Budapest

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Budapest ist die Hauptstadt von Ungarn und mit einer Bevölkerung von 1,8 Millionen noch vor Belgrad und Wien die größte Stadt an der Donau. Dieser bis dahin nicht gebräuchliche Name (üblicherweise wurde von Pest-Buda gesprochen) entstand jedoch erst 1873 als Folge der Zusammenlegung der bis dahin selbständigen Städte Buda, Pest und Óbuda.

Blick von den Hängen des Gellert Berges.
Kurzdaten
Fläche: 525 km²
Höhe: 102 m ü NN
Einwohner: 1.610.000
Telefonvorwahl: (+36) 1
Postleitzahl: H-1xxy
Internet URL: http://www.budapest.hu
Touristinformation: http://www.budapestinfo.hu/de
Zeitzone: UTC+1
Koordinate: 47° 30' 0" N 19° 3' 0" O
Notrufnummer(n)
Notruf: Rettungswagen: 104

Polizei: 107

Feuerwehr: 105

allg. Notruf: 112

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Stadtteile

Budapest ist verwaltungstechnisch in 23 Distrikte unterteilt. Für Reisezwecke genügt eine Einteilung gemäß der alten Unterteilung der Stadt in:

  • Pest: der flache Teil der Stadt, östlich der Donau
  • Buda: der hügelige Teil der Stadt, westlich der Donau
  • Óbuda: ein spezieller Teil Budas am westlichen Donauufer, der älteste Teil Budapests

Eselsbrücke: Buda = Berg, Pest=Platt

[Bearbeiten] Geschichte

Die Geschichte der Stadt geht auf ein von keltischen Eraviskern im 1. Jahrhundert v. Chr. am Gellértberg gebautes Oppidum zurück. Vermutlich aus dem Norden eingewandert, vertrieben sie die bis dahin hier ansässigen Illyrer. Auch nach der Einverleibung des Gebietes ins römische Reich ab etwa 11 n. Chr. blieben die Evarisker in ihrem Hauptort und genossen bis 40 n. Chr. dank ihrer Neutralität und den dadurch guten Beziehungen gegenüber den vordrängenden Römern eine gewisse Eigenständigkeit. Gewisser Unruhen wegen bestanden aber die Römer auf der vollständigen Kontrolle der Region und gründeten im Jahre 89 Aquincum, eine Art Doppelstadt, die aus einer Siedlung mit Festungsanlage und einer unabhängigen Zivilstadt bestand. Ab dem Jahre 106 bis zum Untergang des römischen Reiches Ende des 4. Jahrhunderts war Aquincum Hauptstadt der Provinz Pannonia und Sitz des römischen Statthalters und übernahm damit eine führende Rolle in der Befestigung des Donau-Limes.

Die römische Herrschaft bestand während ziemlich genau 4 Jahrhunderten. Aufgrund einer Vereinbarung mit den Hunnen räumten die Römer Ende des 4./Anfang des 5. Jahrhunderts Aquincum und zogen sich schliesslich ganz zurück. Der wohl bekannteste Führer der Hunnen war König Attila (* 406 - † 453), und in verschiedenen Sagen und Legenden - so auch im Lied der Niebelungen - wird Altofen (Óbuda) auch die Stadt Attilas genannt. Anlässlich der nun einsetzenden Völkerwanderung wurde das Gebiet von Hunnen, Goten, Langobarden und Awaren überschwemmt und verwüstet. Erst nach der Landnahme der von Osten kommenden Magyaren unter Fürst Árpád im Jahr 896 kehrte eine relative Ruhe ein. Der Überlieferung nach liess sich Árpáds Fürstenstamm auf der heutigen Halbinsel Csepel nieder, von wo aus es zur Besiedelung des gesamten pannonischen Beckens kam. Die durch die Christianisierung sesshaft gewordenen Ungarn gründeten Dörfer und betrieben Ackerbau und Viehzucht.

Im Zentrum der wichtigsten Verkehrswege gelegen, gewann Pest immer mehr an Bedeutung, und so entstand auf der Höhe der heutigen Erzsébet híd (Elisabethenbrücke) ein reger Fährverkehr über die Donau zum gegenüberliegenden Buda. Die Krönung von Stephan I. zum ersten König Ungarns im Jahre 1000/1001 bildete das Fundament zur Vorherrschaft der Magyaren, die bis ins 13. Jahrhundert anhielt. Als Folge des unter Temudschin, des späteren Dschingis Khan losbrechenden Mongolensturms wurden sowohl Buda wie auch Pest im Jahre 1241 nahezu vollständig zerstört und die königliche Residenz musste zunächst nach Visegrád verlegt werden.

Der König trug sich mit dem Gedanken an einen vollständigen Wiederaufbau der Stadt Pest, verwarf aber diese Idee wieder, angesichts von Gerüchten über einen erneuten Mongolenüberfall. Statt dessen entschloss er sich, auf dem Burgberg von Buda eine völlig neue, verteidigungsstrategisch günstiger gelegene Stadt zu gründen. Sie entstand auf dem einem spitzwinkligen Dreieck gleichenden Hochplateau, dessen Aussenkanten stark befestigt wurden.

