Hann. Münden
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Die „Dreiflüssestadt“ Hannoversch Münden ist eine hübsche Fachwerkstadt in Niedersachsen an der Grenze zu Hessen. Das vielbesuchte Städtchen liegt am Zusammenfluss von Fulda und Werra, die sich hier zur Weser vereinigen.
| Hann. Münden | |
| Einwohner: | 24.600 · (Dez. 2008) |
|---|---|
| Tourist- Information: | Rathaus / Lotzestraße 2 Tel.: 05541 - 75 313 · Internet tourist-info@hann.muenden.de |
| Lage
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Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Hintergrund
[Bearbeiten] Lage
Hann. Münden liegt am Zusammenfluss von Werra und Fulda zur Weser, direkt an der Grenze zu Hessen. Zu Hann. Münden gehören die Stadtteile Hedemünden (an der Werra), Bonafort (an der Fulda), Gimte, Volkmarshausen, Hemeln (an der Weser), Mielenhausen, Wiershausen, Lippoldshausen (im Weserbergland, nördlich der Werra und östlich der Weser).
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Nachbargemeinden sind: An der Weser Oberweser, Reinhardshagen (gehören zu Hessen), an der Werra Witzenhausen (zu Hessen), an der Fulda Staufenberg (Niedersachsen) und Ihringshausen (Hessen). Bereits im Leinetal liegt der Hauptort der Nachbargemeinde Rosdorf. Im Weserbergland östlich von Werra und Weser liegen Adelebsen, Niemetal, Bühren, Scheden (Niedersachsen).
Kreisstadt ist Göttingen; nächstgelegene Großstadt jedoch ist Kassel.
[Bearbeiten] Anreise
[Bearbeiten] Mit dem Flugzeug
- Flughafen Paderborn/Lippstadt - 100 km westlich gelegen, ist in 2½ Stunden mit Bahn (bis Paderborn) und Bus erreichbar.
- Flughafen Hannover, 2 1/4 Stunden Fahrtzeit mit der Bahn über Göttingen
- Flughafen Frankfurt am Main, 2½ Stunden über Kassel-Hauptbahnhof bzw. Kassel-Wilhelmshöhe
[Bearbeiten] Mit der Bahn
Die Stadt liegt an den Bahnstrecke Kassel Wilhelmshöhe - Witzenhausen (DB und Erfurter Bahn) und Kassel Hauptbahnhof - Göttingen (Cantus). In Hann. Münden halten Züge des Regionalverkehrs. Die Dreiflüssestadt gehört zum Nordhessischen Verkehrsverbund und zum Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen. Vom Bahnhof Hann. Münden läuft man ca. einen knappen Kilometer bis zum östlichen Rand der Altstadt.
Ein weiterer Haltepunkt befindet sich im Stadtteil Hedemünden an der Werra; hier halten Cantus und Erfurter Bahn.
Nächstgelegener ICE-Halt ist Kassel-Wilhelmshöhe. Verbindungen aus dem Rhein-Main-Gebiet führen teils über Kassel Hauptbahnhof, Verbindungen aus Norddeutschland führen teilweise über Göttingen, Verbindungen aus Thüringen und Sachsen-Anhalt führen teils über Witzenhausen.
[Bearbeiten] Auf der Straße
Von der Autobahn A 7 (Kassel- Göttingen) erreicht man die Stadt über folgende Ausfahrten:
- Ausfahrt Nr. 76: Hann. Münden/ Staufenberg-Lutterberg (von Kassel aus)
- Ausfahrt Nr. 75: Hann. Münden-Hedemünden (von Göttingen bzw. Halle aus)
Parkplatz "Weserstein": Wer mit dem Auto anreist, nutzt am besten diesen Großparkplatz auf dem Tanzwerder. Von ihm kann man problemlos die Fachwerkaltstadt über eine Fussgängerbrücke erreichen.
[Bearbeiten] Mit dem Schiff
- Es bestehen einige Fährverbindungen über die Weser
- Unbedeutend ist die gewerbliche Schifffahrt
- Es werden Ausflugsfahrten angeboten
- Weser, Werra und Fulda sind für Sportboote befahrbar, sie können in Hann. Münden anlegen.
[Bearbeiten] Mit dem Fahrrad
Hann. Münden liegt an drei bekannten Radfernwegen, die hier zusammen treffen:
- Fulda-Radweg · (steigungsarme Route über Kassel und Fulda als Teil der Natiolnalroute D 9 Richtung Süddeutschland)
- Werratal-Radweg · (Anschluss über Witzenhausen und Eschwege nach Thüringen)
- Weserradweg · (beliebte Route über Bad Karlshafen und Höxter an die Nordsee)
Außerdem beginnt der Weser-Harz-Heide-Radweg in Hann. Münden. Dieser bergige Radfernweg führt auf 400 km über Göttingen und den Harz nach Lüneburg.
