London/Mobilität
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London hat eines der dichtesten Netze für den öffentlichen Nahverkehr. Und obwohl die Londoner dauernd über ständige Verspätungen und Ausfälle nörgeln, ist dieses Netz die mit Abstand beste Möglichkeit für Touristen und Einheimische, sich in der Stadt fortzubewegen und dabei wesentlich zuverlässiger als man manchmal glaubt. Tatsächlich haben mehr als 30% aller Londoner Haushalte überhaupt kein Auto. Verantwortlich für die Organisation des Nahverkehrsnetzes ist die Transport for London (TfL), die über die Strecken und Fahrzeuge der U-Bahn, Busse und Nahverkehrszüge verfügt.
Um einen Trip innerhalb Londons zu planen kann man den Journeyplanner im Internet benutzen oder das Informationstelefon unter (+44) 020 7222 1234 anrufen. Hier wird man auch über aktuelle Verspätungen oder Sperrungen einzelner Linien informiert.
Die TfL bietet folgende Beförderungsarten an:
Tube - die Londoner U-Bahn deckt einen großen Teil der Metropole London mit zwölf Linien ab und ist eine der einfachsten und schnellsten Methode der Fortbewegung.
Docklands Light Railway (DLR) - Behindertengerechte Züge im Osten der Stadt, die teilweise automatisch (ohne Zugführer) fahren.
Tramlink - Kleines Straßenbahnnetz mit drei Linien im Südwesten der Stadt, das Fahrten in der Region von Croydon ermöglicht und daher für die meisten Touristen wenig interessant ist.
London Overground - Oberirdisches Zugsystem, dass hauptsächlich im Norden der Stadt verkehrt.
National Rail - Züge verschiedener Gesellschaften, die von den großen Bahnhöfen in die Vororte oder sogar andere Städte fahren.
Bus - Stadt- und Doppelstockbusse die auf unzähligen Linien durch die Stadt fahren und gerade im Zentrum ein schnelles Transportmittel auf kurzen Strecken sind. Die alten Routemaster-Busse verkehren noch auf den Linien 9 und 15.
Schiff - Bootsverkehr auf der Themse, veranstaltet von mehreren privaten Anbietern. Entspannter Weg um z.B. vom Tower nach Greenwich zu kommen. Außerdem viele Anlegestellen für Pendler. Hier gibt es teilweise Rabatt für Inhaber einer Travelcard.
Innerhalb dieses Netzes kann man (außer auf den Booten) entweder Einzeltickets kaufen oder ab eine vergünstige Tageskarte (Travelcard), bzw. Oyster card benutzen. Kauft man allerdings ein Ticket im Bus, kann man nur im Bus damit fahren.
Zu den Flughäfen gibt es in der Regel eine Reihe von Zugverbindungen und Bussen (öffentlich und privat). Wer jedoch möglichst ohne Umsteigen und so schnell und bequem es geht zum Flughafen möchte, kann mit einem Expresszug zwischen der Londoner Innenstadt (je verschiedene Bahnhöfe) und den Flughäfen Heathrow, Stansted, Luton und Gatwick pendeln.
Für Touristen interessant sind vor allem die U-Bahn- und Buslinien im Herzen der Stadt. Nur wer etwas außerhalb wohnt oder einen Ausflug machen möchte, wird mit anderen Verkehrsmitteln konfrontiert werden.
