Israel

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Israel (מדינת ישראל „Medinát Jisra'él“) ist ein Staat im Nahen Osten. Er liegt an der Ostküste des Mittelmeers und grenzt im Norden an den Libanon, im Osten an Syrien, das Westjordanland (siehe Palästina) und Jordanien und im Südwesten an die ägyptische Halbinsel Sinai und den Gazastreifen (siehe Palästina). Im äußersten Süden besitzt das Land einen kleinen Zugang zum Roten Meer.

Lage
Kartenausschnitt der Arabischen Halbinsel mit eingezeichneter Lage von Israel
Flagge
Flagge von Israel
Kurzdaten
Hauptstadt: Jerusalem
Staatsform: Parlamentarische Republik
Währung: 1 Neuer Israelischer Schekel (NIS) = 100 Agorot
Fläche: 21.056 km²
Bevölkerung: 6,2 Mio
Sprachen: Hebräisch (offiziell), Arabisch offiziell im Gebrauch für Arabische Minderheit, Englisch
Religionen: Juden 80,1 %, Muslime 14,6 % (meistens Sunnitisch), Christen 2,1 %
Stromnetz: 230 V/ 50 Hz
Telefonvorwahl: +972
Internet TLD: .il
Zeitzone: MEZ+1h

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Regionen

Ein Land mit vielen Seiten, ein Land der Gegensätze: Obwohl Israel ein sehr kleines Land ist - es ist etwa so groß wie Hessen - sind die Regionen äußerst vielfältig und abwechslungsreich. Bezieht man die besetzten Golanhöhen ein, die völkerrechtlich eigentlich zu Syrien gehören, findet man auf der geringen Fläche sowohl gebirgige Landschaften als auch größere Ebenen, sowohl einen Küstenabschnitt am Roten Meer, an dem man auch im Winter baden kann, als auch ein kleines Skigebiet auf den Golanhöhen, sowohl Gebiete, die das ganze Jahr über relativ grün sind als auch Wüstengebiete. Israel hat mit dem See Genezareth einen großen Süßwassersee, hat Zugang zu zwei Meeren und grenzt an das Tote Meer (eigentlich ein ablussloser Binnensee). Ländlichen und dünn besiedelten Gegenden stehen die pulsierenden Ballungsgebiete von Jerusalem und Tel Aviv (der so genannte „Gusch Dan“) gegenüber, die sich als eigene Großräume betrachten lassen. Die Vielfalt des kleinen Landes spiegelt sich in den einzelnen Regionen, die letztlich alle einen Besuch wert sind.


Einer der bekanntesten Orte des Landes, wenn nicht eines der bekanntesten Reiseziele überhaupt: das Tote Meer. Der salzige See mit seinem ölig erscheinenden Wasser liegt beinahe unwirklich in seinem Tal, umgeben von einer bizzaren felsigen Wüstenlandschaft. Ein Ort scheinbarer Leblosigkeit - der in einigen Oasen, z.B. der von En Gedi, seinen imposanten Gegenpol findet.

Der See Genezareth (Kinneret) ist mit 212 Metern unter dem Meer der tiefstgelegene Süßwassersee der Erde. Schon immer zieht es die Menschen in diese Gegend - sei es wegen des Wassers, sei es wegen der vielen christlichen Stätten, die mit dem Wirken Jesu in Verbindung gebracht werden.

Verschwenderischer Wasserreichtum in einem trockenen Land: Im Grenzgebiet von Obergaliläa und Golanhöhen entspringen die Quellflüsse des Jordans, aus dem Israel einen großen Teil seines Trinkwassers gewinnt. Die Naturschutzgebiete an den Flüssen - hier das von Banyas - stehen im Sommer mit ihrem üppigen Grün im krassen Gegensatz zur dürren Landschaft.

Regionen im Norden

Regionen in der Mitte

  • Scharon-Ebene - der Küstenabschnitt zwischen dem Karmelgebirge in Norden, den Bergen von Samaria im Osten und Tel Aviv im Süden;
  • Tel Aviv;
  • Schefela - das fruchtbare, hügelige Hinterland zwischen der Küstenebene und dem Judäahochland;
  • Jerusalem;

Regionen im Süden

[Bearbeiten] Städte

Karte von Israel

Jerusalem, offiziell die Hauptstadt Israels, ist insbesondere aufgrund ihres Status als „Heilige Stadt“ und aufgrund ihrer Sehenswürdigkeiten für viele Touristen eines der wichtigsten Ziele des Landes.

Israels wichtigster Ballungsraum ist das dicht besiedelte Gebiet um die Stadt Tel Aviv-Jaffa, der sogenannte „Gusch Dan“. Im Gusch Dan liegen viele der großen Städte des Landes, dort lebt auch ein großer Teil der Bevölkerung. Der Gusch Dan ist zudem das wirtschaftliche Zentrum des Landes. In touristischer Hinsicht ist das Gebiet innerhalb Israels allerdings nur ein Ziel unter vielen: Es gibt zwar in Tel Aviv und Umgebung viele Hotels und diverse interessante Ziele und Sehenswürdigkeiten, der Schwerpunkt organisierter Reisen liegt aber häufig auf den biblischen Stätten im Norden des Landes oder auf Jerusalem.

Die wichtigste Stadt im Norden ist aufgrund ihrer Größe und wirtschaftlichen Bedeutung die Stadt Haifa, für Reisende sind daneben vor allem Akko, Nazareth und Tiberias von Interesse. Ein wichtiger Badeort an der nördlichen Mittelmeerküste ist die Stadt Naharija, die wenige Kilometer südlich der libanesischen Grenze liegt.

Da der Süden Israels hauptsächlich aus Wüstengebieten besteht, ist die Besiedlung dort sehr dünn. Die beiden wichtigsten Städte sind Beerscheba (die größte Stadt des Südens) und Elat, das in der südlichen Negev-Wüste eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur und Bademöglichkeiten im Roten Meer bietet.

Einige israelische Städte haben aufgrund ihrer Geschichte und Entwicklung eine eigene Prägung, die ihnen einen besonderen Charakter verleiht. Das gilt insbesondere für Jerusalem, wo Judentum, Christentum und Islam aufeinandertreffen und gleichzeitig der „jüdische Staat Israel“ sein Zentrum hat. Demgegenüber ist Tel Aviv-Jaffa die Stadt des Gesellschaftslebens, des Partylebens und auch der Botschaften. Haifa mit seinen ausgedehnten Industrie- und Hafenanlagen gilt wiederum als die Stadt der Arbeit, in der die Religionen eine vergleichsweise geringe Rolle spielen. Prägnant zusammengefasst wird dieser Befund oft im Spruch: „Jerusalem betet, Haifa arbeitet, Tel Aviv feiert“.

Die Liste lässt sich allerdings noch fortsetzen: Bnei-Brak ist trotz der Nähe zu Tel Aviv eine Stadt der Religion, in der sehr viele Einwohner orthodoxe Juden sind, die ungern von Touristen „belästigt“ werden. Safed (hebräisch: Zefat) ist die Stadt der Mystik und der Kunst. Akko mit seinen alten Stadtmauern und den arabischen Märkten ist eine der orientalischsten Städte des Landes. Die Stadt des Badetourismus ist schließlich Elat am Roten Meer.

[Bearbeiten] Weitere Ziele

Natursehenswürdigkeiten und Naturparks
  • Am Banyas, einem Quellfluss des Jordans, liegen ein Naturschutzgebiet mit üppiger Vegetation und die Überbleibsel des antiken Ortes Caesarea Philippi.
  • En Gedi beeindruckt durch die Oasen des Nahal David und des Nahal Arugot und durch die Lage am Ufer des Toten Meeres.
  • Bei Mitzpe Ramon im Zentrum des Negev befindet sich der gewaltige Erosionskrater Machtesch Ramon; in Mitzpe Ramon gibt es ein Informationszentrum und Aussichtpunkte auf den mehrere hundert Meter tiefer liegenden Kratergrund.
  • Rosch haNikra ist vor allem aufgrund seiner weißen Kreidefelsen am Ufer des Mittelmeers bekannt.
  • In Timna im südlichen Negev gab es schon in der Antike Kupferminen; heute befindet sich dort ein Park mit beeindruckenden Felsformationen.
Christliche Stätten und Orte
  • Der Berg der Seligpreisungen gilt als Ort der Bergpredigt Jesu.
  • Am Berg Tabor soll die „Verklärung Jesu“ stattgefunden haben; der recht hohe halbrunde Berg liegt östlich von Afula und bietet einen sehr guten Blick in alle Richtungen.
  • Kafarnaum am See Genezareth wird in der Bibel mehrfach erwähnt; dort wurde auch ein Haus ausgegraben, das als das Haus des Petrus gilt.
  • Jardenit ist ein Ort am Südende des Sees Genezareth, an dem sich Christen in Erinnerung an die Taufe Jesu im Jordan taufen lassen.
  • Tabgha, ebenfalls am See Genezareth, gilt als der Ort der biblischen Speisung der 5000.
Wichtige historische Stätten und Ausgrabungen
  • Avdat war eine wichtige Nabatäerstadt; die Ausgrabungen befinden sich südlich von Beerscheba.
  • Belvoir ist eine frühere Kreuzfahrerburg, deren Ruinen zwischen Bet Sche'an und Tiberias an den Hängen oberhalb des Jordans liegen.
  • Bet Sche'arim war eine wichtige jüdische Gräberstadt bei Kirjat Tiv'on am Rand der Jesreelebene; Teile der Katakomben können heute besichtigt werden.
  • In Bet Sche'an befindet sich eine der wichtigsten römischen Ausgrabungsstätten in Israel (u.a. mit Überresten der Hauptstraßen und des Amphitheaters).
  • Caesarea mit seinen Relikten aus römischer und byzantinischer sowie aus der Kreuzfahrerzeit war in der Antike der Sitz der römischen Statthalter.
  • Hamat Gader liegt südöstlich des Sees Genezareth direkt an der jordanischen Grenze; der Ort war schon in der Antike aufgrund seiner Thermalquellen bekannt.
  • Masada, das befestigte Felsplateau in Sichtweite des Toten Meeres, gilt als der Ort des legendären Kampfes jüdischer Aufständischer gegen eine große römische Übermacht, der im kollektiven Selbstmord der belagerten Aufständischen endete.
  • Megiddo ist eine Ausgrabungsstätte in der westlichen Jesreelebene, die v.a. durch ein ausgeklügeltes System der Wasserversorgung aus dem 9. Jhd. v. Chr. mit einem über 100 Meter langen Tunnel bekannt wurde.

