Island

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Island (isl. Lýðveldið Ísland) ist ein Inselstaat im Nordatlantik. Er zählt zu Nordeuropa. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs; über 11 % der Landesfläche besteht aus Gletschern.

Lage
Karte des Nordatlantiks mit eingezeichneter Lage von Island
Flagge
Flagge von Island
Kurzdaten
Hauptstadt: Reykjavík
Staatsform: Parlamentarische Republik
Währung: Isländische Krone (ISK)
Fläche: 103.000 km²
Bevölkerung: 312.872
Sprachen: Isländisch
Religionen: Lutheraner 87,1 %, andere Protestanten 4,1 %
Stromnetz: 230 V / 50 Hz
Telefonvorwahl: +354
Internet TLD: .is
Zeitzone: MEZ-1h

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Regionen

Bezirke in Ísland
Bezirke in Ísland
  • Der Südwesten Beinhaltet das südwestliche Vesturland (Westland) sowie das westliche Suðurland (Südland). Hier hat Ísland seine größte Bevölkerungsdichte, v.a. bedingt durch die Hauptstadt. Im so genannten „Goldenen Zirkel“ liegen auch einige der meistbesuchtesten Sehenswürdigkeiten.
  • Der Nordwesten Besteht aus dem nörlichen Vesturland, den Vestfirðir (Westfjorden) und Norðurland Vestra (westliches Nordland). Vestfirðir ist einer der isoliertesten Teile Íslands, da die Ringstraße an ihnen vorbei führt. Vor allem für Vogelliebhaber ist es wahrscheinlich die wichtigste Region Islands. Viele isländische Sagas haben hier ihren Ursprung.
  • Der Nordosten Die Bezirke Norðurland Eystra (östliches Nordland) und der nordöstliche Teil von Austurland (Ostland) zählen hierzu. Das Klima ist hier wesentlich trockener als z.B. im Südwesten, der Sommer ist wärmer und der Winter etwas kühler.
  • Der Südosten Hierzu gehört das südliche Austurland und das östliche Suðurland. Das Land der Superlative: weißes Eis, grünes Gras und ganz schwarzer Sand. Umrahmt von hohen Bergen und tiefen Fjorden.
  • Hochland Diese Region zieht sich über alle Bezirke, bis auf die Vestfirðir. Das Landesinnere besteht aus Felswüsten, zerklüfteten Gipfeln, Gletschern, Vulkanen, versteckten Tälern und heißen Fumarolen. Es ist eine ehrfurchtsgebietende, unangetastete Wildnis. Hier kommt man nur über Pisten wie die Kjölur oder Sprengisandur hin.

[Bearbeiten] Städte

Städte in Island
Städte in Island

[Bearbeiten] Weitere Ziele

Caldera des Vulkansystems Askja (Island)
Caldera des Vulkansystems Askja (Island)

[Bearbeiten] Nationalparks

[Bearbeiten] Hintergrund

[Bearbeiten] Das Land

Ísland ist eine vulkanische Insel auf dem Mittelatlantischen Rücken und einer der Hot Spots. Bedingt durch den Vulkanismus wächst die Insel um ca. 1,5 cm jährlich. Der Vulkangürtel durchzieht Island von Südwesten nach Nordosten. Die Breite des Gürtels beträgt im Süden ca. 60 km und verengt sich im Norden auf ca. 20 km und bedeckt etwa ein Viertel des Landes. Schon die ersten Siedler nutzten das heiße Wasser welches an die Oberfläche tritt und heute werden die geothermischen Quellen zur Energiegewinnung genommen. In der Innenstadt von Reykjavik sind so die Bürgersteige im Winter größtenteils schneefrei.

Dichter besiedelt ist Ísland hauptsächlich in der Küstenregion. Hier findet man auch Feuchtwiesen und Moore. Wälder wie die größeren Hallormsstaður, Váglasstaður und die kleineren wie Egilsstaður, Húsafell, Ásbyrgi sind selten, es werden jedoch Anstrengungen zur Aufforstung in vielen Landesteilen unternommen. Das Hochland ist eine trockene Wüstenlandschaft und besteht aus Gletschern, Lavafeldern, Vulkanen, Bergseen, die teilweise aufgestaut werden, und sehr großen Kiesflächen. Es regnet zwar viel, aber das Wasser versickert vielerorts.

Der Polarfuchs ist heimisch und wahrscheinlich in der letzten Eiszeit eingewandert. Genauso wie der letzte Eisbär, der vor ca. 100 Jahren geschossen wurde. Im Nordosten, in der Gegend von Egilsstaðir, gibt es größere Rentierherden. Im Hochland, aber auch um Binnenseen wie den Mývatn, gibt es teilweise riesige Wasservögelansammlungen sowie beachtliche Vorkommen an Greifvögeln. Seevögel gibt es an den Klippen in Massen. Der Papageientaucher hat hier sein größtes Weltvorkommen. Die Wikinger haben ihre Pferde mitgebracht. Diese gibt es heute noch in unverfälschter direkten Linie. Sie beherrschen neben den normalen Bewegungsformen sowohl den Tölt als auch den Paßgang und sind damit einmalig. Auch Schafe wurden von den ersten Siedlern eingeführt.