Auch wenn diesbezüglich keine Urkunden erhalten geblieben sind, liegt die Vermutung doch nahe, dass ein Grossteil der Pester Bevölkerung, namentlich die führende Schicht in die neue Stadt umgesiedelt wurde. In Pest verblieb lediglich ein kleiner Teil der Einwohner unter der Verwaltung eines von Buda bestimmten Stadtrichters.

[Bearbeiten] Anreise

[Bearbeiten] Flugzeug

Budapest hat einen internationalen Flughafen: Ferihegy (BUD, Ferihegyi nemzetközi repülőtér; ausgesprochen "Färihädj"). Der Flughafen besteht aus zwei Terminals (Terminal 1 und Terminal 2A/ B), die kilometerweit voneinander entfernt liegen. Wer aus Deutschland mit Germanwings, EasyJet oder SkyEurope anfliegt, landet am frisch renovierten Terminal 1, das sich näher an der Stadtmitte befindet. Die Lufthansa residiert an Terminal 2.

Budapest Ferihegy Airport, H 1675, Budapest Pf 53, Tel.: +36 1 296 7000, Fax: +36 296 6000, Email: info@bud.hu

Der Flughafen liegt 25 km südöstlich der Stadt. Er ist für umgerechnet rund 1,50 Euro (= EUR = €) mit dem ÖPNV zu erreichen (U-Bahn M3 bis Endstation Kőbánya-Kispest, dann Flughafen-Bus).

Die vor dem Flughafen wartenden Taxen sind so genannte "Privat-Taxis", die fast das Doppelte des ortsüblichen Taxitarifs berechnen und damit in etwa deutsche Preise verlangen. Eine Fahrt mit einem regulären Taxi kostet umgerechnet rund 17 Euro. Ein reguläres Taxi muss jedoch telefonisch bestellt werden.

Für Touristen wird deshalb oftmals die An- und Abfahrt mit speziellen Kleinbussen empfohlen ("Minibus-Service", eine Art Sammeltaxi). Kosten: 2100 HUF (ca. 8,50 €, Stand Dez. 2004). Ein Hin- und Rückticket für die Minibusse kostet 3600 HUF (ca. 14,70 €). Ein Schalter zum Kauf von Minibustickets befindet sich im Terminal. Bei der Rückfahrt ist zu beachten, dass die Abholung mindestens 12, besser 24 Stunden vor der Fahrt bei der Zentrale reserviert werden muss.

  • Minibus-Zentrale: Öffnungszeiten: 6.00-22.00, Telefon: +36 1 296 8555, Fax: +36 1 296 8993

[Bearbeiten] Bahn

Budapest liegt nur rund drei Stunden Bahnfahrzeit von Wien entfernt. Die Stadt hat mehrere große Bahnhöfe, die zwar sämtlich miteinander per Metro verbunden, aber dennoch weit voneinander entfernt sind. Daher ist es ratsam, sich rechtzeitig vorab über den genauen Ankunfts-/ Abfahrtsort zu orientieren.

  • Déli pályaudvar (Südbahnhof), Buda, Krisztina krt. 37/ A. Hier treffen u.a. die Züge aus Richtung Balaton ein.
  • Nyugati pályaudvar (Westbahnhof), Pest, Nyugati tér. Hier kommen viele Inlandszüge aus dem Westen, so von Sznob und Esztergom.
  • Keleti pályaudvar (Ostbahnhof), Pest, Baross tér. Der "internationale" Bahnhof. Tägliche Eurocitys von Berlin, Hamburg, Wien, München, Zürich, Bratislava und Bukarest. Dazu Verbindungen nach Zagreb, Ljubljana, Moskau, Kiew, Prag, Belgrad und Sofia.

[Bearbeiten] Bus

Es besteht eine direkte Busverbindung von Cluj-Napoca (Rumänien), Kostenpunkt ca. 20 Euro.

[Bearbeiten] Auto

Die Anfahrt nach Budapest erfolgt am besten via Wien über die Flughafen-Autobahn A4 in Richtung Grenze, die seit in kraft treten des Schengener Abkommens am 21. Dezember 2007 offen ist, und folgt der ungarischen M1 über Györ und Tatabánya bis Budapest. Die nötige Autobahnvignette kann unmittelbar nach der Grenze in einer der dortigen Wechselstuben oder etwa 5 km weiter an einer ehemaligen Zahlstelle bezogen werden. Nicht vergessen: das eigene Kfz-Kennzeichen muss angegeben werden, da die Vignette fahrzeugspezifisch registriert wird. Diese Vignette ist neu für alle Autobahnen in Ungarn gültig. Die entsprechenden aktuellen Tarife und Fahrzeugkategorien sind hier ersichtlich. Entlang der M1 sind in zunehmendem Masse verschiedentlich Geschwindigkeitsüberwachungen installiert; es empfiehlt sich also, die Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h nicht zu überschreiten. Ebenfalls zu beachten gilt die Tagesfahrlicht-Pflicht und die 0 Promille-Grenze.

