Maria Bildhausen

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Maria Bildhausen
Abteigebäude
Kurzdaten
Höhe: 300 m
Lage
Lagekarte
Maria Bildhausen
Maria 
Bildhausen

Maria Bildhausen ist eine ehemalige Zisterzienserabtei und Naherholungsziel bei Münnerstadt in der Region Rhön-Saale im nördlichen Unterfranken;

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Hintergrund

Die erstmalige urkundliche Erwähnung einer Klosteranlage als "Casa Sanctae Mariae" erfolgte im Jahr 762.

Stifter des Zisterzienserklosters war Heinrich von Stahleck, Pfalzgraf bei Rhein, Stiftungsdatum ist der 12. Februar 1158. Der Pfalzgraf lies das Kloster in der Nähe der Ortschaft "Bilihildehuse" auf seinem Grund erbauen, die ersten Mönche stammten vom Kloster Ebrach im Steigerwald;

Eine erste Blütephase der Abtei ist der nachfolgende Zeitraum, in ihren besten Zeiten besitzen die Zisterzienser vom Kloster Bildhausen infolge reicher Schenkungen und durch Kauf Rechte und Eigentum in über 155 Ortschaften, das Kloster ist eines der bedeutendsten in ganz Franken.

Im Bauernkrieg (ca. 1524-1526) wurde das Kloster Zentrum des Geschehens und am 12. 4. 1525 von aufständischen Bauern besetzt und erstmals schwer verwüstet. Der nach dem Kloster benannte Bildhäuser Haufen, das letzte der drei großen fränkischen Bauernheere, war etwa 7000 Mann stark, die aufständischen Bauern standen unter der Führung von Hans Schnabel und Hans Scharr, beides Bürger aus oberfränkischen Städten. Nach Unterstützung der Belagerung des Frauenberges bei Würzburgs mit ca. 1000 Mann ergab sich das Heer der Rebellen jedoch bereits am 4. 6. 1525 fast kampflos bei Meiningen dem Heer des Kurfürsten Johann von Sachsen, der Aufstand war beendet, die Anführer wurden mit dem Schwert hingerichtet.

Im Markgräfler Krieg 1552 / 1555 erleidet das Kloster erneut schwerste Schäden, kann sich aber erholen, bis im Dreißigjährigen Krieg 1618-1648 das Kloster nochmals schwere Kriegsschäden erleidet. Im 18. Jahrhundert schließt sich eine neue Blütephase des Klosters an.

Gesamtansicht des Klosters von Süden
Gesamtansicht des Klosters von Süden

In der Säkularistion wurde das Kloster im Jahre 1802 aufgelöst, und die Anlage seit 1803 vom bayerischen Staat als Forstdienstgebäude genutzt. Im Jahre 1826 wurde die romanische Basilika und der Kreuzgang (noch aus der Zeit der Klostergründung), die Torkapelle und der Gästebau abgerissen, und die Inneneinrichtungen auf die Kirchen der umliegenden Orte verteilt.

Ab 1897 kamen dann die Schwestern der St. Josefskongregation in die erhaltenen Teile des Klosters und gründeten dort eine Behinderteneinrichtung, die heute vom Doninikus-Ringeisen-Werk geführt wird. Seit 1926 sind Abtei und Syndikat im Besitz des Frauenordens.

Die "St. Josefskongregation Ursberg" betreibt heute verschiedene Wirtschaftsbetriebe, unter anderem eine Klostermetzgerei, eine Klostergärtnerei, den Kostergasthof mit Hotel sowie Land- und Forstwirtschaft. Eine weitere Einnahmequelle ist die Pacht für die benachbarte Golfanlage, die 1984 erbaut und 1986 an den Golfclub als Betreiber vermietet wurde.

Das Dominikus-Ringeisen-Werk unterhält eine Einrichtung der Behindertenhilfe, die in der Landwirtschaft des Klosters beschäftigt werden.

