Jena

Aus Wikivoyage

Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Universitätsstadt Jena liegt im Saaletal, rings von hohen, meist schroffen Kalkbergen umgeben. Nach Erfurt ist sie mit 105.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Thüringens. Jena ist „Stadt der Wissenschaft 2008“.

JenTower
JenTower

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Hintergrund

Jena um 1720.
Jena um 1720.

Jena wurde im Vergleich zu seinen Nachbarstädten vergleichsweise spät gegründet, und zwar im 13. Jahrhundert. Es gehörte damals den Herren v. Lobdaburg, Elsterberg und Arnshaugk. Von diesen kam es zu Anfang des 14. Jahrhunderts. an die Markgrafen von Meißen, fiel in der Teilung von 1411 an Wilhelm, Landgrafen von Thüringen und Markgrafen von Meißen und 1423, durch Tausch an dessen Bruder, den Kurfürsten Friedrich den Streitbaren von Sachsen. Nach der Teilung von 1485 kam es in den Besitz der Ernestinischen Linie. Als die Söhne des Herzogs Wilhelm von Weimar (gest. 1662) dessen Lande teilten, wurde der Jüngste, Bernhard, mit Jena abgefunden. Dieser erhob die Stadt 1672 zur Residenz eines selbständigen Herzogtums und residierte in dem von Johann Ernst, dem ältesten Sohn des Herzogs Johann III. von Weimar, 1620 erbauten Schloss. Da jedoch Bernhards Sohn Johann Wilhelm 1690 ohne Erben starb, so fiel sein Land erst an Eisenach und 1741 zugleich mit diesem an das weimarische Stammhaus zurück.

Ab 1920 gehörte die Stadt zum Freistaat Thüringen und von 1952 bis 1990 zum DDR-Bezirk Gera.

Jena besitzt eine Universität mit 10 Fakultäten. Bei einer Studentenzahl von 20.000 ist diese 1558 gegründete Universität in Bezug zur Einwohnerzahl (etwa 100.000) die größte Deutschlands. Die Universität musste 1578 wegen einer Seuche nach Saalfeld verlegt werden, von wo sie erst im folgenden Jahr nach Jena zurückkam. Seit 1934 trägt sie den Namen Friedrich-Schiller-Universität. Neben der Universität existiert auch noch eine Fachhochschule mit 4.500 Studenten.

Neben Goethe und Schiller lebten in Jena auch der Biologe Ernst Haeckel, die Physiker Ernst Abbe und Erwin Schrödinger sowie der Philosoph Karl Marx.

Jena ist für seine optische Industrie (Zeiss und Schott) bekannt, wobei seit dem Übergang zur Marktwirtschaft die Zahl der Industriearbeitsplätze stark zurückgegangen ist.

[Bearbeiten] Anreise

[Bearbeiten] Flugzeug

Der Flugplatz Schöngleina, etwa 10 km östlich der Stadt, besitzt nur lokale Bedeutung. Der nächstgelegene Flughafen mit überregionaler Bedeutung befindet sich bei Erfurt. Bei Nutzung der Erfurter Straßenbahn zum dortigen Hauptbahnhof ist die Weiterreise mit der Bahn gewährleistet, wobei bei einigen Verbindungen ein Umsteigen im Weimar notwendig ist. Alternative größere Flughäfen wären noch Altenburg-Nobitz und Leipzig/ Halle.