[Bearbeiten] Schiff

Budapest ist in Deutschland vom Abfahrtshafen Passau über eine mehrtägige Schiffsreise auf der Donau zu erreichen.

[Bearbeiten] Mobilität

Budapest hat ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz, bestehend aus Bussen, Straßenbahnen, der S-Bahn-ähnlichen HEV-Bahn und vor allem der Metro. Die drei Metrolinien ("Gelb", "Rot" und "Blau") bilden die älteste kontinentaleuropäische U-Bahn und sind eine Sehenswürdigkeit. Sie verkehren in äußerst kurzem Takt, sind schnell und Tickets können an Automaten gezogen werden, die auch in Englisch programmiert sind.

  • Gelb: Vörösmarty tér <--> Mexikói út., wichtige Stationen: Opera (Oper), Hősök tere (Heldenplatz), Széchenyi fürdő (Széchenyi-Bad)
  • Rot: Déli pályaudvar <--> Örs vezér tere, wichtige Stationen: Déli pályaudvar (Südbahnhof), Batthyány tér (Platz an der Donau, gegenüber vom Parlament und am Fuß des Schlossberges), Kossuth tér (Platz am Parlament), Keleti pályaudvar (Ostbahnhof)
  • Blau: Kőbánya-Kispest <--> Újpest-Központ, wichtige Stationen: Ferenciek tere, Nyugati pályaudvar (Westbahnhof), Árpád híd (Árpádbrücke)

Die Metrolinien kreuzen sich nur an einem Punkt, dem Déak Ferenc tér. Beschriftungen und Aushänge der Metro sind oftmals dreisprachig (Ungarisch, Englisch, Deutsch), bei Bussen und Bahnen zumeist nur in Ungarisch.

Die Budapest Card ist eine Rabattkarte, die je nach Variante zwei oder drei Tage lang die Fahrkarte auf allen Strecken in der Stadt ersetzt und zugleich Eintrittspreisermäßigungen in Museen, Sehenswürdigkeiten, Restaurants u.ä. mit sich bringt (5200/ 6500 HUF). Da seit einiger Zeit der Eintritt zu den Dauerausstellungen ohnehin gratis ist, lohnt sich die Budapest Card kaum noch. Die Alternative ist das Tourist Ticket zu 2500 HUF, mit dem man drei Tage lang jedes Verkehrsmittel benutzen kann. Alternativ bietet sich der Kauf eines 7-Tagetickets an (3400 HUF). Ein Ein-Tages-Ticket gibt es für 1150 HUF. Am günstigsten ist eine Zehnerkarte zu 1665 HUF: die Streifen lassen sich einzeln abreißen (sind also übertragbar, wenn man nicht allein reist). Man kann sie auch über mehrere Tage verteilt nutzen. (Stand: 2006)

Senioren aus EU Staaten über 65 können gegen Vorlage ihres Reisepasses die meisten öffentlichen Verkehrsmittel (Bahn, Straßenbahn, Metro, usw) kostenlos benutzen. Es lohnt sich jeweils nachzufragen. Gilt nicht für grenzüberschreitende Bahnfahrkarten.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Gebäude

