Neapel

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Neapel (italienisch: Napoli), die Hauptstadt der Region Kampanien und wichtiger Fährhafen und ist mit ziemlich genau einer Million Einwohnern die drittgrößte Stadt Italiens.

Neapel
Kurzdaten
Region: Kampanien
Einwohner: 1,0 Mio
Lage
Lagekarte
Neapel
Neapel

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Stadtteile

Die Stadt Neapel teilt sich prinzipiell in zwei Teile, die Ober- und Unterstadt. Die Unterstadt beinhaltet das Stadtzentrum, das Centro Storico. Die Oberstadt besteht aus Vomero und anderen Stadtteilen.

[Bearbeiten] Hintergrund

Neapel ist das alte Neapolis („Neustadt“), eine griechische Kolonie in Kampanien, sechs römische Meilen von dem älteren Paläopolis (Altstadt) gelegen, welches letzteres auf dem heutigen Monte Gehe zu Posilipo zu suchen ist. Dort ließen sich nach Strabon die chalkidischen Kolonisten aus dem nahen Kyme (Cumä) zuerst nieder. Später erst gründeten sie, durch Chalkidier und Athener verstärkt, die „neue Stadt“, welche mit Paläopolis eine Zeitlang eine Gemeinde Parthenope bildete. Obwohl von den Samnitern erobert, bewahrte Neapolis doch seinen griechischen Charakter, seine altgriechischen Spiele und Wettkämpfe, seine Einteilung in Phratrien bis in die spätesten Zeiten. Noch aus dem 7. Jahrhundert n. Chr. haben sich griechische Inschriften von Neapel erhalten. Während Paläopolis einen Krieg mit den Römern begann und nach der römischen Eroberung 326 v. Chr. aus der Geschichte verschwand, schloss Neapel ein Bündnis mit den Römern, die der Stadt als civitas foederata ihre eigentümliche Verfassung ließen. Neapel stieg rasch zu hoher Blüte auf. Es leistete Rom durch seine Flotte wesentliche Dienste und war wegen der herrlichen Gegend und der blühenden griechischen Kunst und Wissenschaften ein Lieblingsaufenthaltort gebildeter und vornehmer Römer, wie Vergil, Claudius, Nero, Statius u. a. Die Stadt hatte, wenn sie auch neben Tarent die größte Seestadt Unteritaliens war, nicht denselben Umfang wie das heutige Neapel. Dieses erhielt erst im Mittelalter als Residenz der normannischen Könige seine damalige Größe und Bedeutsamkeit. 536 wurde Neapel den Goten durch Belisar entrissen und gehörte dann zum byzantinischen Reich. Unter den eigenen Herzögen war es aber fast selbständig und wurde 1148 von den Normannen erobert.

[Bearbeiten] Anreise

[Bearbeiten] Mit dem Flugzeug

Der internationale Aeroporto di Napoli (IATA Code: NAP) befindet sich im Bezirk Capodichino, unweit des Stadtteils San Pietro a Patierno, circa 6 km nordöstlich der Stadtmitte. Von Deutschland bietet Lufthansa Direktflüge aus München oder Umsteigeverbindungen über Mailand-Malpensa mit Weiterflug in einer Lufthansa Italia-Maschine an. TUIfly fliegt aus mehreren deutschen Städten ebenfalls direkt nach Neapel und easyJet kommt aus Berlin und Basel hierher. Viele weitere nationale und internationale Fluggesellschaften verkehren ebenfalls hier.

Es gibt einen regulären Bus 3S für rund €1 und einen schnelleren Flughafenbus (Alibus für 3 €), der auch öfters verkehrt. Dieser fährt vom Flughafen zur Statione Centrale, dem Hauptbahnhof und danach weiter zum Hafen. Er ist ideal für Besucher, die zu den Inseln vor Neapel, wie Capri und Ischia, wollen.

