Niederlande

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Die Niederlande liegen in Europa. Das Land grenzt im Osten an Deutschland und im Süden an Belgien. Die Nord- und Westseite wird von der Nordsee eingeschlossen.

Lage
noframe
Flagge
Flagge der Niederlande
Kurzdaten
Hauptstadt: Amsterdam
Staatsform: Konstitutionelle Monarchie
Währung: Euro
Fläche: 41.500 km²
Bevölkerung: 16,3 Mio
Sprachen: Niederländisch, Friesisch
Religionen: Römisch-Katholisch 31 %, Protestantisch 21 %, Muslimisch 4,4 %
Stromnetz: 230 V/ 50 Hz
Telefonvorwahl: +31
Internet TLD: .nl
Zeitzone: ME(S)Z

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Regionen

Karte von Niederlande

[Bearbeiten] Provinzen der Niederlande

Die Niederlande sind unterteilt in die folgenden Provinzen (provinicies):

[Bearbeiten] Autonome Landesteile außerhalb Europas

Außerhalb des Kernstaats gibt es mit Aruba und den Niederländischen Antillen zwei autonome Landesteile mit eigener Regierung und Verfassung.

[Bearbeiten] Grenzüberschreitende Regionen und Großlandschaften

  • Die Küstenniederung der Nordsee schließt große Teile der Niederlande ein. Sie setzt sich unter anderem in Belgien und Deutschland fort.
  • die übrigen Teile der Niederlande (außer der Küstenniederung und dem Vaalserberg) sind Teil der Großlandschaft Mitteleuropäisches Tiefland. Diese Großlandschaft setzt sich in Deutschland und Belgien fort.
    • Das Maastal erstreckt sich auch nach Belgien und Frankreich.
    • Die historische Region Limburg, mit gleichnamigen Provinzen in den Niederlanden und in Belgien.
    • Die historische Region Brabant, das Kernland des späteren Belgiens, reicht mit Noord-Brabant in die Niederlande.
  • Der Vaalserberg am Südzipfel der Provinz Limburg, liegt am Dreiländereck zu Belgien und Deutschland.

[Bearbeiten] Städte

Die wichtigsten Städte sind:

  • Amsterdam - Hauptstadt und größte Stadt .
  • Arnhem - Hauptstadt der Provinz Gelderland.
  • Den Haag - Regierungssitz sowie Hauptstadt der Provinz Zuid-Holland, drittgrößte Gemeinde des Landes.
  • Eindhoven - große IT-Technologie- und Universitätsstadt in der Provinz Noord-Brabant. Fünftgrößte Stadt der Niederlande, größte Stadt Noord-Brabants.
  • Enschede Industrie- und Universitätsstadt in Overijssel im Osten des Landes
  • Groningen - Hauptstadt der Provinz Groningen.
  • Maastricht - Hauptstadt der Provinz Limburg.
  • Nijmegen, Universitäts- und größte Stadt der Provinz Gelderland.
  • Rotterdam - wichtigster Überseehafen Europas und zweitgrößte Stadt der Niederlande.
  • Utrecht - Hauptstadt der Provinz Utrecht, Universitätsstadt und viertgrößte Stadt der Niederlande, Eisenbahnknotenpunkt.

[Bearbeiten] Weitere Ziele

[Bearbeiten] Hintergrund

[Bearbeiten] Anreise

[Bearbeiten] Flugzeug

Mit dem Flughafen Schiphol (IATA-Code: AMS, ICAO-Code: EHAM, international: Amsterdam Airport Schiphol) verfügt die Stadt Amsterdam über einen der größten Flughäfen Europas. Der Flughafen wird von allen größeren Fluggesellschaften angeflogen.

Weitere Flughäfen gibt es in Eindhoven, Groningen (IATA-Code: GRQ, ICAO-Code: EHGG, international: Groningen Airport Eelde), Maastricht (IATA-Code: MST, ICAO-Code: EHBK, international: Maastricht Aachen Airport) und Rotterdam (IATA-Code: RTM, ICAO-Code: EHRD, international: Rotterdam Airport).

