Leipzig
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Leipzig ist mit etwa 500.000 Einwohnern die größte Stadt in Sachsen. Sie besitzt eine für deutsche Großstädte ungewöhnlich gut erhaltene historische Innenstadt und elegante Stadtviertel aus der Gründerzeit. Außerdem ist sie ein industrielles Zentrum. Im Bereich der Musik und Bildenden Kunst genießt sie Weltruf. Aus dieser Stadt kamen die wesentlichen Impulse, die zur friedlichen Revolution und Wiedervereinigung Deutschlands (1989/ 90) führten. Leipzig ist reich an Sehenswürdigkeiten, Shoppinggelegenheiten und man trifft auf ein ausgeprägtes Nachtleben.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Stadtteile
Seit 1992 besteht Leipzig aus zehn Stadtbezirken, die wiederum in Ortsteile unterteilt sind. Die statistischen Bezirke samt Ortsteilen haben jedoch nichts mit den historisch gewachsenen Ortsteilen gemeinsam. Deshalb und weil sich ein Großteil der Sehenswürdigkeiten auf das Zentrum konzentriert, ist es sinnvoller, eine räumlich-bauliche Unterteilung vorzunehmen.
- Mitte - vom Hauptbahnhof über die Innenstadt bis zur Deutschen Bücherei.
- Westliche Vorstädte - alles was westlich der Weißen Elster mit ihren Auen liegt: Böhlitz-Ehrenberg, Leutzsch, Lindenau, Plagwitz, Grünau, Miltitz, Zschocher und Knauthain.
- Fughafen Leipzig/Halle bei Schkeuditz.
- Nördliche Vorstädte - Gohlis, Möckern, Wahren, Lützschena und letztlich auch Wiederitzsch mit dem Neuen Messegelände.
- Östliche Vorstädte - Schönefeld, Mockau, Sellerhausen, Paunsdorf, Engelsdorf und Anger-Crottendorf.
- Südliche Vorstädte - Stötteritz mit Völkerschlachtdenkmal, Connewitz und Lößnig.
- Markkleeberg - hatte sich bisher erfolgreich der Eingemeindung widersetzt, ist aber ebenfalls nichts anderes als eine Vorstadt.
[Bearbeiten] Hintergrund
Die Stadt Leipzig verdankt ihren Ursprung einem kleinen Fischerdörfchen, das die wendischen Sorben am Zusammenfluss von Pleiße und Parthe gründeten und Lipsk (von lip oder lipa, die Linde) nannten. Erst 1015 wird der Ort als Stadt erwähnt, die unter den Grafen des Gaues Chutici stand. 1017 verschenkte Kaiser Heinrich II. Leipzig an das Stift Merseburg. 1082 wurde es von dem Böhmenherzog Wratislaw zerstört, erhob sich aber bald wieder. 1134 brachte es Konrad von Wettin durch Tausch an sein Haus. Unter Otto dem Reichen (1156-89) wurde Leipzig, damals 5000 bis 6000 Einwohner zählend, erweitert und befestigt und erhielt seine beiden Hauptmessen. Um die ihm besonders wegen der Gründung des Thomasklosters (nebst der Thomaskirche 1213), dem er das Patronat der Leipziger Kirche übergab, feindlich gesinnten Bürger im Zaum zu halten, ließ Markgraf Dietrich 1218 die Stadtmauer schleifen und drei feste Schlösser errichten. Während der Minderjährigkeit Heinrichs des Erlauchten (1221-63) ließ dessen Vormund, Landgraf Ludwig von Thüringen, das Schloss am Grimmaischen Thor wieder niederreißen, worauf die Dominikaner auf dieser Stelle ihr Kloster zum heiligen Paulus erbauten. Heinrich vergrößerte die Stadt durch Anlegung des Brühls, der Ritterstraße, der Nikolaistraße und eines Teils der Reichsstraße (1237). Um diese Zeit bildete sich in Leipzig auch eine Kaufmannsgilde, zu welcher sich die italienischen Kaufleute (Lombarden), die seit der Rückkehr Konrads von Wettin aus Italien sich hier niedergelassen hatten, gesellten. Bei der von Heinrich vorgenommenen Länderteilung kam Leipzig mit dem Osterland an Dietrich den Weisen, Markgrafen von Landsberg (1263-1283), der den nach Leipzig reisenden Kaufleuten für ihre Person und Güter einen Schutzbrief erteilte, die Bürger vom Gerichtszwang ihres Amtmanns befreite und 1273 der Stadt das Münzrecht verlieh. Bei der Länderteilung unter den Söhnen Friedrichs des Ernsthaften 1349 fiel Leipzig mit dem Osterland Friedrich dem Strengen (1349-81) zu. Dieser und sein Bruder Wilhelm stifteten am 4. Dezember 1409 auf Grund der Errichtungsbulle des Papstes Alexander V. (vom 9. Sept.) eine Universität, welche zu Ende des 15. Jahrhunderts schon über 660 Studierende zählte. 