Irland

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Irland, oft auch als Die grüne Insel bezeichnet, ist eine der britischen Inseln. Sie ist Heimat der Republik Irland und der Provinz Nordirland des Vereinigten Königreiches (UK). Nachfolgender Artikel behandelt ausschließlich die Republik Irland (engl. Ireland, irisch Éire). An der West- und Südküste der Insel liegt der Atlantik, im Osten die Irische See.


Lage
grün, die Republik Irland
Flagge
Flagge von Irland
Kurzdaten
Hauptstadt: Dublin
Staatsform: Republik
Währung: Euro
Fläche: 70.300 km²
Bevölkerung: 3,97 Mio
Sprachen: Englisch und Irisches Gälisch
Religionen: Römisch-Katholisch 91.6%, "Church of Ireland" 2.5%, Andere 5.9%
Stromnetz: 230V/50Hz (UK Stecker)
Telefonvorwahl: +353
Internet TLD: .ie
Zeitzone: MEZ - 1h (Sommerzeit + 1h)

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Regionen

[Bearbeiten] Provinzen und Counties

Irland unterteilt sich in vier historische Provinzen, die allerdings nur noch im Sport eine Rolle spielen, und 32 Counties (Grafschaften). Die historischen Provinzen sind folgende:

  • Ulster im Norden (3 Counties: Donegal, Cavan, Monaghan, zusätzlich sechs weitere in Nordirland)
  • Leinster im Osten (12 Counties: Louth, Meath, Dublin, Wicklow, Wexford, Kilkenny, Carlow, Laois, Offaly, Kildare, Westmeath, Longford)
  • Munster im Süden und Südwesten (6 Counties: Clare, Cork, Kerry, Limerick, Tipperary)
  • Connacht im Westen (5 Counties: Galway, Mayo, Sligo, Leitrim, Roscommon)

[Bearbeiten] Die Reiseregionen Irlands

Reiseregionen Irlands
  Ostküste und Midlands: Region Dublin ·  County Kildare ·  County Laois ·  County Longford ·  County Louth ·  County Meath ·  County Offaly ·  County Westmeath ·  County Wicklow

Das irische Herzland, wo sich die Hauptstadt und lebhafte Metropole Dublin befindet.
  Nordirland: County Antrim ·  County Armagh ·  County Down ·  County Fermanagh ·  County Londonderry ·  County Tyrone

Teil des Vereinigten Königreichs
  Shannon (Region): County Clare ·  County Limerick ·  County Tipperary

Diese Region wird wegen ihrer Schlösser viel besucht und ist bekannt für die ehrfurchteinflößenden Cliffs of Moher.
  Südwestirland: County Cork ·  County Kerry

Ein szenischer und regenreicher Teil der Insel mit schönen Küstenabschnitten, dem Ring of Kerry und dem Schloss Blarney.
  Westirland: County Galway ·  County Mayo ·  County Roscommon

Die am dünnsten besiedelte Region der Insel, wo sich die „Irische Kulturhauptstadt“ Galway und die schönen Aran Islands befinden.
  Nordwestirland und Lakelands: County Cavan ·  County Donegal ·  County Leitrim ·  County Monaghan ·  County Sligo

Eine Region mit relativ geringer Touristenerschließung, die dafür umso mehr natürliche Schönheiten zu bieten hat.
  Südostirland: County Carlow ·  County Kilkenny ·  County Waterford ·  County Wexford

Ein ziemlich kosmopolitischer Teil von Irland, bekannt durch den Waterford Crystal der dortigen Glasmanufaktur.
NordirlandOstküste und MidlandsNordwestirland und LakelandsWestirlandShannon (Region)SüdwestirlandSüdostirlandWestirland
Regionen Irlands

Die Counties sind Adressbestandteil, daher erleichtert die Eingabe der Counties die Suche nach Informationen zu den gewünschten Zielen!

[Bearbeiten] Städte

Karte von Irland

Die Hauptstadt der Irischen Republik Dublin befindet sich an der Ostküste und ist das industrielle, kulturelle und politische Herz des Landes.

Weitere interessante Städte:

  • Dún Laoghaire, Hafenstadt, steht im Schatten der Hauptstadt.
  • Cork (Corcaigh, ) - zweitgrößte Stadt der Republik Irland, Kulturhauptstadt Europas 2005 und an den Ufern des Flusses Lee gelegen. Sie wurde um 600 von St. Finbarre gegründet und ist für ihre kulinarischen Eigenheiten, Kneipen, Einkaufsmöglichkeiten und Festivals bekannt.
  • Galway (Gaillimh) - am Fluss Corrib an der Westküste gelegen; bekannt für reges Partyleben und die Lage an der Galway bay.
  • Kilkenny (Cill Chainnigh) - viel Mittelalter. Veranstaltungsort des Cat-Laughs-Comedy Festivals, das jährlich im Juni stattfindet.
  • Limerick (Luimneach) - eine Stadt am Fluss Shannon im Südwesten des Landes. Zentrum des irischen Rugby.
  • Sligo - Yeats Country
  • Waterford (Port Láirge) - die älteste Stadt Irlands, im Südosten und in der Nähe des Fährhafens in Rosslare gelegen. Waterford ist ein wichtiges Ziel für diejenigen, die mehr über die frühe Geschichte Irlands lernen wollen.

