Mallorca

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Die Insel Mallorca gehört zur Inselgruppe der Balearen und liegt in Spanien. Sie ist mit 3680 km² die größte der Insel der Balearen und liegt etwa 180 km südöstlich von Barcelona im Mittelmeer.

Satellitenfoto der Insel Mallorca
Satellitenfoto der Insel Mallorca

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Regionen

Mallorcas Regionen sind geographisch sehr unterschiedlich. Von Gebirgszügen über Strände und Ebenen sind hier verschiedenste Landschaften zu finden.

Regionen
  Serra de Tramuntana:

Gebirgszug entlang der Nordwestküste der Insel.
  Palma de Mallorca:

Die Hauptstadtregion.
  Plà de Mallorca:
  Raiguer:
  Migjorn:
  Llevant:
Übersichtskarte

[Bearbeiten] Orte

Hafen von Palma de Mallorca
Hafen von Palma de Mallorca
Santuario de Lluc
Santuario de Lluc
Blick auf Valldemossa
Blick auf Valldemossa

[Bearbeiten] Weitere Ziele

  • Kloster Lluc
  • Sa Calobra und der Torrent de Pareis (Gebirgsschlucht)
  • Landgut "Sa Granja" in der Nähe von Esporles: Schon die Römer und später auch die Araber nutzten das Wasser der hier entspringenden Quelle, um Korn zu mahlen oder Olivenöl zu pressen. Danach wurde das Kloster 200 Jahre lang von Zisterziensermönchen als Kloster genutzt, bis es in den Besitz der Familie Fortuny kam, die dem Anwesen seine heutige Gestalt verlieh. Der jetzige Besitzer restaurierte die Gebäude und machte aus dem Anwesen ein Freilichtmuseum. Durch das zweigeschossige Gebäude führt ein ausgeschilderter Rundweg. Man kommt z.B. durch einen Salon im florentinischen Stil, den so genannten Thronsaal mit Theaterbühne, einen kleinen Spielsaal und den arabischen Turm, den die Mönche einst als Einsiedelei nutzten. Ein Weinkellerei, ein alte Ölmühle und eine Färberei zeigen die Werkzeuge und Arbeitweise früherer Zeiten. Landwirtschaftliche Geräte, einige typische mallorquinische Nutztiere und ein Badehaus kann man in den Außenanlagen besichtigen. Mittwoch und Freitag Nachmittag wird Sa Granja zum Touristenmagnet, wenn Handwerker in mallorquinischen Trachten sich bei ihrer Arbeit zuschauen lassen oder Volkstanzgruppen auf dem Platz vor dem Herrenhaus sich im Kreise drehen. An diesen Tagen kommen Touristenbusse zuhauf. Wer also die Ruhe liebt und diese besondere Atmosphäre lieber mit weniger Rummel genießen möchte, sollte an einem anderen Tag kommen. Auch dann kann man schmackhafte Bunyoles (Ölgebäck) oder den mallorquinischen Wein probieren. Öffnungszeiten: April-Sept täglich 10-19 Uhr, Okt-März täglich 10-18 Uhr; Tel: 971 610032, Zur Homepage auf spanisch

[Bearbeiten] Hintergrund

Historische Funde weisen daraufhin, dass Mallorca schon im 6. Jahrtausend v.Chr. bewohnt war. Im Laufe der Geschichte wechselten immer wieder die Machtverhältnisse. So gehörten die Balearen mal zu Karthago, zu Rom, zu Byzanz und schließlich zu Spanien. Für kurze Zeit, im 13. und 14.Jahrhundert, war Mallorca sogar ein Königreich, bevor es wieder unter die Herrschaft des Festlandes Spanien kam.

[Bearbeiten] Sprache

Die offiziellen Sprachen sind Spanisch (castellano) und Katalanisch (mallorquin). Englisch und Deutsch wird in allen Touristenzentren verstanden. Selbst inseleigene Zeitungen und Radionsender gibt es in deutscher Sprache.

Mallorquin muss man sich wie einen Dialekt des bayrischen in Deutschland. Es ist nämlich ein Dialekt des Katalanischen, was wiederum ein Dialekt des Spanschen ist. Selbst Spanier verstehen die Sprache, die hier gesprochen wird mitunter nicht. Deshalb arbeiten in den Hotelanlagen und zumeist Leute vom Festland, die Schulspanisch sprechen. Dazu ist auch ausländisches Personal gene gesehen, die mehrere Fremdsprachen sprechen.

