München/Altstadt-Lehel

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Mariensäule am Marienplatz
Kurzdaten
Fläche: 3,16 km²
Höhe: 519 m ü. NN
Einwohner: 18 631 (Dez. 2006)
Telefonvorwahl: 089
Postleitzahl: 80331, 80333, 80335, 80336, 80469, 80538, 80539
Kfz-Kennzeichen: M
Zeitzone: UTC+1,
Notrufnummer(n)
Notruf: 112/110

Die Altstadt und das Lehel sind zwei Stadtteile von München, die verwaltungstechnisch zum zentralen Stadtbezirk Nr. 1 zusammengefasst sind.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Hintergrund

  • Die Altstadt ist im wesentlichen das Areal innerhalb der des Altstadtrings und der historische Kern der Residenzstadt München. Die mittelalterlichen Stadtviertel der Altstadt sind das Angerviertel um den Rindermarkt im Südosten, das Hackenviertel, auch Kramerviertel als Bürgerviertel im Südwesten, das Kreuzviertel mit vielen Klöstern (Jesuiten) im Nordwesten und die Gaggenau als Adelsviertel im Nordosten am Alten Hof, angeordnet rund um den ehemaligen Marktplatz und heutigen Marienplatz als Stadtmittelpunkt.
  • Die Heinrichstadt ist die mittelalterliche Keimzelle der Altstadt um den damaligen Schrannenplatz und heutigen Marienplatz als Korn- und Salzmarkt. Der nicht mehr erhaltene, rund eineinhalb Kilometer lange Mauergürtel der ersten Stadtbefestigung ist als oval in den Strassenzügen noch deutlich erkennbar und umschloss ein Stadtgebiet mit ca. 16 Hektar Fläche.
  • Das Lehel ist die älteste Münchener Vorstadt und wurde bereits 1724 nach München eingemeindet, eine heute nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung war auch "St.-Anna-Vorstadt". Der Stadtteil schließt unmittelbar nordöstlich an die Altstadt an und wird von der Isar im Osten und der Prinzregentenstraße im Norden begrenzt. Im Mittelalter war das Gebiet eine von vielen Seitenbächen der Isar durchzogener Auenwald, die Bezeichnung Lehel leitet sich von "Lohe" ab. In der Gegend siedelten arme Leute, denen der Zugang zur Stadt verweigert wurde. Heute ist das Viertel eine beliebte Wohngegend mit sanierten Altbauten und restaurierten Fassaden. Außerdem haben viele Verwaltungen ihren Sitz im Stadtviertel.

[Bearbeiten] kleine Stadtchronik

Stadtgründung

Neueste Forschungen zur Stadtgeschichte interpretieren die offizielle Legende, nach der die Zerstörung der Freisinger Brücke in Unterföhring in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Stadtgründung Münchens zu sehen ist, als eine Freisinger Propaganda aus dem 17. Jahrhundert:

Hauptargument gegen die historische Legende ist, neben weiteren historischen Unstimmigkeiten, dass die Brückenzerstörung erst im Regensburger Urteil von 1180 und nicht schon im Augsburger Schied von 1158 erwähnt wird. Der Augsburger Schied entstand demnach noch einvernehmlich und friedlich zwischen Kaiser, Freisinger Bischof und Heinrich dem Löwen.

Die Brückenzerstörung durch Heinrich dem Löwen wird erst als eine spätere Reaktion auf die Wiederaufnahme des Marktes in Freising interpretiert.

Freimut Scholz : Die Gründung der Stadt München. München : Canaletto, 2007, ISBN 978-3-00-022991-6, 144 Seiten (deutsch).

Stadtarchäologie

Die gotische Peterskirche am Petersbergl ist die älteste Pfarrkirche Münchens und stammt aus dem Ende des 13.Jahrhunderts. Im Jahre 1952 und 1953 waren im kriegszerstörten München Ausgrabungen an Mauerresten noch unter dem auf das 12. Jahrhundert datierten romanischen Vorgängerbau der Kirche möglich. Die moderne Stadtkernarchäologie ordnet heute diese frühesten bekannten Funde einer Bebauung in München in den Zeitraum um das offizielle Stadtgründungsdatum von 1158 ein und schließt eine wesentlich ältere Einordnung dieser Funde aus.

Christian Behrer : Das unterirdsche München, Stadtkernarchäologie in der bayerischen Landeshauptstadt. München : Buchendorfer Verlag, 2001, ISBN 393-403-6406, 386 Seiten (deutsch).

