München/Oktoberfest

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Wiesn vom Turm der Paulskirche
Wiesn vom Turm der Paulskirche

Das Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt mit über sechs Millionen Besuchern (das sind fast eine halbe Millionen jeden Tag), insgesamt 100 000 Sitzplätzen in den Zelten, sieben Millionen verkauften Maß Bier und einem geschätztem Gesamtumsatz von einer Milliarde Euro.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Hintergrund

Historischer Anlass für das Oktoberfest ist die Vermählung des bayerischen Kronprinzen Ludwig, der spätere König Ludwig I., mit der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen am 12. Oktober 1810. Das Ganze fand vier Jahre nach der Erhebung des Herzogtums Bayern zum Königreich statt und war der Anlass einer fünftägigen Riesenfeier in ganz München, die am 17. Oktober mit einem Pferderennen auf einer Wiese vor den Toren Münchens beendet wurde. Diese Wiese wurde zu Ehren der Prinzessin in Theresienwiese umgetauft. Der Publikumserfolg wurde von da ab regelmäßig im Herbst wiederholt.

Bereits im Jahre 1811 fand mit dem Oktoberfest das erste Landwirtschaftsfest statt, das heutzutage im vierjährigen Rhythmus als das „Bayerische Zentral-Landwirtschaftsfest“ (ZLF) ebenfalls zur Wiesn-Zeit auf der Südhälfte der Wiesn stattfindet, das Oktoberfest ist dann etwas verkleinert.

Seit 1896 gibt es die ersten Bierzelte auf der Wiesn, welche von den Münchner Wirten gemeinsam mit den Münchner Brauereien aufgestellt wurden. Seitdem haben die Münchner Brauereien (das sind die Augustinerbrauerei, Hacker-Pschorr, der Löwenbräu, die Paulanerbrauerei, die Spatenbrauerei und das Staatliche Hofbräuhaus) ein Monopol als Zulieferer für das Bier auf dem Oktoberfest. Ausgeschenkt wird das mit einer etwas höheren Stammwürze gebraute spezielle Oktoberfestbier. Wegen ihrer Größe heißen die Zelte auf der Wiesn heute Bierhallen.

Die Leitung des Oktoberfests erfolgt heute durch das städtische Tourismusamt der Stadt München. Die Veranstaltung versucht einen Spagat zwischen bayerischer Tradition und internationaler Party als organisiertes Generalbesäufnis für die vielen extra angereisten Besucher aus der ganzen Welt. Größte Gruppe unter den internationalen Gästen sind die Italiener, die mittlerweile traditionell am zweiten Wiesenwochenende (dieses wird daher als das Italienerwochenende bezeichnet) mit gemeinsam angemieteten Wohnmobilen den Brenner überqueren, um dann nur noch zwischen der Wiesen und ihrem Wohnmobil zu pendeln. Die Gesamtzahl an diesem Wocheende wird auf 200 000 geschätzt. Weitere starke Volksgruppe sind die englischssprachigen Nationen mit Neuseeländern, Amerikanern und Briten, die man tagsüber im Hofbräuzelt und in der Nacht bzw. in der Früh am Campingplatz in Thalkirchen findet. Im Hofbräuzelt wird oft mehr Englisch als Deutsch gesprochen. Auch Asien ist immer stärker vertreten, hinzu kommen zunehmend auch die Landsmänner (und auch einige Landsfrauen) aus den ehemaligen Ostblockstaaten.

Auswüchse wie zum Beispiel die Schicki-Micki-Wiesn um die Jahre 2004 / 2005 mit bezahlten Promis als Lockvogel in den Bierzelten konnten begrenzt werden, die völlige Überlastung der Zelte an den Nachmittagen der Wochenenden bleibt ein Thema, die Forderung der Wirte nach einem weiteren Wiesnzelt hat hier die Sympathie des betroffenen Publikums.

Wiese ist heute auf der Theresienwiese nicht mehr viel zu sehen, die Strassen sind geteert, viele der Stellplätze geschottert. Außerhalb der Wiesnzeit dient das Gelände als riesiges Freizeitgelände und teilweise als Parkplatz, im Frühjahr findet das Frühlingsfest statt, in der Adventszeit das Wintertollwood (siehe hierzu: weitere Feste in München).

Weltweit gibt es heute geschätzte 3000 Kopien des Oktoberfests, von Blumenau in Brasilien über Moskau bis nach China. Dort ist ein Oktoberfest mit 20 Millionen Besuchern in Planung. Dasjenige mit dem größten Umsatz und Bierverkauf ist und bleibt aber in München. Nach Untersuchungen kennen 95% der Weltbevölkerung den Begriff "Oktoberfest". Es ist damit das bekannteste deutsche Wort.