[Bearbeiten] Geschichte und Politik

Die offizielle Geschichtsschreibung beginnt im Jahre 874 mit der Landnahme durch den Wikinger Ingólfur Arnarso, aber es ist sicher, daß auf den Westmännerinseln im 7. und 8. Jahrhundert schon Menschen lebten. Gegen Ende der Landnahmezeit um 930 lebten 20.000 - 60.000 Menschen auf Island. In diesem Jahr fand auch zum ersten Mal die Versammlung der freien Bauern und Priestern, der sogenannten Alþing, statt. Dort wurden Streitfragen geschlichtet und Recht gesprochen, manchmal durch den Einsatz von Armeen. Im Jahre 1000 wurde das Christentum endgültig eingeführt, auch wenn noch viele noch an die alten Götter glaubten.

Im 11. Jahrhundert kam es zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen, so daß der norwegische König den freiheitlichen isländischen Nationalstaat auflösen konnte. Der Alþing war nun nur für die Rechtsprechung zuständig. In der kleinen Eiszeit zwischen 1200 und 1700 wurde den Bauern die Lebensgrundlage größtenteils entzogen. Der Fischfang und –export wurde ausgeweitet. Dieser wurde jedoch nur mit Tagelöhnern betrieben, da die Bauern die Gründung von Fischerorten verhinderten.

1387 fiel Ísland an Dänemark, da das norwegische Königsgeschlecht ausgestorben war. Im 16. Jahrhundert wurde Ísland reformiert. Dänemark führte den Monopolhandel ein und da die Ísländer keine eigenen Schiffe besaßen, waren sie der Krone ausgeliefert. Die Wirtschaft ging zu Grunde. Erst im Jahr 1752 verbesserte ein Landvogt die Infrastruktur durch errichten kleiner Handelsposten und den Wegebau. Der Ausbruch der Lakispalte von 1783-1785 zog einen wirtschaftlichen Einbruch nach sich, führte jedoch zur Lockerung des Handelsmonopols. Im Jahr 1801 erfolgte die Auflösung des Alþing, ein weiterer Rückschlag. 1843 wurde die Wiedereinsetzung des Alþing mit beratender Funktion durchgesetzt, 1854 der Monopolhandel endgültig aufgehoben. 1874 erhielt Ísland aus den Händen des dänischen Königs seine eigene Verfassung. 1903 erhielt Ísland wieder eine eigene Regierung, dies führte zu einem wirtschaftlicher Aufschwung. Dann kamen die Wirren der Weltkriege mit Besetzung durch die Briten. Ein Jahr später kamen die USA als Schutzmacht. Am 17. Juni 1944 wurde im historischen Þingvellir die Republik Island ausgerufen.

Im Laufe der Zeit bauten die Ísländer die politische und internationalen Zusammenarbeit sowie auch ihr Wirtschaftssystem aus. Der Fischfang ist nach wie vor Haupterwerbszweig, die Fischereigrenzen vergrößerte man im Laufe der Zeit auf 200 Seemeilen.

Heute ist Ísland der höchstentwickelste Staat der Welt (HDI-Rangliste der UNO 2007/ 2008).

[Bearbeiten] Kultur

Man stellt sich die Wikinger als wilde Krieger vor, aber sie waren auch Bauern, Handwerker, Kaufmänner und Politiker. Dank der Dichter und Künstler können wir uns heute noch ein gutes Bild von ihnen machen. Ebenso von der Landschaft und den Naturkräften denen sie trotzen mussten.

In den kurzen Sommermonaten musste alles unternommen werden, um das Überleben im Winter zu sichern. Es gab nur wenig fruchtbaren Boden, die vorhandenen Bäume wurden als Bau- und Brennmaterial geschlagen. Dies zog weitreichende Erosionen mit sich. Trotzdem entstanden an den langen Wintertagen zahlreiche Sagas, Helden- und Götterberichte. Die „Edda“ und „Saga“ zählen zu den Berühmtesten. Bedingt durch die relative Isolation der Insel hat sich die Sprache über die Jahrhunderte nur wenig geändert. Noch heute werden „moderne“ Wörter umschrieben. So heißt z. B. Computer tölva, ein Mischwort aus tala (Zahl) und völva (Prophetin). Telefon wurde zu Sími (Faden), der Hubschrauber ist ein thyrla (Wirbler) und ein Flugzeug thota (Sausender).

Sehr viel hat sich im Laufe der Zeit nicht geändert. Im Winter wird näher zusammengerückt. Es finden zahlreiche Betriebsfeste und Vereinsfeierlichkeiten statt. Das Weihnachtsfest wird jedoch strikt innerhalb der Familie gefeiert. Ungefähr im Februar wurden vor vielen Jahrhunderten die Notvorräte angebrochen. Þorrablót ist dem entsprechend heute auch noch ein Fest, wo viele althergebrachte Spezialitäten auf den Tisch kommen. Danach fängt das Warten auf den Frühling an.