  • ca. 4000 v. Chr.: Erste Besiedlung der Region im Neolithikum (Jungsteinzeit), belegt durch Funde in der Münchner Schotterebene;
  • 1158: Stadtgründung von München durch den Welfen Heinrich der Löwe. Als Stadtgründungstag gilt das Datum des Augsburger Schieds vom 14.6.1158. In diesem Erlass des Kaisers Friederich Barbarossa wird das Brücken- Markt- und Münzrecht der Siedlung "Ze den Munichen" zugesprochen, ein Drittel der Einnahmen der Zölle und zwei Drittel der Einnahme aus der Münze gehen nach Freising, dem Standort mit der älteren Isarbrücke.
  • 1175 Die Stadt hat ca. 16 ha Grösse und wird mit einem Mauergürtel umgeben.
  • 1180: Regensburger Urteil Kaiser Friedrich Barbarossas, der Stadtgründer Heinrich der Löwe ist mittlerweile geächtet: Aufgrund einer Klage Bischof Albrechts von Freising soll München zerstört werden. Die Zerstörung unterbleibt jedoch, der Bischof von Freising wird aber Stadtherr.
  • 1221 erster nachweisbarer Stadtbrand, weitere große Stadtbrände in den Jahren 1310, 1327, 1407, 1418, 1420, und 1460;
  • 1240 der Alte Hof in München wird zum festen Sitz der Wittelsbacher.
  • 1255 München wird, neben Landshut, Ingolstadt und Straubing, Residenzstadt des Teilherzogtums Bayern-München, Beginn des Baus der zweiten Stadtmauer als doppelte Ringmauer mit ca. 4 km Länge (Abschluss 1290), Linienführung in etwa entlang des heutigen Altstadtrings, München wird zu einer Festung.
  • 1294 erster Bürgeraufstand wegen Münzverschlechterung, weitere Aufstände 1385, 1397-1403 (Zünfte gegen die Patrizier) und 1498 (Handwerkergesellen). Eine Folge ist ab 1385 der Bau einer auch gegen die Stadt hin befestigten Wasserburg, die Neuveste und spätere Residenz
  • 1328 Kaiserkrönung Ludwigs IV, genannt Ludwig der Bayer; der Alte Hof wird europäisches Machtzentrum; von 1314 bis 1347 ist München Hauptstadt des deutschen Reiches.
  • 1349 Erstmaliges Auftreten der Pest in München, insgesamt 25 gezählte Epidemien bis zum Jahre 1680 folgen, alleine in den Jahren 1634/ 1635 mit 15 000 Toten. Infolge der Pest wiederholt Judenpogrome.
  • 1494 Einweihung der Frauenkirche, bis heute Münchens bekanntestes Wahrzeichen
  • 1505 München wird zur alleinigen Hauptstadt Altbayerns, Sitz der bayerischen Herzöge wird ab 1506 die Residenz und bisherige Neuveste.
  • 1563 München wird unter Herzog Wilhelm IV. zum Zentrum der Gegenreformation, der deshalb ab 1556 die Jesuiten nach München holt.
  • 1589 Das Hofbräuhaus wird gegründet.
  • 1609 Gründung der katholischen Liga in München, politische Folge für das deutsche Reich ist der dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648.
  • 1619 Beginn der Bauarbeiten für die neuzeitliche Stadtbefestigung zum Schutz vor den modernen Artilleriegeschützen, erhalten sind noch Isartor und Sendlinger Tor.
  • 1623 München wird alleinige "kurfürstliche" Residenzstadt.
  • 1632 Übergabe der Stadt an die Schweden, unter König Gustav Adolf, die Zahlung von 300 000 Talern verhindert die Brandschatzung. In Folge Gelübde von Maximilan I. zur Schaffung der Mariensäule (1635).
  • 1705 Sendlinger Mordweihnacht als Folge der Besetzung durch Österreich im gleichen Jahr, Abzug der Österreicher erst im Jahre 1714.
  • 1791 Unter Kurfürst Karl Theodor wird aus stadtplanerischen Gründen die (gegen die damals moderne Artillerie ohnehin nicht mehr wirksame) Stadtbefestigung abgebrochen, München verliert seine Festungseigenschaften und kann erweitert werden.
  • 1802/ 1803: Säkularisation unter Kurfürst Max Joseph: in der Stadt selbst werden 13 Klöster aufgehoben (unter anderen Jesuitenkolleg, Karmelitenkloster, Augustinerkloster, Theatinerkloster, Franziskanerkloster), in den Vororten sind weitere sechs Klöster betroffen, der Klosterbesitz wird vom Staat als Kompensation der Kosten für die Niederlage gegen Napoleon einkassiert.
  • 1805: Napoleon ist in München, diesmal sind die Wittelsbacher Verbündete des Franzosen.
  • 1810: Erstes Oktoberfest, Anlass ist die Vermählung des bayerischen Kronprinzen Ludwig, der spätere König Ludwig I., mit der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen am 12. Oktober 1810.
  • 1826 München wird Universitätsstadt.
  • 1836: Choleraepidemie in München (fast 3000 Todesopfer), weitere Epidemien 1854/.1855 und 1873/ 1874. Eindämmung durch das Hygieneprogramm von Max von Pettenkofers: von 1858 bis 1873 werden alle Strassen kanalisiert, 1879 wird das Pettenkoferinstitut eröffnet, ab 1883 wird das Trinnkwasser von der Mangfall herangeschaft, München wird weltweites Zentrum für Hygiene und Umwelt. Der Choleraerreger wird erst 1883 von Robert Koch entdeckt.
  • 1901 München hat über 500 000 Einwohner und ist (nach Berlin und Hamburg) drittgrößte deutsche Stadt.

"Das war noch ein goldenes Zeitalter bis 1914, dann ist der Saustall losgegangen." (Karl Valentin);

  • 1918 Revolutionsunruhen, Gründung des Spartakusbundes.
  • 1919 Kurt Eisner, Anführer der Novemberrevolution von 1918 in Bayern und erster Ministerpräsident des von ihm ausgerufenen "Freistaates der bayerischen Republik" wird erschossen, die Revolution endet in der kurzlebige Münchner Räterepublik.

Der Nationalsozialismus in München

"Der Mensch ist gut, die Leut' sind schlecht." (Karl Valentin);

  • 1920 Gründung der NSDAP im Hofbräuhaus:
  • 1923 Hitler-Putsch und Marsch zur Feldherrnhalle.
  • 1934 Röhm-Revolte (Entmachtung der SA durch die SS), in der Nacht vom 9. auf den 10. November: Reichspogromnacht oder Reichskristallnacht;
  • 1935 bis 1945 München ist "Hauptstadt der Bewegung".
  • 1939 mißglücktes Attentat auf Hitler im Bürgerbräukeller durch den Handwerker Georg Elser: das Attentat scheitert, da Adolf Hitler nur kurz gesprochen hatte, und den Raum vor der Detonation verlassen hatte. Elser wird beim illegalen Grenzübertritt in die Schweiz von der deutschen Grenzpolizei verhaftet und am 9. April 1945 im KZ Dachau auf persönlichen Befehl Hitlers ermordet.
  • 1940 Erster Luftangriff auf München, insgesamt erfolgten 74 Luftangriffe, der letzte am 29. April 1944. Bis Kriegsende werden drei Viertel der Bauten und Wohnungen zerstört, die historische Altstadt ist zu 90 % und die Stadt insgesamt zu 50 % zerstört. Bei den Luftangriffen der Alliierten fanden Schätzungen zufolge etwa 6.000 Menschen den Tod, etwa 15.000 wurden verletzt, von damals 820 000 Einwohnern waren 400 000 auf das Land geflohen.
  • 1943: Weisse Rose, die Gruppe um die Geschwister Scholl und Kurt Huber wirft am 18. Februar 1943 in der Universität Flugblätter, wird von der Gestapo verhaftet und vier Tage später nach kurzem Scheinprozess hingerichtet.
  • 1945: Kriegsende: am 30. April Einmarsch der Amerikaner.

Nach dem zweiten Weltkrieg:

  • 1957 der Einmillionste Münchner wird geboren.
  • 1962: Schwabinger Jugendkrawalle: fünf Nächte liefert sich die Polizei heftige Auseinandersetzungen mit mehreren tausend Jugendlichen und Studenten.
  • 1971 Eröffnung der ersten U-Bahn Linie.
  • 1972 München ist Gastgeber der XX. Olympiade, Eröffnung der Fußgängerzone.
  • 1974 Endspiel der 10. Fußball-Weltmeisterschaft im Olympiastadion München: Deutschland gewinnt am 7. Juli 1974 mit 2:1 gegen die Niederlande und wird Weltmeister.
  • 1992 Der neue Münchner Großflughafen im Erdinger Moos wird eröffnet.
  • 1998 Die neue Messe München auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens in München-Riem wird nach dreieinhalbjähriger Bauzeit eröffnet.
  • 2005 Eröffnung der Allianz Arena nach drei Jahren Bauzeit.
  • 2006 am 9. Juni findet in der Arena das Eröffungsspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 statt, Deutschland gewinnt gegen Costa Rica 4:2, das Spiel ist der Anfang der später Sommermärchen genannten Fussballparty in ganz Deutschland.