Die Flughäfen Düsseldorf und Brüssel sind aus vielen Städten der Niederlande schneller erreichbar und gleichermaßen wie Schipol für die Anreise geeignet.

[Bearbeiten] Bahn

Die Niederlanden verfügen über ein dicht vertaktetes Bahnnetz, welches sich allerdings auf die Anbindung von Großstädten beschränkt. Von Deutschland verkehren auf der Strecke Frankfurt (Main)KölnUtrechtAmsterdam zweistündlich schnelle ICE-Verbindungen, weiterhin existieren auf der Strecke BerlinHannoverOsnabrückHengeloAmsterdam InterCity-Verbindungen im Vierstundentakt.

Im Regionalverkehr gibt es Verbindungen zwischen Aachen und Heerlen (und von dort aus nach Maastricht), zwischen Hamm, Wuppertal, Düsseldorf und Venlo (und von dort aus weiter nach Eindhoven und RotterdamDen Haag); von Dortmund sowie Münster nach Enschede; von Leer nach Groningen.

Weitere Informationen bietet die Homepage der Nederlandse Spoorwegen (NS).

[Bearbeiten] Bus

[Bearbeiten] Auto

Mit dem Auto sind die Niederlande bequem zu erreichen und das ist sicherlich auch der am häufigsten genutzte Anreiseweg. Man sollte jedoch beachten, dass insbesondere an Feiertagen und am Ferienanfang sich regelmäßig viele Deutsche auf den Weg ins Nachbarland machen, was lange Staus zur Folge haben kann. Und jeder zweite Verkehrsteilnehmer ist ein Fahrradfahrer.

Geschwindigkeitbegrenzungen:

  • PKW Straße: 80 km/ h - Autobahn: 120 km/ h
  • PKW + Anhänger Straße: 80 km/ h - Autobahn: 80 km/ h

[Bearbeiten] Schiff

  • Es besteht auch die Möglichkeit auf dem Rhein und auf der Maas Schifffahrten zu unternehmen, die in die Niederlande führen. Hierbei ist jedoch zumeist die Reise das Ziel und eine Flusskreuzfahrt steht im Mittelpunkt.
  • Es bestehen Fährverbindungen aus Großbritannien

[Bearbeiten] Mobilität

Flugzeug: Seit dem Bankrott der Inlandsfluggesellschaft KLM Exel gibt es keinen regulären Inlandsflugverkehr mehr.

Bahn: Sämtliche größeren Städte sind per Bahn miteinander verbunden.

Bus: Die Niederlande verfügen über ein dichtes Regionalbusnetz.

Buurtbus: In dünner besiedelten Gegenden gibt es buurtbus-Projekte, auf Nachbarschaftsinitiativen beruhende Linien, die mit Kleinbussen befahren werden. Unter Buurtbus ist aufgeführt, wo diese Linien verkehren. Achtung: sehr oft gilt der nationale Tarif (strippenkaart) hier nicht.