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[Bearbeiten] Tube / London Underground (U-Bahn)
Das Londoner U-Bahn-Netz ist das größte der Welt. "The Tube" ("die Röhre"), wie die U-Bahn von Londonern auch genannt wird, verfügt über Linien, die die ganze Stadt durchqueren. Da London bereits im 19. Jahrhundert sehr groß war und mit Transportproblemen kämpfte, kam man auf die Idee Züge unterirdisch fahren zu lassen, um die verschiedenen Fernbahnhöfe an allen Seiten der Stadt miteinander zu verbinden. Seit der Inbetriebnahme der ersten Linie im Jahr 1863 erfreute sich die Tube wachsender Popularität und mit der Zeit wurden immer mehr Linien eröffnet, die teilweise auch oberirdisch fahren. Heute gibt es zwölf Linien in einer jeweils anderen Farbe, die London in jede Richtung kreuzen und daher oft die schnellste Möglichkeit bieten um von A nach B zu kommen. Dementsprechend überfüllt ist die Tube während der Hauptverkehrszeit, auch wenn die Züge dann fast im Minutentakt fahren. Im Sommer kann es unter der Oberfläche Londons richtig warm werden und eine Flasche Wasser dabei zu haben ist, zumindest im Sommer, keine schlechte Idee. Die meisten Züge fahren von ca. 06.00 bis 01.00 Uhr und man kann an den meisten Stationen sehr leicht umsteigen, ohne den eigentlich Stationskomplex zu verlassen. An jedem Bahnsteig (platform) befinden sich Richtungstafeln oder gemalte Pfeile mit Angaben wie Exit (Ausgang) oder einem Hinweis zum Umsteigen auf eine andere Linie.
| Die zwölf Linien der Londoner U-Bahn
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Beachten sollte man, dass die Richtung vieler Linien nur grob angegeben wird. Da alle Linien entweder in Ost-West- oder Nord-Süd-Richtung verlaufen ist es durchaus üblich ein Hinweisschild wie Northern Line South oder Picadilly Line East zu finden. Deswegen sollte man wissen wo man ist und in welche Himmelsrichtung man möchte. Einige Linien spalten sich auf (z.B. die Northern Line) oder fahren im Kreis (z.B. die Circle Line). Hier steht an den Bahnsteigen oder Anzeigetafeln dann über welche Station der Zug fährt. Bei der Northern Line könnte es dann also mehrere Bahnsteige geben: Northern Line North via Bank, Northern Line North via Charing Cross und Northern Line South. Sollte man sich unsicher sein, so findet man beim Betreten jedes Bahnsteiges eine Übersicht aller Stationen die von hier aus noch angefahren werden und am Bahnsteig selbst eine dynamische Anzeige mit Angaben zu Ziel und voraussichtlicher Ankunftszeit der nächsten Züge. Im Berufsverkehr lohnt es sich hier einen Blick drauf zu werfen, denn die Züge fahren sehr oft hintereinander und wenn gerade ein überfüllter Zug einfährt, kann man meist einfach den nächsten Zug nehmen, der dann vielleicht etwas leerer ist. Während der Stoßzeiten fahren einige Züge nur innerhalb des inneren Stadtrings. Wenn man weiter nach Außerhalb möchte, sollte man also genau auf die Anzeigetafeln schauen, bis wohin der jeweilige Zug fährt.
Um sich im Tube-Netz vernünftig orientieren zu können braucht man einen Netzplan. Diesen findet man an jedem Bahnhof und jeder U-Bahn-Station gratis, im Internet und in eigentlich jedem Reiseführer (diese sind eventuell nicht aktuell!). Am Eingang jeder Station gibt es noch eine Übersicht, wie pünktlich alle Züge sind. Im Idealfall steht neben jeder Linie Good Service (keine Probleme), bei kurzen Verspätungen Minor Delays, Severe Delays (schwerwiegende Verspätungen) oder wenn man großes Pech hat Part Closure (teilweise geschlossen). Das Tube-Netz ist alt und gerade am Wochenende werden die Strecken oft ausgebessert und dann kann es auch schon mal zu Sperrungen kommen, wobei man meist auf andere Linien ausweichen kann.