1423 erlangte die Stadt, welche bisher von markgräflichen Vögten verwaltet worden war, jedoch nur auf Wiederkauf, die Ober- und Niedergerichte und bestellte einen Stadtrichter. 1454 wurde der Stadtgraben um die innere Stadt gezogen, und 1483 erfolgte die Gründung des Oberhofgerichts. 1458 kam zu den beiden schon bestehenden Messen noch die Neujahrsmesse hinzu. Bei der neuen Teilung der Wettinschen Lande 1485 fiel Leipzig der Albertinischen Linie zu. Georg der Bärtige (1500-1539) gab der Stadt das Stempel- und Niederlagsrecht, erweiterte die Grenzen des Weichbildes und überließ ihr 1508 nunmehr erblich die Ober- und Untergerichte.
Das 1519 in der alten Pleißenburg zwischen Luther, Karlstadt und Eck gehaltene sogen. Leipziger Kolloquium war für die weitere Entwickelung der Reformation von großem Einfluss. Georg unterdrückte zwar die evangelische Lehre in Leipzig gewaltsam, indes schon sein Bruder Heinrich der Fromme (1539-41) führte die Reformation förmlich ein (der jedoch die Universität erst später sich anschloss) und erteilte dem Rate das Patronatsrecht über die Kirchen und Schulen. 1545 ließen sich die ersten Buchhändler, Steiger und Boskopf, in Leipzig nieder. Im Schmalkaldischen Krieg erlitt Leipzig 1547 eine Belagerung durch Johann Friedrich den Großmütigen, bei der die Vorstädte gänzlich eingeäschert wurden. Unter dem neuen Kurfürsten Moritz wurden dagegen die Festungswerke verstärkt, die Pleißenburg neu aufgebaut; die Vorstädte entstanden in ihrer jetzigen Entfernung von der innern Stadt, und 1550 wurde das Konsistorium aus Merseburg hierher verlegt. Im März 1549 wurde hier von den sächsischen Landständen das sogen. Leipziger Interim beschlossen. Durch Kurfürst August veranlasst, ließen sich viele niederländische Kaufleute in Leipzig nieder.
Ungemein litt die Stadt in dem Dreißigjährigen Krieg. 1631 erschien Tilly vor Leipzigs Mauern und nötigte es zur Übergabe. Gustav Adolfs glänzender Sieg bei Breitenfeld am 17. September. des Jahres befreite jedoch schon am 22. September die Stadt vom Feind. 1632 und 1633 wurde sie vom kaiserlichen General Holk eingenommen, 1642 von den Schweden unter Torstensson, welche sie trotz des 1648 abgeschlossenen Westfälischen Friedens wegen rückständiger 267.000 Taler Kriegssteuer bis 1650 besetzt hielten. Der Dreißigjährige Krieg hatte der Stadt über 1.070.000 Taler gekostet und ihren Wohlstand gänzlich zerrüttet.
Nach wiederhergestelltem Frieden wurde Leipzig stärker befestigt. Auch wurden damals die Lindenalleen auf den Wällen angepflanzt. 1677 wurde die Ratsbibliothek gegründet und 1678 die Börse errichtet. Seit 1667 zog sich der Buchhandel aus Frankfurt a. M., wo zu strenge Zensur geübt wurde, nach Leipzig, und seit Anfang des 18. Jahrhunderts wurde Leipzig der Hauptstapelplatz des deutschen Buchhandels. 1682 wurde das Handelsgericht errichtet und eine Handelsgerichts- und eine Wechselordnung bekannt gemacht. 1687 trat eine Bücherkommission ins Leben, und 1690 wurde die Münzkonferenz gehalten, der 1691 die Einführung des Leipziger Münzfußes (1 Mark = 12 Thlr.) folgte. Unter August II. (1694-1733) ließ sich, nach Aufhebung des Edikts von Nantes, die sogen. französische Kolonie (meist Kaufleute) in Leipzig nieder. Leipzig gehörte zu den vier Legestädten des Reichs und hatte bei den sächsischen Landtagen das Direktorium unter den Städten.