[Bearbeiten] Anreise

Der Flughafen von Palma de Mallorca wird aus Deutschland von den meisten Ferienfliegern und Linienfliegern (Air Berlin, Condor, EasyJet, Germanwings, Lufthansa, Ryanair und TUIFly) angeflogen. Natürlich gibt es auch noch die gute alte Pauschalreise, die Sie im Reisebüro buchen können. Die Flugzeit von Deutschland beträgt ca. 2-2,5 Stunden.

Air Berlin hat auf Mallorca ein so genanntes Drehkreuz eingerichtet. Es ist so etwas wie ein Umsteigebahnhof. Fliegt man zum Beispiel nach Madrid, muss man oftmals auf Mallorca umsteigen. Auch hier sind die Wege wieder lang.

Laufbänder am Flughafen
Laufbänder am Flughafen

Der Flughafen von Palma de Mallorca (PMI) ist ein moderner Verkehrsflughafen mit europäischen Standards. Da er nur einen Terminal hat und dafür ausladende Bereiche mit Fluggastbrücken, können die Wege sehr weit werden. Sie sind allerdings fast komplett mit Rollbändern ausgestattet.

Die Rückgabe des Gepäcks dauert deswegen auch etwas länger, weil es zentral stattfindet. Hat man die Rush-Hour erwischt, kann es schon mal etwas länger dauern, bis das Gepäck ankommt. Etwas unglücklich gelöst ist, das die Mitarbeiter der Reisegtesellschften im Bereich der Gepäckrückgabe warten. Hier bekommt man die Informationen, die man braucht um seinen Transfer zu finden. Hat man den Bereich aber verlassen, dann kommt man für Nachfragen nicht mehr hinein, man muss sich das Reisebüro seines Veranstalters suchen, um Informationen zu bekommen. Aber man bekommt seine Informationen.

Die Busparkplätze befinden sich genau vor dem Ankunftsbereich, die Wege sind kurz. Man muss einen Euro für einen Wagen bereithalten. Die Abfertigung zum Transfer ist Routine. Hier gibt es keine Probleme.

Fähren verkehren vom spanischen Festland (z.B. von Barcelona und Valencia) und zu anderen Inseln der Balearen.

[Bearbeiten] Mobilität

Es gibt zwei Eisenbahnlinien von Palma de Mallorca aus: Einen nostalgischen Touristenzug über Bunyola, dann weiter durch die Berge nach Sóller und die dem Nahverkehr dienende Linie nach Inca, Manacor und Sa Pobla.

Mietautos aller Kategorien können am Flughafen und in den Touristenzentren gemietet werden; preisgünstiger ist die Vorausreservierung aus Deutschland. Alle großen internationalen und auch lokalen Anbieter (wie z.B. Hasso Rentacar) sind vertreten. Um von der Insel etwas zu sehen, ist ein Mietwagen unabdingbar.

Vor allem in den Sommermonaten ist der Verkehr sehr dicht. In den Bergen sind die Kurven oft unübersichtlich und die Straßen mitunter eng. Dann wird es besonders gefährlich, wenn große Reisebusse entgegenkommen. Da muss man anhalten und die Busse vorbeilassen.

Im Frühjahr ist Mallorca sehr beliebt als Trainingslager für Radfahrer. Da begegnet man oft ganzen Pulks von Radrennfahrern. Vorsicht und entsprechendes Fahrverhalten ist dann angesagt.

Achtung auch bei den Ampeln! Gelbe Ampeln bedeuten für Mallorquiner nicht zwangsläufig, dass sie auch anhalten!

Günstig Telefonieren - von Spanien nach Deutschland kann man mit der happy móvil PrepaidCard ab 7 ct/ min.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Leuchtturm am Cap Formentor
Leuchtturm am Cap Formentor

[Bearbeiten] Aktivitäten

  • Strände: Auf Mallorca gibt es 80 Strände. Von der kleinen einsamen Bucht bis zum großen, stark bevölkerten Strand findet jeder seinen Traumstrand. Ein bekannter Strand im Süden Mallorcas ist der Es Trenc, ein langer Sandstrand, der auch als die Karibik Mallorcas bezeichnet wird.
  • Aqua-Freizeitparks: z.B. in Arenal und Magaluf.
  • Klettern: Zum Klettern lädt der Jungle Park in Santa Ponsa ein.
  • Radfahren: In allen Urlaubsorten kann man problemlos Fahrräder mieten. Helm empfohlen! Das Netz der Radwege wird konstant ausgebaut; sehr schön ist die Strecke von Arenal direkt am Meer entlang nach Palma.
  • Golf: Auf Mallorca gibt es 14 Golfplätze mit 18 Löchern, die frei zugänglich sind.
  • Wandern: Mallorca ist ein beliebtes Wandergebiet. Immer mehr Reiseveranstalter bieten geführte und organisierte Wanderungen an. Zum Wandern eignen sich am besten die Monate April/ Mai und September/ Oktober.