[Bearbeiten] Hintergrund

[Bearbeiten] Geschichte

Das Gebiet des heutigen Staates Israel und der besetzten Palästinensergebiete gehört zu den Gegenden der Erde, die am längsten vom Menschen besiedelt sind. Archäologische Funde im Bereich des Karmelgebirges datieren zurück bis in die Altsteinzeit; manche Funde werden auf 100.000 Jahre geschätzt. Ein herausragendes Merkmal der regionalen Geschichte ist die Vielzahl verschiedener Herrschaften und Kriege; das hängt damit zusammen, dass das Gebiet an der südöstlichen Mittelmeerküste strategisch sehr bedeutsam und daher umkämpft war.

Schon in der Bronzezeit (ab 3000 v. Chr.) bestehen verschiedene befestigte Städte und Stadtstaaten (z.B. Megiddo und Hazor), die Region wird zu dieser Zeit durch die Hochkulturen in Ägypten und Mesopotamien beeinflusst. Nach 2000 treten auch die Israeliten auf; die biblischen Geschichten der Erzväter Israels - Abraham, Isaak und Jakob - beziehen sich auf diese Zeit. In der Zeit um 1000 kämpfen die Israeliten gegen die Philister, die vor allem an der Küste ansässig sind. In diese Zeit fällt auch die Errichtung des Königreiches mit den Königen Saul, David und Salomo; letzterer baute nach biblischer Darstellung um 950 den ersten Tempel in Jerusalem. Nach Salomos Tod zerfällt das Reich in ein Nord- (Israel) und ein Südreich (Juda). Das Nordreich wird noch vor 700 von den Assyrern erobert, das Südreich findet sein Ende mit der Eroberung durch den babylonischen König Nebukadnezar II., der 586 Jerusalem erobert und den Tempel zerstören lässt.

Nach der Eroberung Babylons durch den Perserkönig Kyros II. im Jahr 539 können nach Babylon verschleppte Juden wieder zurückkehren, der Tempel in Jerusalem wird ebenfalls wieder aufgebaut. Alexander der Große erobert um 330 die Region, anschließend herrschen hier mit den Diadochen seine Nachfolger. Vor allem Antiochos IV. gerät durch den Versuch, das Land zu hellenisieren und das Judentum zu unterdrücken, in einem massiven Gegensatz zu gläubigen Juden, sodass es 166 schließlich zum Makkabäeraufstand kommt. Aufgrund des Aufstands werden judenfeindliche Gesetze aufgehoben, der Tempeldienst wird wieder möglich. In den folgenden Jahren können sich die Aufständischen weitgehend durchsetzen, es kommt zur Entstehung eines weitgehend selbständigen Staates unter den Hasmonäern. Der Hasmonäerstaat findet sein Ende mit der Eroberung durch den römischen Feldherrn Pompeius 63 v.Chr.

Jerusalem, Tempelberg mit Westmauer und Felsendom
Jerusalem, Tempelberg mit Westmauer und Felsendom

Bis in das 7. Jahrhundert untersteht das Gebiet römischer und byzantinischer Herrschaft. Die Römer setzen vor Ort Prokuratoren ein, stützen sich aber auch auf einheimische Herrscher: Herodes der Große und seine Nachfolger haben über mehrere Jahrzehnte als Könige erhebliche Macht im Land. In Herodes' Amtszeit (37-4 v. Chr.) entfaltet sich eine rege Bautätigkeit: Herodes lässt den Tempel in Jerusalem erneuern (aus dieser Zeit stammt die heutige West- bzw. Klagemauer), legt Festungen u.a. in Masada und Herodion an, lässt Paläste bauen und errichtet zu Ehren des römischen Kaisers die Hafenstadt Caesarea. Auch zur Zeit der Römer kommt es zu erheblichen Spannungen, die sich in zwei großen Aufständen entladen. Der erste große Aufstand um 70 wird niedergeschlagen, der Tempel in Jerusalem von den Römern zerstört; in der Felsenfestung Masada können sich Aufständische noch einige Jahre halten, unterliegen schließlich aber auch den Römern. Der zweite große Aufstand, der so genannte „Bar-Kochba-Aufstand“ entzündet sich 132 daran, dass der römische Kaiser Hadrian den Juden die Beschneidung verbietet. Die Römer schlagen den Aufstand um Bar Kochba und seine Anhänger nieder, viele seiner Anhänger werden hingerichtet. Auf den Ruinen des völlig zerstörten Jerusalems errichten die Römer die neue Stadt Aelia Capitolina, Juden dürfen dort nicht mehr wohnen.

Mit dem Aufstieg des Christentums gewinnt Palästina wieder erheblich an Bedeutung. Nachdem seit der „Konstantinischen Wende“ 313 das Christentum an Einfluss gewinnt und schließlich zur Staatsreligion wird, interessieren sich die Christen verstärkt für das Heilige Land. An vielen biblischen Orten werden daher Kirchen und Kapellen errichtet; der Überlieferung nach reist Konstantins Mutter Helena selbst in das Land, sucht heilige Stätten auf und lässt dort Gebäude errichten.

Nach dem Sieg der Araber über das byzantinische Heer 636 geht die christliche Herrschaft im Land zu Ende. Die Araber tolerieren die Christen und Juden, um 700 errichten sie in Jerusalem auf dem Tempelberg den Felsendom. Um 1000 kommt es zu Auseinandersetzungen; nichtmuslimische Bewohner Palästinas werden verfolgt, die Grabeskirche zerstört. Überfälle auf Pilger im 11. Jahrhundert sind schließlich der Auslöser für die Kreuzzüge.

In der Kreuzritterburg Akko
In der Kreuzritterburg Akko

Ab Ende des 11. Jahrhundert brechen Christen in Europa auf, um in den Kreuzzügen die heiligen Stätten zu schützen. 1099 erobern sie Jerusalem und richten dabei ein Massaker unter der Bevölkerung an. Die Kreuzfahrer errichten das „Königreich Jerusalem“. Allerdings fällt Jerusalem schon 1197 wieder an die Araber, Akko wird die neue Hauptstadt des Reiches. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erobert Baibars weitgehend den Kreuzfahrerstaat, 1291 wird mit Akko auch der letzte Rückzugsort der Kreuzfahrer eingenommen.

Auf die Kreuzfahrer folgt bis Anfang des 16. Jahrhunderts die Herrschaft der Mamelucken. Dann fällt Palästina an das Osmanische Reich, zu dem es bis 1918 gehört. Dabei kommt es in Palästina zunächst zu einem Aufschwung, u.a. wird die Jerusalemer Stadtmauer erneuert. Danach stagniert das Land jedoch weitgehend. Ab dem 19. Jahrhundert ergeben sich wieder stärkere Entwicklungsimpulse durch die Ansiedlung der deutschen Templer (u.a. in Haifa) und die zunehmende Einwanderung von Juden. 1878 wird mit Petach Tikwa die erste jüdische ländliche Siedlung gegründet. 1909 folgt die Gründung Tel Avivs als rein jüdischer Stadt; auch die Gründung des ersten Kibbuz fällt in diese Zeit.

Nach dem 1. Weltkrieg fällt Palästina unter Britisches Mandat. Im Laufe der Jahre kommt es zu stärkeren Spannungen und teils auch gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Juden und Arabern, was zumindest teilweise mit der anhaltenden jüdischen Zuwanderung zu tun hat. Die Briten erschweren daher ab 1939 trotz der nationalsozialistischen Verfolgungen die Einwanderung, sodass viele Juden illegal einwandern. 1947 beschließt die Vollversammlung der UNO die Teilung des umstrittenen Gebiets und die Schaffung eines jüdischen und eines arabischen Staates. Dieser Vorschlag wird von der arabischen Seite jedoch abgelehnt, sodass es nach Rückzug der Briten zum Krieg kommt.

[Bearbeiten] Israel, der jüdische Staat

Mit dem Ende des britischen Mandates am 14. Mai 1948 proklamiert Ben Gurion den unabhängigen jüdischen Staat Israel. Unmittelbar nach der Proklamation beginnen die vier Nachbarstaaten, der Irak und Saudi-Arabien einen Krieg mit dem Ziel, den neuen jüdischen Staat zu vernichten. Der erste Palästinakrieg bzw. Israelische Unabhängigkeitskrieg dauert bis Anfang 1949. In der Zwischenzeit gelingt es Israel, die feindlichen Armeen in Schach zu halten und sogar noch Gebietsgewinne in vormals vorwiegend arabisch besiedelten Gebieten (vor allem in Galiäa) zu machen, sodass Israel am Ende des Krieges ein wesentlich größeres Gebiet kontrolliert als im UN-Teilungsplan vorgesehen. In den folgenden Jahrzehnten kommt es zu weiteren Kriegen, da die arabischen Staaten Israel weiterhin nicht anerkennen. Für die späteren Entwicklungen ist insbesondere der Sechsttagekrieg entscheidend: Israel gewinnt in diesem Krieg die Herrschaft über das Westjordanland und den Gazastreifen und baut dort später auch Siedlungen, die heute ein erhebliches Hindernis für den Frieden in der Region darstellen. In diesem Krieg werden auch die Golanhöhen erobert, die für einen möglichen zukünftigen Friedensschluss mit Syrien von erheblicher Bedeutung sind. In den letzten Jahrzehnten wurden immer wieder Anläufe für einen umfassenden Friedensschluss mit den Palästinensern genommen; alle bisherigen Initiativen sind jedoch gescheitert, weitere von der derzeitigen rechtsgerichteten Regierung nicht zu erwarten (Stand 2009).