Von den traurigsten Folgen war der Siebenjährige Krieg für Leipzig, das von Friedrich d. Gr. mit schweren Kontributionen (über 15 Mio Taler) belegt wurde. In der Zeit des nachfolgenden Friedens nahmen der Handel und die Messen einen Aufschwung wie fast niemals vorher. Die Universität wurde von Friedrich August I. sehr begünstigt, seit 1784 die Festungswerke abgetragen und der Stadtgraben in einen Park verwandelt. Eine ganz veränderte Richtung gab dem Handel der französisch-preußische Krieg von 1806. Die französische Beschlagnahme aller englischen Waren mußte durch Zahlung von 7 Mio Franc losgekauft werden, doch hatte Leipzig sich mitten in den folgenden Kriegsjahren starker Messen zu erfreuen. Im Krieg von 1809 wurde es am 22. Juni von den Österreichern und am 26. Juni von einem Korps Braunschweiger besetzt, das eine Kontribution erhob. Die größten Leiden brachte der französisch-russische Krieg über Leipzig. Am 31. März 1813 wurde es zuerst von Kosaken und andern russischen Truppen besetzt, die aber, bis auf eine geringe Besatzung, 30. April wieder abzogen, worauf 2. Mai, nach der Schlacht bei Lützen, ein Korps Franzosen unter General Lauriston die Stadt besetzte.
Das welthistorische Ereignis der großen Völkerschlacht vom 16. bis 19. Oktober 1813 brachte furchtbare Schreckenstage über Leipzig. Die Stadt wurde mit Sturm genommen und erhielt einen russischen Kommandanten. Viele Tausende raffte das in den zahlreichen überfüllten Spitälern, zu denen Kirchen und andere öffentliche Gebäude eingerichtet waren, ausgebrochene Nervenfieber dahin. Von Nachteil für die Stadt wurde auch die Teilung Sachsens 1815, welche die preußischen Schlagbäume bis zwei Stunden vor die Stadt rückte. Am 5. April 1831 wurde die verhasste alte städtische Regierung durch einen neuen, von den provisorischen Kommunerepräsentanten gewählten Magistrat ersetzt. Von großer Bedeutung für Leipzig wurde der 1833 erfolgende Anschluss Sachsens an den Deutschen Zollverein, dem schnell die Anlegung von Eisenbahnen folgte. Das Jahr 1835 brachte die Beseitigung des Schöppenstuhls, des Oberhofgerichts und des Konsistoriums, wogegen die Stadt Sitz des Appellationsgerichts und der Kreisdirektion wurde. Hierzu kamen 1836 die Buchhändlerbörse und am 1. September 1838 die Leipziger Bank. Eine durch die Maßregeln gegen eine sich in Leipzig konstituierende deutschkatholische Gemeinde sowie durch eine Bekanntmachung der Minister in Beziehung auf den Symbolzwang der protestantischen Kirche hervorgerufene Missstimmung der Bürger ließ es am 12. August 1845 bei der Anwesenheit des Prinzen Johann zu einem Volksauflauf kommen, bei welchem das Einschreiten des Militärs mehreren Personen das Leben kostete. Während des Sturmjahrs 1848 wirkten hier zahlreiche politische Vereine in verschiedenen Richtungen, namentlich entwickelte Robert Blum eine große agitatorische Tätigkeit. In der Nacht zum 17. Mai 1849 kam es zwischen der Kommunalgarde und den Tumultuanten zu blutigen Zusammenstößen. 1866 war Leipzig mehrere Monate von preußischen Truppen besetzt. 1868 wurde das Reichsoberhandelsgericht und 1879 das Reichsgericht nach Leipzig verlegt.
[Bearbeiten] Anreise
Leipzig ist eine bedeutende Verkehrsdrehscheibe in Mitteldeutschland.
[Bearbeiten] Flugzeug
Der Flughafen Leipzig/ Halle befindet sich 15 km nordwestlich von Leipzig. Er ist vor allem als aufstrebender Frachtknotenpunkt bekannt geworden und fertigt mehr als zwei Millionen Passagiere jährlich ab. Innerdeutsch fliegt Lufthansa von Düsseldorf, Frankfurt und München. Germanwings hat Linienverbindungen von Köln-Bonn und Stuttgart. Mit weiteren Airlines bestehen Verbindungen von Paris und Wien im Liniendienst.
