet eigentlich immer zumindest einen Stehplatz. Die Züge werden regelmässig kontrolliert und sind auch recht sauber. Übrigens sind sowohl die Züge als auch die unterirdischen Stationen ungewohnt warm.
In Paris läuft man nicht um eine Metro zu erreichen. Sie fahren in einem sehr engen Takt. Ist die eine Bahn weg, dann nimmt man halt die nächste, die in wenigen Minuten auch kommt.
Die Stationen sind oftmals sehr unübersichtlich. Das gilt nur für Stationen, wo sich zwei oder mehrere Linien kreuzen. Das liegt daran, dass die Metro nicht vollständig unterirdisch verläuft, sondern auch zum Teil auf Konstruktionen oberhalb der Strassen fährt. Die Stationen liegen da schon eine gute Strecke auseinander und man muss schon wissen, zu welcher Linie man denn hin muss.
In den Innenstadtbereichen der Metro bieten die zahlreichen Strassenmusiker und Strassenkünstler ihre Show für eine Spende an. Sie kommen teilweise auch mit in die Züge und machen ihre Späße. Wenn man verweilt und dem Künstler zuschaut, dann ist eine kleine Spende angemessen. Sie freuen sich in der Regel auch über wenig Geld.
In den wichtigsten und vor allen in den hoch-frequentierten Stationen sind allerdings auch Kriminelle unterwegs. Zwar sind in der Metro auch Polizisten unterwegs, aber für Taschendiebe ist es ein schönes Gelände um Geld zu machen. Brustbeutel schützen vor Taschendiebstahl.
Aus den Metro-Zügen, die oberirdisch fahren hat man einen perfekten Blick auf die Stadt, die man als Normaltourist nie erreichen wird. Leider gibt es davon im Innenstadtbereich nicht so viele.
Da für deutsche Verkehrsteilnehmer der Verkehr in Paris sehr gewöhnungsbedürftig ist, ist es sehr sinnvoll auf die Metro umzusteigen, wenn man in Paris unterwegs ist. Die gesamten öffentlichen Verkehrsmittel sind verzahnt und es gibt keine Probleme alles zu sehen, was sehenswert ist. Lieber das Auto an einem geschützten Platz stehen lassen und mit der Metro fahren. Ein Hotel in der Nähe einer Metro-Station ist die halbe Miete für eine gelungene Städtereise nach Paris.
Taxi
In Paris ein Taxi zu finden ist nicht so schwer (Außer am Wochenende, dann kann es mitunter über eine Stunde dauern, bis man ein freies Taxi findet!). Man sollte auf die Beleuchtung des Taxi-Schildes achten. Ein weißes Leuchten bedeutet, dass das Taxi frei ist, während ein gelbliches bedeutet, dass es besetzt ist. In Frankreich ist es normal, dass vorne außer dem Fahrer niemand sitzt (Außnahmen für Vier-Personen Fahren sind trotzdem möglich). Zu den Preisen muss ich sagen, dass statistisch gesehen die Taxipreise in Paris verglichen mit den anderen (Alten) EU-Hauptstädten die zweitbilligsten sind. Somit kann man schon für wenig Geld nachts die ganze Stadt durchqueren. Trotzdem ist es halt so, wie in anderen Städten auch, dass die Taxifahrer die ahnungslosen Touristen zu betrügen versuchen und höhere Preise als normal verlangen. Es hilft (sofern man französisch spricht oder der Taxifahrer der englischen Sprache mächtig ist) sich mit dem Taxifahrer zu unterhalten. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass dieser keinen überzogenen Tarif einstellt.
Bus
Das Bussystem in Paris ist sehr gut organisiert. Neben zahlreichen Linien, die quer durch die Stadt in kurzen Intervallen unterwegs sind, gibt es auch den sogenannten "Noctambus/ Noctilien", ein Nachtlinienverkehr, der zu bestimmten Zeiten die ganze Nacht durchgehend auf vorgegebenen Strecken, die jenen des Tages ähneln, fährt. Informationen und Fahrpläne findet man bei ratp.
Fahrrad
Paris hat das Radwegnetz ausgebaut und somit die Stadt fahrradfreundlich gemacht. Es hat sich außerdem ein Fahrradverleihservice etabliert, der ein engmaschiges Netz an Verleihstellen besitzt. Diese sind vollautomatisiert, d.h. man nähert sich mit einem eigenen Magnetausweis an den Radelständer, dieser öffnet sich, man fährt mit dem Rad an sein Ziel und stellt dort das Rad bei einem dem Verleihservice gehörenden Fahrradständer wieder ab. Nähere infos gibts bei Velib.
Auto
Es herrscht typischer Großstadtverkehr mit Parkplatznot. Langsames bummelfahren, um einen Parkplatz zu suchen kann mit Hupen quittiert werden. Das alte Klischee vom verbeulten Auto nach versehentlichem Anziehen der Handbremse hat, wenngleich auch etwas eingeschränkt, weiter seine Gültigkeit. Wo wenig Platz ist, verschafft man sich welchen. Zu beachten ist, das am Arc de Triomphe nicht der Kreisverkehr Vorfahrt hat, d.h. hier wird im Kreis angehalten.
Der Verkehr in Paris hat seine eigenen Regeln. In der Nacht fahren die Autos oft nicht mit Abblendlicht, sondern nur mit Begrenzungsleuchten, die Spuren werden in der Regel missachtet. Auf einer Strasse mit zwei Spuren fahren drei Fahrzeuge nebeneinander, ist der Parkplatz zu klein für das Auto, wird er größer gemacht.
Es gibt zwei verschiedene Sorten von Ampeln. Wichtige und unwichtige. Die wichtigen werden beachtet, die unwichtigen zum Teil nicht. Man sollte sich nicht als Füßgänger auf das grüne Männchen nicht unbedingt vertrauen und doch nach rechts und links schauen. Das erleichtert das Leben enorm.
Der Verkehr in Paris ist schon recht gewöhnungsbedürftig. Insbesondere an den großen Verknüpfungen hat sich eine besondere Art eingebürgert. Der gesamte Boulevard périphérique, die Autobahnumgehung um die Innenstadt von Paris herum ist die erste Herausforderung an den an deutsche Verhältnisse gewöhnte Autofahrer. Offensives Fahrverhalten ist hier die Regel. Dazu kommen die beiden echten Herausforderungen in Paris, der Place de la Concorde und der Kreisel Place de Charles de Gaulle. Schon so manch einer ist in diesen Kreisel hineingefahren und erst nach mehreren Runden wieder heraus gekommen, wenn auch nicht da, wo er wollte.