Bis heute sind die Auseinandersetzungen um den (jüdischen) Staat Israel von erheblicher Bedeutung für die Politik und das Leben in der gesamten Region wie in Israel selbst. Obwohl Israel inzwischen mit Ägypten und Jordanien Friedensverträge geschlossen hat, sind die Beziehungen eher kühl; viele Araber empfinden Israel noch immer als Fremdkörper in der arabischen Staatenwelt des Nahen Ostens und kritisieren Israel in seiner Rolle als Besatzer palästinensischen Landes. Auch die Beziehungen zu den Arabern innerhalb der israelischen Staatsgrenzen sind von den geschichtlichen Hypotheken belastet: Die israelischen Araber sind faktisch in vielen Bereichen benachteiligt, gegenseitiges Misstrauen und Spannungen zwischen Juden und Arabern gibt es auch hier. Die Frage, wo der Platz der israelischen Araber in einem Staat ist, der sich als jüdischer Staat versteht, ist bis heute nicht abschließend geklärt.

Diese grundsätzliche Problematik wird verschärft durch die Situation in den Palästinensergebieten, in denen Israel als Besatzungsmacht auftritt. Die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern mündeten schon 1987 in gewalttätigen Auseinandersetzungen, der so genannten Ersten Intifada. 2000 bis 2005 folgte eine zweite Welle von Aufständen in der Zweiten Intifada. Ausflüsse dieser Spannungen sind beispielsweise Kontrollposten im Westjordanland, die das alltägliche Leben der Palästinenser behindern, die palästinensischen Selbstmordattentate der letzten Jahrzehnte, bei denen viele jüdische Zivilisten ums Leben kamen und der Bau der Sperranlangen zum Schutz des israelischen Kernlandes rund um Gazastreifen und Westjordanland, die international kritisiert worden sind. Ein einfacher Friedensschluss mit Rückzug aus den besetzten Gebieten ist indessen nicht möglich: Viele Fragen, z.B. nach der Sicherheit Israels und der Entschädigung von geflohenen oder vertriebenen Palästinensern, sind ungeklärt. Auf dem besetztem Gebiet bestehen zudem verschiedene, auch größere jüdische Siedlungen, die nicht ohne weiteres aufgelöst werden können. Und schließlich muss Israel im Falle eines Rückzugs aus dem Westjordanland um seine Sicherheit fürchten, da große Teile des gesamten Landes von dort aus mit Raketen beschossen werden könnten. Diese Befürchtung ist nicht unbegründet: Israel hatte sich vor wenigen Jahren aus dem Gazastreifen zurückgezogen. Die dort herrschende Hamas beschoss in der Folge israelisches Staatsgebiet regelmäßig mit Raketen. Dieser Beschuss war der wichtigste Grund für die letzte bewaffnete Auseinandersetzung in der Region, die Operation Gegossenes Blei Ende 2008, bei der die israelische Armee in den Gazastreifen (wieder) einmarschierte und große Zerstörungen anrichtete. Das Vorgehen wurde international kritisiert, war aus israelischer Sicht jedoch konsequent: Im kollektiven Gedächtnis sind der Holocaust und die Bedrohung durch die vielen Kriege fest verankert, man möchte daher auf keinen Fall wieder in die Rolle des Opfers gedrängt werden - umso weniger, als es nach wie vor viele muslimische Gruppen gibt, die Israel unverhohlen mit Krieg bis zur Vernichtung drohen. Israel gilt vielen Juden angesichts der geschichtlichen Erfahrungen von Unterdrückung und Verfolgung als sicherer, aber auch als zu verteidigender Rückzugsort in einer Welt, in der Antisemitismus weiterhin an der Tagesordnung ist.

[Bearbeiten] Anreise

Häufig ist der Anlass eines Israel-Besuchs eine Pilgerreise im weitesten Sinn, bei der der Schwerpunkt auf dem Besuch christlicher Stätten liegt. Ein solches Programm zeigt allerdings nur einen kleinen Ausschnitt aus der Vielfalt von Sehenswürdigkeiten und Kulturgütern, die das Land eigentlich zu bieten hat. Eine Woche durch Israel ist ein Vorschlag für eine Rundreise, der versucht, in einem knappen zeitlichen Rahmen einen Eindruck von dieser Vielfalt zu vermitteln.

[Bearbeiten] Einreisebestimmungen

Für die Einreise nach Israel ist ein Reisepass nötig, der noch mindestens sechs Monate gültig ist. Deutsche Staatsbürger, die nach dem 31. Dezember 1927 geboren sind, können ohne Visum einreisen. Sie bekommen bei der Einreise ein dreimonatiges Touristenvisum. Deutsche, die vor dem 1. Januar 1928 geboren sind, benötigen ein Visum, welches die israelische Botschaft kostenlos und für die Gültigkeitsdauer des Passes ausstellt, sofern dem Antragsteller keine tiefe Verstrickung in den Nationalsozialismus nachgewiesen wurde.

Österreichische Staatsbürger dürfen sich ohne Visum bis zu drei Monate im Land aufhalten. Der Reisepass muss bei der Einreise noch sechs Monate gültig sein.

Ein israelischer Stempel im Pass kann dazu führen, dass bestimmte Staaten (vor allem die arabischen Staaten, z.B. Syrien, Libanon und Iran) die Einreise verweigern, sogar wenn für diese Länder ein Visum vorliegt. Genauere Informationen findet man bei den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes; bei den Einreisebestimmungen für das jeweilige Land wird darauf hingewiesen, wenn ein israelischer Stempel zu Problemen führt bzw. führen kann. Plant man später eine Reise in ein bestimmtes arabisches Land, sollte man auf jeden Fall prüfen, ob man dort mit israelischem Stempel einreisen kann. Möchte man sich die Möglichkeit offenhalten, in alle arabischen Länder zu reisen, ist es empfehlenswert, den israelischen Einreisebeamten zu bitten, den Einreisestempel auf einem separaten Papierstück anbringen zu lassen.

Deutsche Staatsbürger können einen Zweitpass beantragen, wenn sie nach einem Israelbesuch noch weitere Staaten im Nahen Osten besuchen zu wollen, die eine Einreise mit israelischem Stempel verweigern würden.

Zu beachten ist, dass bei Landeinreise von Jordanien oder Ägypten aus auch die entsprechenden jordanischen bzw. ägyptischen Stempel im Pass zu Einreiseverweigerungen führen können. Außerdem können arabische Stempel im Pass dazu führen, dass die Kontrollen und Befragungen vor dem Abflug nach Israel schärfer ausfallen.

[Bearbeiten] Flugzeug

[Bearbeiten] Mit dem Flugzeug nach Israel

Das Flugzeug ist das Verkehrsmittel, das für die Anreise nach Israel am häufigsten gewählt wird. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Israel auf der Straße nur mit Schwierigkeiten und auf der Schiene gar nicht erreicht werden kann.

Israel verfügt über zwei Internationale Flughäfen: den Flughafen Ben Gurion International Airport in Lod bei Tel Aviv und den Flughafen Elat in Elat - wobei man dem Ben-Gurion-Flughafen den Vorzug geben wird, da er der größere ist, im Landesinneren liegt und von den meisten Airlines angeflogen wird. Der Flughafen in Elat ist eigentlich nur interessant, wenn man sich vor allem in Elat und der näheren Umgebung aufhalten will.

Die wichtigsten israelischen Fluggesellschaften sind die nationale, mittlerweile privatisierte El Al, deren Tochterunternehmen und Charterfluggesellschaft Sun d’Or, sowie die preiswerteren privaten Unternehmen Arkia Airlines und Israir. Die meisten größeren Fluggesellschaften der Welt fliegen von einer Vielzahl von Flughäfen Israel an. Aufgrund der politischen Situation ist es zur Zeit nur in wenigen Fällen möglich, Israel aus arabischen Staaten direkt anzufliegen.

Bei Flugreisen nach Israel muss man mit verstärkten Sicherheitsvorkehrungen rechnen. Man sollte mindestens drei Stunden vor dem Flug am Flughafen zu sein, da man mit hoher Wahrscheinlichkeit einer Sicherheitsbefragung vor dem Abflug unterzogen wird und weil möglicherweise das Gepäck gründlich durchsucht wird. Im Rahmen der Befragung kann man mit Fragen nach dem Grund der Reise rechnen, aber z.B. auch danach, ob man seinen Koffer selbst gepackt hat oder ob einem jemand etwas mitgegeben hat, um es mit nach Israel zu nehmen. Normalerweise befinden sich Sicherheitsbeamte vor Ort, die die Befragung in der jeweiligen Landessprache durchführen können (bzw. beim Rückflug in der Sprache des Ziellandes) oder man kann zumindest jemanden holen lassen, der die Fragen übersetzt. Auf Englisch ist die Befragung immer möglich.

Durch die vielen Sicherheitsvorkehrungen ist ein Flug nach Israel im Vergleich zu Flügen in andere Länder relativ sicher. Die Sicherheitsstandards von El Al erschienen den Amerikanern nach den Anschlägen des 11. September 2001 so gut zu sein, dass El Al als einzige Fluggesellschaft weltweit die Erlaubnis hatte, in der Zeit nach den Anschlägen direkt die USA anzufliegen.

[Bearbeiten] Von und zum Flughafen

Seit der Eröffnung des neuen Flughafenterminals 3 im November 2004 ist der Flughafen nicht nur mit Taxi, Bus und Auto, sondern auch bequem mit dem Zug erreichbar. Der Airport-Shuttle-Zug fährt von morgens 3 Uhr bis Mitternacht. Zum Tel Aviver Hauptbahnhof (Tel Aviv Merkaz - Savidor) gibt es einen Expresszug, der die Nacht durchfährt (einmal pro Stunde), sonst aber nirgends hält. Informationen zu den angebotenen Verbindungen gibt es auf der englischen Website der Israel Railways. Fahrscheine sind an den Fahrschein-Automaten vor Ort oder am Ticket-Schalter erhältlich. Die Fahrt vom Flughafen nach Tel Aviv kostet 13,50 NIS (Stand 09/2009) und dauert zwischen knapp 15 und 20 Minuten. Auch Haifa ist umsteigefrei mit ein bis zwei Intercityzügen in der Stunde erreichbar; die Fahrt kostet 36 NIS (Stand 09/2009).

