Lettland

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Lettland (lettisch: Latvija) ist ein Staat im Baltikum (Osteuropa). Er grenzt im Norden an Estland, im Osten an Russland und Weißrussland und im Süden an Litauen.

Lage
Karte von Nordosteuropa mit eingezeichneter Lage von Lettland
Flagge
Flagge von Lettland
Kurzdaten
Hauptstadt: Riga
Staatsform: Parlamentarische Demokratie
Währung: Lettischer Lat (LVL)
Fläche: 64.600 km²
Bevölkerung: 2,31 Mio
Sprachen: Lettisch (offiziell), Litauisch, Russisch
Religionen: Lutherisch, Römisch-Katholisch, Russisch-Orthodox
Stromnetz: 220 V/ 50 Hz
Telefonvorwahl: +371
Internet TLD: .lv
Zeitzone: ME(S)Z+1h (OE[S]Z)

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Regionen

Es gibt vier historische Regionen in Lettland:

Karte von Lettland
  • Livland (Vidzeme), nördlicher Teil.
  • Kurland (Kurzeme), westlicher Teil zwischen Rigaer Bucht und Ostsee.
  • Lettgallen (Latgale), östlicher Teil.
  • Semgallen (Zemgale), südlicher Teil zwischen dem Fluss Düna (Daugava) und der litauischen Grenze.

Zwischen diesen Regionen gibt es kulturelle und soziale Unterschiede, zum Beispiel unterscheiden sich die traditionellen Trachten von Region zu Region. Lettgallen hat sogar einen eigenen Dialekt.

[Bearbeiten] Städte

  • Dünaburg (lettisch :Daugavpils) - zweitgrößte Stadt mit vielen Industrieansiedlungen.
  • Libau (lettisch : Liepaja - Hafenstadt im Westen Lettlands.
  • Rezekne - Herz der Region Lettgallen.
  • Riga (lettisch: Rīga) - Hauptstadt Lettlands mit einer 800-jährigen Geschichte.
  • Sigulda (deutsch Segewold) - Austragungsort von Rodelrennen.

[Bearbeiten] Weitere Ziele

[Bearbeiten] Hintergrund

Nach einer kurzen Zeit als unabhängiger Staat zwischen den Weltkriegen wurde Lettland 1940 von der Sowjetunion annektiert. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erklärten die baltischen Staaten 1991 ihre erneute Unabhängigkeit. Auch wenn die letzten russischen Truppen Lettland 1994 verließen, existiert in Lettland noch immer eine große russische Minderheit (ca. 30 % der Bevölkerung).

Seit 1991 bemüht sich Lettland zusammen mit den anderen baltischen Staaten Litauen und Estland um eine stärkere westliche Bindung, so dass das Land 2004 der Nato und der Europäischen Union beigetreten ist.

[Bearbeiten] Anreise

[Bearbeiten] Einreisebestimmungen

Seit dem 21.12.2007 ist Lettland Mitglied des Schengen Abkommens. Damit entfallen die Grenzkontrollen zu EU Mitgliedsstaaten.

[Bearbeiten] Flugzeug

Riga verfügt über einen internationalen Flughafen, der bislang vor allem von airBaltic aus den deutschsprachigen Ländern angeflogen wurde und Lettland mit vielen verschiedenen europäischen Zielen verbindet. Außerdem existiert eine Flugverbindung der Lufthansa von Frankfurt am Main und München.

Seit November 2004 ist Riga jedoch auch Ziel der Billigfluggesellschaften easyJet (von Berlin aus) und Ryanair (von Frankfurt/ Hahn). Spezielle Angebote beginnen ab etwa 45 € pro Flug und pro Person (inklusive Steuern). Rechtzeitiges Buchen ist bei den Billiglinien häufig Voraussetzung für eines der günstigen Angebote

[Bearbeiten] Bahn

Es existiert keine direkte Bahnverbindung von Deutschland nach Lettland, es ist jedoch möglich, von Berlin mit Umstiegen in Warschau und Vilnius nach Lettland zu fahren. Entscheidet man sich für eine Bahnfahrt nach Lettland, sollte man darauf achten, dass die Fahrt direkt durch die zur EU gehörenden Staaten Polen und Litauen verläuft, da für eine Fahrt durch Weißrussland ein separates Transit-Visum erforderlich ist. Auch bei einer Fahrt durch Kaliningrad ist es erforderlich, sich im Vorhinein nach den Visa-Bestimmungen zu erkundigen.