[Bearbeiten] Mobilität
Einen Rundgang durch die Fachwerkaltstadt unternimmt man am besten zu Fuß. Große Teile des historischen Stadtkerns sind Fußgängerzone.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Altstadt
- Fachwerkaltstadt: In der Altstadt stehen mehr als 700 Fachwerkbauten. Weitergehende Informationen zu den einzelnen Bauten sind im Archiv "Häuserspuren" auf Hann. Münden zu finden.
- Marktplatz mit Weserrenaissance-Rathaus - Die Renaissancefassade des schmucken Gebäudes stammt von 1603. Sehenswert ist u. a. die prächtige Eingangstür. Das 'Doktor Eisenbart Glockenspiel' mit Figurenparade ertönt um 12:00 Uhr, 15:00 Uhr und 17:00 Uhr. Es zeigt Szenen aus dem Leben des berühmten Arztes.
- Kirchplatz mit St. Blasius Kirche und Fachwerkbauten
- Historische Werrabrücke - Steinbogenbrücke von 1250
- Welfenschloss - Erbaut im 16. - 18. Jahrhundert; Sitz des Stadtmuseums
- Reste der Stadtmauer - Tortürme und Mauerreste sind erhalten
- Fährenpfortenturm - Sitz des Museums für Arbeit. Der Turm kann bestiegen werden.
Öffentliche Stadtführungen
Die 70 minütigen Führungen finden vom 1. Mai bis 3. Oktober täglich um 14 Uhr statt. Treffpunkt ist die Tourist-Information am Rathaus. (4,50 € für Erwachsene). Die Führungsthemen wechseln je nach Tag. (05-2007)
[Bearbeiten] Kirchen
- St. Blasius Kirche am Kirchplatz - Die geräumige Hallenkirche wurde zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert. errichtet. Im Innnern des Bau sind noch die Reste einer romanischen Basilika sichtbar (Vorgängerbau). Das Gotteshaus besitzt eine reiche Innenausstattung (u. a. Taufbecken von 1392, Kanzel)
- St. Agidienkirche - ein erster Vorgängerbau (12. Jahrhundert) wurde 1628 durch eine Explosion zerstört. 1684 wurde ein neues Gotteshaus errichtet. An diesem befindet sich an der Nordseite die Gruftplatte der Ruhestätte von Doktor Eisenbart.
[Bearbeiten] Weserstein
Wo Fulda und Werra sich küssen, "entspringt" die Weser.
Wenn man von der Altstadt zum Weserstein möchte, muss man zuerst einen Großparkplatz queren. Man sollte sich davon aber nicht abschrecken lassen - der Weserursprung ist trotzdem sehenswert.
Zur "Weserquelle": Den Zusammenfluss von Werra und Fulda bezeichnet man auch als "Weserursprung". Das Flusssystem aus Werra, Fulda und Weser besitzt mit 744 km den längsten deutschen Flusslauf (Werra/ Weser). Flusslängen: Weser: 452 km; Werra: 292 bzw. 298 km (je nach Quelle); Fulda: 218 km
Die Inschrift:
"Wo Werra sich und Fulda küssen,
Sie ihre Namen büssen müssen.
Und hier entsteht durch diesen Kuss,
Deutsch bis zum Meer der Weser Fluss.
Hann. Münden, den 31. Juli 1899"
Der Stein besteht übrigens aus Süßwasserquarzit. Er wurde vom Hann. Mündener Industriellen Natermann gestiftet. Herr Natermann hat auch die Inschrift vorgegeben. Der Felsbrocken steht unter einer großen Kastanie. Auf der schattigen Rundbank ist es auch an heißen Tagen angenehm kühl.
[Bearbeiten] Aussichtsturm Tillyschanze
- Lage: Der 25 m hohe Aussichtsturm liegt am Osthang des Reinhardswaldes.
- Zugang vom Grossparkplatz auf dem Tanzwerder (Fußweg): Fußgängerhängebrücke über die Fulda - Fischerweg - Querung der Veckerhägerstraße an der Fussgängerampel - die Veckerhägerstraße ca. 100 m links entlanggehen - rechts zweigt zwischen des Häusern ein Fußweg zur Tillyschanze ab (Hinweisschild), Achtung: der leichte Bergpfad ist nicht "stöckelschuhtauglich"
- Zugang von der Pionierbrücke: Straßenbrücke über die Fulda (Pionierbrücke) -an der Ampel links in die Wilhelmshäuserstraße - nach ca. 200 m zweigt rechts der Tillyschanzenweg ab - dieser geht in einen geschotterten Fussweg zum Turm über.