  • Burgschloss
Im Süden des Burgbergs befindet sich das Burgschloss, das über der Donau und der Kettenbrücke thront. Im Inneren des Gebäudekomplexes befinden sich die Ungarische Nationalgalerie, das Ludwig Museum, das Budapester Historische Museum und die Szechenyi-Nationalbibliothek.
Burgschloss bei Nacht
Burgschloss bei Nacht
Seit 2002 ist das Schloss auch Sitz des ungarischen Präsidenten. In seiner Geschichte ist das Schloss mehrfach zerstört worden. Eine erste Befestigungsanlage an dieser Stelle wurde im 13. Jahrhundert, nach dem Mongolensturm von 1241, durch König Béla IV. errichtet und war seither Sitz der ungarischen Könige. Eine erste urkundliche Erwähnung des damals gotischen Palastes, dessen Reste noch heute zu besichtigen sind, datiert aus dem Jahre 1255. Später wurde das Schloss mehr und mehr gotisch umgebaut und erweitert, unter anderem unter König Matthias, der den Renaissance-Stil einführte. Nach jahrelanger Belagerung gelang es den eingefallenen Türken schliesslich, im Jahre 1541 die Burg zu erobern. In den nun folgenden 145 Jahren der Besatzung verfiel der Burgpalast nach und nach, da die Räumlichkeiten als Ställe, Pulverkammern und sonstige Lagerräume benutzt wurden. Gewisse strategische Bereiche waren auch den Türken wichtig und sie verstärkten und erweiterten die Befestigungsanlagen, so dass wiederholte Versuche von christlichen Heeren, die Burg einzunehmen, zum Scheitern verurteilt waren. 1686 schliesslich wurde die Burg erneut belagert, diesmal unter Herzog Karl V. von Lothringen. Nach zweimonatigem Beschuss des Burgberges und unzähligen erbitterten Kämpfen, bei denen die Anlage fast vollständig zerstört wurde, erfolgte am 2. September 1686 der entscheidende Angriff, bei dem die Türken vernichtend geschlagen und schliesslich vertrieben wurden. Unter den Habsburgern wurde das Schloss ab dem frühen 18. Jahrhundert nach und nach wieder aufgebaut. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde es allerdings abermals beinahe vollständig zerstört. Und nochmals wurde wiederaufgebaut, diesmal nach den Plänen der vorangegangenen Jahrhunderte. Bereits 1968 konnten gewisse Teilbereiche zur Besichtigung freigegeben werden, aber noch heute finden weitere Grabungen und Rekonstruktionen statt. 1987 wurde das Schloss zusammen mit dem Uferbereich der Donau und der Andrássy út schliesslich zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Anfahrt: Bus 16.
  • Fischerbastei
Ein Teil der Fischerbastei.
Ein Teil der Fischerbastei.
Der Abschnitt der Festungsmauer rund um die Fischerbastei wurde in vergangenen Zeiten von den Fischern aus dem darunter liegenden Viertel verteidigt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Bastei neu gestaltet und erhielt ihr heutiges neoromanisches Aussehen. Die sieben Türme sind Symbol für die sieben landnehmenden Stämme. Von der Fischerbastei bietet sich ein großartiger Blick über die Donau auf den Stadtteil Pest. Der obere Teil des Festungsanlage ist tagsüber in der Saison kostenpflichtig. Später am Abend kann man allerdings kostenlos den Blick auf die nächtliche Metropole genießen. In der Bastei steht das Reiterstandbild König Stephans I., das nur wenige Jahre später hier errichtet wurde. Einen starken Kontrast bildet das direkt an die Fischereibastei angrenzende Hilton-Hotel. Das Hotel wurde in den 1970er Jahren gebaut und die Spiegelung der Bastei in der braunen Glasfront ist ein beliebtes Fotomotiv. Anfahrt: Bus 16.
  • Parlament
Das Parlamentsgebäude: Blick vom Burgberg
Das Parlamentsgebäude: Blick vom Burgberg
Das drittgrößte Parlamentsgebäude der Welt und zugleich das größte Gebäude Ungarns ist das Wahrzeichen von Budapest. Der neogotische Palast, der direkt an der Donau liegt, wurde zwischen 1885 und 1902 errichtet. Im Inneren befinden sich über 700 Räume und 29 Treppenhäuser. Vorbild des Bauwerks ist eindeutig die Westminster Abbey in London. Das Parlament kann besichtigt werden, Tickets werden direkt am Parlament verkauft (Tor X). Deutschsprachige Führungen gibt es mindestens einmal täglich, in der Hochsaison auch öfter. Mitunter kommt es zu langen Schlangen (Wartezeit über eine Stunde), so dass man gut beraten is, sich früh oder am Vortag anzustellen. Die Führung beginnt in einem prachtvollen Treppenhaus aus Marmor und Gold. In der Kuppelhalle können die Kronjuwelen Ungarns besichtigt werden. Im weiteren Verlauf der Führung sieht man auch den Gobelinsaal, in dem sich ein fast 30 Quadratmeter großer Teppich mit einer historischen Darstellung befindet und den Parlamentsaal. Anfahrt: U-Bahn Station Kossuth Lajos tér.
  • Zitadelle - Die auf der Spitze des Gellért-Berges liegende,
    Aussicht von der Zitadelle auf Budapest
    Aussicht von der Zitadelle auf Budapest
    heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Zitadelle wurde aus der Erfahrung der Märzrevolution heraus gebaut. Als der ungarische Reichstag am 14. April 1849 seine Unabhängigkeit von Habsburg-Lothringen erklärte und die Republik ausrief, wurde der ungarische Freiheitsdrang von der österreichischen Armee mit Hilfe russischer und kroatischer Truppen niedergeschlagen. Nun wurden in Wien Pläne geschmiedet, Budapest mit einem Festungsgürtel zu umgeben, um die Hauptstadt militärisch besser kontrollieren zu können und um die Bevölkerung an die österreichische Oberhoheit zu erinnern. Ausser der Zitadelle wurden diese Pläne jedoch nie ausgeführt. Am 12. Februar 1942 wurde sie nach heftigen Kämpfen mit der deutschen Wehrmacht von der sowjetischen Armee besetzt. Zum Gedenken an diesen Befreiungstag wurde 1947 an der Südspitze eine Freiheitsstatue errichtet.
  • Synagoge - Größte Synagoge Europas, zweitgrößte der Welt nach New York, in Ziegelbauweise gebaut. Führungen finden täglich statt.
  • Aquincum - Größere römische Ruinenstadt in Obuda. Nur von April bis Oktober geöffnet.
  • Zentrale Markthalle - Der "Bauch Budapests", nahe der Donau, wurde vom Architekturbüro Gustave Eiffel entworfen - genau, der mit dem Turm.
  • Opernhaus - An der Andrássy Út
  • Zoo
  • Gül Baba Türbe - Grabstätte eines hohen türkischen Beamten, der auch als religiöse Figur verehrt wird.
  • Jüdisches Viertel - an der Kiraly utca, derzeit vom Abriss bedroht
  • Nyugati pályaudvar - Der Westbahnhof wurde nach dem Plan von Gustave Eiffel Ende des 19. Jahrhunderts errichtet.