[Bearbeiten] Weitere Ziele

Dunguaire Castle
Dunguaire Castle
Cliffs of Mohair
Cliffs of Mohair
  • Spektakulär sind die Cliffs of Moher an der Westküste westlich von Shannon. Dies sind ca. 200 Meter hohe Klippen, die senkrecht ins Meer abfallen.
  • Giant's Causeway im Norden, ziemlich einmalige Formation von Basaltsäulen (gehört zu Nordirland).
  • Bru na Boinne, mehrere prähistorische Großsteingräber, darunter Newgrange.
  • Die Aran Islands gehören zu den Gaeltachtgebieten, in denen vor allem irisch gesprochen wird. Besonders lohnenswert ist eine Radtour auf der Hauptinsel Inishmore, für die man jedoch eine Übernachtung einplanen sollte.
The Burren
The Burren
  • The Burren ist eine von der letzten Eiszeit geschaffene Landschaft, die so gar nicht nach Irland passen will. Auf 250 km² gibt es vor allem Steine, Steine und noch mehr Steine zu sehen. In dieser einzigartigen Mondlandschaft kann der aufmerksame Besucher aber dennoch Leben finden. Von den Gletschern mitgebrachte, aus der Arktis stammende Pflanzen fristen in der kargen Natur ein eher kümmerliches Dasein. Gerade der Kontrast zum sattgrünen Irland macht diese Landschaft so reizvoll.
  • Connemara
  • Dromineer
Ring of Kerry
Ring of Kerry
  • Der Ring of Kerry ist eine ca. 200 km lange Landstraße, die einmal rund um die Halbinsel Iveragh führt. Eigentlich kann man einen ganzen Urlaub in dieser Gegend verbringen, eilige Reisende können die Strecke mit ihren fantastischen Aussichten aber auch an einem Tag abfahren.
  • Zum Flußsystem Shannon mit vielfältigen Urlaubsmöglichkeiten vgl. den Artikel Shannon (Region).

[Bearbeiten] Hintergrund

[Bearbeiten] Geschichte

Keltische Stämme besiedelten die Insel im vierten vorchristlichen Jahrhundert. Invasionen durch nordische Völker wurden schließlich durch den Sieg von König Brian Boru 1014 über die Dänen beendet. Englische Invasionen begannen im 12. Jahrhundert und zogen 700 Jahre Rivalität nach sich. Die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde besonders durch die große Hungersnot (engl. Great Famine) geprägt, deren katastrophale Auswirkungen das Land bis heute prägen. Man schätzt das zwischen 1846 und 1849 etwa eine Million Menschen verhungerten und noch einmal genauso viel vor allem in die USA auswanderten. Am Ostersonntag 1916 begann mit dem fehlgeschlagenen Aufstand der bewaffnete Kampf um die Unabhängigkeit Irlands vom Vereinigten Königsreich. Unabhängigkeitsbewegungen gab es schon seit der Ende des 18. Jahrhunderts, nun brachen die nationalen und jahrhunderte lang unterdrückten Gefühle gewaltsam auf. 1921 nach einem langen und blutigen Krieg, der auf irischer Seite von Michael Collins geführt wurde, erkannte Großbritannien den Irish-Free-State an, behielt jedoch die sechs nördlichen Counties der Provinz Ulster. Einige Rebellen gaben sich jedoch mit dieser Lösung nicht zufrieden und setzten den teils bewaffneten teils mit politischen Mitteln geführten Kampf weiter fort. Der Nordirlandkonflikt war in den 1970er und 1980er Jahren ein beherrschendes Thema, als sich die IRA auf pro-irischer Seite und verschiedene militante pro-britische Organisationen offene Straßenkämpfe lieferten und terroristische Anschläge verübten. Erst das Good-Friday-Agreement, in dem die Republik Irland offiziell die Wiedervereinigung ad acta legte und die verschiedenen bewaffneten Gruppen einen Waffenstillstand erklärten, schuf so etwas wie einen modus vivendi. Der Konflikt selbst gilt dabei bis heute als ungelöst. Wirtschaftlich blieb die Republik Irland viele Jahrzehnte äußerst rückständig und hielt sich aus dem Zweiten Weltkrieg offiziell heraus. Erst mit dem Beitritt zur Europäischen Union 1973 und massiven Strukturförderprogrammen kam es zu einem langsamen Aufschwung. Seit Mitte der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts erlebte die irische Wirtschaft einen bis heute anhaltenden Wirtschaftsboom. Im Land des Celtic Tiger ist heute der IT-Bereich gleich nach dem Tourismus, der wichtigste Wirtschaftssektor des Landes.

[Bearbeiten] Großlandschaften

  • Atlantikküste im Westen und Nordwesten der Insel Irland, ist geprägt durch Halbinseln und schroffe Felsen.
  • Die Küstenlandschaften im Osten sind oftmals sanfter und durch Lagunen und Dünen geprägt.
  • Das Binnenland ist überwiegend durch sanfte Hügel geprägt.
  • Mittelgebirgslandschaften sind u.a. die Iron Mountains (im Grenzgebiet zu Nordirland), die Wicklow Mountains, die Blackstairs Mountains, die Galtee Mountains.
  • Fast alpin wirkt das Binnenland der Halbinsel Iveragh, auch wenn er höchste Berg lediglich 1058 m erreicht.
  • Die Flußsysteme von Shannon und Erne bilden nach Nordirland grenzüberschreitenden Sonderlandschaften. Dazu vgl. den Artikel Shannon (Region)
  • Von den Nebeninseln sind die Aran Islands die bedeutendsten.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Die Sehenswürdigkeiten werden auf den Seiten der Regionen beschrieben. Sofern Sehenswürdigkeiten grenzüberschreitend zu Nordirland sind, werden sie entsprechend des überwiegenden Anteils und der Lage des Besucherzentrums zugeordnet.
  • Viele, aber bei weitem nicht alle Sehenswürdigkeiten werden vom "OPW" verwaltet. Hierzu wird eine Eintrittskarte herausgegeben, die ein Jahr für alle dieser Sehenswürdigkeiten Gültigkeit hat. Es ist jedoch schwer, zu kalkulieren, ob sich der Erwerb dieser Karte lohnt, auch weil nicht sichergestellt werden kann, dass alle gewünschten Sehenswürdigkeiten in der Reisezeit auch zugänglich sind. Bei einem längeren Aufenthalt und häufigem Standortwechsel innerhalb der Republik Irland ist der Erwerb dieser Karte jedoch sehr erwägenswert.
  • An vielen Sehenswürdigkeiten sind Besucherzentren angeschlossen, die umfangreichere Informationen und oftmals auch Filme zu den Attraktionen, manchmal auch in deutscher Sprache, anbieten. Man erhält hier Informationen auch bei der Zuordnung ähnlicher Attraktionen, die man an anderen Stellen Irlands findet. Interessant sind dabei auch die unterschiedlichen offiziellen Sichtweisen in der Republik Irland und der Provinz Nordirland.