[Bearbeiten] Bus

Verschiedene Busgesellschaften fahren aus Deutschland nach Lettland: (Fahrzeit z.B. von Berlin: ca. 22 Stunden)

  • Eurolines fährt sechs Mal pro Woche von Deutschland direkt nach Riga. Abfahrtsorte in Deutschland: Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Bremerhaven, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt/ Main, Gütersloh, Hannover, Hamburg, Karlsruhe, Kassel, Köln, Mannheim, München, Münster, Nürnberg, Osnabrück, Potsdam, Stuttgart
  • Ecolines fährt mehrmals pro Woche auf den Strecken Bremerhaven – Bonn – Köln – Düsseldorf – Duisburg – Essen – Dortmund – Kassel – Hannover – Braunschweig – Potsdam – Berlin – Riga, Bremerhaven – Frankfurt/ Main – Karlsruhe – Stuttgart – Würzburg – Nürnberg – Bayreuth – Chemnitz – Dresden – Riga und Bremen – Hamburg – Riga

[Bearbeiten] Auto

Eine Anreise mit dem Auto auf dem Landweg sollte möglichst über Polen und Litauen erfolgen, da man so den Weg durch die EU nimmt und aufwendige Visaprozeduren in Weißrussland vermeidet. Die Fahrzeit von der Deutschen Grenze (Frankfurt an der Oder) bis Riga beträgt mindestens 18 Stunden, wobei es saisonal bedingt an der Grenzen zu Polen und Litauen etwas länger dauern kann. Die Grenze zwischen Litauen und Lettland wird im allgemeinen nur gering frequentiert und ist für PKWs schnell passierbar.

[Bearbeiten] Schiff

Mit dem Schiff kommt man mehrmals pro Woche von Lübeck/Travemünde nach Riga und Ventspils mit DFDS Tor Line (Fahrzeit ca. 36 bzw. 27-30 Stunden) und von Rostock nach Liepaja mit Terrabalt (Fahrzeit ca. 26 Stunden).

Eine sehr umfangreiche Informationsquelle über alle Fährlinien und Detailbeschreibungen der Schiffe nach Lettland sowie Buchungsmöglichkeiten und Tipps um die Schiffsanreise bietet Ferryknowhow.info.

[Bearbeiten] Mobilität

Standardverkehrsmittel im öffentlichen Bereich ist der Bus. Zentrale Abfahrten in alle Himmelsrichtungen befinden sich im Busbahnhof Riga, direkt hinter dem Hauptbahnhof. Auf dem Land verkehren zumeist Kleinbusse, die den aushängenden Fahrplan nur als freundliche Zeitempfehlung verstehen, so dass eine längere Wartezeit an einer - der meist auch noch schwer zu findenden - Haltestellen immer eingeplant werden sollte. Als Ausgleich dafür glänzen diese Busse aber durch einen unschlagbar günstigen Tarif. Einzelreisende sollten immer einen Beleg verlangen, dann ergibt sich nämlich plötzlich der offiziellen Preis ohne Touristenzuschlag. Kleingruppen dagegen sei eine kurze Verhandlung mit dem Fahrer empfohlen und der Verzicht auf einen Fahrschein.

Kürzere und auch längere Strecken lassen sich auch problemlos mit einem Taxi zurücklegen. Wobei für erstere wieder die Sache mit dem Beleg gilt, während für zweitere eine kurze Verhandlung schon einmal zu ungeahnt günstigen Preisen führen kann. Meist ist das aber nur in sogenannten Ruftaxis möglich - also solchen die per Telefon angefordert werden und nicht am Straßenrand warten. An ein solches kommt der sprachunkundige Tourist im ländlichen Bereich am einfachsten, wenn er einen zufällig vorbeikommenden Einheimischen mit einem kleinen Obolus - der durch den günstigen Preis bei weitem aufgewogen wird - zur Mithilfe bewegt.

Die Bahn ist derzeit noch - mit Ausnahme des Umfeldes von Riga - nicht die erste Wahl für Reisen im Land. Dieser Zustand soll sich jedoch nach dem Willen der Regierung in den nächsten Jahren deutlich ändern, zumindest wird das bereits seit einiger Zeit so versprochen.