"Heute ist die gute alte Zeit von morgen." (Karl Valentin);

[Bearbeiten] Mobilität

  • Der Altstadtring umschließt die Altstadt, angebunden an zahlreiche radiale Ausfallstrassen.
  • ÖPNV: Alle U-Bahn - Linien (U1 mit U6) und die S-Bahn Stammstrecke mit den Haltestellen Karlsplatz (Stachus), Marienplatz und Isartor für alle S-Bahn Linien führen durch das Stadtteil.
Infos zum MVV und Fahrplanauskunft.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Rathausturm am Marienplatz
Rathausturm am Marienplatz

Altstadt und Lehel sind das Stadtzentrum, hier sind daher die Mehrzahl der grossen und bedeutenden Sehenswürdigkeiten zu bewundern. Im Folgenden werden diese bedeutenden Sehenswürdigkeiten nur in Kurzform gelistet, detailierte Informationen sind im Artikel zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten in München aufgeführt.

Zentrum Münchens ist der Marienplatz mit dem Neuen Rathaus und seinem berühmten Glockenspiel und dem Alten Rathaus. Vom Marienplatz nach Süden führt die Sendlingerstraße zum Sendlinger Tor. Das Sendlinger Tor, von dem nur noch die Seitentürme erhalten sind, gehörte wie das Isartor und das Karlstor zur Stadtbefestigung aus dem 14. Jahrhundert. Am parallel verlaufenden Oberanger befindet sich der Jakobsplatz mit dem Münchner Stadtmuseum und das Ignaz-Günther-Haus, in dem der Bildhauer Ignaz Günther Wohnung und Werkstatt hatte. Vom Marienplatz nach Osten kommt man über das Tal zum Isartor, in dem das Karl-Valentin-Museum untergebracht ist. Noch weiter Richtung Osten gelangt man zur Isar mit der Museumsinsel, auf der sich das Deutsche Museum befindet. Vom Tal nördlich liegt Am Platzl das weltberühmte Hofbräuhaus. Nordöstlich des Marienplatzes der Alte Hof. Angrenzend der Viktualienmarkt mit der Schrannenhalle. Nordwestlich des Marienplatzes die Frauenkirche. Vom Marienplatz nach Norden gelangt man entweder über die Theatinerstraße mit den Fünf Höfen und anderen exklusiven Geschäften oder über die Residenzstraße vorbei an Bayerischem Nationaltheater, dem Preysing Palais im Rokokostil von Joseph Effner und der Münchner Residenz zum Odeonplatz.

[Bearbeiten] Kirchen

Alter Peter
Alter Peter
  • Alter Peter: Älteste Pfarrkirche Münchens, deren Turm ein Wahrzeichen Münchens ist. Unmittelbar am Marienplatz. Von oben hat man bei schönem Wetter einen herrlichen Blick auf München und bei Föhnwetter auch auf die Alpenkette. Enge Holzstiegen, insgesamt 360 Stufen!! Rindermarkt 1, Öffnungszeiten (Kirche): Tägl. 7 - 19 Uhr; Mittwoch Nachmittag geschlossen; während der Gottesdienste keine Besichtigung möglich. Öffnungszeiten (Turm): Sommer: Mo - Sa 9 - 19 Uhr; So u.Feiert. 10 - 19 Uhr, Winter: Mo - Sa 9 - 18 Uhr; So u.Feiert. 10 - 18 Uhr (kurzfristige Schließung möglich); Tel: 26 04 828; Für "Fußkranke" empfiehlt sich der Rathausturm (mit Lift) gegenüber.
  • Asamkirche: Von den Brüdern Asam gestiftete und im 18. Jahrhundert erbaute, üppig ausgestattete Barockkirche. Rollstuhl-Zugänglichkeit: Nebeneingang Sakristei. Vorher bitte die zuständigen Schwestern, die gerne behilflich sind, unter Tel. 2609171 kontaktieren. Sendlinger Straße 62
  • Bürgersaalkirche: Bau aus dem 18. Jahrhundert. Grabeskirche des Seligen Pater Rupert Mayer. Neuhauser Straße 14 (Fußgängerzone)
  • Frauenkirche, Münchens spätgotischer Dom mit den berühmten Welschen Hauben. Der südliche Turm ist mit Treppe und Lift zugänglich und zeigt eine Aussicht über die Altstadt.
Heiliggeistkirche, Innenraum
Heiliggeistkirche, Innenraum
  • Heiliggeistkirche am Viktualienmarkt, gotische Hallenkirche.
  • Michaeliskirche: Renaissancekirche aus dem 16.Jahrhundert, Jesuitenkirche. Sie besitzt nach dem Petersdom in Rom das zweitgrößte freitragende Tonnengewölbe der Welt. Grablege der Wittelsbacher, z.B. König Ludwig II.. Neuhauser Straße 52, (Fußgängerzone)
  • Dreifaltigkeitskirche, Votivkirche im reinsten Stil des bayerischen Rokoko. Die Münchner ließen die Kirche um 1710 nach Plänen von Antonio Viscardi bauen und erhofften sich dadurch im Österreichischen Erbfolgekrieg von den Österreichern veschont zu bleiben. Im Innern sind Werken von Cosman Damian Asam, Joseph Ruffini, Andreas Faistenberger und Johann Baptist Straub zu bewundern.
Pacellistraße, (am nordwestlichen Rand des Altstadtbereichs),
  • Klosterkirche St. Anna im Lehel, erbaut von Johann Michael Fischer war die erste Rokokokirche Altbayerns. Im Inneren sind Werke der Brüder Asam und von Johann Baptist Straub zu sehen.
  • St. Lukas, historisierende Kirche aus dem Jahre 1890.
Mariannenplatz südlich des Lehels am Isarufer.

Der Alte Peter, die Frauenkirche, Michaeliskirche, Asamkirche, Bürgersaalkirche und Theatinerkirche werden im Artikel zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten in München ausführlicher behandelt.

[Bearbeiten] Museen

Im Stadtbezirk befinden sich eine Vielzahl an bedeutenden Museen:

  • In der Altstadt am Jakobsplatz befinden sich das Stadtmuseum mit Foto- und Filmmuseum und das Jüdische Museum, am Marienplatz das Spielzeugmuseum im alten Rathausturm. Im Isartor befindet sich das einzigartige "Valentin-Musäum.
  • In der Residenz befindet sich das Residenzmuseum mit Schatzkammer und Staatlicher Münzsammlung, das Deutsche Theatermuseum und die Sammlung Ägyptischer Kunst,
  • An der Prinzregentenstrasse befindet sich das Haus der Kunst, die Archäologische Staatssammlung, die Neue Sammlung, das Bayerische Nationalmuseum und die Schack-Galerie.
  • Auf der Praterinsel in der Isar befindet sich das Alpenvereinsmuseum
  • Das Deutsche Museum, die wichtigste technische Sammlung der Welt, liegt auf der Museumsinsel in der Isar unmittelbar benachbart in der Isarvorstadt.