Tarife

  • Bahn: Die Niederländischen Eisenbahnen (NS) hantieren einige Besonderheiten, die sich von denen anderer Länder unterscheiden. Wenn man sie kennt, wird es einfacher und billiger.
  • Dagretour ist eine Rückfahrkarte, die nur am Tag der Hinfahrt gilt. Sie ist allerdings 40 % billiger als zwei einfache Strecken. Verlangt man am Schalter eine Rückfahrkarte, so bekommt man in der Regel ohne Nachfragen die dagretour.
  • Kortingskaart vergleichbar mit der BahnCard 50, wobei es in den Niederlanden nur 40 % Ermäßigung gibt. Die Kortingskaart kostet allerdings auch nur € 55,00. Die Ermäßigung gilt für alle einfache Fahrten, dagretours. Wochenendrückfahrkarten und Tageskarten, für die 2. wie für die 1. Klasse. Die Ermäßigung wird nur während der voordeeluren, also außerhalb der Hauptverkehrszeit (mo-fr nach 9 Uhr morgens), gegeben, an Wochenenden ganztägig, ebenso in den Monaten Juli und August, vom 25.12-1.1. sowie an den Wochenfeiertagen 10.4,, 13.4., 30.4., 21.5., 22.5., 1.6..
Am Schalter verlangt man dann ergänzend zu seiner Bestimmung "met Korting".
  • Seitdem es an jedem Bahnhof Fahrkartenautomaten gibt, die meistens keine Banknoten annehmen, kostet die Bedienung am Schalter für alle Produkte, die man am Automaten hätte kaufen können, einen Zuschlag von € 0,50.
  • Busse und Straßenbahnen/U-Bahnen: Bis zur landesweiten Einführung der ov-chipkaart gilt in allen öffentlichen Nahverkehrsmitteln die Nationale strippenkaart. Das ist eine Streifenkarte mit 15 (oder 45) Streifen, bei der je nach Anzahl der befahrenen Zonen entsprechende Streifen abgestempelt werden (+ 1 zusätzlich für den Grundtarif). Es können mehrere Personen auf einer Karte fahren. Die Strippenkaarten kosten im Vorverkauf 15 strippen € 7,30, ermäßigt (Senioren 65+ und Kinder 4-18) € 4,80, 45 strippen € 21,60. Beim Fahrer/Schaffner sind sie wesentlich teurer. Dort bezahlt man für 2 strippen € 1,60, für 3 strippen € 2,40 und für 8 strippen € 6,40. Ermäßigung gibt's nicht.
  • Es gibt auch eine Tageskarte für den ÖPNV. Das sind zwei beim Fahrer/Schaffner quer gestempelte 8-strippenkaarten zu € 12,80. Damit kann man einen kompletten Tag mit dem Bus die Niederlande durchkreuzen.
  • Vom 1.6. - 31.8. gilt die ZomerZwerfKaart, eine wesentlich preiswertere Variante der Tageskarte. Für 2009 kostet sie € 9,70.

[Bearbeiten] OV-chipkaart

Die OV-chipkaart (ÖPV-Chipkarte) wurde als Nationaler Fahrausweis für den gesamten Personennah- und -fernverkehr in den gesamten Niederlanden entwickelt. Mit einigen Verzögerungen wird sie nun im Lauf der Jahre 2009 und 2010 im ganzen Land peu à peu eingeführt. In Rotterdam und in der Stadtregion Amsterdam (Gemeinden Amsterdam, Amstelveen, Haarlemmermeer, Aalsmeer, Uithoorn, Ouder-Amstel, Diemen, Zaanstad, Oostzaan, Landsmeer, Waterland, Edam/Volendam, Purmerend, Wormerland, Beemster, Zeevang) ist sie bereits jetzt das einzige gültige Ticket.

  • Funktionsweise

Die OV-chipkaart sieht aus wie eine Scheckkarte. Sie enthält einen (nicht sichtbaren) Chip und ist erkennbar am nationalen rosafarbenen Logo. Die Karte muss mit einem reissaldo oder reisproduct geladen sein. Das Saldo ist ein Betrag in Euro, mit dem man in alle Gebiete, in denen die OV-chipkaart gilt, reisen kann. Ein ReiseproduKt ist zum Beispiel ein Abonnement, eine Einfache Fahrt oder eine Rückfahrkarte.

  • Ein- und Auschecken

Sofern die OV-chipkaart mit einem Reiseprodukt oder einem ausreichenden Saldo geladen ist, kann eingecheckt werden. Zu Beginn der Reise hältst du deine OV-chipkaart gegen den Bildschirm des Zugangstors oder eines Kartenlesegeräts, das mit dem Logo versehen ist. Daraufhin öffnet sich der Zugang oder gibt das Kartenlesegerät ein Bestätigungssignal. Am Ende der Reise checkst du auf die gleiche Weise aus: du hältst die Karte gegen den Bildschirm des Ausgangstors oder des Kartenlesegeräts.

  • Unterschied zwischen Reiseguthaben und Reiseprodukt

Die OV-chipkaart kann mit einem Guthaben bis zu € 30 aufgeladen werden. Die OV-chipkaart kann mit einem Jahres- oder Monatsabonnement und bei den NS auch mit einer Einfachen Fahrt oder einer Rückfahrkarte aufgeladen werden. Beim Einchecken und Auschecken kontrolliert das Kartenlesegerät, ob ein gültiges Reiseprodukt auf der karte steht.