[Bearbeiten] Küche

Ort Restaurant Spezialität(en)
Algaida C'al Dimoni Sopas Mallorquinas (Mallorquinische Gemüse-Brot-Suppe), Trampo (Sommersalat)
Cala Tuent Es Vergeret Escudella (Gemüseeintopf mit Schweinefleisch), Trampo (Sommersalat)
Capdepera L'Orient Café Tapas , Pa amb oli & gutes Frühstück (Mittwoch Markt)
Deià Jaume Conejo con Cebolla (Kaninchen mit Zwiebeln)
Es Pouet Es Verger Arròs Brut (Reissuppe mit verschiedenem Fleisch)
Fornalutx Ca'N'Antuna Lomo con Col (Schweinelende in Kohl), Porcella/ Lechona (Gegrilltes Spanferkel)
Genova C& Casa Gonzalo 1 Pa Amb Oli (Vesperbrot)
Inca Celler C'an Ripoll Frito Mallorquin (Gebratenes vom Schwein mit Gemüse), Lomo con Col (Schweinelende in Kohl), Tumbet (Sommer-Gemüsepfanne (mit Huhn, Rinder-/ Schweinefilet oder Fisch)
Inca Celler Sa Travessa Frito Mallorquin (Gebratenes vom Schwein mit Gemüse), Lomo con Col (Schweinelende in Kohl), Tumbet (Sommer-Gemüsepfanne (mit Huhn, Rinder-/ Schweinefilet oder Fisch)
Kloster Lluc Ca S'Amitger Escaldums (Hühnerfleisch- oder Truthahnpfanne)
Orient C'an Jaume Porcella/ Lechona (Gegrilltes Spanferkel)
Palma Es Parlament Paella (Spanisches Nationalgericht)
Petra Es Celler Conejo con Cebolla (Kaninchen mit Zwiebeln), Lomo con Col (Schweinelende in Kohl)
Port de Sóller Bar Vicente Pa amb oli especial (Vesperbrot)
Port de Sóller La Sinia Paella (Spanisches Nationalgericht)
Port d'Andratx Rocamar Peix en es Forn/ Pescado al Horno (Fisch im Backofen)
Sant Joan Gutshof Els Calderes Pa Amb Oli (Vesperbrot)
Sóller Mirador de Ses Barques Conejo con Cebolla (Kaninchen mit Zwiebeln), Escudella (Gemüseeintopf mit Schweinefleisch), Frito Mallorquin (Gebratenes vom Schwein mit Gemüse), Sopas Mallorquinas (Mallorquinische Gemüse-Brot-Suppe)
Sóller Sa Teulera Berenjenas Rellenas (Gefüllte Auberginen), Frito Mallorquin (Gebratenes vom Schwein mit Gemüse), Porcella a la Brassa (Gegrilltes Spanferkel)
Torre de Canyamel Porxada Porcella/ Lechona (Gegrilltes Spanferkel)
Valldemossa Ca'n Mario Lomo con Col (Schweinelende in Kohl)
Valldemossa Son Moragues Berenjenas Rellenas (Gefüllte Auberginen), Sopas Mallorquinas (Mallorquinische Gemüse-Brot-Suppe), Tumbet (Sommer-Gemüsepfanne (mit Huhn, Rinder-/ Schweinefilet oder Fisch)

[Bearbeiten] Nachtleben

Es gibt zwei verschiedene Sorten von Nachtleben auf Mallorca. Das eine ist das bekannte, für Touristen inszenierte Nachtleben mit seinen Auswüchsen, die man so kennt. Hier arbeiten aber in der Regel keine Einheimischen. Die haben ihre eigenen Feiern und es ist das andere Nachtleben auf Mallorca.

[Bearbeiten] Nachtleben für Touristen

Can Picafort bei Nacht
Can Picafort bei Nacht

In allen Touristenorten hat man ein dem Publikum angemessenes Nachtleben. In den ruhigen Familiengebieten hat man immer auch ein paar Bars, Restaurants und andere für den Touristen angelegte unternehmen. Es gibt in der Regel auch Live-Musik, auch in den ruhigen Orten. Oftmals hat man in die Ortschaften auch eine Fußgängerzone eingerichtet, wo sich Bar an Bar und Restaurant reiht. Auch eine Diskothek mit der für die Ortschaft typische Gruppe ist fast obligatorisch.

