Madagaskar
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Madagaskar ist ein Inselstaat im indischen Ozean und zählt zu Ostafrika.
| Lage
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| Flagge
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| Kurzdaten | |
| Hauptstadt: | Antananarivo |
|---|---|
| Staatsform: | Republik |
| Währung: | Ariary (MGA) |
| Fläche: | 587.000 km² |
| Bevölkerung: | 18,61 Mio 2005 |
| Sprachen: | Französisch |
| Religionen: | Animisten 52 %, Christen 41 %, Muslime 7 % |
| Telefonvorwahl: | +261 |
| Internet TLD: | .mg |
| Zeitzone: | MEZ + 2h |
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Regionen
[Bearbeiten] Städte
- Antananarivo - Hauptstadt
- Morondava - Die Küstenstadt Morondava liegt im Westen Madagaskars, direkt am Kanal von Mosambik. Es handelt sich um eine der etwas besser touristisch erschlossenen Städte in Madagaskar, was aber nicht bedeutet, hier auf Unmengen Touristen zu stoßen. Eher das Gegenteil ist der Fall. Dafür gibt es aber einige gute bis sehr gute Möglichkeiten zum Übernachten, oder Essen zu gehen. Der Strand von Morondava ist breit, lang und sauber. Er fällt flach ins Meer ab und ist daher durch den meistens milden Wellengang auch für Kinder (unter Aufsicht) geeignet. Tauchen ist vor Morondava aufgrund der fehlenden Riffe nicht gut möglich, aber mehrere Anbieter bieten Mehrtagestouren mit dem Boot (Motor - oder Segelboot) nach Belo sur mer an, wo Tauchen aufgrund ausgedehnter Korallenriffe gut möglich ist. Viele bekannte Sehenswürdigkeiten Madagaskars liegen innerhalb der Distanz eines Tagesausflugs von Morondava (Allee der Baobabs, Trockenwald Kirindy, Belo sur mer) oder sind innerhalb von ein bis zwei Tagen zu erreichen (z.B. das UNESCO Weltkulturerbe Tsingy de Bemaraha). Daher eignet sich Morondava als Stützpunkt für die Erkundung dieser Attraktionen.
[Bearbeiten] Weitere Ziele
- Nosy Be stellt das Haupttouristenzentrum dar und begeistert durch Strände mit weißem Sand und einer reichen Unterwasserwelt.
- Nosy Boraha (Ile St. Marie), an der Nordostküste Madagaskars gelegen, ist ein ehemaliges Rückzuggebiet von Piraten. Davon zeugt ein alter Piratenfriedhof in einem Vorsprung in der Bucht im Westen der Insel. An der Westküste wohnt die Bevölkerung und hier findet man die meisten Hotelanlagen. Im Spätsommer können Wale sehr gut beobachtet werden. Die leeren und durch ein Riff geschützten Sandstrände an der fast unbesiedelte Ostküste können mit einem Boot erreicht werden oder durch eine Wanderung und Übersetzen einer Brackwasserlagune mit Mangrovenwald.
[Bearbeiten] Hintergrund
[Bearbeiten] Flora und Fauna
Aufgrund der Insellage hat Madagaskar eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt mit zahlreichen endemischen Arten. So kommen wildlebende Lemuren nur auf Madagaskar und den Komoren, einige Unterarten wie der Braune Maki (brown oder true lemur) ausschließlich auf Madagaskar vor. Im Gegenzug fehlen andere, zum Teil weit verbreitete Tierarten wie die Vipern völlig.
[Bearbeiten] Anreise
[Bearbeiten] Flugzeug
Von Deutschland gibt es zur Zeit keine Direktverbindung nach Madagaskar.
Mit Air France kann man von verschiedenen Flughäfen Deutschlands mit Umsteigen in Paris Charles de Gaulle (CDG) oder Orly nach Antananarivo fliegen.
Die madagassische Fluggesellschaft Air Madagascar fliegt von Paris und Mailand nach Antananarivo. Meistens wird in Nosy Be zwischengelandet.
Regelmäßige Flugverbindungen gibt es noch von Mauritius, La Reunion, Südafrika, Kenia, Hongkong und Thailand.
Bei Ankunft und bei Abflug ist es notwendig, Informationen zur Person in schriftlicher Form abzugeben. Dazu werden jeweils entsprechende Zettel verteilt.
Bei Ankunft und/ oder bei Abflug wird keine Touristengebühr erhoben.
[Bearbeiten] Schiff
Madagaskar wird hin und wieder von Kreuzfahrtschiffen angefahren, die aber oft nur für kurze Zeit anlegen und dann meistens in Fort Dauphin im Süden. Eine weitere Möglichkeit besteht (eventuell) mit Containerschiffen, die in Madagaskar überwiegend die Hafenstadt Toamasina regelmäßig anfahren. Allerdings sollten hierfür einige Wochen eingeplant werden. Ansonsten gibt es keine planmäßigen Schiffsverbindungen nach Madagaskar.