[Bearbeiten] Bahn

Jena befindet sich an der bedeutsamen Nord-Süd-Achse von Berlin nach München. Die im Zweistundentakt verkehrenden ICE-Züge auf dieser Relation halten am so genannten Paradiesbahnhof (nach einem Park benannt). Der Bahnhof ist nur ein besserer Haltepunkt, was besonders durch den Vergleich mit einem ICE-Zug deutlich wird. Aus Richtung Westen ist ebenfalls die Anreise mit dem ICE gewährleistet, wobei ein Umsteigen in Erfurt oder Weimar notwendig ist. Aus den Richtungen Chemnitz, Zwickau und Göttingen verkehren im Zweistundentakt (nicht immer pünktliche) Regionalzüge. Diese in Ost-West-Richtung fahrenden Züge halten am Westbahnhof, dem gemessen an den Reisendenzahlen größten Bahnhof der Stadt. Der heimliche Hauptbahnhof Jenas ist der Bahnhof Göschwitz, der Kreuzungspunkt der Nord-Süd- und Ost-West-Strecke ist. Der Bahnhof liegt jedoch vom Stadtzentrum entfernt, ist kein ICE-Halt, aber seit Ende 2009 mit einer eigenen Straßenbahnstrecke ans öffentliche Nahverkehrsnetz gut angebunden.

Übersicht für Bahnhöfe und Haltepunkte:

Bahnhof/ Haltepunkt KBS; Zugarten Welche Stadtteile? Umsteigemöglichkeiten
Göschwitz (Saale) 559, 560, 565; RB, RE Göschwitz, Winzerla, Burgau, Lobeda Buslinien 13 und 40 sowie Überlandbusse
Jena Paradies 559, 560; RB, IC, ICE, EN Zentrum, Oberaue, Westviertel, Ziegenhain Straßenbahnlinien 1, 4, 5, 31 und 35 (direkt vor dem Bahnhof) sowie Überlandbusse vom gegenüberliegenden Busbahnhof
Jena Saalbahnhof 559, 560; RB Zentrum, Nord, Löbstedt, Zwätzen Buslinie 15 (direkt vor dem Bahnhof) oder Straßenbahnlinien 1 und 31
Jena West 565; RB, RE Westviertel, Zentrum Buslinie 15 und Überlandbusse (direkt vor dem Bahnhof); Buslinien 10, 13 und 40 (Haltestelle Westbahnhofstraße)
Jena-Zwätzen 560; RB Zwätzen, Löbstedt Straßenbahnlinien 1 und 31 (kurzer Fußmarsch) sowie wenige Überlandbusse
Neue Schenke 565; RB Lobeda -

[Bearbeiten] Bus

Der zentrale Busbahnhof befindet sich am Paradiesbahnhof. Der außerstädtische Busverkehr im umgebenden Saale-Holzland-Kreis wird von der JES Verkehrsgesellschaft mbH mit Sitz in Eisenberg betrieben.

[Bearbeiten] Auto

Lage
Lagekarte
Jena
Jena
Entfernungen
Leipzig: 105 km
Halle: 104 km
Gotha: 82 km
Erfurt: 56 km
Gera: 44 km
Weimar: 23 km

Jena ist nicht weit vom Hermsdorfer Kreuz entfernt, auf dem die A 4 (E40) die A 9 (E 49/ E 51) kreuzt. Wer über die A 9 reist, muss dort dem Wegweiser „A 4 Frankfurt“ folgen. Im Bereich Jena ist der sechsstreifige Ausbau der A 4 derzeit noch nicht abgeschlossen, deshalb kann es dort vor allem Montag Vormittag und Freitag Nachmittag Staus geben. Bei einer Staumeldung aus Richtung Osten sollte man an der Abfahrt Stadtroda die A 4 rechtzeitig verlassen. Gewarnt sei vor dem Blitzer in der neuen Lobedaer Einhausung. Hier gilt Tempo 60!

Neben nachrangigen Straßen führen durch Jena auch zwei Bundesstraßen:

Beide Bundesstraßen besitzen keinerlei Ortsumgehungen. Besonders derjenige, der aus Richtung Saalfeld (B 85) anreist, muss bereits in Rudolstadt mit längeren Wartezeiten rechnen. Die Eisenbahn ist da ausnahmsweise mal schneller.

[Bearbeiten] Schiff

Jena liegt zwar an der Saale, dem größten Fluss Thüringens, jedoch ist dieser von der Elbemündung aus nur bis Halle schiffbar. Ab der Unstrutmündung bei Naumburg ist sie jedoch schon mit kleinen Booten schiffbar.

