Georgien
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Georgien (საქართველო, Sakartwelo) liegt in Transkaukasien an der Grenze zwischen Europa und Asien. Das Land grenzt im Westen an das Schwarze Meer, im Süden an die Türkei und an Armenien, im Osten an Aserbaidschan und im Norden an Russland. Die Geographie wird neben dem schwarzen Meer vor allem vom Kaukasus im Norden und dem kleinen Kaukasus im Süden beherrscht.
| Lage
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| Flagge
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| Kurzdaten | |
| Hauptstadt: | Tbilisi |
|---|---|
| Staatsform: | Republik |
| Währung: | Lari (GEL) |
| Fläche: | 69.700 km² |
| Bevölkerung: | 4,69 Mio |
| Sprachen: | Georgisch |
| Religionen: | Georgisch-Orthodox 65%, Muslimisch 11%, Russisch-Orthodox 10% |
| Stromnetz: | 230 V/ 50 Hz |
| Telefonvorwahl: | +995 |
| Internet TLD: | .ge |
| Zeitzone: | MEZ+2 |
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Regionen
Georgien läßt sich in die folgenden sechs Hauptregionen aufteilen. Diese Regionen stimmen nicht mit der Verwaltungsgliederung überein sondern orientieren sich an den historischen und damit auch kulturell gewachsenen Regionen des Landes.
| Die Regionen Georgiens
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[Bearbeiten] Städte
- Tbilisi (Tiflis), Hauptstadt Georgiens
- Kutaissi
- Batumi
- Rustawi
- Sochumi
- Sugdidi
- Gori
- Poti
- Zchinwali
- Samtredia
- Chaschuri
- Senaki
- Sestaponi
- Telawi
[Bearbeiten] Weitere Ziele
[Bearbeiten] Hintergrund
Georgien, das Land zwischen dem großen und kleinen Kaukasus und dem Schwarzen Meer ist eine der ältesten Siedlungsregionen der Menschheit. Gleichzeitig ist es eines der ältesten christlichen Länder der Welt. Die Schmiede der antiken Welt lag allerdings auch immer wieder im Aufmarschgebiet andere Mächte wie der Assyrer, der Perser, der Römer, der Türken und der Russen. All diese kulturellen Einflüsse haben das Land und die gesamte Region mitgeprägt und ihre Spuren hinterlassen.
[Bearbeiten] Geschichte
Georgien ist bereits seit der Altsteinzeit besiedelt. Es war die Zeit der frühen Menschen wie dem Homo erectus. Später kam der Neandertaler und schließlich der Homo sapiens dazu. Letzterer breitete sich vom östlichen Mittelmeerraum weiter aus.
Diese Periode liegt ca. 40.000 v. Chr. In der Folge wird ca. 4000 Jahre v. Chr. die Metallbearbeitung begonnen, die sich von Bronze über Kupfer hin zu Eisen entwickelt.
Aus den Stammesgebieten der Diaochi und Kolcha die sich etwa ab der Mitte des zweiten vorchristlichen Jahrtausends bildeten, entstanden im 6. Jahrhundert vor Christus die beiden antiken Königreiche von Kolchis und Iberien. Das Königreich Kolchis mit seiner Küstenregion am schwarzen Meer war Ziel der Argonauten der legendären Sagengestalten um den Helden Jason. Hier fanden sie das Goldene Vlies. In der Antike war das heutige Georgien das metallurgische Zentrum. Hier wurden nicht nur die Erze abgebaut, sondern auch hervorragende Schwerter gefertigt, die in die damalige Antike Welt exportiert wurden.
Im Zuge der Kriege um die Nachfolge Alexanders des Grossen, den sogenannten Diadochenkriegen wurde Kolchis eine Provinz und Iberien ein Vasall des Königreiches Pontos, das durch Pompeius um 64 v. Chr. erobert wurde. Damit wurden sie römische Vasallen.