  • Wo kann ich die OV-chipkaart benutzen?

Die OV-chipkaart kann überall dort benutzt werden, wo das Logo sichtbar ist: Zu- und Ausgangstore, mobile Kartenlesegeräte, Aufladestationen, Saldlesegeräte, am Schalter und/oder anderen Verkaufsstellen.

  • Funktionsweise des Aufladens

Die OV-chipkaart kann an den Schaltern der Verkehrsbetriebe oder bei besonderen Verkaufsautomaten aufgeladen werden.

  • Kartenarten

Es gibt drei Kartenarten: eine persönliche, eine unpersönliche sowie eine Einwegkarte. Die ersten beiden Arten können z. B. mit Abonnements oder Rabatten geladen werden, benötigen aber eine gewisse Bearbeitungszeit. Sie lohnen sich also meistens nicht für einen nur begrenzten Aufenthalt. Touristen werden meist auf unpersönliche oder Einweg-Tickets zurückgreifen.

  • Preise

Der Abgabepreis einer OV-chipkaart ist vom ausgebenden Verkehrsbetrieb abhängig. Zur Zeit kostet eine unpersönliche Karte rund € 4,00, eine persönliche Karte € 7,50. Diese beiden Kartenarten sind fünf Jahre gültig.

  • Besonderheiten bei der NS

Beim Reisen auf Guthaben wird beim Einchecken ein Einsteigetarif vom Saldo abgezogen. Beim Auschecken wird dieser Betrag mit den abgelegten Kilometern verrechnet. Wer das Auschecken „vergisst“, bezahlt also den gesamten Einsteigetarif. Der Einsteigetarif im Zug beträgt € 4,00. Reicht das Guthaben auf der Karte nicht dafür aus, so ist es nicht möglich zu reisen.

  • Weitere Regelungen

Es gibt immer einen Grundtarif von € 0,75 (€ 0,50 mt Rabatt). Wenn innerhalb von 35 Minuten nach dem Verlassen eines Verkehrsmittels umgestiegen wird, muss dieser Grundtarif nicht nochmals gezahlt werden.

  • Weitere Informationen

Website von www.9292ov.nl (auch auf englisch).

[Bearbeiten] Sprache

  • Die Amtssprache ist Niederländisch, wovon es je nach Region verschiedene Dialekte gibt. Als Minderheitssprache ist Friesisch anerkannt, welches von einem kleinen Teil der Bevölkerung als Muttersprache gesprochen wird. Dazu spricht fast jeder Niederländer, vor allem die jüngere Generation, zusätzlich auch englisch und deutsch. Letzteres ist, vor allem bei der jüngeren Generation, allerdings weniger stark verbreitet als es mancher Deutscher erwartet.
  • In den Metropolen Amsterdam und Rotterdam kann man keine Deutschkenntnisse voraussetzen!
  • In Süden der Provinz Limburg wird ein Dialekt gesprochen, der dem der Aachener (Öcher Platt) sehr ähnlich ist.

[Bearbeiten] Kaufen

[Bearbeiten] Öffnungszeiten

Geschäfte sind normalerweise von 9.00 h oder 9.30 h bis 17.30 h oder 18.00 h geöffnet, außer samstags. Dann schließen die meisten Geschäfte schon um 17 Uhr. Am Montagmorgen sind die meisten Geschäfte, mit Ausnahme von großen Warenhäusern und Supermärkten, geschlossen. Am Donnerstagabend sind in den Großstädten die Geschäfte bis 21 Uhr geöffnet (koopavond), viele kleinere Ortschaften haben ihren koopavond am Freitagabend. Am Sonntag sind alle Geschäfte geschlossen, außer an besonderen Kaufsonntagen.An Feiertagen sind die Geschäfte geschlossen: 1.1.; Karfreitag; Ostern; 30.4.; 5.5.; Himmelfahrt; Pfingsten; 25. und 26.12..

