Colditz
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Die Kleinstadt Colditz liegt an der Zwickauer Mulde, südlich von deren Vereinigung mit der Freiberger Mulde. Das Schloss Colditz war im Zweiten Weltkrieg Kriegsgefangenenlager für prominente Alliierte. Colditz gehörte zu Anfang des 12. Jhs. zur Herrschaft Groitzsch, wurde von Friedrich Barbarossa erworben, der damit ein edles Geschlecht, die Herren von Colditz, belehnte. Diese, die erst 1488 ausstarben, verkauften 1404 Stadt und Burg Colditz an die Markgrafen von Meißen. Durch die Hussiten 1430 verwüstet, wurde Colditz 1464 vom Kurfürsten Ernst wieder erbaut und diente lange Zeit als Witwensitz der Kurfürstinnen.
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[Bearbeiten] Anreise
Colditz ist neben diversen untergeordneten Straßen über die Bundesstraße 107 von Grimma (A 14) nach Rochlitz und über die Bundesstraße 176 Bad Lausick–Hartha erreichbar. Wer aus Richtung Chemnitz kommt, benutzt am besten die bis Niederfrohna fertiggestellte A 72, die B 95 bis Penig, die B 175 nach Rochlitz und ab da die B 107.
Die Muldentalbahn, an der Colditz liegt, wurde wegen des schlechten Streckenzustandes ab 1997 schrittweise stillgelegt. Das Hochwasser 2002 gab ihr schließlich den Rest. Die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH, die es sich zum Ziel gemacht hat, Eisenbahnstrecken in der Fläche zu erhalten, hat jedoch die Betriebsgenehmigung für die Strecke erhalten und ist dabei, sie wieder herzurichten. Spätestens 2009 soll die Bahnstrecke wieder durchgängig von Glauchau bis Großbothen (Verbindung mit der Strecke Leipzig–Döbeln–Dresden) befahrbar sein.
[Bearbeiten] Mobilität
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Das Schloss Colditz wurde erstmals im 11. Jahrhundert erwähnt und unter dem Kurfürsten August von Sachsen zum Jagdschloss im Stil der Renaissance umgebaut. Im 19. Jahrhundert verlor es seine Bedeutung und wurde zunächst als Armenhaus und später als Nervenheilanstalt genutzt. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde ein „Schutzhaftlager“ für politische Gegner eingerichtet. Richtig bekannt wurde das Schloss allerdings als Kriegsgefangenenlager. Unter anderen war hier auch Winston Churchills Neffe Giles Romilly arretiert. Das Schloss Colditz erhebt sich über der Stadt. Kontakt: Gesellschaft Schloss Colditz e.V., Schlossbüro, Schlossgasse 1, Tel.: +49 (0)34381 43777, Fax: 034381 45383, Email: info@gesellschaft-schloss-colditz.com. Öffnungszeiten: April bis Oktober täglich 10 bis 17 Uhr, November bis März täglich 10 bis 16 Uhr.
In Colditz selbst verdient die Stadtkirche St. Egidien mit spätgotischem Chor aus der ersten Hälfte des 15. Jh. Erwähnung.
[Bearbeiten] Aktivitäten
[Bearbeiten] Einkaufen
[Bearbeiten] Küche
[Bearbeiten] Nachtleben
[Bearbeiten] Unterkunft
- Waldhaus Colditz, Lausicker Str. 60, Tel.: +49 (0)34381 43371, Fax: 034381 459722.
[Bearbeiten] Ausflüge
- Rochlitz (10 km südlich, B 107) - Kleinstadt mit Schloss an der Zwickauer Mulde. Markante Silhouette mit Bahnbrücke vor dem Schloss.
- Bad Lausick (12 km westlich, B 176) - St. Kilianskirche und Freizeitbad RIFF.
- Geithain (12 km südwestlich, S 44) - an der Bahnstrecke Chemnitz–Leipzig gelegen; Kirche St. Nikolai sowie Stadtmauer und Stadttor.
- Leisnig (12 km nordöstlich) - Kleinstadt an der Freiberger Mulde; Burg Mildenstein.
- Grimma (15 km nördlich, B 107) - die nach Döbeln zweitgrößte Stadt im Mittelsächsischen Hügelland wartet besonders mit ihrer historischen Altstadt auf, die nach dem Hochwasser 2002 komplett saniert wurde.
- Hartha (15 km östlich, B 176) - die Stadt Hartha liegt 4 km westlich des Zschopautals; Stadtkirche und Sternwarte.
[Bearbeiten] Literatur
- Kriegsgefangenenlager Colditz Oflag IVc 1939–1945. Herausgeber: Städtisches Museum Colditz 2004