Einem Bürger von Paris bedeutet in der Regel eine Beule an seinem Auto nichts. Sie haben sicher auch einen aus Deutschland bekannten Besitzerstolz, der ist aber lange nicht so ausgeprägt. Wer auf sein Auto wert legt, parkt es an einem sicheren Platz und nimmt dann die öffentlichen Verkehrsmittel.
Motorrad und Motorroller
Wer die bekannten Joe Bar Comics kennt, bekommt einen recht guten Eindruck vom motorisierten Zweiradverkehr in Paris. Illegale Rennen auf dem Autobahnring, rasantes Fortbewegen im Stadtverkehr gehören durchaus noch zum Alltag. Unbestritten ist, dass man mit einem solchen Gefährt dem Auto absolut überlegen ist und Parkplatzsorgen kaum kennt.
Fußgänger
Ulrich Wickerts berühmte Reportage, wie man in Paris über eine belebte Straße kommt, ist mittlerweile ein Vierteljahrhundert alt, hat aber bis heute Gültigkeit. Der französische Autofahrer entscheidet über die Vorfahrt gegenüber Fußgängern durch ein Kriterium: Wenn der Fußgänger beim Überqueren der Straße todesverachtend weder nach links noch nach rechts schaut, hält der Autofahrer an. Achtet der Fußgänger hingegen auf den Verkehr, braucht es ja der Autofahrer nicht mehr, sagt sich der Franzose. Wenn Sie also mitten auf der Straße die Nerven verlieren und plötzlich nach den Autos sehen: Viel Glück!
Dazu gibt es in Paris eine Regel für Autofahrer: Es gibt zwei verschiedene Sorten von Ampeln. Wichtige und Unwichtige. Fussgängerampel zählen zu den Unwichtigen und werden in der Regel auch bei Rot überfahren. Wenn man über eine Fussgängerampel geht, sollte man trotz grünem Zeichen vorsichtig sein.
Sehenswürdigkeiten
Vorbemerkung
Paris bietet genug große und kleine Sehenswürdigkeiten, um ein Menschenleben mit deren Erkundung zu verbringen. Da nicht jeder dafür die notwendige Zeit und die notwendigen Mittel hat gilt es gut zu planen. Eine kleine Hilfe für einen Parisaufenthalt bietet der Artikel Eine Woche Paris.
Viele Sehenswürdigkeiten schließen bereits um 17 Uhr und der letzte Einlass ist entsprechend früher. Der Tag sollte also gut geplant und früh begonnen werden. Die Räumung durch Sicherheitspersonal kann bei entlegenen Abteilungen und oberen Etagen bereits eine Stunde vor Schließung beginnen. Dinge, die einem wichtig sind, sollte man daher nicht bis zuletzt aufschieben. Museen und historische Orte werden in Frankreich gerne und oft umgebaut, auch wegen der alten Bausubstanz. Ein Blick ins Internet ist also kurz vor der Reise hilfreich, wenn man nicht vor verschlossenen Türen stehen will.
Da an vielen Attraktionen Besucher aus Sicherheitsgründen durchsucht werden, muß teilweise mit langen Schlangen gerechnet werden. Und wenn man einen Begriff aus der französischen Sprache mit nach Hause nimmt, dann ist es nicht Merci oder Baguette, Merde oder Metro, es ist "No flash" oder "perdu flash" (kein Blitzlicht). Ist diese ständige Ermahnung von Sicherheitsleuten bei Gemälden wegen der verblassenden Farben noch sinnvoll, so zweifelt man bei Kristallen, Steinstatuen, Tiermodellen aus billigem Plastik oder erläuternden Texttafeln durchaus an der zugrunde liegenden Logik. Allerdings begegnet einem diese in vielen Museen der Welt.
Im folgenden Abschnitt werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angerissen. Da dieser so viele sind, werden weitere Sehenswürdigkeiten in den jeweiligen Arrondissements beschrieben.
Bauwerke
- Eiffelturm (La Tour Eiffel) ist eines der Wahrzeichen von Paris. Erbaut wurde er von Alexandre Gustave Eiffel 1889 zur damaligen Weltaustellung. Eigentlich sollte er damals wieder abgerissen werden, heute ist daran jedoch gar nicht mehr zu denken. Jährlich wird er im Durchschnitt von drei Millionen Besuchern besucht. Auf dem Turm befinden sich drei Aussichtsplattformen in 57, 115 und 274 Meter Höhe. Metro: Bir-Hakeim, Trocadero, Ecole Militaire oder Champs de Mars/ Tour Eiffel. Eintritt: Mit Aufzug: 1. Plattform 4,80 €, 2. Plattform 7,80 €, 3. Plattform 12,00 €. Zu Fuß: 3,80 € (Stand Juni 08). Öffnungszeiten: 9:00 Uhr - 24:00 Uhr, Aufzug 9:30 Uhr - 23:00 uhr.
- Tour Montparnasse - ein 209 Meter hoher Wolkenkratzer, der weithin sichtbar den Stadtteil Montparnasse überragt. In der 56. Etage in 196 Meter Höhe befinden sich eine Aussichtsplattform mit Restaurant und Bar mit hervorragenden Blick über Paris. Von hier ist es möglich über eine Treppe auf eine offene Dachterrasse zu gelangen. Metro: Montparnasse - Bienvenue. Öffnungszeiten: im Sommer 9:30 Uhr - 23:30 Uhr, im Winter 9:30 Uhr - 22:30 Uhr. Tel. 01 45 38 52 56.
Kirchen
- Notre Dame de Paris - die Kirche auf der Île de la Cité ist eines der Wahrzeichen von Paris und zieht zu jeder Zeit im Jahr viele Besucher an. Der Grundstein wurde 1163 von Papst Alexander III. gelegt und in den folgenden 170 Jahren als gotischer Prachtbau errichtet. Beeindruckend sind die Ausmaße des Hauptschiffes und die mittelalterlichen Fensterrosetten in den Querschiffen. Es ist möglich die Türme zu besteigen. Metro: Cité. Öffnungszeiten: tägl. 8-19 Uhr. Eintritt in die Kirche ist kostenlos.
- Pantheon - die Front der zwischen 1764 und 1790 errichteten Kirche erinnert an einen griechischen Tempel und folgte einer Mode jener Zeit. Überragt wird die Kirche von einer mächtigen Kuppel. Das Pantheon dient auch als letzte Ruhestätte berühmter Persönlichkeiten - u.a. Victor Hugo, Jean-Jacques Rousseau und Emile Zola. Metro: Cardinal Lemoine, Jussieu. Eintritt: 8 €.