[Bearbeiten] Elfen + Trolle + Co.

Diese Luftgestalten und ähnliche Gesellen sollte man in Ísland nie und nimmer außen vor lassen. Dafür sind sogar offizielle Anlaufstellen bei den Behörden vorhanden, um die Interessen des „verborgenen Volkes“ zu wahren. Es gibt Straßen, wo zwischen zwei Häusern ein Felsbrocken, mit eigener Hausnummer steht. Hier wohnen Elfen, denn wenn man sie verärgert, kann es passieren, dass man nicht mehr froh wird. Auch ein islandischer Regierungschef sagt dazu: „In meiner Gegend, aus der ich stamme, glauben wir nicht an Elfen. Aber an Trolle. Nur sieht sie nicht jeder.“

Im Endeffekt kann man es umdeuten in den Respekt des Ísländers vor der Natur!?! Das muss allerdings jeder für sich selber erleben und umsetzen.

[Bearbeiten] Anreise

Island ist zwangsläufig nur auf dem Luft- oder Seeweg zu erreichen. Falls man mit dem eigenen Fahrzeug anreisen will, bleibt nur die Anreise mit der Fähre.

[Bearbeiten] Einreisebestimmungen

Deutsche brauchen für die Einreise einen Reisepass oder Personalausweis. Kinder benötigen einen Kinderausweis bzw. sollten im Reisepass mit eingetragen sein. Das Dokument muss mindestens noch drei Monate gültig sein. Touristen dürfen sich in Island bis zu drei Monaten aufhalten. Island ist seit 2001 Mitglied des Schengener Abkommens. Nichtdestotrotz müssen die Ausweispapiere mitgeführt werden.

Wer Angeln oder Reiten will und seine eigene Ausrüstung mitführt, sollte diese unbedingt vorher desinfizieren lassen. Dies machen z.B. Amtstierärzte. Eine entsprechende Bestätigung ist mitzuführen. Bei Einreise kann die Desinfektion kostenpflichtig am Einreisepunkt durchgeführt werden.

Die Einfuhr roher Milch- oder Fleischprodukte ist nicht gestattet. Haustiere unterliegen einer vierwöchigen Quarantäne.

[Bearbeiten] Mit dem Flugzeug

Ísland kann man sehr gut mit dem Flugzeug erreichen. Von allen größeren europäischen Flughäfen starten Maschinen nach Keflavík. Manche Routen werden aber nicht das ganze Jahr über betrieben. Viele Flüge kommen und gehen erst um Mitternacht. Der internationale Flughafen von Keflavík liegt etwa 65 km von Reykjavík entfernt und hat eine recht gute Anbindung an die Hauptstadt. Das Übernachten am Flughafen ist nicht erlaubt, wohl gibt es aber unmittelbar neben dem Flugplatz ein Hotel sowie in der Stadt Keflavík mehrere private Unterkünfte. Der Bustransfer vom Flughafen zum Busbahnhof in Reykjavík kostet ca. 1100 ISK (ca. 13,50 €) und dauert etwa 60 Minuten. Unterwegs gibt es einige Bushaltestellen, die direkt neben Hotels liegen, z.B. werden die Jugendherberge und der Campingplatz in Reykjavík direkt angefahren. Außerdem gibt es einen Bus direkt zur Blauen Lagune, wo sich ebenfalls ein Hotel, ein Motel und ein Campingplatz befinden. Warnung: Taxis sind sehr teuer und kosten ca. 9500 ISK (116 €). Charterflüge kann man auch von einigen europäischen Flughäfen auch direkt nach Akureyri, Mývatn, Egilstaðir/ Fellabær durchführen (Anfang April bis Anfang Oktober).

[Bearbeiten] Mit dem Schiff

Will man mit dem eigenen Kraftfahrzeug (Geländewagen, Wohnmobil, Auto oder Motorrad) nach Ísland, so ist die Fähre eine einfache Möglichkeit. Die Route Hanstholm (DK) - Tórshavn (Färöer) - Seyðisfjörður wird von der färingischen Smyril Line betrieben. Sie wird mit einem sehr modernen Schiff befahren, das in allen Komfortklassen Plätze anbietet. Von Dänemark nach Ísland und zurück dauert die Fährpassage eine Woche. Im Sommerfahrplan startet man Samstag abend in Hanstholm, trifft Montag morgen in Tórshavn ein, setzt Mittwoch nachmittag die Überfahrt fort und erreicht Seyðisfjörður am Donnerstag Morgen. Die Rückfahrt beginnt Donnerstag Mittag und endet Samstag Nachmittag. Die Route wird auch das restliche Jahr über befahren, dann aber zu anderen Zeiten.

