Guyana

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Guyana liegt in Südamerika. Angrenzende Länder sind Suriname, Brasilien und Venezuela. Die Bevölkerungszahl in den Kurzdaten darf bezweifelt werden, wird aber offiziell beibehalten (schliesslich richtet sich danach die Höhe der Entwicklungshilfen).

Lage
Karte von Südamerika mit eingezeichneter Lage von Guyana
Flagge
Flagge von Guyana
Kurzdaten
Hauptstadt: Georgetown
Staatsform: Republik innerhalb des Commonwealth
Währung: 1 Guyanesischer Dollar (G$)
= 100 Cents
Fläche: 215.000 km²
Bevölkerung: 769.095
Sprachen: Englisch, Amerindische Dialekte, Kreolsprachen, Hindi, Urdu
Religionen: Christen 50 %, Hindus 35 %, Muslime 10 %
Telefonvorwahl: +592
Internet TLD: .gy
Zeitzone: MEZ-7h

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Regionen

[Bearbeiten] Städte

Alle Städte sind eher klein. Die Stadtgrenzen sind teilweise sehr unscharf, an der Küste ziehen sich die Bebauungen entlang der Straßen bis in die nächste Stadt.

  • Georgetown - kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Landes
  • Linden - Industrie-Zentrum umgeben von Erzminen
  • Kwakwani - Südlichste Minenstadt mit Straßenanbindung

[Bearbeiten] Weitere Ziele

Karte von Guyana

[Bearbeiten] Hintergrund

Guyana ist ein kleines, ehemals sozialistisches Land. Seine Eingeborenen, die "Amerindians" sind fast ausschliesslich im Südwesten zu finden und stehen unter "Naturschutz". Das Land selbst ist sehr touristenfreundlich, z.B. lässt die Holzindustrie einen ca. 200 m breiten Waldstreifen entlang von Straßen und Flüssen für die Touristen stehen.

Haupteinnahmequellen des Landes sind die Zucker-, Gold-, Reis-, Bauxit- und Holz-Exporte. Tourismus spielt noch eine untergeordnete Rolle, dennoch sind einige Dschungel-Lodges und Tagestouren verfügbar.

[Bearbeiten] Anreise

Als EU-Bürger braucht man zur Einreise nur teilweise ein Visum. Es ist im Voraus bei der ständigen Vertretung in Brüssel erhältlich.

Auf www.guyana.org/govt/visa_requirements.html liegt eine Liste mit den Einreisebestimmungen zur Einsicht auf.

Die für tropische Länder üblichen Impfungen sind nicht vorgeschrieben, aber empfehlenswert. Malaria-Prophylaxe ist im Küstenbereich nicht nötig, für das Hinterland unerlässlich.

Bahnstrecken oder internationale Buslinien in das Land sind derzeit nicht vorhanden.

[Bearbeiten] Flugzeug

Einziger internationaler Flughafen ist Timeri Airport (GEO), etwa 40 km südlich von Georgetown. Von hier kommt man mit dem Taxi oder einem Kleinbus schnell nach Georgetown oder Linden.

Unbedingt vor der Einreise Geld in kleinen Scheinen (2, 5 und 10 GYD) oder 1-USD-Scheine besorgen! Am Flughafen gibt es keine Wechselmöglichkeit!

Die Kofferträger greifen Ihr Gepäck direkt am Zoll ab. Jeder trägt nur ein Gepäckstück und bekommt je nach Gewicht 2-10 GYD dafür. Wollen Sie kein Taxi nehmen, müssen Sie den Kofferträgern sofort sagen, zu welchem Kleinbus (Georgetown oder Linden) Sie wollen. Später haben Sie keine Gelegenheit mehr dazu. Unbedingt darauf achten, dass alles Gepäck im gleichen Taxi oder Bus landet. Die Buspreise stehen fest, die Fahrer sind ehrlich und kassieren vor der Fahrt. Taxi-Preise sollten vorher verhandelt werden, gezahlt wird am Ende.

[Bearbeiten] Auto

Entlang der Küste führt von Georgetown bis nach Surinam eine Straße. Von Georgetown nach Süden führt der Highway nach Linden. Alle anderen Straßenverbindungen setzen ein geländegängiges Allrad-Fahrzeug und genaue Kenntnis der Befahrbarkeit voraus. Es kommt immer wieder vor, dass Brücken einstürzen und nicht wieder aufgebaut werden!