Der Flughafen Leipzig/ Halle ist an das Fern- und Regionalbahnnetz angeschlossen. Mit dem Regionalexpress (RE 5, aller 30 Minuten) sind es 14 Minuten Fahrzeit zum Leipziger Hauptbahnhof zu einem Preis von ca. 3,40 €. Auf dieser Linie gibt es während der Nachtstunden nur ein sehr eingeschränktes Zugangebot. Für eine Taxifahrt in das Leipziger Stadtgebiet ist mit Kosten von 25 bis 30 € zu rechnen. Am Flughafen stehen mehrere kostenpflichtige Parkplätze und ein Parkhaus zur Verfügung. Das Parkhaus ist direkt mit dem Terminal verbunden und ermöglich eine trockene An-/ Abreise. Die Parkgebühren betragen 1,50 € die Stunde (Stand Nov. 2007). Die Langzeitparkplätze sind allerdings auch nur unweit des Terminals und auf Dauer um einiges billiger. Direkt im Ankunftsbereich haben auch alle großen Mietwagenanbieter einen Stand. Mit dem Auto gelangt man über die A14 nach Leipzig.
42 km südlich von Leipzig liegt der Flughafen Leipzig-Altenburg. Ryanair fliegt von London-Stansted und Barcelona-Girona den Flughafen an. Zum Leipzig Hauptbahnhof (Ostseite) wird zu den Flügen ein Busverkehr angeboten (ThüSac, Einzelfahrt 12 €, ca. 70 Minuten Fahrzeit). Vorteil dabei ist, dass der Bus wartet sollte der Flug Verspätung haben.
[Bearbeiten] Bahn
Der Leipziger Hauptbahnhof liegt direkt im Nordosten der Altstadt. Hier kreuzen sich zwei ICE-Linien:
- (Wiesbaden)–Frankfurt am Main–Erfurt–Leipzig–Dresden (stündlich)
- Hamburg–Berlin–Leipzig–Jena–Nürnberg–München (zweistündlich)
Desweiteren gibt es eine stündliche InterCity-Verbindung von/ nach Hannover über Magdeburg. Von dort aus fahren die Züge weiter über Bremen nach Oldenburg oder über das Ruhrgebiet nach Köln. Am Freitag und Sonntag ist eine Reservierung nach Berlin, Hamburg und Frankfurt am Main sehr zu empfehlen. Durch den Ausbau der der ICE-Strecke nach Berlin und Hamburg geht es gen Norden recht zügig voran. Die anderen Strecken sind nur teilweise ausgebaut, so dass die Reise etwas länger dauert:
- Hamburg Hauptbahnhof 3 h
- Berlin Hauptbahnhof 1 h 15 min
- Nürnberg 3 h 10 min
- München Hauptbahnhof 5 h
- Erfurt 1 h 10 min
- Frankfurt 3 h 30 min
- Hannover 2 h 40 min
Leipzig Hauptbahnhof ist Knotenpunkt von Nahverkehrslinien (RE und RB) unter anderem aus Dessau, Bitterfeld, Cottbus, Hoyerswerda, Dresden und Riesa, Chemnitz, Zwickau sowie Gera. Etwa 30 Minuten Fahrzeit entfernt liegt der Knoten Halle (Saale), erreichbar mit der S 10 oder der RE 5; wobei nur die RE 5 über den Flughafen Leipzig-Halle fährt.
[Bearbeiten] Bus
Mit Fernbussen ist Leipzig neben eine Reihe von deutschen Städten auch aus z.B. Amsterdam, Antwerpen, Brüssel, London, Rotterdam und Sofia erreichbar.