[Bearbeiten] Oktoberfestbier

Das heutzutage ausgeschenkte Oktoberfestbier wird extra für das Fest als Saisonbier gebraut. Es ist ein Märzenbier mit einer etwas höheren Stammwürze von 13,5 %, der Geschmack ist daher etwas süßer und malziger und aufgrund eines geringeren Kohlensäuregehalts ist das Bier auch "leichter" und süffiger trinkbar.

Das Märzenbier war das letzte untergärige Bier das im Frühjahr, bis zur Erfindung der Kältemaschine durch Carl Linde im Jahre 1876, vor den Sommermonaten mit den für die Hefe und den Vergärungsprozess zu warmen Temperaturen gebraut werden konnte. Dieses Bier wurde grundsätzlich etwas stärker eingebraut, um es bis in den Spätherbst hinein besser lagern zu können. Im Jahre 1872 wurde das Märzenbier dann auf dem Oktoberfest das allererstemal vom Festwirt Schottenhamel aus Verlegenheit ausgeschenkt, als im das übliche Sommerbier ausgegangen war. Seitdem ist es das traditionelle Oktoberfestbier, das aber auch etwas mehr kostet, als das normale Helle.

Wegen der höheren Stammwürze hat das Oktoberfestbier auch einen etwas höheren Alkoholgehalt von 5,8 % - 6,3 %, die Wirkung sollte von weniger Geübten daher nicht unterschätzt werden, das Bier kann, je nach konsumierter Menge, zunächst aufputschend, dann aber auch stark ermüdend wirken.

Der Verkauf von Stehmaßen ist dem Personal verboten, wer also in den Festzelten eine Maß Bier will braucht vorher einen Sitzplatz.

Auf dem Oktoberfest sind nur Brauereien aus dem Münchner Stadtgebiet zugelassen.

[Bearbeiten] Pferdesport

Für Viele weniger bekannt: Das Oktoberfest ist die Wiege des deutschen Pferdesports.

Das oben angeführte allererste Rennen am 17. Oktober 1810 fand bereits nach englischen Regeln auf einem Rundkurs statt, Start war am Sendlinger Tor. Ein Vorläufer des Rennens war das sogenannte Scharlachrennen im Mittelalter, das erstmalig für das Jahr 1437 belegt ist. Der namensgebende Siegerpreis war seinerzeit ein Scharlachtuch mit 26 Ellen Länge.

Zum Oktoberfest im Jahr 1847 fand dann das auch erste deutsche Trabrennen auf dem Oktoberfest statt und im Jahre 1876 das erste Trabfahren mit dem Sulky. Die in etwa ovale Form der Theresienwiese spiegelt noch heute die Form der fest angelegten Rennstrecke, die Gesamtlänge betrug rund 3600 Meter. Die Pferderennen waren dann auch bis zum Beginn des ersten Weltkriegs die Hauptattraktion auf dem Oktoberfest mit 40 000 bis zu 100 000 Besuchern. Der Einmarsch von Ross, Reiter und Rennmeister (die Pferdebesitzer) auf der Theresienwiese erfolgte im Festzug als ein Vorläufer des heutigen Trachten- und Schützenzugs. Die letzten lebenden Pferde auf dem Oktoberfest gab es noch bis vor wenigen Jahren im Festzelt Hippodrom, hier wurde seit 1902 eine Pferdereitbahn mit bis zu 25 Pferden betrieben. Diese Reitbahn mußte dann aus Tierschutzgründen dem heutigen mechanischen Karussel weichen.

Der älteste erhaltene deutsche Rennplatz befindet sich übrigens in Bad Doberan und stammt aus dem Jahr 1822/1823, das erste Derby für Galopper in Hamburg fand im Jahre 1869 statt, das erste Traber-Derby in Berlin im Jahre 1895.

Mahnmal an das Attentat am Haupteingang Nord
Mahnmal an das Attentat am Haupteingang Nord

[Bearbeiten] Attentat

Der wohl traurigste Moment in der Geschichte des Oktoberfestes war das Attentat am 26. September 1980 um 22:19 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt zündete der Rechtsextremist Gundolf Köhler aus Donaueschingen eine selbstgebastelte Rohrbombe mit 1,39 Kilogramm TNT in der Nähe des Haupteingangs Nord. Als Folge der Explosion starben 13 Menschen, darunter auch der Attentäter, weitere 211 Personen wurden verletzt, davon 68 schwer. Die offiziellen Ermittlungen der Polizei gehen von der Tat eines Einzelgängers aus und wurden 1982 eingestellt, es gibt aber bis heute von verschiedenen Seiten Zweifel an der These des Einzeltäters.