[Bearbeiten] Schiff

Internationale Schiffsverbindungen sind nicht bekannt.

[Bearbeiten] Mobilität

Im Bereich der Städte gibt es ein gut funktionierendes Klein-Bus-Linien-System. Gehalten wird dort, wo man an der Strecke aussteigen will. Ebenso hält man einen Bus einfach an, um mitzufahren. Es gibt ein paar Hup-Signale, z.B. "Willst Du mit?", vielleicht fallen sie mir nochmal ein. Am Abfahrtsort (Linienanfang) kann auch eine Routenänderung ausgehandelt werden, sofern der Fahrer wieder auf seine Linienstrecke zurückkommt. Für andere Ziele kann auch mal der ganze Bus gemietet werden.

Komfortabler sind die Taxen. Bei exotischen Strecken unbedingt vorher nach der Tauglichkeit des Fahrzeugs fragen, nicht selten muss es ein Allrad-Fahrzeug sein. Ansonsten am Strassenrand dem nächsten vorbeifahrenden Winken und nach dem Preis zum Ziel fragen. Eine "Taxi-Zentrale" gibt es nicht. In der Nähe der Hotels und Restaurants finden sich aber immer welche.

Innerhalb der Städte ist man auch sehr gut zu Fuß unterwegs. Fahrräder sind auch reichlich zu finden, allerdings für Touristen wegen der Temperaturen nicht zu empfehlen.

[Bearbeiten] Sprache

Der englische Dialekt ist leicht verständlich. Dem schulenglisch-sprechenden Touristen erscheint die Sprache zwar unvollständig, aber hat man sich daran gewöhnt, einfache ungeschmückte Sätze zu verwenden, kommt man überall gut durch.

Viele der Guyanesen haben in der Schule Deutsch gelernt, besonders in der Umgebung der Universität sind auch viele deutschsprachige Ausländer zu finden.

[Bearbeiten] Kaufen

Der Guyana Dollar (GYD) ist an den Kurs des US-Dollar (USD) direkt gebunden (1USD = 187GYD). Bei der Einreise sollten USD mitgeführt und im Land umgetauscht werden. Oft kann statt mit GYD auch mit USD gezahlt werden. Wechselgeld ist aber immer in GYD. Geldautomaten sind nicht vorhanden, ebenso werden kaum Kreditkarten akzeptiert. Sollte das mitgebrachte Geld nicht ausreichen, kann in Banken mit Kreditkarten Bargeld geholt werden. Es gibt in Georgetown auch eine Niederlassung der Western-Union über die Bargeld aus Europa direkt nach Georgetown transferiert werden kann.

Auf den Märkten gibt es nichts, was es nicht gibt. Man muss es nur finden. High-Tech ist meist aus USA importiert und mindestens genauso teuer wie in Europa. Einheimische Produkte (vor allem der Rum) sind qualitativ hochwertig und den Import-Waren vorzuziehen. Preise können fast immer verhandelt werden.

[Bearbeiten] Küche

Die kreolische Küche ist nicht weit verbreitet. Vor allem Chinesen und Inder dominieren die Lokale. Aber es sind natürlich auch Fast-Food-Restaurants zu finden.

[Bearbeiten] Nachtleben

Ein spezielles Nachtleben existiert nicht. Restaurants und Bars sind geöffnet, bis der Besitzer keine Lust mehr hat. Am Marktplatz in Georgetown beispielsweise schliesst die letzte Bar gegen 23:00 Uhr. Dafür gibt's dort ab ca. 5:00 Uhr schon Kaffee ;).

[Bearbeiten] Unterkunft

Hotels sind selten und teuer. Andere Unterkünfte sind Glückssache. Zeltplätze oder Rastplätze existieren nicht.

[Bearbeiten] Lernen

[Bearbeiten] Feiertage

Wöchentliche Feiertage:

Christentum: Sonntag Hinduismus: Sonntag Islam: Freitag Andere, wie z.B. Juden: Samstag

Nationale Feiertage:

Allgemein werden christliche Feiertage von so gut wie allen Einwohnern zelebriert, auch wenn Ostern oder Weihnachten nichts mit dem Hinduismus oder Islam zu tun haben.