[Bearbeiten] Auto
Leipzig kann leicht mit dem Auto erreicht werden: die beiden Autobahnen A 14/ A 9 führen direkt an Leipzig vorbei. Mittlerweile ist der Ring um Leipzig durch die A 38 geschlossen.
| Entfernungen | |
| Nürnberg: | 282 km |
|---|---|
| Hannover: | 262 km |
| Prag: | 255 km |
| Berlin: | 190 km |
| Chemnitz: | 132 km |
| Dresden: | 111 km |
Es führen folgende Bundesstraßen durch Leipzig:
- B 2 Gera–Leipzig–Lutherstadt Wittenberg–Berlin (im Süden Leipzigs Einmündung der B 95 aus Chemnitz)
- B 6 Halle–Leipzig–Meißen
- B 87 Weißenfels–Leipzig–Torgau
- B 181 Merseburg–Leipzig
- B 184 Dessau–Leipzig
- B 186 Südwestumfahrung Leipzig (praktisch, wenn man auf der A 9 im Stau steht)
[Bearbeiten] Schiff
Leipzig ist mit dem Schiff so gut wie nicht zu erreichen. Die nächsten größeren Gewässer sind Saale, Mulde und Elbe, allerdings ist letztere schon beträchtlich entfernt.
[Bearbeiten] Mobilität
Die S-Bahn Leipzig ist ein Stadt- und Vorortverkehr auf auch vom übrigen SPNV genutzten Bahnstrecken, der von DB Regio betrieben wird. Es gibt vier Linien, die im wesentlichen im 30-Minutentakt bedient werden.
| S 1 | Leipzig Hauptbahnhof –Miltitzer Allee (im Neubaugebiet Grünau) |
| S 2 | Leipzig Hauptbahnhof –Borna (stündlich, bis Neukieritzsch alle 30 Minuten mit den RB-Zügen nach Altenburg) |
| S 10 | Halle Hauptbahnhof –Leipzig Hauptbahnhof |
| S 11 | Leipzig Hauptbahnhof –Wurzen |
Der Flughafen Leipzig/ Halle wird im 30-Minuten-Takt von einer RE-Linie bedient. Es gilt der Verbundtarif des MDV.
In der Stadt ist die Straßenbahn das Mittel der Wahl. Von den 13 Straßenbahnlinien fahren bis auf die Linie 2 alle zum Hauptbahnhof. Tagsüber besteht ein Zehnminutentakt, der sich durch die Überlagerung zweier Linien auf den wichtigsten Strecken zu einem Fünfminutentakt verdichtet. Ab 19 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen gilt ein 15-min-Takt. Von 22 Uhr bis 1 Uhr fahren die Bahnen alle 30 min, wobei ein Sammelanschluß am Hauptbahnhof besteht.
Die Busse verbinden die Tangenten untereinander. Dabei haben die Linien 60, 70, 80 und 90 Metrobus-Charakter - sie verkehren zu den selben Takten, wie die Straßenbahnen. Die Linie 89 führt als einzige Buslinie im Viertelstundentakt durch die Innenstadt und verbindet den Hauptbahnhof mit dem Musikerviertel südwestlich der Innenstadt und Connewitz.
Nachtbusse starten am Hauptbahnhof um 1:11 Uhr, 2:22 Uhr und 3:33 Uhr. In den Nächten von Freitag zu Sonnabend bzw. Sonnabend zu Sonntag starten am Hauptbahnhof zusätzliche Busse um 1:45 Uhr und 3:00 Uhr.
Ein Einzelfahrschein (MDV-Tarif) kostet 1,80 €, eine Vier-Fahrten-Karte 6,80 €, eine Tageskarte 5,20 €. Für Familien und Gruppen bis zu fünf Personen lohnt sich eine Gruppenkarte für 12 €.
Mit der voraussichtlichen Inbetriebnahme des City-Tunnel Leipzig im Jahr 2010 wird das S-Bahn-Netz neu geordnet werden.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Die Altstadt mit dem Gros der baulichen Sehenswürdigkeiten liegt innerhalb eines Straßenrings südlich des Hauptbahnhofes (1915 fertiggestellt) und ist in weiten Teilen Fußgängerzone. Bevor man vom Hauptbahnhof aus die eigentlichen historischen Sehenswürdigkeiten erreicht, kommt man am Sachsenplatz
vorbei, der ein Neubau aus den 1960er Jahren ist und vor dem Krieg dicht bebautes Gebiet ersetzte. An Stelle der ehemaligen Touristinfo wurde hier 2004 das Museum der bildenden Künste neu eröffnet.
Der Marktplatz
wird vom Alten Rathaus beherrscht, das 1556 im Renaissancestil erbaut wurde. Es beherbergt das Stadtgeschichtliche Museum mit ständiger Ausstellung. Am Nordrand des Marktes liegt die Alte Waage, ein altes Handesgebäude, das 1943 zerstört und in den Jahren 1963 bis 64 wiederaufgebaut wurde. Hinter dem Alten Rathaus wiederum liegt der Naschmarkt (1556)
mit der Alten Handelsbörse, die früher Versammlungsort der Kaufleute war. Davor das Goethedenkmal, das an die Zeit des Dichters während seines Studiums in Leipzig erinnert.