Viele Supermärkte haben in den letzten Jahren ihre Öffnungszeiten ausgeweitet. Die meisten öffnen um 9 Uhr, einige sogar um 8. Uhr oder 8.30 Uhr. Kleine Supermärkte schließen um 18 Uhr, die größeren Ketten bleiben bis 20 Uhr, einige bis 20.30 h, 21 Uhr oder 22 Uhr geöffnet. In Gegensatz zu anderen Geschäften sind Supermärkte oft am Montagmorgen geöffnet.

Die Banken in den Niederlanden haben unterschiedliche Öffnungszeiten. Die meisten Banken sind von do-fr von 9-16 h und mo von 13-16 h geöffnet. An sa und so sind die Banken geschlossen. Man kann dann auf die Grenzwechselstuben (GWK) an den größeren Bahnhöfen ausweichen.

[Bearbeiten] Besonderheiten

Die Niederlande sind das einzige Land der Welt, in welchem Cannabis legal konsumiert werden kann. Jedoch darf man nur in sogenannten Coffee-Shops und Privateigentum konsumieren. Infos und Feedback über die verschiedenen Coffee-Shops.

[Bearbeiten] Küche

Die Küche in den Niederlanden ist sehr vielseitig, geprägt von den Kolonien und den multikulturellen Einwohnern.

Kaffee und Tee sowie alle Arten von nicht-alkoholischen Getränken gibt es in Koffiehuizen, tearooms oder lunchrooms. Das gewohnte deutsche Café mit Kaffee und Kuchen wird man vergeblich suchen. Café's gibt es in den Niederlanden zwar auch, doch diese beschäftigen sich vorwiegend mit dem Ausschank von Bier und härteren Alkoholika. In den besseren Grand-Café's gibt es auch trinkbaren Wein. Und in den Coffee Shops gibt es zwar auch Kaffee, dafür keinen Alkohol, aber wiederum ganz andere Arten von Betäubungsmitteln...

Auch bei den Essgelegenheiten ist das Angebot unterschiedlich. Restaurants sind in unterschiedlichen Preislagen vorhanden. Die teuersten bieten eine wie auch immer französisch angehauchte Küche. Ziemlich preiswert ist de Chinees, chinesisch-indonesische Restaurants mit einer fast standardisierten Speisekarte. Das soll nicht abwertend sein, es gibt sehr viele gute asiatische Restaurants. Gaststätten wie in Deutschland mit Mittagstisch gibt es - auch wegen anderer Essgewohnheiten - nicht. Mittags wird ein Lunch gegessen, meistens ein Brot, ein Salat oder eine Suppe. Wer mehr erwartet, wird enttäuscht. Die warme Mahlzeit isst man zu Abend gegen 18 Uhr. Darauf haben sich auch die Restaurants eingestellt.

Seit einigen Jahren gibt es auch Eetcafès, eine Stufe unterhalb der Restaurants angesiedelt mit geringerem Platzangebot und kleinerer Speisenauswahl, aber sehr sicher nicht mit schlechterer Qualität. Zu guter Letzt gibt es noch die Snackbars, Imbissstuben ohne Currywurst, aber mit Pommes frites und vielen anderen Fastfood-Gerichten. Dank der Erfindung des "Essens aus der Mauer", (wenn man davor steht, weiß man, warum es so genannt wird) kann der kleine Hunger immer schnell gestillt werden.

Wer niederländische Spezialitäten kennen lernen möchte, dem seien unter anderem Restaurants mit Schwerpunkt Fischgerichte und Pfannenkuchen-Häuser empfohlen.

[Bearbeiten] Nachtleben

Ein großer Festtag ist der sog. 'Königinnentag' (Koninginnedag), der am 30. April begangen wird. Besonders in Amsterdam ist an diesem Tage Ausnahmezustand angesagt. Viele Leute tragen irgendwas orangefarbenes am Körper und feiern den ganzen Tag.

Das Verhalten beim Ausgehen unterscheidet sich manchmal von dem unseren. So wird oft nur ein oder zwei Getränke in einer Kneipe zu sich genommen und dann weitergezogen und nicht wie in Deutschland meistens der Abend an einem Fleck verbracht.