1. Januar: Neujahrstag 23. Februar: Tag der Republik (23.2.1970: Guyana wurde Republik) 8. März: Tag der Frau An diesem Tag rückt die Frau in den Mittelpunkt des Geschehens und wird für ihre Leistungen geehrt. ~ 25. März: Id-ul-Fitr (indischer Feiertag, deswegen vom Islam und Hinduismus zelebriert) Dieser Feiertag bedeutet das Ende des Fastenmonats Ramadan und wurde erst in den späten 1960er Jahren als offizieller Feiertag anerkannt. Das Datum kann aufgrund der Stellung des Mondes oder anderen Himmelskörpern schwanken März: Phagwah (oder Holi) Ein hinduistischer Feiertag zum Frühlingsbeginn. Er bedeutet den Sieg des Guten über das Böse. Gefeiert wird morgens in der Messe und abends bei einer Art Festival, wo die Massen mit bunt gefärbtem Puder um sich werfen, um den Mitfeiernden ein glückliches Leben zu wünschen. April: Karfreitag - Einziger Feiertag in Guyana, an dem alle Geschäfte (auch Kinos, Rum Shops, Biergärten und Supermärkte) geschlossen haben. Darauf folgend: Ostermontag - Guyanesen aller Religionen lassen Drachen aufsteigen, um Widergeburt Christi zu symbolisieren. Dieser Feiertag symbolisiert die Einigkeit aller Guyanesen, trotz ihrer verschiedenen Religionen. 1. Mai: Tag der Arbeit Viele Arbeiter in Guyana sind in Gewerkschaften aktiv und zelebrieren deshalb diesen Tag (Gewerkschaftsführer sind dabei meist prominente Politiker). 5. Mai: Tag der Indischen Einwanderung oder Tag des Erbes Nachkommen der Einwanderer aus Indien, sog. Indo - Guyanesen (sowohl Hindus, als auch Muslime) feiern diesen Tag, um an die Ankunft der ersten Einwanderergruppe indischer Vertragsarbeiter zu erinnern ~ 21. Mai: Id-ul-Azha oder Opferfest (islamischer Feiertag) ~ 27. Juni: Karibik-Tag oder CARICOM-Tag Feiertag zur Ehrung der Zusammenarbeit und Vereinigung der Mitgliedsstaaten des Karibischen Raumes, die zugleich der CARICOM angehören 1. August: Freiheitstag Dieser Feiertag hieß früher August-Montag und erinnert an die Emanzipation afrikanischer Sklaven in der Kolonie von British Guiana. ~ 19. August: Yu-man-Nabi (islamischer Feiertag) Feiertag der Muslime, an dem die Geburt des Propheten Mohammeds gefeiert wird. Okt./ Nov.: Divali oder Lichterfest Dieser Feiertag ist ein hinduistischer Feiertag und erinnert an die triumphale Rückkehr von Lord Rama (später: Gott Rama) zu seinem Königreich von Ayodhya, nachdem er vierzehn Jahre im Exil im Dschungel verbracht hatte. Die Heiligen Schriften der Hindus berichten u.a. von den Heldentaten des Gottes Rama. 24. Dezember: Weihnachten Der höchste christliche Feiertag im Land, der jedoch von allen zelebriert wird. Weihnachten ist in Guyana mittlerweile ähnlich kommerzialisiert, wie in Nord-Amerika. Die Guyanesen schmücken ihre Häuser mit bunten, blinkenden Lichterketten.

Einige andere religiöse Tage, die zwar nicht als offizielle Feiertage gelten, jedoch trotzdem zelebriert werden, sind z.B.:

Christentum: - Lent = Fastenzeit zwischen Fastnacht und Ostern - Aschermittwoch

Hinduismus: - Ram Naumi = Geburtstag des Gottes Rama - Sita Jayanti = Geburtstag der Frau des Gottes Rama - Shiva Ratri - Durga Asthmi - Raksha Bandhan

Gefeiert wird in Form von intensiven Gebeten, Verehrung und Enthaltsamkeit von Fleisch und Alkohol

Islam: März: Ramadan = Fastenmonat der Muslime, in dem tagsüber nichts gegessen und getrunken werden darf, das Beten rückt in den Mittelpunkt des Lebens. Erst bei Einbruch der Dunkelheit darf wieder gegessen und getrunken werden.

