Deir esch-Schelwīṭ

Aus Wikivoyage

Wechseln zu: Navigation, Suche
Fassade des Isis-Tempels
Fassade des Isis-Tempels
Blick durch den Propylon zum Tempel
Blick durch den Propylon zum Tempel
Propylon des Isis-Tempels
Propylon des Isis-Tempels

Deir esch-Schelwit (auch Deir el/esch-Schelwit/Shelwit; frz. Deir [el-] Chellouit, Deir [el-] Chelouit, arabisch: دير الشلويط, Dair asch-Schelwīṭ) ist eine archäologische Stätte ca. 4 km südlich von Medinet Habu in Oberägypten (Ägypten) auf dem westlichen Nilufer. Der Tempel befindet sich unmittelbar am Fruchtlandrand.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Anreise

Die Anreise erfolgt über am einfachsten über die Straße bzw. Piste auf dem thebanischen Westufer entlang des Fruchtlandrandes vorbei am Tempel von Medinet Habu, am Palast von Malqata und am französischen Grabungshaus (25° 42' 48" N 32° 35' 30" O).

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Der römische Tempel der Isis und des Month stammt aus der Zeit der römischen Kaiser Galba, Ortho, Vespasian, Hadrian und des Antonius Pius (ca. 68 n. Chr.). Das Tempelgebäude ist 13 × 16 m groß, aus Sandstein erreichtet und verfügt über einen separaten Torbau (Propylon) im Osten, der Teil der 50 × 80 m großen Ziegel-Umfassungsmauer ist.

Am Torbau erkennt man die römischen Kaiser Vespasian, Ortho und Galba beim Opfer vor verschiedenen Göttern wie Month, Re-Harachte, Harsiese, Thot, Osiris, Horus, Isis, Nephthys, Ra'ttaui und Thenent. Vor dem Tempel befand sich noch ein weiterer, fast inschriftenloser Türdurchgang.

Am nicht zugänglichen Tempel sind nur der Sturz und die Pfosten mit Opferszenen eines Königs vor verschiedenen Göttern auszumachen.

Im Inneren sind nur das Sanktuar (Allerheiligstes) und die Pfosten einer Kapelle mit Inschriften und Anbetungsszenen des Antonius Pius und des Hadrian dekoriert. Treppen führen zum Dach und zur Krypta.

Obwohl der Tempel natürlich bereits im 19. Jahrhundert bekannt war, ist er erst in einer Kampagne unter Leitung von Christiane M. Zivie von 1974–1976 ausführlich untersucht worden.

[Bearbeiten] Ausflüge

Der Besuch von Deir esch-Schelwit lässt sich mit dem von Armant verbinden.

[Bearbeiten] Literatur

Der Tempel ist in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben.

  • Zivie, Christiane M. : Le temple de Deir Chelouit. Le Caire : Institut français d’Archéologie orientale, 1982 – 1992. In Französisch. 4 Bände: Propylon, 1982, Inschriften im Pronaos, 1983, Inschriften im Naos, 1986, Architekturstudien, 1992.

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge
Verwandte Sites
Andere Sprachen