Auf der anderen Seite des Naschmarktes beginnt die Mädlerpassage
, die nur einen Teil des Passagensystems darstellt. Gleich am Eingang der Mädlerpassage liegt ein weiteres berühmtes Wahrzeichen der Stadt: Auerbachs Keller, wie zu erwarten ausgeschmückt mit Figurentruppen aus der „Faust“-Szene. Folgt man der Grimmaischen Straße nun ostwärts, gelangt man zum Hansahaus
, das ein weiteres, wenn auch nicht so eindrucksvolles Passagensystem bildet, und nebenan zu Specks Hof. Gegenüber liegt die Nikolaikirche, die als Ausgangspunkt für die Demonstrationen im Herbst 1989 gilt.
Am östlichen Ende der Altstadt liegt der Augustusplatz
, der wie der Sachsenplatz im Norden nach dem Krieg völlig neu gebaut wurde. Es handelt sich dabei um den Universitätskomplex mit der Universität, dem Neuen Gewandhaus, dem Opernhaus (trotz Neubaues mit historischen Elementen) und dem ehemaligen Universitätshochhaus. Das letztgenannte Gebäude ist 142 m hoch und hat die Form eines aufgeschlagenen Buches.
Im Südwesten der Altstadt findet man die Thomaskirche
, die durch den Thomanerchor weltweit bekannt ist. Wiederum südlich davon liegen das Stadthaus Leipzig und daneben das Neue Rathaus
.
Neben der Innenstadt ist auch der Südosten Leipzigs von Interesse: Hier findet man die beiden gewaltigen Komplexe der Deutschen Bücherei und des alten Messegeländes. Ganz in der Nähe der Deutschen Bücherei findet sich die russische Gedächtniskirche, die an die in der Völkerschlacht gefallenen russischen Soldaten erinnert. Das Völkerschlachtdenkmal liegt im Stadtteil Stötteritz und ist eines der Wahrzeichen Leipzigs. Von der Aussichtsplattform hat man eine schöne Rundsicht über die Umgebung.
Das 1996 fertiggestellte neue Messegelände befindet sich hingegen im Norden der Stadt und ist dort eine der wichtigsten Landmarken.
Besonders für junge Leute interessant ist der Stadtteil Connewitz im Südwesten, während im Westen das Waldstraßenviertel mit Gebäuden aus der Zeit von 1870 bis 1900 lockt.
[Bearbeiten] Aktivitäten
Der Leipziger Zoo ist einer der meistbesuchten deutschen Zoos. Die sehenswerte Anlage liegt mitten im Stadtgebiet und ist mit der Straßenbahnlinie 12 gut zu erreichen. Hunde sind nicht erlaubt. Eintritt: Erw. 10 €, Kinder 6 €, Familien 25 €.
Der Leipziger Hauptbahnhof ist eine Augenweide. Außerdem ist dort das Shoppen bis 22 Uhr und auch am Sonntag möglich. Auch die gesamte Innenstadt ist sehenswert und aufgrund ihrer überschaubaren Größe an einem Nachmittag mit einem Spaziergang zu erkunden.
Es gibt innerhalb den Stadtgebietes viele kleinere und größere Parks. Mitten durch Leipzig zieht sich eines der größten Auenwaldgebiete Mitteleuropas.
Im Süden Leipzigs entstehen derzeit mehrere große Seen durch die Flutung ehemaliger Tagebaue, dadurch ergibt sich ein vielfältiges Freizeitangebot.
[Bearbeiten] Einkaufen
Die Innenstadt ist ideal zum Shoppen. Viele individuelle Läden und immer wieder ein kleines Café dazwischen, welches zu einer kleinen Verschnaufpause einlädt. Im Hauptbahnhof ist das Einkaufen bis 22 Uhr möglich und am Sonntag sind ebenfalles viele Geschäfte geöffnet.
Während in der Innenstadt hauptsächlich Kaufhäuser, Geschäfte für den „normal“ Verdienenden und höherpreisige bis Luxusläden angesiedelt sind, gibt es im weiteren Stadtgebiet auch Möglichkeiten, preis- bzw. umweltbewusst einzukaufen. So gibt es einige Bioläden und Geschäfte, in denen fair gehandelte Waren angeboten werden.