[Bearbeiten] Mit der Bahn

Das Zugsystem in Italien ist ziemlich gut und deutlich günstiger als in Deutschland. Man kommt in etwa zwei Stunden für 10 Euro von Rom nach Neapel.

Bei rechtzeitiger Buchung kann man für 39 € im Liegewagen (bzw. 29 € im Sitzwagen) von München bis Neapel fahren (Sparnacht-Angebot).

[Bearbeiten] Auf der Straße

Es gibt auch ein gut ausgebautes Bussystem. Die Busse fahren vor allem kleinere Städte an.

In Italien gibt es ein Mautsystem auf den Autobahnen für Pkws. In Neapel sollte man am besten zu Fuß gehen. Der Verkehr ist nach deutschen Maßstäben kein Verkehr, sondern ein Chaos. Man fährt dort, wo Platz ist und Verkehrszeichen sind größtenteils bedeutungslos.

Außerdem stehen die Chancen ziemlich gut, dass das Auto gestohlen wird. Das kommt in Neapel nicht selten vor. Viele Neapolitaner parken ihre Autos in bewachten Tiefgaragen, auf der Straße gibt es meist keinen Platz zu parken. Wenn überhaupt, kommt man in Neapel motorisiert nur mit dem Roller umher. Aber auch davon ist als Tourist abzuraten, weil der Verkehr für Westeuropäer einfach zu viel ist.

[Bearbeiten] Mit dem Schiff

Es gibt einen großen, internationalen Hafen, der hauptsächlich für Fracht und große Personenschiffe genutzt wird. An dessen Westrand befindet sich die Molo Beverello an der Fähren zu den vielen kleinen Inseln (Capri, Procida und Ischia), sowie zur Amalfiküste (Sorrento, Positano, Amalfi) fahren. Weitere bedeutende Fährstrecken vom großen Hafen sind Neapel-Genua und Neapel-Palermo.

[Bearbeiten] Mobilität

In Neapel geht man am besten zu Fuß oder nimmt den Bus oder die Bahn. Das Bahnsystem ist ziemlich neu und hat nur zwei Linien. Es ist eher für mittelgroße Strecken konzipiert und fährt auch Ziele weiter außerhalb der Stadt an. Für den innerstädtischen Verkehr gibt es Busse, die auch ziemlich gut funktionieren und vergleichsweise günstig sind. Es gibt einfache Tickets, die 90 Minuten gültig sind, oder Tages-, Wochen- oder Monatstickets.

Die Busse sind allerdings ständig überfüllt. Höflichkeitsabstand gibt es dort nicht. Vorsicht auch vor Taschendieben!

Taxis gibt es mehr als genug, die Preise sind ziemlich hoch. Für einige Strecken gibt es von dem Bundesland, der Regione Campania, vorgegebene Tarife, die für die Taxifahrer verbindlich sind, wie z.B. Flughafen - Hauptbahnhof, was aber von den Taxifahrern verschwiegen wird. Selbst auf Nachfrage bekommt man zumeist statt dem offiziellen Tarif nur eine gefälschte Quittung von einem Waschsalon oder dergleichen. Auf dem Original ist das Siegel der Regione Campania. Man muss aufpassen, da die Taxifahrer gerne einen Umweg fahren und oft betrügen wollen. Es kommt regelmäßig vor, dass man irgendwelche Extras zahlen soll, die nicht geleistet wurden. Man sollte Taxis besser nicht anrufen und kommen lassen, da man für die Anreise keine Pauschale zahlt, sondern den vollen Fahrtpreis und käme der Taxifahrer auch aus Rom. Es gibt viele konkurrierende Taxizentralen. Es macht aber nicht viel Unterschied, was auf den Taxis draufsteht, solange sie gelb oder oft weiß sind und ein Schild auf der Seite haben mit dem Wappen der Regione Campania und einer Nummer.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Castel Nuovo, eines der vielen Castelli in Neapel
Castel Nuovo, eines der vielen Castelli in Neapel

Die historische Altstadt, das Centro storico, ist voll von Sehenswürdigkeiten. Es gibt hunderte alte Gebäude. z.B.