[Bearbeiten] Unterkunft

Es gibt viele Übernachtungsmöglichkeiten in verschiedenen Preisklassen in den Niederlanden.

Neben großen und teilweise auch ziemlich teuren Campingplätzen gibt es verschiedene Einrichtungen, die zwar den Komfort stark herunterfahren, aber auch ziemlich günstig im Preis sind. Dazu zählen Kamperen bij de boer (Zelten beim Bauern), vekabo und Stichting Vrije Recreatie (Stiftung Freie Erholung), die alle gegen einen Obolus ein Heft mit den Namen und Anschriften der beteiligten Bauernhöfe verschicken. Im Text mit KBB, VEKABO oder SVR gekennzeichnet.
Außerdem gibt es die Natuurkampeerterreinen (Naturzeltplätze) mit sehr unterschiedlichen Plätzen, meistens in schöner Natur gelegen, oft bei einem Landhaus oder in einer Försterei. Für € 15 kann man das Groene Boekje (Grünes Buch) beziehen, das die Naturzeltkarte erhält, mit der man auf den angeschlossenen Plätzen zelten darf. ( Im Text mit NK gekennzeichnet.) Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die Plätze des Staatlichen Forstamts Staatsbosbeheer. Diese liegen mitten in der Natur und sind zumeist sehr ruhig.
Eine besondere Art des Zeltens ist das Paalkamperen, "wildes" Zelten an dafür vorgesehenen Stellen. Komfort: ein Wasserhahn mit ungefiltertem Wasser, Kosten gibt es allerdings auch keine. Info: www.staatsbosbeheer.nl/Overnachten/Kampeerterreinen und dann "vrij kamperen" anklicken. (Diese Seite gibt es nur auf niederländisch.) Ansonsten bleibt "wildes Zelten" in den Niederlanden natürlich streng verboten und ist dann auch ziemlich teuer. (€ 86, wenn man dann sofort einpackt und verschwindet).

[Bearbeiten] Lernen

[Bearbeiten] Arbeiten

[Bearbeiten] Feiertage

Es gibt 8 gesetzliche Feiertage:

Termin Name Bedeutung
1. Januar Nieuwjaarsdag Neujahr
5. April 2010 Pasen Ostermontag
30. April Koninginnedag Geburtstag der Königin (tatsächlich der früheren Königin Juliana!)
5. Mai Bevrijdingsdag Tag der Befreiung
13. Mai 2010 Hemelvaart Christi Himmelfahrt, 40 Tage nach Ostern
24. Mai 2010 Pinksteren Pfingstmontag, 50 Tage nach Ostern
25. Dezember Kerstdag 1. Weihnachtstag
26. Dezember Kerstdag 2. Weihnachtstag

[Bearbeiten] Sinterklaas

Außer den gesetzlichen Feiertagen gibt es einen Feiertag, der in dieser Form in Deutschland nicht gebräuchlich ist. Das ist der 5. Dezember eines jeden Jahres, der Sinterklaasavond (Nikolausabend). Der Tradition entsprechend kommt der wichtigste Heilige dieses eigentlich ziemlich unheiligen Landes in die Niederlande (in Flandern läuft die Geschichte ähnlich ab). Er kommt, wie jedes Kind weiß, Mitte November aus Spanien mit seinem Dampfschiff an und besucht in den folgenden Wochen alle Kinder des Landes. Wenn sie dann brav waren und dem Pferd, mit dem Sinterklaas über die Dächer reitet, ein Glas Wasser und eine Möhre hinstellen, gibt es als Gegenleistung am nächsten Morgen ein kleines Präsent. Natürlich klettert der Nikolaus nicht selber durch den Kamin, sondern schickt einen seiner kleinen Helfer, einen Zwarte Piet (Schwarzer Peter) hinunter. Am 5. 12. ist es dann soweit: Sint und Piet kommen in jedes Haus, streuen Süßigkeiten durchs Zimmer und während alle Beteiligten sich um die verstreuten Pfeffernüsse und Schuimpjes kümmern, hinterlassen die beiden einen Bottich voller Geschenke. Meist verschwinden sie ungesehen wieder, aber manchmal haben sie auch einen großen Auftritt, fragen das Kind, ob es auch immer brav war, wenn nicht, droht der Piet auch schon mal mit der Rute - früher war die einfache Fahrt nach Spanien im Sack von Sinterklaas ein beliebtes Drohmittel für ungebärdige Kinder - und dann gibt es die Geschenke. Auch dabei gibt es wieder einige Besonderheiten. Das Sinterklaas-Fest ist nicht mit einer deutschen Weihnachtsbescherung zu vergleichen, das wichtigste bei dem niederländischen Fest ist, dass alle Beteiligten ihren Spaß haben.