Ansonsten gibt es ausreichend Autovermieter aller Größen, die jedoch zumeist in der Hauptsaison ausgebucht sind und deren Preise über dem mitteleuropäischen Durchschnitt liegen. Hier kann einen Vorabbuchung aus dem Ausland einiges abmildern. Die Straßen sind aber in vielen Gebieten eine Zumutung, so dass mit dem kostbaren Mietauto unbedingte Vorsicht geboten ist!

[Bearbeiten] Sprache

Die lettische Sprache (offizielle Amtssprache) gehört zur indoeuropäischen Sprachfamilie und stammt vom Altprussischen ab. Darüber besitzt Lettland eine große russische Bevölkerungsgruppe, die russisch zur zweitwichtigsten Sprache des Landes macht. In einigen Teilen des Landes wird darüber hinaus litauisch gesprochen.

Die Sprache selbst lässt sich einfacher erlernen, als es manchem Mitteleuropäer scheinen mag. Die enge Verwandtschaft mit dem Russischen kommt zumindest denen zu gute, die in dieser Sprache bewandert sind. Ansonsten läßt sich vieles recht einfach auswendig lernen, die Regeln der Grammatik sind klar und eindeutig und die Aussprache nahezu ohne besondere Tricks.

In den touristischen Gebieten kommt man gerade bei jüngeren Menschen auch mit der englischen Sprache weiter, sollte jedoch gerade bei älteren Personen versuchen, wenigstens die wichtigsten lettischen Begriffe zu nutzen. Die in Deutschland oftmals verbreitete Aussage, dass in einigen Gebieten auch deutsch gesprochen wird, stimmt so nicht. Lediglich einige ältere Leute oder auch Schüler, die in der Schule deutsch gelernt haben, können sich so verständigen.

[Bearbeiten] Kaufen

In den ländlichen Gebieten ist die Versorgung sowohl mit Lebensmitteln als auch mit Industriewaren oftmals sehr beschränkt und ermöglicht nur einen durchschnittliche Versorgung. Anders sieht es dagegen in den Touristenhochburgen Riga und Jurmala aus. Gerade in der Hauptstadt haben sich eine Vielzahl von Geschäften aller Größenordnungen und Inhalte angesiedelt. Dort finden sich im Bereich der Kleidung originelle kleine Läden, die von Einheimischen betrieben werden, gleich neben den durchgestylten Boutiquen großer Handelsketten und Markenartikelern. Letztere sind aber meist so gestaltet wie überall in Europa, so dass allein deswegen eine Reise nicht lohnt. Auch das Preisverhältnis im Bereich Kleidung nähert sich langsam dem mitteleuropäischen Niveau an.

Lebensmittel sind in allen Städten - egal welcher Größe - zumeist in Supermärkten westlichen Zuschnitts erhältlich. Zwei der bedeutenden Ketten sind Rimi und Saulite (Das Sonnchen). Während dort das Preisniveau ebenfalls nur leicht unter dem mitteleuropäischen Zuschnitt liegt, sind die vielfach anzutreffenden Märkte meist deutlich preisgünstiger und warten in der Regel auch mit erstklassiger Ware direkt aus dem Land auf. Besonders empfehlenswert ist dabei ein Besuch der Markthallen Riga, die sich direkt hinter dem Hauptbahnhof und neben dem Busbahnhof befinden. Doch Vorsicht: Die angebotene Frischware ist nicht staatlich kontrolliert! Wer also seinen persönlichen Gammelfleischskandal vermeiden will, sollte die Ware in Ruhe und sorgfältig prüfen.

[Bearbeiten] Küche

Eine ausgesprochen eigenständige Küche gibt es in Lettland nicht. Verarbeitet werden Fleisch, Gemüse und weitere Beilagen wie sonst in Mitteleuropa auch. Damit finden sich sowohl Schnitzel auf dem Speiseplan als auch Kartoffelpuffer. Allein die russische und polnische Küche hat einen gewissen Einfluss genommen, so dass Borschtsch, Bigos und - fast überall - eine kalte Rote Bete Suppe zu finden sind.