[Bearbeiten] Mobilität
[Bearbeiten] Sprache
Die Landessprachen sind Madagassisch und Französisch. Die Sprache der Einheimischen wird im Land Malagasy genannt. Sie wird in zahlreichen Dialekten gesprochen. Englisch wird nur in den größeren Städten gesprochen und auch dort nur von wenigen Menschen. Französischkenntnisse sind von Vorteil. Im Hinterland, z.B. in kleinen Dörfern, wird selbst Französisch oft nicht mehr verstanden. Hier empfiehlt es sich, einen einheimischen Reiseleiter zu haben, der als Dolmetscher fungieren kann.
[Bearbeiten] Kaufen
Die madagassische Währung ist der Ariary. 10.000 Ariary entsprechen ca. 3,90 Euro bzw. 6,30 sFr.
1 Euro entspricht ca. 2.550 Ariary und 1 sFr entspricht ca. 1.600 Ariary (Stand Januar 2007). Als weitere Währung kann in Madagaskar der Euro angesehen werden, der von vielen Händlern akzeptiert wird. Allerdings bekommt man meistens weniger für seine Euros als mit Ariary und erhält sein Wechselgeld in Ariary, daher empfiehlt sich das Geldwechseln. Ein Rücktausch von Ariary in Euro in seit Kurzem offiziell möglich, allerdings zu einem vergleichsweise schlechten Kurs.
Umtausch von Geld sollte nicht auf dem Schwarzmarkt erfolgen, sondern nur in zugelassenen Wechselstuben. Die Umtausch Bescheinigungen sollten aufgehoben werden, da eventuell bei der Ausreise danach verlangt wird. Meistens erhält man auch in offiziellen Büros einen sehr fairen Kurs.
Ariary sollten nicht ausgeführt werden, allerdings sind die Regelungen nicht mehr so strikt wie in der Vergangenheit.
Geldautomaten sind nach letztem Wissensstand (Mai 2006) nur in der Hauptstadt vorhanden und auch dort nur in einer Bank. An diesen Automaten kann mit VISA-Card Geld abgehoben werden. Das funktioniert im Regelfall problemlos. Wer Geld mit Traveller-Cheques abheben will, sollte seine Quittungen vom Kauf derselben aufbewahren, da die Banken sonst keine Reiseschecks annehmen. In kleineren Orten kann das Abheben von Geld - auch mit VISA- oder Amex-Karte - eventuell schwierig werden, daher sollte man immer eine größere Menge Bargeld (am besten in Euro) zum Tauschen dabei haben. Andere Währungen (auch Dollar oder sFr) werden oftmals nicht akzeptiert.
Auf den lokalen Märkten (insbesondere auch beim Souvenir Kauf) ist Handeln üblich, sollte aber nicht übertrieben werden. Die angebotenen Waren sind im Regelfall schon vergleichsweise preiswert und man muss die Bevölkerung ja nicht noch zusätzlich um den eh schon kargen Lohn bringen. Ganz aufs Handeln verzichten ist aber auch nicht gut, da sonst eventuell die Preise schnell explodieren könnten.
[Bearbeiten] Küche
In den Restaurants gibt es die Speise- und Getränkekarten nur in französischer Sprache, d.h. mindestens den Sprachschatz für Essen und Trinken sollte man können, wenn man sonst nicht Französisch spricht.
[Bearbeiten] Nachtleben
[Bearbeiten] Unterkunft
Günstige Übernachtungen sind überall entlang der Hauptverkehrsachsen in den Hotely Gasy (sprich Hotelgasch) möglich. Für 2-10 Euro bekommt man ein EINFACHES Zimmer. In den Städten und größeren Ortschaften hat es auch gemütliche Hotels (bis max. 3 Sterne). Auch 3-Sterne-Hotels mit sehr annehmbaren Standard sind bereits für 20-30 Euro zu haben. Allerdings darf man keine europäischen Komfortvorstellungen haben. Für madagassische Verhältnisse bietet ein 3-Sterne-Haus aber sehr guten Komfort, saubere Zimmer, Service, Restaurant etc. Fernseher, Telefon und Internet im Zimmer sollte man aber nicht unbedingt erwarten (vor allem nicht in den kleineren Orten). Dafür gibt es viele sehr geschmackvoll eingerichtete, mit lokalen Materialien gebaute Anlagen mit kleinen Bungalows, die ein tolles Flair verbreiten (z.B. die Isalo Ranch im gleichnamigen Isalo Gebirge, das Hotel Chez Maggie in Morondava oder auch die Eulophiella Lodge in Andasibe/ Perinet).
[Bearbeiten] Lernen
[Bearbeiten] Arbeiten
[Bearbeiten] Feiertage
[Bearbeiten] Sicherheit
[Bearbeiten] Gesund bleiben
Impfungen: Empfehlenswert ist auf jeden Fall eine Auffrischung der auch in Deutschland empfohlenen Impfungen, also Polio, Tetanus und Diphtherie. Des Weiteren sollten eine Hepatitis A und eine Typhus Impfung in Betracht gezogen werden. Hepatitis B ist dann empfehlenswert, wenn man sich länger im Land aufhält, viel Überland unterwegs ist oder engen Kontakt zur Bevölkerung hat. In diesem Fall ist eine Hepatis A/ B Kombinationsimpfung die beste Wahl. Tollwut ist eventuell notwendig, wenn man sich im „Outback“ aufhält und dort Kontakt mit Tieren wahrscheinlich ist. Ärztliche Hilfe und eine Behandlung mit Immunglobulinen im Falle eines Bisses ist nämlich dann aufgrund der schlechten medizinischen Versorgung wahrscheinlich nicht mehr rechtzeitig möglich. Eine Gelbfieberimpfung ist nur notwendig, wenn man aus einem Gelbfieberland einreist, z.B. Kenia. Dann wird sie allerdings bei der Einreise verlangt und muss nachgewiesen werden.