[Bearbeiten] Mit dem Fahrrad

[Bearbeiten] Mobilität

Die meisten Ziele der Innenstadt können problemlos zu Fuß erkundet werden. Vor allem in der Hauptverkehrszeit sollte man es meiden, das Automobil zu benutzen.

Das von der Jenaer Nahverkehrsgesellschaft betriebene öffentliche Verkehrsnetz (Straßenbahn und Bus) ist sehr dicht und gut verknüpft. Die Straßenbahn-Haltestellen sind rund um die Uhr erreichbar. Der Fahrscheinerwerb erfolgt in den Fahrzeugen an Automaten, bei der JeNah-Zweigstelle auf dem Holzmarkt oder an Ticket-Automaten bei ausgewählten Haltestellen.

Das Straßenbahn-Netz besteht aus fünf Linien im Tagesverkehr:

  • Linie 1 Zwätzen – Paradiesbahnhof – Bahnhof Göschwitz – Lobeda-West
  • Linie 2 Winzerla – Am Paradiesbahnhof – Löbdergraben (Stadtzentrum) – Jena-Ost
  • Linie 3 Jena-Ost - Löbdergraben (Stadtzentrum) - Am Paradiesbahnhof - Bahnhof Göschwitz - Lobeda-Ost
  • Linie 4 Zwätzen – Löbdergraben (Stadtzentrum) – Paradiesbahnhof – Lobeda-West
  • Linie 5 Ernst-Abbe-Platz – Holzmarkt (Stadtzentrum) – Paradiesbahnhof – Lobeda-Ost

Für den Nachtverkehr sind drei gesonderte Linien eingerichtet:

  • Linie 25 Ernst-Abbe-Platz – Holzmarkt und Löbdergraben (Stadtzentrum) – Jena-Ost
  • Linie 34 Zwätzen – Löbdergraben (Stadtzentrum) – Am Paradiesbahnhof – Winzerla – Lobeda-West – Lobeda-Ost
  • Linie 35 Ernst-Abbe-Platz – Holzmarkt (Stadtzentrum) – Paradiesbahnhof – Bahnhof Göschwitz – Lobeda-West – Lobeda-Ost

Folgende Buslinien erschließen neben der Straßenbahn das Stadtgebiet:

  • Linie 10 Teichgraben (Stadtzentrum) – Westbahnhofstraße – Fachhochschule – Beutenberg Campus – Damaschkeweg
  • Linie 11 Teichgraben (Stadtzentrum) – Westbahnhofstraße – Fachhochschule – Beutenberg Campus
  • Linie 12 Teichgraben (Stadtzentrum) – Westbahnhofstraße – Fachhochschule – Beutenberg Campus – Winzerla – Burgau, An der Straßenbahn
  • Linie 13 Teichgraben (Stadtzentrum) – Westbahnhofstraße – Fachhochschule – Beutenberg Campus – Winzerla – Bahnhof Göschwitz – Leutra
  • Linie 14 Schlegelsberg – Holzmarkt (Stadtzentrum) – Langetal
  • Linie 15 Westbahnhof – Löbdergraben (Stadtzentrum) – Rautal
  • Linie 16 Isserstedt-Globus – Teichgraben und Löbdergraben (Stadtzentrum) – Ziegenhain (Anruf-Sammel-Taxi ab 21 Uhr)
  • Linie 17 Busbahnhof – Teichgraben und Löbdergraben (Stadtzentrum) – Kunitz
  • Linie 18 Mühltal – Remderoda (Anruf-Sammel-Taxi)
  • Linie 41 Busbahnhof – Westbahnhof – Löbdergraben (Stadtzentrum) – Maua

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Kirchen

Im Zentrum die evang. Stadtkirche St. Michael Bild:Nr01.png, ihn ihr befindet sich die ursprüngliche Grabplatte Martin Luthers. Diese war zur Aufstellung in Wittenberg vorgesehen, verblieb jedoch in Jena. Der Bau der Kirche dauerte fast 200 Jahre. Begonnen 1380, wurde der achteckige Turm erst 1557, ein Jahr vor der Gründung der Universität, fertiggestellt.