An den Landstraßen gilt das alte Prinzip, iss dort, wo auf dem Parkplatz LKWs stehen - dann stimmt in der Regel die Qualität und auch der Preis. Für die Küstenregionen gilt, iss Fisch in allen möglichen Varianten. Dafür sind in der Urlaubszeit (01.06.-31.08.) viele kleine Bistros vorhanden. Auch sollte man sich in der Regel nicht vom äußeren Erscheinen eines Lokals abschrecken lassen (viele Gebäude stammen aus sowjetischer Zeit, und da wurde für die nächsten 500 Jahre gebaut - ohne Instandhaltung), die Speisen können sich immer sehen und genießen lassen. In 99 % aller Lokale ist die Speisekarte in Lettisch und Englisch, teilweise auch Deutsch.

[Bearbeiten] Nachtleben

Während im Winter das öffentliche Leben praktisch zum Erliegen kommt, steppt in den Sommermonaten der Bär. Gerade in Riga und Jurmala werden dann die Nächte sehr lang. Getanzt wird oftmals gleich auf den Straßen, in denen Bands spielen oder auch einfach nur ein Kofferradio dudelt. Diese Partys bilden sich vor allem dort, wo den Jugendlichen das Geld für eine touristisch frequentierte Diskothek fehlt. Von denen gibt es ausreichend in den Touristengebieten.

Vorsicht geboten ist jedoch in Riga: Hier zerren Schlepper unbedarfte Gäste in zwar schicke, aber total überteuerte Etablissments, in denen neben Alkohol und Musik auch noch allerhand anderes geboten wird. Diese Diskotheken fallen dann zu vorgerückter Stunde meist durch "Nordische Kampftrinker" auf, die dann jede Zivilisation fahren lassen.

[Bearbeiten] Unterkunft

Gerade in der Hauptsaison sind die Preise in touristischen Gebieten höher als in Mitteleuropa. Vermeindliche Schnäppchen sollten daher nur von Leuten genommen werden, die im Komfort deutliche Abstriche machen können und wollen!

[Bearbeiten] Lernen

Der Andrang ausländischer Schüler und Studenten auf lettische Schulen hält sich derzeit sehr in Grenzen. Berühmteste Universität des Landes ist die Technische Universität Riga, die in einigen Bereichen, wie zum Beispiel der Elektrotechnik, international einige Reputation besitzt. Haupthinderungsgrund eines Studiums dürfte wohl immer die Sprache sein, die sich nun einmal bei aller internationaler Ausrichtung auf das Lettische konzentriert.

[Bearbeiten] Arbeiten

Die Aufnahme einer Arbeit ist jederzeit problemlos möglich. Gerade in der Saison sind zum Beispiel in Jurmala ausländische Hilfskräfte, wie Barkeeper und Animateure zeitweise gefragt. Papiere und Versicherungen werden dabei im Allgemeinen lasch gehandhabt. Hauptproblem ist dabei eigentlich nur eines: Mit den dortigen Löhnen in einem für einheimische Verhältnisse doch recht teuren Touristengebiet zu überleben, ist nicht ganz so einfach und sollte unbedingt vorher kalkuliert sein.

Ansonsten glänzt das Land durch eine recht hohe Arbeitslosigkeit, so dass besonders im ländlichen Umfeld die Suche nach einer Beschäftigung nahezu aussichtslos ist. Auch hier gilt, falls man einen Job findet: Offiziell gibt es zwar so eine Art Mindestlohn, in der Praxis kann das aber schon einmal auf ein monatliches Einkommen von umgerechnet 70 € hinauslaufen - und das ist selbst für lettische Verhältnisse zum Überleben auf dem Land nicht gerade üppig.

[Bearbeiten] Feiertage

Folgende Feiertage gibt es in Lettland: Neujahr 01.01., Karfreitag, Ostern, Tag der Arbeit 01. Mai, Unabhängigkeitstag 04. Mai, Sommersonnenwende 23. Juni, Johannestag 24. Juni, Tag der Unabhängigkeit 1991 18. November, Weihnachten 25.-26.12. Dezember. Des Weiteren wird der Namenstag gefeiert.

[Bearbeiten] Sicherheit

Lettland gilt als eines der sichersten Länder in Europa, auch wenn einige Siedlungen der Reichen gesichert sind wie Festungen. Die Kriminalität beschränkt sich - wie in vielen andern Ländern auch - auf Taschendiebstahl und gelegentliche Autoaufbrüche. Der Autodiebstahl selbst hat in den vergangenen Jahren immer mehr abgenommen und ist praktisch zum Erliegen gekommen. Besondere Vorsicht ist also weniger auf dem flachen Land als vielmehr in den Touristenhochburgen Riga und Jurmala geboten.