Zum ersten Jahrestag wurde am Ort des Anschlags eine bronzene Stele des Laufener Bildhauers Friedrich Koller aufgestellt. Im Herbst 2008 wurde dieses Mahnmal vom gleichen Künstler restauriert und mit einer knapp drei Meter hohen, halbrunden Stahlwand umgeben. Diese Wandschale ist – wie von Bombensplittern getroffen – durchlöchert und symbolisiert so die durch die Gewalttat verursachten Verletzungen. Im Boden wurden Metallteile eingelassen, die an die verheerende Wucht der Bombenexplosion erinnern sollen.

[Bearbeiten] Anreise

U4 / U5: Südeingang Theresienwiese, Paulskirche
U4 / U5: Südeingang Theresienwiese, Paulskirche

[Bearbeiten] Anfahrt mit dem MVV

Zentraler U-Bahnhof ist die Station Theresienwiese der Linien U4/ U5, mit ihrem südlichen Ausgang unmittelbar auf der Wiese. Der Nordausgang führt zur Paul-Heyse Kirche und ist bei Überfüllung des Südausgangs zu empfehlen. Auf der ganzen Wiese ist dieser U-Bahnhof ausgeschildert, die etwas kleinen Hinweisschilder werden aber insbesondere zu später Stunde und auch situationsbedingt gerne übersehen. Das Einprägen des Wegs bei Wiesenankunft hilft. Wichtige Orientierungsmarke für den U-Bahn Eingang ist der gotische Turm der Paulskirche;

Weitere benachbarte U-Bahnhöfe sind die Stationen Schwanthalerhöhe (U4/ U5) und Goetheplatz bzw. Poccistrasse der Linien U3/ U6 sowie der S-Bahnhof Hackerbrücke mit etwas längeren Anwegen.

Betriebsschluss der U-Bahnen an den Wiesn-Wochenenden ist zwei Uhr früh (statt ein Uhr sonst);

[Bearbeiten] Anfahrt Behinderte

  • 100 Schwerbehindertenstellplätze auf dem Südteil der Theresienwiese mit Zufahrt an der Stielerstraße; für Behinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung kostenlos;
  • Anfahrt für Behindertentransportfahrzeuge der Hilfsorganisationen (BRK, MHD, Kennzeichnung erf.) über die Anliefererstraße West (Zufahrt zur Straße hinter dem Hippodrom);

[Bearbeiten] Wohnmobile

Das ganze Areal um die Wiesn ist für Wohnmobile gesperrt, das Verbot wird kontrolliert und durchgesetzt. Stellplätze für Wohnmobile sind:

  • Messegelände Riem, De-Gasperi-Bogen; Anfahrt über die Autobahn A94, Ausfahrt Feldkirchen West, entlang der Ausschilderung zur Messe/ ICM. Anfahrt MVV zum Oktoberfest mit U2 und U7, Umsteigen am Innsbrucker Ring in die U5 bis Theresienwiese;
  • Siegenburger Straße; Anfahrt MVV zum Oktoberfest mit der Buslinie 133 ab Haltestelle Siegenburger Straße bis Heimeranplatz, Umsteigen in die U5 bis Theresienwiese;

[Bearbeiten] Anfahrt mit dem PKW

Die Anfahrt mit dem PKW kann nicht empfohlen werden;

[Bearbeiten] Taxi

Kurz vor und nach Wiesenschluss sind Taxis unmittelbar an der Wiesn nur sehr schwer zu ergattern, da andere weiter vorne einfach schneller sind. Wer den Taxis Richtung stadteinwärts entgegenläuft, hat bessere Chancen, so wie es alle machen.

