Moritzburg

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Die Kleinstadt Moritzburg liegt nördlich der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Durch das Jagd- und Lustschloss, das August der Starke nach seinen Plänen gestalten ließ, ist sie bei Touristen weltbekannt. Umgeben von mehreren, im 16. Jahrhundert angelegten Teichen, ist Moritzburg auch landschaftlich sehr reizvoll gelegen.

Haupteingang Jagdschloss Moritzburg
Haupteingang Jagdschloss Moritzburg

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Anreise

Moritzburg liegt unweit der Autobahnen 4 und 13. Aus Richtung Berlin kommend (A 13) fährt man an der Abfahrt Radeburg runter. Wer über die A 4 aus Richtung Chemnitz oder Görlitz anreist, fährt an der Abfahrt Dresden-Flughafen ab und dann über die völlig neu gebaute Staatsstraße 81 in Richtung Friedewald.

Richtig stilvoll reist man aber nur mit der Lößnitzgrundbahn an. Es handelt sich hierbei um eine der fünf sächsischen Dampf-Schmalspurbahnen. Für die Fahrt stellt man das Auto (falls man nicht mit der S-Bahn anreist) in der Nähe des Bahnhofes Radebeul Ost, dem Startpunkt der Bahn, ab. Die Züge verkehren zweistündlich, wobei jeder zweite Zug über Moritzburg hinaus nach Radeburg weiterfährt. Die Fahrkarten können nur im Zug und nicht am Bahnhof erworben werden. Anzumerken sei außerdem, dass auf der Lößnitzgrundbahn keine Tickets des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) akzeptiert werden. Die Hin- und Rückfahrt kostet 11,60 € pro Person, ermäßigt 5,80 €. Das erscheint nicht ganz billig, aber das historische Ambiente und die wunderschöne Streckenführung durch den Lößnitzgrund und dann am Dippelsdorfer Teich entlang lässt dies wiederum erschwinglich machen.

[Bearbeiten] Mobilität

Die Stadt ist nicht sehr groß, allerdings liegt der Bahnhof im Süden, während das Haupziel, das Schloss Moritzburg, im Norden liegt. Man muss also ein wenig laufen, was angesichts der Verkehrsbelastung der Moritzburg-Dresdner Straße auch nicht unbedingt der erholsamste Teil der Besichtigungstour ist.

Wer nicht das Schloss, sondern nur oder zuerst das Fasanenschlösschen besuchen möchte, sollte erst am Haltepunkt Cunertswalde aussteigen - vorausgesetzt es handelt sich um einen Zug, der nicht in Moritzburg endet, sondern bis Radeburg durchfährt. Besonders bei der Rückreise sollte man dies beachten!

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Stadtplan
Stadtplan

Das Schloss Moritzburg Bild:Nr01.png liegt, vollständig von einem Teich umgeben, am Nordrand der Stadt. Es wurde bereits vom Kurfürsten Moritz 1542 begonnen, unter Christian I. 1589 beendet und von August dem Starken, der dort oft verschwenderische Feste veranstaltete, erweitert und verschönert. Da August zum Katholizismus zurückkonvertierte, ließ er auch eine katholische Schlosskapelle integrieren. Im Erdgeschoss befindet sich das restaurierte Federzimmer, das das Paradebett Augusts des Starken zeigt. Empfehlenswert ist eine geführte Tour durch das Schloss. Kontakt: Schloss Moritzburg, Tel.: +49 (0)35207 873-0, Fax: 035207 873-11, Email: moritzburg@schloesserland-sachsen.de. Öffnungszeiten: Januar Sa u. So 10.00 bis 16.00 Uhr, Februar und März Di-So 10.00 bis 16.00 Uhr, April bis Oktober Mo-So 10.00 bis 17.30 Uhr, November und Dezember Di-So 10.00 bis 16.00 Uhr. Eintritt: Erwachsen 6 €, ermäßigt (auch Azubis und Studenten) 3 €. Für Führungen zahlt man nochmal 2 €. Wer auch das Fasanenschlösschen besuchen will, kann ein Kombiticket für 9 € (ermäßigt 5 €) erwerben.

Am Nordrand des Schlosses und des umgebenden Schlossteiches schließt sich der 3,3 ha große Schlosspark Bild:Nr02.png an. Wie auch das Schloss wurde der zugehörige Park nach dem Tode Augusts nicht mehr vollendet.