Von ehemals um die 140 Franziskanerinnen in der Mitte des 20.Jahrhunderts sind heute nur noch weinige Ordensschwestern verblieben, allesamt in mittlerweile reiferem Alter;

Politisch ist Maria Bildhausen heute ein Stadtteil von Münnerstadt;

wikipedia: Bauernkrieg, Markgrafenkrieg, Säkularisation;

[Bearbeiten] Anreise

Entfernungen (Strassen-km)
Münnerstadt: 11 km
Bad Königshofen: 16 km
Bad Kissingen: 24 km
Schweinfurt: 36 km
Fulda: 67 km
Würzburg: 75 km
Bamberg: 97 km
Erfurt: 124 km
Frankfurt am Main: 196 km


[Bearbeiten] Mit dem Flugzeug

Nächste internationale Flughäfen sind in Erfurt (126 km), Nürnberg (155 km) und Frankfurt am Main (195 km);

[Bearbeiten] Mit der Bahn

Der nächste Bahnhof ist in Münnerstadt, er liegt an der Bahnstrecke Würzburg-Erfurt.

[Bearbeiten] Auf der Straße

Maria Bildhausen liegt an der Staatsstrasse 2282 von Bad Königshofen nach Münnerstadt;

Überregionale Anfahrt:

  • über die Autobahn A7 (Kassel - Würzburg), Bild:AB-AS-blau.png Münnerstadt (Bad Neustadt - Süd) weiter über die Staatsstrasse wie vor;
  • Von Osten ab Bamberg über die Bundesstrasse B 279 bis Königshofen, weiter über die Staatsstrasse wie vor;

[Bearbeiten] Mobilität

Das Klosterareal ist recht übersichtlich und kann bequem zu Fuss erkundet werden.

Parkplätze sind am Torhaus vorhanden. Der Golfplatz "Rindhof" ist ca. 2 Strassen-km vom Kloster entfernt.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Treppenturm
Treppenturm

Von der ehemaligen Klosteranlage ist noch erhalten:

  • Der ehemalige Abtei- und Syndikatsbau, entstand im Jahre 1625 im Stil der Renaisasance.
Der Bau besteht aus der Kanzlei mit seinem Renaissancegiebel an der Südseite, mit charakteristischem Erker, dem ostseitigen viereckigen Archivturm (entstanden Ende des 16. Jahrhunderts) und die nach Norden anschließende Kanzlei.
Besonders sehenswert im Inneren des Gebäudes sind das Treppenhaus mit reichem Stuckwerk (Bonifaz Geßner) und die Abtswohnung im Obergeschoss mit reichem Rokokodekor. Im Jahre 1980 wurde das Gebäude generalsaniert;
  • Die Klosterkapelle;
  • Der erhaltene achteckige und füngeschossige Treppenturm aus dem frühen 17. Jahrhundert im Stil der Renaissance;
  • Der Gartenpavillon, erbaut 1766 unter Abt Bonifaz Geßner;
  • Das Torhaus, erbaut 1788 von Abt Schlimbach;
  • Das Konventgebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert, in Teilen noch von 1165.

[Bearbeiten] Aktivitäten

Archivturm
Archivturm
  • Golfclub Maria Bildhausen, vier-Sterne Golfanlage; Golfrestaurant am Rindhof;
Rindhof 1, 97702 Münnerstadt, in Klosternähe; Tel: 09766 / 1601;
  • Das Klosterareal dient für verschieden Konzerte und Freiluftveranstaltungen;

[Bearbeiten] Einkaufen

[Bearbeiten] Küche

  • Klostergaststätte Hotel; Selbstbedienungsbiergarten "Bildhäuser Scheune";
97702 Münnerstadt - Maria Bildhausen; Tel 09766 / 94005-0;

[Bearbeiten] Nachtleben

Im Kloster wird es abends sehr ruhig, nächste Orte mit einem Nachtleben sind Münnerstadt, Bad Königshofen und Bad Neustadt;

[Bearbeiten] Unterkunft

Siehe das Hotel im Klostergasthof;

[Bearbeiten] Gesundheit

[Bearbeiten] Klarkommen

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

[Bearbeiten] Ausflüge

[Bearbeiten] Literatur

  • Bayer. Amt für Denkmalpflege (Hg.) : Die Kunstdenkmäler von Bayern. München : Oldebourg, 1914, Nachdruck 1983, (Dritter Band: Unterfranken und Aschaffenburg; Heft X, Stadt Bad Kissingen und Bezirk Bad Kissingen;), ISBN 3-486-50464-9, S. 52-76, 254 Seiten.

[Bearbeiten] Weblinks

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