Freiberg (Sachsen)
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Die Bergbaustadt Freiberg (Sachsen) liegt am Nordrand des Osterzgebirges auf einem Hochplateau, 2 km nordwestlich der Freiberger Mulde. Mit ihrem typisch sächsischen Stadtbild zählt sie zu den sehenswertertesten Städten des Bundeslandes.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Hintergrund
Das relativ junge Freiberg, erst nach Silberfunden 1178 entstanden, war einstmals die größte Stadt in der Markgrafschaft Meißen und wichtiger Handelsstandort. Ihr Silberreichtum und die bedeutsame Münzstätte machte das Kürfürstentum Sachsen zu einem wohlhabenden Staatswesen. Erst 1913 wurde der Silberbergbau eingestellt. Dafür gab es nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1969 wieder verstärkt Bergbauaktivitäten im Bereich der Blei-, Zink- und Zinngewinnung. Freiberg ist Standort einer der weltweit ältesten bergbautechnischen Hochschulen.
[Bearbeiten] Anreise
[Bearbeiten] Flugzeug
Die nächsten Flughäfen sind Dresden-Klotzsche (45 km) und Leipzig/Halle (110 km).
[Bearbeiten] Bahn
Freiberg liegt an der Sachsen-Franken-Magistrale und ist so mit umsteigefreien Direktzügen aus Richtung Nürnberg erreichbar. Bis auf die Stichbahn nach Holzhau wurde auf allen Nebenverbindungen hingegen der SPNV eingestellt. Eine Ausnahme stellt nur die Strecke aus Nossen dar, auf der hin und wieder dampflokbespannte Traditionszüge verkehren.
[Bearbeiten] Bus
[Bearbeiten] Auto
Aus der Ferne erreicht man Freiberg komfortabel über die Abfahrt Siebenlehn der A 4 und die anschließende B 101. Aus Richtung Dresden und Chemnitz verläuft außerdem die B 173. Deren östlicher Teil (Dresden) ist Teil der Silberstraße, die sich dann südlich über die B 101 in das Erzgebirge fortsetzt.
[Bearbeiten] Mobilität
Die Stadt verfügt über ein sieben Linien umfassendes Busnetz:
- A: Zentralhaltestelle – Olbernhauer Str. – Wasserberg – Anton-Günther-Str. – Zentralhaltestelle (Mo-Fr a. Feiertag)
- B: Brand-Erbisdorf – Zug – Freiberg, Zentralhaltestelle – Clausthaler Straße (Mo-Fr a. Feiertag)
- C: Zentralhaltestelle – Meißner Ring – Universität – Friedeburg – Wasserberg – Häuersteig – Seilerberg – Zentralhaltestelle (Mo-Fr a. Ftg, Sa a. Ftg, So u. Ftg)
- D: Zentralhaltestelle – Anton-Günther-Straße – Wasserberg – Olbernhauer Straße – Zentralhaltestelle – Gabel (Mo-Fr a. Feiertag)
- E: Zentralhaltestelle – Schloßplatz – Friedeburg – Schlossplatz – Zentralhaltestelle (Mo-Fr a. Feiertag)
- F: Zentralhaltestelle – (Wasserberg) – Häuersteig – Am Goldbachtal – Brand-Erbisdorf (Mo-Fr a. Ftg, Sa a. Ftg, So u. Ftg)
- G: Stadtbus Brand-Erbisdorf – St.Michaelis – Oberschöna (Mo-Fr a. Feiertag)
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Die Freiberger Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich auf die Altstadt, die - ähnlich wie z.B. in Leipzig - von einem Straßenring umgeben ist.
[Bearbeiten] Kirchen
Zu den ganz großen Sehenswürdigkeiten zählt der Dom St. Marien
, eine spätgotische Hallenkirche (1484 bis 1501) am Untermarkt. An den Dom schließt sich die 1594 im italienischen Renaissancestil ausgebaute, 1885 restaurierte kurfürstliche Begräbniskapelle, die Ruhestätte aller protestantischen Fürsten der Albertinischen Linie von Heinrich dem Frommen (gest. 1541) bis auf Johann Georg IV. (gest. 1694). Am sehenswertesten unter den hier befindlichen Grabmälern ist das des Kurfürsten Moritz (gest. 1553) mit dessen lebensgroßer, von dem Antwerpener Künstler Anton van Zerum gefertigter Statue von Marmor. Im Innern des Doms verdienen noch Beachtung die frei stehende steinerne Kanzel von der Form einer Tulpe und die große Orgel, ein Werk Silbermanns.
Bemerkenswert ist auch die Peterskirche
, auf dem höchsten Punkte der Stadt, mit drei Türmen, deren höchster, 72 m hoch, das Bergglöckchen trägt.
[Bearbeiten] Burgen, Schlösser und Paläste
Das 1572 vom Kurfürsten August neugebaute, 1804 in ein Militärmagazin umgewandelte Schloss Freudenstein
liegt am Nordwestrand der Altstadt.
[Bearbeiten] Bauwerke
Hervorzuheben sei am schönen Obermarkt
das 1410 begründete Rathaus mit stattlichem Uhrturm, welches gleich neben dem 1545 erbauten Kaufhaus (Obermarkt 16, Ratskeller) liegt. Auf diesem bezeichnet ein durch ein eingehauenes Kreuz kenntlicher Stein die Stelle, wo 1455 der Prinzenräuber Kunz von Kaufungen hingerichtet wurde.
An vielen Stellen ist immer noch die Stadtmauer erhalten geblieben. Erwähnung verdient auch der Donatsturm
am Ostrand der Altstadt.