- Sacré-Cœur liegt auf dem Hügel Montmatres und von ihren Treppen hat man einen schönen Blick über Paris. Die Kirche wurde zwischen 1875 und 1914 errichtet und ist dem Heiligen Herze Jesus geweiht. Im Inneren beeindruckt ein riesiges Mosaik von Jesus Christus. Metro: Anvers. Kein Eintritt. Wenn man sich schon die Mühe macht Sacré-Cœur zu besuchen und den Hügel hinaufsteigt, sollte man auf alle Fälle dem Künstlerviertel daneben einen Besuch abstatten. Dort kann man nicht nur nett essen gehen und die verschiedensten Bilder von Künstlern kaufen und in Läden einkaufen, es ist auch ein sehr hübsches Viertel mit buntem Treiben auf der Strasse.
- Saint-Chapelle ist ein Juwel der Hochgotik. Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert duch König Louis IX. erbaut, um Reliquien von Jesus' Kreuz und die Dornenkrone aufzunehmen. Die Kirche besteht aus zwei Stockwerken. Das obere Stockwerk beeindruckt durch riesige bunte Glasfenster, die den ganzen Raum praktisch umgeben. Metro: Cité
- Saint-Denis ist die letzte Ruhestätte französischer Könige seit dem siebten Jahrhundert. Insgesamt befinden sich über 70 aufwendig gestaltete Grabstätten in der Kirche (u.a. Katharina di Medici, Louis XVI.). 1144 wurde die Kirche zu einem Meisterwerk der Gotik umgestaltet. Metro: Basilique de Saint-Denis. Eintritt unter 18 Jahren frei. Öffnungszeiten: Apr-Sep: Mo-Sa 10:00 Uhr - 18:15 Uhr, So 12:00 Uhr - 18:15 Uhr. Okt-Mär: Mo-Sa 10:00 Uhr - 17:15 Uhr, So 12:00 Uhr - 18:15 Uhr.
Museen
Eine besondere Einrichtung in Frankreich, ähnlich wie in Großbritannien, ist die Möglichkeit, alle staatlichen Museen (die der Stadt Paris gehörenden Museen sind generell gratis) am jeweils 1. Sonntag des Monats gratis besuchen zu können. Lange Warteschlangen inklusive. Minderjährigen wird in allen staatlichen Museen freier Eintritt gewährt. Viele Museen haben montags oder dienstags geschlossen. Einmal im Jahr, in der Regel im Mai, bleiben rund 900 französische Tempel der Musen für die Lange Nacht der Museen bis 1.00 Uhr in der früh geöffnet. Nächste Auflage der Nuit des Musées: 16. Mai 2009.
- Louvre - Das bekannteste und größte Museum der Welt mit den Attraktionen Mona Lisa, Venus von Milo und Nike von Samothrake. Allerdings wirkt die Sammlung in ihrer Gesamtheit etwas wie aus den Kolonien zusammengeplündert. Der deutsche Audioguide ist auf magere 350 Kunstwerke begrenzt. Die Sicherheitsmaßnahmen sind erheblich und wer sich wundert, dass er von Sicherheitsbeamten angeschrien wird, die einen vom anderen Ende des Saals noch gar nicht sehen können, sollte an die Erfindungen Videokamera und Funkgerät denken. Um zu wissen, was im Louvre alles streng verboten ist, sieht man am besten im Duden unter "Verben" nach. Jeden Freitag ist der Eintritt im Louvre nach 18 Uhr für alle unter 26 Jahren frei. Es muß lediglich der Personalausweis vorgezeigt werden. Ansonsten kostet es 9 Euro pro Person. Im Louvre kann man mehrere Tage verbringen.
- Musée d'Orsay - Herausragendes Museum über alle Kunstrichtungen des Zeitraums zwischen 1850 und 1900. Eine dermaßen komplette Dokumention einer Epoche findet auf dieser Welt kaum ein zweites Mal. Einige der bekanntesten Werke von van Gogh, Rodin und den zahlreichen französischen Impressionisten von Weltgeltung dieser Zeit sind hier aus nächster Nähe zu besichtigen. Der Bau war ein Bahnhof für eine Weltausstellung in den 1930er Jahren und ist selbst sehenswert. Der deutsche Audioguide ist sehr gut und eine sehr lohnende Investition. Auch die Sicherheitsmaßnahmen sind etwas entspannter, so dass das Musée d'Orsay verglichen mit dem Louvre den höheren Spaßfaktor hat und eigentlich das bessere Museum ist. Angemessene Dauer: ein Tag.
- Musée Picasso - Das im ehemaligen „Hôtel Salé“ gelegene Museum besitzt circa 250 Werke Picassos sowie zahlreiche Kunstwerke aus dessen Privatsammlung (unter anderem von Georges Braque, Paul Cézanne, Henri Matisse, Joan Miró und Amedeo Modigliani).
- Centre Pompidou - an der Architektur des Museums für moderne und zeitgenössische Kunst scheiden sich die Geister. Der Prestigebau aus Glas wird durch Röhren umgeben in denen Rolltreppen verlaufen. Alles was notwendig zur Versorgung des Gebäudes (Rolltreppen, Wasser, etc.) ist, ist an der Aussenfassade untergebracht. Innen können dadurch Wände beliebig verschoben werden. Im Inneren finden sich Kunst von 1905 bis heute, z.B. Werke von Matisse, Picasso, Dalí, Kandinsky und Warhol. Daneben beherbergt der Bau verschiedene Bibliotheken und ein Zentrum für Industriedesign. Metro: Bambuteau/ Hôtel de Ville. Eintritt 10 €, für alle unter 26 Jahre 8 €, Öffnungszeiten: Tägl 11:00 Uhr - 21:00 Uhr, Do 11 Uhr - 23:00 Uhr, Di geschlossen.
- Musée Rodin - mit einem wunderschönen kleinen Park in dem Statuen des Künstlers aufgestellt sind. Hier kann man zahlreiche Künstler beim Zeichnen beobachten. Auch ein Picknick ist ohne Probleme möglich. Der Eintritt ist unabhängig vom Museumsgebäude und wird an einem Automaten entrichtet.
- Musée de Cluny (offizieller Name Musée National du Moyen Age) beherbergt eine einzigartige Sammlung von mittelalterlicher Kunst. Das Gebäude ist ein mittelalterlicher Palais, der auf den Ruinen einer römischen Thermenanlage von 200 erbaut wurde, und eine Sehenswürdigkeit für sich. Metro: Cluny, St. Michel, Odéon.