Wer auf den Putz hauen will der muss natürlich zu den bekannten Zielen fahren. Im Sommer ist Cala Rajada bekannt für viel Spaß am Abend. Auch die Angestellten aus den Hotels rund herum fahren hier her zum feiern. Hier sind die Feiern ausgelassen, aber noch sinnig. Man weiß, wie man sich benehmen muss. Überschreitungen der Grenze sind ungewöhnlich. Dennoch Stimmung pur.

Wer dann aber alles haben will, was Mallorca so an deutscher Stimmung zu liefern hat, der muss natürlich an den Ballermann 6. Der Namen stammt von den Badehäuschen die es entlang der Playa de Palma gibt. Es sind insgesamt 15 Balnearios, die sich von Palma (hier ist die Nummer eins) nach Osten ziehen.

Am berühmten Ballermann 6 ist das Zentrum dieses Reigens. Hier befinden sich viele bekannte Lokale, die alle aber nur eins gemeinsam haben. Hier Gibt es Sonne, Strand, Sex und Alkohol. Es ist wie Karneval das ganze Jahr. Hier ist eigentlich immer etwas los, egal zu welcher Uhrzeit.

[Bearbeiten] Nachtleben für Einheimische

Viel interessanter ist das Nachtleben der Einheimischen. Dazu muss man wissen, wie die Mallorquiner ticken. Schon interessant ist das Verhalten nach der Arbeit. Sie essen am Tag nicht wirklich viel und habe eine schöne lange Siesta, weil man in der Mittagshitze nicht arbeiten kann.

Wenn der Mallorquiner ausgehen will, dann tut er dass schon nach der Arbeit, so gegen 19:00 Uhr. Dann füllen sich die Tapas Bars. Da wir dann schon ordentlicher Rotwein und Sherry getrunken. Wenn man da dabei sein kann, das ist schon ein erstes Erlebnis. Es wird sich unterhalten über Land und Leute. Man ist sehr aufgeschlossen gegenüber Gästen, die sich in die Tapas Bar in einer Ortschaft verirren und einfach mitessen. Man sollte nur Bargeld dabei haben. Die EC-Karte ist hier nutzlos.

Dann tingelt man um die Bars herum. Sie setzen sich nicht in eine Bar, sondern streifen durch die Bars der Umgebung, um vielleicht noch jemanden zu finden, mit dem man noch nicht gesprochen hat. Das Nachtleben geht dann um 00:00 Uhr los. Das aber in der Regel nur am Wochenende. Wer das Glück hat, in so eine Runde zu kommen, wird gut aufgenommen und bevorzugt behandelt.

Jeder Ort auf Mallorca hat ein Dorf- oder Stadtfest. Man muss sich informieren, wo den in der Nähe so ein Fest statt findet. Das ist alles sehr volkstümlich, aber auch Außenstehende werden gut aufgenommen. Hier bieten sich insbesondere Ortschaften an, die von Touristen noch nicht überspült worden sind. Wer die Möglichkeit hat, sollte hier einmal mitmachen.

In Palma de Mallorca geht das Nachtleben auch erst spät los. Aber auch hier ist das Publikum gemischt aus Mallorquinern, Spaniern, die hier arbeiten und Touristen. Das Ganze ist sehr schön aber auch teuer, denn die Bars an den angesagten Straßen wollen auch etwas Geld für die Leistungen haben. Aber auch hier gilt: Man zieht von Bar zu Bar. Man bleibt nicht, wo man angefangen hat.

[Bearbeiten] Sicherheit

Die Organisation der Polizei ist auf Mallorca genau wie überall in Spanien. Es gibt die Policia Local, die örtliche Polizei. Die werden auch von den Gemeinden bezahlt und ausgestattet. So sehen die Uniformen und Fahrzeuge unterschiedlich aus. Durchgesetzt hat sich Blau-Weiß, aber wie gesagt lange nicht einheitlich. Die Policia Local ist nur innerhalb der Ortschaften zuständig.