In einem um 1490 errichteten altertümlichen Gebäude mit hohem Ziergiebel am Untermarkt befand sich bis 1875 das Gymnasium. Auch zahlreiche Bürgerhäuser haben sich noch aus dem 16. Jh. erhalten. Von den neueren öffentlichen Bauten verdienen Erwähnung: der Bahnhof (seit 1862), das Justizgebäude, die Jägerkaserne, das Theater (1880 umgebaut), die Gebäude des Gymnasiums und des Realgymnasiums.
[Bearbeiten] Denkmäler
Das vor dem Peterstor stehende Schwedendenkmal erinnert an die heldenmütige Verteidigung der Stadt gegen Torstensson (1643).
[Bearbeiten] Museen
- Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg, Am Dom 1 (im „Domherrenhof“), Tel.: +49 (0)3731 2025-0, Fax: +49 (0)3731 23197. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 17.00 Uhr, Einlasse bis 16.30 Uhr. Eintritt: Erwachsene 3 €, ermäßigt 1,50 €, Familienkarte 7,00 €. Kartenverweis
.
- Naturkundemuseum, Waisenhausstraße 10, Tel.: +49 (0)3731 32014, Email: info@museum-freiberg.de. Kartenverweis
.
- Universitätsmuseum der Bergakademie Freiberg
- Geowissenschaftliche Sammlungen der Bergakademie Freiberg
- Lehr- und Besucherbergwerk Himmelfahrt Fundgrube (einziges Lehrbergwerk der Welt) mit
- Abrahamschacht
- Davidschacht
- Turmhofschacht
- Alte Elisabeth
- Reiche Zeche
- Drei-Brüder-Schacht
- Terra mineralia, Schloss Freudenstein, Brennhausgasse 14, 09596 Freiberg, Tel.: +49 (0)3731–39 2254, Fax: +49 (0)3731–39 2122, 39 2261, 39 2264, Email: sammlung@mineral.tu-freiberg.de. Dienstags bis sonntags 10 bis 18 Uhr. Tageskarte 5 €, ermäßigt 3 €.
[Bearbeiten] Straßen und Plätze
- Obermarkt
- Untermarkt
[Bearbeiten] Parks
- Donatsfriedhof
- Scheringerpark
[Bearbeiten] Verschiedenes
[Bearbeiten] Aktivitäten
[Bearbeiten] Einkaufen
[Bearbeiten] Küche
[Bearbeiten] Günstig
[Bearbeiten] Mittel
[Bearbeiten] Gehoben
[Bearbeiten] Nachtleben
[Bearbeiten] Unterkunft
[Bearbeiten] Günstig
[Bearbeiten] Mittel
[Bearbeiten] Gehoben
[Bearbeiten] Lernen
Die 1765 gegründete Technische Universität Bergakademie Freiberg (TUBAF) ist die fünftälteste bergbautechnische Hochschule der Welt. Sie besitzt sechs Fakultäten:
- Fakultät für Mathematik und Informatik (Fakultät 1)
- Fakultät für Chemie und Physik (Fakultät 2)
- Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau (Fakultät 3)
- Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik (Fakultät 4)
- Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie (Fakultät 5)
- Fakultät für Wirtschaftswissenschaften (Fakultät 6)
[Bearbeiten] Arbeiten
[Bearbeiten] Sicherheit
[Bearbeiten] Gesund bleiben
[Bearbeiten] Klarkommen
[Bearbeiten] Post und Telekommunikation
Die Vorwahl für Freiberg lautet 03731.
[Bearbeiten] Ausflüge
- Halsbrücke (4 km nördlich) - die in den Jahren 1888 und 89 erbaute „Halsbrücker Esse“ war mit einer Höhe von 140 m einst der höchste Schornstein der Welt. Außerdem befindet sich in der Nähe des Ortes ein „Kahnhebehaus“, welches vermutlich das älteste Schiffshebewerk der Welt ist.
- Über die „Silberstraße“ nach Brand-Erbisdorf (7 km südlich, B 101) - spätgotische Pfarrkirche mit lebensgroßem Bergmann von 1585.
- Oederan (15 km westlich, B 173) - „Klein-Erzgebirge“, der älteste Miniaturpark Deutschlands.
- Siebenlehn (16 km nördlich, B 101) - die zwischen Zellwald und Freiberger Mulde gelegene Kleinstadt mit aberkanntem Stadtrecht gehört jetzt zur Stadt Großschirma. Sehenswert sind Kirche und Wasserturm, in der Nähe die einstmals höchste Autobahnbrücke Europas.
- Hainichen (19 km nordwestlich, S 205 über Kleinwaltersdorf) - an der Stiegis, einem Nebenfluss der Freiberger Mulde, gelegen. Geburtsstadt des Dichters und Philosophen Christian Fürchtegott Gellert.
- Frauenstein (20 km südöstlich) - sehenswerte Burgruine.
[Bearbeiten] Literatur
- A. Breithaupt: Die Bergstadt Freiberg im Königreich Sachsen. Craz und Gerlach Verlag, Freiberg 1847.
- Yves Hoffmann, Uwe Richter (Hrsg.): Denkmale in Sachsen. Stadt Freiberg. Beiträge I-III. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Werbung & Verlag, Freiberg 2002–2004. ISBN 3-936784-00-0
- Hanns-Heinz Kasper, Eberhard Wächtler (Hrsg.): Geschichte der Bergstadt Freiberg. Böhlau, Weimar 1986. ISBN 3-7400-0051-1
- Otfried Wagenbreth, Eberhard Wächtler (Hrsg.): Der Freiberger Bergbau. Technische Denkmale und Geschichte. 2. Auflage. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1988. ISBN 3-342-00117-8