[Bearbeiten] Gesund bleiben

Man sollte sich gegen FSME impfen lassen. Es ist nicht ratsam Leitungswasser zu trinken also besser abkochen.

[Bearbeiten] Klima

Die Sommer sind meist warm und trocken, so dass ein wirklicher Sommerurlaub gegeben ist. Einzelne Regenschauer gehen dann zwar mit einiger Wucht darnieder, dauern aber meist nicht so lang. Die Temperaturen können im Sommer schon einmal bis auf 30 Grad Celsius steigen, der Durchschnitt liegt aber so bei 23-25 Grad. Die Wassertemperatur in der Rigaer Bucht ist nicht an allen Stellen angenehm, so gibt es an der westlichen Seite der Bucht eine kalte Strömung, die jedes Baden nahezu unmöglich macht. An der Nordküste sieht es ähnlich aus, als Faustregel gilt dabei: Wo kaum bis keine Einheimischen sind, ist das ansonsten sehr saubere Wasser kalt.

Im Winter kann der Frost das öffentliche Leben außerhalb der Städte schon einmal zum Erliegen bringen, da sich aufgrund der dünnen Besiedlung niemand die Mühe macht, alle Straße sofort und überall zu räumen. Zu dieser Jahreszeit kann es aber für Skilangläufer in einigen Gebieten recht reizvoll sein, da sich dort ausgiebige und unberührte Schneeflächen finden lassen, also demzufolge keine ausgebauten Loipen vorhanden sind.

Frühjahr und Herbst bieten auch viele reizvolle Tage, wobei besonders der späte September, frühe Oktober erwähnt sei. Zu dieser Zeit lassen sich die Schönheiten des Landes in Ruhe betrachten.

[Bearbeiten] Respekt

Viele ältere Menschen leben am Existenzminimum und versuchen an den Straßen Dinge zu verkaufen, die manchem Mitteleuropäer etwas skurril erscheinen! Man sollte diesen Menschen keine Almosen geben, da dies als beleidigend empfunden wird, sondern lieber etwas zu einem guten Preis abkaufen. Einzig und allein maßlos Betrunkene sollten man, egal in welcher Situation, links liegen lassen, da dies von vielen Einheimischen als sehr störend empfunden wird.

Damit wäre auch gleich gesagt, dass die Letten ein sehr stolzes Volk sind.

Ausländern wird nahezu ausnahmslos - wenn sie sich denn entsprechend benehmen - großer Respekt entgegengebracht. Besonders Westeuropäer sind als Touristen erwünscht, so dass man ihnen manchmal sogar etwas mehr als notwendig Ausrutscher nachsieht. Schwieriger ist es dagegen mit den Russen, die geschichtlich bedingt nicht so gern gesehen sind. Der sprachunkundige Reisende wird immer irgendwie zu seinem Ziel kommen, wobei die notwendigsten einheimischen Vokabeln natürlich nicht schaden können.

Vorsicht geboten ist für Deutsche in manchen sudöstlichen Gebieten: Dort wird sowohl in den Städten als auch auf dem Land mitunter eine offene Glorifizierung der eigenen faschistischen Vergangenheit - die eng mit den deutschen Nazis verbunden war - betrieben. Von einem Deutschen wird dann unter Umständen einen Identifikation mit diesem Treiben erwartet. Hier sollte man schnell auf ein Nichtverstehen beharren und das Weite suchen.

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

Für den Touristen lohnt sich zur Kommunikation im Land immer der Erwerb einer einheimischen Telefonkarte mit Guthaben. Damit sind beispielsweise auch Gespräche nach Hause immer günstiger als mit dem eigenen Roaming (zumindest ist es derzeit noch so, aber das soll sich ja ändern). Aufgrund von öfter vorkommenden Problemen bei der Aktivierung sollte man diese aber immer beim Kauf durch den Händler aktivieren lassen! Und damit ist auch gleich gesagt, dass diese Karten nie auf der Straße sondern immer in offiziellen Shops der diversen Telefongesellschaften erworben werden sollten.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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