[Bearbeiten] Termine

Wiesn von der Theresienhöhe
Wiesn von der Theresienhöhe
  • Das Oktoberfest dauert zwei Wochen mit drei Wochenenden, der Beginn ist immer so, dass der letzte Wiesn-Sonntag der erste Sonntag im Oktober ist. Fällt der Nationalfeiertag auf den nachfolgenden Montag oder Dienstag, wird das Oktoberfest bis zum 3. Oktober verlängert.
  • Beginn der Aufbauarbeiten ist bereits im Juni, zuerst werden die Bierzelte aufgestellt. Wer es nicht mehr bis zum offiziellen Beginn aushält (das soll es geben), kann bereits ab diesem Zeitpunkt in den Buden der Arbeiterverköstigung sein erstes Bier auf der Wiesn trinken. Die gesamte Theresienwiese wird seit dem Jahre 2008 während des Aufbaus als Baustelle ausgewiesen, mit Zutritt nur für Befugte, Personenkontrollen sind jedoch nicht bekannt.
Einzug der Wirte und Brauereien
Einzug der Wirte und Brauereien
  • Auftakt der Wiesn ist am ersten Samstag Vormittag der Einzug der Wiesnwirte und Brauereien mit ihren geschmückten Pferdekutschen und den Brauereigespannen. Anschließend um Punkt zwölf Uhr Mittag findet der traditionelle Anstich des ersten Wiesn-Bierfasses durch den Münchner Oberbürgermeister im Festzelt Schottenhamel statt. Der dauert zwischen zwei und drei Schlägen, anschließend überreicht der Bürgermeister das erste Maß Bier dem bayerischen Ministerpräsidenten mit den Worten "O'zapft is", und erst nach dem ersten Schluck des Ministerpräsidenten beginnt dann auch der Bierausschank an das gemeine Volk (zumindest im Festzelt Schottenhamel).
Den ersten festlichen Einzug eines Wirtes mit Blaskapelle und Pferdegespannen wagte im Jahre 1879 der legendäre Steyrer Hans, ein bayrischer Metzger und Wirt, bekannt auch als "bayrischer Herkules". Er zog von seiner Gastwirtschaft in der Tegernseer Landstrasse auf einem mit Bierfässern beladenen Vierspänner, gefolgt von sieben Zweispännern mit der Musik und dem Personal Richtung Theresienwiese, wo er dann aber schon vor dem Ziel von der Polizei gestoppt wurde, und nach einem Gerichtsverfahren einhundert Mark wegen "Störung der öffentlichen Ordnung" bezahlen musste. In den Folgejahren wiederholte der Wirt das ganze aber dann mit Genehmigung, es ist heute Oktoberfest-Tradition.
  • Der Trachten- und Schützenzug findet am ersten Wiesensonntag statt, der Start ist um 10 Uhr;
  • Familientag sind die zwei Dienstage mit reduzierten Eintrittspreisen der Fahrgeschäfte von 12.00-18.00 Uhr;
  • Am letzten Wiesnsonntag findet ein Abschlussfeuerwerk statt;

[Bearbeiten] Die Bierhallen

Augustiner
Augustiner
Hofbräu
Hofbräu
Hofbräu, im Zelt;
Hofbräu, im Zelt;
Ochsenbraterei
Ochsenbraterei
Schottenhamel
Schottenhamel
Hackerzelt, Himmel der Bayern;
Hackerzelt, Himmel der Bayern;

[Bearbeiten] Öffnungszeiten

Die Bierzelte: wochentags: 10.00 Uhr bis 22.30 Uhr, Sa., sonn- und feiertags: 9.00 Uhr bis 22.30 Uhr. Die Zelte werden recht rigoros bis um 23.30 Uhr geräumt. Käferzelt und Hippodrom haben länger geöffnet, ein Wechsel zu vorgerückter Stunde ist aber wegen Überfüllung in der Regel sinnlos. Besser für den, der die After-Wiesn noch in die Nacht weiterfeiern will: bereits vor dem offiziellen Ende um 22.30 Uhr das Zelt verlassen, denn da gibt es noch Taxis, die U-Bahn ist auch noch nicht ganz so voll und man kommt auch noch durch den Einlass der angesteuerten Kneipe.

[Bearbeiten] Einlass in die Bierhallen

Wer keine Einlassmarken zum Zelt hat, kann versuchen sich bereits vor der Bierzeltöffnung in die Warteschlange zu stellen, um einen freien Platz zu ergattern, aber an den Wochenenden sind die Eingänge der Zelte oftmals wegen Überfüllung bereits ab Mittag um 12 Uhr verrammelt. Die Biergärten um die Zelte (im Freien, ohne Überdachung) sind ohne Einlassmarken zugänglich und bei schlechtem Wetter nicht so voll wie das Zeltinnere, bei Sonnenschein ist es genau umgekehrt. Ein Grossteil dieser Biergartenbereiche ist mit Heizstrahlern beheizt.

[Bearbeiten] Zugang für Behinderte

  • Alle Bierzelte und Festbetriebe haben behindertengeeigneten ebenerdigen Zugängen bzw. Rampen, in allen Bierzelten gibt es für Rollstuhlfahrer geeignete Plätze.

[Bearbeiten] Reservierungen

Die Platzreservierung erfolgt direkt bei den Wirten der Bierzelte. Die Reservierung selbst ist kostenlos, pro Platz sind aber zwei Biermarken und eine Hendlmarke abzunehmen (Preis 2008: ca. 25 Euro (= EUR = €). Es gibt eine "Mittagsschicht" und eine "Abendschicht", Schichtwechsel ist 17 Uhr bzw. 18 Uhr. Die besten Chancen auf Zuteilung bestehen für die Mittagsschichten, hier sind oft noch Plätze während der bereits laufenden Wiesn zu haben, die geringsten Chancen bestehen am Wochenende wegen dann stark begrenzter Gesamtzahl der Reservierungen. Ebenfalls hoch begehrt sind Reservierungen am Abend, hier sollte die Reservierungsanfrage daher spätestens in Frühjahr vor Beginn der Zuteilungen eingegangen sein.