Nach dem Ortsschild ist die Guardia Civil zuständig. Das Wort würde man etwa mit dem deujtschen Wort Bürgergarde übersetzen. Man erkennt sie an oliv-weißen Fahrzeugen. Sie tragen auch oliv-braune Uniformen. Eine Untergrippe der Guardia Civil ist die Guardia Civil Tráfico, die sich der Verkehrsüberwachung widmet. Sie überwacht hauptsächlich die Schnellstraßen und Autobahnen, ist aber auch anderen wichtigen Straßen unterwegs. Zudem hat die Guardia Civil Einsatzkräfte in den touristischen Hauptgebieten auf Mallorca im Einsatz. Sie sorgt bei randalierenden Touristen schnell für Ruhe. Um das Image der Insel zu verbessern, wurde die Anzahl der Leute deutlich erhöht.

Ein Fahrzug der Plicia Local
Ein Fahrzug der Plicia Local

Insgesamt ist die Polizei durch die lange Tradition und den vielen Regierungswechseln sehr verworren. Es gibt noch die Policia National, auf Mallorca nicht so präsent. Insgesamt ist die Polizeipräsenz auf Mallorca recht hoch.

Mit den Damen und Herren der Polizei sollte man besser höflich und bescheiden umgehen. Die Sitten sind zwar rechtsstaatlich, aber wesentlich rauer als in Deutschland. Die können schon schnell Druck aufbauen, sehr, sehr unangenehm werden kann.

Man sollte sich nicht darauf verlassen, das man von der Polizei (allgemein) verstanden wird. Die Aussage, man spricht neben spanisch auch englisch ist Legende. Man hat auch Aussagen gehört wie: "Die sprechen spanisch?" Zumindest die Policia Local spricht Mallorquin.

Die Kriminalität hält sich aufgrund der ordentlich Polizeipräsens in Grenzen. In den Hauptorten, insbesondere wenn man zu Festen geht. Man sollte wie immer bei solchen Festen auch in anderen Ländern nur das nötigste mitnehmen. Nichts im Auto lassen, auch dass ist nichts Neues.

Im Hotel ist die Miete eines Tresors für eventuelle Wertsachen zwar nicht unbedingt erforderlich, aber sicher überlegenswert. Auch wenn man nicht so viele Wertsachen mit sich führt, lieber in den Safe legen.

Es kommt hin und wieder zu Schlägereien, besonders in den Feiermeilen. Heftig wird es, wenn deutsche Betrunkene und englische Betrunkene Gruppen aneinander geraten. Die Reviere sind zwar mittlerweile abgesteckt. Aber es kommt vor. Hier sollte man nicht zwischen die Fronten geraten. Aber auch das hat in den letzten Jahren stark nachgelassen.

[Bearbeiten] Klima

Im Winter geht es auf Mallorca ruhig zu. Bei milden Temperaturen um ca. 15 Grad verbringen meist ältere Leute ihren Langzeiturlaub auf der Insel. Um dem deutschen Winter zu entfliehen, ist ein Kurztripp aber durchaus zu empfehlen. Eine heizbare Unterkunft ist jedoch empfehlenswert, da die Temperaturen abends spürbar kühl werden. Im Dezember/Januar gibt es auch schon mal Kälteperioden mit reichlich Regen, Wind und sogar Schnee – dieser allerdings nur in den Höhenlagen des Tramuntana-Gebirges. Grundsätzlich muss jedoch zu jeder Zeit des Frühjahrs bis Mitte Mai mit regelmäßigen Regentagen und durchsetzten Wetterperioden gerechnet werden. Abends kann es bis weit in den Mai hinein noch recht kühl sein, weshalb sich das Meer auch nur sehr langsam erwärmt. Ab Ende Januar verziert eine wechselnde Blütenpracht die Täler und Ebenen. Die Mandelblüte ab Mitte Januar wird im März abgelöst von der Pfirsichblüte. Die ausgedehnten Orangen- und Zitronenplantagen zeigen ihr Blütenkleid ab Ende Januar bis Ende April – in einigen Regionen zuweilen noch im Juni.

Ab Ende Mai beginnt die Badesaison; bis September macht die Sonneninsel ihrem Namen alle Ehre. Bei Temperaturen von oft über 30 Grad (im Juli und August) kann man sich im bis zu 28 Grad warmen Wasser erfrischen. Mit der Trockenheit im Juni verblassen die Farben der Flora. Mallorcas Landschaft zeigt sich dann zumeist in unterschiedlichen Brauntönen, doch die Pinienwälder und Olivenhaine sorgen für ausreichenden Grünanteil. Regentage und bedeckter Himmel sind im Juli und August die ganz große Ausnahme. An den Küsten weht jedoch immer eine leichte Brise, die die Hitze erträglich macht; nur im Inselinneren ist der Hochsommer extrem heiß.