Die Busgesellschaft Egged bietet vom Flughafen, Haltestelle „El Al Junction“ eine Busverbindung zum zentralen Busbahnhof in Tel Aviv an; die Busse der Linie 475 verkehren an Wochentagen mehrmals die Stunde über Jehud und Or Jehuda. Der Fahrpreis ist etwas niedriger als mit dem Zug, allerdings ist man deutlich länger unterwegs (ca. 45 min). Weitere Busverbindungen bestehen u.a. ab El Al Junction nach Jerusalem und Haifa (Linie 947 Jerusalem - Flughafen - Haifa, mindestens halbstündlich; Stand der Angaben zu den Busverbindungen: 09/2009).

Ein Taxi vom Flughafen nach Tel Aviv kostet etwa 120 NIS (Stand 01/2007). Es ist ratsam, sich im voraus auf einen Festpreis festzulegen, denn zur Hauptverkehrszeit kommt es regelmäßig zu Staus.

[Bearbeiten] Auto/Bus

Will man mit dem Auto oder dem Bus anreisen, kann man das nur von Ägypten oder Jordanien aus tun; zwischen dem Libanon und Israel sowie zwischen Syrien und Israel gibt es keine Grenzübergänge. An der Grenze zu Jordanien bestehen drei Übergänge: die Scheich-Hussein-Brücke (oder Jordan-Brücke) im Norden bei Bet Sche'an mit schlechter Anbindung auf israelischer Seite (Taxi, per Anhalter), die König-Hussein-Brücke (auch „Allenby Bridge“) zum Westjordanland bei Jericho und im Süden der Wadi Arava- bzw. Rabin-Grenzübergang zwischen Akaba und Elat (am besten per Taxi erreichbar). Von Ägypten aus gelangt man über den Taba-Grenzübergang nach Israel, der Rafa-Grenzübergang führt nach Gaza.

Das israelische Tourismusministerium stellt einige knappe Informationen zu den Grenzübergängen auf seiner Internetseite bereit.

Es ist derzeit nicht möglich, mit dem Auto per Fähre nach Israel einzureisen.

[Bearbeiten] Mobilität

In Israel kann man sich sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit Mietwagen sehr gut fortbewegen. Der öffentliche Verkehr wird in Israel nach wie vor zu großen Teilen mit Bussen abgewickelt, die fast in jeden Winkel des Landes fahren. Allerdings hat die israelische Bahn in den letzten Jahren ihr Angebot massiv ausgeweitet und verbessert, sodass inzwischen viele größere Städte auch mit dem Zug erreicht werden können. Das Straßennetz ist engmaschig und in einem guten Zustand; die Hauptverkehrsadern des Landes sind häufig zu mehrspurigen Autobahnen ausgebaut, daneben bestehen viele autobahnähnliche Straßen und einfache Landstraßen.

[Bearbeiten] Mobilitätssituation am Wochenende und an Feiertagen

Wenn man in Israel unterwegs ist, sollte man grundsätzlich die völlig andere Mobilitätssituation am Schabbat beachten, die letztlich alle Verkehrsmittel betrifft. Während des Schabbat, also zwischen Freitagabend und Samstagabend, ruhen praktisch alle öffentlichen Verkehrsmittel; es fahren keine Züge und im Normalfall auch keine Busse der großen Busunternehmen. Ausnahmen gibt es in Haifa und dort, wo arabische Busunternehmen Linien bedienen (z.B. in der Umgebung von Nazareth). Es ist also z.B. nicht möglich, am Samstagvormittag von Tel Aviv nach Jerusalem einen Bus oder einen Zug zu nehmen: Es fährt weder das eine noch das andere.

Wenn man es ohne Probleme einrichten kann, ist es daher am einfachsten, man plant für die Zeit von Freitagnachmittag bis Samstagabend einen Aufenthalt an einem Ort ein und reist danach weiter. Alternativ könnte man - zumindest eingeschränkt - die „Scheruts“ benutzen, die man in den größeren Städten findet; diese Sammeltaxen fahren zum Teil auf der Strecke wichtiger Buslinien, sodass man zumindest eingeschränkt in andere Städte oder Stadtteile kommt. Die Preise sind allerdings etwas höher als bei den Bussen. Auch normale Taxis verkehren dauernd, sind aber wesentlich teurer.

Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, ist man vom Schabbat zunächst weniger betroffen. Es ist im Gegenteil so, dass dann das Verkehrsaufkommen deutlich niedriger ist als während der Wochentage und dass man auf den Schnellstraßen der großen Städte schneller vorankommt. Allerdings kann es sein, dass in Wohnvierteln mit einem hohen Anteil religiöser Juden Straßen (auch größere) gesperrt sind. Während säkulare Juden am Schabbat selbstverständlich Auto fahren, sehen orthodoxe Juden das grundsätzlich als verboten an. Es kam schon vor, dass am Schabbat fahrende Autos mit Gegenständen beworfen wurden, wenn sie in orthodoxen Vierteln in Jerusalem unterwegs waren.

Die Hinweise für den Schabbat gelten im Prinzip auch für die jüdischen Feiertage: Auch dann ist es so, dass die Verkehrsmittel ab dem Vorabend des Festes den Betrieb einstellen. Noch schwieriger ist die Situation für Reisende am jüdischen Feiertag Jom Kippur, dem höchsten jährlichen jüdischen Feiertag (etwa Ende September/Anfang Oktober). Dieser Feiertag wird auch von den meisten säkularen Juden beachtet; daher ruht an diesem Tag selbst der Individualverkehr, es fahren auch keine Taxis. Wenn man am Vorabend des Jom Kippur sein Ziel nicht mehr erreicht, kann man sich darauf einstellen, einen Tag dort verbringen zu müssen, wo man gerade ist.

[Bearbeiten] Bahn

Viele größere Städte in Israel können inzwischen auch mit den Zügen der Israel Railways (hebr.: רכבת ישראל „Rakévet Jisra'él“) erreicht werden. Erst seit den 1990er Jahren bietet die Eisenbahn gute Alternativen zur Fahrt mit dem noch immer weit verbreiteten Bus. Die Zugverbindungen wurden seitdem vervielfacht und das Netz in vielen Bereichen saniert oder neu gebaut, die vorhandenen Strecken sind daher modern und weitgehend sicher. In den nächsten Jahren sollen die Angebote weiter verbessert werden und weitere Strecken in Betrieb gehen.

Das Streckennetz der Eisenbahn ist nach wie vor vergleichsweise klein und im Wesentlichen auf den Küstenstreifen beschränkt. In die Nachbarstaaten bestehen keine Verbindungen (mehr). Die Züge bedienen insbesondere den Großraum Tel Aviv mit einem s-bahn-ähnlichen Angebot. Wichtige Verbindungen außerhalb dieses Gebiets gibt es

  • über Haifa und Akko nach Naharija (bis Haifa 2-3 Züge/Std., darüber hinaus 1-2 Züge/Std.),
  • über Bet Schemesch nach Jerusalem (bis Bet Schemesch stündlich, darüber hinaus phasenweise nur alle 2 Std.),
  • über Aschodod nach Aschkelon (1-2 Züge/Std.) und
  • nach Beerscheba (stündlich).

Die Eisenbahnen sind modern und durchweg mit Klimaanlagen ausgestattet, die Tickets sind sehr preiswert. Eine einfache Fahrt von Tel Aviv kostet bespielsweise nach Haifa 27 NIS, nach Naharija 40 NIS, nach Jerusalem 20,50 NIS, nach Beerscheba 26,50 NIS und nach Aschkelon 23,50 NIS. (Stand: 10/2009)

Der wichtigste Umsteigebahnhof des Netzes ist der Tel Aviver Hauptbahnhof „Tel Aviv Merkaz (bzw. Center) - Savidor“. Wichtige Umsteigebahnhöfe in das Busnetz sind in Haifa die Bahnhöfe „Hof haCarmel“ und „Lev haMifrats“, die beide in unmittelbarer Nähe der gleichnamigen Busbahnhöfe liegen. In Tel Aviv kann man vom Bahnhof „Tel Aviv haHagana“ in etwa fünf Minuten zum Neuen Zentralen Busbahnhof laufen (vom Bahnhof in Westrichtung halten, 400 m den Straßen haHagana und Levinsky folgen); viele regionale und überregionale Buslinien halten auch am Bahnhof Tel Aviv - Savidor. Fahrten mit dem Zug lohnen sich aufgrund der Taktdichte und der guten Anschlüsse insbesondere zwischen Haifa, Tel Aviv und dem Flughafen. Auf anderen Strecken kann das möglicherweise anders sein. Da die Bahnhöfe in Israel häufiger am Rand der Städte liegen, sollte man vorher kurz auf den Stadtplan sehen. Oft wird man am Zielort noch ein Stück mit dem Bus fahren müssen, manchmal ist es sogar sinnvoller, gleich auf den Bus auszuweichen. Das gilt auch für Jerusalem: Man erreicht den dortigen Zentralen Busbahnhof in knapp einer Stunde, wenn man in Tel Aviv den Bus nimmt. Der Zug braucht nach Jerusalem eine dreiviertel Stunde länger (und der Bahnhof befindet sich auch noch einige Kilometer südlich der Innenstadt).

Es erleichtert das Reisen, dass die Schilder mit dem Bahnhofsnamen nicht nur hebräisch, sondern auch arabisch und vor allem englisch beschriftet sind. Leider sind die meisten anderen Aufschriften und Durchsagen nur in Hebräisch, aber man findet meist problemlos nette Menschen, die diese ins Englische übersetzen können. Die meisten Bahnhöfe haben nur zwei Richtungsgleise, sodass man sich kaum verirren kann.

Gekaufte Tickets gelten bis zu einem beim Kauf vorbestimmten Zielort. Dabei ist das Ticket zum Einlass per Drehkreuz sowie zum Verlassen des Zielbahnhofes - ebenfalls per Drehkreuz - notwendig und sollte daher während der Fahrt nicht verloren gehen. Das Ticket ist nämlich nur für den gewählten Zielbahnhof gültig; steigt man an einem anderen Bahnhof aus, wird einem das Drehkreuz das Verlassen des Bahnhofes verweigern. Wenn man ein paar Haltestellen zu weit gefahren ist, kann man jedoch ohne ein weiteres Ticket zu kaufen zurückfahren.

