Lissabon
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Lissabon ist die Hauptstadt Portugals. Sie liegt an der Flussmündung des Tejo am Atlantischen Ozean. Lissabon selbst hat rund eine halbe Million Einwohner. Im Großraum Lissabon leben jedoch mehr als 2,5 Mio Menschen. Lissabon ist das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Portugals. Das Klima ist atlantisch. Die Sommer sind trocken und selten heiß, da eine stetige Abkühlung vom Atlantik her erfolgt. Im Winter fallen die Temperaturen so gut wie nie unter den Gefrierpunkt. Die regenreichsten Monate sind November bis März.
| Kurzdaten | |
| Fläche: | 2.802 km² |
|---|---|
| Höhe: | 0 bis 226 m ü. NN |
| Einwohner: | 517.802 |
| Internet URL: | http://www.cm-lisboa.pt |
| Touristinformation: | Palacio Foz, Praça dos Restauradores |
| Zeitzone: | UTC d.h. MEZ −1 |
| Notrufnummer(n) | |
| Notruf: | 112 |
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Stadtteile
[Bearbeiten] Baixa
Westlich der Altstadt Bairro Alto und Chiado liegt die Unterstadt Baixo. Östlich schliesst sich Alfama, das alte maurische Viertel an. Die nördliche Begrenzung ist der Rossio und die südliche zum Rio Tejo ist der Praca do Commercio mit seinen Arkaden und dem imposanten Torbogen als Eingang zur Rua Augusta, die als Fussgängerzone die Einkaufsmeile bildet. Von Strassenmalereien (von schön bis maximalem Touristennepp) über Bekleidung und Lebensmitteln ist hier alles zu finden. Zentrale Knotenpunkte des öffentlichen Nahverkehrs sind der Rossio und der Praca do Comercio.
[Bearbeiten] Alfama
Westlich des Baixo gelegen besticht dieses alte Viertel durch seine engen und verwinkelten Gassen. Hier findet man zahlreiche kleinste Cafés und Geschäfte. Der Fado ist hier zu Hause, was auch durch das Fado Museum (Casa de Fado) in eindrücklicher Weise dargestellt wird. Zum Baixo hin befindet sich die Kathedrale Santa Maria Maior da Sé die im 12. Jahrhundert als romanische dreischiffige Basilika an Stelle einer wohl fünfschiffigen Moschee erbaut wurde. Unmittelbar unterhalb davon befindet sich am Largo de Santo Antonio (wenige Schritte bergab vom Haupteingang) eine barocke Kapelle an der Stelle des Geburtshauses des heiligen Antonius. Über dem Stadtteil thront das Castelo Sao Jorge. In dessen Nähe befindet sich als Kuriosum ein altes öffentliches Urinal (38° 42' 45" N 9° 7' 55" W).
[Bearbeiten] Bairro Alto
Das Bairro Alto hat zwei Gesichter. Tagsüber sind die engen Gassen dieses Altstadtviertels fast verlassen und ruhig. Kinder spielen auf den Strassen. Der allgemeine Autoverkehr ist ausgesperrt, nur Anwohner und Lieferanten dürfen hinein. Erst am Nachmittag öffnen trendige Boutiquen, Plattenläden und Shops für allerhand nützliche und unnütze Designartikel. Nachts ist es kaum wiederzuerkennen. Dann öffnen sich in den Straßen zwischen der Rua do Norte und der Rua da Rosa die schweren, am Tag verschlossenen, Holztüren. Musik dringt nach außen. Das Bairro Alto erwacht. Das Bairro Alto ist das Ausgehviertel Lissabons. Hier gibt es alles vom Fado-Lokal bis zur trendigen Disko und von der einfachen Tasca, wo die traditionelle Caldo Verde (eine Art Kohlsuppe) serviert wird, bis zum Edelrestaurant.
[Bearbeiten] Restaurants
- Pap'Açorda, R. da Atalaia 37, 213464811, Mo-Sa. Sicherlich eines der besten Restaurants der Stadt. Neue portugiesische Küche, die allerdings auch ihren Preis hat. Hauptgerichte ab 25,00 €.
- Sinal Vermelho, R. das Gáveas 89, 213431281, Mo-Sa. Gute traditionelle portugiesische Küche zu akzeptablen Preisen. Hauptgerichte 8-12 €.
[Bearbeiten] Tanzen
- Fragil, R. da Atalaia/ Ecke Tv. da Queimada, Mi-Sa, 22-4 Uhr. Trendige Disko und seit Jahren der Dauerbrenner. Am Wochenende (Fr-Sa) Eintritt/ Mindestverzehr 6,00 €. Wasser, Cola, Bier 3,00 €. Mi teilweise Livekonzerte. Sehr gemischtes Publikum von 20-50 Jahre. Vor allem am Wochenende viele Schwule.