Im September sinken die Lufttemperaturen langsam auf das Juniniveau, das Wasser bleibt fast so warm wie im Vormonat. Der Oktober bringt wieder mehr Regen und verleiht der Insel wieder einen neuen Grünanstrich; Luft- und Wassertemperaturen liegen immer noch über dem Maimittel. Erst im November zeigt sich Mallorca häufiger spätherbstlich kühl.

Landschaftlich am schönsten ist die Insel im Frühling und im Herbst, wenn die Temperaturen bei angenehmen 20° C liegen und die Natur nicht von der sommerlichen Trockenheit der Monate Mai bis September gezeichnet ist.

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Maximal 14° C 15° C 17° C 19° C 22° C 26° C 29° C 29° C 27° C 23° C 18° C 15° C
Durchschnitt 11° C 11° C 12° C 14° C 18° C 22° C 25° C 25° C 24° C 19° C 15° C 12° C
Wassertemp. 14° C 13° C 14° C 15° C 17° C 21° C 25° C 25° C 24° C 21° C 18° C 15° C
Regentage 8 6 8 6 5 3 1 3 5 9 8 9

[Bearbeiten] Ausflüge

Beinahe jede Reisegesellschaft bietet Ausflüge an. Mallorca ist größer, als man hierzulande denkt. Mal so an einem Tag die ganze Insel zu entdecken, das ist illusorisch. Auch die Reisegesellschaften bieten immer nur einen Teil der Insel an. Jeder Ausflug steht und fällt mit dem Reiseführer. Hat man einen, der sich auskennt und etwas Charisma hat, dann bekommt man eine Menge mit, hat man einen, der das Gegenteil ist, ist vieles vergeblich.

Eine Bucht auf Mallorca
Eine Bucht auf Mallorca

Sich allein mit dem Mietwagen auf die Reise zu begeben ist die zweite Möglichkeit. Unerlässlich ist da ein guter Reiseführer. Sonst fährt man nur in der Gegend rum, ohne etwas zu sehen. Hat man vor, die Insel mit dem eigenen Wage zu erkunden, sollte man sich am besten Vorher informieren und dann schauen, was man alles sehen will. Ist man erst mal auf der Insel, Ist es zu umfangreich. Man muss schon eine Menge selektieren.

Sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf die Suche zu begeben ist erstens mühselig und anstrengend, weil die Busse und Bahnen nicht immer klimatisiert sind und zweitens ziemlich zeitraubend, denn dieses Verkehrsmittel sind eigentlich für die Einheimischen konzipiert. Man rechnet hier nicht mit dem Touristen, der hier durch die Landschaft fährt.

Gezielte Ausflüge kann man auch mit dem Taxi machen. Dabei sind die Taxis recht teuer, zwar nicht zu teuer wie in Deutschland, aber die Strecken sind oftmals auch recht lang.

Besonders im Frühjahr und im Herbst kann man schöne Ausflüge mit dem Fahrrad machen. Mit dem Fahrrad ist man auch recht sicher unterwegs, weil es hier normal ist, das Fahrradfahrer auf der Straße fahren. Hier bereiten sich die Profimannschaften auf die Saison vor, man ist also auch an viele Fahrräder gewöhnt. Man darf nur nicht vergessen, für ausreichend Flüssigkeit zu sorgen. Es ist doch noch sehr warm und man verliert Wasser.

[Bearbeiten] Literatur

  • Breloer, Heinrich; Schauhoff, Frank : Mallorca, ein Jahr. Kiepenheuer & Witsch, 2004 (1. Auflage), ISBN 978-3462033571, 306 Seiten. Ein Insel-Roman
  • Sand, George : Ein Winter auf Mallorca. Goldmann, 2006, ISBN 978-3442077540, 221 Seiten. Eines der bekanntesten Reisebücher der Weltliteratur
  • Schröder, Thomas : Mallorca. Michael Müller Verlag, 05.2006 (5. Auflage), ISBN 978-3899533347, 256 Seiten. Ein sehr ausführlicher Reiseführer - sehr zu empfehlen
  • Grundmann, Hans-Rudolf : Mallorca. Know How Verlag, Überarbeitung erscheint 06.2007 (17. Auflage), ISBN 978-3896622259, 476 Seiten. Das Handbuch für den optimalen Urlaub. Ein praktisch orientierter Reiseführer für Entdecker und Mallorcafans mit Komplettinfos für alle Inselecken

[Bearbeiten] Weblinks

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