Gewöhnungsbedürftig sind die Sicherheitskontrollen an jedem Bahnhof. Man wird auf Waffen durchsucht und muss manchmal sein Gepäck vorzeigen. Aber diese kleine Unannehmlichkeit macht das Bahnreisen ziemlich sicher. Vielleicht sogar sicherer als in Europa.

[Bearbeiten] Bus

Das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel Israels ist der Bus. Obwohl der Bahnverkehr in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat, ist der Bus noch immer ein äußerst wichtiger Verkehrsträger, mit dem man praktisch das ganze Land relativ bequem und schnell bereisen kann.

Auf vielen überregionalen Strecken wird im Busverkehr eine verblüffend enge Taktfolge angeboten. Ein Takt von 30 bis 60 Minuten ist zwischen größeren Städten normal, teilweise fahren die Busse sogar alle 15-20 Minuten (so z.B. zwischen Tel Aviv und Jerusalem, aber beispielsweise auch zwischen Haifa und Naharija). Die enge Taktung macht das Reisen mit dem Bus sehr angenehm, weil man zumindest auf den wichtigeren Strecken nicht allzu lange auf den nächsten Bus warten muss. Beim Umsteigen sind die Wartezeiten entsprechend oft kurz. Dazu kommt, dass überregionale Linien oft nur an Haltestellen entlang der Hauptstraßen oder in großen Orten halten, sodass man relativ schnell vorwärts kommt. Eine Besonderheit sind außerdem Expressbusse, die nur einige Haltestellen entlang der Strecke (teilweise auch nur am Start- und Zielort) bedienen und ansonsten durchfahren.

Egged-Bussteige in Tel Aviv (New CBS)
Egged-Bussteige in Tel Aviv (New CBS)

Die Herzstücke des Busverkehrs sind die Zentralen Busbahnhöfe in den Städten, die auf hebräisch als „תחנה מרכזית“ (Tachaná Merkasít) und auf englisch als „Central Bus Station“ (oft mit der Abkürzung CBS) bezeichnet werden. An den Busbahnhöfen enden viele überregionale, regionale und lokale Buslinien, sodass man bequem auf auf andere Linien umsteigen kann. Teilweise gibt es an den zentralen Busbahnhöfen auch Umsteigemöglichkeiten zur israelischen Eisenbahn (vgl. entsprechende Hinweise im Abschnitt „Bahn“). An der „CBS“ erhält man in der Regel Snacks und Getränke und kann teilweise auch Kleinigkeiten einkaufen. Die zentralen Busbahnhöfe befinden sich nicht immer in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt, sie sind aber auf jeden Fall mit städtischen Bussen gut an das Stadtzentrum angebunden.

Die Busbahnhöfe verfügen normalerweise über eine größere Zahl von Bussteigen (hebr. רציף Retzíf, engl. platform), wobei die einzelnen Buslinien in der Regel immer am selben Bussteig starten. Teilweise endet die Fahrt in einem Bereich des Busbahnhofs, wo man nur aussteigen kann; man geht dann von dort weiter zu den Bussteigen der abfahrenden Linien. In den Busbahnhöfen erleichtert es die Orientierung, dass es normalerweise Anzeigetafeln und Bussteigbeschilderungen gibt, auf denen die Linien und Ziele auch auf englisch erscheinen. Die Busse einer Linie verkehren auf einer bestimmten Strecke; wenn man die Liniennummer erst einmal weiß, kann man sich am leichtesten anhand der Nummer orientieren (man muss allerdings aufpassen, wenn man entlang der Strecke in einen Bus einsteigt, dass man nicht nur den Bus mit der richtigen Nummer, sondern auch in der richtigen Richtung nimmt). Häufig (nicht immer) ist es so, dass die Nummern bis 100 für lokale und regionale, die Nummern bis 999 für überregionale Busse verwendet werden.

Es gibt in Israel mehrere Busunternehmen, denen die fast immer klimatisierten und gut gepflegten Busse gehören. Das wichtigste Busunternehmen ist die vormals staatliche Gesellschaft Egged, deren Busse das ganze Land befahren. Andere Gesellschaften sind von regionaler Bedeutung. Die bekannteste davon dürfte die Busgesellschaft DAN sein, die traditionell im Ballungsgebiet Tel Aviv (eben dem „Gusch Dan“) den Großteil der Buslinien betreibt. Weitere Gesellschaften sind z.B. Egged Ta'avura mit Verbindungen u.a. im nördlichen Negev, Metrodan Beersheba und Metropoline mit Verbindungen in bzw. um Beerscheba, sowie Kavim, Nativ Express, Superbus und Connex, die Linien in der Mitte und im Norden betreiben.

In den letzten Jahren hat die Dominanz von Egged und Dan im öffentlichen Busverkehr nachgelassen, obwohl beide noch immer einen Großteil des Marktes abdecken. Ein Vorteil für die Reisenden sind günstigere Preise, ein Nachteil ist allerdings eine weit größere Unübersichtlichkeit. Viele kleinere Unternehmen bieten im Internet nur Informationen auf Hebräisch an, die Fahrplanauskunft von Egged listet jedoch nicht (mehr) alle Linien auf, die es tatsächlich gibt, obwohl die Linien häufig unter Beibehaltung der Nummer von Egged übernommen wurden. Wenn eine Strecke nicht mehr von Egged bedient wird, kann es im konkreten Fall ziemlich kompliziert sein herauszufinden, ob eine bestimmte Strecke vom Bus bedient wird (und wenn ja, von welchem). Eine hebräischsprachige Busauskunft ist unter Otobusim.co.il verfügbar. Für die Linien von Egged können im Internet aktuelle Fahrpläne in Englisch abgerufen werden; es gibt die Möglichkeit, sowohl die Verbindungen auf einer bestimmten Strecke anzeigen zu lassen als auch gezielt nach einzelnen Linien zu suchen. Zu beachten ist bei der Eingabe, dass die Rechtschreibung der Ortsnamen englischen Schreibgewohnheiten folgt; man sollte also verschiedene Schreibvarianten durchprobieren, wenn man den Ort nicht findet. Es ist auch möglich, sich an die Telefonauskunft zu wenden.

Tickets sind an Busbahnhöfen am Ticketschalter erhältlich oder direkt beim Busfahrer, wenn man an einer Bushaltestelle einsteigt. Neben Einzelfahrscheinen gibt es auch Tagestickets (die vor allem dann interessant sind, wenn man öfter umsteigt), Zehnertickets und Monatskarten. Tagestickets gibt es nicht in Jerusalem. Man muss vorne einsteigen und sein Ticket vorzeigen. Fahrscheine von Egged können auch bequem per Telefon (Bezahlung durch Kreditkarte) bestellt werden. Das ist besonders für längere Strecken wie Elat ratsam, da hier in der Regel im Voraus gebucht werden sollte - besonders an Wochenenden, wenn Elat ein beliebtes Touristenziel darstellt.

Wenn man an einer größeren Haltestelle oder dem Busbahnhof einsteigt, sollte man mit Sicherheitskontrollen rechnen. Bei solchen Kontrollen kann die Tasche kontrolliert werden, möglicherweise auch der Reisepass und ggf. werden auch noch genauere Kontrollen durchgeführt. Da Busse in der Vergangenheit schon Ziele von Terroranschlägen waren und insofern potentiell gefährdet sind, sollte man Verständnis für die Sicherheitsmaßnahmen zeigen und mit den Sicherheitsleuten, die meistens sehr höflich auftreten, kooperieren.

Zu beachten ist, dass die Busse am Schabbat und an hohen jüdischen Feiertagen nicht verkehren (vgl. dazu die ausführlichen allgemeinen Hinweise am Beginn des Kapitels).

[Bearbeiten] Auto

Das Auto ist in Israel ein weit verbreitetes Verkehrsmittel, man kommt damit im Land sehr gut zurecht. Wenn man ein Auto mieten will, braucht man einen internationalen Führerschein, der Fahrer muss normalerweise mindestens 21 Jahre alt sein (hier gibt es Unterschiede zwischen den Autovermietern). In den größeren Städten gibt es die bekannten internationalen, außerdem auch israelische Mietwagenfirmen.

Israel verfügt im Norden und in der Mitte über ein gut ausgebautes und engmaschiges Straßennetz. Da im Süden der größte Teil des Landes unbesiedeltes Wüstengebiet ist, ist das Straßennetz dort wesentlich dünner, aber trotzdem ausreichend dicht. Mit dem Auto kann man das ganze Land daher problemlos bereisen. Wissen sollte man allerdings, dass die größeren Städte des Landes Schwierigkeiten haben, mit dem Individualverkehr fertig zu werden. Gerade in den Hauptverkehrszeiten geht auf den großen Ein- und Ausfallstraßen kaum etwas voran, Staus und zähfließender Verkehr sind dann vielerorts eher die Regel als die Ausnahme. Das gilt insbesondere für die Tel Aviver Stadtautobahn „Ayalon Highway“ (Straße 20): Diese Hauptverkehrsader ist werktags zur Rushhour trotz ihrer maximal fünf Spuren praktisch immer überlastet; im Internet wird von der Betreibergesellschaft eine aktuelle Stauinformation zur Verfügung gestellt (mit Karte und Webcams, auch auf englisch, siehe ayalonhw.co.il).

Die außerörtlichen israelischen Straßen tragen generell Nummern, die zugleich Aufschluss über die Wichtigkeit der Straße geben.