Die Museen aus allen Stadtteilen werden im eigenen Artikel zu den Münchner Museen mit detailierten Informationen behandelt.

[Bearbeiten] Straßen und Plätze

[Bearbeiten] Marienplatz

  • Der Marienplatz war bis zum Mai 1807 der Münchner Marktplatz und hieß Schrannenplatz..
Erst nach der Verlegung der damaligen Märkte auf den heutigen Viktualienmarkt erhielt der Marienplatz seine jetzige repräsentative Funktion als Stadtmittelpunkt. Heute erinnert noch der Fischbrunnen an den damaligen Fischmarkt.
Im Oktober 1853 wurde dann, nach dem Ende einer Chloreaepidemie und zu Ehren der Heiligen Jungfrau, der damalige Schrannenplatz zum Marienplatz umgetauft.
  • Altes Rathaus am Marienplatz, im gotischen Stil erbaut von Ganghofer 1470-1480.
  • Neues Rathaus am Marienplatz, im neugotischen Stil erbaut von G.J.v.Hauberrisser 1867-1909; mit dem weltberühmten Glockenspiel und den Figuren beim Schäfflertanz und Ritterturnier.

[Bearbeiten] Kaufingerstraße, Neuhauserstraße, Stachus

[Bearbeiten] Kreuzviertel

[Bearbeiten] Lenbachplatz
[Bearbeiten] Maximiliansplatz
[Bearbeiten] Pacellistraße, Promenadeplatz

Der langgestreckte rechteckige Promenadeplatz war die ehemalige Kreuzgasse und bis 1778 der Salzmarkt. Nachdem dieser zunächst in die Salzstrasse und dann an die Arnulfstrasse verlegt worden war, diente der Platz bis 1805 für Paraden und Aufmärsche des Militärs. Anschließend wurde er dann als Promenadeplatz begrünt, um ihn herum entstanden Adelspalais und Wohnhäuser des Großbürgertums, die jedoch zu großen Teilen während des zweiten Weltkriegs zerstört wurden.

  • Die fünf Denkmäler entlang der Platzachse entstanden ab 1854 und zeigen:
    • Lorenz von Westenrieder (1748-1829, bayerischer Schriftsteller);
    • Kurfürst Max Emanuel (1662-1726);
    • Christoph Willibald Gluck (1714-1787, deutscher Komponist);
    • Orlando di Lasso (1530-1594, italienischer Komponist der Hochrenaissance und Hofkapellmeisters in München);
    • Maximilian von Montgelas (1759 - 1838, Minister und Reformator unter König Maximilian I.);
    • Das 1864 aufgestelle sechste Denkmal für X.A.Wiguläus von Kreittmayr (1705-1790, bedeutender Regierungsbeamter unter dem Kurfürsten Maximilian III. Joseph) wurde im zweiten Weltkrieg zerstört. Eine Rekonstruktion aus dem Jahre 1960 wurde vom Stadtrat wegen einer angeblich reaktionären Haltung Kreittmayrs abgelehnt und steht seit 1963 vor dem Kreittmayr - Schloß in Offenstetten bei Abensberg
  • Das ehamalige Palais Montgelas (Promenadeplatz 2), wurde von 1811-1813 nach Plänen von Emanuel Joseph von Herigoyen (portugiesischer Baumeister) erbaut. Das frühklassizistische Stadtpalais gilt als eines der Hauptwerke des Architekten und gehört heute zum Hotel Bayerischer Hof;
  • Hotel Bayerischer Hof, (Promenadeplatz 2-6) traditionsreiches Luxushotel, erbaut 1841 für Josef v. Maffei auf Wunsch König Ludwigs I. als Unterkunft für die Gäste des Königs. Architekt war vermutlich Friedrich von Gärtner. Vor dem zweiten Weltkrieg war der Bayerische Hof das größte Hotel Europas und ist auch heute noch "Luxusherberge" für illustre Gäste aus der ganzen Welt.
  • Dresdner Bank (Promenadeplatz 7), repräsentativer Verwaltungsbau im klassizistischem Stil, erbaut von 1906-07 nach Plänen von Max Littmann;
  • Parcus-Haus (Promenadeplatz 12), erbaut nach Plänen von F.v.Thiersch in den Jahren 1887-1888 mit Fassaden im Stil der Neorenaissance und in Abkehr von dem bis dahin für Bürgerhäuser üblichen Barock-Stil;
  • Gunetzrhainerhaus (Promenadeplatz 15), Wohnhaus des Hofbaumeister Johann Baptist Gunetzrhainer, von ihm erworben im Jahre 1726 und anschließend umgebaut; Bürgerliches Wohnhaus im Stil des frühen Rokoko, 1960 nach schweren Kriegszerstörungen rekonstruiert.
[Bearbeiten] Kardinal-Faulhaber-Strasse
  • HypoVereinsbank (Kardinal-Faulhaber-Strasse 1 und 3): historischer Bankpalast, Schaufassaden mit Anklängen an den französischen Hochbarock, erbaut 1893/1894 von A.Schmidt für die "Königliche Filialbank" und "Königliche Zentralkasse", Vorgängerbanken der "Bayerischen Vereinsbank";
  • Erzbischöfliches Palais (Kardinal-Faulhaber-Strasse 7): barockes Stadtpalais; vormals Palais Holnstein, ab 1749 Palais Königsfeld. Erbaut 1733-1737 von Kurfürst Karl Albrecht für seinen Sohn Ludwig von Holnstein, Baumeister war François de Cuvilliés der Ältere. Im Grundriss Vierflügelanlage um einen Innenhof, dreigeschossige Fassade mit neun Fensterachsen, Stuck vermutlich von Johann Baptist Zimmermann. Die Anlage gilt als das bedeutendste noch erhaltenen Adelspalais aus der Barockzeit in München und das einzige weitestgehend unversehrt erhaltene Stadtpalais Cuvillies. Das Gebäude ist seit 1818 in Staatsbesitz und Amtssitz des Erzbischofs von München und Freising, die Innenbereiche sind "in Betrieb" und daher für Touristen nicht zugänglich.
  • HypoVereinsbank (Kardinal-Faulhaber-Strasse 10): Bankpalast der Gründerepoche; Erbaut 1895-1898 nach Plänen von A.Schmidt. Erhalten ist nur noch die denkmalgeschützte historische Fassade, das Gebäude selbst gehört zum Komplex der 1999-2003 neu entstandenen "Fünf Höfe";
  • Palais Portia, auch Palais Porcia, (Kardinal-Faulhaber-Strasse 10): älteste Münchner Architektur im Stil italienischer Pallazzi mit der einzigen noch erhaltener Hochbarock-Palastfassade (sieben Fassadenachsen über das Sockelgeschoss und zwei Obergeschosse). Erbaut von Zucalli von 1693/1694 für die Oberbaumeisterin Gräfin A.M. Fugger-Kirchheim, im Jahre 1734 Umbau der Fassade im Stil des Rokoko und neue Raumeinteilung durch Cuvilliés, 1819/1820 Einbau eines Tanz- und Konzertsaales und in der Folgezeit, neben dem Odeon, eines der Musikzentren der Stadt. Seit 1934 im Besitz der Bayerischen Vereinsbank, im Krieg bis auf die Fassade zerstört, dabei ging auch die wertvolle Rokokoausstattung der Innenräume verloren. Nach dem Krieg im Jahre 1950/1952 Fassadenrenovierung und Neuausbau des Gebäudes. Heute ist das Palais in den Komplex der 1999-2003 neu entstandenen "Fünf Höfe" integriert, das Innere ist für Touristen nicht zugänglich;
  • Kurt Eisner Denkmal: Bodendenkmal zur Erinnerung an den sozialistischen deutschen Politiker und ersten Ministerpräsidenten des von ihm ausgerufenen "bayerischen Freistaates". Das Denkmal befindet sich an der Stelle, an der Kurt Eisner am 21. Februar 1919 von rechtsradikalen Anton Graf von Arco-Valley erschossen wurde. Die stählerne Reliefplatte im Gehsteig wurde 1989 von Erika Maria Lankes geschaffen. Lage: An der Einmündung der Kardinal-Faulhaber-Straße in den Promenadeplatz;