(Warnung: Die Fähre läuft auch Lerwick/ Shetland Inseln (GB) und Bergen (NOR) an, weshalb man 2,5 Tage auf den Färöern verbringen muss - was aber eine schöne Einstimmung auf Ísland darstellen kann.). Seit dem Jahr 2005 fährt die Fähre ganzjährig die Route Hanstholm - Bergen - Lerwick - Tórshavn - Seyðisfjörður in einem Ritt durch, ohne dass man irgendwo übernachten muß. Der längste Aufenthalt ist in Tórshavn (5 bzw. 6 Stunden auf der Fahrt nach Island sowie 8 bzw. 7 Stunden auf der Fahrt nach Dänemark), da die Fähre als Schiff der Färöer dort ihren Heimathafen hat.

Alternativ kann man sein Fahrzeug ab Hamburg oder Bremen nach Reykjavík verfrachten. Das dauert zwar je Richtung gut eine Woche, aber die geht dann nicht vom Aufenthalt in Ísland verloren. Wer nicht seekrank wird, kann auch als Passagier auf dem Frachtschiff reisen.

Eine sehr umfangreiche Informationsquelle über alle Fährlinien und Detailbeschreibungen der Schiffe nach Ísland sowie Buchungsmöglichkeiten und Tipps um die Schiffsanreise bietet Ferryknowhow

[Bearbeiten] Mobilität

In Ísland bewegt man sich mit dem Flugzeug, Bus und Auto sowie Fähre von einem Ort zum anderen. Wandern, radfahren und reiten sind natürlich auch Fortbewegungsarten.

[Bearbeiten] Flugzeug

Air Iceland bietet viele Inlandsflüge, aber auch Flüge zu internationalen Zielen an.

[Bearbeiten] Auto

[Bearbeiten] Mietauto

eine Straße im Inneren Islands (1972)
eine Straße im Inneren Islands (1972)

Hertz, Avis und Alp haben Büros am Flughafen Keflavík. Das Mieten eines Autos kann sehr teuer werden; es ist allerdings billiger vor Ort als vorab zu buchen. Die Büros sind nicht rund um die Uhr besetzt (auch die am Flughafen nicht).

Man sollte beachten, daß es sich bei den Allradfahrzeugen normalerweise um sog. SUV ( Sport Utility Vehicle) handelt. Diese sind nicht immer für den Einsatz im Gelände, d.h. zum durchfahren von Furten geeignet, da diese z.T. sehr tückisch sein können. Auf den Schotterpisten ist in jedem Fall ein echtes 4WD-Kfz von Vorteil, da eine bessere Spurtreue gegenüber konventionellen front- bzw. heckangetriebenen Kfz geboten wird.

Es kann vom Vermieter Einschränkungen geben, weil man mit einfachen Fahrzeugen z.B. nicht in das Hochland fahren darf. Darüber hinaus sollte beachtet werden, daß für vor Ort gebuchte Kfz eine Kaution von 100.000 ISK (≈ ca. 1.250 €) erhoben wird, die im Schadensfall einbehalten wird.

Achtung: Bei Mietfahrzeugen werden Schäden am Unterboden respektive bei Unfällen „im Gelände“ immer als grob fahrlässig bzw. als Vorsatz gewertet! Hierbei verliert man jeglichen Versicherungsschutz und haftet persönlich in voller Schadenshöhe für alle entstandenen Schäden am Kfz und evtl. gegenüber Dritten! Daher ist es empfehlenswert, um etwaige Komplikationen auszuschließen, das Auto direkt nach Rückgabe durch die Autovermietungsmitarbeiter in Augenschein nehmen zu lassen. Nicht einfach den Schlüssel in die Schlüsselbox der Autovermietung zu werfen. Hier hat man dann keinen Beleg über den schadensfreien Zustand des Kfzs.

[Bearbeiten] Straßenverkehr

In Ísland gilt Rechtsverkehr. Die Ringstaße ist fast durchgängig asphaltiert, nur im Osten gibt es noch eine größere sowie einige kleine Lücken. Allerdings muß man bei Brücken oft mit Fahrbahnverengungen rechnen. Auch an Sonn- und Feiertagen sollte man aber mit Bauarbeiten rechnen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit außerhalb von Ortschaften beträgt 90 km/ h auf asphaltierten Straßen, sonst 80 km/ h. Aber selbst diese Geschwindigkeit kann und sollte auf trockenen Schotterstraßen nicht gefahren werden. Insbesondere bei dichtem Nebel rächt sich eine zu optimistische Tourenplanung.

Viele Straßen überqueren Flüsse ohne Brücken (1972)
Viele Straßen überqueren Flüsse ohne Brücken (1972)

Zwei Straßenschilder zur Beachtung:

  • MALBIK ENDAR Geschwindigkeit reduzieren, weil gleich der Asphalt endet
  • EINBREIÐ BRÚ Geschwindigkeit reduzieren, einspurige Brücke

Ein Allradfahrzeug ist selbst für die "großen" der kleinen Straßen sicher kein Nachteil. Diese sind in den meisten Fällen nämlich nicht asphaltiert. Das Furten von bis zu 1 m tiefen Flüssen (vor allem nach Regenfällen) erfordert durchaus fahrerisches Können und sollte den Profis überlassen werden.

Hier gibt es Informationen über Wetter und Straßenbedingungen auf den wichtigsten Straßen. Dort kann man sich auch über die Wintersperren informieren.