Straßen mit einstelliger Nummer sind wichtige, überregional bedeutsame Straßen; die meisten dieser Straßen sind zumindest abschnittsweise Autobahnen. Sofern es sich um Autobahnen handelt, sind die Straßen mit blauen Schildern markiert. Anders als zum Beispiel in Deutschland gibt es in Israel keine getrennten Nummerierungssysteme für die verschiedenen Straßentypen (also z.B. ein System für die Autobahn und eines für die Bundesstraße). Das heißt, die Straße mit einer bestimmten Nummer kann sowohl Autobahn (blau) als auch normale Landstraße (rot) sein. Die hier als Beispiel angeführte Straße 1 ist z.B. von Tel Aviv bis Jerusalem Autobahn (in dem Bereich blau markiert), im weiteren Verlauf nach Jericho an das Tote Meer Landstraße (rot).
Straßen mit zweistelliger Nummer sind überegional wichtige Landstraßen; diese Straßen sind in der Regel mit roten Schildern gekennzeichnet. Diese Straßen können auch autobahnähnlich ausgebaut sein (und trotzdem rot beschildert sein). Außerdem gibt es einige Straßen mit zweistelliger Nummer, die tatsächlich als Autobahn gelten (z.B. die schon erwähnte Ajalon-Schnellstraße „Ayalon Highway“ in Tel Aviv, die blau beschildert ist ).
Straßen mit dreistelliger Nummer sind in der Regel nur regional von Bedeutung; sie können durchaus nur 20 Kilometer lang sein. Die Straßennummer ist normalerweise grün. Es gibt allerdings auch hier einige (wenige) Straßen, die als Autobahn gelten; diese sind dann ebenfalls blau markiert.
Straßen mit vierstelliger Nummer sind von lokaler Bedeutung, oft nur wenige Kilometer lang und möglicherweise sogar Sackgassen. Diese Straßen sind mit braunen Schildern markiert.

Im Straßenverkehr gelten im Wesentlichen international bekannte Verkehrsregeln. Israel hat Rechtsverkehr. Bei nicht beschilderten Kreuzungen gilt rechts vor links. Die Schilder entsprechen internationalen Standards; ein Unterschied besteht bei den Stoppschildern, die in der Mitte statt dem Schriftzug „Stop“ eine weiße Hand zeigen (viele israelische Straßenschilder kann man sich in der entsprechenden Kategorie auf Wikimedia Commons ansehen). Wegweiser und Straßenschilder sind in der Regel nicht nur auf Hebräisch, sondern auch auf Englisch und Arabisch beschriftet; auch sonstige Hinweis- und Warnschilder sind oft mehrsprachig. Innerorts sind 50 km/h, außerorts 80 km/h erlaubt; auf Autobahnen liegt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit normalerweise höher. Von November bis März herrscht tagsüber Lichtpflicht. Alkohol ist nicht erlaubt, faktisch gilt eine Null-Promille-Grenze.

Beim Befahren der autonomen Palästinernsergebiete sollte man sich über die aktuelle Sicherheitssituation informieren, da Israel die Grenzen zu jedem Zeitpunkt für mehrere Tage schließen kann. Vom Befahren des Gazastreifens sollte man aufgrund der derzeitigen Sicherheitslage Abstand nehmen.

[Bearbeiten] Sprache

Die Hauptverkehrssprache Israels ist Hebräisch. Weitere wichtige Sprachen sind Arabisch (bei den israelischen Arabern) und Russisch. Letzteres wird gesprochen, weil Israel vor allem seit den 1990er Jahren viele Juden aus Russland aufgenommen hat. Teilweise hat es das Russische sogar schon ins Straßenbild geschafft: Manche Geschäfte tragen russischsprachige Schilder.

Mit Englisch kommt man im Land allerdings auch gut zurecht. Da man in Israel in den Schulen Englisch als Fremdsprache lernt, sprechen zumindest die meisten in Israel geborenen Israelis diese Sprache. Auch durch die starke Ausrichtung des Landes auf den Tourismus sind Englischkenntnisse für viele Israelis selbstverständlich.

Allerdings kann es passieren, dass man doch an einen Israeli gerät, der kein Englisch kann (oder es zumindest nicht verstehen oder sprechen will). Spätestens dann ist es sinnvoll, doch einige Worte zu beherrschen - ganz abgesehen davon, dass es positiv registriert wird, wenn man zumindest einige Begriffe und Wendungen kennt.

Für die Aussprache ist es hilfreich zu wissen, dass hebräische Wörter meist auf der letzten Silbe betont werden; eine Ausnahme bilden unter anderem die Wörter auf -et, die auf der vorletzten Silbe betont werden, sowie einzelne andere Wörter. Wie im Deutschen gibt es im Hebräischen den Laut „ch“; er kann auch am Anfang des Wortes stehen. Die folgende Liste enthält einige wichtige hebräische Wörter; weitere Begriffe und Wendungen sind im Sprachführer Hebräisch zu finden.

Grußformeln und Höflichkeiten

  • Hallo, Guten Tag; auch: Auf Wiedersehen = Schalóm (שָׁלוֹם)
  • Guten Morgen = Bóker tov (בוקר טוב)
  • Guten Abend = Érev tov (ערב טוב)
  • Gute Nacht = Laíla tov (לילה טוב)
  • Auf Wiedersehen = Lehitra'ót (לְהִתְרָאוֹת)
  • Bitte = Bevakaschá (בְּבַקַּשָּׁה)
  • Vielen Dank = Todá rabá (תּוֹדָה רַבָּה)
  • Entschuldigung = Slichá (סְלִיחָה)
  • Gesundheit = Labri'út (לבריאות)
  • Guten Appetit = Bete'avón (בתאבון)
  • Wie geht's? = Ma schlom'chá (מַה שְׁלוֹמְךָ) (wenn man einen Mann fragt); Ma schloméch (מַה שְׁלוֹמֶךְ) (zu einer Frau)
  • o.k. = b'séder (בְּסֶדֶר) (wörtlich: in Ordnung)
  • Gut, danke = tov, todá (טוב, תודה)

Wichtige Begriffe

  • Zentraler Busbahnhof = Tachaná Merkasít (תַחֲנָה מֵרְכַּזִית)
  • Bahnhof = Tachanát Rakévet (תַחֲנָת רַכֶּוֶת)
  • Flugplatz = Sde Teufá (זְדֵי תְּעוּפָה)
  • Taxi = Monít (מוֹנִית)
  • Sammeltaxi = Monít Scherút (מוֹנִית שֵׁארוּת)
  • Hotel = Malón (מלון)
  • Klimaanlage = Masgán (מָזְגָן)
  • Meeresstrand = Chof haJám (חוֹף הים)

Manche Israelis sind durchaus etwas offener, wenn man zumindest einige hebräische Wörter kennt - hilfsbereit sind sie aber auch so in den meisten Fällen.

[Bearbeiten] Kaufen

Israel verfügt über ein breites Angebot an Einkaufsmöglichkeiten, das von Märkten über kleine Läden bis hin zu Supermärkten und Einkaufszentren reicht. In vielen Städten gibt es Einkaufsmalls, die viele Geschäfte, Cafés und teilweise Freizeiteinrichtungen unter einem Dach vereinen. Das Warenangebot unterscheidet sich nicht grundsätzlich von dem in Europa; ein Unterschied ist, dass die in Israel angebotenen Artikel in der Regel „koscher“ (also rituell rein) sind, was beispielsweise bedeutet, dass man bestimmte Fleisch- und Fischarten nicht bekommt. Da die meisten Produkte auch englisch beschriftet sind, stellt das Einkaufen in der Regel kein Problem dar. In den arabischen Märkten (z.B. in der Altstadt von Jerusalem) gibt es oft keine festen Preise; man muss dann mit den Verkäufern verhandeln.

Basargasse in Jerusalem
Basargasse in Jerusalem

Es gibt einige "typische" Mitbringsel und Souvenirs, die an vielen Orten angeboten (und auch oft gekauft) werden. Zu nennen sind hier v.a. Körperpflegeprodukte vom Toten Meer, Schmuck, Holzschnitzereien aus Olivenholz, religiöse Artikel (z.B. Kreuze, aber auch Menoras und jüdische Kippot), die sogenannte „armenische Keramik“ (buntes Keramikgeschirr mit israelspezifischen Motiven) und israelische Spezialitäten wie koscherer Wein. Daneben gibt es auch skurrilere Mitbringsel, z.B. Flaschen mit Jordanwasser.

Wenn man einfach nur durch Geschäfte schlendern will, bietet es sich an, die städtischen Fußgängerzonen oder die Einkaufszentren zu besuchen. Allerdings lohnt es sich (z.B. in Jerusalem und Tel Aviv) auch, auf die Märkte zu gehen, die häufig viel billiger sind.

[Bearbeiten] Jerusalem

Wenn man in Jerusalem ein wenig einkaufen und bummeln gehen will, kann man das in der Fußgängerzone in der Ben-Jehuda-Straße tun (etwa ein Kilometer westlich der Altstadt, eine Nebenstraße der Jaffastraße). Auch in den Abendstunden ist hier sehr viel los. Der bekannteste Markt befindet sich in der Altstadt: Die engen Marktgassen mit ihren bunten Auslagen lassen etwas vom Zauber des arabischen Basars aufkommen; viele Läden verkaufen Souvenirs, allerdings auch Gegenstände des täglichen Bedarfs; man erreicht die Marktgassen am leichtesten über das Jaffator oder das Damaskustor der Altstadt. Ein weiterer wichtiger Markt ist der Mahane-Jehuda-Markt in Westjerusalem.

[Bearbeiten] Tel Aviv

Tel Aviv hat mehrere Einkaufzentren; das bekannteste dürfte das Dizengoff-Center sein; die Mall mit vielen Geschäften und Gastronomiebetrieben liegt im Stadtzentrum an der südlichen Dizengoffstraße. Weitere Einkaufszentren sind das Azrelli-Center und die Ramat-Aviv-Mall. Wichtige Märkte in Tel Aviv sind der Karmel-Markt (Lebensmittel), der Flohmarkt in Jaffa und der Künstlermarkt in der Nahalat Binjamina (2 mal die Woche).

[Bearbeiten] Haifa

Das städtische Geschäftszentrum Haifas befindet sich in Hadar, einem Stadtteil etwa auf halber Höhe der Stadt; dort gibt es auch eine Fußgängerzone. Ein großes Einkaufszentrum im Osten Haifas (Richtung Krajot) ist „Lev haMifrats“, wörtlich übersetzt „Herz der Bucht“, das in unmittelbarer Nachbarschaft zu den gleichnamigen Bahnhöfen (Bus und Bahn) liegt. Eine neuere und größere Einkaufsmall ist „Grand Canyon“ ebenfalls im Osten der Stadt an der Straße „Simcha Golan“; ein hebräischer Begriff für Einkaufszentrum lautet „Kanion“, beim Namen handelt es sich also um ein Wortspiel.