  • den Dom von Neapel
  • das archäologische Museo Archeologico Nazionale di Napoli nahe Piazza Museo (Anreise mit Bahn, Bus oder zu Fuß)
  • Museo Nazionale di Capodimonte im Bosco di Capo di Monte, einer Art Stadtwald auf einem der Berge in Neapel (Anreise zu Fuß oder besser mit dem Bus z.B. ab Pz. Cavour .

Daneben gibt es noch verschiedene Burgen, Castelli, zu sehen wie z.B.

  • Castell St'Elmo
  • Castell Nuovo/ Maschio Angioino

[Bearbeiten] Aktivitäten

[Bearbeiten] Einkaufen

Es gibt überall Supermärkte, aber auch sehr viele kleine Lebensmittelläden, Straßenhändler und -stände und auch ganze Märkte, wie z.B. Porta Nolana, einen großen Markt entlang einer Straße, die an dem alten Stadttor namens Porta Nolana beginnt, vor allem für frischen Fisch und sonstige Lebensmittel. Die Supermärkte sind ok, die Straßenhändler haben aber oft bessere Qualität und Preise, wenn man einheimische Produkte kauft, insbesondere Obst, Gemüse und Käseprodukte (vor allem der exzellente Mozzarella di Buffala, der wahre Mozzarella, den es nur in dieser Region gibt). Die Bauern verkaufen ihre Produkte oft selbst, zumeist an Ständen. Für alles andere gibt es kleinere Fachgeschäft, die Enoteca für Wein, die Latteria für Milchprodukte (zumeist ein kleiner Laden für alles) die Bäckereien und die Konditoreien etc.

Es gibt aber auch sehr gute hochpreisige Waren. Insbesondere Lederwaren wie Gürtel, Handtaschen etc. bekommt man in einer gewaltigen Auswahl. Besonders viele Klamottenläden gibt es auf dem Corso Umberto oder auf der Via Roma. Es gibt auch noch zahlreiche Schneider, die Ihnen (Ttil-)maßgeschneiderte Kleider herstellen, i.d.R. ab dreistelligen Preisen. Feilschen ist grundsätzlich möglich; die Neapolitaner lieben es geradezu (als Kunden) zu feilschen, wobei ihnen egal ist, ob sie ein paar Socken oder ein Auto kaufen. Grundsätzlich ist zum bedächtigen, vergleichenden Kauf zu raten - es ist gut möglich, daß Sie einmal um die Ecke das selbe Produkt für die Hälfte finden, insbesondere bei niedrigpreisigen Produkten aller Art.

Man sollte DRINGEND davon absehen, Dinge auf der Straße zu kaufen, die mehr als fünf Euro wert sind. Überall laufen Betrüger rum, die gestohlene oder gefälschte Ware verkaufen, von Kameras, Handys bis hin zu Bohrmaschinen. Sollten Sie Ihr Glück wagen, haben Sie am Ende weder Ware noch Geld. Auch populär sind Stände, Bancarelle, an denen Karten, Hütchen oder sonstige Spiele praktiziert werden. Dort spielt man um Geld, allerdings nur um Ihres. Alle anderen Spieler gehören zum Team und Sie können am Ende nur verlieren. Es gibt auch viele billige Sachen auf der Straße zu kaufen, Socken, T-Shirts, kopierte CDs oder DVDs, Koffer und allen möglichen anderen Krempel. Wenn Sie mögen - kaufen Sie, aber wundern Sie sich nicht wenn der Koffer, nach einem Tag auseinanderfällt!