[Bearbeiten] Küche
Das bekannteste Gericht aus Leipzig ist Leipziger Allerlei. Das ist eine Mischung aus verschiedenen Gemüsearten.
Ein ganz besonderes touristisches und kulinarisches Erlebnis ist ein Besuch des Restaurants Panorama Tower in der 29. Etage des City-Hochhauses. Das höchste Restaurant Mitteldeutschlands bietet neben der atemberaubenden Aussicht auf Leipzig eine junge und freche Küche im Stil von Jamie Oliver. In einem modernen Ambiente klarer Linien und Kontraste stört nichts den Blick über die Messestadt und den unkonventionellen Gaumenschmaus. Im wahrsten Sinne des Wortes ein Hochgenuss!
Weitere Gastronomieeinrichtungen finden sich in den Stadtteilartikeln.
[Bearbeiten] Nachtleben
Ein Kneipenbummel führt nahezu immer in das Barfußgässchen, unmittelbar am Markt. Solange es die Temperaturen erlauben, sind in der schmalen Gasse über Hundert Plätze im Freien. Viele weitere Lokale sind in der Innenstadt und weiter westlich in der Gottschedstraße. Etwas alternativer ist es in der Südvorstadt.
Eine Leipziger Bierspezialität ist die Gose, ein nachvergorenes, trübes Bier von sehr eigenem Geschmack.
Besonders am Freitag und Wochenende ist in der Innenstadt was los! Beliebte Ziele sind:
- Pflaumenbaum
- Alpenmax
- Schauhaus
- Milchbar, Fundisco.
- Nachtcafe, Diskothek (mehrere floors).
- Nightfever, 1970er, 1980er, 1990er Jahre-Diskothek.
- Beatclub
- Bounce 87, HipHop- und Blackmusic-Diskothek.
- Dark Flower, Tanzkeller für Freunde der düsteren Musik.
- Der Anker, Soziokulturelles Zentrum (auch Livekonzerte).
- G-Garage, for Gays, Lesbians & Friends.
- Budda Art Gallery, Nobeldisco.
- Conne Island, links-alternatives Jugendzentrum.
- Distillery, Ostdeutschlands dienstältester Technoclub außerhalb Berlins.
- Flower Power, Erlebnis-Gastronomie mit Musik der 1970er, 1980er Jahre.
- Haus Leipzig, Konzert- und Theater-Spielstätte mit Kegelbahn.
- Lagerhof
- Leipzigbar, stylische Loungebar.
- Lunapark, Haus Auensee.
- Moritzbastei, Europas größter Studentenclub, beherbergt in einer mittelalterlichen Festung.
- Spizz, Café und Jazzkeller.
- Werk II
- Volkspalast, Disko in einer ehemaligen Messehalle.
Sowie andere Cafés und Bars, in denen man wunderbar einen Kaffee schlürfen kann.
[Bearbeiten] Unterkunft
- Zu den günstigen Übernachtungsmöglichkeiten gehört die Jugendherberge in der Volksgartenstraße 24, Telefon: +49 (0)341 2457011, Fax: 0341 2457012, E-Mail, ab 17,50 €.
- WGs und Wohnungen: Die meisten WG-Angebote findet man rund um die Altstadt. Besonders beliebt sind die Gründerzeitviertel Zentrum-Süd mit der anschließenden Südvorstadt und Connewitz, Gohlis im Norden und Reudnitz im Osten. Die Mieten gehören zu den niedrigsten Deutschlands. Ein 20 qm-WG-Zimmer in einem Gründerzeithaus ist für 150-200 € zu haben. Trotz steigender Studentenzahlen ist es nach wie vor recht einfach, auch kurzfristig ein Zimmer zu bekommen.
Weitere Unterkünfte in den Stadtteilartikeln...
[Bearbeiten] Lernen
Die 1409 gegründete Universität Leipzig ist die nach Heidelberg zweitälteste Universität Deutschlands. An 14 Fakultäten lernen 29.000 Studenten.