[Bearbeiten] Küche

Die israelische Küche ist sehr vielfältig, was mit der Vielzahl der verschiedenen Einflüsse zusammenhängt. Viele Juden, die im Laufe der Jahrzehnte nach Israel einwanderten, brachten aus ihren früheren Heimatländern in aller Welt Gerichte mit, die Teil der israelischen Küche geworden sind. Klare Einflüsse gibt es auch aus der arabisch-orientalischen Küche, die bei den israelischen Arabern und den Drusen ohnehin die typische Küche ist.

Mazzen - nicht ganz ernsthaft betrachtet

Mazzen, die Ähnlichkeit mit Knäckebrot oder Kräckern haben, sind ein typischer Brotersatz für die Pessachzeit, in der kein normales Brot gegessen werden darf. Der israelische Satiriker Ephraim Kishon kommentierte die bröselige und trockene Konsistenz der Mazzen spitz mit folgenden Worten:

Die epochale Erfindung des ersten Exodus [aus Ägypten] war das ungesäuerte Brot, korrekt und in der Mehrzahl 'Mazzoth' genannt, im Sprachgebrauch 'Mazzes'. Begreiflicherweise hatten unsere Vorfahren auf der Flucht aus Ägypten keine Zeit, sich mit der Zubereitung von Sauerteig abzugeben, und zur Erinnerung daran essen wir noch heute während des Passahfestes auschließlich ungesäuertes Brot, um uns darüber zu freuen, daß wir damals der ägyptischen Sklaverei entronnen sind. Wir freuen uns durch volle acht Tage, denn so lange dauert das Passahfest. Falls irgend jemand einmal versucht haben sollte, acht Tage lang von purem Pappendeckel zu leben, wird er begreifen, warum wir für den Rest des Jahres nur noch auf gesäuertes Brot Wert legen.Ephraim Kishon: Kishons beste Geschichten. Berlin/München 1989, 24. Aufl. (Herbig), S. 119

Fasst man unter "israelische Küche" vorrangig die jüdische Küche, dann lassen sich einige Besonderheiten anführen. Die jüdische Küche kennt nämlich eine Vielzahl von Vorschriften, die von gläubigen Juden streng eingehalten werden. Damit eine Speise „koscher“, also nach jüdischem Verständnis rein ist und gegessen werden darf, sind verschiedenste Regeln zu beachten, die sich u.a. von der Thora und vom Talmud ableiten:

  • Zunächst dürfen nur bestimmte Tierarten gegessen werden. Erlaubt ist z.B. Rindfleisch und verschiedene Sorten Geflügel. Zu den Tierarten, die nicht erlaubt sind, zählen u.a. Schweine und manche Fischarten wie der Aal.
  • Die typische Form der Schlachtung ist die Schächtung; dabei handelt es sich um ein Schlachtverfahren, bei dem das Tier weitestgehend ausblutet. Weil der Genuss von Blut verboten ist, wird etwa noch vorhandenes Blut über weitere Verfahren restlos aus dem Fleisch entfernt.
  • Eine weitere Besonderheit der jüdischen Küche ist die vollständige Trennung von Milch- und Fleischprodukten, die auf eine alttestamentliche Weisung zurückgeführt wird, wonach das Böcklein nicht in der Milch seiner Mutter gekocht werden soll (Ex 23,19 EU). In der Praxis hat diese Regel weitreichende Konsequenzen: Nach dem Genuss von Fleisch warten gläubige Juden sechs Stunden, ehe sie wieder Milch zu sich nehmen; Rezepte, die beides gleichzeitig erfordern würden (also z.B. alle mit Käse überbackenen Gerichte, die auch Fleisch enthalten), sind nicht erlaubt. Die Trennung von Milch und Fleisch kann bei gläubigen Juden so weit gehen, dass sie selbst im Privathaushalt zwei Küchen unterhalten; koschere Restaurants und Hotels haben ebenfalls getrennte Kochbereiche oder Küchen sowie verschiedene Sorten Besteck und Geschirr für Milch- und Fleischgerichte. Gemüse, allerdings auch Eier und Fisch, gelten als neutrale Lebensmittel, die mit beidem kombiniert werden können.

Über diese grundsätzlichen Regelungen hinaus kennen die jüdischen Speisegesetze verschiedene weitere Regelungen. Bei einem Besuch in einem koscheren Restaurant merkt man von diesen Speisegesetzen möglicherweise nur wenig, wenn man nicht bewusst darauf achtet: Die Routinen in der Küche oder beim Eindecken der Tische bleiben meist verborgen. Außerdem muss entgegen der gelegentlich geäußerten Meinung ein koscheres Essen, insbesondere Fleisch, nicht zwangsläufig fad schmecken. Allerdings wird man in einem koscheren (Fleisch-)Restaurant z.B. keine Lasagne mit echtem Käse und nach dem Abendessen keinen Kaffee mit echter Milch bekommen.

Die ohnehin strengen jüdischen Speiseregeln sind in der Pessachzeit, die etwa in die Zeit unseres Osterfestes fällt, noch schärfer als sonst, da während dieses Festes auch nichts „Gesäuertes“ (also z.B. nichts, was mit Hefen zubereitet wurde) gegessen werden darf. Extra für diese Zeit gibt es auch ein spezielles ungesäuertes Brot, die sogenannten „Mazzen“ oder „Matzen“ (vgl. dazu die Infobox).

An der Straße, an (Bus-)Bahnhöfen oder in Einkaufszentren kann man vielerorts einen kleinen Imbiss kaufen. Eine leckere Spezialität ist Falaffel. Dabei handelt es sich um pikante, fritierte Bällchen aus geschroteten Kichererbsen, die beispielsweise mit Tomaten, Gurken und Salaten in einer Teigtasche gegessen werden. Das Pendant zum hierzulande bekannten Döner ist Schwarma, das ebenfalls am Spieß gebraten und in Teigtaschen gegessen wird. Auch Pizza gibt es häufig im Straßenverkauf - allerdings aufgrund der schon beschriebenen Speiseregeln normalerweise nicht mit Fleisch als Belag, sondern z.B. mit Oliven oder Gemüse.

In Israel sind im wesentlichen alle Getränke erhältlich, die man auch in Mitteleuropa kennt. Mineralwasser gibt es aus einheimischen Quellen, bei den Säften gibt es eine große Auswahl aus israelischer Produktion. Auch die bekannten Softdrinks (wie Coca Cola) sind erhältlich. Typische israelische Biermarken sind Maccabee und Goldstar, daneben kann man europäische Marken kaufen. Es gibt eine große Auswahl an Weinen, die im Heiligen Land produziert werden; bekannte Weinkellerein sind Carmel, Barkan und Golan, allerdings gibt es eine ganze Reihe weiterer kleinerer Weinkellereien, die zum Teil sehr gute Weine produzieren.

Wünscht man ein Warmgetränk, kann man zwischen vielen verschiedenen Tee- und Kaffeesorten wählen. Häufig wird löslicher Kaffee (oft nur „Nescafe“ genannt) getrunken. Eine Alternative dazu ist der „türkische Kaffee“, der wie Mokka zubereitet und mit Satz serviert wird und teilweise mit Kardammom gewürzt ist. Oft kann man auch Filterkaffee oder italienische Kaffeespezialitäten bestellen.

[Bearbeiten] Nachtleben

In vielen israelischen Städten kann man an den Abenden und in der Nacht noch viel unternehmen. Es gibt vielerorts Cafés, Kneipen und Bars, die bis weit in die Nacht geöffnet haben. Aufgrund des mediterranen Klimas ist in den Innenstädten den Abendstunden noch viel los, auch viele Geschäfte haben lange geöffnet. Eine wichtige Ausnahme macht hier wieder der Schabbat: Am Freitagabend kehrt zumindest in religiös geprägten Städten und Vierteln Ruhe ein; wenn man an diesem Abend in der Jerusalemer Fußgängerzone in der Ben-Jehuda-Straße unterwegs ist, ist man praktisch allein.

Die wichtigsten Städte mit einem ausgeprägten Nachtleben sind Elat und Tel Aviv. Tel Aviv gilt in Israel als die Partyhauptstadt schlechthin. Es gibt sehr viele Bars und Clubs, sodass man kaum den Überblick behält. Eine wichtige Hilfe ist hier die englische Version von „Time-out“; dieses Ausgehmagazin für Tel Aviv ist in den Touristenbüros erhältlich.

In Tel Aviv befinden sich viele Bars in der Allenbystreet, an der Strandpromenade sowie in den Straßen Lilienblum und Nahalat Binyamina (wobei es natürlich noch viele andere gibt). Viele Clubs befinden sich im Florentin, am alten Hafen und im Harekevet-Viertel. Zu beachten ist, dass die meisten Clubs erst ab Mitternacht aufmachen; danach kann man aber bis in die Morgenstunden feiern. Ansonsten gehen Israelis auch gerne in die vielen Cafés (z.B. in der Ibn-Gvirol-Straße, Sheikin-Straße und am Rothschild Boulevard).

Wenn man mobil ist, kann sich auch nach einer Kibbuzdisko erkundigen.

Die Hauptausgehtage sind Donnerstag- und Freitagnacht, in Tel Aviv kann man an allen Tagen ausgehen.

[Bearbeiten] Unterkunft

Israel verfügt über ein breites Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten - das Angebot reicht von der Möglichkeit des Campens über sehr einfache Unterkünfte, Jugendherbergen, Privatzimmer mit Übernachtung und Frühstück, ländlichen Hotelanlagen bis hin zum hochklassigen (und teuren) Mehr-Sterne-Hotel. Einen groben Überblick über das Angebot gibt das israelische Tourismusministerium auf der entsprechenden Seite.