[Bearbeiten] Weinstraße und Theatinerstrasse, Odeonsplatz

Eliassonkugel im Viscadihof / Fünf Höfe
Eliassonkugel im Viscadihof / Fünf Höfe
  • Eliassonkugel im Viscardihof, dem nördlichsten der "Fünf Höfe" hängt die aus Stahlbändern geflochtene Eisenkugel des isländischen Künstlers Olafur Eliasson mit einem Durchmesser von 10 m und 8 Tonnen Gewicht. Wem bekannt ist, daß das Schweizer Architektenpaar Herzog & de Meuron einer der Mitarchitekten der Fünf Höfe war, anschließend das neue Münchner Fußballstadion in Fröttmanning entwarfen, und derzeit das Olympiastadion für Peking 2008 bauen, dem fallen beim Vergleich der Eliassonkugel mit dem "Vogelnest" genannten Pekinger Olympiastadion eventuell gestalterische Parallelen auf.
[Bearbeiten] Odeonsplatz
Odeonsplatz mit Theatinerkirche und Feldherrnhalle
Odeonsplatz mit Theatinerkirche und Feldherrnhalle
  • Feldherrnhalle, erbaut in den Jahren 1841 bis 1844 durch Friedrich von Gärtner im Auftrag von König Ludwig I. zu Ehren des bayerischen Heeres als ein klassizistischer Arkadenbau nach dem Vorbild der Loggia dei Lanzi in Florenz.
  • Die Residenz, ist das größte innerstädtische Schloss Deutschlands und beherbergt die Schatzkammer, das Residenzmuseum und das Cuvilliés-Theater, das bedeutendste Rokokotheater Deutschlands.
  • Der Hofgarten der Residenz wurde erbaut von 1613 bis 1617 unter Herzog Maximilian im Stil italienischer Renaissancegärten.

Die Theatinerkirche, Feldherrnhalle, Residenz und der Hofgarten werden im Artikel zu den wichtigen Münchner Sehenswürdigkeiten ausführlicher behandelt;

[Bearbeiten] Gaggenauer Viertel

  • Der Marienhof ist der Platz unmittelbar hinter dem Neuen Rathaus
[Bearbeiten] Max-Josephplatz
[Bearbeiten] Maximilianstraße
[Bearbeiten] Burgstraße
  • Der Alte Hof ist die Kaiserresidenz und Hofburg der Wittelsbacher, bestehend aus dem Burgstock mit dem Torturm, Zwingerstock, Lorenzistock, Pfisterstock und Brunnenstock mit dem Infopoint museen & schlösser in bayern der "Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern"; Der Alte Hof wird im Artikel zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten in München ausführlich behandelt.
[Bearbeiten] Platzl
  • Hofbräuhaus bekanntestes Wirtshaus der Welt, "bayerische Stimmung" als Touristenattraktion.
am Platzl 9, (im Tal, 5 Minuten vom Marienplatz)

[Bearbeiten] Im Tal, Isartorplatz

[Bearbeiten] Isartorplatz

[Bearbeiten] Angerviertel

Heiliggeistkirche am Viktualienmarkt
Heiliggeistkirche am Viktualienmarkt
Viktualienmarkt
Viktualienmarkt
Karl Valentin
Karl Valentin
Liesl Karlstadt
Liesl Karlstadt
[Bearbeiten] Viktualienmarkt

(48° 8' 7" N 11° 34' 34" O) südöstlich des unmittelbar benachbarten Marienplatzes.

Der Viktualienmarkt feierte exakt am 2. Mai 2007 seinen zweihundertsten Geburtstag. Historischer Hintergrund ist eine Verfügung von König Max I. Joseph am 10. März 1807, vermutlich auf Initative des Grafen Montgelas. In dieser Verfügung wird, aus repräsentativen Gründen und wegen völliger Überlastung, zunächst der bäuerliche Münchner Markt von dem damaligen Schrannenplatz (und späteren Marienplatz) in den damaligen Benefizhof des Heiliggeistspitals von der Residenz weg verlegt. Der Name geht auf Viktualien (vom lateinischen victus), der alten Bezeichnung von Lebensmitteln zurück.
Der exakte Geburtstag ergibt sich dann aus dem Eröffnungsdatum am 02. Mai 1807. Das Heiliggeistspital, eine soziale Einrichtung unterhalten von Augustinermönchen mit Ursprung in einer Stiftung Herzog Ludwigs I. im Jahre 1208, wurde mit all seinen Gebäuden (Frauen- und Männerspital, Waisenhaus) für den neuen Marktplatz nach und nach geopfert. Heute steht nur noch die Heiliggeistkirche selbst, und auch deren Turm war zeitweise abrißgefährdet gewesen. Nach dem Bauernmarkt wurden 1828 auch die Metzger und der Fischmarkt auf den Viktualienmarkt verlegt. Im Jahre 1900 hatte der Markt dann nach einigen weiteren Abrissaktionen seine heutige Größe erreicht.
Die Getreidehändler waren zunächst noch auf dem alten Schrannenplatz (Schrannenplatz ist die süddeutsche Bezeichnung für den Getreidemarkt) verblieben und wurden erst 1853 auf den neuen Markt in die neu erbaute 420 m lange gusseiserne "Maximilians-Getreidehalle" umgesiedelt. Wegen der fehlenden und für den Getreidehandel wichtigen Anbindung an das Eisenbahnnetz wurde die Schrannenhalle jedoch bald teilweise abgebrochen, der Rest brannte 1932 aus. Eingelagerte und wiederentdeckte gusseiserne Elemente der alten Schrannenhalle wurden beim Neubau der jetzigen Schrannenhalle mitverwendet. Die Wiedereröffnung der neuen Schrannenhalle fand im Oktober 2005 statt, seitdem findet hier 24 Stunden am Tag ein Programm überwiegend aus Essen, Trinken und Unterhaltung statt.
Heute bietet der Viktualienmarkt auf ca. 22 000 Quadratmeter Fläche eine riesige Auswahl rund um alles, was sich Verzehren lässt, wobei nicht nur die Auswahl, sondern auch das Preisniveau durchaus spitzenmäßig ist. Organisiert ist der Markt in sieben verschiedenen Abteilungen nach den Erzeugnissen. Auf dem Platz befinden sich seit 1953 die Gedenkbrunnen berühmter Münchner, das sind die Volkssänger und Komiker Liesl Karlstadt, Karl Valentin und Weiß Ferdl, später kamen noch Brunnen für Ida Schumacher, Elise Aulinger und den Roider Jackl hinzu. Stellvertretend für die Stadt stellen hier alljährlich die Münchner Brauer im Mai den Maibaum auf, und mit dem Tanz der Marktfrauen am Faschingsdienstag feiert ganz München hier seinen Strassenfasching.
Das schönste aber, was man auf dem Viktualienmarkt erleben kann ist, nach einem Rundgang durch den ganzen Markttrubel, die vielen Sinnesreize aus Farben und Gerüchen in aller Ruhe im großen oder in einem der vielen kleinen Biergärten und Cafés zu verarbeiten, und durch den Geschmack von einem Glas Bier, Sekt oder Kaffee zu ergänzen. (siehe auch wikipedia)
Literatur:
A. Winterstein, 200Jahre Viktualienmarkt, MünchenVerlag; 22,80€, ISBN 978-3-937090-16-0 ;Info
[Bearbeiten] Rindermarkt
Löwenturm am Rindermarkt
Löwenturm am Rindermarkt