Sehr beliebt bei Touristen ist auch der Weihnachtsmarkt entlang Spacca Napoli, zu dem in- und ausländische Touristen vor der Weihnachtszeit strömen, um handgemachte Krippen und Ähnliches zu kaufen. Zu dieser Zeit ist die Straße aufgrund der schieren Anzahl an Menschen kaum begehbar.

[Bearbeiten] Küche

Die Küche in Neapel ist exzellent. Man sagt, Pizza, Pasta und Kaffee, also quasi die halbe italienische Küche, stammen aus Neapel. Es gibt viele von einer Familie geführte Restaurants, die mittags und abends Menüs zu guten Preisen servieren. Abzuraten ist von Pizzaprodukten, die den ganzen Tag in einem Schaukasten gelegen haben und dann zum Aufwärmen kurz in die Mikrowelle gelegt werden.

Man sollte auch die (vermeintlich) simplen Pizzen probieren, die Margherita oder Marinara, die in ihrer Einfachheit das größte Geschmackserlebnis bieten. Es gibt Pizzerien, die sogar nur diese anbieten. Die besten Pizzerien liegen im historischen Zentrum. In allen Restaurants zahlt man Servizio (Entgelt für die Bedienung) und Coperta (Gebühr für Besteck Teller etc.), also sind die angegebenen Preise immer Netto und man muss nochmal 1-4 Euro pro Person hinzurechnen. Wasser gibt es oft sehr günstig, manchmal umsonst, Softdrinks hingegen kosten mehr Geld. Auch die Hausweine, Vini di Casa, sind i.d.R. gut und günstig.

Neapolitaner lieben Süßes. Es gibt hervorragende Süßigkeiten, die man hier und da kaufen kann. Die Neapolitaner selber schwören vor allem auf den Babà, ein alkoholgetränktes Gebäck. Man kann die Süßigkeiten oft auch an kleinen Geschäften kaufen, miniaturisiert, um sie auf dem Weg ohne weiteres zu essen. Es gibt ständig kleine Geschäfte, wo man sich etwas zu essen kaufen kann, wie Minipizzen (Pizzette) oder Saltimboca oder Brötchen und Ähnliches. Es gibt auch sehr gute Eismacher und Schokoladenmacher, bspw. Gay Odin auf der Spacca Napoli (nähe Via Mezzocannone), einer langen Straße, die die gesamte historische Altstadt zweiteilt.

[Bearbeiten] Nachtleben

Es gibt einige Theater, Kinos, sehr viele Cafés. Clubs sind entweder in der historischen Altstadt (zumeist Studentenclubs) oder sonst kreuz und quer über die Stadt verteilt. Die Neapolitaner, die etwas auf sich halten, gehen gerne nach Chiaia, einem extrem reichen Viertel, wo das Leben vollkommen anders läuft als in der historischen Altstadt. Dort sitzt man zumeist in Cafés, sieht und wird gesehen. Buchhandlungen haben oft sehr lang auf, so dass Leute gerne dort hingehen und ein Buch lesen (Kauf nicht unbedingt notwendig).

Sein Ziel erreicht man zumeist mit Bussen oder Bahnen, aber für die Rückreise sollte man wohl Taxis in Anspruch nehmen, da die Bahnen gegen 23 Uhr den Verkehr einstellen und die Busse oft nicht in die Peripheria fahren (alles außerhalb des Stadtzentrums). Außerdem sollte man nachts wegen eventueller Räuber vorsichtig sein.

Unterhaltsam ist auch die Notte Bianca, die weiße Nacht,die im Herbst stattfindet und in der die Nacht zum Tag gemacht wird. Dann sind Tausende auf den Straßen unterwegs, um öffentliche Konzerte oder ander Kunstdarbietungen zu sehen.

[Bearbeiten] Unterkunft

Es gibt zahlreiche Hotels. Besonders verbreitet sind sogenannte Bed & Breakfast (B&B), zumeist günstigere Unterkünfte, vergleichbar mit 2-3 Stern-Hotels (allerdings ohne allzuviel Service, da diese zumeist privat betrieben werden), die aber durchaus auch mal kleine vier-Sterne Hotels sein können, mit luxuriösen Zimmern und Fresken an der Decke.

