Eger
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Eger (Cheb) liegt im Nordwesten Böhmens, auf einer Anhöhe am rechten Ufer des Flusses Eger und unweit der Grenze zu Bayern. Die Entstehung von Eger ist unbekannt. Es war Sitz der Markgrafen des Nordgaues (zuletzt der von Vohburg). Von ihnen kam die Stadt 1149 durch Heirat an Friedrich Barbarossa, der sie 1179 zur Reichsstadt erhob. 1270 brannte sie, damals im Besitz Ottokars II. von Böhmen, ganz ab. Nachdem sie schon König Adolf und nochmals Ludwig der Bayer 1322 an Böhmen verpfändet hatten, blieb sie böhmisch. König Wendel verkündete hier 1389 einen Landfrieden, und 1432 fanden Verhandlungen zwischen den Hussiten und Gesandten des Baseler Konzils statt, welche den Ausgleich vorbereiteten. Georg Podiebrad nötigte hier 1459 die sächsischen Fürsten, Böhmens Lehnshoheit für mehrere meißnische Besitzungen anzuerkennen. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde Eger 1631 und nochmals 1647 von den Schweden genommen und auf dem dortigen Stadthaus am 25. Februar 1634 Wallenstein ermordet. Im österreichischen Erbfolgekrieg wurde die Stadt am 19. April 1742 von den Franzosen unter Moritz von Sachsen genommen, aber schon 1743 wieder an die Österreicher übergeben. 1809 wurden die Festungswerke geschleift.
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[Bearbeiten] Anreise
Eger ist von Deutschland aus über vier Straßengrenzübergänge erreichbar:
- Hundsbach (Oberpfalz)/Svatý Kříž: B 299 von Mitterteich über Waldsassen (A 93 aus Richtung Regensburg)
- Schirnding/Pomezí: B 303 von Bad Berneck (A 70 aus Richtung Bamberg)
- Selb/Asch: Straße von Selb (A 93 aus Richtung Hof)
- Schönberg: B 92 von Plauen (A 72 aus Richtung Chemnitz)
Die Vogtlandbahn fährt Eger im Nahverkehr von Zwickau aus über Plauen und von Marktredwitz aus an. Es gibt auch eine tägliche RegionalExpress-Verbindung von Nürnberg.
[Bearbeiten] Mobilität
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Eger besitzt eine sehr malerische Altstadt.
Von der alten kaiserlichen Burg (in welcher Wallensteins Gefährten Terzky, Illo, Kinsky und Neumann fielen) sind die prächtige, unten romanische, oben frühgotische Doppelkapelle, der „schwarze Turm“ und Ruinen des Saalbaues übrig.
[Bearbeiten] Aktivitäten
[Bearbeiten] Einkaufen
An der Straße von Waldsassen nach Eger befindet sich kurz nach der Grenze der ASIA DRAGON BAZAR, Svatý Kříž, 350 02 Cheb, Tel.: +420 354 437 843. Hier gibt es Restaurants mit authentischer asiatischer Küche und auch Läden, wo die entsprechenden Zutaten für die asiatische Küche gekauft werden können. Weiterhin gibt es viele Stände, die Produktfälschungen, z.B. CD´s, T-Shirt Schuhe usw. verkaufen. Wer keinen Ärger mit dem deutschen Zoll haben will, sollte die Finger davon lassen. Auf dem Markt können auch Spirituosen, Holzhandwerk und viel Krimskrams erworben werden.
[Bearbeiten] Küche
[Bearbeiten] Nachtleben
[Bearbeiten] Unterkunft
[Bearbeiten] Ausflüge
- Franzensbad (Františkovy Lázně, 8 km nördlich) - ein Eckpunkt des böhmischen Bäderdreiecks.
- Waldsassen (11 km südwestlich, Fernstraße 214/B 299) - Stadt im Stiftland; Stiftsbasilika und Kloster.
- Skalná, dt. Wildstein (13 km nördlich, über Ortsumgehung Franzensbad) - zwischen Franzensbad und Plesná im Elstergebirge gelegen; nicht weit entfernt liegt das Moorgebiet Soos.
- Hohenberg an der Eger (15 km westlich, E48) - kleine Stadt hinter der tschechisch-deutschen Grenze mit dem Porzellanikon, dem deutschen Porzellanmusum.
[Bearbeiten] Literatur
- Emanuel Poche: Böhmen und Mähren. Kunstdenkmäler in der Tschechoslowakai. Hrsg. v. Reinhardt Hootz. Bd 2. Deutscher Kunstverlag, München-Berlin 1986. ISBN 3-422-00377-0
- Jaromír Boháč, Jiří Strádal: Cheb (Eger) im Spiegel der Zeit. Město Cheb, Cheb 2003 (Deutsch, englisch, tschechisch).
- Heinrich Giegold: Tschechen und Deutsche - Die Geschichte einer Nachbarschaft. Frankenpost, Hof 1993, 1997.