Die Kirche St. Johannes Baptist in der Wagnergasse ist aus dem 9. Jahrhundert und damit älter als die Stadt selbst. Sie ist die einzige katholische Kirche Jenas.

Die Schillerkirche, Trauungskirche Friedrich Schillers und Charlotte von Lengefeld (1790), findet man in Jena-Ost.

[Bearbeiten] Burgen, Schlösser und Paläste

Jena selbst hat keine Burg, allerdings die mittlerweile zu Jena gehörenden Orte Lobeda mit der Lobdeburg und Kunitz mit der gleichnamigen Kunitzburg. Zudem seien die Burgruine in Burgau erwähnt und die vier Hausbergburgen Greifberg, Windberg, Kirchberg 1 und Kirchberg 2.

Fuchsturm
Fuchsturm

Auf dem Hausberg bei Jena erhebt sich neben der traditionsreichen Gastwirtschaft wahrzeichenhaft der Fuchsturm. Er stellt den weithin sichtbarsten Überrest einer Burgengruppe dar, die im hohen und späten Mittelalter auf dem Höhenzug bestanden hat. Die historische Überlieferung erwähnt drei Namen: Kirchberg, Greifenberg und Wintberg. Die älteste Anlage, Kirchberg, wird bereits im Jahre 937 und dann mehrmals in der zweiten Hälfte des 10. sowie im beginnenden 11. Jahrhundert chronikalisch bzw. als Ausstellungsort königlicher Urkunden genannt. Im 11. Jahrhundert findet auch der zugehörige Burgbezirk Erwähnung. Seit der Mitte des 12. Jahrhunderts nehmen auf dem Hausberg königliche Burggrafen Verwaltungsaufgaben wahr. Etwa gleichzeitig (1156) tritt das Geschlecht der Herren von Greifenberg für ca. 100 Jahre in das Licht der Geschichte. Erst relativ spät, im Jahr 1279, wird die Burg Wintberg urkundlich erwähnt. Neuere Untersuchungen in den 1990er Jahren erbrachten durch eine Neubewertung archäologischer Funde und die Dokumentation der auf dem Bergrücken vorhandenen baulichen Reste den Nachweis von insgesamt vier mittelalterlichen Burganlagen. Die zeitliche Einordnung der geborgenen Funde bildete ein Fundament für eine neue Zuweisung der bisher bekannten Namen zu den vier Burgstellen. Sie ermöglichten, die ottonische Burg Kirchberg des 10. Jahrhunderts westlich des Fuchsturmes, die Burg mit dem Fuchsturm als später zu deren Schutz errichtete Reichsburg sowie die Burg Greifenberg und die Burg Wintberg als freieigene Adelssitze auf der Ziegenkuppe bzw. auf der östlichen Erhebung zu lokalisieren.

[Bearbeiten] Bauwerke

Stadtmauer zwischen Johannistor (links) und Pulverturm (mitte hinten).
Stadtmauer zwischen Johannistor (links) und Pulverturm (mitte hinten).

Der JenTower Bild:Nr02.png, bis 2005 unter dem immer noch bekannteren Namen Intershop Tower firmierend, ist ein Modell hervorragender DDR-Baukunst. Der 145 m hohe Büroturm wurde 1972 eingeweiht und diente ursprünglich der Friedrich-Schiller-Universität. Bis 2001 erfolgte eine Modernisierung, wobei die charakteristische Glasfassade entstand. Von der auf dem Turmdach befindlichen Aussichtsplattform (128 m Höhe) kann man täglich ab 11 Uhr bis Mitternacht ganz Jena sehen und bis zur Leuchtenburg nach Süden blicken (Eintritt ab 11 Jahre: 3,- €). Gegenüber auf der anderen Straßenseite liegt der 42 Meter hohe Bau 15, das älteste Hochhaus Deutschlands.

Zwischen dem Fürstengraben und dem Intershop Tower befinden sich Reste der alten Stadtmauer mit dem Johannistor und dem Pulverturm Bild:Nr03.png.

