Johanngeorgenstadt

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Die Kleinstadt Johanngeorgenstadt liegt im Erzgebirge, direkt an der Grenze zu Tschechien. Sie wurde 1654 von böhmischen Flüchtlingen gegründet und erlebte nach 1945 einen rasanten Aufstieg durch den Uranerzbergbau. Die Einwohnerzahl nahm - nur vergleichbar mit einer Goldsucherstadt im Wilden Westen - bis 1953 auf ca. 45.000 zu und fiel danach wieder rapide ab. Heute leben weniger als 5000 Menschen in Johanngeorgenstadt.

Exulantenkirche
Exulantenkirche

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Anreise

Lage
Lagekarte
Johanngeorgenstadt
Johanngeorgenstadt

Mit dem Kraftfahrzeug erreicht man Johanngeorgenstadt von Eibenstock (B 283) und Schwarzenberg (B 101) aus. Johanngeorgenstadt ist von Zwickau aus stündlich mit der Regionalbahn erreichbar. Die Fahrzeit liegt bei 1 Stunde 16 Minuten.

[Bearbeiten] Mobilität

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

In Johanngeorgenstadt findet man drei Postmeilensäulen, die Aufgrund eines Erlasses Augusts des Starken errichtet wurden:

  • Distanzsäule an der Post in der Neustadt, 1728 ursprünglich in der Altstadt errichtet, 1955 umgesetzt.
  • Ganzmeilensäule Nr. 56 auf dem Marktplatz in der Altstadt, 1725 errichtet, 1960 aus Bruchstücken restauriert.
  • Viertelmeilensäule Nr. 55 in Steinbach von 1725.

Die neugotische Exulantenkirche ist ein Neubau von 1872. Auf dem Marktplatz findet man das Standbild des Stadtgründers Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen (1585–1656) und den Schillerbrunnen, der 1859 zur 100. Geburtstagsfeier Friedrich Schillers errichtet wurde.

Sehenswert sind außerdem:

  • Pferdegöpel, Eibenstocker Straße 100, Tel.: +49 (0)3773 883168, Email: info@pferdegoepel.de. Öffnungszeiten: Führungen Di-So um 10, 11, 13, 14, 15 und 16 Uhr sowie auf Anfrage; Mo geschlossen. Der Pferdegöpel ist eine Förderanlage aus der Zeit des Silberbergbaues. Nach dem Abriss des letzten Exemplares wurde jahrelang um den Wiederaufbau der Einrichtung gekämpft, bis sie schließlich 1993 neueröffnet werden konnte. Neben dem Pferdegöpel befindet sich eine Sammlung historischer Grenz- und Marksteine.
  • Lehr- und Schaubergwerk Frisch Glück „Glöckl“, Wittigsthalstraße 13-15, Tel.: +49 (0)3773 882140, Fax: 03773 881758, Email: gloeckl@frisch-glueck.de. Öffnungszeiten: Di-Fr 09.00, 10.30, 12.00, 13.30 und 15.00 Uhr; Sa, So und Feiertag 10.30, 12.00, 13.30 und 15.00 Uhr.
  • Heimatstube, Schwefelwerkstr. 1, Tel.: +49 (0)3773 880468, Mobil: 0172 3426927.

[Bearbeiten] Aktivitäten

Regelmäßige Veranstaltungen:

  • Grenzlauf im Januar
  • 23. Februar: Stadtgründungstag mit Bergaufzug und -gottesdienst in der Stadtkirche
  • Auersberglauf im März
  • Gugler Fast im Juli
  • Altstadtfest in „Sockendorf“ im August
  • Schwibbogenfest (Weihnachtsmarkt) am 3. Adventswochenende

[Bearbeiten] Einkaufen

[Bearbeiten] Küche

[Bearbeiten] Nachtleben

[Bearbeiten] Unterkunft

[Bearbeiten] Ausflüge

Seit dem 16. Januar 2008 dürfen auch Kraftfahrzeuge bis 3,5 t den Fußgängerübergang nach Tschechien nutzen. Damit eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten für einen Ausflug z.B. in die nahen Wintersportorte Nejdek und Pernink. In der näheren Umgebung erreicht man:

  • Wildenthal (8 km westlich) - Ferienort am Fuße des Auersberges auf 735 m Höhe.
  • Breitenbrunn (11 km nordöstlich) - Besucherbergwerk St. Christoph und Jagdschlossruine.
  • Carlsfeld (12 km westlich, über Wildenthal) - westlichster Urlaubsort des Erzgebirges.
  • Antonsthal (13 km nördlich) - Technisches Museum Silberwäsche und Antonshütte.
  • Eibenstock (14 km nordwestlich) - Stadt an der gleichnamigen Talsperre.

[Bearbeiten] Literatur

  • Johann Christian Engelschall: Beschreibung der Exulanten- und Bergstadt Johanngeorgenstadt., Leipzig 1723 (Erweiterter Nachdruck: Stuttgart 1997)
  • Wolfgang Möhrig-Marothi: Miriquidis Raunen. Sächsische und böhmische Sagen aus dem westlichen Hocherzgebirge (Johanngeorgenstadt und Umgebung). Bd. 1–5, 1987–2001
  • Dieter Vollert: Johanngeorgenstadt Historie & Gegenwart. 1993
  • Frank Teller: Bergbau und Bergstadt Johanngeorgenstadt (1654–1945)., 2001

[Bearbeiten] Weblinks

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