Im 4. Jahrhundert (337 durch König Mirian III.) konvertierte Georgien zum Christentum und wurde damit einer der ersten christlichen Staaten der Welt. Kolchis war seit dem ersten Jahrhundert zerfallen und Iberien wurde im 3. Jahrhundert ein Vasall Persiens. Wechselnde Allianzen prägten die folgenden Jahrhunderte, wobei Byzanz als Orientierungspunkt obsiegte.
Ab der Mitte des 7. Jahrhunderts drängten die Araber in den transkaukasischen Raum und erstmals nach Georgien. Anfänglich konnten sie das Land nicht erobern, in den Folgekriegen gelang es ihnen jedoch bis zur Mitte des 8. Jahrhunderts, als 755 in Tiflis ein Emir eingesetzt wurde. Die Königreiche Lasika und Iberien waren zu kleinen Fürstentümern zerfallen, aber es begann unter den Arabern eine Einigung des Landes. Bewirkt wurde diese unter anderem durch die Ausbreitung der Kirchensprache als Gegenbewegung zu Islamisierungsversuchen der Araber.
Mit dem König Bagrat dem III. wurde Georgien ein geeintes Königreich. Die ursprünglich von den Arabern eingesetzten Bagratiden konnten so von Abchasien aus das Königreich einen. In der Folge gab es ein Intermezzo der Seldschuken und später der Mongolen wobei sich Georgien insgesamt jedoch jedesmal befreien und behaupten konnte.
Das fand jedoch durch zwei Ereignisse ein Ende. Die Pest wütete Mitte des 14. Jahrhunderts in Georgien und die Eroberungs- und Raubzüge des Timur Leng von 1385 bis 1403 zerstörten die einheitliche Herrschaftsstruktur. Danach zerfiel das Königreich 1442 vollends.
Mit dem Fall Konstantinopels 1453 wurde das christliche Georgien isoliert. In der Folge kam es zu Konflikten mit den wieder erstarkten Persern und den Osmanen. Teile wurden wechselnd besetzt und der Sklavenhandel blühte. So geriet in der Konsequenz der Ostteil unter persische und der Westteil unter türkische Herrschaft.
Ab dem späten 18. Jahrhundert wurde Russland mehr und mehr zur bestimmenden Macht und auch ein kurzer Feldzug durch Aga Khan, der 1795 Tiflis eroberte konnte das Vordringen des russischen Imperiums nicht aufhalten. Ostgeorgien wurde annektiert und 10 Jahre später 1810 begann die Annektion der westgeorgischen Landesteile, die 54 Jahre später abgeschlossen war. Die intensive Russifizierung in der Folge der Eroberung trug nicht zur Beruhigung bei. Georgien drängte auf Eigenständigkeit. Zwar kam es zu Verbesserungen durch die Modernisierung des Handels und der Infrastruktur sowie der Abschaffung der Leibeigenschaft 1866 durch den vom Zar eingesetzten Vizekönig Graf Michail Woronzow. Er gründete auch die erste Bibliothek und das erste Theater Georgiens.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich aus der Unzufriedenheit eine nationalen Befreiungsbewegung, die 1905 in einen Bauernaufstand mündete. Eine sozialdemokratische Bewegung entstand. Nach der Februarrevolution 1917 in Russland erklärte sich Georgien für unabhängig. Diese Unabhängigkeit hielt bis zum 11. Februar 1921. Dann marschierte die rote Armee ein und Georgien wurde sowjetisiert. Ein Aufstand 1924 wurde niedergeschlagen und im Zuge der stalinistische Säuberungen wurden 50.000 Georgier getötet.
Im Zuge der Glasnost und Perestroika Bewegung kam es am 31. März 1991 zu einem Referendum über die staatliche Unabhängigkeit, das mit 98,9% der Stimmen bestätigt wurde. Georgiens erklärte sich am 9. April 1991 für unabhängig.