Touristen werden selten die Gelegenheit haben, zu einem solchen Familienfest eingeladen zu werden. Aber es ist vielleicht schon gut zu wissen, warum man am 5. 12. keinen Spontanbesuch bei seinen niederländischen Bekannten machen sollte, zumal wenn sie kleine Kinder haben.

[Bearbeiten] Schulferien

Ähnlich wie in Deutschland kennen auch die Niederlande eine regionale Verteilung der Ferientermine: dafür gibt es die Regionen Norden, Mitte und Süden.

  • Sommerferien 2010
Norden: 10.7.-29.8;
Mitte: 3.7.-22.8.
Süden: 17.7.-5.9.
  • Herbstferien 2010
Norden: 23.10.-21.10.
Mitte/Süden: 18.10.-24.10.
  • Weihnachtsferien 2010
Alle Regionen: 18.10.-2.1.
  • Frühlingsferien 2011
Alle Regionen: 19.2.-27.2.
  • Maiferien 2011
Alle Regionen: 30.4.-8.5.
  • Sommerferien 2011
Norden: 16.7.-4.9.
Mitte: 2.7.-21.8.
Süden: 9.7.-28.8.

[Bearbeiten] Sicherheit

In den niederländischen Städten und Gemeinden lebt es sich genauso unsicher oder vergleichbar sicher, wie z.B. in deutschen Städten mit ähnlichen Bevölkerungsstrukturen.

[Bearbeiten] Gesund bleiben

[Bearbeiten] Apotheken und Drogerien

Sucht man in niederländischen Orten nach einer Apotheke, fällt einem schnell der Unterschied zu deutschen Verhältnissen auf: es gibt nur wenige! Das hat seinen Grund in einem wesentlich stringenteren Zulassungssystem und einem vollkommen anderen Angebot. Niederländische Apotheken sind in der Regel Stadtteilapotheken und haben ihren festen Kundenstamm in ihrem Wohngebiet. Sie verkaufen fast nur Medikamente oder direkt mit einer Erkrankung im Zusammenhang stehende Mittel, z. B. Verbandmaterial. Eine Folge dieser Einschränkung ist der wesentlich niedrigere Preis für rezeptpflichtige Medikamente, den man in den Niederlanden bezahlen muss.

Nicht rezeptpflichtige Arzneimittel, z. B. Paracetamol o. ä., kaufen die Niederländer in der Drogerie und seit einiger Zeit auch im Supermarkt. Auch diese sind meistens wesentlich preiswerter als man es aus Deutschland gewohnt ist.

Auf dem Land, wo die Apothekendichte noch geringer ist als in der Stadt, leisten oft die Hausärzte zugleich Apothekerdienste.

Das Symbol für Apotheken ist entweder ein grünes, erleuchtetes, griechisches Kreuz oder die Giftschale von Hygeia mit der Äskulapschlange.

An einigen alteingesessenen Drogerien hüngt noch das traditionelle Aushängeschild, das es so nur in den Niederlanden gibt: den Gaper, übersetzt ist es ein "Gähner", ein orientalisch wirkender Kopf mit weit herausgestreckter Zunge. Die schönsten Gapers gibt es im Drogeriemuseum im Maarssen zu bewundern. Dort wird auch erklärt, wie es zu diesem Symbol kam.

[Bearbeiten] Klima

Das Klima ist von der Nordsee geprägt. Das bedeutet milde Winter, milde Sommer. Es regnet häufig, aber meist nicht für längere Perioden. In der Provinz Limburg ist es meist deutlich wärmer.