Im Hochland ist das Fahren nur auf den Pisten erlaubt. Durch Fahren abseits der Pisten wird die Natur nachhaltig zerstört und braucht Jahre, um sich zu regenerieren. Wird man erwischt, muß man mit strenger Bestrafung rechnen. Die Polizei hat hierfür eigene Helikopterstaffeln, um diesem Unwesen Einhalt zu gebieten.

[Bearbeiten] Tanken

Das Tankstellennetz in Island ist relativ dicht, jedoch sollte man sich von der Vorstellung verabschieden, daß das Tanken wie in Deutschland funktioniert.

In keinem Reiseführer wird darauf hingewiesen, daß es nur in größeren Orten Tankstellen gibt, wo man in einem „Kassenbüdchen“ seine Rechnung bar oder mit Kreditkarte, Unterschriftsbeleg begleichen kann. Meistens findet man eine einzelne Zapfsäule mit Benzin und Diesel, ohne jegliche Besiedlung im Umkreis von 50 km bis 100 km, alleine in der Gegend stehend. Dort steht in der Regel «Pay at the pump». Bei diesen Zapfsäulen, kann man ausschließlich nur mit „EC-Karte“ bzw. „Maestro-Karte“ oder mit Kreditkarte zahlen. In Ísland sind Master- oder EuroCard und VISA scheinbar am weitesten verbreitet. Bei beiden Kartenarten ist allerdings die Eingabe der PIN zwingend erforderlich!!!

Bei den West- und Ostfjorden, die touristisch noch nicht so erschlossen sind, kann es passieren, daß bei jeder zweiten Tankstelle die deutsche EC-Karte nicht vom Tankautomaten akzeptiert wird.

Daher ist es ratsam folgende Tankstrategie an den Tag zu legen:

1. Den Tank nur zur Hälfte leerfahren.
2. Sich zur Sicherheit die Kreditkarten-PINs einprägen, falls mal bei der EC-Karte erklärt wird, das diese Karte unbekannt ist.
3. Als Auffanglösung an Tankstellen mit Bedienung kann man Pre-paid-Tankkarten kaufen, die dann auch ohne PIN zu benutzen sind.

[Bearbeiten] Bus

Für den nationalen Fernbusverkehr zuständig ist die BSI Travel. Von Reykjavík aus gibt es Verbindungen nach Akureyri, Höfn, Isarfjörður und zu weiteren Orten. Zu beachten ist, dass besonders im Ostteil Íslands nur während der Sommersaison (Ende April bis Anfang Oktober) Busverbindungen existieren.

Für den Busverkehr in Reykjavík und Umgebung ist die Strætó zuständig.

Für Touristen sind zwei Buskarten interessant. Das Rundreiseticket Hringmíði kostet etwa 300 €. Es erlaubt die Rundreise mit beliebig vielen und beliebig langen Unterbrechungen auf der Ringstraße. Das Zeitticket Tímamíði kostet gut 300 € für eine Woche und gestaffelt hinauf bis gut 600 € für vier Wochen. Es erlaubt in der Zeit beliebig viele Fahrten auf den Überland-Linienbussen.

[Bearbeiten] Bahn

In Ísland gibt es keine Eisenbahn.

[Bearbeiten] Trampen

Trampen geht auf der Ringstraße ziemlich gut. Ísland ist sicher und die Menschen freundlich. Wenn man in die abgeschiedenen Gegenden will, sollte man genug Zeit und die entsprechende Ausrüstung (Zelt, Schlafsack, Lebensmittel usw.) dabei haben, um notfalls auch übernachten zu können. Gerade im Sommer sind viele Autos mit eigenem Gepäck unterwegs.

[Bearbeiten] Sprache

Englisch und die skandinavischen Sprachen sind weitverbreitet, Deutsch eher weniger. Es schadet also auf keinen Fall sich die grundlegensten Phrasen (bitte, danke usw.) anzueignen. Achtung: Die Aussprache isländischer Wörter (Ortsnamen) ist oft deutlich anders als erwartet.

Ein Beispiel: Im Südosten liegt der Ort Höfn, das wird etwa Höpn ausgesprochen, und nach Höfn heisst auf Isländisch til Hafnar, was etwa till Hapnar ausgesprochen wird, das bringt man, wenn man ungeübt ist und die Sprache nicht gut genug kennt, mit der Schreibweise in der Landkarte, die immer dem Nominativ entspricht, wohingegen "Hafnar" Genitiv ist, nicht mehr in Verbindung. Einige Regeln:

  • Á,á = Au, au;
  • Æ,æ = Ei, ei;
  • ei, ej, ey = eh;
  • I,i = kurzes stimmloses i (wie ist);
  • Í,í = langes stimmhaftes i (siehe Ísland);
  • au = äu;
  • O,o = kurzes gehauchts o (wie hoffen);
  • Ó,ó = langes volles o (wie Ofen);
  • U,u = ü;
  • Ú,ú = u;
  • ll = dl (also Hella = Hedla, Jökull = Jöküdl);
  • ð = stimmhaftes engl. th;
  • þ = stimmloses engl. th

[Bearbeiten] Kaufen

Die Währung in Ísland ist die Isländische Krone (ISK). Zur Zeit beträgt der Wechselkurs für 1 € ungefähr 87.50 ISK (02/ 2007) Kreditkarten sind sehr viel verbreiteter als bei uns, sie werden selbst für kleine Einkäufe verwendet.