Gerade in Jerusalem und Tel Aviv gibt es ein breites Hotelangebot, meist in der einfachen oder mittleren Preisklasse. Einige davon haben sich auf Gruppenreisen von Pilgern eingestellt. Auch die meisten renommierten Hotelketten des gehobenen Segments sind hier vertreten. Ähnliches gilt für die Städte oder Badeorte an der Mittelmeerküste. Generell kann man davon ausgehen, dass alle größeren Städte in Israel über ein oder mehrere Hotels verfügen. Einen Überblick bekommt man auf der Seite des Israelischen Hotelverbandes (Israel Hotel Association/IHA); dort kann man auch gezielt nach Hotels suchen. Unter dem Dach dieses Verbandes sind landesweit mehr als 300 Hotels zusammengeschlossen.

In den ländlichen Regionen gibt es Touristenunterkünfte vor allem in Kibuzzim (genossenschaftlich organisierte Gemeinschaftssiedlungen), die teilweise Feriendörfer, in der Regel mit Hotelstandard, unterhalten. Diese Hotelanlagen haben häufig einen etwas familiäreren Charakter und sind meist landschaftlich reizvoll gelegen, z.B. im Karmelgebirge, am Mittelmeer oder am See Genezareth. Zumindest manche dieser Hotels kann man auch bei IHA finden. Allerdings gibt es für die Kibbuzhotels eine eigene Plattform unter kibbutz.co.il.

Häufig findet man in kleineren Orten auch Country Lodges, die zumindest Bed and Breakfast anbieten. Die Ausstattung der Privatzimmer ist für mitteleuropäische Verhältnisse oft recht spartanisch. Bei der Suche kann insbesondere die Seite zimmeril.com einige Hinweise geben.

Wünscht man eine Übernachtung in einem christlichen Gästehaus, kann die Seite des Christlichen Informationszentrums in Jerusalem zumindest mit Anschrift, Telefon und Mail-Adressen weiterhelfen. Die Seite enthält allerdings keine weiterführenden Internetadressen und auch sonst keine weiterführenden Informationen. Die christlichen Gästehäuser sind trotz ihres Charakters nicht nur für Christen oder besonders gläubige Menschen geeignet; teilweise bieten sie angenehme Übernachtungsmöglichkeiten mit einem guten Service zu einem einigermaßen günstigen Preis.

Etwas günstiger, aber noch nicht im untersten Preissegment gelegen, sind die israelischen Jugendherbergen, die ebenfalls an vielen Standorten Übernachtungsmöglichkeiten bieten. An einigen Orten, z.B. in Massada oder En Gedi, wird die Jugendherberge vielleicht sogar die beste Option darstellen. Die israelischen Jugendherbergen bieten normalerweise eine einfache, aber relativ gute Ausstattung. Wenn man innenstadtnah wohnen will, sollte man die Lage prüfen; die Tel Aviver Jugendherberge liegt z.B. ein ganzes Stück nördlich des Zentrums. Einen Überblick über die Unterkünfte des israelischen Jugendherbergsverbandes IYHA (Israel Youth Hostel Association) erhält man auf der entsprechenden Seite auch auf deutsch.

Bei Rucksackreisenden sind schließlich auch private Hostels beliebt, die zum Teil für sehr wenig Geld Übernachtungen - oft ohne Frühstück - anbieten. Private Hostels findet man in Israel recht häufig, v.a. in Jerusalem und Tel Aviv, und sie können sehr dabei helfen, den Geldbeutel zu schonen. Allerdings kann man durchaus in Hostels mit schlechtem Service landen, bei denen zudem die Ausstattung schlecht und die Hygiene nicht eben begeisterungswürdig sind. Wer empfindlich ist, sollte sich nicht unbesehen in ein privates Hostel einmieten, sondern sich erst einmal das Zimmer bzw. die Schlafsäle (!), die Bäder (und in manchen Fällen auch die anderen Gäste) zeigen lassen. Wenn man nicht allzu sensibel ist und keinen großen Luxus braucht, kann ein privates Hostel eine gute Option für die Nacht sein. Bei der Suche nach einer solchen Unterkunft helfen insbesondere hostels-israel.com und hostelz.com weiter. Die letztgenannte Seite bietet auch Bewertungen und Erfahrungsberichte.

[Bearbeiten] Lernen

[Bearbeiten] Arbeiten

[Bearbeiten] Feiertage

Da die jüdischen Feiertage nach dem jüdischen Kalender gefeiert werden ist es schwierig eine Entsprechung im gregorianischem Kalender zu finden. Was man jedoch unbedingt beachten sollte, ist der jüdische Feiertag "Schabbat". Er fängt jeden Freitag nach dem Sonnenuntergang und endet am Samstag auch mit dem Sonnenuntergang. In vielen Teilen Israels fahren am Schabbat keine öffentlichen Verkehrsmittel, die El-Al fliegt nicht und viele Straßen, besonders in Jerusalem und anderen Städten und Stadtgebieten mit vorwiegend religiöser Bevölkerung (z.B. Bnei-Brak) sind für den Verkehr gesperrt. Man sollte aufpassen die Schabbatruhe nicht zu stören, indem man draußen laut Musik hört, unnötig durch religiöse Bezirke mit dem Auto fährt usw. Ganz besonders sollte man aufpassen, da es am Schabbat nach manchen religiösen Meinungen als Schabbatbrechen angesehen werden kann, wenn man fotografiert oder gefilmt wird. Die jüdische Religion verlangt dagegen nicht von den Nicht-Juden sich an den Schabbat zu halten. Aber Sie sollten trotzdem Rücksicht nehmen.

Termin Name Bedeutung
28. Februar 2010 Purim Fest zur Erinnerung an die Rettung der Juden durch Königen Esther im persischen Reich. Ausgelassenes Fest mit Verkleidungen, Masken und viel Lärm. [1]
30. März bis 6. April 2010 Pessach Fest zum Auszug der Juden aus Ägypten und ihre Befreiung aus der Sklaverei [2]
14. Mai Jom haAtzma'ut Der Unabhängigkeitstag des Staates Israel
19. Mai 2010 Schawuot (Wochenfest) zur Erinnerung an den Empfang der zweiten Zehn Gebote am Berg Sinai.
9./10. September 2010 Rosch Haschana (Neujahrsfest) Das jüdische Neujahrsfest und Tag des Gerichts [3]
18. September 2010 Jom Kippur Fest der Versöhnung
23./24. Oktober 2010 Sukkot (Laubhüttenfest) zur Erinnernung an die Wanderung durch die Wüste nach dem Auszug aus Ägypten [4]
1. Oktober 2010 Simchat Tora Fest der Gesetzesfreude
2. bis 9. Dezember 2010 Hannukah (Lichterfest) zur Erinnerung an die Rückeroberung des jüdischen Tempels in Jerusalem. [5]

[Bearbeiten] Sicherheit

Es besteht eine Teilreisewarnung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland
Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor Reisen in den Gazastreifen.aktuelle Sicherheitshinweise.
Datum der letzten Warnung: 08.01.2010.

Im Grenzgebiet zum Gazastreifen(Sderot,..) kommt es täglich zu Raketenangriffen aus dem Gazastreifen. Vom Aufenthalt in dieser Region wird durch das AA abgeraten. Mit Anschlägen ist immer zu rechnen. Gegenwärtig (Januar 09) herrscht nach der Militäraktion der israelischen Armee nur eine brüchige Waffenruhe.

[Bearbeiten] Gesund bleiben

Das israelische Gesundheitssystem ist auf sehr hohem Niveau. Im Falle einer Krankheit kann man beispielsweise bei der Deutschen Botschaft anfragen und sich nach deutschsprachigen Ärzten erkundigen. In Notfällen (oder dringlichen Fällen) hilft die Notfallaufnahme der Krankenhäuser weiter. Die englischen Sprachkenntnisse der Mitarbeiter sind manchmal gering ausgeprägt, da hier viele Einwanderer Arbeit gefunden haben.

Natürlich ist es ratsam sich vorher eine Auslandskrankenversicherung zulegt. Denn als Person ohne israelische Krankenversicherung muss man die Behandlung umgehend bezahlen.

Hinweis: Diese medizinischen Hinweise sind sorgfältig recherchiert, allerdings erfolgen sie ohne Gewähr. Ein Gespräch mit dem zuständigen Hausarzt oder einer reisemedizinischen bzw. tropenmedizinischen Beratungsstelle wird bei gesundheitlichen Problemen oder Unsicherheiten empfohlen. Siehe auch: Gesund Unterwegs

[Bearbeiten] Klima

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
min. Temp 10 11 12 14 17 20 22 23 22 18 14 12
max. Temp 18 18 19 21 23 26 28 28 28 26 23 19
Feuchtigkeit 71 72 72 72 75 77 79 76 72 71 69 70
Regentage 8 5 5 2 0 0 0 0 0 1 5 8

[Bearbeiten] Verhaltensregeln

In Israel leben zahlreiche Menschen unterschiedlicher Religionen miteinander. Das Spektrum reicht von strenggläubig bis vollkommen liberal. In diesem Spannungsfeld ist es für Besucher manchmal schwierig den richtigen Weg zu finden.

Einige kleine Tipps können helfen:

  1. In Synagogen und Moscheen sowie auf Friedhöfen ist der Kopf zu bedecken.
  2. An der Klagemauer ist der Kopf zu bedecken.
  3. In Moscheen ist das Schuhwerk auszuziehen.
  4. In Kirchen sollte der Kopf (für Männer) nicht bedeckt sein.
  5. Minirock und Hotpants sind in Sakralbauten ungeeignete Bekleidungsstücke.
  6. Die eigene Meinung zum Konflikt zwischen Israel und Palästinensern sollte nicht jedermann kundgetan werden.

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

[Bearbeiten] GSM

Das gesamte Land ist nahezu vollständig GSM abgedeckt.

[Bearbeiten] Internet

Internet Cafés sind weit verbreitet und in nahezu jedem Ort zu finden. Der Preis beträgt ca. 15 NIS pro Stunde. In zahlreichen Cafés ist kostenloser WiFi/ WLan Zugang möglich. Alle Filialen von 'Aroma Espresso Bar', 'Arcaffe', 'McDonald's' und 'Yellow' verfügen über einen kostenlosen WiFi/WLan Zugang. Falls es nicht sofort ersichtlich ist, kann man beim Personal nachfragen.

In Jerusalem und Tel Aviv wurden Projekte zur vollständigen WiFi Abdeckung der Städte gestartet.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge
Übergeordnete Artikel
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