[Bearbeiten] Strassen und Plätze

  • Andrássy Út
    Andrássy Út vom Heldenplatz
    Andrássy Út vom Heldenplatz
Die Prachtstraße, die seit 2002 UNESCO-Weltkulturerbe ist, beginnt in der Nähe des Deak Ferenc tér und führt zum Heldenplatz. Die Straße wurde 1870 angelegt, nachdem sich die parallel verlaufende Kiraly Utca als zu eng erwies. Wichtige Gebäude und Orte auf oder entlang der Andrassy Út sind die Ungarische Staatsoper, das Operettentheater, das Moulin Rouge, der Liszt Ferenc tér mit der Musikakademie, der Oktogon Platz und das Franz-Liszt-Gedenkmuseum in der Alten Musikakademie. Unter der Andrássy Út verläuft die "gelbe" Milleniums-U-Bahn - die älteste U-Bahn Kontinentaleuropas. Die Haltstellen sind von der Innenstadt aus gesehen: Bajcsy-Zsilinsky út, Opera, Oktogon, Vörösmarty utca, Kodály körönd, Bajza utca und Hösök tere.
Der Heldenplatz
Der Heldenplatz
  • Heldenplatz (ungarisch: Hősök tere) - bestehend aus dem Milleniums- und dem Heldendenkmal, eingerahmt von der Kollonade, in der man die bedeutendsten historischen Charaktere Ungarns findet, von den Anfängen unter König Stefan I. (ungarisch (Szent) István) bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Der Platz wird links vom Museum der schönen Künste (Szépművészeti Múzeum) und rechts von der Kunsthalle (Műcsarnok) abgeschlossen.

[Bearbeiten] Kirchen

  • Matthiaskirche
    Matthiaskirche
    Matthiaskirche
Neben der Fischereibastei steht die Matthiaskirche auf dem Burgberg. Seit Mitte des 13. Jahrhunderts befindet sich eine Kirche an dieser Stelle. Ursprünglich war die Kirche 'die Kirche der deutschen Gemeinde' in Budapest und wurde im 15. Jahrhundert von König Matthias gotisch umgestaltet. Während der türkischen Herrschaft war die Matthiaskirche eine Moschee. Nach dem Ausgleich zwischen Österreich und Ungarn wurden am 8. Juni 1867 Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth in dieser Kirche zu König und Königin von Ungarn gekrönt. Die heutige Gestaltung der Kirche stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Kirche präsentiert sich als weißer Bau im neogotischen Stil mit einem bunten Dach aus Majolika-Ziegeln. Anfahrt: Bus 16.
  • St. Stephan Dom - Die größte Kirche Budapests befindet sich nahe dem Deák Ferenc tér (U-Bahn-Kreuzung).

[Bearbeiten] Museen

Für EU-Bürger ist der Eintritt in über 20 Museen in Budapest kostenfrei.
  • Statuenpark - Sammlung kommunistischer Statuen aus dem ganzen Land

[Bearbeiten] Parkanlagen

  • Margit Sziget - Die Margarethen-Insel befindet sich zwischen der Árpád- und Margarethen-Brücke. Diese Insel ist das grüne Herz der ungarischen Hauptstadt mit Spazier- und Sportmöglichkeiten. Wirklich ruhig, weil die Insel vom Autoverkehr frei ist.

[Bearbeiten] Aktivitäten

  • Thermalbäder
Über 120 Thermalquellen im Stadtgebiet haben die Geschichte der Stadt geprägt. Bereits die Römer nutzen die Quellen für ihre Badehäuser und haben die Badekultur nach Budapest gebracht. Die ältesten Bäder stammen aus der Zeit der türkischen Herrschaft: das Rudas- und das Kiraly-Bad stammen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Seit 1934 ist Budapest ein staatlich anerkanntes Heilbad. Manche Bäder haben getrennte Badetage für Männer und Frauen, bzw. lassen keine Frauen zu (Rudas).
  • Gellertbad - Architektonisch spektakuläres Schwimm- und Thermalbad am Donauufer
  • Széchenyibad
  • Rácbad
  • Danubius Thermalhotel
  • Rudasbad - Fast 500 Jahre altes türkisches Bad

Siehe auch: Budapester Thermalbäder

[Bearbeiten] Einkaufen

Die älteste und berühmteste Einkaufsstraße der Stadt ist die

  • Váci utca

Sie liegt unmittelbar hinter dem Donauufer auf der Pester Seite der Stadt.

