Halbinsel Valdés

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Die Halbinsel Valdés liegt im Norden der argentinischen Provinz Chubut an der Atlantikküste und ist eines der bekanntesten Naturreservate des argentinischen Teils Patagoniens. Sie schließt den nördlich davon liegendem Golf San Matías im Süden ab. Bis auf den kleinen Ort Puerto Pirámides ist die Halbinsel nahezu unbewohnt.

Bekannt ist die Halbinsel vor allem durch ihre reichhaltige Tierwelt, von denen insbesondere die Meeressäuger wie Seelöwen, Wale, See-Elefanten und andere Robbenarten, sowie die Pinguine inzwischen viele Touristen anziehen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Hintergrund

[Bearbeiten] Geschichte

Auf der Halbinsel gab es bereits seit mehreren Jahrzehnten einzelne Naturreservate, insbesondere bis zum Falklandkrieg mussten sie jedoch ihren Platz mit militärischen Stützpunkten teilen. Sie wurden im Jahr 2001 zum Área Natural Protegida Península Valdés zusammgengefasst, kurz nachdem 1999 die Halbinsel ins UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen wurde. Das Reservat wird von einem nichtstaatlichen Verein verwaltet, der sich durch die Eintrittsgelder finanziert.

[Bearbeiten] Landschaft

Die Landschaft ist leicht hügelig und typisch für die patagonische Steppe. Die höchste Erhebung ist der Cerro Piaggio mit 110 m, daneben gibt es aber auch Stellen, die unter dem Meeresspiegel liegen, wie die ausgetrocknete Salzpfanne Bajo del Gualicho (41 m u.NN.). Fast überall herrscht Steilküste mit wenigen eingeschobenen Buchten und Sandstränden vor.

[Bearbeiten] Flora und Fauna

Zahlreiche Meeressäuger haben sich an der Küste der Halbinsel niedergelassen. Man findet:

  • Wale: Die größten Bestände gibt es an Schwertwalen (Orcas) und an Commerson-Delfinen (Toninas). Der größte Wal, der die Gegend heimsucht, ist der Südkaper (Ballena Franca Austral), der dort insbesondere im Frühjahr in den Buchten zu sehen ist.
  • Robben: Von den Robbenarten stechen vor allem die Seelöwen und See-Elefanten heraus, von denen es verschiedene Populationen in einigen Buchten gibt.
  • Pinguine: Die Art, die auf der Halbinsel vorkommt, sind die schwarz-weiß-gestreiften Magellanpinguinen.

Weiterhin gibt es auf der Halbinsel Guanakos (eine Lama-Art), Pumas, Nandus sowie verschiedene Kleintiere, darunter etwa zahlreiche Schlangenarten. Auf der Vogelinsel sind verschiedene Möwenarten beheimatet.

[Bearbeiten] Klima

Das Klima ist gemäßigt und trocken. Im Sommer herrscht meist Badewetter bei Temperaturen um 27°C und fast immer makellosem Sonnenschein, allerdings weht oft ein frischer patagonischer Wind. Im Winter dagegen ist es kühl, dafür weniger windig mit durchschnttlich 12°C am Tag.

[Bearbeiten] Anreise

Der nächstgelegene Flughafen liegt in Trelew, 60 km südwestlich der Halbinsel, insgesamt 140 km von Puerto Pirámides entfernt. Ein guter Ausgangspunkt ist auch Puerto Madryn, das am Südende der Halbinsel liegt und von allen Bussen in die Gegend angefahren wird, dafür aber keinen Flughafen besitzt.

Auf der Halbinsel selbst ist der Ausgangspunkt für alle Touren Puerto Pirámides, ein kleiner Ort mit weniger als 1000 Einwohnern an einer Bucht an der Südwestküste. Pirámides wird nicht von Linien- sondern nur von Reisebussen angefahren. Der Eintritt ins Reservat muss vorher bezahlt werden.

[Bearbeiten] Gebühren/Permits

Die Gebühren sind nach Herkunft gestaffelt (Stand 2008):

  • Ausländer 40 AR$ (ca. 8 €), Kinder 6-11 J. 20 AR$, Kinder unter 5J frei
  • Argentinier und Ausländer mit Wohnsitz in Argentinien: 12$, Kinder, Rentner und Schülergruppen 6$ / Person
  • Personen mit Wohnsitz in der Provinz Chubut: 2$

[Bearbeiten] Mobilität

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Isla de los Pájaros: Vogelinsel im Golfo San José. Das Betreten ist verboten, es gibt jedoch Expeditionen, denen mn sich anschließen kann, bei denen die Insel per Boot mit Ferngläsern beobachtet wird.
  • Caleta Valdés: Langgezogene Bucht im Osten der Halbinsel, mit abwechselnd Seelöwen- und Pinguinkolonien.
  • Punta Norte: Kap im Nordosten

[Bearbeiten] Aktivitäten

Zahlreiche kommerzielle Anbieter in Puerto Pirámides bieten Wal-Besichtigungs-Touren mit Booten an (auch in Argentinien unter dem Modewort Whale-Watching).

Die Halbinsel kann man natürlich auch per Mountainbike erkunden, dabei muss man jedoch auf den Wind vorbereitet sein. Dafür erreicht man Gegenden, die man ansonsten mit keiner kommerziellen Tour erreichen würde. Auch das Wandern ist in einigen Gegenden möglich.

[Bearbeiten] Kaufen

[Bearbeiten] Essen und Trinken

Restaurants gibt es nur in Puerto Pirámides, ansonsten muss man sich selbst versorgen.

[Bearbeiten] Schlafen

In Puerto Pirámides gibt es einige wenige Hotels und Ferienhauskolonien sowie einen Campingplatz.

[Bearbeiten] Sicherheit

Beim Campen ist darauf zu achten, das Zelt windfest aufzustellen. Weiterhin sollte man sich nicht mit den Seelöwen anlegen - diese können leicht aggresiv werden, wenn man ihnen zu nahe kommt.

[Bearbeiten] Ausflüge

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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