[Bearbeiten] Chiado
Das Stadtviertel Chiado liegt zwischen der Baixa und dem Bairro Alto. Es ist bequem mit der Metro (Station Baixa-Chiado) zu erreichen. Bei einem Brand im Jahre 1989 wurde ein Teil der Gebäude, vor allem an der Rua do Carmo, zerstört. Die historischen Fassaden blieben jedoch zum Glück erhalten und wurden später saniert. Innen wurden die Gebäude nach Plänen des portugiesischen Architekten Siza Vieira vollkommen neu und modern gestaltet. Hauptschlagader des Chiado-Viertels ist die Rua Garrett, teilweise Fußgängerzone. Diese ist eine der teuersten Einkaufsstraßen Portugals. Neben internationalen Modegeschäften findet man hier auch Geschäfte portugiesischer Silberschmiede. Eine Besonderheit in der Rua do Carmoist ist das wohl kleinste Modegeschäft Lissabons. Auf nur wenigen Quadratmetern werden dort Handschuhe verkauft. Chiado war um die vorletzte Jahrhundertwende das Viertel der reichen Lissboneten und Bohémiens. Einige Handlungen der Romane des Schriftstellers Eça de Queiroz sind hier angesiedelt.
[Bearbeiten] Cafés
- A Brasileira, R. Garrett 120-122, tägl. 8-2 Uhr. Eins der noch erhaltenen Kaffeehäuser Lissabons. Im Keller befindet sich ein Restaurant. Innen hat sich seit der Renovierung in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts nicht viel geändert. Angeblich war A Brasileira der Lieblingsplatz von Fernando Pessoa. Ihm wurde auf der Terrasse vor dem Café ein Bronzedenkmal errichtet. Es gibt drei verschiedene Preise je nach dem wo man sein Getränk zu sich nimmt. Am billigsten ist es im Stehen am Tresen und am teuersten auf der Terrasse. So variiert der Preis für eine Bica (Espresso) zwischen 0,50 und 1,00 €.
- Bernard
- Mar Adentro Café, Rua do Alecrim 35, Mo.-Sa 10.00-23.00 Uhr. Modern gestaltetes Szene-Café in dem auch kleine Gerichte serviert werden. Es beeindruckt durch seine interessante Bar-Architektur. Die Preise sind moderat (Espresso 0,80 €, Salat 4,20 €). Der einzige Treffpunkt für Schwule und Lesben, der auch tagsüber geöffnet hat.
[Bearbeiten] Museen
- Museu do Chiado, R. Serpa Pinto 4, 213432148, Di-So 10-18 Uhr. Museum für zeitgenössische Kunst. Eintritt 3,00 €.
[Bearbeiten] Belém
Im Westen Lissabons gelegen wird es beherrscht von dem Gebäudekomplex der Mosteiro dos Jeronimos und dem Praca do Imperio. Am Tejo ist das aus den 1960er Jahren stammende Monument Padro dos Descobrimentos aufgestellt und etwas westlich davon der Torre de Belem, die mittlerweile nahezu verlandete Anlage, die ursprünglich mitten im Fluß stand. Stadteinwärts an der Rua de Belem laden zahlreiche Bars, Cafés bzw. Restaurants ein. Mit der Strassenbahn 15E oder dem Bus 714 gelangt man innerhalb von 20/ 30 Minuten nach Baixa zum Praco do Comercio.
[Bearbeiten] Expo
[Bearbeiten] Hintergrund
[Bearbeiten] Geschichte
Lissabon ist ähnlich Rom auf sieben Hügeln erbaut, wenngleich sie sich weit darüber hinaus ausgebreitet hat. Der Legende nach soll Odysseus die Stadt gegründet haben, so behauptet zumindest Plinius der Ältere. Sicher ist, dass bereits die Phönizier und Karthager diesen Hafen genutzt haben. Die Römer nannten die Stadt ab dem 2. vorchristlichen Jahrhundert Olispio und um 48 v. Chr. wurde sie durch Julius Caesar als Felicitas Julia Hauptstadt der Provinz Lusitania. Knapp 800 Jahre später um 719 erobern die Mauren die Stadt, der Einflüsse vor allem in der Alfama noch zu spüren sind. Unter den Mauren erblühte Lissabon. Unter dem König Dom Alfonso Henriques wird die Stadt 1147 zurückerobert. In den folgenden 300 Jahren entwickelt sich Lissabon zu einer Metropole der damaligen Zeit. Vasco da Gama brach 1497 auf, um Afrika zu umsegeln und so den Seeweg nach Indien zu finden. Bei seiner Rückkehr im September 1499 wurde ihm ein grosser Empfang bereitet und es folgten zahlreiche Ehrungen. In Folge der Vormachtstellung der Portugiesen auf diesem Seeweg blüht der Handel mit den Kolonien weiter auf und neue werden gegründet. Infolgedessen gilt das reiche Lissabon zu Beginn des 16. Jahrhunderts als grösste Stadt der Welt (zumindest der bekannten). Im Jahr 1506 kam es im Zuge einer Dürreperiode und einer Pestepedemie zu einem Massaker an den Juden Lissabons, die 1497 zwangschristianisiert wurden. Vor allem am Rossio wurden zahlreiche Frauen, Kinder und Männer abgeschlachtet oder lebendig verbrannt. Zahlreiche Juden verliessen in der Folge die Stadt (vor allem Alfama), um beispielsweise in Istanbul Asyl zu bekommen. Zwei weitere Katastrophen suchten die Stadt in den folgenden 200 Jahren heim. Zum Einen die Pestepidemie von 1569 die geschätzte 60.000 Menscheleben forderte und zum Anderen das Grosse Beben von 1755 das nahezu die gesamte Stadt zerstörte. Eine Ausnahme bildetet Teile der Alfama in der heute noch ein Hauch des alten Lissabon weht. Im Zuge des Wiederaufbaus entstand die Unterstadt die Baixa mit ihrer barocken rechtwinkligen Anlage.