[Bearbeiten] Küche

Eine besondere Spezialität der Stadt sind die Palatschinken, kleine, gefüllte Pfannkuchen. Der Begriff hat nichts mit Schinken zu tun, sondern ist eine Verballhornung des ungarischen Palacsinta. Palacsinta werden nicht einzeln gegessen, sondern der Gast stellt sich ein Menü aus mehreren süßen und pikanten Füllungen zusammen. Auch das wohl bekannteste Restaurant der Stadt ist für seinen Palacsinta berühmt. Es ist das 1910 gegründete

  • Gundel, Állatkerti út 2., H-1146 Budapest, Telefon: (361) 468-40-40, Telefax: (361) 363-19-17, E-mail: info@gundel.hu,

[Bearbeiten] Nachtleben

Budapest verfügt über ein reichhaltiges Nachtleben. Erwähnenswert ist das Sziget-Festival auf der Obudai-Insel, ein international renommiertes Rockfestival, das mit etlichen Bühnen von Heavy Metal bis Weltmusik und etlichen kulturellen und kulinarischen Angeboten jedes Jahr im August Jugendliche und Junggebliebene aus ganz Europa anzieht.

Vorsicht ist beim Besuch von Nachtclubs geboten (Nachtclub meint hier solche, in denen Frauen in Unterwäsche auf dem Tisch tanzen). In vielen gibt es eine bizarre First-Drinks-Regel, die nicht immer angekündigt wird, sondern manchmal nur winzig auf der Karte vermerkt ist. Erst mit der Rechnung erfährt man, dass der erste Drink des Abends 15-18000 HUF (ca. 70 EUR) kostet. Ähnlichen Nepp gibt es auch mit den Eintrittsgeldern. Deshalb unbedingt mit dem Türsteher absprechen, wie hoch der Eintritt ist und dass der erste Drink nichts extra kostet. Das ist alles verhandelbar.

  • Gödör Club: Erzébet tér. Großer Klub im Herz der Innenstadt, unter dem sehr belebten Erzébet Platz. Studentisches Publikum, abends fast immer Live-Acts (Jazz). Mal kostenlos, oder aber auch gegen einige hundert Forint Eintritt. Der Club hat eine große Terrasse. Der Erzébet Platz ist den ganzen Tag mit Skatern, Bikern und entspannten Grüppchen bevölkert, die sich ein Sixpack Bier genehmigen. Toller Ort!
  • Zu empfehlen ist das Montematre. Es liegt auf dem direktem Weg von der Stephanus-Basilika zur Donau. Jeden Dienstagabend spielen dort Studentenbands, was gute Stimmung garantiert.
  • Um den Klauzal tér findet man zwei super Kneipen mit künstlerischem Flair, in denen sich die Budapester abends einfinden. Ab und zu zieht auch ein Trupp Engländer auf Kneipentour durch. Die Atmosphäre lädt aber eher zur angeregten Unterhaltung über einigen Bieren als zu einem Saufgelage ein.
  • Ein Zentrum für Touristen scheint der Liszt Ferenc tér zu sein: Auf dem länglichen Platz reihen sich Restaurants/ Bistros und Bars zu beiden Seiten. In Deutsch, Englisch und manchmal auch Ungarisch werden die traditionellen Speisen und Biere angepriesen.
  • Ein netter Platz ist auch die Kreuzung der Hajós utca mit der Ó utca. Hier finden sich zwei günstige Restaurants und eine Bar, die offen miteinander kommunizieren.

Im Sommer werden an verschiedenen Stellen, häufig in der Nähe des Donauufers ein bisschen abseits des Zentrums, Biergärten eröffnet, in denen auch häufig Bands spielen. Zu empfehlen ist hier das Zöld-(Green)Pardon. Es liegt direkt am Donauufer und der Petöfi Hid und ist sehr gut mit den Straßenbahnlinien 4,6, die auf dem äußeren Ring fahren, zu erreichen.

[Bearbeiten] Unterkunft

Unter Unterkünfte in Budapest - können Hotels, Pensionen und Appartements direkt gebucht werden.

Auf Budapest Info, der offiziellen touristischen Webseite der Stadt Budapest kann man ebenfalls detailliert nach Unterkünften suchen und sofort buchen.