Das Preissystem ist, ähnlich wie in deutschen Großstädten, nach Zonen gestaffelt. Die Zonen 1 und 2 liegen im Stadtzentrum, die Zonen 3 und 4 schließen sich dann daran an und die Zonen 5 und 6 liegen dann schon in den ersten äußeren Bezirken der Stadt. Die meisten Touristen brauchen nur Fahrkarten für die Zonen 1 und 2, da hier die meisten Sehenswürdigkeiten und viele Hotels liegen. Es empfiehlt sich Tages- bwz. Mehrtageskarten, die so genannten Travelcards zu kaufen. Eine weitere Alternative sind Oyster Cards, die man vor der Fahrt auflädt und die je nach gefahrenen Strecken den billigsten Preis ermitteln. Tickets erhält man an jedem Bahnhof. Um die Tube zu betreten, muss man durch eine Schranke. Dazu steckt man das Ticket in den Schlitz, nimmt es aus dem in Gehrichtung gelegenen Schlitz wieder raus und geht schnell durch. Möchte man die Station wieder verlassen, folgt das gleiche Spiel. Einzelkarten werden beim Verlassen eingezogen, Travelcards hingegen wieder ausgegeben. Beim Betreten und Verlassen sollte man sein Ticket stets zur Hand haben, um unnötige Staus zu vermeiden. Die Schranken zeigen immer ein rotes Kreuz (hier kann man nicht durchgehen) oder einen grünen Pfeil (zur Benutzung verfügbar) und wenn man dem Fluss der anderen Reisenden folgt, kommt man immer leicht in die Tube-Station hinein und wieder raus. Ist man sich nicht sicher, wie das System funktioniert, stellt man sich eine Minute an die Seite und schaut kurz zu.
Damit man nicht gleich als Tourist erkannt wird oder es zu Problemen mit gestressten Londonern kommt, gibt es hier noch ein paar Hinweise, die man unbedingt beachten sollte:
- Wenn man auf einer Rolltreppe fährt (die Bahnsteige liegen tief unter der Erde) sollte man immer auf der rechten Seite stehen, um Pendlern die schnell vorbei möchten Platz zu machen
- Am Bahnsteig sollte man ruhig etwas weiter hinab gehen, um weiteren Reisenden die Möglichkeit zu geben auf den Bahnsteig zu gelangen (gleiches gilt in den Zügen)
- Immer erst alle Passagiere aussteigen lassen, bevor man einsteigt. Am besten stellt man sich an die Seite der Eingänge, sodass alle Anderen einfach aus dem Zug kommen.
- Vorsicht vor Taschendieben, gerade im dichten Gedränge
- Keine Tickets von Privatpersonen in der Tube kaufen! Schwarzhändler (touts) kaufen Travelcards ab, um sie dann wieder zu verkaufen. Das ist nicht nur illegal, sondern das Geld fließt meist in Alkohol und Drogen. Sollte man also in dieser Hinsicht angesprochen werden geht man einfach weiter
[Bearbeiten] Docklands Light Railway
Im Osten Londons verkehrt vermehrt die Docklands Light Railway (DLR), die ebenfalls von der Transport for London betrieben wird. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1987 wurde sie stets ausgebaut und erweitert, ein Prozess der noch lange anhalten wird. Die Besonderheit der DLR sind die die führerlosen Züge (es gibt einen Zugbegleiter als Ansprechpartner bei Problemen) in denen man ganz vorn sitzen kann, um von dort die Fahrt zu genießen. Gerade eine Fahrt zwischen den riesigen Wolkenkratzern wird da zum Erlebnis. Die Züge verkehren teils oberirdisch auf separaten Trassen, teils unterirdisch. Die DLR verbindet die Innenstadt mit zahlreichen Zielen im östlichen Teil der Stadt, wie zum Beispiel Greenwich, Canary Wharf (Anschluss zum Millenium Dome) oder dem City Airport. Die zentralen Haltestellen
Tower Gateway und
Bank bieten beste Umsteigeverbindungen in den restlichen Teil Londons. Bei
Canary Wharf kann man auch in die Jubilee Line Richtung Norden einsteigen. An Bord der DLR sind alle Zonentickets der Tube, Oyster und Travelcards usw. gültig, sodaß man kein Extra-Ticket benötigt. Auf den Netzplänen sind die DLR-Linien in dunklem Türkis eingerahmt.