[Bearbeiten] Preise

Der Preis für die Mass Bier liegt 2008 zwischen 7,80 € und 8,30, das ist ein leichter Zuschlag gegenüber dem Preisniveau in Münchens Fussgängerzone (für das Stadtgebiet München liegt er zwischen 6,20 € und 7,80). Das Liter Limo, Wasser oder Cola (gibts auch im Maßkrug) ist nur wenig billiger. Wer etwas Trinkgeld gibt, erhöht bei starkem Andrang (das ist: fast immer) seine Chancen auf schnelle Bedienung. Die Preise zwischen den verschiedenen Zelten variieren geringfügig. Das halbe Wiesn-Hendl kostet 8 € bis 8,50 € ohne Beilage, es empfiehlt sich z.B. die grosse Wiesn-Brezn für bis zu 3,50 €.

[Bearbeiten] Die grossen Bierhallen

  • Armbrustschützen - Festhalle; mit echter Schützenanlage, auf der während des Oktoberfests jedes Jahr die deutsche Meisterschaft im Armbrustschützenschießen stattfinden;
Paulaner; 5830 Plätze im Zelt, 1600 Plätze im Freien;
Wiesnbüro: Tel.: 089 / 23703-703, Fax.: 089 / 23703-705 ; www.armbrustschuetzenzelt.de;
  • Augustiner-Festhalle, sehr familiär,
Die Augustinerbrauerei schenkt als einzige auf der Wiesn noch aus echten Holzfässern, den Hirschen, aus; Münchner Publikum;
Augustinerbier, 6000 Plätze im Zelt, 2500 Plätze im Freien;
Wiesnbüro: Tel.: 089 / 23183266 ; Fax.: 089 / 2605379 ;
  • Bräurosl mit empfehlenswerter Terrasse; Erster Wiesensonnntag ist "Gay Sunday";
Hacker-Pschorr; 6200 Plätze im Zelt, 2200 Plätze im Freien;
Wiesnbüro: Tel.: 089 / 895563-53 ; Fax.: 089 / 895563-56; braeurosl.de
  • Fischer-Vroni Steckerlfisch, aber auch Austern und Shrimps; Zweiter Wiesenmontag ist "Gay Monday";
Augustinerbier; 3400 Plätze im Zelt;
Wiesnbüro: Tel.: 089 / 661042, Fax.: 089 / 652534 ; fischer-vroni.de
  • Hacker-Festzelt, "der Himmel der Bayern", etwas traditioneller;
Hacker-Pschorr; 6950 Plätze im Zelt, 2400 Plätze im Freien;
Wiesnbüro: Tel.: 089 / 502222-40 ; Fax.: 089 / 502222-30 ; hacker-festzelt.de
  • Hippodrom; hoher Promi-Faktor, es soll Oktoberfestbesucher geben, die zuschauen und sich darüber amüsieren, wie die Möchtegernprominenz nicht reinkommt; bis vor wenigen Jahren noch mit echten Pferden; Champagnerbar; bis 1.00 Uhr geöffnet;
Spatenbräu; 3200 Plätze im Zelt, 1000 Plätze im Freien;
Wiesnbüro: Tel.: 089 / 29164646 ; Fax.: 089 / 295442; Fax Reservierungen: 089 / 295442 ; hippodrom-oktoberfest.de;
  • Hofbräu Festzelt, internationales Publikum, Treffpunkt der Amerikaner und Neuseeländer; an die Gepflogenheiten der Gäste angepasst ist der eigene Stehbereich;
Hofbräu; 6898 Plätze im Zelt, 3022 Plätze im Freien; größtes Wiesenzelt;
Wiesnbüro: Tel.:089 / 4489670 ; Fax.: 089/4483587; www.hb-festzelt.de ; eMail ;
  • Käfer's Wies'n Schänke; mit dem höchsten Promi-Faktor, gehobene Gastronomie, bis 0.30 Uhr geöffnet;
Paulaner; 1900 Plätze im Zelt, 1000 Plätze im Freien;
Wiesnbüro: Tel.: 089 / 4168-356 ; Fax.: 089 / 4168-880 ; feinkost-kaefer.de
  • Löwenbräu-Festhalle, hier brüllt der Löwe und auch die Löwen-Fans (1860er) und auch so mancher Italiener;
Löwenbräu; 5700 Plätze im Zelt, 2800 Plätze im Freien;
Wiesnbüro: Tel.: 089 / 477 677; Fax.: 089 / 470 5848; loewenbraeu-festzelt.info/, eMail;
  • Ochsenbraterei (Spatenbräu-Festhalle), Spezialität ist der am Stück gegrillte Ochs, insgesamt werden um die 100 Stück, alle mit einem Vornamen, verspeist.
Spaten Bier; 5900 Plätze im Zelt, 1500 Plätze im Freien;
Wiesnbüro: Tel.: 089 / 511158-0 ; Fax.: 089 / 511158-10 ; ochsenbraterei.de/
  • Schottenhamel, hier findet der traditionelle Anstich statt, seit 1867 auf der Wiesn und damit das das älteste Zelt; am Anfang noch eine kleine Bierbude für 50 Personen fasste das Zelt im Jahre 1908 bereits 8000 Personen, daher wurden hier sogar Vorlesungen durch den Rektor der Universität abgehalten, seitdem ist es beliebt bei den Studenten und Studentenverbindungen;
Spaten Bier; 6000 Plätze im Zelt, 4000 Plätze im Freien;
Wiesnbüro: Tel.: 089 / 5446931-0; Fax.: 089 / 5446931-9; festzelt.schottenhamel.de, eMail;
  • Schützen-Festzelt;
Löwenbräu, 5440 Plätze;
Tel.: 089 / 231812-24 ; Fax.: ; 089 / 231812-44; schuetzen-festhalle.de
  • Weinzelt: Wein, Sekt Champagner, bis 21 Uhr auch Weißbier; Geöffnet bis 1 Uhr nachts;
Paulanerbier; 2500 Plätze im Zelt, 500 Plätze im Freien;
Wiesnbüro: Tel.: 089 / 290 705 17 ; Fax.: 089 / 242 438 81 ; weinzelt.com, eMail;
  • Winzerer Fähnd'l; Kennzeichen ist der Maßkrug auf dem Turm; Biergarten südseitig; etwas reiferes Pubblikum;
Paulaner; 8450 Plätze im Zelt, 2450 Plätze im Freien;
Wiesnbüro: Tel.: 089 / 502222-00 ; Fax.: 089 / 502222-02; winzerer-faehndl.com;