Hotels gibt es etwa ab 30 bis hin zu 100 Euro und mehr, von 1 bis 5 Sternen. Günstiger geht es auch in Mehrbettzimmern, zusammen mit anderen Touristen, wo man dann nur für ein Bett bezahlt (ab 20 €). Es gibt wohl auch Jugendherbergen, die aber etwas weiter außerhalb liegen. Sie können vor Ort auch über den Hotelpreis feilschen, wenn Ihnen danach ist. Zumindest der Vergleich lohnt sich oft.

Hotels können Sie zumeist auch über Vermittlungsdienste buchen, z. B. HRS. Bed & Breakfast werden Sie in der Regel nur vor Ort buchen können oder fernab telefonisch, obwohl es auch einige neapolitanische und italienische Internetseiten gibt, die eine Übersicht über die verschiedenen B&B's geben. Was Capri betrifft – verdoppeln Sie einfach alle Preise - Und dabei kommt man noch günstig weg!

Für längerfristige Aufenthalte kann man entweder zu einem der zahlreichen Makler gehen (Mietverhältnisse ab sechs Monaten) oder sich an den Universitäten und in der näheren Umgebung nach angeklebten Zetteln (sehr zahlreich) umschauen. Oder man kauft sich eine der zwei Anzeigenzeitungen, die ein- oder zweimal die Woche erscheinen (Bric à Brac und Il Mattone). Vermieter sind zumeist privat, die Mieten sind oft höher als in Deutschland, da normalerweise nur Ausländer und Studenten zur Miete wohnen - Neapolitaner kaufen Wohnungen, spätestens wenn sie heiraten.

Im Zentrum bezahlt man für eine kleine Einzelwohnung 400-800 €, je nach Lage, Größe und Ausstattung. Die meisten Studenten teilen sich eine Wohnung oder sogar ein Zimmer. Es gibt Wohnungen, in denen sich bis zu vier Leute ein Zimmer teilen. Man unterscheidet zwischen Appartemento intero (eigene Wohnung für ein bis drei Leute, 400-X €), Camera singola (Einzelzimmer, 200-500 €) und Posto letto (Bettplatz, 150-300 €) mit ein bis 4 Leuten. Italiener mieten oft eine große Wohnung gemeinschaftlich an. Es gibt Wohnungen, in denen bis zu 12-15 Leute wohnen (insbesondere in Altbauten, den Palazzi, wo manchmal eine ganze Etage aus nur ein oder zwei Wohnungen besteht).

Grundsätzlich bezahlt man Kaution, ein bis zwei Monatsmieten, die dann vom Vermieter einbehalten werden, wofür man die letzten Mieten dann nicht bezahlt. Mietverträge sind bei privaten Vermietern unüblich, oft auch unmöglich. Zimmer und Wohnungen werden fast immer möbliert vermietet, in der Regel auch mit Waschmaschine und dem meisten, was man so braucht.

Wenn man eine Wohnung braucht, sollte man am besten nach Neapel fahren und dort in ein günstiges B&B einchecken, um dann eine Wohnung zu suchen, die sich normalerweise innerhalb höchstens einer Woche finden kann. Insbesondere am Semesterende, also zwischen Juni und Oktober, gibt es sehr viele freie Wohnungen.