Fasanenschlösschen
Fasanenschlösschen

Das Fasanenschlösschen Bild:Nr03.png liegt nicht am Schlossteich, sondern am Großteich weiter östlich der Stadt. Der Weg vom Schloss Moritzburg aus ist etwa doppelt so lang wie der Weg vom Bahnhof zum Schloss Moritzburg. Das Fassanenschlösschen wurde später, gegen Ende des 18. Jahrhunderts, erbaut. Es gilt als eines der wichtigsten höfischen Bauten des sächsischen Spätbarocks. Am Großteich findet man auch eine Besonderheit von sehenswertem Rang, einen „Hafen“ mit Mole und Leuchtturm Bild:Nr04.png. Diese Bauten entstanden etwa zeitgleich mit der Fasanerie. Anlass für die Errichtung dieses recht kitschig anmutenden Kleinods war die Schlacht bei den Dardanellen im Jahre 1770.

Etwas aus der Reihe fällt das Käthe-Kollwitz-Haus, Meißner Str. 7, Tel.: +49 (0)35207 82818, Fax: 035207 82819, Email: info@kollwitz-moritzburg.de. Öffnungszeiten: April bis Oktober Mo-Fr 11 bis 17 Uhr, Sa/So 10 bis 17 Uhr; bis Ende März Di-Fr 12 bis 16 Uhr, Sa/So 11 bis 16 Uhr. Kartenverweis Bild:Nr05.png. Die bedeutende Künstlerin Käthe Kollwitz lebte hier vom Juli 1944 bis zu ihrem Tod am 22. April 1945.

[Bearbeiten] Aktivitäten

  • Wildgehege Moritzburg. Öffnungszeiten: März bis Oktober täglich 10 bis 18 Uhr, November bis Dezember täglich 9 bis 16 Uhr, Januar und Februar nur Sa./So. 9 bis 16 Uhr. Eintritt: Erwachsen 2,50 €, Kinder 3 bis 17 Jahre 1,50 €. Kartenverweis Bild:Nr06.png. Das Wildgehege liegt auf der Fläche des historischen Jagdgeheges, das August dem Starken zur Freizeitgestaltung diente.

[Bearbeiten] Einkaufen

  • Souvenire im Museumsshop des Schlosses Moritzburg (gleich im Foyer)

[Bearbeiten] Küche

Besonders entlang der Moritzburg-Dresdner Straße, das ist in Moritzburg die Schlossallee, kann man in einigen Restaurants verweilen. Zu nennen wären außerdem:

  • Adams Gasthof, Markt 9, Tel.: +49 (0)35207 99775, Fax: 035207 99776, Email: info@adamsgasthof.com. Öffnungszeiten: täglich ab 11 Uhr.
  • Räuberhütte Moritzburg, An der Räuberhütte 1 (vgl. Karte), Tel.: +49 (0)35207 89390, Fax: 035207 89391, Email: rudiraub@rudiraub.de. Öffnungszeiten: Mo-Fr 17 bis 24 Uhr, Sa u. So 11 bis 24 Uhr, feiertags 11 bis 24 Uhr. Abseits der Stadt und hinter der Bahnstrecke gelegen.

[Bearbeiten] Nachtleben

[Bearbeiten] Unterkunft

Das touristisch gut erschlossene Moritzburg besitzt eine Anzahl von Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen.

[Bearbeiten] Ausflüge

  • Radebeul (9 km südlich, Dresdner Straße über Boxdorf) - Radebeul ist der wohlhabende Villenvorort von Dresden. Hier lebte bis zu seinem Tod der Abenteuerschriftsteller Karl May.
  • Radeburg (9 km nordöstlich) - die Geburtsstadt von Heinrich-Zille mit einer entsprechenden Ausstellung ist auch Endpunkt der Lößnitzgrundbahn.
  • Weinböhla (9 km westlich) - staatlich anerkannte Erholungsort zwischen der den beiden hier parallel verlaufenden Fernbahnstrecken von Dresden nach Leipzig und Berlin.
  • Coswig (11 km südwestlich, über Weinböhla) - zwischen Radebeul und Meißen und am Kreuzungspunkt zweier Fernbahnen gelegen; Alte Kirche und Karrasburg-Museum.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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