[Bearbeiten] Anreise

Wer nach Irland möchte, kann auf vielen verschiedenen Wegen anreisen, wobei die schnellste Methode wahrscheinlich das Flugzeug ist. Wer im Norden der Republik unterwegs ist, sollte in Betracht ziehen über Nordirland anzureisen, das ebenfalls gut in die internationalen Verkehrsströme eingebunden ist (z.B. Flughäfen bei Belfast). Auf den regionalen Seiten besonders in den nördlichen Counties werden diese Möglichkeiten näher ausgeführt.

[Bearbeiten] Reiseplanung

Es ist zwar möglich, binnen Tagesfrist die gesamte Insel mit dem PKW zu durchqueren. Wenn man jedoch die Fahrt als "Panoramafahrt" unter Beachtung von Sehenswürdigkeiten und weiteren Attraktionen unterwegs gestalten will, sollte man die tägliche Fahrtentfernungen auf 350 km begrenzen. An "langen Wochenenden" ist mit erhöhtem Reiseverkehr besonders auf den Haupt-Fernstraßen zu rechnen. Großstädte und Ballungsräume können oftmals nur langsam durchfahren werden. Zu beachten sind auch die Feiertage im Vereinigten Königreich aufgrund vielfältiger Beziehungen, besonders nach Nordirland.

[Bearbeiten] Familienreisen

Es gibt viele Attraktionen in Irland, die auch für Jugendliche und Kinder interessant sind. Das kann bereits bei der abwechslungsreichen Anreise beginnen; manche Fährbetreiber bieten auch ein Kinder-Animationsprogramm. Man sollte eher ruhigere Regionen bevorzugen, um die Überforderung von Kindern z.B. bei der Umstellung auf das Verkehrssystem zu vermeiden.

[Bearbeiten] Einreisebestimmungen

Für EU Bürger genügt der sowohl bei Ein- und Ausreise gültige Personalausweis oder Reisepaß zur Einreise. EU Bürger bedürfen weiterhin keines Visums um in Irland zu arbeiten. Irland ist nicht Mitglied des Schengen Abkommens.

Die Einreise von Haustieren ist gestattet, jedoch müssen besondere Bestimmungen beachtet werden. Ein Heimtierausweis ist neben den Impfungen und einem Chip obligat. Einzelheiten finden sich beim irischen Landwirtschaftsministerium und auf der entsprechenden Seite des Auswärtigen Amtes. Generell ist man in Irland gerade Hunden gegenüber aufgeschlossen und tolerant.

[Bearbeiten] Mit dem Flugzeug

Bedeutende irische Flughäfen:

  • Dublin (Flüge aus Europa, Nordamerika, Arabischer Halbinsel)
  • Shannon (Charter- und Linenflüge vom Kontinent und aus Nordamerika)
  • Cork (Kontinentalverbindungen)
  • Kerry (Verbindungen aus Großbritannien und vom Kontinent)

Hinzu kommen einige weitere Flughäfen mit regelmäßigem Passagierverkehr. Sie werden meist zumindest aus Großbritannien angeflogen und ermöglichen so ein Reisen im Stil des Inselhopping. In den Artikeln zu den Regionen werden auf diese Flughäfen hingewiesen.

Gerade die irische Nationalfluglinie Aer Lingus und der irische Billigflieger Ryanair bieten ein weiträumiges Netzwerk von Flügen nach Irland (vor allem Dublin) aus dem deutsprachigen Raum an. Wer von Großbritannien fliegt/ dort umsteigt, kann auch mit den meisten größeren britischen Fluggesellschaften, wie BMI, bmibaby aber auch Aer Arann, Air Southwest und Flybe fliegen.

Mit folgenden Gesellschaften kann man ebenfalls aus den deutsprachigen Raum nach Irland reisen:

[Bearbeiten] Mit der Bahn

Mit der Bahn gelangt man nur bis zu einem Hafen in Großbritannien, von dort aus muss man die Fähre benutzen, meist:

  • Holyhead - Dublin Ferryport

(Holyhead ist von London aus ohne oder mit einmaligem Umsteigen erreichbar. Über Holyhead bieten die britischen Eisenbahnen unter dem Namen "Ship & Rail" günstige Durchgangstarife nach Dublin oder Dun Laoghaire an.)

Weitere Möglichkeiten:

  • Swansea - Cork (Swansea ist direkt erreichbar ab London Paddington) (zur Zeit ist kein Nachweis der Verbindung möglich!)
  • Fishguard - Rosslare
  • Pembroke - Rosslare (beide nur umständlich mit mehrmaligem Umsteigen erreichbar)

[Bearbeiten] Mit dem Bus

Von London Victoria fahren täglich Busse über Holyhead nach Dublin und weiter bis in den Westen Irlands.

[Bearbeiten] Auf der Strasse

Mit dem eigenen Fahrzeug (Auto, Motorrad etc.) gelangt man nur per Schiff auf die Insel, entweder durch Großbritannien ("Land Bridge") oder von Frankreich aus. ACHTUNG: Linksverkehr

[Bearbeiten] Zu Fuß und mit dem Fahrrad

  • Nicht alle Fährverbindungen werden auch für Reisende ohne eigenem Motorfahrzeug angeboten (bsp. Celtic Link).
  • Bei manchen Fähranbietern kann man nicht im Online-Verfahren zwei Fahrrad-Reisende in einer Doppelkabine unterbringen. Unproblematisch ist das bei Irish Ferries.

[Bearbeiten] Mit dem Schiff

Die klassischste Methode eine Insel zu erreichen erfreut sich ungebrochen großer Beliebtheit und ist nicht nur für motorisierte Besucher eine Option.

[Bearbeiten] Fähren

Preise variieren, je nachdem man innerhalb der Saison oder außerhalb fährt. Oftmals kann man aber auch durch die Veränderung des Wochentags oder der Uhrzeit Kosten sparen. In jedem Fall lohnt es sich, die Preise mehrerer Fährbetreiber zu vergleichen.

Der Zustand einiger Fähren lässt zu wünschen übrig, trotzdem sind sie zuverlässige Verkehrsmittel.

Eine sehr umfangreiche Informationsquelle über alle Fährlinien und Detailbeschreibungen der Schiffe nach Irland sowie Buchungsmöglichkeiten und Tipps um die Anreise mit dem Schiff bietet Ferryknowhow. Darüber hinaus haben die meisten Fährbetreiber Online-Buchungsportale.

