Gotha
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Gotha ist mit etwa 47.000 Einwohnern nach Erfurt, Gera, Jena und Weimar die fünftgrößte Stadt Thüringens.
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[Bearbeiten] Hintergrund
Gotha (in den ältesten Urkunden Gotegewe, später Gotaha genannt) kommt zuerst um 930 vor als ein Dorf, das zum Stift Hersfeld gehörte und durch dessen Abt Gothard (nachherigen Schutzheiligen von Gotha) mit Mauern umgeben wurde. Später kam es in Besitz der Landgrafen von Thüringen, welche daselbst eine Kemnate erbauten, aus welcher das feste Schloß Grimmenstein entstand. Um 1200 wird Gotha zuerst als Stadt genannt, deren Wassermangel Landgraf Balthasar 1350 abhalf, indem er den Leinekanal nach Gotha leiten ließ. Nach dem Aussterben der Landgrafen kam Gotha an die Wettiner und fiel bei der Teilung zwischen Friedrich dem Sanftmütigen und dessen Bruder Wilhelm 1440 an letztern, nach Wilhelms Tod 1485 in der Teilung zwischen Ernst und Albert an den erstern (Kursachsen). Die Reformation fand in Gotha schon um 1521 Eingang. Hier wurde im Februar 1526 der sonst nach Torgau benannte Bund zwischen Kursachsen und Hessen geschlossen. Im Schmalkaldischen Krieg 1546 wurde ein großer Teil der Festungswerke des Grimmensteins von den Kaiserlichen geschleift. Zwar durften die Söhne Johann Friedrichs die Befestigungen später wiederherstellen; als sich jedoch einer derselben, Johann Friedrich der Mittlere, welcher zu Gotha residierte, in die Grumbachschen Händel verwickelte und infolgedessen in die Reichsacht kam, wurde Gotha 1566 von dem Kurfürsten August von Sachsen, als Achtsexekutor, belagert und am 13. April 1567 eingenommen, worauf der Grimmenstein abermals und völlig geschleift wurde. 1572 fiel Gotha an Herzog Ernst den Frommen, den Stifter der neuen gothaischen Linie, der in Gotha seine Residenz nahm und das Schloß Friedenstein erbaute. Ernst II. (1772-1804) räumte die alten Festungswerke um Gotha weg und ersetzte sie durch Anlagen. Mit dem Aussterben dieser Linie (1825) kam Gotha an Coburg. In Gotha blühte im 18. Jh. unter Ekhofs Leitung und der Mitwirkung von Böck, Iffland, Beck etc. bis 1779 die Schauspielkunst, während im 19. Jh. durch A. Petermann (bis 1878 Leiter der geographischen Anstalt von J. ˆ[Justus] Perthes) Gotha ein Mittelpunkt für die geographischen Wissenschaften auf der ganzen Erde war.
[Bearbeiten] Anreise
[Bearbeiten] Flugzeug
Der nächste Flughafen befindet sich bei Erfurt. Die nächsten internationalen Flughäfen befinden sich in Frankfurt am Main und Leipzig.
[Bearbeiten] Bahn
Es gibt einzelne ICE-Züge, die in Gotha halten (vor allem morgens, abends), ansonsten muss man (von Westen:) in Eisenach oder (von Osten:) in Erfurt in IC- oder Regionalzüge umsteigen.
[Bearbeiten] Bus
[Bearbeiten] Auto
Aus Richtung Osten und Westen ist Gotha über die A 4 erreichbar. Von der Abfahrt Gotha (
42) sind es nur 5 km bis zur Stadtmitte.
[Bearbeiten] Schiff
Gotha ist nicht mit dem Schiff erreichbar.
[Bearbeiten] Mobilität
- RVG
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Kirchen
- Margeretenkirche
- Augustinerkloster
[Bearbeiten] Burgen, Schlösser und Paläste
- Schloss Friedenstein. Diese frühbarocke Schlossanlage, 1643 bis 1654 erbaut, stellt die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt Gotha dar.
- Schloss Friedrichsthal
[Bearbeiten] Bauwerke
- Rathaus
[Bearbeiten] Denkmäler
- Tivoli
- Lucas-Cranach-Haus
[Bearbeiten] Museen
- Museum der Natur
[Bearbeiten] Straßen und Plätze
- Hauptmarkt
- Neumarkt
[Bearbeiten] Parks
- Orangerie
[Bearbeiten] Verschiedenes
[Bearbeiten] Aktivitäten
[Bearbeiten] Einkaufen
[Bearbeiten] Küche
[Bearbeiten] Günstig
[Bearbeiten] Mittel
[Bearbeiten] Gehoben
[Bearbeiten] Nachtleben
[Bearbeiten] Unterkunft
[Bearbeiten] Günstig
[Bearbeiten] Mittel
[Bearbeiten] Gehoben
[Bearbeiten] Lernen
[Bearbeiten] Arbeiten
[Bearbeiten] Sicherheit
[Bearbeiten] Gesund bleiben
[Bearbeiten] Klarkommen
[Bearbeiten] Post und Telekommunikation
Die Vorwahl für Gotha lautet 03621. Aus dem Ausland wählt man 00493621 als Vorwahl.
Die Postleitzahl lautet 99867.
[Bearbeiten] Ausflüge
- Friedrichroda (17 km südwestlich) - Erholungsort, Marienglashöhle mit seltenen Kristallen. Erreichbar auch über die Thüringerwaldbahn.
- Ilmenau (40 km südöstlich, B 88) - Goethestadt
[Bearbeiten] Literatur
- Heiko Stasjulevics: Gotha, die Fliegerstadt, 2001, ISBN 3-934748-69-4
- Manfred Strumpf: Gothas astronomische Epoche, Horb am Neckar 1998, ISBN 3-89570-381-8
- Gothaischer Genealogischer Hofkalender, Verlag Justus Perthes, Gotha 1913
- Augenzeugenberichte: Das Herzoglich Sachsen-Coburg-Gothaische Infanterieregiment 1866, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2002, ISBN 3-936030-10-3
- Hugo Kehnert: Die Kriegsereignisse des Jahres 1866 im Herzogtum Gotha und die gothaischen Turner zur Zeit des Treffens von Langensalza 1866, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2002, ISBN 3-934748-76-7
- Hans Walther: Strassenchronik der Stadt Gotha - einschließlich der Vororte Siebleben, Sundhausen, Beilstedt, Uelleben, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2. Auflage 2005, ISBN 3-934748-26-0
- Günter Walter: Aquädukt und Bahnhof Leinakanal in Thüringen bei Gotha 1844-1994, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2005, ISBN 3-937135-50-2