In Ísland gibt es zahlreiche kleine Geschäfte, die alles von Gemälden über Porzellanskulpturen bis hin zu Schmuck aller Art verkaufen. Es gibt auch einige interessante isländische Musiker (Björk, Sigur-Ros, Eberg). Ein bisschen Stöbern in einem CD-Geschäft kann sich daher lohnen.

Generell ist Ísland aber ein sehr teures Land, da viele Lebensmittel importiert werden.

Für Selbstversorger: Es gibt (Lebensmittel-) Läden, die von 10.00 bis 22.00 Uhr geöffnet haben. Außerhalb der Zentren sind in Tankstellen meist die notwendigsten Lebensmittel zu bekommen. Manchmal gibt es auch unbemannte Stände am Straßenrand, an denen man Gemüse "ab Hof" kaufen kann. Hier wird auf Ehrlichkeit gezählt!

[Bearbeiten] Küche

Ein Teil der traditionellen ísländischen Gerichte werden von Touristen als seltsam bis hin zu völlig ungenießbar eingestuft, auf Grund ihrer Beschaffenheit, des Geruchs oder wegen des Geschmacks. In der Küche wurde alles verwertet, was essbar ist, ohne die Möglichkeit den Geschmack durch Gewürze stark zu verändern. Viele der Gerichte kann man heute im Supermarkt kaufen. Die Basis der isländischen Küche ist Fisch und Schaf.

  • Blóðmör- gesäuerte Schafsblutwurst. Wird mit Zucker gesüßt und in Molke gelagert.
  • Flatkókur - Roggenpfannkuchen
  • Hangikjöt - geräuchertes, gepöckeltes Lammfleisch. Es wird gekocht und in Scheiben geschnitten zu süßen Kartoffeln oder süßem Kartoffelbrei gegessen. Hangikjöt ist ein Festessen z. B. an Weihnachten oder Silvester.
  • Harðfiskur - Trocken- oder Stockfisch. Wird normalerweise mit etwas Butter bestrichen gegessen. Er riecht extrem, schmeckt aber sehr gut. Aus Schellfisch (Ýsa) hergestellter Stockfisch, ist zwar teuer, aber schmeckt nicht so tranig. Man riecht ihn allerdings sogar noch durch verschweißte Plastiktüten.
  • Hákarl - fermentierter Haifisch (meistens Grönlandhai). Er wird erst ca. 6 Wochen vergraben und dann noch mal 6 Wochen luftgetrocknet. Dazu wird Branntwein Svarti Dauði (Schwarzer Tod) getrunken.
  • Hrútspungar - sauer eingelegte Widderhoden
  • Hverabrauð - isländisches Pumpernickel. Ursprünglich wurde es in der Erde bei den heißen Quellen für ca. 12 – 24 Stunden gebacken bzw. getrocknet.
  • Kleinur - Schmalzgebäck
  • Lax - Lachs roh auf Brot, mit Creme fraîche, als Lachstartar, gebraten, geräuchert oder frittiert
  • Lundi - gebratener Papageientaucher
  • Mýsingur – aus Molke zubereiteter süßer Brotaufstrich
  • Rúgbrauð – dunkles, süßes Roggenbrot
  • Selshreyfar - sauer eingelegte Robbenflossen
  • Skata kæst – Gammelrochen. Wird gesalzen und mindestens vier Wochen abgehangen und dadurch fermentiert.
  • Skýr - quarkähnliches Gericht. Er wird mit Milch verrührt und dann gezuckert und traditionell wird es mit Heidelbeeren gegessen.
  • Súrmjólk – Sauermilch. Wird mit braunem Zucker zum Frühstück gegessen.
  • Svið - Abgesengter halber Schafskopf. Dieses traditionsreiche Gericht besteht aus einem halben (geschorenen) Schafskopf, der durchgekocht und nicht ausgenommen wird. Die Augen gelten als Delikatesse.

Das Nationalgetränk der Isländer ist Kaffee. Er wird den ganzen Tag bis spät in die Nacht getrunken und wird/ wurde kostenlos nachgeschenkt. Dies sollte man jedoch nicht allzu sehr ausnutzen.

Das moderne isländische Essen besteht aus viel Fisch, Lammfleisch sowie Nudeln, Milchprodukten usw.. Allerdings legen die Isländer mehr wert auf das Fleisch und weniger auf die Beilagen. Salat mit Essen war bis vor einigen Jahren ein Fremdwort.

Man hat, zumindest in den größeren Ortschaften, eine normale Auswahl an Geschäften und Restaurants. Die Preise sind allerdings hoch, da eine Vielzahl der Lebensmittel eingeführt werden müssen.