[Bearbeiten] Direktverbindungen
  • Es gibt regelmäßige Fährverbindungen vom europäischen Festland nach Irland. Für Touristen aus Deutschland sind die günstigsten Verbindung von Roscoff und Cherbourg (Frankreich) nach Rosslare (im Südosten Irlands) oder Cork (im Südwesten Irlands). Die Fahrten aus Frankreich erfordern meist die Übernachtung an Bord. Die Qualität der Kabinen ist oftmals mäßig bei recht hohen Preisen. Dabei sind die Preise besonders bei ungeraden Reisegruppen oftmals ungünstig.
[Bearbeiten] Über Großbritannien

Eine weitere gern genutzte Möglichkeit ist die Anreise über Großbritannien. Hierzu bieten einige Fähranbieter vergünstigte Konditionen an, wenn man beide Strecken (Kontinent-Großbritannien & Großbritannien-Irland) bei ihnen bucht.

[Bearbeiten] Sportboote

Es ist auch die Anreise mit hochseetauglichen Sportbooten möglich; es gibt viele Anlegemöglichkeiten an der Küste und oftmals auch in den Mündungsbereichen von Flüssen. Bei Segelbooten mit hohen Masten sind die Höhen der Brückendurchfahrten zu beachten!

[Bearbeiten] Mobilität

[Bearbeiten] Bahn & Bus

Das Eisenbahnnetz wurde in den letzten Jahrzehnten auf ein Kernnetz mit Dublin im Zentrum reduziert. Auf vergleichbaren Strecken sind die Züge etwa doppelt so schnell, aber auch deutlich teurer als Busse und meist fahren nur wenige Züge - Taktverkehr ist unbekannt. Die meisten Fährhäfen haben Anschluß an die Bahn.

Das Netz der Buslinien von Bus Éireann ist deutlich dichter als das der Bahn und Busse fahren auf bedeutenden Strecken teilweise stündlich.

Wenn man viel mit dem Bus unterwegs sein will, lohnt sich möglicherweise eins der Pass-Angebote:

  • Irish Rambler nur Bus, nur in der Republik
  • Irish Rover nur Bus, auch in Nordirland (Ulsterbus)
  • Irish Explorer Bus + Bahn, nur in der Republik
  • Emerald Card Bus + Bahn, auch in Nordirland

Nähere Informationen, Geltungsdauer, Preise gibt es bei

Es besteht leider kein Informationsportal mit allen wichtigen Verkehrsmitteln in Nordirland und in der Republik Irland. Daher kann es sinvoll sein, bei grenzüberschreitenden Reisen auch das Portal

  • Translink mit den meisten nordirischen Bus- und Bahndiensten und einigen grenzüberschreitenden Verbindungen aufzurufen.

[Bearbeiten] Trampen

Trampen ist in Irland auch unter Einheimischen sehr verbreitet und funktioniert wunderbar. Ob jung oder alt, fast jeder Ire hat es wohl schonmal gemacht. Es gibt immernoch Ortschaften die keine oder nur sehr schlechte ÖPNV-Anbindung haben. Wer kein Auto hat, ist also aufs Trampen angewiesen. Zu Stoßzeiten kann es an Ortsausgängen schonmal passieren, dass dort schon einige Tramper stehen und man "schlange stehen" muss.

Wenn man sich an die Hauptverkehrsstraßen hält, kann man problemlos an einem Tag von jedem beliebigen Ort der Insel zu jedem anderen Ort kommen.

In ländlicheren Regionen ist die Verkehrsdichte manchmal sehr gering, was zu etwas längeren Wartezeiten führen kann.

[Bearbeiten] Auto/Motorrad

In Irland herrscht Linksverkehr, das heißt in Kreisverkehren im Uhrzeigersinn fahren. Die unterschiedlichen Verkehrssysteme erfordern bei allen Verkehrsteilnehmern ein Umdenken, auch bei der Rückkehr in das kontinentale System. Auf den Straßen kommt man im Vergleich zu Deutschland eher langsam voran, da sie oft sehr schmal (< 4m) , von Hecken/ Mauern begrenzt und kurvig sind.

[Bearbeiten] Straßennetz

Autobahnen gibt es nur im Großraum Dublin. Auf National Roads (N...) kommt man jedoch meistens gut voran, die Regional Roads (Regionalstraßen) sind meistens auch recht gut zu befahren. Die Qualität der Straßen ist allerdings nicht mit der in Mitteleuropa vergleichbar, es gibt viele Straßen mit dürftigem Belag und Schlaglöchern. Die Anstrengungen der irischen Regierung, an dieser Situation etwas zu verbessern, sind allerdings allerorten sichtbar: es wird viel gebaut, und das Straßennetz wird kontinuierlich erweitert und verbessert.

Auch die Beschilderung ist vor allem auf dem Land zum Teil spärlich, daher gute Karten einpacken. Obwohl Straßen seit langem als National- ("N") oder Regionalstraßen ("R") klassifiziert sind, findet man auf vielen Schildern noch alte Trunk- ("T") und Link-Nummern ("L"); die beiden Nummernsysteme haben nichts miteinander zu tun. Verwirrend sind oft auch die Entfernungsangaben, die je nach Region und Alter des Schildes in Meilen (Angabe meist ohne Einheit) oder in Kilometern (Angabe mit "km") gemacht werden. Das kann sich zum Teil munter abwechseln.

[Bearbeiten] Verkehrsregeln

Die Vorfahrt ist meist eindeutig ausgeschildert, bei gleichberechtigten Straßen hat in der Regel der von rechts kommende Vorfahrt. Seit Januar 2005 gilt das metrische System in der Republik Irland, d.h., Entfernungsangaben und Geschwindigkeiten werden in km oder km/ h angegeben. Die Verkehrsregeln werden von der irischen Bevölkerung allerdings sehr freizügig interpretiert weswegen sich ein sehr defensives Fahrverhalten empfiehlt. In Nordirland gelten teilweise andere Regeln.