[Bearbeiten] Tramlink 
Im Südwesten der Metropole, hauptsächlich in der Gegend von Croydon und Wimbledon fahren Straßenbahnen der Tramlink. Das gerade einmal aus drei Linien bestehende Netz ist als Ergänzung zur Tube gedacht, die in dieser Gegend nur an wenigen Orten fährt. Die District Line hält in Wimbledon, von wo man in die Straßenbahnen der Tramlink Route 3 umsteigen kann, die am IKEA-Möbelhaus vorbei Richtung Croydon und Addington fährt. In Croydon kann man dann auch in die Route 1 nach
Elmers End und die Route 2 nach
Beckenham Junction wechseln. Die Routen 1 und 2 befahren fasst die gleiche Strecke. Da die Straßenbahnen viele Bahnhöfe kreuzen, kann man sie gut als Zubringer zu einem Nahverkehrszug in die Stadt oder ins Umland nutzen. An der Haltestelle
East Croydon halten auch Züge von/zu den Flughäfen Gatwick und Luton. Die Straßenbahnen benutzen teilweise Straßen gemeinsam mit dem Autoverkehr, fahren teils auf eigenen Trassen und auf einem kleinen Stück auch gemeinsam mit Zügen. Großräumige Erweiterungen des Netzes werden derzeit noch evaluiert. Auch hier sind Travelcards und Oyster Cards gültig. Diese gelten im gesamten Tramlink-Netz, wenn sie in mindestens einer der Zonen 3, 4, 5, oder 6 gültig sind. Das heißt, dass man auch mit einem Ticket der Zone 3 in den Bereich der Zone 5 oder 6 fahren kann, wenn man die Straßenbahn benutzt. Einen Netzplan in verschiedenen Sprachen gibt es hier.
[Bearbeiten] London Overground 
London Overground ist ein S-Bahn ähnliches Netz, dass größtenteils überirdisch und hauptsächlich im Norden der Stadt verläuft. Die meisten Stationen liegen im Bereich der Zone 2. Derzeit besteht das Netz noch aus nur vier Linien: Die North London Line fährt von Richmond nach Stratford, die West London Line von Willesden Junction nach Clapham Junction im Südwesten, die Watford DC Line von London Euston nach Watford Junction (Achtung! Diese Station liegt nicht im Londoner Zonennetz und man braucht daher extra Tickets) und die Gospel Oak - Barking Line verkehrt zwischen Gospel Oak und Barking. Weitere Routen sind geplant. So wird im Osten der Stadt derzeit die East London Line umgebaut, die pünktlich zu den Olympischen Spielen 2010 zwischen Dalton und West Croydon wieder fahren soll. Auf allen Overground-Linien sind Travelcards gültig.
[Bearbeiten] Nahverkehrszüge 
In London gibt es wie in den meisten anderen westlichen Metropolen ein gut ausgebautes Bahnnetz für den Nahverkehr. National Rail bietet damit schnelle und zuverlässige Verbindungen aus dem Londoner Zentrum bis in die Vororte und darüber hinaus.
[Bearbeiten] Bus 
Londons rote Doppeldeckerbusse sind weltberühmt und ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens. An jedem Werktag fallen allein hier fünf Millionen Fahrten an. Über 700 Linien durchziehen die Stadt, die zwar von verschiedenen Gesellschaften betrieben werden, aber alle unter dem Dach der Transport for London (TfL) arbeiten. Wenn man sich erstmal in die Feinheiten und Abläufe eingefühlt hat und sich mit ein wenig Übersicht an das chaotisch anmutende System gewöhnt hat, ist Bus fahren in London eine große Erleichterung. Für Besucher besonders interessant sind auch die alten Routemaster-Busse, eines der Wahrzeichen Londons. Sie verkehren heute noch tagsüber auf den Linien 9 und 15 und haben sogar noch einen Schaffner an Bord, der das Fahrgeld kassiert.