Der Rindermarkt als einer der ersten Strassenzüge an der Ringstrasse entlang der ersten Stadtbefestigung ist bereits 1242 als Viehmarkt (foro peccorum) nachweisbar, zeitweise war er sogar namensgebend für das ganze Stadtviertel. Im Mittelalter war der Rindermarkt umgeben von Häusern der wohlhabenden Münchner Gesellschaft, seine heutige Gestalt erhielt er im Jahre 1964.

  • Rindermarktbrunnen, moderne terrassenartige Brunnenanlage, geschaffen 1964 nach einem Entwurf von Josef Henselmann;
  • Der Löwenturm ist ein 23 Meter hoher, siebenstöckiger Backsteinturm und eines der ältesten Münchner Bauwerke, er entstand vor ca. 500 Jahren. Neben dem Alter ist die Funktion des Bauwerks ein weiteres Rätsel für die Historiker, als Wehrturm ist das Mauerwerk zu schwach, außerdem stand er bereits innerhalb der damaligen Bering. Eine der möglichen Deutungen ist die eines Beobachtungsturms oder Wasserturms. Im Inneren anlässlich einer umfassenden Sanierung im Jahre 2006-07 restaurierte gotische Wandmalereien wurden auf das späte 15. Jahrhundert oder in den Anfang des 16. Jh. datiert. Eine mögliche Namensdeutung ist der Bezug auf das Wappentier der Wittelsbacher, die ab 1505 von München als der alleinigen Hauptstadt aus Bayern regiert haben.
Der Zugang zum Gebäude erfolgte früher ausschließlich über die ehemalige Nachbarbebauung. Seit dem Abriss des Nachbargebäudes im Jahre 2000 steht jetzt der Turm vollkommen frei und ist nur über Leitern zugänglich, der Zugang bleibt damit für Touristen versperrt.
[Bearbeiten] St. Jakobs-Platz
  • Ignaz-Günther-Haus (St.-Jakobs-Platz 15/Oberanger 11), wahrscheinlich aus dem 17.Jahrhundert, benannt nach dem bedeutendsten Münchner Rokokobildhauer, der als 36-Jähriger das Gebäude 1761 erwarb und bis zu seinem Tode im Jahre 1775 hier wohnte. Das Gebäude wurde als Beispiel eines gotischen Bürgerhauses mit Wohnung und Werkstatt im Jahre 1975 als Münchner Hauptbeitrag zum europäischen Denkmalschutzjahr restauriert. Besonderheit ist eine vom Erdgeschoß bis zum Speicher durchlaufende, steile Treppe, eine sogenannte Himmelsleiter. An der Fassade zum Oberanger befindet sich eine Kopie der Hausmadonna Günthers (Original im Bayerischen Nationalmuseum). Heute befindet sich im Inneren die Verwaltung des Münchner Stadtmuseums. In Ausstellungsräumen im Gebäude wird über das Leben und Werk von Ignaz Günther informiert. Besichtigung nur nach Voranmeldung.
  • ORAG-Haus (Am Oberanger 9, Oberbayrische Rohstoff-Arbeitsgemeinschaft); neubarockes Gebäude, erbaut 1896/1897;

[Bearbeiten] Sendlinger Straße, Sendlinger Tor Platz

[Bearbeiten] Sendlinger Straße
Glockenspiel
Glockenspiel

Die Sendlingerstraße ist die ehemalige Ausfallstraße nach Süden: Die historische Bebauung der Handelsstraße bestand aus Gasthäusern, Brauhäusern und Bäckereien. Heute ist die Straße eine verkehrsberuhigte Einkaufs- und Flaniermeile mit Straßencafes und Läden mit einem (für München) kleinräumigen Charakter.

  • Ruffinihaus
  • Asam Haus (Sendlinger Strasse 34), Wohnhaus, Werkstatt und Künstlerwohnsitz von Egid Quirin Asam (1692- 1750, Maler, Stukkateur und Bildhauer des Spätbarock). Sehenswerte barocke Stuckfassade aus dem Jahr 1735.
  • Süddeutscher Verlag (Sendlinger Strasse 8), erbaut in den Jahren 1905/ 1906 nach Plänen des Architekten Littmann als Redaktionshaus der "Münchner Neuesten Nachrichten", denkmalgeschütztes Stammhaus der Süddeutschen Zeitung (2004 verkauft) mit architektonisch bedeutender Fassade.
  • Sendlinger Strasse 15 (Juwelier Fridrich): Glockenspiel mit Moriskentänzer am Gebäudeeck. Ein weiteres Münchner Glockenspiel, fast in Sichtweite seines berühmten Vorbilds am Rathausturm. Es stammt aus dem Jahre 1972 und spielt zur vollen Stunde bekannte, jeweils wechselnde Melodien.
  • Singlspielerhaus (Sendlinger Strasse 31), entstanden 1897/1898 nach Plänen des Stadtbaurates Dr. Hans Grässel, benannt nach dem Bierbrauer Franz Singlspieler der dort 1673 sein Bräuhaus errichtete. Verputzter Backsteinbau, Fassade mit Erkern, Malereien und zwei lebensgroßen Figuren;
[Bearbeiten] Sendlinger Tor Platz

[Bearbeiten] Hackenviertel

[Bearbeiten] Lehel

  • König Max II am Ende der Maximilianstraße im Lehel. Die vier Kindern mit den Wappen am Denkmalssockel symbolisieren die bayerischen Stämme Bayern, Schwaben, Franken und Rheinpfalz.