- Aussichtsturm Tillyschanze: schöner Blick auf Hann. Münden; Sehenswertes Turmzimmer;
- Eintritt : Erwachsene: 1,10 €; (zu bezahlen in der Waldgaststätte)
- Öffnungszeiten: zu den Öffnungszeiten der Waldgaststätte: Mai - Oktober täglich ab 10 Uhr, Mo ist Ruhetag; November - April: täglich ab 11 Uhr; Mo und Di sind Ruhetage. Das Personal der Gaststätte öffnet nach Bezahlen des Eintritts die Tür am Turm mit einem elektrischen Türöffner (Datenstand 10-2008).
- Ausflugsgastronomie: Beschreibung siehe Abschnitt Küche
- Infos: Aussichtsturm Tillyschanze
[Bearbeiten] Museen
- Stadtmuseum im Welfenschloß
- Das Museum zeigt u. a. eine Sammlung zur Stadtgeschichte. Die Sammlung geht auch auf den Handel zu Land und zu Wasser ein, der Hann. Münden wohlhabend gemacht hat. Des Weiteren ist eine Sammlung von Erzeugnissen der Mündener Fayance-Manufaktur zu sehen. Gezeigt werden u. a. prächtige Netzvasen. Eine Ausstellung mit Skulpturen des Bildhauers Gustav Eberlein rundet ergänzt das Ausstellungsangebot.
- Öffnungszeiten:
- Mo und Di: geschlossen
- Mi - Fr: 10:00 - 12:00 und 14:30 - 17:00 Uhr
- Sa: 10:00 - 12:00 und 14:30 - 16:00 Uhr
- So: 10:00 - 12:30 Uhr
- Museum für Arbeit im Fährenpfortenturm (auch Hagelturm genannt). Hier wurde einst Bleischrot im Gießverfahren hergestellt. Das Blei wurde dabei in flüssigem Zustand (in Tropfenform) im Turm hinabfallen gelassen. In der Turmspitze ist noch die historische Schmelzwerkstatt erhalten. Im Nebengebäude des Turm liegt das Museum. Gezeigt werden hier u. a. Maschinen, die zur Bleischrotverarbeitung eingesetzt wurden (z. B. eine Sortieranlage). In einem Raum ist ein schönes mittelalterliches Hafenmodell von der Hann. Münden zu sehen. Auch kann man eine kleine internationale Weihnachtskartensammlung anschauen.
- Rundsicht: Vom Dach des 42 m hohen Turm hat man eine schöne Rundsicht über Hann. Münden.
- Öffnungszeiten: Sa und So von 12 - 17 Uhr
- Eintritt: Erwachsene: 2 € Kinder: 1 €
[Bearbeiten] Parks und Gärten
- Forstbotanischer Garten - Der Garten zeigt auf 2,5 Hektar mehr als 700 Pflanzenarten. Das Areal liegt nordöstlich des Bahnhofs. Die Anlage ist täglich geöffnet (kein Eintritt).
[Bearbeiten] Aktivitäten
- Radwandern entlang von Fulda-, Werra und Weser
- Wandern im Reinhardswald und Kaufunger Wald
- Besuch des Freibads an der Fulda
- Wasserwandern mit Kanu und Kajak auf Fulda, Werra und Weser
[Bearbeiten] Einkaufen
- In der Altstadt gibt es neben der Gastronomie in Hann. Münden auch einige Einzelhandelsgeschäfte.
Kunst und Geschenke
In der Marktstraße 15, im alten Tillyhaus, befindet sich "KunstKonsum", die "Galerie für bezahlbare Kunst". Der Laden spezialisiert sich auf handgemalte Ölgemälde, die fotorealistisch sind, d.h. sich erst auf den zweiten Blick als Gemälde erweisen. Der Laden bietet den Kunden auch an, eigene Fotos abmalen zu lassen. Außerdem gibt es eine sehr große Auswahl an Seidentüchern und handgemachter Seife. KunstKonsum
[Bearbeiten] Küche
- - Lage: westlich der Altstadt am Hang des Reinhardwaldes (Zugang siehe Abschnitt Aussichtsturm Tillyschanze. Die Gaststätte liegt mitten im Buchenwald (Man kann sowohl draussen wie drinnen sitzen).