[Bearbeiten] Arbeiten
[Bearbeiten] Sicherheit
[Bearbeiten] Gesund bleiben
[Bearbeiten] Klarkommen
Gottesdienste:
- Apostolische Pfingstgemeinde APGL (Apostolic (Pentosostal) Church), Miltitzer Allee 58-60 (04205 Grünau), , Gottesdienst So: 10.00 Uhr, Bibel- und Gebetsstunde Di. 19.00 Uhr, Bibelstunde Do. 19.00 Uhr
[Bearbeiten] Post und Telekommunikation
Die Vorwahl für Leipzig lautet 0341. Aus dem Ausland wählt man 0049341 als Vorwahl.
Die Postleitzahlen für Leipzig sind 04003 bis 04357.
[Bearbeiten] Ausflüge
Die kleinere Nachbarstadt Halle (Saale) ist über die A 14 oder mit der S-Bahn erreichbar. Weimar, ehemalige Kulturhauptstadt Europas mit vielen schönen Bürgerhäuser und großem Park, ist mit dem ICE weniger als eine Stunde entfernt. Auch Erfurt und Dresden (schöne Studentenstädte mit sehenswerter Altstadt, Kirchen und Brücken) sind binnen einer Zugstunde erreichbar.
Ziele in der näheren Umgebung sind neben Halle (Entfernungsangaben ab Stadtzentrum):
- Belantis Vergnügungspark (17 km südlich, B 2 bis Gaschwitz bzw. Kreuz Leipzig-Süd, dann A 38 Ri. Göttingen) - Ostdeutschlands größter Freizeitpark auf 27 Hektar Fläche.
- Delitzsch (25 km nördlich, B 184) - Barockschloss Delitzsch.
- Eilenburg (26 km nordöstlich, B 87) - Stadt an der Mulde; Burg Eilenburg.
- Pegau (26 km südlich, B 2) - Kleinstadt an der Weißen Elster; Sankt-Laurentius-Kirche und Rathaus.
- Bad Dürrenberg (27 km westlich, B 181, in Leipzig-West auf die A 9, an der Abfahrt Bad Dürrenberg wieder runter) - größtes zusammenhängendes Gradierwerk Europas.
- Wurzen (28 km östlich, B 6) - auch mit der Leipziger S-Bahn erreichbar; das Schloss Wurzen gilt als ältestes Schloss im deutschsprachigem Raum.
- Merseburg (29 km westlich, B 181) - Dom mit den Merseburger Zaubersprüchen.
- Borna (30 km südöstlich, B 2/ B 95 Ri. Chemnitz) - Marktplatz mit Rathaus und Goldenem Stern.
- Altenburg (38 km südlich, B 2/ B 95 Ri. Chemnitz, bei Borna auf die B93) Skatstadt mit Schloss, großer historischer Altstadt, Kunstmuseum und Sportwagenmanufaktur.
[Bearbeiten] Literatur
- Tobias Gohlis: DuMont-Reisetaschenbuch „LEIPZIG“. DuMont Reiseverlag Köln, 2004
- Janka Löwe, Bettina Meißner: DUMONT direkt „Leipzig“. DuMont Reiseverlag, Köln 2005
- Gabriele Walter: Merian „Leipzig“. 4. Aufl., Gräfe & Unzer, München 2005
- Maren Goltz: „Musikstadtführer Leipzig“. Kamprad Verlag, Altenburg 2004
- Stefan Sachs: Go Vista CITY GUIDE „Leipzig“. Vista Point Verlag, Köln 2005
- Toma Babovic, Edgar S. Hasse: Leipzig. In englischer, deutscher und französischer Sprache. Verlag Ellert & Richter Hamburg 2005, ISBN 3-8319-0024-8
- Evelyn TerVehn: Marco Polo „Leipzig“ mit City Atlas. 2. aktual. Aufl., Mairs Geographischer Verlag, Ostfildern 2003
- D. Mundus: Leipziger Landpartien. 15 Tagesausflüge für Neugierige. 3. überarb. Aufl., Edition Neureuter, Leipzig 2002
- Wolfgang Hocquél: Leipzig - Architektur von der Romanik bis zur Gegenwart. Passage-Verlag, Leipzig 2004, ISBN 3-932900-54-5
- Thomas Nabert (Red.): Quer durch Leipzig mit dem Rad. Herausgegeben von PRO LEIPZIG in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro StadtLabor und dem ADFC Leipzig, Leipzig, 2. überarb. Aufl. 2006, ISBN 3-9807201-5-2, 292 Seiten mit zahlreichen Karten und ca. 500 farbigen Abbildungen, Format: 12 x 18 cm, fadengeheftete Broschur.