Malaria: Wie in vielen tropischen und subtropischen Ländern gibt es leider auch in Madagaskar eine Malaria-Problematik. In den Wintermonaten von April bis Oktober sind im Hochland (u.a. in der Hauptstadt Tana) nur wenige bis keine Anopheles-Mücken anzutreffen. Im Flachland, im Urwald und an den Küsten ist allerdings ganzjährig ein erhöhtes Malaria-Risiko vorhanden. In Madagaskar wird fast ausschließlich „Plasmodium Falciparum“, also der Erreger der gefährlicheren „Malaria tropica“ übertragen. Leider bestehen weitgehende Resistenzen gegen die „preiswerteren“ Prophylaxe-Medikamente (z.B. Chloroquin). So ist man entweder darauf angewiesen, vergleichsweise teure Medikamente einzunehmen (z.B. Mefloquin oder Malarone) oder aber sich nur bestmöglich gegen Mückenstiche zu schützen (Repellent, geeignete Kleidung, Malarianetz) und eine entsprechende Medikation für die Notfall-Therapie mitzuführen. Ein neues Medikament, welches den Wirkstoff Artemisinin enthält, ist leider noch nicht so ohne weiteres erhältlich, ihm wird aber eine hohe prophylaktische Wirkung bei geringen Nebenwirkungen nachgesagt.
Ärztliche Versorgung: In größeren Städten und vor allem natürlich in der Hauptstadt Tana ist eine durchaus annehmbare medizinische Versorgung vorhanden, die trotzdem nicht ganz mit den hohen apparativen und diagnostischen Standards zu vergleichen ist, die man aus Europa kennt. Insbesondere in kleineren Städten und Dörfern kann die Versorgung mit Medikamenten oder ärztlicher Hilfe sehr problematisch werden. Hier sollte man im Vorfeld die wichtigsten Krankheitsbilder in Erwägung ziehen (z.B. Durchfall, Erbrechen, Entzündungen, Malaria etc.) und eine eigene „Hausapotheke“ mitführen.
Trinkwasser: Wie in vielen warmen Regionen der Erde, empfiehlt es sich nicht, Wasser aus der Leitung zu trinken. Ob selbst das Zähneputzen mit diesem Wasser bereits zuviel ist, wird diskutiert, hier kann jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Will man auf Nummer sicher gehen, ist in jedem Fall die Benutzung von industriell in Flaschen abgefülltem Wasser zu empfehlen.
Baden: Aufgrund der Bilharziose-Belastung vieler Süßgewässer ist das Baden nicht zu empfehlen. Ausnahmen können eventuell schnell fließende Gewässer (auch mit trübem Wasser), also z.B. viele Flüsse oder aber ausgesprochen klare Gewässer sein. Hier kann die als Wirt für die Zerkarien fungierende Schnecke nämlich nicht überleben. Wer sicher gehen will, begibt sich entweder gar nicht ins Wasser oder aber nur kurz und trocknet sich anschließend zügig und gründlich ab, dann hat der Erreger nicht genügend Zeit, sich durch die Haut zu bohren.
[Bearbeiten] Klima
Das Klima Madagaskars ist tropischen und durch den Südäquatorialstromes beeinflusst. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 25 °C. Die Temperaturen liegen allerdings an den Küsten höher als im Hochland im Landesinneren, wo bis unter den Gefrierpunkt sinken können. Sommer und Winter entsprechen der tropischen Regen- und Trockenzeit. Die Niederschlagsverteilung verläuft von Ost nach Südwest und nimmt dabei stetig ab. An der Westküste sind 500 mm / Jahr möglich, während an der Ostküste Mengen bis 4000 mm / Jahr auftreten können.
[Bearbeiten] Respekt
[Bearbeiten] Post und Telekommunikation
Kleine Internetcafés gibt es überall. Die Verbindungen sind stabil und schnell. Es wird auch WLAN angeboten. Die Preise für die Benutzung sind sehr niedrig. Öffentliche Telefonzellen gibt es in größeren Orten. Prepaid-Karten zum Mobiltelefonieren (national, international) kann man überall kaufen.
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Weblinks
- Madagascar-Travel - Madagascar-Travel von AB hat viele Infos, allerdings nicht mehr aktuell
- Botschaft der Republik Madagaskar - D-14612 Falkenseee, Seepromenade 92 Phone: +49/3322-2314-0 Fax: +49/3322-2314-29 E-mail: info@botschaft-madagaskar.de
- Schweizer Generalkonsulat