  • Esperidi Resort, Viale dei Pini, 52 - 80065 Sant'Agnello di Sorrento Neapel Ph. +39 081.8783255 Fax +39 081.8785022 . Das Feriendorf Esperidi, Ferienanlage von Sorrent, bietet Lösungen für einen Urlaubsaufenthalt in Sorrent an: Villa mit Schwimmbecken, Appartements, Bungalow.
  • Hotel Domus Porto Salvo, Via Nuovo Rione Cappuccini, 11 80065 Sant'Agnello di Sorrento Neapel Ph. +39 081.8774887 Fax +39 081.8774887 . Das Domus Porto Salvo liegt am Meer in der Gemeinde Sant'Agnello di Sorrento, nur wenige Minuten von Sorrent entfernt und bietet einen Ausblick über den wunderschönen Golf von Neapel. Diese Ort ist eine Oase des Friedens und der Ruhe, wo die Gäste von einer einzigartigen und familiären Atmosphäre umgeben sind und sich inmitten der Natur entspannen können. Simple ab 55 € Doubles ab 80 €.

[Bearbeiten] Lernen

Es gibt ein gutes halbes Dutzend Universitäten in Neapel. Sprach-, Kultur- und andere Wissenschaften, wie in Deutschland zumeist an philosophischen Fakultäten vertreten, kann man am besten an der L'Orientale studieren, der Università degli Studi di Napoli "L'Orientale". Daneben gibt es noch die Parthenope oder die Università Federico II (Secondo), insbesondere für Jura und BWL/VWL populär und weitere. In Italien gab es vor einigen Jahren ein Reform, so daß man jetzt ein BA/ MA ähnliches System hat, in dem Credit Points, Punti crediti, gesammelt werden. Normalerweise werden Klausuren geschrieben, Hausarbeiten sind eher eine Ausnahme.

Die Universitäten sind verhältnismäßig klein, da die Studenten auf so viele verteilt sind. Die Strukturen sind oft verwirrend, da die Unis sowohl in Fakultäten als auch in Dipartimenti unterteilt sind und sich die Zuständigkeiten überschneiden. Aktuelle Vorlesungsverzeichnisse gibt es oft nicht, nur Raumpläne die auch oft nicht stimmen. Zu Semesterbeginn sucht man sich am besten eine Liste von Dozenten raus und sucht deren Büros auf, wo Aushänge über Kurse, Orten und Zeiten informieren - oder man fragt die italienischen Studenten. Grundsätzlich gilt Ruhe bewahren, die Kurse fallen oft wegen allgemeinem Chaos in den ersten paar Wochen aus, weil Studenten oder Dozenten am falschen Ort zur falschen Zeit sind.

Für ausländische Studenten gibt es oft einen Sprachkurse gratis, der i.d.R. auch ziemlich gut und praktisch angelegt ist.

[Bearbeiten] Arbeiten

Arbeit finden ist schwer in Neapel. Die Arbeitslosigkeit ist weit verbreitet, Armut macht sich insbesondere in den Vororten breit. Studentenjobs sind selten und wenn, sehr schlecht Bezahlt (2 € die Stunde). Die meisten italienischen Studenten arbeiten nicht, sondern werden von deren Familien unterhalten.

[Bearbeiten] Sicherheit

In Neapel sollte man stets auf der Hut sein. Die Stadt hat einen mehr als schlechten Ruf, andere Italiener setzen nach Möglichkeit nicht mal einen Fuß nach Neapel und wo immer Neapolitaner hinkommen, schlagen Ihnen die Vorurteile und der Rassismus ins Gesicht. Dementsprechend verhalten sich Neapolitaner auch. Sie sind allen Fremden gegenüber skeptisch und mißtrauisch, können aber unglaublich herzlich, freundlich und hilfsbereit sein, wenn man mit Ihnen vorbehaltslos umgeht.

Neapel bleibt aber eine Stadt, die von Kriminalität, Gewalt und Armut gezeichnet ist: Überall gibt es Taschendiebe, besonders in Bussen, und man sollte stets auf seine Sachen aufpassen und Taschen verschlossen halten. Am besten man nimmt nur kleine Mengen Bargeld mit, kein Portemonnaie, sondern nur ein paar kleine Scheine und Münzen. Geldscheine sind sowieso nicht gerne gesehen und oft können kleine Händler nicht wechseln.