[Bearbeiten] Parks

  • Zum Englischen Garten, der größten innerstädtischen Grünanlage der Welt mit Chinesischem Turm, Biergärten, Eisbach, Schwabinger Bach und Monopteros: siehe den eigenen Artikel Englischer Garten

[Bearbeiten] Aktivitäten

[Bearbeiten] Christkindlmärkte

  • Marienplatz: Münchens größter und meistbesuchter Christkindlmarkt. Geöffnet vom ersten Adventswochenende bis Heiligabend, am Abend bis 20.30 Uhr, aber bereits ab dem späten Nachmittag meist gut gefüllt. Täglich um 17.30 Uhr Adventsmusik Live vom Balkon des Rathauses. Eigener Kripperlmarkt um den Rindermarktbrunnen. Eigenes Christkindlpostamt in der Pförtnerloge im Rathausdurchgang, alle Postsendungen, die in den Sonderbriefkasten am Rathaus eingeworfen werden erhalten den Sonderstempel "Münchner Christkindlmarkt". Anfahrt mit U- und S-Bahn, Marienplatz.
  • Sendlinger Tor, während der Adventszeit täglich 10.30 Uhr bis 21 Uhr.
Anfahrt U3, U2: Sendlinger Tor; Sendliger-Tor.com.
  • Winterdörfchen am Hauptbahnhof, in der Schalterhalle und am Ausgang zur Bayerstraße, in der Adventszeit täglich von 10-20 Uhr.

[Bearbeiten] Einkaufen

  • Bayerischer Kunstgewerbeverein Ausstellung und Verkauf von Kunstgewerbe (Glas, Keramik, Metall, Textil, Holz) und Schmuck;
Pacellistr. 6-8 (Nähe Promenadeplatz); 80333 München; Tel.: 089 / 2901474; www.kunsthandwerk-bkv.de
Öffnungszeiten: Mo. – Sa. 10.00 – 18.00 Uhr;
  • Ed Meier Schuhe und Bekleidung, ehem. Königlich Bayerischer Hoflieferant: nur exclusive und edle Maßanfertigungen;
Residenzstr. 22, 80333 München; Tel: 089 / 225002; www.edmeier.de;

[Bearbeiten] Küche

[Bearbeiten] Ketten

  • vinzenz murr Metzgereikette, Filialen vielfach mit Schnellimbiss;
    • Rosenstraße 7 (Nähe Marienplatz); Stachus (Untergeschoss); Viktualienmarkt 15; Salvatorstraße 2; Sendlinger Straße 38; Sonnenstraße 8; Elisenstraße 3; Orlandostraße 3;
  • McDonalds Restaurant:
    • Karlsplatz 10 (Stachus); 80335; Tel.: 089 / 54505776‎;
    • Im Tal 6; 80331; Tel.: 089 221048;
  • Burger King: Sonnenstr. 6; Tel.: 089 / 593940;
  • Pizza Hut:
    • Sendlinger Str. 54, Tel.: 089 / 2607235‎;
    • Zweibrückenstr. 1, Tel.: 089 / 226134;
    • Bayerstr. 13, Tel.: 089 54829880‎;
  • Maredo Steakhouse:
    • Rindermarkt 5, Tel.: 089 / 260741-0;
    • Tal 8; Tel.: 089 / 294661;
    • Frauenplatz 7 (an der Frauenkirche); Tel.: 089 23544944;

[Bearbeiten] Günstig

Der Kaufhof am Marienplatz, das Kaufhaus Oberpollinger, C&A, Kaufhof am Stachus, und Hertie am Hauptbahnhof betreiben in ihre Kaufhäusern Restaurants, in denen man zur Geschäftszeit vergleichsweise preisgünstig speisen kann.

  • Münchner Suppenküche: Selbstbedienungs-Suppenbar;
Am Viktualienmarkt 28, in der Schäfflerstrasse am Dom und in der Christophstrasse im Lehel; www.muenchner-suppenkueche.com;

[Bearbeiten] bayerisch-bürgerlich

  • Ayinger:
Am Platzl 1A (beim Hofbräuhaus), 80331 München; Tel.: 089 / 23703666;
  • Altes Hackerhaus, Stammhaus des "Hacker Bräu", rustikale Wirtschaft; Schweinsbraten: 9,90 €;
Sendlingerstrasse 14; 80331 München; Tel.: 089 / 2605026; www.hackerhaus.de;
  • Andechser am Dom, bayerisch schicke Spezialitäten; Kontaktbörse: fast immer voll; Schweinsbraten: 11,50 €;
Weinstraße 7a (am Dom) 80333 München; Tel.: 089 / 298481; www.andechser-am-dom.de;
  • Augustiner bis zum Jahre 1885 Stammhaus der Austinerbrauerei; Großgaststätte;
Neuhauser Str. 27 (Fußgängerzone); 80331 München; Tel.: 089 / 23183-257; www.augustiner-restaurant.com;
  • Donisl, bayerisches Traditionsrestaurant; internationales Publikum; Schweinsbraten: 7.65 € (wie fast alle Hauptgerichte);
Weinstrasse 1 (am Marienplatz), 80333 München; Tel.: 089 / 220184-85; www.bayerischer-donisl.de
  • Dürnbräu Brauereigaststätte; nur "lange Tafeltische" und eher gehobenes Preisniveau;
Dürnbräugasse 2 (Nähe Isartor); 80331 München; Tel.: 089 / 222195;
  • Haxnbauer Alt-Münchner Stadtlokal, Buchenholzkohle-Haxngrill: halbe Schweinshaxe: 14,90 €;
Sparkassenstraße (Nähe Marienplatz), 80331 München; Tel.: 089 / 2166540; Info;
  • Hofbräuhaus, das berühmteste Wirtshaus der Welt, internationales Publikum; Schweinsbraten: 8.60 €;
Platzl 9 (vom Tal aus durch die Böhmler Passage); 80331 München; Tel.: 089 / 290136-0 ; www.hofbraeuhaus.de;
  • Hundskugel Traditionsgaststätte und ältestes Wirtshaus der Stadt; Rudolph Moshammer war einer der ehemaligen Besitzer; Schweinsbraten: 9.80 €;
Hotterstr. 18 (Ecke Hackenstraße, fast mittig zwischen Marienplatz, Stachus und Sendlingertor: vier Min. vom Dom); 80331 München; Tel.: 089 / 264272;
  • Nürnberger Bratwurstglöckerl am Dom: Küche mit fränkischem Schwerpunkt; Schweinsbraten: 11.20€;
Frauenplatz 9 (am Dom); 80331 München; Tel. 089 / 220385; www.bratwurst-gloeckl.de;
  • Paulaner im Tal, Traditionsgaststätte im Bögner-Haus; Münchner Küche; Schweinsbraten: 11.50 €;
Tal 12 80331 München; Tel.: 089 / 21 99 400; www.paulaner-im-tal.de
  • Spatenhaus an der Oper; Großgaststädte; bayerisch-internationalisierte Küche; Schweinsbraten: 13.90 €;
Residenzstraße 12, 80333 München; Tel.: 089 /290706-0; Info;
  • Spöckmayer:
Rosenstrasse 9 (am Marienplatz); 80331 München; Tel.: 089 / 268088; www.zum-spoeckmeier.de;
  • Weisses Bräuhaus, Stammhaus des Schneider Bräus; Großgaststätte; immer voll; ordentliche Portionen; Schweinsbraten: 9,50 €;
Tal 7 (Nähe Marienplatz); 80331 München; Tel.: 089 / 290138-0 www.weisses-brauhaus.de;
  • Wirtshaus am Färbergraben: gemütliches, bodenständiges Wirtshaus; Schweinsbraten: 8,50 €;
Hotterstraße 2, 80331 München (drei Min. vom Dom); Tel. 089 / 23000766; /www.wirtshaus-am-faerbergraben.de;

