Heldrastein

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Der Heldrastein ist ein Aussichtsberg an der mittleren Werra. Er liegt im Bereich der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Treffurt und Wanfried.

Aussichtsturm "Turm der Einheit"
Aussichtsturm "Turm der Einheit"

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Hintergrund

Turm der Einheit - vom Feindes- zum Freudschaftssymbol

Bereits 1890 wurde ein erster Aussichtsturm auf der Erhebung errichtet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dieser Turm 1952 abgerissen und der Berg Sperrgebiet. Es folgte der Bau von Abhöranlagen mit Radarturm. Auf dem Gipfel wurden Soldaten stationiert. Die STASI betrieb die Abhöranlagen. In den Zeiten des Kalten Krieges war der Heldrastein nun ein Horchposten des Ostens.

Nach der Wende wurde der Radarturm vom "Feindes-" zum "Freudschaftssymbol". Aufgrund des Einsatzes der lokalen Bevölkerung beiderseits der Grenze wurde der Turm nicht demontiert, sondern 1996 mit Hilfe von EU-Geldern und zahlreichen Spenden aus der Region in den heutigen Aussichtsturm verwandelt. Heute trägt das Bauwerk den symbolträchtigen Namen "Turm der Einheit". Die tragende Konstruktion des abgespannten Bauwerks besteht übrigens aus Aluminium.

Eine umfangreiche, geschichtliche Dokumentation zum Heldrastein ist auf den Seiten der Interessengemeinschaft Heldrastein zu finden.

Talblick von der Aussichtsterrasse des Heldrastein ins Werratal. Vorne in der Bildmitte ist das Dorf Heldra zu erkennen. Am Feldweg, der auf den Wald zugeht, bietet es sich für Radtouristen an das Fahrrad abzuschließen und die Wanderung zu beginnen. Vorn links im Panorama liegt übrigens Großenburschla, ganz rechts Treffurt.
Talblick von der Aussichtsterrasse des Heldrastein ins Werratal. Vorne in der Bildmitte ist das Dorf Heldra zu erkennen. Am Feldweg, der auf den Wald zugeht, bietet es sich für Radtouristen an das Fahrrad abzuschließen und die Wanderung zu beginnen. Vorn links im Panorama liegt übrigens Großenburschla, ganz rechts Treffurt.

[Bearbeiten] Anreise

[Bearbeiten] Auf der Straße

  • B 7 Kassel - Eisenach
  • zwischen Ifta und Creuzburg auf die B 250 Richtung Treffurt abbiegen
  • vor Schnellmannshausen links zum KFZ-Parkplatz ins Märtal abbiegen (bei der Ansiedlung "Schrapendorf"). Von hier führt ein Fahrweg auf den Berg (für KFZ gesperrt: Wegstrecke einfach ca. 4 km mit ca. 200 Höhenmetern)
  • Kürzesster Weg zum Gipfel: KFZ-Parkplatz an der Straße Schnellmannshausen - Großenburschla. Von hier führt ein landschaftlich attraktiver Treppenweg auf den Berg (über 400 Stufen mit ca. 160 Höhenmeter; Weglänge: 1,1 km; siehe auch Abschnitt "zu Fuss")

[Bearbeiten] Mit der Bahn

Die nächsten Bahnstrecken am Berg sind Göttingen - Bebra bzw. Bebra - Eisenach (beide jeweils ca. 20 km entfernt). Es ist daher zweckmäßig mit Rad & Bahn oder mit dem eigenen PKW anzureisen.

[Bearbeiten] Mit den Fahrrad

Mit den Rad reist man am besten über den Werratal-Radweg an (nächste Bahnstationen im Werratal: Eschwege-West bzw. Hörschel). Es bietet sich eine Wanderung vom Dorf Heldra auf den Berg an (siehe Abschnitt zu Fuß).

[Bearbeiten] Zu Fuß

Der Treppenweg im Buchenwald
Der Treppenweg im Buchenwald

Wanderung ab Heldra: Wegelänge: ca. 2,5 km einfach mit 340 Höhenmetern; Gehzeit: etwa 1 Stunde bergan; der obere Teil ist ein Treppenweg mit mehr als 400 Stufen.