Erlaubte Geschwindigkeiten:

  • innerorts 50 km/ h
  • außerorts (R-Straßen, lokale Straßen) 80 km/ h
  • außerorts (N-Straßen) 100 km/ h
  • Autobahn 120 km/ h

Die angezeigten Tempolimits geben keinesfalls die empfohlenen Geschwindigkeiten wieder! So sind auch auf engen Straßen, die keinen Blick zum Gegenverkehr zulassen, 80 km/ h zugelassen, aber nicht sinnvoll. Ohne Beachtung bleiben auch Grundstückausfahren, die auch außerhalb geschlossener Ortschaften häufig vorkommen und unübersichtlich für den fließenden Verkehr sind.

Halten/ Parken:

  • gelbe Doppellinie = Halteverbot
  • eine gelbe Linie = Parkverbot
  • gelbe Striche = Parkverbot zu bestimmten Zeiten

[Bearbeiten] Autovermietungen

gibt es in der Regel an Flughäfen, dort sind auch die großen internationalen Vermieter anzutreffen: Hertz, Avis, etc. Mietpreise sind mit denen in Deutschland vergleichbar, in der Regel allerdings ein bisschen teurer. Wenn man über Internet bucht, bekommt man günstigere Konditionen. Empfehlenswert ist es, die Buchungen von Deutschland aus über deutsche Anbieter zu machen, da das im Regelfall günstiger ist als vor Ort. Kreditkarten sind ein Muss. Ein paar Worte für Führerscheinneulinge: Im Schnitt ist ein Mindestalter von 25 Jahren erforderlich um einen PKW (B-Führerschein) lenken zu dürfen. Bei manchen Firmen können auch 24- oder sogar 21-jährige ein Fahrzeug mit dem B-Führerschein lenken; diese müssen aber mit einer sogenannten insurance surcharge (ein spezielle Versicherung) rechnen, die pro Tag bezahlt werden muss und bis zu 25 € geht.

Hier eine Tabelle mit einer Auswahl der Anbietern. Das Mindestalter ist das Alter mit dem ein Auto gemietet werden kann. Über die Höhe einer etwaigen insurance surcharge informieren die Geschäftsbedingungen (Terms & Conditions) der jeweiligen Organisation.

Anbieter Mindestalter Website
Argus 23 http://www.argus-rentacar.com
IrishCarRentals 21 http://www.irishcarrentals.com
Thrifty 25 http://www.thrifty.com
AVIS 23 http://www.avis.com
County Car 21 http://www.countycar.ie
Budget 23 http://www.budget-ireland.com
Dooley 21 http://www.dan-dooley.ie
Atlas 25 http://www.atlascarhire.com
Hertz 25 http://www.hertz.ie

[Bearbeiten] Flugverkehr

  • Flugverkehr besteht auch innerhalb der Insel Irland
  • Es gibt weitere Flugplätze für Hobbyflieger.

[Bearbeiten] Sprache

Irische Hochkreuze
Irische Hochkreuze

Die offizielle erste Amtssprache ist Irisch (Gälisch), das seit Juni 2005 auch eine offiziell anerkannte Amtssprache der Europäischen Union ist. Englisch kommt aber, obwohl es "nur" zweite Amtssprache ist, eine überragende Bedeutung im Alltag zu. Verkehrsschilder, öffentliche Bekanntmachungen und dergleichen müssen per Gesetz immer zweisprachig abgefasst sein. Irisch ist mittlerweile ein Pflichtfach in den Schulen und Lehrer müssen sich (unabhängig von den später unterrichteten Fächern), einer Irischprüfung unterziehen. Besonders im westlichen Irland (in den "Gaeltacht"-Gebieten) dominiert das Irisch noch heute und ist für die Einwohner dort oft erste Sprache. Dem Reisenden kann es passieren, dass Wegweiser und Straßenschilder dort nur in Irisch beschriftet sind. Das Irische wird auch in verschiedenen Dialekten gesprochen, besonders auf den Aaran-Inseln. Das irische Englisch ist für Touristen anfangs oft nur schwer verständlich, nachfragen ist jedoch kein Problem und der typische Ire wird sich alle Mühe geben, das gesagte deutlich zu wiederholen. Mit dem Englisch, das im Süden (also etwa in und um Cork) gesprochen wird, haben zuweilen sogar Iren ihre liebe Not und müssen oft sehr genau zuhören. Es gibt wohl auch "Dialektfärbungen", die abhängig sind von der Region und von der Bildung.

[Bearbeiten] Reisemotive und Aktivitäten

  • Angeln: Es gibt vielfältige Möglichkeiten zum Fischen. Über die Bedingungen und Auflagen zum Artenschutz soll man sich vor Ort erkundigen.
  • Wassersport: Die Küsten und viele Binnengewäser sind mit Sportbooten befahrbar. Es ist darauf zu achten, dass keine Lebewesen aus anderen Gewässern mit den Booten eingeführt werden.
  • Golf: Es gibt viele Golfplätze, die auch für Gäste offen sind.
  • Familienforschung: Viele Besucherzentren unterstützen die Familienforschung.
  • Radfahren: Das Radwegenetz hat noch nicht den Standard des kontinentalen West- und Mitteleuropas erreicht; viele ausgewiesene Radwanderwege führen auch über mäßig bis stark befahrene Straßen ohne eigene Fahrradspur. Besser sind die Bedingungen besonders im Bereich des Flußes Shannon.
  • Wandern: Die Bedingungen zum Wandern haben sich in den letzten Jahren verbessert; so sind lokale, regionale und überregionale Wanderwege ausgeschildert worden. Dabei kann es sich auch um kaum erkennbare Pfade handeln. Gutes Schuhwerk und Rucksackverpflegung sind empfehlenswert.
  • Festivals: Musikfestivals sind besonders an "langen Wochenenden" im Sommerhalbjahr zu erwarten.
  • Sprachen: Einen Aufenthalt in Irland kann man mit dem Erlernen der englischen Sprache verbinden, hierzu gibt es auch einschlägige Angebote. Ferner ist es zum intensiveren Studium englischer, irischer und schottischer Sprachvarianten einschließlich historischer Formen geeignet.
  • Pilgerreisen: Es gibt einige Ziele in Irland und in Nordirland, die im Zusammenhang mit der spätantiken/ frühmittelalterlichen Missionierung Europas durch die christlichen Kirchen in Verbindung stehen und das Engagement von Christen bei den vielfältigen Problemen und Konflikten in Irland hervorheben. Auch für Menschen mit anderweitigem religiösem Hintergrund gibt es erstaunliche Entdeckungen. Wer an organisierten Pilgerreisen interessiert ist, sollte sich an die entsprechenden Besucherzentren oder an die (katholischen oder anglikanischen) Diözesen wenden.