Am Fürstengraben das Universitätshauptgebäude Bild:Nr04.png, das neben dem Intershop Tower ein zweiter wichtiger Orientierungspunkt in der Stadt ist. Es entstand 1908 an Stelle des alten Schlosses. Das Gebäude umrahmt zwei Innenhöfe, die durch die Aula getrennt sind.

In Burgau befindet sich eine alte Saalebrücke von 1544. Die neun Bögen machen die Natursteinbrücke 142,4 Meter lang.

[Bearbeiten] Denkmäler

Das Ernst-Abbe-Denkmal, Carl-Zeiß-Platz Bild:Nr05.png, würdigt den Professor in seiner Rolle der Entwicklung der optischen Industrie Jenas. Entworfen wurde der Gedenkpavillon von Henry van de Velde.

Das Hanfried-Denkmal, in der Mitte des Marktplatzes Bild:Nr06.png, würdigt den Gründer der Universität, Johann Friedrich I. ,* 30. Juni 1503 in Torgau † 3. März 1554 in Weimar, Förderer der Reformation im „Schmalkaldischen Krieg“.

[Bearbeiten] Museen

In Jena gibt es mehrere Museen, die es sich zu besuchen lohnt.

Stadtplan
Stadtplan

Das Optische Museum, Carl-Zeiß-Platz 12, zeigt die Entwicklung optischer Geräte im Laufe der Jahrhunderte. Es gibt Abteilungen über Brillen, Geräten der Augendiagnostik und Augenheilkunde, Mikroskope, Fernrohre und Ferngläser, Bilderwelten und Kameras, Planetariumstechnik sowie optische Täuschungen. Eine Holographiesammlung und ein Nachbau der historischen Zeiss-Werkstatt von 1866 laden zum Verweilen ein. Das Optische Museum hat Dienstag bis Freitag von 10:00 bis 16:30 Uhr, Samstag von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Ruhetage sind Sonntag, Montag, gesetzliche Feiertage sowie der 24.12. und 31.12.

Im Stadtmuseum Göhre am Markt findet man Ausstellungen zur Geschichte Jenas. Das Gebäude beherbergt auch eine originale „Kaffee- und Weinstube“, die Teil des studentischen Lebens war. Kontakt: Stadtmuseum Jena, Markt 7, Tel.: +49 (0)3641 498261, Fax: 03641 498255. Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr 10 bis 17 Uhr; Do 14 bis 22 Uhr; Sa, So 11 bis 18 Uhr.

Das Romantikerhaus, Unterm Markt 12 a, ist das ehemalige Wohnhaus des Philosophen Johann Gottlieb Fichte, behandelt werden Themen der Frühromantik.

In der Imaginata, Löbstedter Straße 67, gibt es „Naturwissenschaft zum Anfassen“.

Das Schott GlasMuseum & Schott Villa, Otto-Schott-Straße 13, zeigt die Entwicklung der Jenaer Glasindustrie und der Familie Schott.

Im Phyletischen Museum verdeutlichen Fossilien und zoologische Präparate die Abstammungslehre. Gegründet wurde es von Ernst Haeckel. Oftmals finden Sonderausstellungen statt. Das Museum liegt an der gleichnamigen Straßenbahnhaltestelle unweit des Paradiesbahnhofes. Kontakt: Phyletisches Museum, Vor dem Neutor 1, Tel.: +49 (0)3641 949180, Email: phyl.museum@uni-jena.de. Öffnungszeiten: täglich 9 bis 16 Uhr. Eintritt: 2,50 €, ermäßigt 1,50 €, Familienkarte 4,- € (2011) .

Das Ernst-Haeckel-Haus, Berggasse 7, gibt einen Überblick über das Leben des Naturwissenschaftlers.

In der Mineralogische Sammlung, Sellierstraße 6, werden einheimische Mineralien und Meteorite präsentiert.

In Schillers Gartenhaus Bild:Nr07.png, Schillergässchen 2, werden Teile des Lebens und Wirkens des Dichters gezeigt.