[Bearbeiten] Aktuell
Am 08.08.2008 marschierten georgische Truppen in Südossetien ein. Es folgten heftige Kämpfe vor allem in Tschinwali. Zahlreiche Menschen flohen nach Wladikwkas im russischen Nordossetien. Daraufhin intervenierte Russland militärisch und stieß nach Georgien vor. Derzeit (26.08.2008) befindet sich der Abschnitt um die Stadt Gori mit der Strasse M1 noch teilweise unter russischer Kontrolle. Abchasien nutzte die Gunst der Stunde und führte eine Offensive im georgisch kontrollierten Kodori Tal durch. Im weiteren Verlauf des Konfliktes blockierten russische Schiffe den georgischen Hafen Poti, den sie derzeit ebenfalls kontrollieren. Die Situation ist trotz eines Friedensplanes noch unklar.
[Bearbeiten] Anreise
[Bearbeiten] Einreisebestimmungen
Für Staatsangehörige der EU-Mitgliedstaaten sowie der Vereinigten Staaten von Amerika, Japan, der Schweiz, Kanada, Israel, Norwegen, Lichtenstein, Andorra, Island, San Marino, der Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwaits, Süd Koreas, Quatars, Bahrains, des Oman und des Vatikan benötigen kein Visum zur Einreise nach Georgien, wenn der Aufenthalt maximal bis zu 90 Tage ab Grenzübertritt dauert. Hierfür ist ein gültiger Reisepass ausreichend. Der Reisepass muss mindestens drei Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein. Bei Aufenthalten über 90 Tage ist ein Visum erforderlich. Bürger anderer Länder können am Flughafen von Tiflis ein „urgent entry visa“ beantragen (30 USD bar)
Aufgrund der politischen Spannungen hat Russland alle Verkehrswege von und nach Georgien gekappt. Die Einreise aus Russland ist nur noch über Drittländer möglich.
[Bearbeiten] Flugzeug
Die Lufthansa fliegt dreimal die Woche von München nach Tiflis, Austrian Airlines viermal von Wien aus. Germania Express fliegt von Köln/ Bonn aus.
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Aufgrund des Krieges ist der Flugverkehr eingeschränkt. Die Lufthansa hat am 15.08.2008 ihren Flugbetrieb nach Tiflis wieder aufgenommen. (Stand 18.08.2008) |
[Bearbeiten] Bahn
Es gibt täglich Bahnverbindungen nach Baku (Aserbaidschan) und Jerevan (Armenien).
[Bearbeiten] Bus
[Bearbeiten] Auto/ Motorrad/ Fahrrad
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Aktuelle Information 26.08.2008 Aufgrund der noch bestehenden russischen Kontrollen um Gori wird von Fahrten über die M1 abgeraten. Eine Ausweichroute ist die südlich von Batumi über Adigeni führende Strasse, die jedoch teilweise unbefestigt ist. |
Bei Einreise mit dem eigenen Auto nach Georgien gelten besondere georgische Zollbestimmungen, die eine maximale Verweildauer von 20 Tagen (bei Transitreisenden 10 Tage) für das Fahrzeug vorsehen. Sollten die Fristen nicht eingehalten werden können, muss entweder eine Ummeldung erfolgen oder ein Antrag auf Fristverlängerung gestellt werden, da ansonsten erhebliche Geldbußen drohen. Allerdings kann sich das kurzfristig ändern. Im Anfang Juni 2008 wurden 65 Tage erlaubt. Am Besten fragt man vor Ort beim Zoll (Customs, rote Uniformhemden) nach.
Die Anreise mit dem eigenen Auto oder Motorrad ist über die Türkei, Armenien oder Aserbaidschan möglich. Die Grenzen nach Russland (über Abchasien, Ossetien oder Tschetschenien) sind – zumindest für westliche Ausländer – nicht geöffnet.
Hinweis: Bei Einreise soll der Grenzübergang der Ausreise benannt werden, allerdings scheint diese Praxis (Juni 2008) nicht mehr so streng genommen werden.
[Bearbeiten] Schiff
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Aktuelle Information 26.08.2008 Aufgrund der noch bestehenden russischen Kontrollen in Poti sowie der Seeblockade kann derzeit keine sichere Auskunft über den Fährbetrieb von und nach Poti gegeben werden. |
Es gibt eine Fährverbindung von Poti nach Ilyichewsk (bei Odessa in der Ukraine) mit UKRFERRY. Von Hopa ın der Türkeı scheint es ebenfalls eine Fähre zu geben.