- Musée Carnavalet (Museum der Stadt Paris) ist ein sehr interessantes Museum mit vielen Ausstellungsstücken, die einem die Geschichte und Entwicklung von Paris näherbringen. Ganzjährig kostenloser Eintritt. Metro St. Paul, Linie 1
- Musée Baccarat Museum oder besser zwei Ausstellungsräume in Wohnzimmergröße des Glasherstellers. Abgesehen von drei oder vier wirklich beeindruckenden Kron- und Stehleuchtern gibt es einige Vitrinen mit weit weniger beeindruckenden Gläsern und Vasen. Wenn man sich alles genau ansieht, braucht man etwa 20 Minuten und berappt dafür sieben Euro.
Straßen und Plätze
- Champs Elysees, Die Prachtstrasse hat leider ihre beste Zeit hinter sich. Heute gibt es dort vor allem teure Restaurants, Burgerläden (McDonald's) für Touristen und einige Geschäfte. Trotzdem hat die Straße immer noch ihren Charme. Noch ein Tipp, wenn man sich über die Champs Elysees dem Arc de Triomphe nähert ist auf der rechten Seite der Straße eine Unterführung, welche einen unter dem Kreisverkehr hindurch direkt zum Arc de Triomphe bringt. Der Fußmarsch vom Louvre über die Champs Elysees hinauf bis zum Arc de Triomphe dauert je nach Tempo ca. 30 - 45 Minuten.
- Place de la Concorde, sehenswerter Platz mit großen Brunnen im Herzen von Paris. Hier stand die berühmte Guillotine, die Ludwig XVI. und Marie-Antoinette und andere bekannte Leute einen Kopf kürzer machte.
- Place Charles de Gaulle, sehenswerter Platz, auf dem der Arc de Triomphe steht. Man kann auch auf den Arc de Triomphe hinauf. Der Eintritt kostet 6 €. Durch eine schmale Wendeltreppe geht es dann hinauf (man braucht ein wenig Kondition. Einer älteren oder kranken Person sollte man davon abraten. Es ist stickig und so eng, dass man nur schwer anhalten kann, um etwas auszuruhen ohne den ganzen Verkehr zum Erliegen zu bringen) in das oberste Geschoss direkt unter dem Dach. Dort befindet sich ein kleines Museeum zur Geschichte des Arc de Triomphe. Dann kann man durch eine weitere Enge Treppe auf das Dach des Arc de Triomphe und hat einen wunderbaren Ausblick über die Champs Elysees aber auch zum Eiffelturm.
- Place du Tertre
- Place Vendôme
- Place des Victoires
- Place des Vosges - wunderschöner Platz im Marais, der durch seine gleichmäßige Bebauung von 1612 besticht. Rund um das grüne Zentrum verlaufen Arkaden in denen sich kleine Geschäfte, Gallerien und Restaurants (insbesondere das sehr teure Ambroisie) befinden, bei schlechtem Wetter allerdings auch schon mal einen Clochard. Metro: Bastille.
- Place de la Bastille Die eigentliche Bastille, deren Erstürmung den Beginn der Revolution markierte, wurde noch am gleichen Tag abgerissen. Allerdings findet man in einer der Nebenstraßen am Rand des Platzes die Umrisse des Gefängnisses im Strassenpflaster.
Parks und Friedhöfe
- Jardin des Tuileries, großer Park zwischen dem Louvre und dem Place de la Concorde
- Jardin du Luxembourg - der Park liegt im Quartier Luxembourg und grenzt an den Palais du Luxemborg. Die Gartenanlage ist die grüne Lunge des Viertels. Sein großer oktogonaler Teich ist im Sommer oft durch Heerscharen von Spielzeugbooten befahren. Metro: Luxembourg (RER), Notre-Dame-des-Champs oder Odéon.
- Jardin des Plantes
- Champ de Mars
- Parc Monceau
- Jardins du Trocadéro
- Cimetière de Montmartre, 20 Avenue Rachel, 20. Arrd.
- Cimetière de Montparnasse, 3 Boulevard Edgar-Quinet, 14. Arrd.
- Cimetière du Père-Lachaise, 16 rue du Repos, 20. Arrd.
Aktivitäten
Kunst und Kulturzentren
Die Stadt der Künste zieht nach wie vor junge Künstler der Avantgarde, Designer und Talente aus aller Welt an. Ihr Aufenthalt wird von der Stadt Paris gefördert, die eine Reihe von "cités d'artistes" oder Künstlerkolonien unterhält, aber auch von verschiedenen, in Paris angesiedelten ausländischen Kulturzentren, die grösstenteils dem Forum des instituts culturels étrangers à Paris (FICEP) angeschlossen sind. Das Goethe-Institut unterhält zwei deutsch-französische Begegnungsstätten. Der Eintritt in die Ausstellungen und Aufführungen dieser Kulturzentren ist weitgehend frei.
- Centre culturel du Mexique 3. Arr.
- Centre culturel suédois 3. Arr.
- Centre Wallonie-Bruxelles 4. Arr.
- Institut finlandais 5. Arr.
- Centre tchèque 6. Arr.
- Centre culturel canadien 7. Arr.
- Centre culturel italien 7. Arr.
- Institut néerlandais 7. Arr.
- Centre culturel du Taiwan 7. Arr.
- Maison du Danmark 8. Arr.
- Maison de la culture du Japon 5. Arr.
- Goethe-Institut 16. Arr.
Weitere Treffpunkte der Kunst- und Kulturszene sind "La Maison des Métallos" im 11. Arr., "Le 104" im 19. Arr., "Les Docks en Seine" im 13. Arr. und das vor den Toren der Stadt angesiedelte, aber leicht erreichbare alternative Künstlerkollektiv "La Générale en Manufacture" in der früheren Keramikschule in Sèvres (Hauts-de-Seine).
Mehrere Vereinigungen von Kunstgaleristen und Antiquitätenhändlern organisieren regelmässig Vernissagen. Zu den besonderen Events zählen beispielsweise die nachfolgend aufgeführten, kollektiv veranstalteten Vernissagen und Ausstellungen:
- in Saint-Germain-des-Prés. Rund 100 Galeristen, Kunstverlage und Antiquitätenhändler veranstalten alljährlich, in der Regel im Mai oder Juni, das Art Saint-Germain-des-Prés-Festival. Die 11. Auflage findet vom 14.-17. Mai 2009 statt. Kunst, Design, kostbare Bücher, Stiche, Fotografien und vieles mehr zum Bestaunen.