Vom Dorf Heldra kann man eine schöne Wanderung auf den Berg unternehmen. Dazu quert man in Heldra die Werra an der Feldwegbrücke und fährt mit dem Rad bis zum Waldrand (auf ca. 180 m Höhe). Hier stellt man das Rad ab (das Auto muß man bereits im Dorf Heldra zurücklassen). Zu Fuß geht es durch den Mischwald stetig ansteigend zur Landstraße Großenburschla - Schnellmannshausen hinauf (die Wanderwege sind nichts für bepackte Tourenräder). Hier am KFZ-Parkplatz hat man etwa die Hälfte der Höhe und des Wege geschafft (ca. 340 m). Bis zum Gipfel sind es "nur" noch 1,1 km. Übrigens gibt es am Parkplatz überdachte Rastmöglichkeiten.

Ab dem Parkplatz beginnt der eigentlich interessante Teil des Weges. Über einen gut ausgebauten Treppenweg geht es weiter steil bergan durch den Buchenwald. Wer unterwegs eine Verschnaufpause einlegen möchte, kann die Bänke am Weg nutzen. Zum Teil hat man schöne Talblicke. Man nähert sich stetig den Nordabstürzen des Heldrastein, die der Weg in einem letzten Kraftakt überwindet. Nach mehr als 400 Stufen wird das Gipfelplateau auf etwa 490 m Höhe erreicht. Bis zum Gipfel (503,8 m) sind es von hier noch ca. 400 - 500 gemütliche Meter auf einem breiten Fahrweg.

[Bearbeiten] Mobilität

Der als Naturschutzgebiet ausgewiesene Berg ist mit den KFZ nicht zugänglich. Zu Fuß stehen aber zahlreiche Wanderwege zur Auswahl. Von Süden (ab KFZ-Parkplatz Martal im Bereich der B250 südlich von Schnellmannshausen) führt auch ein Fahrweg auf den Berg. Dieser Weg ist kinderwagen- und fahrradtauglich.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Turm der Einheit - Der 25 m hohe Turm ist in der Regel frei zugänglich. Vom evtl. geschlossenen Eingangsgitter nicht abschrecken lassen. Es ist nur angelehnt. Der Eintritt zum Bauwerk ist frei. Die Interessengemeinschaft Heldrastein bittet aber um eine Spende für die Erhaltung des Turms (Spendenbox am Turmeingang). Von der Turmstube hat man durch verschiedene Fenster (nicht zu öffnen) Ausblicke in alle Himmelsrichtungen. In der Stube gibt es ein Turmbuch, in das man sich eintragen kann. An den Wänden hängen Dokumente (Zeitungsartikel usw.) die über die Geschichte der Region im Kalten Krieg und zur Wende berichten. Für Kinder gibt es übrigens eine zweistufige Fußbank, damit auch sie aus dem Fenster schauen können.
  • Aussichtsterrasse - Vom frei zugänglichen Aussichtspunkt auf der Felsklippe hat man einen schönen Blick ins 300 m tiefer gelegene Werratal. Entfernungstafeln erklären das Panorama. Wer die Aussicht näher heranholen möchte, kann ein Münzfernglas benutzen (50 Cent). Ferner liegt ein Gipfelbuch für Einträge bereit. Tische und Bänke für ein Picknick sind ebenfalls vorhanden.
  • Naturlehrpfad auf dem Gipfelplateau

[Bearbeiten] Aktivitäten

  • Wandern - Ganzjährliche Gruppenführungen für alle Altersklassen ab Kindergarten, Schulen, Vereine, Betriebsausfüge bis Senioren; Anmeldungen: Tel. 05655/8259

[Bearbeiten] Küche

  • Die Flo­ri­an-Hen­ning-Hüt­te ist in der Zeit vom 1. Mai bis 31. Ok­to­ber immer Sonntags durch die IG Heldrastein bewirtschaftet. Die beheizbare Schutzhütte ist dann von 10 - 17 Uhr ge­öff­net. Die Erlöse aus den Umsätzen werden wieder in die Anlagen auf dem Berg investiert.

[Bearbeiten] Unterkunft

  • Eine Übernachtungsmöglichkeit besteht auf dem Berg nicht.
  • Aber in Treffurt, Schnellmannshausen oder auch Heldra lässt es sich preiswert und gut übernachten, z. B. in der www.Steube-Heldra.de (Ferienwohnung).

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

Der Handyempfang auf dem Berg ist möglich, denn man hat einen Rundumblick von 80 km.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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