[Bearbeiten] Kaleidoskop
Lissabon ist eine bunte Metropole. Nicht nur in der Architektur, sondern auch in ihrer Kultur und in ihren Menschen spiegelt sich die Vielfalt ihrer Geschichte wieder. Nahezu die Hälfte aller Ausländer Portugals ist hier zu Hause. Afrikanische und südamerikanische, maurische und christliche Einflüsse sind spürbar und zu einem einzigartigen Mix verschmolzen. Menschen im feinsten Tuch und Bettler, die die Mülleimer durchwühlen, Kastanienverkäufer und Drogendealer, Luxuskarossen und Obdachlose in den Hauseingängen, all das verschmilzt im Herzen der Stadt in Baixo und Chiado. Nur hier so meint man kann die traurig schöne Musik des Fado entstanden sein. Leise tönt sie in Bars, laut und aufdringlich schreit sie einem aus den Lautsprechern der CD-Geschäfte unterhalb des Elevador Santa Justa entgegen, während sie 30 m höher auf dem Übergang des Elevador die Hintergrundmusik zur Stadtkulisse bildet. Unten balgen sich entlaufende Hunde und der Besitzer eines Anderen hebt dessen Geschäft mit einer Plastiktüte auf. All das ist Lissabon und ohne das alles wäre es steril. Der Kommentar eines Portugiesen am Levador Santa Justa zu englischen Touristen hat es treffend beschrieben: Portugal is not Europe it is Eurafrica.
[Bearbeiten] Anreise
[Bearbeiten] Flugzeug
Der internationale Flughafen Lissabon-Portela liegt ca. 6 km nördlich des Stadtzentrums. Der Flughafen wird von allen großen Linienfluggesellschaften angeflogen (Lufthansa, TAP etc.). Angebote von und nach Deutschland bieten Air Berlin (teilweise über Palma de Mallorca) und Germanwings (nach Köln/ Bonn und Stuttgart). Aber auch Lufthansa und andere bieten günstige Angebote ab ca. 150,- € (Komplettpreis) hin und zurück an. Ein Preisvergleich lohnt sich in jedem Fall.
Am Flughafen hat die Tourismusgesellschaft Lissabons Tourismo de Lisboa einen eigenen Schalter an dem man erstes Infomaterial und Taxigutscheine bekommen kann. Dieser Schalter ist täglich von 07:00 bis 24:00 Uhr geöffnet.
Die Innenstadt erreicht man am schnellsten mit dem AeroBus (Linie 91) des städtischen Verkehrsunternehmens Carris oder mit der Buslinie 44 zum Rossio. Nachts zwischen 01:00 und 06:00 Uhr fährt der Nachtbus 208 in die Innenstadt (1,35 €). Fahrkarten erhält man in der Post (CTT) im Flughafen (nach dem Verlassen der Gepäckausgabe nach rechts in den ersten Stock). Hier ist auch das 7 colinas Ticket erhältlich.
Die Fahrt mit dem Taxi kostet ca. 6,00-9,00 €. Für Gepäckstücke berechnen Taxifahrer einen Zuschlag.
[Bearbeiten] Bahn
Die Reise mit der Bahn von Deutschland aus dauert ca. 27-30 Stunden. Die Züge aus Richtung Spanien erreichen Lissabon in den Bahnhöfen Oriente und Santa Apolónia. Vom Bahnhof Oriente aus erreicht man die Innenstadt mit der Metro, vom Bahnhof Santa Apolónia aus verkehren Linienbusse. Ein Metroanschluß ist in Bau, die Fertigstellung wurde schon mehrmals angekündigt, aber ebenso oft wieder verschoben. Zu beachten ist, daß es von Lissabon täglich nur zwei grenzüberschreitende Fernzüge gibt: Nachmittags nach Hendaye (Frankreich). Anschluss nach Paris besteht. Abends einen Hotelzug (Trenhotel/ EN) nach Madrid. Beide Züge starten/enden am Santa Apolónia. Hier gibt es in der internationalen Ankunftshalle einen Schalter der Tourismusgesellschaft der mittwochs bis samstags von 8 bis 13 Uhr geöffnet ist.
[Bearbeiten] Bus
Internationale Linienbusse kommen am zentralen Omnibusbahnhof am Bahnhof Oriente an. Von hier aus bestehen Anschlüsse zum portugiesischen Linienbusnetz. Die Innenstadt erreicht man von hier aus mit der Metro.
[Bearbeiten] Auto und Motorrad
Lissabon ist gut über das Fernstrassennetz erreichbar. So erreicht man Lissabon relativ bequem über die E 90 via Barcelona und Madrid. Bis Barcelona ist man über die E 15 via Lyon und Montpellier am bequemsten unterwegs.