[Bearbeiten] Nachtleben

Das Nachtleben Reykjavíks ist extrem teuer. Dafür bekommt man aber auch einiges geboten. Aktuelle Pistennews gibt in der Zeitung "The Reykjavík Grapevine", die überall in der Stadt kostenlos ausliegt.

[Bearbeiten] Unterkunft

Ísland ist dünn besiedelt, die Übernachtungsmöglichkeiten liegen teils weit auseinander und das Angebot ist stellenweise knapp. Man sollte sich besser schon am Vorabend um die nächste Unterkunft kümmern, wenn man nicht vorgebucht hat.

Sehr zu empfehlen hier für ist der kostenlose Reiseführer Rund um Island, der in allen Hotels und guten Privatunterkünften ausliegt. Hier sind neben nützlichen Reiseinformationen auch zahlreiche Übernachtungsadressen angegeben. Auch viele Farmen bieten Unterkunft.

Da es fast jedes Jahr neue Jugendherbergen (Farfuglarheimili) gibt und andere Häuser dann nicht mehr dazugehören, sollte man sich vorher informieren, wo man übernachten kann. Die meisten Jugendherbergen haben nur eine Gästeküche und man muss sich selbst versorgen.

Über das ganze Land verstreut gibt es Internate, die im Sommer (Juni - August) als "Edda Hotels" fungieren und für Ísland relativ preisgünstig sind.

[Bearbeiten] Camping

Es gibt im ganzen Land sowohl betreute, als auch unbetreute Campingplätze, die sich sowohl im Preis als auch hinsichtlich der Ausstattung stark unterscheiden. Bei letzteren ist man dazu angehalten den Betrag vor der Abreise in einen Kasten zu werfen. Bei einigen Campingplätzen kommen auch unregelmässig Kassierer vorbei.

In Ísland gibt es formal kein Jedermannsrecht, wildcampen wird aber i.d.R. toleriert und ist nicht ungewöhnlich. Dabei sollte man aber sehr auf die Vegetation Rücksicht nehmen, da diese in Island nur wenig Zeit zur Regeneration hat. Also lieber ein Nacht auf härterem Bodem schlafen, als die Natur nachhaltig zu zerstören. Da auch die nicht eingezäunten Wiesen/ Gebiete jemandem gehören, sollte man zum einen nicht zu dicht an den Höfen zelten oder sich gleich direkt auf dem Hof erkundigen. In den Naturschutzgebieten und mehreren, besonders markierten Gebieten ist das freie Zelten nicht erlaubt und kann zu hohen Geldstrafen führen. Der Schlafsack sollte dem polaren Klima unbedingt angepasst sein.

[Bearbeiten] Lernen

In Island findet man neun Universitäten, die von 16.000 Studenten besucht werden. Für Einwanderer werden Sprachkurse zum Erlernen der für den Mitteleuropäer nicht ganz einfachen Sprache angeboten.

[Bearbeiten] Arbeiten

Die Arbeitsagentur Stade ist in Deutschland Ansprechpartner für die Job-/ Arbeitssuche, Praktika und das Studieren in Ísland.

Viele junge Leute kommen für die Sommermonate nach Ísland, um auf Bauernhöfen, Pferdefarmen oder in den Fischfabriken zu arbeiten.

[Bearbeiten] Feiertage

Termin Name Bedeutung
01.01. Neujahr
Januar/Februar Þorrablót Ursprünglich ein Opferfest im Winter. Heutzutage haben die Feiern auch Ähnlichkeit mit Karneval. Es werden traditionelle Gerichte angeboten.(inoffizieller Feiertag)
März/April Ostern Gründonnerstag bis Ostermontag
erster Donnerstag nach dem 18. April Sumardagurinn fyrsti Erster Sommertag Man begrüßt sich mit Gleðileg sumar og takk fyrir veturinn (Fröhlichen Sommer und danke für den Winter). Früher wurde das Jahr nur in Winter und Sommer unterteilt, dabei wurden eigene Monatsnamen und -einteilungen verwendet. Der erste Sommertag ist der 1. Tag des ersten Sommermonats Harpa.
01.05. Tag der Arbeit
Mai/ Juni Christi Himmelfahrt
Mai/ Juni Pfingsten
1. Sonntag im Juni Sjómannadagurinn Seemannstag Man gedenkt der ertrunkenen Seeleute. Es werden Hafenfeste gefeiert. Die Schiffe werden geschmückt, es gibt kostenlose Hafenundfahrten, Umzüge, Ruderregatten, Reden und Fischmärkte.
17.06. Nationalfeiertag An diesem Tag wurde im Jahre 1811 Jón Sigurðsson geboren. Er war ein Vorkämpfer für Islands Selbstständigkeit vom Königreich Dänemark. Am 17 Juni 1944 wurde in Þingvellir die Selbstständigkeit Islands ausgerufen.
1. Montag im August Verslunmannahelgi Angestelltenfeiertag Von Freitag/ Spätnachmittags bis Dienstagmorgen sind fast alle Geschäfte geschlossen. Dadurch ergibt sich ein verlängertes Wochenende, das von den Ísländern zu Ausflügen in die Natur und zum ausgiebigen feiern genutzt wird.
September Réttadagur Schafabtrieb, anschließend wird gefeiert. (inoffizieller Feiertag)
24. -26.12. Weihnachten Am 24.12 ab nachmittags.
31.12 Silvester ab nachmittags.