Die Goethe-Gedenkstätte im Botanischen Garten, Fürstengraben 26, zeigt das Leben des Dichters und Naturforschers in Jena.

Der Botanische Garten, Fürstengraben 26, ist eine Sammlung von Pflanzen aus allen Erdteilen.

Das Museum 1806, Jenaer Str. 12, 07751 Jena-Cospeda, gibt Auskunft über die Schlacht von Jena und Auerstedt im Jahre 1806 zwischen den Truppen Napoleons und der preußischen Armee.

[Bearbeiten] Straßen und Plätze

Einer der geeignetsten Ausgangspunkte für Stadtrundgänge ist der Ernst-Abbe-Platz Bild:Nr08.png. Hier befinden sich die Einrichtungen der mathematischen, wirtschafts- und rechtswissenschaftlichen Fakultät sowie der Nordzugang zur GoetheGalerie. Der Platz ist dem Zeitgeist entsprechend mit als Kunst deklariertem Metallschrott versehen und wird gerne für Veranstaltungen genutzt.

Ähnliche Ambitionen - sowohl als Veranstaltungsort als auch als Ausgangspunkt für Stadtrundgänge - dürfte der Holzmarkt aufweisen, der 200 m östlich liegt. Und natürlich nicht zu Vergessen ist der historische Markt von Jena, mit dem Rathaus und der Göhre.

[Bearbeiten] Parks

Das Paradies Bild:Nr09.png, ein Park in der Saaleaue zwischen Saale und Stadtzentrum, ist groß genug um diverse Sportarten zu betreiben. Im Sommer ist einiges los an Grillpartys und aufsteigenden Heißluftballons.

[Bearbeiten] Verschiedenes

Biegt man neben der Universitätsbibliothek rechts ein, gelangt man nach wenigen Metern zum Zeiss-Planetarium Bild:Nr10.png. Das 1926 errichtete Gebäude ist das weltweit älteste noch erhaltene seiner Art und denkmalgeschützt.

Der FC Carl Zeiss Jena, der bisher erfolgreichste Fußballverein aus Thüringen, hat sein Heimstadion, das Ernst-Abbe-Sportfeld, südlich des Paradiesparks. Nach zwei Jahren in der zweiten Bundesliga wird der Verein sich nun zur Saison 2008/ 09 gemeinsam mit seinem Erzrivalen Rot-Weiß Erfurt in der dritten Liga wiederfinden. Das Stadion fasst 15.610 Zuschauer; die Haupttribüne ist überdacht, wobei sich die Fans die Südkurve mit den Fans der auswärtigen Mannschaft teilen müssen. Tickets sind online erhältlich oder bei der Touristeninformationen. Mit dem Ticket kann man auch die Straßenbahn kostenlos nutzen. Die Parkplatzsituation ist vor Spielen angespannt, deshalb unbedingt rechtzeitig anreisen!

[Bearbeiten] Aktivitäten

Neben dem Saaletal und der Horizontale bietet sich seit einigen Jahren das neue Freizeitbad GalaxSea für Freizeitaktivitäten an.

[Bearbeiten] Einkaufen

In der Goethe Galerie und der Neuen Mitte (im JenTower) kann man fast alles finden, was man braucht. Am Holzmarkt sind in der Holzmarkt-Passage beiderseits der Straßenbahn verschiedene Geschäfte und Freizeit-/ Dienstleistungsbetriebe untergebracht.

Außerdem finden sich weitere Einkaufszentren wie der Burgau-Park in Burgau und die Schillerpassage am Saaleufer (Nähe Inselplatz/ Saalbahnhof).

In Jena-Nord findet sich ein Kaufland-Markt.

[Bearbeiten] Küche

Thüringische Spezialitäten sind die Thüringer Rostbratwurst und Rostbrätel. Lecker sind sie bei den überall zu findenden mobilen Grillteufel-Ständen. Große Menüauswahlen gibt es in der Noll (Oberlauengasse), im Stilbruch (Wagnergasse) und in den meisten anderen Restaurants. Als ostdeutsche Universitätsstadt bietet Jena im Vergleich zu westdeutschen Städten ein recht gutes Preis-Leistungsverhältnis im Gastronomiegewerbe.