[Bearbeiten] Schiff
[Bearbeiten] Mobilität
Das Stadtzentrum ist relativ überschaubar, weswegen die eigenen Füsse das bevorzugte Fortbewegungsmittel sein können. Für denjenigen, der es etwas bequemer möchte, steht jedoch auch ein gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln zur Verfügung. Busse, Trambahnen (Eléctricos) und Aufzüge werden von dem städtischen Unternehmen Carris betrieben. Vom Tourismusverband Lissabon wird die Lisboa Card angeboten die freie Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln bietet. Daneben gibt es zum Beispiel auch Ein- und Mehrtagestickets für Busse, Straßenbahnen, Aufzüge und Metro wie die sete (7) colinas Karte, die man dann entsprechend aufladen kann (z.B. Tages-Ticket für 3,50 €, 5-Tagestickest scheint es seit Februar 2008 nicht mehr zu geben). Diese Variante ist deutlich günstiger und empfiehlt sich für all diejenigen, die nicht alle Museen besuchen wollen. Erhältlich ist sie neben den unter Anreise genannten Stellen in allen Metrostationen und Postämtern (z.B. CTT am Praca Comercio). Aktuelle Infos dazu gibt es auf der Homepage von Carris (Portugiesisch und Englisch). Das eigene Fahrzeug, zumindest das mehrspurige ist nicht zu empfehlen.
[Bearbeiten] Metro
Die Metro verfügt zur Zeit über vier Linien und wird von einem separaten Unternehmen betrieben, weshalb die meisten Fahrkarten der Metro nicht in Bussen und Trambahnen gelten. Es lohnt sich jedoch, den Pass "sete (7) colinas" (Siebenhügel) zu erwerben, der individuell mittels Chip an vielen Stellen aufgeladen werden kann. Es können kombinierte Einzelfahrscheine (Carris und Metro) und Tageskarten aufgeladen werden. Erhältlich sind die Pässe zum Preis von 0,50 € in Metro- und Carrisverkaufsstellen (z.B. Metro-Oriente, Carris: Elevador da Santa Justa, Rua Aurea (Baixa)).
[Bearbeiten] Autobusse
Einzelfahrscheine (Umsteigen nicht möglich) können zum Preis von 1,20 € beim Fahrer gekauft werden. Inhaber der Karte "sete colinas" halten diese gegen ein Lesegerät beim Fahrer bis ein kurzer Piepton ertönt bzw. ein grünes Licht aufleuchtet. Busse verkehren nachts bis ca. 1.00 Uhr, danach besteht auf einigen Linien besonderer Nachtverkehr. wenn man auf einen Bus wartet, gibt man diesem ein Handsignal um ihn anzuhalten. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Bus der sehr voll ist, einige Meter vor der Haltestelle stehen bleibt um Fahrgäste aussteigen zu lassen und dann weiter fährt. Aufgrund des schnellen Taktes ist das meist kein Problem, dann nimmt man halt den Nächsten.
[Bearbeiten] Eléctrico (Tram)
Die alten gelben Fahrzeuge der Eléctrico gehören zu Lissabon wie Fado und Alfama. Teilweise sind sie über hundert Jahre alt, wurden aber in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts technisch überholt. Auf der Linie nach Belém/ Algés verkehren teilweise moderne Bahnen. Es gelten die selben Tarife wie im Bus. Einzelfahrscheine können in den alten Bahnen beim Fahrer, in den modernen am Automaten gekauft werden. Besonders empfehlenswert ist die Line E28 (Prazeres-Martim Moniz). Für den Preis eines Einzelfahrscheins hat man eine Stadtrundfahrt durch das historische Lissabon.
[Bearbeiten] Elevador und Ascensor
Lissabon verfügt über einen historischen Aufzug und drei Kabelbahnen (Ascensor). Alle vier sind seit 2002 Nationaldenkmäler. Es gelten auch hier die Preise der Carris (das bedeutet für 1-2 Minuten Fahrt: 1,20 €). Wer eine Tageskarte besitzt, kann diese allerdings uneingeschränkt auch hier nutzen.
Der Ascensor da Glória verbindet die Unterstadt (Baixa) mit dem Bairro Alto und dem Viertel Prinçipe Real. Die "Talstation" dieses Schrägaufzugs befindet sich gleich rechts neben der Touristeninformation an der Praça dos Restauradores in der Calçada da Glória. Wer vom Bairro Alto aus abfahren möchte, findet die "Bergstation" an der Rua de São Pedro de Alcântara.
Ebenfalls ins Bairro Alto fährt der Ascensor da Bica. Dieser Elevador hat sogar einen eigenes kleines "Bahnhofsgebäude" an der Rua de São Paulo in der Nähe der Metrostation Cais der Sodré.
Wer sich bislang unter einem Aufzug etwas anderes vorgestellt hat, kann mit dem Elevador da Santa Justa versöhnt werden. Dieser, von einem Schüler Gustave Eiffels erbaute Aufzug ist der einzige Vertikalaufzug Lissabons. Der untere Eingang liegt kurz hinter dem Rossio an der Rua Aurea (andere Bezeichnung für die gleiche Straße auch Rua do Ouro). Von der Aussichtsplattform (mit Café) hat man einen schönen Blick über die Baixa zum Castello und über den Tejo. Der obere Zugang liegt am Largo do Carmo. Wer nur den Ausblick genießen will, kann die Aussichtsplattform auch von hier aus erreichen.
Der einzige nicht ins Bairro Alto führende Aufzug ist der Ascensor do Lavra. Er liegt etwas versteckt in der R. das Portas de Santo Antão, einer Parallelstraße zur Av. da Liberdade und führt hinauf zum Campo Sant´Ana. Derjenigen der die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland (Campo dos Mártires da Pátria, 38 *http://www.lissbon.diplo.de) aufsuchen muss, kann sich den Fußweg durch Benutzung des Elevadors erleichtern.