- im Fauboug Saint-Germain, zwischen rue des Saints-Pères, rue de l'Université, rue du Bac und Quai Voltaire laden alljährlich im Frühjahr die seit 1978 in der Vereinigung Carré Rive Gauche zusammengeschlossenen 120 Galeristen und Antiquitätenhändler 5 Tage lang dazu ein, ihre unermesslichen Schätze zu entdecken und verleihen bei dieser Gelegenheit den Prix Carré Rive gauche des écoles d'art. Nächster Termin: 4.-7. Juni 2009.
- im Umfeld der Champs-Elysées kündigen 80 Galeristen ihre 15. Auflage der Nocturne Rive Droite für den 3. Juni 2009 von 17.00-23.00 Uhr an. Die einmalige Gelegenheit, in einem der schicksten Viertel von Paris des abends mit einem Glas Champagner von einer Galerie zur anderen zu bummeln.
Theater
Paris hat etwa 150 Theater, von denen hier nur die wichtigsten aufgeführt werden. Mehr Informationen finden sich demnächst in den Stadtteilartikeln.
- Opéra National de Paris (Pariser Oper)
- Opéra Bastille
- Comédie-Française
- Théâtre des Champs-Élysées
- Théâtre du Châtelet
- Théâtre des Bouffes-Parisiens
- Moulin Rouge
- Lido
Zoos und Tiergärten
- Ménagerie du Jardin des Plantes (siehe 5. Arrondissement)
- Parc zoologique de Paris im Stadtwald Bois de Vincennes (siehe 12. Arrondissement)
Sport
- Golfclubs gibt es im 16. arr. und am Stadtrand in Saint-Cloud im Département Hauts-de-Seine (siehe dort).
- Die Pferderennbahnen, die alle drei auf eine über hundertjährige Vergangenheit zurückblicken, befinden sich in den beiden Stadtwäldern, dem Bois de Boulogne (16. arrd.) und dem Bois de Vincennes (12. arrd.) (siehe dort). Weitere Pferderennbahnen gibt es im Umkreis von Paris in Saint-Cloud, Maisons-Laffitte, Enghien, Chantilly und Evry.
- Eine überdachte Schlittschuhbahn ist im 12. arr. zu finden (siehe dort). In den Wintermonaten werden ausserdem seit mehreren Jahren Schlittschuhbahnen im Freien eingerichtet, meistens vor dem Rathaus (Hôtel de Ville, 1. arrd.) und vor dem Montparnasse-Bahnhof (14. arrd.).
Sonstiges
- Look Maachine, Djélani Maachi, 40 rue Coquillière, 1. arr., Tel.: 01 42 33 57 47, Metrostation Pont Neuf. Nur nach Termin. Der irre Tipp für Mondsüchtige: Djélani Maachi, Figaro seines Standes und Visagist, macht sich die alte Weisheit zu eigen, dass der Haarschnitt in der Vollmondnacht Wachstum und Fülle der Haarpracht fördert und öffnet seinen Salon bei Vollmond von 22.00 Uhr bis zum Morgengrauen. Ca, c'est Paris!
Einkaufen
Paris ist eine der bekanntesten Shopping-Städte auf diesem Planeten, alle Weltmarken sind hier vertreten. Es gilt: "Kein Luxus ist zu viel, kein Preis ist zu hoch." Viele dieser Luxusmarken finden sich weniger am Champs Elysèes, sondern an der davon abzweigenden Avenue Montaigne, die auch einen kurzen Spaziergang wert ist.
Abgesehen von den grossen Warenhäusern (siehe unten) ist Frankreich ein Land der kleinen Läden. Dementsprechend sind die Preise. Und leider auch manchmal die hygienischen Verhältnisse. Die Stadregierung gibt die Anzahl der Einzelhandelsgeschäfte mit 61.800 an (Stand 2007/2008). Sie privilegiert die familiär geführten Läden, weswegen Supermärkte eher selten sind. Sie befinden sich fast immer in Nebenstraßen abseits der Boulevards. Wenn man mal einen gefunden hat, sollte man ihn sich besser merken.
Öffnungszeiten der meisten Läden:
- Montag-Samstag: 10:00 Uhr - 19:00 Uhr
- Sonntag: kleine Lebensmittelläden haben häufig auch sonntags geöffnet, dafür am Montag geschlossen. Man sollte sich also rechtzeitig eindecken.
Lebensmittel
An den Lebensmitteln merkt man den Unterschied zu Deutschland deutlich: Wenn man die richtigen Adressen kennt, stellt man fest, daß Lebensmittel dieser erstklassigen Güte einfach nicht nach Deutschland geliefert werden. Selbst wenn man in Feinkost- oder Bioläden geht und viel Geld ausgibt, es gibt diese Qualität in Deutschland einfach nicht. Dabei haben Franzosen sicher nicht mehr Geld als Deutsche.
Wochenmärkte gibt es in jedem Viertel (siehe Artikel zu den entsprechenden Arrondissements). Die maraichers, die erstklassige Produkte aus der eigenen Obstplantage und frisches, selbstgezogenes Gemüse auf diese Pariser Märkte bringen, erkennt man daran, dass sie die Spuren der morgens umgewälzten Erde unter den Fingernägeln tragen.
Käse brachte Charles de Gaulle zum Verzweifeln. "Comment voulez-vous gouverner un pays où il existe 246 varietés de fromage?" ("Wie wollen sie über ein Land regieren, in dem es 246 Sorten Käse gibt?") sprach der mediengewandte Staatschef. Sprich, in Frankreich geht kein Weg am Käse vorbei. Entweder ißt man ihn in Paris irgendwann, oder man war eben doch nicht in Frankreich. Die mitunter sehr aromatischen und stark duftenden Sorten sind vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber probiert haben sollte man sie doch.
Schokolade verkaufen in Paris einige hervorragende Chocolatiers, die ihre schwarzglänzenden Köstlichkeiten noch selbst herstellen. Und wenn es noch so teuer ist: La Maison du Chocolat dürfte beim Rennen um die besten Pralinen der Welt kaum zu schlagen sein. Wenn man sie genossen hat, ist man für den "Müll" von Lindt regelrecht versaut. Tipp: Auch wenn die deutlich billigere Tafelschokolade (4,50 Euro/ 100 gr) als Kompromiß lockt, sollte man lieber die Pralinen wählen. Man darf sie probieren, wir empfehlen die Sorte Caramel.
Bücher
Der Buchladen im Centre Pompidou bietet neben Werken zu moderner Kunst auch Reiseführer, z.B. den Reise- und Einkaufsführer "Paris Pas Cher" und ein umfangreiches Angebot an Postkarten.