[Bearbeiten] Günstig

Sehr studentisch, in netter Atmosphäre und zu vernünftigen Preisen lässt es sich im Café Immergrün speisen.

Der Chinese in der Holzmarktpassage ist günstig und gut.

Recht ordentliche Qualität zu relativ günstigen Preisen bekommt man bei „Lo Studente“ in der Johannisgasse.

[Bearbeiten] Mittel

Der Inder am Markt schmeckt lecker und ist sehr gemütlich. Tipp: Die „Vegetable Koftas“ ausprobieren!

Essen aus ökologischem Anbau gibt es im Ricarda-Huch-Haus, Löbdergraben 7, Tel.: +49 (0)3641 828486, Mobil: +49 (0)170 9609600, Email: post@ricarda-huch-haus.de.

[Bearbeiten] Gehoben

Es gibt lediglich drei Restaurants, die im Gault Millau aufgeführt sind:

[Bearbeiten] Nachtleben

Nachtleben gibt's u.a. in der Wagnergasse, im Rosenkeller (Johannisstraße) und im Kassablanca (in der Nähe des Westbahnhofes). Eine Übersicht über Veranstaltungen und viele Locations findet sich auf Monotque Ein weiteres Highlight ist die Kulturarena in Jena. Diese findet jährlich von Anfang Juli bis Ende August im Herzen Jenas statt und bietet täglich mit Kino über Kinderprogramm bis hin zu Konzerten alles was Open Air möglich ist und verhindert somit sehr erfolgreich das Aufkommen eines Sommerloches.

[Bearbeiten] Unterkunft

[Bearbeiten] Günstig

Bei Studienaufenthalten kann man sich bei der Wohnungssuche an das Studentenwerk Jena-Weimar wenden. Es hat die verschiedensten Wohnanlagen im Angebot. Die Nachfrage ist allerdings groß, so dass man auch andere Möglichkeiten in Betracht ziehen muss. Am Schwarzen Brett im Uni-Hauptgebäude kann man z.B. sein Anliegen vorbringen - manchmal ist auch was im Angebot (Untervermietung, zeitweilige Vermietung bei Auslandsaufenthalt etc.)!

Für kürzere Aufenthalte lassen sich folgene Wohngelegenheiten als „günstig“ einstufen:

  • Jugendgästehaus, am Herrenberge 3.
  • Campingplatz „Unter dem Jenzig“.
  • Jugendgästehaus im „Haus Wettin“, Erfurter Str. 52, Tel.: +49 (0)3641 352710, Fax: 03641 352766. Preise p.P.: Einzel- und Zweibettzimmer 17,50 €/ 22,50 € (Nutzung des Zweibettzimmers als Einzelzimmer), Dreibettzimmer 15,50 €, Mehrbettzimmer 12,50 €; Frühstück optional 3,70 €.

[Bearbeiten] Mittel

  • Hotel Schwarzer Bär, Lutherplatz 2 (Tram-/ Bushaltestelle „Universität“), Tel.: +49 (0)3641 406-0, Fax: 03641 406113, Email: hotel@schwarzer-baer-jena.de. Das klassische Jenaer Hotel, wo Luther auf seiner Flucht von der Wartburg übernachtete.

[Bearbeiten] Gehoben

[Bearbeiten] Lernen

Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, Ernst-Abbe-Bücherei im Volkshaus.

[Bearbeiten] Arbeiten

In Jena kann man prima arbeiten. Nähere Informationen zu Jobangeboten gibt es bei der Arbeitsagentur.

[Bearbeiten] Sicherheit

Obwohl Ostdeutschland als ausländerfeindlich betrachtet wird, ist das u.a. aufgrund der hohen Anzahl von Gaststudenten in Jena kein Problem. Jena zählt zu den ostdeutschen Städten mit dem größten Ausländeranteil. Lediglich bei einer nächtlichen Straßenbahnfahrt kann die Gefahr von ausländerfeindlichen Übergriffen steigen.