[Bearbeiten] Fähren
Den Rio Tejo überqueren zahlreiche Fähren, die mittlerweile ebenfalls dem sete colinas Verbund angehören. Damit sind diese ebenfalls problemlos mit dem Ticket benutzbar. Fähranleger sind unter anderem in Belem und unweit des Praca Comercio (flussaufwärts). Die Fahrradmitnahme ist kostenlos. Weitere Informationen bietet die Gesellschaft Transtejo.
[Bearbeiten] Auto
Kostenfreie Parkplätze sind im Stadtzentrum Mangelware. Strafzettel zeigen häufig wenig Wirkung, weshalb schneller als z.B. in Deutschland Parkkrallen angebracht werden oder im schlimmsten Fall das Fahrzeug abgeschleppt wird. Für kurzzeitiges Parken stehen diverse Parkhäuser zur Verfügung (pro Stunde ca. 1,00 €). So ist in Baixa am Praca Figueira ein 24 Stunden geöffnetes Parkhaus zu finden. Außerdem ist das Fahren für Ortsunkundige auf Grund der vielen Einbahnstraßen nicht ganz einfach. Wer also mit dem eigenen Auto oder mit einem Mietwagen anreist, sollte sein Fahrzeug am besten außerhalb in der Nähe einer Metrostation abstellen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum fahren. Ausreichend kostenlose Parkplätze gibt es in Belem am Tejo zwischen Torre de Belem und dem Monument Padro dos Descobrimentos. Hier finden auch Wohnmobile Platz (ohne entsprechende Infrastruktur).
[Bearbeiten] Motorrad
Das Motorrad ist deutlich besser geeignet, da man relativ einfach durch den Verkehr kommt und zudem keine solchen Parkplatzprobleme hat. So gibt es neben dem "einfach abstellen" extra ausgewiesene Motorradparkplätze beispielesweise am Largo Chiado am Metroausgang vis-à-vis vom A Brasileira.
[Bearbeiten] Fahrrad
Fahrradfahren ist in Lissabon auf Grund der Topographie schwierig, auf Grund des vielen Kopfsteinpflasters anstrengend und auf Grund der Ignoranz der Autofahrer lebensgefährlich. Die (wirklich wenigen) Fahrradfahrer werden von einheimischen Autofahrern beim Rechtsabbiegen regelmäßig übersehen. Abstellplätze sind so gut wie nicht vorhanden. Auf den Fähren über den Tejo ist die Fahrradmitnahme kostenlos möglich.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Torre de Belém - Das Wahrzeichen der Stadt im Stadtteil Belém, Weltkulturerbe (UNESCO)
- Mosteiro dos Jerónimus (Hieronymuskloster) - Klosteranlage in Belém, Weltkulturerbe (UNESCO) und Startkulisse für die Rallye Dakar seit 2006.
- Castelo de São Jorge - Über der Stadt stehen die Reste bzw. die in den 40er Jahren des 20. Jahrunderts wiederaufgebauten Mauern der Burg. Ein Besuch lohnt sich schon wegen der hervorragenden Aussicht. Der Eintritt beträgt für Touristen 5,00 €, Einwohner sowie Kinder unter 10 und Erwachsene über 65 haben freien Eintritt.
- Miradouros (Aussichtspunkte) - Neben dem Blick von der Burg (Castelo) bieten die folgenden Aussichtspunkte eine lohnende Perspektive:
- Miradouro São Pedro de Alcântara im Bairro Alto. Blick über die Unterstadt zur Burg
- Convento Nossa Senhora da Graça. Kleiner Garten mit Café. Blick nach Westen über die Stadt (Sonnenuntergang!).
- Miradouro de Santa Luzia. Blick über den Stadtteil Alfama und den Tejo zum anderen Flussufer
- Kathedrale (Sé) - Romanische Kirche (12. Jhd.), Sitz des röm.-kath. Erzbischofs (Patriarch) von Lissabon im Stadtteil Alfama.
[Bearbeiten] Museen
Zahlreiche Museen locken den Besucher. Interessant ist es, dass zahlreiche Museen am Sonntag bis jeweils 14:00 Uhr freien Eintritt bieten. So unter anderem das Ethnologische Museum in der Av. Ilha de Madeira oberhalb der Mosteiro dos Geronimos, die Sammlungen der Mosteiro und einige mehr.
- Casa-Museu Dr. Anastácio Gonçalves, Museu do Chiado - Museu Nacional de Arte Contemporânea, Museu da Música, Museu Nacional de Arqueologia, Museu Nacional de Arte Antiga, Museu Nacional do Azulejo, Museu Nacional dos Coches, Museu Nacional de Etnologia, Museu Nacional do Teatro e Museu Nacional do Traje e da Moda.
[Bearbeiten] Aktivitäten
- Stadtrundfahrt mit der Eléctrico 28 (Straßenbahnlinie 28). Für ca. 1,30 € hat man eine wunderbare Stadtrundfahrt mit dem historischen (aber technisch runderneuerten) Gefährt. Die Linie verkehrt ausschließlich in der Altstadt und ist eigentlich schon eine Sehenswürdigkeit an sich. Es empfiehlt sich die Morgenstunden wegen des geringeren Andrangs zu nutzen.