Viele kleine und charmante Buchläden befinden sich am Fuße der Sacre-Coeur in Montmartre, vor allem in Nähe der Metro-Station Abbesses
Warenhäuser
Die bekanntesten der großen Luxuskaufhäuser sind die Galeries Lafayette und Le Printemps (beide Metrostation Opera oder Auber), die wegen ihrer pompösen Buntglaskuppeln, die an Kathedralen erinnern, einen Besuch wert sind. Das Sortiment ist stark auf Damenwünsche ausgerichtet: Parfum, Mode und Accessoires.
Flohmarkt
Der grösste Pariser Flohmarkt ist jener in St. Ouen (Metro Linie 4, Porte de Clignancourt). Er ist in zwei Teile aufgeteilt und besteht einerseits aus einem Strassenmarkt für mehr oder weniger echte Markenartikel sowie Souvenirs und Kitsch, andererseits erstreckt sich ein Antiquitätenparadies über mehrere km², das keine Wünsche offen lässt.
Küche
Nachdem die adligen Herren in der Revolution einen Kopf kürzer gemacht wurden, waren viele französische Spitzenköche gezwungen, ihr eigenes Restaurant zu eröffnen. Bis heute gilt Paris als die Heimat der Spitzengastronomie. Die Preise pro Mahlzeit/ Person können jenseits der 200 Euro liegen. Allerdings sollte man sich vorher informieren, nicht jedes superteure Restaurant ist diesen Preis wert.
Aufgrund der kolonialen Vergangenheit gibt es auch zahlreiche arabische oder afrikanische Einflüsse. Für ca. 10 Euro bekommt man einen Couscous. Im Marais nahe dem Place de la Bastille gibt es auch ein kleines jüdisches Viertel.
Allgemein muß man sagen, dass man bei der Hygiene Abstriche machen muß. Man sollte die Gaststätten mit offenen Augen betrachten und auswählen (oder auch abwählen).
FastFood-Restaurants sind etwas seltener als in anderen Weltstädten, es gibt in erster Linie McDonald's und QuickBurger. BurgerKing und Pizza-Hut gibt es kaum. Die Sandwich-Kette Subway setzt sich erst ganz langsam durch. Nicht überrascht sein: die Burgerrezepturen bei McDonald's unterscheiden sich von denen in Deutschland.
Wenn man fein zu Mittag Essen will, dann geht man in Gebiete, wo sich kaum oder am besten keine Touristen aufhalten. Das System ist dann nämlich auf die Einheimischen und deren Geldbeutel gestrickt. Es gibt Mittags Menüs mit zwischen drei und vier Gängen für wenig Geld. Dafür bekommt am als Dessert vielleicht nur einen Apfel als Nachspeise. Dafür sind die anderen Speisen sehr gut und sehr lecker. Dabei ist die Küche international. Asiatische und einheimische Küche wechseln sich ab. Es gibt zwar McDonald's und seine Gefährten, es ist aber nicht so schlimm, weil man einen nahen Ausweg hat.
Zur Pariser Kultur gehören auch die zahlreichen Bistros an den Boulevards. Der Verkehr, der auf den Strassen niemals aufhört, spielt hier keine Rolle. Hier kann man den ganzen Tag Kaffee genießen. Manchmal gibt es auch ein Baguette dazu. Der brummende Verkehr spielt keine Rolle, der ist einfach da. Aber man entspannt sehr schön.
In den Bistros gelten verschiedene Preise. Trinkt man seinen Kaffee an der Theke ist es am billigsten. Ein Kaffee im Bistro mit Sitzplatz ist schon etwas teurer und die Spitze bildet der Kaffee auf der Straße, der am teuersten ist. Aber den Kaffee auf der Straße sollte man auf jeden Fall probieren. Man kann da wirkliche Pariser Luft einatmen.
Nachtleben
Paris ist bekannterweise ein teures Pflaster. Dies gilt insbesondere für das Bier am Abend. Ein paar Beispiele: Bier (0,5 "une Pinte") in einer normalen Kneipe: ca. 7 Euro, Eintritt in eine Disko mit "conso" (Freigetränk) ca. 15-20 Euro. Jedoch kann man in den meisten Kneipen eine gute Flasche Wein schon für 12 Euro bekommen. Schade ist in Paris, dass um halb zwei alle Kneipen schließen und - will man den Abend noch nicht beenden - man in einen Club ausweichen muss. Um ein paar Tipps zu geben:
- Le Tryptique ein für Paris relativ alternativer Club der lediglich 5-10 Euro Eintritt verlangt und manchmal sogar freien Eintritt hat. Im 2. arr., rue Montmartre
- Das batofar, Club, ein stillgelegtes Feuerwehrschiff, in dem so ziemlich alles läuft von Reggae bis Techno. Im 13. arr., gegenüber der BNF Francois Mitterrand, direkt in der Seine.
- Rex Club, 5 Bd. Poissonnière, 2. arr., Metrostation Bonne Nouvelle, Tel. 01 42 36 10 96. Mi-So 23.30 Uhr bis zum Morgengrauen. Techno-Tempel mit Spitzen-DJs im Untergeschoss des Kinos "Grand Rex".
- Events und Insider-Tipps
Geheimtipps: Hier einige günstige Bars, die vor allem von einheimischen Studenten frequentiert werden:
- Bistrot des Artistes, rue des Anglais, Metro Place St. Michel, alternative Bar mit Vernissage und manchmal auch Live-Musik
- Le Hide-Out, rue du pot de fer (quartier Latin), Metro Place Monge, in der Happy Hour kostet ein Bier (0,5l) nur die Hälfte
- Le café Tribal, cours des petits ecuries, Metro Chateau d'Eau, Geheimtipp: Wer Mi-Sa um 21 Uhr ein Getränk bestellt, bekommt ein Couscous oder Moules frites (Muscheln mit Pommes Frites) gratis! Dazu noch äußerst günstige Getränkepreise.
Um sich eine Überblick über die Musikszene von Paris zu machen, lohnt sich außerdem der Blick in das Magazin "Lylo", das unentgeltlich in Touristenbüros erhältlich ist. Nach Tagen und Stadtteilen sortiert, werden hier alle Events aufgelistet. Weitere Informationen wie Eintrittspreise, Stilrichtung und einen Übersicht von Bars und Diskotheken machen Lylo zur perfekten Basis für die Abendplanung.
Wer einen Film sehen möchte, muß nicht unbedingt französisch sprechen. In Frankreich werden oft untertitelte Originalversionen gezeigt. Vorausgesetzt, es sind noch Kinos frei für Hollywoodfilme bei all den französischen Filmen.