Vorherrschende Windrichtung: Südwest (wichtig für die Planung von Radtouren!).

[Bearbeiten] Respekt

Die Niederländer sind zwar ein relativ kleines Volk, jedoch nicht minder stolz auf ihre Kultur und Sprache als andere. Besonders Deutsche sollten auf Grund des Zweiten Weltkrieges nicht großspurig auftreten. Auch sollte man nicht jedem Niederländer unterstellen, er könne Deutsch sprechen und einfach drauflos reden. Aber wenn man höflich nach den Fremdsprachkenntnissen fragt, kann man sogar schnell Kontakt knüpfen, denn eigentlich sind die Niederländer eher offen und tolerant. Sprachgewandt sind sie ebenso. Mit Englisch wird man überall weiterkommen und meistens auch mit Deutsch. In Amsterdam gilt es sogar als schick, wenn man Englisch anstatt Niederländisch spricht. Einige Einheimische freuen sich sogar, wenn sie ihre Fremdsprachenkenntnisse in der Praxis üben können.

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

Nach der Privatisierung des Staatsbetriebes PTT (Posterijen, Telefonie, Telegrafie) 1989 in drei Betriebe (PTT Post, PTT Telecom und der bereits 1986 abgetrennten Postbank) wurden diese 1998 selbständig. Die ehemalige PTT Telecom geht jetzt weiter durchs Leben als Koninklijke KPN NV und ist noch stets der führende Dienstleister auf dem Telekomsektor der Niederlande.

Die PTT Post, 2002 umbenannt in TPG Post, wurde 2005 an das australische Postunternehmen Thomas Nationwide Transport verkauft. Seitdem nennt sich der Betrieb TNT Post. Eine der - auch für Touristen - signifikantesten Maßnahmen ist das Verschwinden der Postämter (postkantoren). Sie sind meist umgezogen in kleinere Räumlichkeiten und werden jetzt als TNT-postwinkel bezeichnet. Wie auch bei der DPAG werden neben den "normalen" postalischen Dienstleistungen jetzt viele Sachen verkauft, die es sonst im Schreibwarenhandel gibt. Die Öffnungszeiten wurden ausgedehnt auf die normaler Geschäfte. Schon seit vielen Jahren gibt es Postagenturen (postagentschappen) in Zigarrenläden, Schreibwaren- und Buchhandlungen oder Drogerien. Sie bieten eine eingeschränkte Palette von Dienstleistungen an. Ihre Öffnungszeiten entsprechen denen des betreffenden Ladens.

Es gibt auch noch andere Postdienstleister. Diese verfügen jedoch nicht über ein ausgedehntes Filialnetz und sind daher für den Reisenden eher uninteressant.

Achtung! Niederländische Briefkästen sind rot. Seit TNT geht das Rot zwar etwas ins orange, doch gelbe Kästen sind in den Niederlanden Abfallbehälter.

[Bearbeiten] Museumskarte

Es gibt für das gesamte Land eine museumkaart, mit der man in der Regel die angeschlossenen Museen (400) ein Jahr lang gratis besuchen kann. Für Sonderausstellungen kann ein zusätzlicher Betrag verlangt werden. Die museumkaart ist bei den meisten angeschlossenen Museen erhältlich und kostet (2009) ab 25 Jahren € 35,00 zzgl. € 4,95 Verwaltungsgebühr. Bis 25 Jahren zahlt man € 17,50 zzgl. € 4,95 Verwaltungsgebühr. Das mag im ersten Moment happig klingen, bedenkt man aber die recht hohen Preise für die meisten Museen, hat man die Kosten meist sehr schnell wieder raus. In den Texten sind die beteiligten Museen, die freien Eintritt gewähren, mit MJK gekennzeicnet.

[Bearbeiten] Literatur

  • Geert Mak: Niederlande. Mit einem Geleitwort von Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker. Aus dem Niederländischen von Gregor Seferens und Andreas Ecke. München: C.H. Beck, 2008

[Bearbeiten] Weblinks

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