- - Karte: gut bürgerliche Küche zu fairen Preisen (Hauptgerichte, kleine Dinge, wie z. B. Bratwurst mit Brot, Frühstücksbuffet usw.).
- - Öffnungszeiten: Mai - Oktober täglich ab 10 Uhr, Mo ist Ruhetag; November - April: täglich ab 11 Uhr; Mo und Di sind Ruhetage; Tel. 05541 - 18 90 (Stand 05-2007).
- Ratsbrauhaus: Eigene Brauerei; Führungen werden angeboten. Buffet und Tagesangebote, jedoch keine weitere Speisekarte.
- Café/Kneipe Dr.Eisenbart: Musik von "YouTube"
[Bearbeiten] Unterkunft
Unterkünfte sind online buchbar z.B. über die Seiten des Touristikvereins.
[Bearbeiten] Günstig
- Jugendherberge Hann. Münden; Prof.-Oelkers-Straße 10, 34346 Hann. Münden; Tel.: 05541-8853; Fax: 05541 73439; Preise 2009: Übernachtung/ Frühstück (inkl. Bettwäsche): Junioren (bis 26 J.): 18,90 Einzelgäste (ab 27 J.): Juniorpreis + 3 €; Kinder (3 - 12 J.) in alleinreisenden Familien: 30 % Nachlass auf Juniorpreis; Kleinkinder bis 2 J.: frei. Es sind auch Doppelzimmer, teils mit Dusche und WC vorhanden. Für die Übernachtung ist eine Mitgliedschaft im DJH erforderlich. Bushalt Jugendherberge Hann. Münden wird angefahren aus Hofgeismar (einige Fahrten), Reinhardshagen und vom Bahnhof Hann. Münden.
[Bearbeiten] Ausflüge
- Stadtbesichtigungen in der Umgebung: Kassel (20 Minuten mit der Bahn), Göttingen (40 Minuten), Witzenhausen (15 Minuten)
- Ausflug mit den Fahrgastschiff auf der Fulda nach Kassel. Zwei Gesellschaften bieten regelmäßig Fahrten an. (Personenschiffahrt K. & K. Söllner, Rehbein-Linie Kassel). Es sind zum Teil auch Fahrten auf der Weser nach Bad Karlshafen im Angebot.
- Wanderungen im Kaufunger Wald bzw. Reinhardswald
- Römerlager Hedemünden: Das Römerlager im etwa 10 km entfernten Ortsteil Hedemünden wurde 2003 entdeckt und kann frei besichtigt werden. Die Fundstellen sind mit Infotafeln ausgestattet, darüberhinaus kann ein Audioguide für mp3-Spieler oder Mobiltelefone hier kostenfrei heruntergeladen werden.
[Bearbeiten] Klarkommen
[Bearbeiten] Touristinfomation
Touristik Naturpark Münden e. V., im Rathaus, Tel.: (05541) 75-313 bzw. -343, Fax: (05541) 75404, Email: Tourist-Info@Hann.Muenden.de. Der Eingang zur Touristinformation befindet sich seitlich an der Ostseite das Rathauses.
[Bearbeiten] Toiletten
Eine öffentliche Toilettenanlage findet man am Großparkplatz auf dem Tanzwerder (bei 51° 25' 10" N 9° 38' 58" O). Die frei zugängliche Anlage liegt am Ostrand des Parkplatzes (ist die Seite, die zur Altstadt hin orientiert ist). Im Juni 2009 machte die Anlage bei einem Besuch einen sauberen und gepflegten Eindruck.
[Bearbeiten] Literatur
Stadtansichten - Stadtrundgänge: handliches Heft im DIN A4-Drittelformat das alle Sehenswürdigkeiten der Altstadt beschreibt. Die 28-seitige Broschüre enthält auch thematische Stadtrundgänge z. B. zu Fachwerk, über Türen und Portalen und zu den Wasserkünsten. Das Heft ist bei der Tourist-Information im Rathaus und auch im Radverleih am Bahnhof erhältlich. Preis: 1,50 € (Datenstand 07-2007)
[Bearbeiten] Weblinks
- Stadt Hannoversch Münden
- Neue Touristikseite der Stadt ab Ende Februar 2010
- Naturpark Münden e. V.
- Kategorie "Hann Münden" auf dem Regiowiki Kassel
Überregional:
- Weserbergland Tourismus e.V.
- Werratal Touristik e.V.
- Galerie Göttinger Land
- Deutsche Fachwerkstraße
- Deutsche Märchenstraße e.V.

