Hilfe:FAQ Karten und Bilder
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[bearbeiten] Häufige Fragen bei der Anfertigung von Landkarten, Stadtplänen usw.
Die Antworten auf die hier gestellten Fragen richten sich an Benutzer, die bisher keine oder nur wenig Erfahrung in dieser Materie haben. Einige Sachverhalte sind daher stark vereinfacht und eher von der praktischen Seite her dargestellt.
Auch diesen Artikel kann jeder ergänzen, berichtigen oder durch neue Fragen erweitern. Auch kann jeder die hier gestellten Fragen beantworten oder dazu auf der Diskussionsseite Stellung nehmen.
Für die Herstellung von Karten und Plänen mit dem Programm Inkscape möchte ich auf den bereits bestehenden sehr ausführlichen Artikel hinweisen. Die hier behandelten Fragen sind nicht an ein bestimmtes Grafikprogramm gebunden.
[bearbeiten] Die Anfertigung
- Ich möchte einen Plan anfertigen, der später mit einem Drucker ohne Probleme auf DIN A4 ausgegeben werden kann. Was muss ich beachten?
- Stelle in deinem Grafikprogramm zunächst eine Auflösung von 300 DPI (300 Punkte pro Zoll) ein. Diese Auflösung stellt einen guten Kompromiss zwischen Ausgabequalität auf dem Drucker und Speicherbedarf auf dem Server dar. Dann wähle das DIN-A4-Format als Vorgabe und markiere rundherum einen Bereich von 7 mm als nicht bedruckbaren Bereich, da viele Drucker einen schmalen Bereich am Rand nicht bedrucken können.
- Mein Grafikprogramm bietet aber diese Möglichkeiten nicht, was sollte ich einstellen?
- Wähle einfach 2300 x 3300 Pixel als Format für DIN-A4 im Hochformat, das ergibt eine Zeichenfläche von ca. 19,5 x 28 cm. Ein Rand ist also schon berücksichtigt.
- Etwa 4 bis 5 mm, also etwa 45 - 60 Pixel bei (300 DPI Auflösung).
- Wie bekomme ich einen Anhaltspunkt wie mein Plan (DIN-A4) später auf dem Drucker aussieht?
- Vergrößere bzw. verkleinere die Darstellung deiner Zeichenfläche mit der Zoomfunktion deines Grafikprogramms so lange, bis die Seitenlänge etwa 21cm x 30 cm auf dem Bildschirm beträgt. Falls dein Monitor kleiner als 15" ist, wirst du nun zwar nur einen Teil der Fläche sehen, aber dafür etwa in Originalgröße. Wenn du jetzt die Beschriftung einwandfrei lesen kannst und die Signaturen gut zu erkennen sind, dann liegst du mit den gewählten Schriftgrößen usw. richtig.
- Was sollte ich beachten, damit die spätere PNG-Datei nicht unnötig groß wird?
- Das PNG-Format benutzt zum Komprimieren der Grafiken das ZIP-Verfahren. Dieses Verfahren ist völlig verlustfrei. Es zeigt besonders bei großen einfarbigen Flächen seine größte Wirksamkeit. Man sollte unbedingt Farbverläufe, Rasterungen oder Schraffierungen, Vignetten und ähnliche Techniken vermeiden, da das ZIP-Verfahren wegen der Verlustfreiheit hier jedes einzelne Pixel beschreiben müsste.
- Wie kann ich mir das ZIP-Komprimierungsverfahren vorstellen?
- Das Prinzip ist einfach (Dabei gibt natürlich noch viele, hier nicht beschriebene Verfeinerungen Wikipedia). Um ein Bild zu beschreiben wird in etwa die folgende Technik angewandt: Um z.B. eine einfarbige 20000 Pixel große Fläche mit der Farbe rosa zu beschreiben genügt: 20000 Pixel rosa. Die gleiche Fläche, aus roten und weißen Pixeln bestehend (gerastert), sieht auch rosa aus. Das bedeutet für das verlustfreie ZIP-Verfahren aber einen riesigen Beschreibungsbedarf: 1 Pixel rot , 1 Pixel weiß, 1 Pixel rot, 1 Pixel weiß, ... Ich erspare mir hier den restlichen Text. So erzeugt man jedenfalls Mega-Grafiken, die ein DIN-A4-Format bei 300 DPI leicht auf eine 4-5 Megabite-PNG-Datei anschwellen lassen.