Für kurze Fahrten eignen sich die Busse manchmal besser als die U-Bahn und außerhalb des Stadtzentrums ist man eh meist näher an einer Bushaltestelle als an einer Station der Tube. Da die Busse über keinen genauen Fahrplan verfügen, sondern nur in eher wage angegebenen Abständen verkehren, sollte man sich allerdings gut überlegen, ob es lohnt auf einen Bus zu warten. Gerade während der Hauptverkehrszeit kommen Autos und Busse nur im Schritttempo voran, sodass es sich teilweise lohnt ein kleines Stück zu laufen, statt zu fahren. Eine weitere Schwierigkeit besteht in der Regel darin zu wissen, wann man wieder aussteigen muss. In den meisten Bussen finden meist keine Haltestellenansagen statt, sodass man als ortsfremder auf die Hilfe seiner Mitfahrer angewiesen ist. Oft ist die Haltestelle schnell verpasst, weil nur sehr kleine Schilder am Straßenrand darauf hinweisen und man nur die wenigsten Haltestellen von weiten erkennt. Am besten fragt man einfach ein paar Passagiere und hält Augen und Ohren offen. Eine Hilfe ist dabei die Innenstadtkarte (hier als pdf-Datei) in der alle Busrouten und Attraktionen eingetragen sind. Weitere Netzpläne kann man sich auf der Internetseite der TfL ansehen.
Buslinien kann man an ihren Nummern (selten Buchstaben) erkennen. Die Busse zeigen ihre Nummer in großen Displays vorne, an der Seite und am Heck an. Busse fahren üblicherweise von sechs Uhr morgens bis halb eins in der Nacht. Etwa um Mitternacht übernimmt das Night Bus-Netz. Die Routen, Nummern und Zeiten ändern sich dann. Nachtbusse erkennt man an einem 'N' vor der Nummer. Der Nachtbusservice ist sehr zuverlässig und kann eine interessante Möglichkeit sein, London bei Nacht kennen zu lernen. Aber Vorsicht, nur weil nachts ein Bus mit der gleichen Nummer fährt wie tags, heißt das nicht, dass er auch die selbe Route fährt. So weicht z.B. die Route der Linie 73 von der Nachtlinie N73 ab.
Busse sind billiger als die Tube, etwa zwei Pfund pro Fahrt. Leider darf man mit Einzeltickets nicht umsteigen. Wenn man mehrere Fahrten plant oder sich ein paar Tage in London aufhält, sollte man eine Travelcard in Betracht ziehen (siehe unten). Wenn man an einem Tag mehrere Fahrten mit dem Bus vor hat lohnt sich der Kauf einer Bus-Tageskarte. Diese kostet drei Pfund und kann in einem Kiosk erworben werden. Man muss sein Busticket auf einigen Linien im Voraus kaufen und beim Einsteigen dem Fahrer zeigen. Entweder zieht man sich dafür ein Ticket am Automaten (kein Wechselgeld!), hat eine Oyster Card, Travelcard oder bereits eine gültige Busfahrkarte. Kinder unter 14 Jahren fahren kostenlos ohne einen extra Nachweis, während unter 16-jährige daür eine Child Oyster Card benötigen, die man an jedem Fahrkartenschalter beantragen kann. Sofort nach Einsteigen und während der Fahrt sollte man sich gut festhalten: britische Busfahrer geben gerne Gas und bremsen scharf.