Auch mit EC- oder Kreditkartenzahlungen sollte man sich zurückhalten, Betrug ist auch hier, insbesondere in kleine Läden gut möglich. Bargeld bekommt man am Bancomat, den Bargeldautomaten der Banken, die normalerweise von Kameras überwacht werden (trotzdem empfiehlt es sich, nur tagsüber Geld abzuheben).

Tagsüber und abends muss man auf Räuber achten: Tagsüber ist es nicht selten, dass Scippatori, zwei Räuber auf einem Motorrad (eine neapolitanische Erfindung), im dichten Gedränge der Einkaufsstraßen fahren und im Vorbeifahren insbesondere Frauen ihre Handtaschen entreißen, um dann in einer der vielen Seitenstraßen im Zentrum auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden. Deswegen tragen Neapolitanerinen ihre Tasche auch nahezu immer quer unter dem Arm, und Taschengeschäfte sind darauf spezialisiert Taschen mit langen Gurten herzustellen.

Abends sind es oft Jugendbanden von denen man ausgeraubt werden kann - wenn man von dem selben Auto oder Roller ein oder zweimal passiert wird und die Fahrer einen beobachten, könnte es sinnvoll sein, die Straße schnellstmöglich zu wechseln. Andernfalls könnte beim dritten Mal ein Beifahrer aussteigen und mit vorgehaltener Waffe fordern "Ramma tutt'!" - Gib mir alles!

Grundsätzlich gibt es in Neapel kein Stadtviertel, das absolut sicher ist, aber es gibt bessere und schlechtere, und insbesondere die Einwohner werden einen vor dem Gebiet um den Hauptbahnhof, vor den Quartieri Spagnoli, vor Forcella oder Stellawarnen. Berühmt-berüchtigte Viertel, welche man ebenfalls meiden sollte, sind Scampia und Secondigliano. Allerdings sind die Grenzen fließend - es gibt in nahezu allen Vierteln gute und schlechte Ecken und selbst die Neapolitaner können nicht sagen, wo ein Viertel aufhört oder das nächste anfängt.

Was die Gewalt betrifft, so ist es ratsam sich nicht in anderer Leute Konflikte einzumischen. Privatsphäre ist zwar öffentlich, aber doch irgendwie auch nicht, und als Fremder sind die Grenzen oft schwer zu sehen. Die Kriminalität und die Mafia von der hierzulande ab und zu im Fernsehen berichtet wird, sind sehr real und allgegenwärtig: Die Camorra, die neapolitanische Mafia, kontrolliert alles und ist auch stets über alles auf dem laufenden: Wirkliche Anonymität existiert in Neapel nicht, trotz seiner circa 1,5 Millionen Einwohner. Allerdings bekommt man als Ausländer auch nicht viel von dieser Kriminalität mit und die Camorra haben auch kein Interesse daran Ausländer im Speziellen zu belästigen, da sie ja immerhin Geld in die Stadt bringen, was dringend benötigt wird. Wenn Sie genau hinsehen, werden Sie die Camorristi, die neapolitanischen Mafiosi, schon erkennen. Als Fazit bleibt, dass man mit ein bisschen Menschenverstand ganz gut in Neapel zurecht kommen und sich nicht fürchten muss.

[Bearbeiten] Gesund bleiben

Das Leitungswasser in Neapel ist sauber und trinkbar. Besonderen Vorkehrungen sind nicht notwendig. Das Gesundheitssystem ist relativ kompliziert. Mit einem Auslandskrankenschein kann man nur bestimmte, öffentliche Krankenhäuser in Anspruch nehmen. Die meisten niedergelassenen Ärzte sind Privatärzte.