[Bearbeiten] Für Kinder
In den Parks von Belem gegenüber dem Hironymus Kloster ist Platz zum Spielen und Toben. Hier ist auch ein Spielplatz mit modernem Spielgerät (im Parkteil links des Springbrunnenteils).
[Bearbeiten] Einkaufen
Die Haupteinkaufsmeile ist sicherlich die Rua Augusta (38° 45' 17" N 9° 8' 49" W) vom Praça do Comércio (auch Terreiro do Paço genannt) zu den Restauradores. Hier in der Fußgängerzone ist von Nepp bis Top alles vertreten. Generell gilt Baixa als der beste Einkaufsbezirk der Stadt.
In Belem findet sonntags ein Flohmarkt im Park gegenüber dem Kloster statt. Hier werden allerlei Antiquitäten und Keramiken angeboten.
[Bearbeiten] Küche
[Bearbeiten] Kaffee und Café
Obwohl eine portugiesische Prinzessin aus dem Hause Bragança den Engländern das Teetrinken beigebracht hat wird in Portugal heutzutage eher Kaffee getrunken. Filterkaffee ist eher unbekannt. Kaffee ist in Portugal günstig. Ein Café kostet am Tresen zwischen 0,50 € und 0,70 €. Für einen Milchkaffee im Stehen bezahlt man selten mehr als 1,00 €. In Cafés mit Bedienung am Platz oder auf einer Terrasse ist alles ein bisschen teurer. Bestellt der Portugiese einen Café, erwartet er einen Espresso. Der traditionelle Ausdruck Bica verschwindet mehr und mehr aus dem Sprachgebrauch, insbesondere bei jungen Leuten.
- Café oder Bica : etwa zu 3/4 mit Espresso gefüllte Espressotasse
- Café curto oder Italiano : etwa zur Hälfte mit Espresse gefüllte Espressotasse
- Café cheio oder Carioca : volle (Espresso-)Tasse
- Café pingado : kleiner Milchkaffee (Espressotasse)
- Meia de leite (de máquina) : normale Kaffeetasse mit Espresso und heißer Milch. Häufig ist der Zusatz "de máquina" empfehlenswert, da einige Cafés sonst statt Espresso löslichen Kaffee (Nescafé) verwenden.
- Galão (de máquina) : Milchkaffee im Glas
In einfachen Cafés gibt es meist keine Speisekarte. Es lohnt sich auch nicht, da es in (fast) jedem Café das Gleiche gibt. Zum Café gehören aber Pastelari, wie die Pasteis de Nata, die kleinen gefüllten süssen Blätterteigteilchen. Man bekommt diese und auch eine herzhafte Variante in jedem Café. Die wohl Besten findet man bei Pasteis de Belem (vom Kloster den Strassenbahnschienen stadteinwärts folgen, hier auf der linken Seite).
[Bearbeiten] Essen
Restaurants und kleinere Bars sind zahlreich und in allen Preislagen zu finden. Für den Hunger zwischendurch kann bieten sich die Imbisse an. Omelette und andere Kleinigkeiten wie Sandas (belegtes Baguette) oder Sopas (Suppen) wie Caldo verde und andere gehören zum festen Bestandteil der schnellen Küche. Die Preise liegen zwischen 0,90 und 1,50 € für die Suppe und etwa 3,00 bis 4,00 € für ein Sanda.
In den Restaurants werden zahlreiche Fisch- und Fleischgerichte angeboten. Der Fisch ist frisch und von sehr guter Qualität. Die Preise variieren stark. Für ein einfaches Fischgericht zahlt man etwa 6,00 €, für ein gehobeneres Menu 18,00 bis 20,00 € pro Person. An den Docas an der Brücke des 26. April sind auch mal 87,00 € für ein Kilogramm Hummer möglich. Apropos Fisch, ein Nationalgericht ist getrockneter Kabeljau (Bacalau). Für Freunde der internationalen amerikanischen Küche ist ebenfalls gesorgt (u.a. am Rossio und in Belem).
[Bearbeiten] Kastanien
In der Wintersaison tauchen überall in Lissabon die Verkäufer von gerösteten Esskastanien mit ihren mobilen Röstmaschinen auf. Erkennbar sind sie an dem aufsteigenden, sich teilweise dicht in die Strassen legenden Rauch des Holzkohlefeuers. Diese hart erarbeitete Köstlichkeit, deren Tradition einige hundert Jahre zurückreicht gehört zur Stadt wie der Tejo.
[Bearbeiten] Nachtleben
Lissabon bietet eine große Bandbreite für ein ausgedehntes Nachtleben. Vom traditionellen Fado Lokal bis zum Techno-Club. Die meisten Bars und Fado-Restaurants befinden sich im Stadtviertel Bairro Alto. Die Bars sind meist recht klein, weshalb das eigentliche Nachtleben eher auf der - für den normalen Autoverkehr gesperrten - Straße davor stattfindet. Die meisten Bars füllen sich, besonders am Wochenende, meist nicht vor 22.00 Uhr. Und in die Disko geht der/ die "Lisboeta" gerne erst um 2.00 oder 3.00 Uhr am Morgen. Es wird also empfohlen, lieber einen ausgedehnten Nachmittagsschlaf zu halten, um für das Nachtleben fit zu sein.