Ein weitere verwirrender Faktor kann die Bushaltestelle als solche sein. Gerade an großen Plätzen werden diese in einzelne Haltestellensektionen aufgeteilt, damit an den geschäftigen Haltestellen auch wirklich alle Busse halten können, ohne einen riesigen Stau zu verursachen. An jedem Haltestellenhäuschen gibt es einen Plan mit den Linien die dort fahren und an welchem Abschnutt diese halten. Zum Beispiel würde man im Bild rechts gerade an der Haltestelle
Fairfax Bus Station, im Abschnitt S stehen, zu erkennen an dem weißen S auf rotem Untergrund ganz oben am Schild. Die grobe Fahrtrichtung aller Bus hier ist Axley. Unter dem Richtungshinweis stehen die verschiedenen Buslinien. Farbig hervorgehoben sind dabei die Linie 6 in gelb, denn hier muss man sein Ticket bereits vor Fahrtantritt kaufen und die Linie N72 in hellblau, denn diese ist eine Nachtlinie. Ebenfalls an der Stange angebracht, aber nicht auf dem Bild ist eine Übersicht in Augenhöhe. Auf ihr sieht man die Abfahrtszeiten und wichtigsten weiteren Haltestellen der jeweiligen Linien.
[Bearbeiten] Travelcard
Eine Travelcard ist ein all-in-one Ticket, dass heißt man kann mit ihm sämtliche U-Bahnen, Busse, die DLR und Nahverkehrszüge Londons nutzen und zwar zu einem reduzierten Tagestarif. Dabei gibt es Travelcards für einen Tag oder für drei Tage am Stück. Peak Travelcards gelten rund um die Uhr von früh bis spät. Für Touristen lohnen sich allerdings die weitaus günstigeren Off-Peak-Karten. Diese gelten Montag bis Freitag zwar erst ab 09.30 Uhr, aber wer will schon früh um sieben Uhr im Berufsverkehr vor verschlossenen Museen stehen? Samstag, Sonntag und an Feiertagen gelten die Off-Peak-Karten auch den ganzen Tag. Jetzt muss man nur noch einen Zonenbereich wählen. Meist reichen die Zonen 1-2 oder 1-3. Diese sind die Innenstadtzonen, in denen fast alle bekannten Sehenswürdigkeiten und viele Hotels liegen. Die Zonen sind auf normalen U-Bahn-Plänen entweder grau unterlegt oder wie bei diesem Plan hier (pdf-Datei) deutlich farbig markiert. Kaufen kann man die Travelcars an fast allen Bahnhöfen und U-Bahn-Stationen entweder am Schalter oder am Automaten, allerdings nicht in Bussen. Man bekommt sie ebenfalls bereits vor Reiseantritt in einigen Reisebüros oder über VisitBritainDirect (hier kann man auch 7-Tages-Karten bestellen).
Preise für verschiedene Travelcards zur Benutzung der Tube, DLR, Busse und Nahverkehrszüge (Stand Januar 2008):
| Tarifzone | 1-Tag Peak | 1-Tag Off-Peak | 3-Tage Peak | 3-Tage Off-Peak |
|---|---|---|---|---|
| Zone 1-2 | £6.80 | £5.30 | £17.40 | -- |
| Zone 1-3 | £8.00 | -- | -- | -- |
| Zone 1-4 | £9.40 | £5.90 | -- | -- |
| Zone 1-5 | £11.80 | -- | -- | -- |
| Zone 1-6 | £13.80 | £7.00 | £40.00 | £20.00 |
| Zone 1-9 | £15.00 | £8.20 | -- | -- |
| Zone 2-6 | £8.40 | £4.80 | -- | -- |
| Zone 2-9 | £9.80 | £5.10 | -- | -- |
Ein weiterer Vorteil der Travelcard ist, dass man bei einigen Touristenattraktionen Rabatte bekommt, teilweise bis zu 50%! Vor dem Besuch eines Museums oder der Fahrt auf der Themse lohnt es sich also nachzufragen, ob es einen discount mit der Travelcard gibt. Die Möglichkeit auf zusätzliche Rabatte bietet der London Pass. Hier sind eine Travelcard und freier Eintritt zu vielen Attraktionen, Rabatte und weitere Leistungen in einem Paket zusammengefasst. Der London Pass ist mit etwa £13-£40 pro Tag nicht billig, lohnt sich aber bei längeren Aufenthalten.