[Bearbeiten] Mobilität
Achtung: In Georgien ist zur Zeit (03/2008) nach Angaben verschiedener Individualreisender kein bleifreies Benzin erhältlich.
[Bearbeiten] Sprache
Die offizielle Amtssprache ist Georgisch, Englisch, Russisch und zum Teil auch Deutsch werden vor allen in den Städten, Russisch auch auf dem Land verstanden.
[Bearbeiten] Kaufen
Neben der einheimischen Währung werden viele Preise in US-Dollar angegeben. Dieser wird auch gern akzeptiert. Der Euro ist weniger bekannt. In Tiflis ist das Abheben von Bargeld mit der EC-Karte problemlos möglich. Auch an anderen Bankautomaten soll es nach Berichten Reisender gut möglich sein.
Das auswärtige Amt weist auf folgendes hin:
Zitat:Die Ausfuhr von Teppichen und handelsüblichen Antiquitäten erfordert eine Genehmigung des Kulturministeriums, die mit Hilfe der Verkäufer meist in kurzer Zeit erhältlich ist. Besonders wertvolle Antiquitäten und andere bedeutende Kulturgüter unterliegen einem Ausfuhrverbot. Vor Geschäftsabschluss sollte sich jeder Käufer unbedingt über mögliche Ausfuhrbeschränkungen informieren.
[Bearbeiten] Küche
[Bearbeiten] Nachtleben
[Bearbeiten] Unterkunft
[Bearbeiten] Lernen
[Bearbeiten] Arbeiten
[Bearbeiten] Feiertage
| Termin | Name | Bedeutung |
|---|---|---|
| 01. Januar | Neujahr | |
| 07. Januar | Weihnachten | orthodoxes Weihnachtsfest |
| 19. Januar | Epiphanie | Taufe Jesu |
| 03. März | Muttertag | |
| 08. März | Frauentag | Internationaler Tag der Frau |
| 09. April | Tag der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Georgiens | Unabhängigkeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion |
| 09. Mai | Siegestag | Erinnerung an den Sieg über das dritte Reich |
| 12. Mai | St. Andreas-Tag | |
| 26. Mai | Unabhängigkeitstag | 1. georgische Unabhängigkeitserklärung vom 26.05.1918 |
| 28. August | Mariamoba | orthodoxer Mariä Himmelfahrtstag |
| 14. Oktober | Mzchetoba | kirchliches georgisch-orthodoxes Fest |
| 23. November | Giorgoba | St. Georgs-Tag |
[Bearbeiten] Sicherheit
Abchasien und Südossetien stehen nicht mehr unter der Kontrolle der georgischen Regierung. Sie beanspruchen ihre staatliche Eigenständigkeit.
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Aufgrund des Krieges ist die Sicherheitslage instabil. Es existiert eine Reisewarnung des auswärtigen Amtes Durch die Truppenpräsenz um Gori sowie entlang der Hauptstrasse Richtung Tiflis und Poti ist von Reisen auf dieser Strasse abzuraten. Durch irreguläre Krafte sind vor einigen Tagen unter anderem zwei deutsche Staatsbürger schwer verletzt worden. (Stand 18.08.2008) |
[Bearbeiten] Gesundheit
[Bearbeiten] Klima und Reisezeit
[Bearbeiten] Verhaltensregeln
[Bearbeiten] Post und Telekommunikation
Mobiltelefonie: Sowohl GSM 900 als auch GSM 1800 Netzanbindung existiert. Die Abdeckung ist im Tiefland und den Küstenregionen sehr gut. In den Gebirgsregionen bestehen noch einige Funklöcher. SIM Karten könne problemlos erworben werden.
Festnetztelefonie: Sogenannte Calling Cards zum Freirubbeln sind weit verbreitet und von nahezu jedem Telefon aus nutzbar.