- Bars im Bairro Alto
Die meisten Bars befinden sich zwischen der Rua do Norte und der Rua da Rosa. Hier findet man sowahl das Fado-Lokal als auch die Studentenkneipe, wo das kleine Bier (genannt Imperial) schon für 1,00 € zu haben ist. Zu erreichen ist das Bairro Alto am besten mit der Metro (Station Baixa-Chiado. Wenn man sich den Aufstieg zu Fuss ersparen will, sollte man den Ausgang Chiado benutzen und mit der Rolltreppe nach oben fahren). Wer tanzen (House) will geht ins Fragil (nicht zu verwechseln mit dem Lux-Fragil s.u.), Rua da Atalaia (Ecke Tv. da Queimada).
- Bars Docas de Alcântara
In den ehemaligen Lagergebäuden ist Mitte der 1990er Jahre ein neues Ausgehviertel herangewachsen. Die Lage direkt am Tejo und unterhalb der Tejo-Brücke (Brücke des 25. April) entschädigen für die zumeist sehr konventionell gestalteten und häufig als Franchising betriebenen Bars und Restaurants.
- Tanzen
Der angesagteste Club Lissabons (und vielleicht ganz Portugals) ist seit Jahren das Lux-Fragil *http://www.luxfragil.com. Es gibt zwei Etagen mit unterschiedlicher Musik und eine Dachterasse mit Blick über die Altstadt und den Tejo. Es befindet sich in der Nähe des Bahnhofs Santa Apolónia direkt am Tejo. Geöffnet ist von Mi. bis Sa. ab 22.00 Uhr. Der Eintritt/ Mindestverzehr ist im europäischen Maßstab mit 12,00 € noch eher günstig. Wasser und Bier kosten 3,00 €, für Longdrinks zahlt man 6,00 €. Teilweise internationale DJs (House) und Livekonzerte. Vor 2.00 Uhr ist es meist noch sehr ruhig. Geschlossen wird um 7.00 Uhr.
Wer es etwas härter - sowohl im Umgangston als auch in der Musik - mag geht lieber ins Kremlin, Escadinhas da Praia 5, Stadtteil Santos. Die Preise sind ähnlich wie im Lux-Fragil. Gleich nebenan ist das Plateau und an der nahen Av. 24 Julho liegt das Kapital.
[Bearbeiten] Unterkunft
- Pensão Alegria, Praça de Alegria 12, 213220670, kleine gemütliche Pension an einem schönen kleinen Platz gelegen, allerdings direkt über der Polizeiwache. DZ um 35,00 €.
- Pensão Londres, Rua D. Pedro V, nette Pension mit fairen Preisen am höchsten Punkt des Bairro Alto
- Jugendherbergen Lissabon hat mehrere Jugendherbergen pousadas juventude die Übernachtungen von 16,- bis 30,- € anbieten.
- Hostels die unabhängigen Hostels sind ebenfalls zahlreich und mit teilweisen sehr gutem Komfort vertreten. Z.B. Lisbon Lounge Hostel, Lisbon Easy Hostel in der R. Sao Nicolau. Buchungen und Verfügbarkeitscheck sind via Internet beispielsweise unter http://www.german.hostelworld.com/ möglich. Die Unterkunft im Mehrbettzimmer liegt bei 18,- € in der Nebensaison, kostenloser Internetzugang inclusive.
- lisbon lounge hostel, Rua sao Nicolau, 41st 1100–547 Lisboa (Baixa), Tel.: 00351/21/3462061, Fax: 00351/21/3462061, Email: info@lisbonloungehostel.com. 24h geöffnet. Check-in: 24h. Check-out: 24h. ab 18 Euro. Akzeptierte Kreditkarten: Visa. (Koordinate: 38° 42' 37" N 9° 8' 12" O)
[Bearbeiten] Lernen
Lissabon ist Universitätsstadt. Die älteste Universität der Stadt und eine der ältesten in Europa ist die Universidade de Lisboa die 1290 gegründet wurde. Mit insgesamt ca. 20.000 Studenten ist sie eine sehr grosse Universität die 1911 per Dekret neugegründet wurde.
Daneben gibt es die Universidade Técnica de Lisboa, die 1973 gegründete Universidade Nova de Lisboa sowie die Universidade Católica Portuguesa der katholischen Kirche, die private Universität Lusíada Lissabon sowie die ebenfalls private Internationale Universität Lissabon.
[Bearbeiten] Arbeiten
[Bearbeiten] Sicherheit
Kriminalität gibt es wie in anderen europäischen Großstädten natürlich auch. Dennoch ist Lissabon bislang noch verhältnismäßig sicher. Allgemeine Vorsichtregeln sind jedoch auch hier angebracht. Des öfteren wurde von Taschendiebstähle in den öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere in überfüllten Metros oder in der bei Touristen beliebten Trambahnlinie 28, berichtet. Ebenfalls beliebte Reviere sind die Buslinien 44 und 45 vom Flughafen. Einigen Reisenden ist hier alles abhanden gekommen.
In solchen Fällen ist es hilfreich sich an die Polizeistation am Rossio zu wenden. Die sogenannte Touristenpolizei ist zum einen mehrsprachig besetzt und solche Fälle gewöhnt.