[Bearbeiten] Sicherheit

Das Risiko von Diebstählen oder Überfällen ist praktisch gleich null.

Die größte Gefahr geht in Ísland von den Naturgewalten aus. Man sollte die Macht der Regenfälle und (Sand-/ Staub-)Stürme auf keinen Fall unterschätzen und sich vor allem vor Trekkingtouren den aktuellen Wetterbericht anhören, vorausgesetzt man versteht fliessend isländisch. Also doch besser zur Tageszeitung greifen oder im Internet die Wetterprognose der kommenden Tage anschauen. Es empfiehlt sich auch, jemandem zu sagen, wo man hingeht und wann man wo ankommen will.

An der Küste sollte man bei Angriffen von Möwen und Seeschwalben in deren Revier nicht in Panik geraten. Ein hochgehaltener Gegenstand (Stock o.ä.) lenkt sie vom sonst höchsten Punkt des Menschen (Kopf) ab. Ein geordneter Rückzug beim ersten Scheinangriff (der meistens ziemlich knapp über den Kopf geht) ist ratsam.

[Bearbeiten] Gesundheit

Die medizinischen Einrichtungen im Land sind sehr gut und als EU-Bürger wird man kostenlos behandelt, dafür benötigt man allerdings die Auslandskrankenversicherungskarte, die man bei seiner gesetzlichen Krankenversicherung kostenlos innerhalb einer Woche zugeschickt bekommt.

Apotheken haben während den normalen Geschäftszeitenzeiten geöffnet. In Reykjavík gibt mehrere Gesundheitszentren. Dort bekommt man ohne längere Wartezeiten Sprechstundentermine. In den Gemeinden befinden sich ebenfalls medizinische Zentren oder niedergelassene Ärzte. Die Notrufnummer "112" gilt landesweit in Island für Polizei, Notarzt und Feuerwehr.

Am wahrscheinlichsten ist es, dass man sich auf Ísland erkältet, weil es einfach immer feucht und meistens kalt ist. Also auf jeden Fall genug warme und trockene Sachen mitnehmen.

Das Wasser aus den Flüssen kann man praktisch überall bedenkenlos trinken, außer unterhalb von Städten (sprich in Reykjavík) und in unmittelbarer Umgebung von Geothermiekraftwerken.

[Bearbeiten] Klima

Auf Ísland ist es auch im Sommer oft recht kalt (Durchschnittstemperatur liegt im Süden, Westen, Westfjorden etwa bei 10 °C im Juni, im Osten und Nord-Osten 15-18 °C im August/ Anfang September) und es regnet im Süden und Süd-Westen sowie in den Westfjorden oft, allerdings meist nicht sehr lang. Im Hochland muss man auch im Sommer mit Minustemperaturen und Schneefall rechnen. Außerdem ist es meistens ziemlich windig.

Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
max. Temperatur in (°C ) 2 3 4 6 10 12 14 14 11 7 4 2
min. Temperatur (°C) -2 -2 -1 1 4 7 9 8 6 3 0 -2
Niederschlag (Tage) 20 17 19 18 16 15 15 16 19 21 18 20

[Bearbeiten] Respekt

In Ísland gilt es als eine Selbstverständlichkeit, dass man vor dem Betreten eines Hauses - egal ob ein Guesthouse, eine Wanderhütte, das Haus einer Privatperson, etc. - die Schuhe auszieht, um Verschmutzung zu vermeiden. Das Gleiche gilt auch beim Besuch eines Schwimmbads. Dort stehen meistens im Eingangsbereich große Schuhregale.

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

Postämter gibt es in jedem größeren Ort. Sie bieten normalerweise alle üblichen Dienste an.

Internetcafés gibt es in den meisten Städten bzw. Dörfern. Oft sind sie in die Tourist-Centres integriert. Die Preise sind mit Mitteleuropa vergleichbar.

Das GSM-Netz deckt bei weitem nicht ganz Ísland ab. Entlang der Hauptstraßen hat man aber eine recht gute Chance auf Empfang. Es gibt derzeit zwei Firmen, die Netze auf Ísland betreiben, es heisst, dass die Firma SIMINN eine etwas bessere Netzabdeckung hat, als Vodafone. Mobiltelefonieren ist hier billiger als in Deutschland.

Es gibt auch ein NMT-Mobiltelefonnetz (Nordic Mobile Telephone), das auch das Hochland abdeckt. Aufgrund der schweren Ausrüstung kommt es aber nur für Autofahrer in Frage.

Wegen der Reichweite gibt es für den UKW-Rundfunk viele regionale Sendestationen in den bewohnten Gebieten. Man muss sich über die entsprechenden Frequenzen informieren.

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