[Bearbeiten] Jugendherberge

  • Yellow Submarine, Terez Krt. 56, 1063 Budapest, Telefon / Fax: +36-1-331-9896. Jugendherberge nahe dem Nyugati-Bahnhof, zentrale Lage. 2800 - 7500 HUF (10 - 30 €). (Stand 2004)

[Bearbeiten] Ferienwohnungen

  • Appartement St.Michael, János u.75, 1162 Budapest, Telefon: +36-20-9459401. Ferienwohnung im 16en Bezirk mit WiFi (kostenlos) und Klimaanlage, Grünlage. 5000-6000 HUF (20-25 €)pro Pers. (Stand 2007)

[Bearbeiten] Hotels

  • Hotel Pedagogus (2 Sterne), Benczúr ut. 35, 1068 Budapest Telefon: +36 1 342-7970, +36 1 479-5650, Fax: +36 1 342-1558. Das vermutlich preiswerteste Hotel Budapests ist das Pedagogus. Die Zimmer des Billighotels sind zwar schon lange nicht mehr renoviert worden, aber sauber und mit allem Notwendigen ausgestattet (eigenes Bad, WC, TV, Telefon). Ein reichhaltiges Frühstück ist ebenso inklusive wie der Internetzugang in der hauseigenen Bar. Das Personal ist freundlich, es wird englisch und teilweise deutsch gesprochen. Eine Reservierung über Hotelsuchmaschinen im Internet wird empfohlen. Das Hotel liegt im Botschaftsviertel der Stadt nahe dem Heldenplatz und der gelben Metro. EZ: ab 27 € pro Pers., DZ: ab 20 € pro Pers., 3-Zi.: ab 17 € pro Pers. (Stand 2004)
  • Hotel Benczúr (3 Sterne), Benczúr ut. 35, 1068 Budapest Telefon: +36 1 342-7970, +36 1 479-5650, Fax: +36 1 342-1558. Direkt neben dem Pedagogus liegt das Hotel Benczúr, das vom selben Management geführt wird, es ist jedoch gepflegter als das Pedagogus. Das Hotel liegt im Botschaftsviertel der Stadt nahe dem Heldenplatz und der gelben Metro. Ein reichhaltiges Frühstück ist ebenso inklusive wie der Internetzugang in der hauseigenen Bar. EZ: ab 45 € pro Nacht, DZ: ab 60 € pro Nacht., 3-Zi.: ab 70 € pro Nacht. (Stand 2006)
  • Hotel Gellért (4 Sterne), Szent Gellért tér 1, 1111 Budapest, Tel. +36 20 360 2033, Fax +36 1 288 7066. Dieses traditionsreiche Haus wurde 1918 im Jugendstil erbaut und beherbergt das nicht minder berühmte Gellért-Bad, das Hotel-Gästen zur freien Verfügung steht.
    Hotel Gellért
    Hotel Gellért
    Beide tragen den Namen des heiligen Gellért (* um 980 in Venedig; † 1046 in Buda), dem Bischof von Csanád, der eigentlich Giorgio di Sagredo hiess. Der Legende nach wurde er anlässlich eines Heidenaufstandes im Jahre 1046 in ein mit nach innen geschlagenen Nägeln gespicktes Fass gesteckt und den heutigen Gellért hegy (Gellért-Hügel) hinunter in die Donau gerollt. 1083 heilig gesprochen, ist er heute Stadtpatron von Budapest.

[Bearbeiten] Campingplätze

  • Camping Haller, Haller Str. 27., Budapest, 1096, Mobil: (+36)20-367-4274, Tel:(+361)476-3418 Preise: 4.7 €/ pro Person/ pro Nacht, 9.8 €/ pro Zelt/ pro Nacht, 14 €/ pro Wohnmobil/ pro Nacht. GPS: N 47º 28,55' E 19º 04,975'

[Bearbeiten] Lernen

Budapest ist Sitz vieler Universitäten. Einige bieten deutschen Studenten dabei auch die Möglichkeit, in deutscher Sprache zu studieren, darunter die folgenden:

  • Semmelweis Universität, H-1085 Budapest, VIII. Üllői út 26., Telefon:+36 1 459 1500, ist eine medizinische Universität.
  • Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest, Mûegyetem rkp. 3-9., H-1111 Budapest, Pf. 91, H-1521 Hungary, Tel: +36 1 463 1111, Fax: +36 1 463 1110, bietet deutschsprachige Fakultäten für Bauwesen, Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau und für Verkehrswesen sowie weitere in Englisch und Französisch.
  • Budapesti Corvinus Egyetem
    Corvinus Universität mit Szabadság híd (Freiheitsbrücke)
    Corvinus Universität mit Szabadság híd (Freiheitsbrücke)
    (Corvinus-Universität für Wirtschaftswissenschaften und Staatsverwaltung), Fővám tér 8., H-1093 Budapest, Tel. 36 1 482 5000. Eine staatlich Lehranstalt mit Lehr- und Forschungsschwerpunkten in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften und angrenzenden Studienfächern. Sie wurde 1920 gegründet als wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der damaligen Königlich Ungarischen Universität, wurde 1953 in Karl-Marx-Universität für Wirtschaftswissenschaften umbenannt und trägt seit 2003 den Namen von Matthias Corvinus. Heute bietet sie Bachelor und Master Programme auch in Fremdsprachen an.