[Bearbeiten] Die übrigen Bierzelte

  • Ammer , für viele die beste Hühnerbraterei;
Augustiner; 450 Plätze im Zelt, 450 Plätze im Freien;
Tel.: Wiesnbüro: 089 / 500 77 292, Tel. übers Jahr: 089 / 8 12 74 01; Wiesn-Fax: Fax. 089 / 50 22 24 19
ammer-wiesn.de, eMail;
  • Heimer , Hühner- und Entenbraterei, Spezialität ist die Heimer-Ente;
Paulaner, 320 Plätze;
Tel.: Wiesnbüro: 089 / 50077 390, Tel. übers Jahr: 089 / 62 50 94 15;
heimer-entenbraterei.de
  • Heinz , Wurst- und Hühnerbraterei
Paulaner, 360 Plätze;
heinz-huehnerbraterei.de, eMail;
  • Poschner , Hühner- und Entenbraterei;
Hacker-Pschorr, 350 Plätze;
Tel.: Wiesnbüro: 089 / 500 77 384, Tel. übers Jahr: 089 / 931018;
poschners-muc.de, eMail;
  • Wildmoser , Hendl und Enten vom Grill ;
Hacker-Pschorr, 320 Plätze;
Tel.: Wiesnbüro: 089 / 500 77 490, Tel. übers Jahr: 089 / 220 184-85;
Reservierungen: Tel: 089 / 29084124, Fax: 089 / 2285884;
huehner-und-entenbraterei-wildmoser.de, eMail
  • Wienerwald  ;
Hofbräu München, 365 Plätze im Zelt, 100 Stehplätze im Freien;
Rervierungen: Tel.: 08457 / 9271-0, Fax: 08457 / 9271-40;
stiftl.de, eMail ;

[Bearbeiten] Café- und Weinzelte

  • Bodos Cafézelt hat auch noch nach 22.30 Uhr geöffnet;
  • Café Kaiserschmarrn  ;
  • Café Mohrenkopf  ;
  • Feisinger's Kas- und Weinstub'n  ;
  • Schiebl's Kaffeehaferl  ;
  • Wiesn Guglhupf  ;

[Bearbeiten] Die Schausteller

Eine Auswahl aus den mehr als 200 Fahr -Schau- und Belustigungsgeschäften;

  • Toboggan, Turmrutschbahn: schnell laufenden Förderband mit hohem Stolperfaktor; Das Fahrgeschäft ist seit 1933 auf der Wiesn und damit eines der ältesten Fahrgeschäfte, es wird auch nur noch zum Oktoberfest aufgebaut und ist damit einmalig in Deutschland.
  • Vogelpfeifer hat seinen Stand unterhalb der Bavaria und verkauft Vogelpfeifen, der kleinste Wiesnstand;
  • Pemperlprater ältestes Karussel der Welt;
  • Schichtl, "Variete", ältester Stand auf der Wiesn, seit einigen Jahren mit Gastronomie und seitdem wieder besser besucht;
  • Nostalgie-Geisterbahn: familienfreundliches Gruseln, erstmals 1933 auf der Wiesn.
  • Weißbierkarussel, Kombination aus Fahrgeschäft und Weißbierausschank; die Runde dauert acht Minuten.