Das Pariser Nachtleben ist unüberschaubar. Unzählige Kneipen, Bistros, Diskotheken und andere Attraktionen bieten ihre Dienste an. Das Angebot ist wie die Stadt riesig und man muss schauen, was in der Gegend, wo man sein Hotel oder seine Unterkunft hat etwas Schönes findet. Das man etwas findet, ist aber sehr wahrscheinlich.
Man sollte es sich nicht entgehen lassen, an einem Boulevard abends zu sitzen und mit jemanden, den man sehr gerne mag ein Glas maximal mittelmäßigen Rotwein zu trinken. Hier kann man Pariser Flair erleben, wie sonst kaum wo anders. Der Verkehr von Paris kommt nie zum erliegen, man sitzt im Bistrobereich auf der Strasse. Würde dies in Hannover gar nicht gehen, geht es in Paris schon. Da ist alles entspannter.
Es gehört zu der Pariser Kultur, abends auf der Strasse zu sitzen und maximal mittelmäßigen Rotwein zu schlürfen. Es ist schwierig einen Platz in den Bistros, die am Nachmittag noch Kaffee verkauft haben, einen Platz zu bekommen. Komischerweise stört die Straßenkulisse im Feierabendverkehr gar nicht. Die Bedienung ist zurückhaltend. Man wird nicht mit Bestellungen bedroht.
Unterkunft
Hotels sind in Paris, je nach Nähe zum Zentrum, relativ teuer. Empfehlenswert sind Hotels in Zentrumsnähe (Beispiel: 13., 14., 15. Arr.) mit Metroanschluß. Ein 2-Sterne-Hotel, das diese Sterne auch verdient hat, kostet pro Einzelzimmer etwa 80 Euro, alles was darunter liegt, hat üblicherweise einen Haken.
Günstig
Internetseiten mit günstigen Angeboten sind:
- Citysam Paris: Zeigt die Hotelsuche direkt im beweglichen Stadtplan. Sehr übersichtlich.
- Terra Reisen: Viele Hotels bei diesem Veranstalter sind schon Jahre im Programm und deshalb sehr empfehlenswert, man beachte Sonderangebote wie 4=3 oder 5=4, also 1 Nacht geschenkt.
- Hostelparis: Diese Internetseite hat eine der umfangreichsten Angebotssammlungen von Hostels und Hotels
- Hostelworld: Hostels und Budget-Hotels werden hier aufgelistet. Man kann sich Bewertungen anderer Benutzer ansehen und dann bequem online buchen.
Luxusklasse
Die Schickeria vergeudet einen Teil ihrer Millionen in den sieben als Palaces qualifizierten, unerschwinglichen Luxusherbergen. Pariser Liebespaare sparen für die Hochzeitsnacht darauf. Der entsprechend stilvoll-romantische Heiratsantrag schickt sich in einem ihrer Restaurants. Im Bristol, gleich neben dem Elyséepalast, wohnen deutsche Politiker auf Staatsbesuch.
- Le Crillon (8. Arrd.)
- Le Plaza Athénée (8. Arrd.)
- Le Ritz (1. Arrd.)
- Le Meurice (1. Arrd.)
- Le Bristol (8. Arrd.)
- Le Georges V. (8. Arrd.)
- Le Fouquet's Barrière (8. Arrd.)
Lernen
In Paris gibt es insgesamt 13 Universitäten. Diese sind zum Teil Ergebnis der Universitätsreform von 1970, so wurde damals unter anderem die Sorbonne in drei Universitäten aufgeteilt.
Arbeiten
Die Mieten im Zentrum sind exorbitant hoch. Durchschnittswohnungen kosten 2.000-3.000 Euro pro Monat. Nicht umsonst haben sich für ärmere Bevölkerungsteile die Vorstädte entwickelt.
Sicherheit
Alles in allem kann man sagen, dass die Innenstadt von Paris sicher ist. Auch die Rotlicht-Gegenden können fast problemlos nachts durchlaufen werden. Man sollte jedoch die üblichen Sicherheitsvorkehrungen treffen. Taschendiebe sind natürlich allgegenwärtig. Außerdem ist es zu empfehlen, einige Vorstädte (frz.: Banlieues) im Norden und Süden zu meiden, da diese soziale Brennpunkte sind.
An Touristenorten (vor allem Sacre Coeur) warten gutaussehende afrikanische Einwanderer, die gerne mit den Damen flirten (die das genießen und sich davon auch nicht vom danebenstehenden Freund/ Mann abhalten lassen), ihnen ein Stück Garn um den Arm binden und etwas von "Glück bringen" und "Hakuna Matata" reden und anschließend von den verdutzten Männern 10 Euro verlangen.(Das kann natürlich auch Männern und Kindern/ Jugendlichen passieren, die sich darauf einlassen.) Am besten ist es die Hände in die Taschen zu stecken und einfach weiterzugehen.
Gesundheit
Paris verfügt über Ärzte und Krankenhäuser aller Fachrichtungen. Das Notarztsystem ist hervorragend ausgebaut.
Apotheken, die täglich rund um die Uhr geöffnet sind, werden nachstehend aufgeführt. Weitere spät abends geöffnete Apotheken werden in die entsprechende Rubrik des jeweiligen Bezirkes eingefügt.
- Pharmacie Dhery, 84 Avenue des Champs-Elysées, Galeries des Champs-Elysées im 8. arrd., Tel. 01 45 62 02 41. Metrostation George V.
- Pharmacie Perrault, 6 Place de Clichy im 9. arrd., Tel. 01 48 74 65 18. Metrostation Place de Clichy.
- Grande Pharmacie Daumesnil, 6 Place Felix Eboué im 12. arrd., Tel. 01 43 43 19 03. Metrostation Daumesnil.
Klarkommen
Leider sind Franzosen für ihre fehlenden Fremdsprachen-Kenntnisse bekannt. Franzosen sind sehr stolz auf ihre Art und Sprache. Obwohl die meisten (zumindest etwas) Englisch sprechen, werden diese vielleicht sagen, dass sie es nicht können. In Paris ist dies jedoch seltener der Fall, da hier die meisten Menschen Touristen sind und somit wie in vielen Touristen-Gebieten sehr gut Englisch gesprochen wird. Somit sollte es fast keine Probleme geben sich zu verständigen, solange man sich bei den bekannten Sehenswürdigkeiten aufhält.
Wenn man als Besucher auf das Budget achten muß, empfiehlt sich außerdem die Anschaffung des Einkaufsführers "Paris Pas Cher". Hier werden nach verschiedenen Kategorien die günstigsten Anbieter in Paris nach Kategorien sortiert. Beiträge gibt es u.a. zu den Themen "Restaurants", "Bars", "Hotels", aber auch "Kleidung" und "Unterhaltungselektronik". Der Guide kostet 16 € und erscheint jährlich. Er ist leider nur in französischer Sprache erhältlich.