[Bearbeiten] Arbeiten

[Bearbeiten] Sicherheit

Generell gehört Budapest zu den sichersten Städten Europas. Überfälle sind selten, Schlägereien ebenso. Passieren kann, dass man von Trickbetrügern, Geldwechslern, Taxifahrern der kleinen Privatgesellschaften übers Ohr gehauen wird. Ernstlich ist man jedoch nie gefährdet. Vorsicht am Ostbahnhof (Keleti Pu.)! Direkt gegenüber den Gleisen gibt es einige Wechselstuben, die falsche Wechselkurse anzeigen, nur damit Schwarzwechsler vor diesem Laden mit ihren ebenfalls falschen Kursen ein gutes Geschäft machen.

Die Stadt Budapest ist in 23 Bezirke eingeteilt. Wie bereits erwähnt ist Budapest eine der sichersten Städte, doch sollte man als Tourist den achten Bezirk die Józsefváros (Josefstadt) lieber meiden. Drogendealer, Prostituierte und so weiter sind dort anzutreffen.

Bei einem Besuch auf dem riesigen Chinesenmarkt in Kobanya Kispest ist erhöhte Vorsicht vor Dieben empfohlen. Das Mitführen von Schusswaffen ist hier strengstens verboten (dies wird auch durch Schilder am Eingangsbereich kenntlich gemacht). Das riesige eingegrenzte Areal stellt einen eigenen kleinen Mikrokosmos mit teilweise eigenen Regeln dar. Bandenkriminalität ist hier durchaus an der Tagesordnung und Polizeipräsenz ist hier eher selten. Das offensichtliche Tragen von wertvollem Schmuck, Digitalkameras und anderen Luxusartikeln sollte zur eigenen Sicherheit vermieden werden. Bei Beachtung dieser Regeln stellt jedoch auch diese Gegend keine größere Gefahr dar. Vorsicht: Bei dem Großteil der dort angebotenen Ware handelt es sich um Fälschungen und Plagiate aus China. Die Einfuhr dieser Waren nach Deutschland oder in andere EU-Länder kann strafrechtliche Probleme mit sich führen!

[Bearbeiten] Gesund bleiben

  • Ärztliche Nonstop - Versorgung : Falck SOS Hungary, Tel. +36 200-0100
  • Zahnärztlicher Notdienst nonstop: Tel. +36 267-9602
  • Notruf: 104

[Bearbeiten] Klarkommen

1 Ungarischer Forint = 0.003728 Euro (€)

1 Euro (EUR) = 268.236 Ungarische Forint (HUF)

(Stand 11. November 2008)


Viele insbesondere junge Budapester sprechen Englisch. Aber auch Deutsch ist weitverbreitet, Französisch dagegen kaum. In touristisch erschlossenen Gebieten sind die Speisekarten grösserer Restaurants meist dreisprachig (H, E, D) gehalten, wobei die Übersetzungen teilweise etwas gewöhnungsbedürftig sind.

Wichtig: Ungarisch ist bekanntlich eine "Sprache für sich", sie ist mit keiner anderen europäischen Sprache nah verwandt, es bestehen nur entfernte Verwandschaften mit Estnisch und Finnisch. Auch dem sprachgeschickten Reisenden wird es daher schwerfallen, sich ohne einheimische Hilfe zu orientieren. Es hilft ungemein, sich zuvor mit einem Grundwortschatz von 10-15 Redewendungen auszustatten und sich mit den grundlegenden Ausspracheregeln der ungarischen Sprache vertraut zu machen. Siehe dazu auch den Sprachführer Ungarisch.

[Bearbeiten] Post und Telekommunikation

Noch vor wenigen Jahren konnte man Menschenschlangen vor den öffentlichen Telefonzellen beobachten, da weder das Mobilfunk- und schon gar nicht das Festnetz ausgebaut waren. Ein Telefonanschluss zu Hause, auch wenn er, wenn überhaupt, nur schlecht funktionierte, galt als Luxus und war nur Einfamilienhäusern vorbehalten. Aber auch hier haben westliche Standards Einzug gehalten und der Festnetzanschluss zu Hause ist kein Problem mehr. Die drei Mobilfunkanbieter Pannon, T-Mobile und Vodafone haben ein relativ gut funktionierendes Netz aufgebaut, das allerdings noch nicht UMTS-Standards entspricht. Internet und MMS-Empfang/Versand funktionieren nur in den wenigsten Regionen.

[Bearbeiten] Ausflüge

Auf einer Strecke von rund 60 km donauaufwärts befinden sich:

  • Esztergom - Ursprüngliche ungarische Hauptstadt mit gigantischer Basilika
  • Szentendre - Ehemaliges Künstlerdörfchen mit Freilichtmuseum
  • Visegrád - Donauknie mit mittelalterlicher Burg

Weitere sehenswerte Ziele in unmittelbarer Umgebung:

  • Martonvásár - Zeitweise Wohnort Beethovens, bis heute Zentrum für seine Musik
  • Gödöllő - Imposantes Barockschloss, zeitweise Sitz der von den Ungarn sehr verehrten Kaiserin "Sissi" (ungarisch: Erzsebét).
  • Százhalombatta - Umfangreiches Gräberfeld der eisenzeitlichen Hallstattkultur

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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