[Bearbeiten] After Wiesn

Zwischen Theresienwiese und Hauptbahnhof gibt es einige Kneipen mit After-Wiesnparty, zum Teil mit Live-Musik, größtenteils aber aus der Musikkonserve;

Nach Wiesnschluss zum Weiterfeiern außerdem leicht erreichbar sind:

  • Hacker-Pschorr-Keller, zu Fuss 5 min hinter der Bavaria;
  • Schrannenhalle (24 h geöffnet) und Schrannenclub am Viktualienmarkt (5 min von der S-Bahn/ Marienplatz);
  • Optimolwerke und Kultfabrik, mehrere Clubs; Friedenstraße 10, ca. 3 min. vom Ostbahnhof (U + S-Bahn);

Am Wochenende, bei schönem Wetter und einer überfüllter Wiesn, sind auch hier nach dem Wiesnschluss die Betriebe sehr schnell überfüllt.

[Bearbeiten] Trachten- und Schützenzug

Trachten- und Schützenzug
Trachten- und Schützenzug

Der Trachten- und Schützenzug am ersten Wiesensonntag findet seit 1835 zu Ehren der Silberhochzeit von König Ludwig I. und Therese von Bayern statt. Der Umzug ist mit über 8.000 Mitwirkenden aus dem In- und Ausland weltweit der größte seiner Art zum Thema Trachten und Brauchtum. Die Parade von über 150 Gruppen wird von der ARD und weiteren Fernsehprogrammen weltweit ausgestrahlt. Der Start ist um 10 Uhr unterhalb des Maximilianeums in der Maximilianstraße, die Strecke führt über den Odeonsplatz durch die Münchner Innenstadt entlang der Pacellistraße und Maximiliansplatz zum Stachus (Karlsplatz), und über die Sonnenstraße, Schwanthalerstraße und die Paul-Heyse-Straße zur Oktoberfestwiese. Er dauert ca. zwei Stunden. Bei schönem Wetter ist auch hier mit starkem Besucherandrang entlang der Route zu rechnen, die besten (vorderen) Plätze sind schnell besetzt.

Der allererste Trachten- und Schützenzug fand 1949 nach dem Krieg statt.

[Bearbeiten] Klarkommen

[Bearbeiten] Orientierung

Die Wiesn besteht im Wesentlichen aus vier großen Achsen in rechteckiger Anordnung:

  • Die Wirtsbudenstrasse an der Westseite/ Theresienhöhe mit den Bierzelten und nordseitig dem Haupteingang;
  • Die Schaustellerstrasse an der Ostseite mit den Schaustellerbuden und Fahrgeschäften;
  • Die Quer-Verbindungsstrasse an der Südseite ist die Martin Pschorr-Strasse mit der Bavaria;
  • Die Quer-Verbindungsstrasse an der Nordseite mit dem Eingang zum U-Bahnhof Theresienwiese;

Deutliche und weit über die Wiesn sichtbare Markierung für den U-Bahn Eingang an der Nordseite ist der gotische Turm der Paulskirche, die Bavaria und das Riesenrad sind in etwa gegenüber auf der Südwestseite der Wiesn.

Zwischen der Wirtsbudenstrasse und der Schaustellerstrasse befinden sich weitere kleinere Verbindungsstrassen, entlang der Zeltseiten sind zeltaußerhalb immer kleinere Durchgänge (Flucht- und Rettungswege) eingerichtet;

Der Servicebereich mit Polizei, Fundbüro, Sanitätern etc, befindet sich unmittelbar an der Theresienhöhe (Westseite) hinter dem Festzelt Schottenhamel;

Die beste Aussicht über die Wiesn hat man aus der Bavaria auf der Theresienhöhe (Einlass während des Oktoberfests bis 19.30 Uhr verlängert) und vom Turm der Paulskirche (nur während des Oktoberfests geöffnet: nachmittags und abends bis 21 Uhr).

Rauchen Letzmalig ist für das Jahr 2008 das Rauchen in den Zelten gestattet, in den Folgejahren gilt dann auch hier das strenge ausnahmslose bayerische Rauchverbot für Gaststätten und öffentliche Gebäude.