[Bearbeiten] Klarkommen

Kommunizieren ist leicht. Die Neapolitaner reden gerne und viel, egal ob man selbst versteht oder nicht, und können sehr herzlich sein, wenn man Ihnen offen begegnet. Zumeist findet man einen Weg zum Ziel, egal wie. Erwarten Sie nicht, daß viele Leute Englisch sprechen. Französisch, Spanisch oder sonstige romanische Sprachen sind da schon leichter anzutreffen. Einige Einwohner können nicht mal Italienisch - In Neapel spricht man neapolitanisch, ein Dialekt von dem Sie selbst mit sehr guten Italienisch-Kenntnissen kaum etwas verstehen werden. Nur mit Ausländern oder in offiziellen Situationen spricht man Italienisch.

In ihrer Armut muss man den Neapolitanern eins zu Gute halten - Sie verlieren selten die Hoffnung und schon gar nicht den Humor; auch wenn letztere für Ausländer oft nicht so humorvoll scheint. Das Chaos in der Stadt spiegelt die zerrissene Gesellschaft wieder: Der Verkehr ist verrückt, wer Angst hat, kommt kein zehn Meter - Die Devise lautet "einfach gehen".

Man kommt mit jedem über alles zu jeder Zeit ins Gespräch, Unterhaltungen quer durch den Bus sind vollkommen normal. Das Grundprinzip der Stadt lautet Arrangiarsi - Sich (miteinander) Arrangieren, ein Prinzip das bald schon zur Lebenskultur erhoben wird.

Es gibt Stadtviertel, in denen sollte man immer einen Blick nach oben werfen - Müll wird hier durch das Fenster entsorgt und Größe, Form oder Konsistenz spielen keine Rolle. Zu Neujahr kauft man sich, wenn Geld vorhanden ist, traditionellerweise neue Sachen wie Möbel oder Elektrogeräte, die alten Sachen fliegen dann auch mal aus dem Fenster, Waschmaschinen oder Kühlschränke nicht ausgeschlossen. Vorsichtshalber parken daher auch alle Anwohner zuvor Ihre Autos um.

Zu Karneval mögen die Neapolitaner es Leute zu teeren und zu federn, oder besser zu eiern und zu mehlen - Kinder laufen mit Mehltüten und Eierschachteln umher und die Plätze sind voller Eierschalen. Um die Weihnachtszeit ist der Kunstschnee aus der Sprühdose ein beliebtes Kinderspielzeug, zum Leidwesen insbesondere der Frauen, die dieses oft nur mit einem "Ma che rompicoglioni!" kommentieren.

An schönen Sommertagen kann die Stadt aber auch wunderschön sein und die Atmosphäre beflügelt alle Einwohner. Am Ende ist es eine Einstellungsfrage, ob man sich um das Chaos schert oder nicht. Überleben wird man es mit ziemlicher Sicherheit.

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

Die Vorwahl für Neapel lautet 081. Aus dem Ausland wählt man +39081 als Vorwahl.

Die Postleitzahl ist 80100.

[Bearbeiten] Ausflüge

[Bearbeiten] Literatur

Über Neapel:

  • Dieter Richter: Neapel - Biographie einer Stadt. Klaus Wagenbach, Berlin 2005. ISBN 380312509x

In der Literatur:

  • Luciano De Crescenzo: Also sprach Bellavista - Neapel, Liebe und Freiheit. Diogenes, Zürich 1988. ISBN 3-257-21670-X
  • Marcello D'Orta: In Afrika ist immer August. Sechzig Schulaufsätze neapolitanischer Kinder. Diogenes, Zürich 1993. ISBN 3-257-22632-2
  • Marcello D'Orta: Am liebsten Neapel. Streifzüge durch meine Stadt. Rotbuch, Hamburg 1999. ISBN 3-434-53033-9
  • Curzio Malaparte: Die Haut. Fischer, Frankfurt am Main 1991. ISBN 3-596-29275-1
  • Marino Niola: Totem und Ragù - Neapolitanische Spaziergänge. Luchterhand, München 2000. ISBN 3-630-88001-0

[Bearbeiten] Weblinks

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