[Bearbeiten] Kaufen

Währungen: Die Republik Irland ist Teil der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, somit ist der Euro das offizielle Zahlungsmittel. In Nordirland ist das englische Pfund Sterling die anerkannte Währung; in der Republik wird das Pfund nicht anerkannt, genauso in Nordirland der Euro nicht. Umtauschmöglichkeiten sind allerdings viele vorhanden. Die Sehenswürdigkeiten nehmen den EURO zu unterschiedlichen Kursen an.

Lebensmittel: Lebensmittel sind teurer als in Deutschland, man findet aber eine gute Auswahl - wenn auch nicht so groß wie auf dem Kontinent. Große Supermarktketten sind Tesco und SuperValue (irisch/ britisch), wer eher "heimisches Essen" bevorzugt, kann auch zu Lidl oder Aldi gehen - letztere findet man in jeder größeren Stadt. Das beste Essen findet man allerdings, wenn man sich an Märkte in den Städten hält. In Metzgereien erhält man selten Wurstaufschnitt oder gekochten Schinken; das ist eher in Supermärkten und anderen Lebensmittelgeschäften erhältlich.

Getränke: In Supermärkten und Lebensmittelgeschäfte sind Softfdrinks und häufig auch Weine (meist aus der Südhalbkugel) erhältlich. Spirituosen, Biere und Cider sind in sogenannten "Off-Licence"-Shops oder -Abteilungen erhältlich. Dabei sind die Geschäfte, die Kneipen angeschlossen sind, nicht unbedingt teuerer, als Off-Licence-Abteilungen in Supermärkten. Nach 23:00 darf außerhalb von Pubs kein Alkohol mehr verkauft werden.

Öffnungszeiten: In Irland haben die Geschäfte meist unter der Woche kürzere Öffnungszeiten als in Deutschland (bis 18.00 Uhr), dafür kann man dann allerdings auch sonntags nachmittag shoppen gehen.

Tankstellen der großen Ketten (Esso, Shell) sind in der Regel 24 h geöffnet, allerdings bekommt man seine Ware ab ca. 23.00 Uhr nur noch am Schalter, die Tankstelle selber wird zugesperrt. Kleinere Ketten (Statoil, Texaco) haben meistens länger auf als die üblichen Geschäfte, aber selten rund um die Uhr. Im Gegensatz zu Deutschland sind Tankstellen hier nur unwesentlich teurer als Supermärkte. Die Spritpreise liegen generell bis zu 20 ¢ unter denen in Mitteleuropa, das Tanken ist also günstig.

Geschenke: Bei den Touristik-Informationsstellen und den Besucherzentren zu den Sehenswürdigkeiten sind häufig Shops mit typischen Souvenierartikeln angesiedelt. Manchmal hat man auch Glück und findet geschmackvollere und interessantere Angebote. Ein Beispiel dafür sind die Verkaufsstellen der Avoca-Handwavers.

[Bearbeiten] Küche

[Bearbeiten] Essen

Irische Küche kann sich in der Regel mit der auf dem Kontinent messen lassen, zumindest in den Restaurants. Wer lediglich schnell einen kleinen Snack haben will, findet praktisch überall eine große Auswahl an Sandwichbars, Fastfoodläden oder kleinen Imbissbuden. Die Qualität lässt dabei leider oft zu wünschen übrig. Für einen Erwachsenen sollte man einschließlich eines alkoholfreien Getränks etwa mit 10 EUR rechnen. Günstiger verpflegt man sich manchmal in SB-Restaurants und Imbissecken in Supermärkten. Als Getränke werden dort häufig "Smoothies" angeboten.

Die meisten Pubs bieten bis in den frühen Abend hinein eine kleine Auswahl warmen Bar Foods.

Typische Gerichte:

  • Irish Stew Eintopf mit Hammelfleisch, Kartoffeln und Gemüse, gut gewürzt
  • Shepherd's Pie Hammel- (oder Rind-) Fleisch mit Zwiebeln, mit Kartoffeln überbacken, meist serviert mit Gemüse und Kartoffeln
  • Chowder gehaltvolle Suppe mit Fisch und Gemüse, Seafood Chowder mit Meeresfrüchten

Empfehlenswert ist auf jeden Fall irisches Frühstück, das sich besonders in B&B-Unterkünften finden lässt: gebratener Schinken, gebackene Bohnen, black und white pudding (ähnelt Blut- und Leberwürstchen), Spiegelei, Tomate und Toast lassen den Tag gut beginnen. Man erhält es aber auch vielerorts als separate Mahlzeit, manchmal sogar den ganzen Tag. Dann kostet es etwa 8 EUR.

Wer in Restaurants ißt, bekommt in der Regel sehr gutes Essen, allerdings auch zu gepfefferten Preisen. Außer in einigen indischen Restaurants wo es schon mal Angebote für 15-17 € pro Person geben kann, muss man immer mit rund 20-25 € auch in Mittelklasseetablissements rechnen. Wein außerhalb zu trinken ist ein besonders teures Vergnügen und schlägt die ohnehin mehr als verdoppelten Preise der Supermärke noch einmal um Längen.

Wer gern Fisch ißt, kann sich z.B. an der Broschüre "BIM Seafood Circle Pub Lunch Guide" orientieren. Viele dieser Pubs bieten auch Abendessen. Informationen:

[Bearbeiten] Trinken

Viele Restaurants und Imbissbetriebe schenken keinen Alkohol aus oder beschränken den Alkoholausschank auf Wein.

Es gibt bekanntlich sehr viele Schankbetriebe (Pubs) in Irland. Für etwa 4 EUR erhält man ein alkoholisches Getränk (großes Glas Bier oder Cider, 187 ml Wein, 35 ml Wiskey).