[Bearbeiten] Oyster card
Die Oyster card ist eine mit einem RFID Chip ausgestatteten Prepaid Karte für den öffentlichen Nahverkehr in London. Bei Fahrtbeginn und Ende (bei Busfahrten nur bei Beginn) zieht man sie über die entsprechenden gelben Empfänger. Am Ende jeder Fahrt wird dann der für diese Fahrt günstigste Betrag von der Karte abgebucht. Dieser Betrag ist günstiger als eine entsprechende Fahrt mit einer Einzelkarte. Pro Tag wird jedoch maximal der Betrag einer entsprechenden Tageskarte abgebucht (price capping).
Diese Oystercard gibt es auch für Besucher. Sie kann bei Agenturen bezogen und mit zehn oder 15 Pfund vorab aufgeladen werden. Zusätzlich kommen noch zwei Pfund für die Karte dazu. Wenn der anfänglich aufgeladene Betrag verbraucht ist, kann die Karte an den meisten U-Bahnstationen in London wieder aufgeladen werden. Die Oystercard hat kein Verfallsdatum und ist nicht Personengebunden, solange sie nicht gerade in Gebrauch ist.
[Bearbeiten] Laufen
Für kurze Distanzen gibt es kaum eine bessere Möglichkeit. Laufen zwingt einen, sich langsamer fortzubewegen und sich die Stadt genauer anzusehen und in London gibt es immer etwas zu sehen. Manchmal allerdings dauert es deutlich länger als man denkt, um ein kleines Stück auf der Karte zu erlaufen. Die Stadt ist riesig und die Maßstäbe der Karten entsprechend klein. Viel einfacher kann es daher sein, für ein oder zwei Haltestellen den Bus oder die U-Bahn zu benutzen. Vorsicht ist auch an roten Ampeln geboten. Einheimische gehen generell auch bei rot über die Straße und Touristen erkennt man am einfachsten daran, dass sie brav warten bis es wieder grün wird. Wer schon ein bisschen Erfahrung in der Stadt gesammelt hat, kann den Einheimischen in der Regel ohne Gefahr folgen. Nach dem Verkehr sollte man allerdings trotzdem schauen und zwar erst nach rechts und dann nach links, denn in London herrscht Linksverkehr!
[Bearbeiten] Rollschuhe
Wer gerne auf Inline-Skates oder anderen Rollschuhen unterwegs ist, kann das in London recht ausgiebig tun. Gerade im Stadtzentrum sieht man ab und zu Skater, die vor allem die ruhigen Wege entlang der Themse abfahren. Das Fahren ist dabei eigentlich überall erlaubt, außer in der City of London. Gerade im Stadtzentrum sollte man aber auf Fußgänger und den Verkehr Acht geben.
[Bearbeiten] Fahrrad
Mit dem Fahrrad durch London klingt anfangs wie eine gute Idee. Die Wege sind lang und die öffentlichen Verkehrsmittel kosten Geld. Aber der wagemutige Radler sei gewarnt! London ist kein Paradies für Radfahrer, im Gegenteil. Es gibt nur wenige ausgewiesene Radwege auf den engen Straßen der Stadt, der Verkehr ist dicht, gerade Busse fahren selbst ziemlich rücksichtslos und Unfälle mit Radfahrern sind daher nicht selten. Das heißt nicht, das es unmöglich ist, in London mit dem Fahrrad zu fahren, aber es ist bestimmt kein gemütlicher Familienausflug. Am Rande der Stadt und auf dem Land sieht das natürlich anders aus. Dort wo der Verkehr abflacht und mehr Platz für Radwege vorhanden ist, sieht man auch öfter Radfahrer.