Presse: Ein internationaler Zeitungskiosk vor dem Fouquet's, 99 Avenue des Champs-Elysées, 8. arr. hat die Presse der gesamten Welt auf Lager, mit Ausnahme der indischen, kurioserweise.
Toiletten: Die alten französischen Stehtoiletten wird man in Paris kaum noch finden, die Kloschüssel hat in den letzten 20 Jahren auch hier Einzug gehalten. An zahlreichen Stellen findet man mittlerweile öffentliche Toilettenhäuschen, deren Bedienung sich nicht immer sofort erschließt. Öffentlichen Toiletten fehlt oft Papier und Seife, hier sollte man einen Notvorrat dabei haben.
Post und Telekommunikation
Postämter sind an dem gelben Schild La Poste zu erkennen, in sämtlichen Quartiers zu finden und in der Regel von Mo-Fr von 08.00-19.00 Uhr, Sa bis 12.00 Uhr geöffnet. Das Hauptpostamt (siehe unten) ist täglich durchgehend geöffnet. Briefmarken bekommt man nicht nur auf dem Postamt, sie sollten auch in den als "Tabac" ausgeschilderten Bistros und Läden verfügbar sein. Bekommt man dort eine abschlägige Antwort, wirkt die Frage nach der dazugehörigen Postkarte Wunder. Wobei zu berücksichtigen ist, dass der Verkauf von Briefmarken insbesondere in Gegenden mit hohem Touristenaufkommen eine hohe Investition ohne jeglichen Gewinn bedeutet. In der Regel kann man in den "Tabacs" auch telefonieren.
Internetcafés sind seltener als in vergleichbaren Großstädten. Auf etwas Suchen muß man sich einstellen.
- Hauptpostamt 52 rue du Louvre, 1. Arrd., Tel. 01 40 28 20 00. Täglich 24 Stunden rund um die Uhr. Befördert Eilpost auch mitten in der Nacht und ist vor allem Nützlich, wenn man alles verloren hat und sich per Postmandat auf dem schnellsten Wege Bargeld aus dem Ausland schicken lassen möchte.
Ausflüge
Das Land um Paris ist die Wiege des gotischen Kathedralenbaus: das erste Kreuzrippengewölbe der Welt entstand im Jahr 1142 vor den Toren der Stadt in der Abteikirche St. Denis, die den französischen Königen als Grablege diente.
Wer die Besucherschlangen des stets überlaufenen Schlosses Versailles (22 km westlich) nicht in Kauf nehmen will, kann auf die Gärten, das Gartenschloss Grand Trianon und die Domäne der Marie-Antoinette mit dem Petit Trianon und dem Weiler der Königin ausweichen, die einen Tagesausflug wert sind. Gute Alternativen sind Ausflüge zu dem direkt am östlichen Stadtrand gelegenen und mit der Metro erreichbaren Bergfried der Burg von Vincennes, oder zu den Schlössern Malmaison in Rueil-Malmaison (15 km westlich), Maisons in Maisons-Lafitte und Saint-Germain-en Laye (30 km westlich). Die drei letztgenannten lassen sich mit dem Auto leicht kombinieren. Sehr sehenswert ist das hübsche Rokoko-Schloss der Madame de Pompadour in Champs-sur-Marne (24 km östlich). In südlicher Richtung liegt unweit der Stadt Fontainebleau (65 km) mit dem bekannten Schloß auch Vaux-le-Vicomte, das Kleinod unter den Schlössern der Île-de-France, in südwestlicher Richtung das schöne, nach Plänen von Jules Hardouin Mansart errichtete Schloss Dampierre (35 km).
Abgesehen von einer Kathedralen- oder einer Schlösserrundfahrt bieten sich Ausflüge zu den zahlreichen Orten der Île-de-France an, an denen Maler lebten und wirkten wie die Maler der Schule von Barbizon oder die Impressionisten. Die Île des Impressionnistes in Chatou, Auvers-sur-Oise, Sterbeort Vincent Van Goghs, Pontoise und das bereits in der Normandie gelegene Haus des Malers Claude Monet in Giverny sind lohnende Ziele.
Wer schliesslich sich des Drängelns der Kinder nicht zu erwehren vermag: der Disneyland Park des Disneyland Resort Paris liegt eine halbe Zugstunde von Paris entfernt. Bei mehreren Personen kann es allerdings ein sehr teurer Tag werden. Verblüffend ist das Schlangenmanagement: Vor der jeweiligen Attraktion steht eine nicht allzu lange Schlange, wo man sich gerne anstellt. Kommt man ins Gebäude hinein, sieht man um eine Gangbiegung weitere 10 Meter Schlange, die man dann auch noch aushält. Nur hinter der nächsten Biegung sind wieder einige Meter Schlange und ein halbes Dutzend Biegungen später verflucht man den Moment, an dem man sich angestellt hat. Faustregel: Wenn Leute schon draußen stehen, ist die Schlange lang.
Die gute Alternative zu dem amerikanischen Vergnügungsrummel ist der Besuch der Cité des Sciences, ein gigantisches, ganz und gar nicht langweiliges, sondern spektakuläres, anregendes und bereicherndes Museum der Technik und der Wissenschaften im Pariser Parc de la Villette (19. Arrd.), zu dem neben einem echten U-Boot, das bestiegen werden kann, unter anderem auch ein Flugsimulator und ein Planetarium gehören.
Literatur
- Ralf Nestmeyer: Paris. Ein Reisehandbuch. Michael-Müller-Verlag, Erlangen 2007, ISBN 3-89953-299-9
- Julia Droste-Hennings + Thortsen Droste: Paris, Eine Stadt und ihre Myten, Dumont Kunst-Reisefüherer, 2. aktualisierte Auflage 2005, ISBN 3-7701-6090-8
Weblinks
- Stadt- und Netzplan der Verkehrsbetriebe - pdf download
- Offizielle Seite der Stadt Paris
- Offizielle Seite des Fremdenverkehrsamtes der Stadt Paris auf Deutsch
- Offizielle Website des regionalen Fremdenverkehrsverbandes Ile-de-France auf Deutsch
- Offizielle Fremdenführerzentrale für diplomierte Gästeführer auf Deutsch
- Stadtplan von Paris auf Deutsch
- Paris Forum
- Diskussions- und Informationsforum über Paris und Frankreich, inkl. Reiseberichte auf Deutsch
- Reiseführer mit Reiseberichten, Rezensionen und einer Community auf Deutsch und Englisch