In Irland hergestellt werden: Biere (Stout-Biere wie Guinness, Irish Ale wie Smithwicks, Lager bsp. Harp), Cider (Bulmer), Wiskey, Irish Cream (Baileys). Ansonsten sind häufig niederländische, amerikanische und dänische Biere sowie amerikanischer Wiskey und schottischer Wisky im offenen Auschank. Weine werden zumeist in der 187 ml-Flasche angeboten, zumeist aus Chile, Südafrika oder Australien.

[Bearbeiten] Nachtleben

Auch im kleinsten Ort findet sich in der Regel ein Pub. Dort holt man sich seine Getränke (zum Teil auch Knabbereien wie kleine Tüten mit Chips) selbst an der Theke und bezahlt gleich. Abends bieten Pubs oft Livemusik, was bereits am Tag durch entsprechende Hinweise angekündigt wird. Die Stimmung bei solchen Veranstaltungen ist einzigartig, auch, weil sie gut besucht werden. Man sagt, für den Iren ist der Pub ein zweites Wohnzimmer. Auch unter der Woche in kleineren Orten sind Pubs fast täglich gut besucht. Seit Anfang des Jahres 2004 gilt ein Rauchverbot sowohl in Restaurants als auch in Pubs. Einige dieser Lokale verfügen aber über einen Raum, der entweder nach aussen nur 3 Wände oder kein Dach hat - oft fehlt lediglich nur ein Teil des festen Dachs - und daher kann darin geraucht werden ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.

Jeder Pub der etwas auf sich hält hat mindestens 4-5 Sorten Bier von Fass im Angebot. Neben den lokalen Stout und Ale, gibt es meistens noch einheimisches und internationales Lager. Ein weiteres beliebtes Getränk ist Cider, eine Art Apfelsekt mit ca. 10% Alkohol.

Ein Pint Bier (0,568 l) kostet je nach Ort 3-5 Euro.

In den typischen Pubs wird man selten auf Sitzecken wie in deutschen Kneipen stoßen. Einige Besucher werden an der Bar sitzen oder die wenigen Hocker an kleinen Tischen in Beschlag genommen haben. An gut besuchten Tagen, wird aber die Mehrheit einfach irgendwo stehen. Wer in beliebte Pubs gehen will, sollte keine Platzangst mitbringen. Es kann gut und gern passieren, dass man sich auf dem Weg zur Bar durch eine dichte Menschenmasse durchwühlen muss. Wenn man dabei auch nur ansatzweise höflich und freundlich bleibt, braucht man sich jedoch keine Sorgen um den Rückweg mit vollen Gläser zu machen.

Pubs schließen unter der Woche (So-Do) in der Regel zwischen 23:00 und 0:00 Uhr und Fr-Sa um 1:00. Clubs dürfen bis 2:30 öffnen, sind allerdings auch deutlich teurer.

Es empfiehlt sich oft, im Hotel oder B&B den Betreiber nach einer Empfehlung für den Abend zu fragen. Gerade in großen Städten mit vielen Touristen haben sich regelrechte Touristenpubs entwickelt in die sich kein Einheimischer mehr verirrt und die ihre fehlende Atmosphäre durch die hohen Preise ausgleichen wollen.

[Bearbeiten] Unterkunft

  • Sehr verbreitet sind Hostels (Jugendherbergen), günstige Unterkünfte mit einfacher Ausstattung, aber Charme (um die 20 €/ Person pro Nacht). Sie bestehen oft aus Mehrbettzimmern, manchmal auch nach Geschlechtern getrennt. Für Frühstück muss man selber sorgen, aber es sollte eine kleine Kochmöglichkeit vorhanden sein, meist ist auch "Grundbedarf" wie Teebeutel, Salz oder Zucker vorhanden. Man braucht im Gegensatz zu Deutschland keinen Jugendherbergsausweis und es gibt auch keine Altersbeschränkung. Ein Verzeichnis über alle Hostels in Irland bekommt man über die dortige Tourismusorganisation, meist findet sich auch im Sommer noch ein freies Bett. Eine gute Anlaufstelle ist beispielsweise Hostels.com.
  • Eine weitere Möglichkeit der Unterbringung sind die sog. B&B's, die Bed&Breakfasts. Es handelt sich hier um Unterkünfte, die von Privatpersonen zur Verfügung gestellt werden. Sie bieten oft eine ausgezeichnete Qualität und lassen sich auch vor Reiseantritt buchen. Wer außerhalb der Hauptsaison (Juli-August) unterwegs ist, kann auch einfach auf gut Glück nach den B&B-Schildern Ausschau halten, die sich auch im kleinsten Dorf finden. Klassisches irisches Frühstück ist inklusive, es gibt aber auch kontinentales. Preislich bewegt man sich um die 25-35 €/ Person pro Nacht wobei vor allem in größeren Städten (Dublin, Galway) die Preise in der Hauptsaison ansteigen und selten B&B unter 35 Euro zu finden sind. 40-45 Euro sind eher die Regel als Seltenheit.
  • Es gibt auch viele Ferienwohnungen, oftmals in "Cottages" (Landhäusern), die noch den Geist des alten Irland atmen. Man sucht im Internet unter "self catering accommodation"

[Bearbeiten] Camping

  • Zahlreiche Campingplätze laden Sie auf der "grünen Insel" zu einem unvergesslichen Urlaub ein. Prinzipiell ist es aber im ganzen Land erlaubt wild zu campen, ausgenommen von Nationalparks o.ä. wo dies durch Schilder verboten wird. Es gibt deutlich weniger Campingplätze als im kontinentalen West- und Mitteleuropa. Wohnmobile müssen täglich umgeparkt werden.
  • Der Preisanstieg ist deutlich. Bitte gelegentlich die Preisangaben aktualisieren!

[Bearbeiten] Lernen

In Irland gibt es 7 Universitäten, davon 4 in Dublin und weitere in Galway, Cork, Maynooth und Limerick. Jeder bedeutende Ort hat ein Institut of Technology, was vom Bildungslevel irgendwo zwischen Berufskolleg und Fachhochschule liegt.

[Bearbeiten] Arbeiten

Da Irland Mitglied der Europäischen Union (EU) ist, braucht man keine Aufenthalts- oder Arbeitsgenehmigung, um in Irland zu arbeiten.