[Bearbeiten] Sicherheit

Geld nur in offiziellen Wechselstuben umtauschen. Der Schwarzmarkt lohnt nicht (ca. 1% Ersparnis).

Das Land ist eines der ärmsten der Welt. Entsprechend groß ist die Kluft zwischen Arm und Reich. Niemals eine größere Summe Geld auf der Straße sehen lassen. Vermeiden Sie Spaziergänge in Armenvierteln usw.

Weiße sind eine Minderheit und viele der Einheimischen erinnern sich noch persönlich an die Unterdrückung während der britischen Kolonialherrschaft. Es kommt dadurch gelegentlich zu Provokationen gegenüber fremden Weißen.

Das Militär kontrolliert weite Teile des Hinterlandes. Im Südosten gibt es Grenzstreitigkeiten mit Surinam, im Westen mit Venezuela. Reisen in diese Gegenden müssen vom Militär genehmigt werden.

Die Siedlungen der Amerindians im Südwesten stehen unter der Kontrolle der Häuptlinge oder Ältesten (Captains). Um diese Gegend zu besuchen, braucht man eine Genehmigung vom "Amerindian Affairs Office" in Georgetown. Dort bekommt man auch ein spezielles Dokument für die Captains, in dem der Grund des Besuchs und die geschätzte Dauer steht. Dies soll vermeiden, dass man in einen Stammeskrieg gerät. Aber ob die wirklich ihren Krieg verschieben, weil man da gerade herumreist?

Wer im Hinterland reisen will, sollte sich einen Guide suchen, der einen Waffenschein besitzt. Das Tragen von Waffen ist in Guyana nur mit Genehmigung zulässig. Ausländer können eine solche Genehmigung nur mit Arbeitserlaubnis bekommen, wenn die Arbeit dies erfordert. Und es kann ein paar Jahre dauern.

[Bearbeiten] Gesund bleiben

Die für tropische Länder üblichen Impfungen (Thyphus, Cholera, Hepathitis) sind nicht vorgeschrieben, aber empfehlenswert. Malaria-Prophylaxe ist im Küstenbereich nicht nötig, für das Hinterland unerlässlich.

Wasser nur aus Flaschen trinken. Leitungswasser nur dann zum Zähneputzen verwenden, wenn es gechlort oder abgekocht ist. Eiswürfel in Restaurants sind unbedenklich. Frische Früchte vom Markt unbedingt vor dem Verzehr waschen. Fleisch nur gekocht oder gut gebraten essen. Wer trotzdem ein "englisches Steak" haben will, sollte VORHER in die Fleischhalle auf dem Markt gehen und nach oben schauen. Es ist Dein Leben.

Wer einen Arzt aufsucht, braucht viel Bargeld. Die Behandlung wird direkt im Voraus bezahlt. Arzneimittel gibt es in einigen Apotheken, vieles muss aber erst beschafft werden. Dies kann Tage dauern.

Wer besonders mutig ist, geht in ein öffentliches Krankenhaus. Die Behandlung und alle Medikamente sind dann kostenlos. Allerdings sollte man bedenken, dass die medizinische Versorgung unter starken finanziellen Problemen leidet und wenigstens freiwillig etwas zahlen.

Krankenwagen gibt es nicht, im Notfall ein Taxi nehmen. Adressen von Ärzten sind im Hotel zu erfragen oder im Telefonbuch zu finden. Wer ins Hinterland reist, muss sich selbst um eine Notfall-Transportmöglichkeit kümmern. Eine Möglichkeit ist z.B. die Pilotenvereinigung am Oagle Airstrip (bei Georgetown). Der Flugzeug-Transport von/ nach Konashen (südlichster Flugplatz) kostet dort ca. 2000 USD. Hubschrauber sind nur dem Militär erlaubt.

[Bearbeiten] Klima

[Bearbeiten] Respekt

Ein freundliches "Hello" beim Betreten von Gaststätten und Geschäften ist gern gehört.

Zuviel nackte Haut ist auf der Straße ungern gesehen, FKK verboten.

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

4° 53' 37" N 58° 45' 26" W

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