- Wie viele Farben sollte ich einstellen?
- Für Landkarten und Stadtpläne u.ä. reichen 256 Farben völlig aus. Damit kann enorm Speicherplatz gespart werden. Für die Speicherung werden lediglich 8 Bits pro Pixel benötigt. Für Grafiken im "Echtfarben-Format" benötigt man dagegen 24 Bit pro Pixel. Die Datei würde dadurch 3x so groß, ohne jeden Vorteil.
- Ich möchte die Landschaftsformen aber durch Schattierungen im Rasterformat hervorheben. Ist eine andere Lösung möglich?
- Falls dein Grafikprogramm die Möglichkeit bietet, verwende lieber halbtransparente graue Flächen für die Geländedarstellung. Hier entstehen nur wenige Mischtöne, die eine kaum spürbare Erhöhung der Dateigröße verursachen.
- Welchen Massstab soll ich für einen Stadtplan wählen?
- Es kommt hier sehr auf die Dichte des Straßennetzes der Stadt an. Für das (Alt-)Stadtzentrum einer deutschen Stadt wie z.B Aschaffenburg ist der Maßstab ca. 1:10000 m.E. ideal. Bei sehr engen Innenstädten kann auch 1:7500 erforderlich sein. Für planvoll gebaute Städte ist auch etwa 1:20000 immer noch ausreichend um fast jede Straße darstellen zu können. Hier kannst du einige Beispiele sehen. Bitte schaue dir die Beispiele in der hochauflösenden Version an. Nur so kannst du alle Einzelheiten erkennen. Falls dein Browser die Bilder auf die Bildschirmgröße verkleinert, benutze bitte die Lupenfunktion.
[bearbeiten] Das fertige Produkt
- Ich möchte meine Landkarte als PNG-Datei speichern. Was muss ich beachten?
- Durch eine falsche Parameterwahl können die bei der Anfertigung gemachten Bemühungen schnell zunichtegemacht werden. Jedes Programm bietet hier andere Parameter an. Die wichtigsten betreffen die Farbtiefe und die Art der Komprimierung.
- Welche Komprimierungsstufe sollte ich wählen, um das beste Ergebnis zu erzielen?
- Wähle immer die höchste Komprimierungsrate. Diese erzeugt die kleinsten Dateien. Einen Qualitätsverlust musst du nicht befürchten, denn hier erhöht sich nur die Rechnerzeit bei der Erzeugung der PNG-Datei etwas, da bei den besseren Komprimierungsraten die Quelldatei mehrfach bearbeitet wird (unter anderem) um eine kleinere Datei zu erhalten.
- Beim Speichern werden mehrere Farbmodelle angeboten. Welche sollte ich wählen?
- 256 Farben, wegen des geringeren Speicherbedarfs.
- Mein Programm bietet verschiedene Möglichkeiten der Farbanpassung an. Welche ist die richtige?
- Die richtige Methode ist "individuelle 256-Farb-Palette". Farbangleichung an die "nächst beste" Farbe. Hier nicht Rasterung, Dithering o.ä. wählen"
- Wie stelle ich diese Parameter bei dem von mir genutzten Programm (Zoner Draw3) ein?
- Das Programm bietet zahlreiche Exportmöglichkeiten. Durch diese Vielfalt ist die Eingabe der richtigen Werte in den insgesamt 5 Eingabefenstern etwas kompliziert. Hier kannst du die richtigen Einstellungen ersehen. Damit kannst du z.B. eine 7 MB große Bitmap in eine etwa 350 kB kleine Datei speichern. Und das alles ohne jede Qualitätseinbuße.
- Ich kann aber nur BMP oder PNG mit 16,7 Mio. Farben als Bitmap ausgeben. Wie erzeuge ich daraus eine PNG-Datei mit 256 Farben?
- Die Datei zunächst als BMP oder PNG ausgeben. Danach in ein Bildbearbeitungsprogramm (z.B. IrfanView für Windows) einlesen und unter Beachtung der oben genannten Hinweise als PNG-Datei ausgeben.