Wenn man nachts allein unterwegs ist, sollte man dunkle Ecken im Bairro Alto und die Gebiete um die Metrostationen Intendente und Martim Moniz meiden. Die Polizeipräsenz ist recht hoch, trotzdem wird man in zum Beispiel Baixo auf der Rua Augusta regelmässig von Verkäufern bewusstseinserweiternder Kräuter angesprochen.
Lissobon hat auch sehr arme Seiten und Bettler sind ein gewohntes Bild. Einige sind extrem aufdringlich und fordernd (man gibt beispielsweise 50 Cent und derjenige verlangt einen Euro).
[Bearbeiten] Gesundheit
Lissabon hat mehrere Krankenhäuser über das Stadtgebiet verteilt. Apotheken Farmacia sind ebenfalls zahlreich im Stadtgebiet zu finden. Der Notdienst der Krankenhäuser sollte nur in echten Notfällen in Anspruch genommen werden. Für EU-Bürger reicht der Ausweis zur Legitimation einer Behandlung. Eine Auslandskrankenversicherung ist jedoch hilfreich.
[Bearbeiten] Klarkommen
[Bearbeiten] Touristeninformation
Die Tourismusgesellschaft Lissabons hat neben dem Schalter am Flughafen mehrere Kioske im gesamten Stadtgebiet. Dieses sogenannten Ask me Lisboa Schalter bieten Informationen zum Nahverkehr, zu Unterkunft und Sehenswürdigkeiten. Eine Übersicht über die aktuellen Kioske findet man auf Englisch unter www.askmelisboa.com. Derzeit gibt es sie am Flughafen (Ankunftshalle 7 - 24 Uhr), am Praca Comercio (Lisboa Welcome Center 9 - 20 Uhr), am Sta. Apolónia Bahnhof (Internacional Hall Mittwoch bis Samstag 8 bis 13 Uhr), in der R. Augusta (Kiosk Augusta 10 - 13 und 14 - 18 Uhr), im Palacio Foz (Pr. Restauradores 9 - 20 Uhr), am Artesenato do Tejo (R. Arsenal 10 - 18 Uhr) sowie im Stadtteil Belém an der Monteiros Jerónimos (Kiosk Belém Dienstag bis Samstag von 10 - 13 und von 14 - 18 Uhr).
[Bearbeiten] Lisboa Card
Mit der vom Tourismusverband Lissabons angebotenen Lisboa-Card hat man freie Fahrt in allen Bussen, Straßenbahnen und Aufzügen sowie der Metro. Weiterhin ist der Eintritt in 25 Museen und andere Sehenswürdigkeiten enthalten. Mit dieser Karte erhält man bis zu 50% Ermässigung auf den Eintrittspreis anderer touristisch und kulturell interessanter Einrichtungen.
Die Lisboa-Card kostet für 24 Stunden für Erwachsene 13,50 Euro, für Kinder 6 Euro. Man kann die Karte auch für 2 oder 3 Tage erwerben, dann kostet sie für Erwachsene 23,00 bzw. 28 Euro. Die Lisboa-Card ist unter anderem bei den Touristeninformationen (u.a. am Flughafen) und in Hotels erhältlich.
Ob es sich lohnt muss jeder selbst entscheiden. Um sie voll auszunutzen, ist sicherlich ein gutes Maß an Interesse und Geduld erforderlich.
[Bearbeiten] Post und Telekommunikation
Im gesamten Innenstadtbereich kann man Internetcafés finden, direkt am Rossio z.B. von PT Portugal Telecom. Dort kann man ebenfalls telefonieren. An Kiosken und in Zeitschriftenläden erhält man internationale Telefonkarten. So kann man für eine Karte mit 5 Euro Guthaben etwa 150 Minuten nach Deutschland telefonieren (Stand 01/08). Öffentliche Fernsprecher sind an allen Plätzen und Bahnhöfen zahlreich vorhanden.
Wer länger in Lissabon oder Portugal ist und erreichbar sein will, erhält bei den drei Mobilfunkanbietern TMN, Optimus oder Vodafone günstig Prepaid-Karten.
Postkarten und Briefe kann man an den roten und blauen Briefkastensäulen einwerfen. Die Roten sind für die reguläre und die Blauen für Expresspost.
[Bearbeiten] Ausflüge
Wer der Stadt für einen (halben) Tag entfliehen möchte, kann mit der Fähre auf die andere Seite des Tejo fahren oder mit dem Zug ans Meer - in die Badeorte Estoril oder Cascais.
Die Stadt Sintra mit ihrer zum Weltkulturerbe der Unesco gehörenden Kulturlandschaft liegt gerade mal 28 km (westlich) entfernt und ist leicht mit dem Zug zu erreichen. Das Ticket kostet hin- und zurück 3 € (01/08). Der Zug fährt unter anderem ab der Station Jardim Zoológico an der gleichnamigen Metrostation der blauen Linie.
[Bearbeiten] Literatur
- Pascal Mercier : Nachtzug nach Lissabon. Btb, Mai 2006, ISBN 3442734363, 496 Seiten (Deutsch). Broschierte Taschenbuchausgabe - gehört unbedingt ins Reisegepäck
[Bearbeiten] Weblinks
- Lisbon Tourism (mehrsprachig) - offizielle Tourismusseite