In Großbritannien exisitert keine Helmpflicht und viele Radler tragen daher auch keine. Gerade während der Stoßzeiten sieht man Radfahrer mit Atemschutzmasken, deren Wirkungsgrad allerdings umstritten ist. Während der Dämmerung und Nacht muss man ein funktionierendes Vorder- und Rücklicht haben, wobei der bei uns verbotene Einsatz von blinkenden LEDs oder ähnlichem in London erlaubt ist. Aber gerade hier ist es angebracht für ausreichende Beleuchtung zu sorgen und das Tragen von reflektierender Kleidung ist nie verkehrt.
[Bearbeiten] Taxi/Cab
London hat zwei Typen von Taxen: die berühmten schwarzen cabs und die mini-cabs. Die schwarzen Taxen (viele ziert heutzutage knallbunte Werbung) sind dabei die Einzigen, denen es gestattet ist, Leute am Straßenrand einsteigen zu lassen. Die mini cabs sind eher so etwas wie private Mietautos und müssen im voraus gebucht werden. Taxen werden nach Entfernung und Minuten bezahlt, die Mindestgebühr beträgt zwei Pfund. Obwohl alles andere als billig, sind sie ein exklusiveres und eventuell schnelleres Fortbewegungsmittel als eine überfüllte U-Bahn. Eine Besonderheit der echten cabs ist dabei, dass die Taxen keinen Kofferraum haben. Seine Koffer stellt man vor seinen Sitzplatz im Heck, wo ausreichend Platz für großes Gepäck ist. Trolleys können allerdings schnell ins Rollen kommen. Trinkgeld wird in Taxen keines erwartet!
In einigen Gebieten findet man besonders nachts kaum Taxen, was zu einer großen Anzahl privater, aber illegaler Taxifahrer geführt hat. Die Fahrer sind nicht offiziell lizensiert und (leider) ziemlich unsicher. Es kommt immer wieder vor, dass Leute bei solchen Gelegenheiten ausgeraubt oder (speziell Frauen) angegriffen werden. Ein neuer Service nennt sich Zingo: Man ruft (kostenlos) unter 08700 700 700 an und wird sofort mit dem nächsten freien Taxi verbunden und vom Fahrer abgeholt. Zusätzlich zu den normalen Fahrtgebühren fällt eine Buchungspauschale von 1,60 Pfund an.
[Bearbeiten] Schiff 
Da viele der Attraktionen und ein großer Teil wichtiger Gebäude entlang oder in unmittelbarer Nähe zur Themse liegen, ist das Schiff ein in London durchaus gebräuchliches Transportmittel, wenn auch größtenteils von Touristen. Zu den meistfrequentierten Anlegestellen gehören der Westminster Pier am Parlament, der Waterloo Pier am London Eye, der Tower Pier am Tower und bei der Tower Bridge, sowie der Canary Wharf Pier in den Docklands und der Greenwich Pier in Greenwich (Sternwarte und Marineakademie). Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Anlegestellen, die hauptsächlich für Pendler gedacht sind. Genaue Informationen zu diesen Routen und den Lagen der Piers gibt es hier (pdf-Datei). Touristen können mit mehreren Anbietern zwischen den Hauptattraktionen Londons pendeln, unter anderem mit City Cruises. Beliebt sind vor allem die Strecken zwischen Westminster, Tower und Greenwich. Auf den meisten Booten kann man auch im Freien sitzen und genießt damit einen guten Blick auf die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. Neben den normalen Touren kann man auch ganze Boote mieten, es finden öfter Sonderfahrten mit Musik statt und täglich starten am Tower Pier um 12:15 Mittagsfahrten (ca. £24.00 mit Essen). In der Regel bekommen Inhaber einer Travelcard Rabatt auf Bootsfahren.