[Bearbeiten] Verschiedenes

  • Kinderwagen sind wegen des enormen Andrangs nur von Sonntag bis Freitag auf dem Festgelände bis 18.00 Uhr erlaubt, an Samstagen generell untersagt. Überhaupt kann wegen des ständigen Gedränges von der Mitnahme sonstiger sperriger Gegenstände wie z.B. großer Taschen nur abgeraten werden.
  • Kinder unter sechs Jahren dürfen sich bis 20 Uhr in den Zelten aufhalten (in Begleitung ihrer Eltern).
  • Eine Gepäckaufbewahrung gibt es am unmittelbar am Südausgang U-Bahnhof Theresienwiese;
  • Bankomaten gibt es am Südausgang des U-Bahnhofs Theresienwiese und im Servicebereich
  • Tiere (einschließlich Hunde) sind nicht erlaubt.

[Bearbeiten] Toiletten

Toiletten sind in den Bierhallen und an den Hinweistafeln im Freien ausgeschildert. Es gibt sie in jedem Bierzelt im Zeltinneren und zeltnah außerhalb für den Biergartenbereich. Die Benutzung ist kostenlos. Für die Damentoiletten sind oft auch längere Wartezeiten einzukalkulieren;

[Bearbeiten] Toiletten für Behinderte

Diese gibt es in allen Bierzelten, im Behördenhof, am U-Bahnhof Theresienwiese und am Wiesn-Eingang Esperantoplatz/ Matthias-Pschorr-Straße.

[Bearbeiten] Sicherheit auf der Wiesn

Taschendiebstahl ist während des Oktoberfestes das größte Sicherheitsrisiko für unbedarfte Touristen. Das gilt nicht nur auf der Wiesn, sondern überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen, also auch in der Fussgängerzone am Marienplatz.

Eine der allerneuesten Maschen der Trickbetrüger ist der Verkauf gefälschter Zelt-Einlaßmarken über das Internet: Einlassmarken gibt es nur direkt bei den Wiesnzelten, der Weiterverkauf über das Internet ist verboten und wird von den Wirten mit Hausverbot bestraft.

Außerdem sollte man sich schlauerweise auf der Wiesn aus Bierzeltraufereien und anderen Händeln tunlichst heraushalten. Vergessen Sie Ihren Stolz und gehen Sie weiter, wenn man Sie in eine Auseinandersetzung hineinziehen will. Ganz so schlimm wie am berüchtigten "Maurermontag", das war der zweite Wiesenmontag, an dem sich die Handwerkergesellen oft recht handgreiflich amüsierten, ist es aber heute Dank starker Polizeipräsenz nicht mehr.

Vorsicht auch mit dem Sicherheitspersonal in den Bierzelten: die Jungs sind nicht zimperlich und packen kräftig zu.

Leider gilt für Frauen, die auf und um die Wiesn herum allein unterwegs sind, nachweislich ein erhöhtes Sicherheitsrisiko, so wie auf allen anderen vergleichbaren Veranstaltungen auch. Die Anzahl der sexuellen Übergriffe während der Wiesn (auf und um die Festwiese herum) ist leider deutlich höher als im Jahresdurchschnitt. Es empfiehlt sich daher für Frauen zu später Stunde möglichst nicht alleine auf der Wiesn unterwegs zu sein und den Heimweg nachts nicht alleine anzutreten. Das Geld für ein Taxi ist hier mehr als sinnvoll investiert.

Auch die Herren der Schöpfung sind zu später Stunde potentielles Opfer ihrer Phantasie: Nicht jede weibliche Schönheit, die sich auf ein scheinbares Techtelmechtel einlässt, will auch tatsächlich ein solches. Der Alkohol trübt die Sinne. Die Polizei registriert in den letzten Jahren eine zunehmende Anzahl von Taschendiebstählen an Betrunkenen durch weibliche Täter. Der Hang an der Theresienhöhe, an dem viele Betrunkenen ihren Rausch ausnüchtern und ausschlafen, wird auch deshalb extra videoüberwacht.

[Bearbeiten] Service Wiesn

Der Behördenhof mit Sanitätsstation, Still- und Wickelplätzen, Polizei und Wiesn-Fundbüro befindet sich hinter dem Festzelt Schottenhamel an der Theresienhöhe/ Westseite;

  • Fundbüro auf dem Oktoberfest: (089) / 233 30298;
  • Fundbüro München: (089) / 233 00;
  • Wiesn-Polizei : 110 / (089) / 500 3220;
  • Notruf Sanitätsstation (Bayerisches Rotes Kreuz): (089) / 502 222 22;
  • Betreuung verloren gegangener Kinder: (089) 233 302 96

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