Preise Schweinsbraten nach Speisekarte; Stand 2008

[Bearbeiten] Spitzenklasse

  • Austernkeller
Stollbergstr. 11 (Nähe Maximilianstr.), 80539 München; Tel.: 089 / 298787; www.die-auster-muc.de;
  • Boettner
Pfisterstrasse 9 (Nähe Hofbräuhaus); 80331 München; Tel.: 089 / 221210
  • Dallmayer
Dienerstr. 14-15; 80331 München; Tel.: 089 / 2135-0; www.dallmayr.de;
  • Hotel Königshof,
Karlsplatz 25 / Stachus ( bereits in der Ludwigsvorstadt), Tel.: 089 / 55136-0; www.koenigshof-hotel.de;
  • Schuhbecks in den Südtiroler Stuben Weinbistro des Sternekochs, Weinseminare;
Am Platzl 6-8 (Nähe Hofbräuhaus), 80331 München; Tel.: 089 / 21 66 900; www.schuhbeck.de;
  • Lenbach: Bar mit Restaurant im ehemaligen Bernheimer Palais;
Ottostraße 6, 80333 München (nördlich vom Stachus und bereits in der Ludwigsvorstadt); Tel.: 089 / 549130-0; www.lenbach.de;

[Bearbeiten] Biergärten

  • Viktualienmarkt der "zentralste" Biergarten, im 6-Wochen Rhythmus wechseln die Münchner Brauereien als Bierlieferant durch.
1100 Plätze unter Kastanien und Akazien, werktags von 9-22 Uhr; bei Sonnenschein auch im Winter von 9-18 Uhr.
5 min vom Marienplatz.
Viktualienmarkt 9, 80331 München;Info.
  • Hofbräuhaus
400 Plätze in ruhigem Innenhof unter Kastanien; täglich 9.00 - 23.30 Uhr.
10 min vom Marienplatz.
Platzl 9, 80331 München; Tel.: 089 / 29 01 36-0; Info.
  • Augustinerkeller, mitgebrachtes kann im SB-Bereich verzehrt werden, Bahnhofsnah am Hochhaus Bayerischer Rundfunk.
5000 Plätze unter Kastanien, täglich bis 1 Uhr; Kinderspielplatz;
Anfahrt mit der S-Bahn, Hackerbrücke, oder 10 min ab Hauptbahnhof.
Arnulfstrasse 52, 80335 München; Tel. 089 / 59 43 93; Info.

[Bearbeiten] Nachtleben

  • 2Rooms, Club
Neuhauser Str. 47 (Nähe Karlstor); Tel.: 0171 / 941 04 06; info.
Geöffnet: Di: 21-1 Uhr; Do. 19 - 1Uhr; Mi. Fr. Sa. ab 22Uhr, open end.
  • Wiesn Stadl, "Bavarian Party Club", Dauer - Apres - Ski im Obergeschoss des Augustiner-Stammhauses.
Herzog-Spitalstr. 6; Tel.: 0173 / 709 00 00; Geöffnet: Fr.-Sa. 21-4 Uhr; info.
  • Favorit Bar Abbruch-Atmosphäre, aber preisgünstig.
Damenstiftstr. 12; Geöffnet: Mo. - So.: 20 - 2 Uhr.
  • Kreuz 16 hipp und neon.
Kreuzstr. 16, Tel.: 0163 / 403 30 57; Geöffnet: Di.-Sa.: 20 - 3 Uhr; info.

[Bearbeiten] Unterkunft

Weitere Unterkunftsmöglichkeiten siehe auch in den unmittelbar banachbarten Stadtbezirken:

[Bearbeiten] Günstig

[Bearbeiten] Mittel

[Bearbeiten] Gehoben

****Hotel Torbräu (ältestes Hotel der Stadt), Tal 41 , 80331 München (unmittelbar am Isartor), Tel.: +49 089 / 24 234-0, Fax: +49 089 / 24 234-235, Email: info@torbraue.de. EZ: 149-221 €; DZ: 189-272 €;

[Bearbeiten] Kommunikation

[Bearbeiten] Literatur

Reinhard Bauer : Münchens Altstadt - Das Stadtteilbuch. München : Bavarica Verlag, 1994, ISBN 3920530845, 146 Seiten.

Bürger schreiben für Bürger, Elfi Zuber (Redaktion) (Hg.): Das Hackenviertel. München, 1984/1993 (2. Auflage), (Schriftenreihe des Instituts Bavaricum), ISBN nicht verfügbar (deutsch).

Bürger schreiben für Bürger, Elfi Zuber (Redaktion) (Hg.): Das Kreuzviertel. München, 1989/1993 (2. Auflage), (Schriftenreihe des Instituts Bavaricum), ISBN nicht verfügbar (deutsch).

Bürger schreiben für Bürger, Elfi Zuber (Redaktion) (Hg.): Das Graggenauer Viertel. München, 1989/1999 (2. Auflage), (Schriftenreihe des Instituts Bavaricum), ISBN nicht verfügbar (deutsch).

Bürger schreiben für Bürger, Elfi Zuber (Redaktion) (Hg.): Das Angerviertel. München, 1991/1999 (2. Auflage), (Schriftenreihe des Instituts Bavaricum), ISBN nicht verfügbar, 191 Seiten (deutsch).

[Bearbeiten] Weblinks

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