[Bearbeiten] Gesund bleiben

Jena ist Standort der einzigen Universitätsklinik Thüringens.

[Bearbeiten] Klarkommen

Um sich in Jena zurecht zu finden, bietet sich das zum Herbstsemester erscheinende Dschungelbuch an, welches in fast jeder Buchhandlung erhältlich ist und vor allem bei Studenten beliebt ist. Es enthält neben einem Planer auch nützliche Adressen, Sehenswürdigkeiten, Öffnungszeiten und Tipps, die man sonst so braucht.

Die Jenaer Touristenkarte nennt sich JenaCard und ist u.a. bei der Touristeninformation für 8,90 € erhältlich. Mit der 48 Stunden gültigen Karte ist der öffentliche Nahverkehr kostenlos nutzbar, ferner erhält man Ermäßigungen für viele Touristenattraktionen.

Adresse der Touristinfo: Markt 16, Tel. +49 (0)3641 498050, Fax: 03641 498055, E-Mail. Öffnungszeiten: Mo-Fr 9.00 bis 19.00 Uhr, Sa 9.00 bis 18.00 Uhr, So 10.00 bis 15.00 Uhr

UKW-Frequenzen:

  • MDR 1 Radio Thüringen - 88,2 MHz
  • MDR Info - 89,5 MHz
  • Antenne Thüringen - 90,9 MHz
  • radio TOP 40 - 94,8 MHz
  • MDR Jump - 101,9 MHz
  • Landeswelle Thüringen - 106,1 MHz

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

Die Vorwahl für Jena lautet 03641. Aus dem europäischen Ausland wählt man (meistens) 00493641 als Vorwahl. Die Postleitzahlen für Jena sind 07701 bis 07751.

Die Adresse der Hauptpost:, Engelplatz 8 (südlich der Goethegalerie). Außerhalb der Öffnungszeiten kann man seit März 2008 seine Pakete in einer Paketbox am Gebäuderand abgeben. Wer sich in Jena-Nord aufhält, findet in der Dornburger Str. 163 eine Postagentur.

[Bearbeiten] Ausflüge

Neben den Orten, Burgen und Schlössern des Saaletals gibt es auch noch weitere interessante Ziele in der Umgebung (Entfernungsangaben ab Stadtzentrum):

  • Vierzehnheiligen (8 km nordwestlich, B 7 nach Isserstedt, dort rechts ab, nach 1,5 km wieder rechts ab Richtung Camburg) - hier schlug am 14. Oktober 1806 Napoléon die Truppen der Preußen und Sachsen. In Cospeda (halber Weg nach Isserstedt) befindet sich eine Gedenkstätte.
  • Bürgel (13 km östlich, B 7) - hier befindet sich ein Keramikmuseum.
  • Stadtroda (15 km südöstlich, über Jena-Lobeda) - in Richtung Hermsdorfer Kreuz gelegene Kleinstadt mit dem Zeitzgrund in der Nähe.
  • Apolda (16 km nordwestlich, B 7 nach Isserstedt, dort rechts ab) - Stadt der Glockengießer.
  • Weimar (23 km westlich, B 7) - die kulturelle Hauptstadt Thüringens.

[Bearbeiten] Literatur

  • Erich Keyser (Hrsg.): Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte Band II Mitteldeutschland. Im Auftrag der Konferenz der landesgeschichtlichen Kommissionen Deutschlands mit der Unterstützung des Deutschen Gemeindetages, Stuttgart, 1941
  • J. H. Schultze: Jena. Werden, Wachstum u. Entwicklungsmöglichkeiten d. Universitäts- u. Industriestadt. Verlag G. Fischer, Jena, 1955 (Detailliertes Werk zur Planung der Stadtentwicklung; nur antiquarisch erhältlich)

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge
Reisethemen
Verwandte Sites
Andere Sprachen