Durch die florierende Wirtschaft (3% Arbeitslosigkeit) ist Irland, gerade in den letzten Jahren, für viele Europäer attraktiv geworden, die in ihrem Heimatland keine Arbeit gefunden haben.

Die IT-Branche boomt, Zentren sind in der Republik hier Dublin und Cork. Wenn man längerfristig Arbeit sucht, ist es von Vorteil, sich an größere Firmen zu halten; sie ermöglichen meistens einen leichteren Einstieg ins irische Arbeitsleben.

Irland hat mit die höchsten Löhne Europas, 2007 lag der Mindestlohn bei 8,30 EUR pro Stunde.

[Bearbeiten] Feiertage

Diese Feiertage werden in der Republik Irland begangen. Im nordirischen Teil der Insel fallen einige Feiertage weg und andere kommen hinzu.


Termin Name Bedeutung
1. Januar New Year's Day Neujahr
17. März St. Patrick's Day Feiertag des irischen Nationalheiligen
Mo. nach Ostern Easter Monday Ostermontag
1. Mo. im Mai May Bank Holiday Bankfeiertag zum Tag der Arbeit
1. Mo. im Juni June Bank Holiday Bankfeiertag
1. Mo. im August First Monday in August Bankfeiertag
Letzter Mo. im Oktober Last Monday in October Bankfeiertag
25. Dezember Christmas Day Weihnachten (1. Weihnachtsfeiertag)
26. Dezember Boxing Day Weihnachten (2. Weihnachtsfeiertag)

[Bearbeiten] Sicherheit

Irland ist generell ein sehr sicheres Reiseland. Schwerkriminalität gibt es kaum, allerdings sollte man als Tourist die üblichen Sicherheitsvorkehrungen vor Diebstahl treffen.

[Bearbeiten] Gesund bleiben

  • Seit März 2004 sind fast alle Arbeitsplätze, was Bars, Restaurants, Cafés etc. einschließt, rauchfrei. Hotels und Bed&Breakfasts müssen nicht rauchfrei sein, sind es aber in den meisten Fällen.
  • Die Unfallzahlen in Irland steigen aufgrund wachsender Verkehrsdichte. Touristen und besonders Kinder sind durch den ungewohnten Linksverkehr, fehlende Fuß- und Radwege, unübersichtliche Grundstücksausfahrten gefährdet.
  • Es gibt ein ausreichend dichtes Angebot an Krankenhäusern, Ärzten und Apotheken, auch in relativ kleinen Ortschaften.

[Bearbeiten] Klima

Dublin Jahresklima

Das einzig beständige am Wetter ist, dass es sich ändern wird. Ein Ire würde sich wahrscheinlich über das langweilige Wetter in Deutschland nur ärgern, dort ist es schließlich sechs Monate warm und dann sechs Monate kalt. In Irland ist das da schon wesentlich spannender. Der normale Tourist wird das Klima als eher kühl empfinden. Wirklich heiße Tage mit über 30 °C gibt es eigentlich nicht, wirklich kalte mit lang anhaltendem Frost aber dafür auch nicht. Das Wetter wechselt sehr häufig und ein sonniger Morgen ist alles andere als ein Garant für einen schönen Tag. Es empfiehlt sich eigentlich immer, einen Schirm oder eine Regenjacke dabei zu haben. Es ist völlig normal, dass es bis zu zehnmal am Tag regnet, wobei der Regen dabei meist sehr sanft fällt. Auf Englisch wird er übrigens Irish Mist genannt und gilt eher als erhöhte Luftfeuchtigkeit. In den kühleren Monaten von Oktober bis April sollte die Kleidung auch auf den recht unangenehmen Wind vorbereitet sein. Von einem Besuch im Dezember oder Januar kann eigentlich nur abgeraten werden. Zu den heftigen Winden kommt dann fast täglich kalte und sehr nasse Luft um die 0 °C, manchmal sogar etwas Schnee. Als Faustregel gilt, dass der Westen der Insel besonders an den Küsten auf Grund des Atlantiks noch etwas rauer ist, als der Rest der Insel.

[Bearbeiten] Respekt

Irland ist fest im westlichen Kulturkreis verankert, weshalb man kaum etwas wirklich falsch machen kann. Die jüngeren Iren unterscheiden sich in ihren Ansichten und Verhaltensweisen durch nichts von französischen, englischen oder deutschen Altersgenossen. Man sollte jedoch immer bedenken, dass das Land nach wie vor sehr katholisch ist. Gerade älteren Leuten gegenüber sollte man sich also mit Kritik an der Kirche und ihren Vorstellungen etwas zurück halten. Zum Nordirlandkonflikt sollte man sich ebenfalls nur äußern, wenn man über mehr als nur Halbwissen verfügt. Die Taten der IRA pauschal zu verurteilen ohne deren Geschichte und postive Seiten zu kennen ist zum Beispiel keine gute Idee.

[Bearbeiten] Kommunizieren

Iren lernt man schnell, vor allem auch im Pub, kennen. Sie sind sehr offen und kommunikationsfreudig; wer Englisch kann, kann sich auch verständigen, das Verstehen des anderen fällt durch den starken Dialekt dagegen manchmal etwas schwerer. Notfalls unterhalten sich die meisten Iren auch mal mit Händen und Füßen. Schwierige Themen können Religion und Politik sein, diese evtl. nicht selbst ansprechen oder kritisieren.

Botschaften:

[Bearbeiten] Literatur

  • Wer darauf angewiesen ist, auch schlecht ausgeschilderte Straßen zu befahren, sollte Karten 1:50000 besorgen; sie sind meist vor Ort erhältlich. Dort sind auch viele Wanderrouten und Radwanderrouten enthalten.
  • Straßenkarten für ganz Irland sollten nicht älter sein als zwei Jahre, weil das Straßennetz ausgebaut wurde. In abgelegenen Gegenden wie beispielsweise die Halbinseln im Südwesten und im Norden der Republik (Donegal, Cavan) erfolgt die Erweiterung des Straßennetzes sehr viel langsamer; hier sind deutlich ältere Karten noch weitgehend aktuell.
  • Radwanderer sollten durchgängig aktuelles Kartenmaterial verwenden.

[Bearbeiten] Weblinks

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