Brocken
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Der Brocken ist die höchste Erhebung im Harz.
Wer den 1.141,1 m hohen Brocken erklimmt, wird feststellen, dass der Name gut zum Berg passt. Wie ein großer „Gugelhupf“ baut sich der Berg zum Teil vor einem auf.
Das ökologisch wertvolle Brockenmassiv wird durch den Nationalpark Harz geschützt.
Brocken aus dem Bereich der Grenzklippe oberhalb Schierke |
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Anreise
[Bearbeiten] Auto
Der Brocken ist für private Kraftfahrzeuge nicht zugänglich. Die nächsten Parkplätze befinden sich an der B4 bei Torfhaus bzw. Oderbrück. In Schierke gibt es ebenfalls Parkplätze.
[Bearbeiten] Brockenbahn
Die Brockenbahn ist eine dampfbetriebene Schmalspurbahn (1000 mm Spurweite), die ohne Zahnstange auskommt. Die Strecke der Harzer Schmalspurbahnen verbindet den Brocken mit der Station " Drei Annen Hohne" (KFZ-Parkplatz) an der Harzquerbahn (Fahrzeit ca. 50 Minuten).
Über die Harzquerbahn besteht Anschluss nach Wernigerode bzw. Nordhausen. Es kommen meist Dampfzüge zum Einsatz. Von Wernigerode aus bestehen zahlreiche durchgehende Verbindungen auf den Brocken. Die Fahrzeit ab Wernigerode zum Brocken beträgt ca. 1:40 h (mit durchgehenden Zügen). Von Nordhausen aus ist man deutlich länger (zwischen 3:15 h und 3:30 h) unterwegs.
"Brockentarif": Im Schmalspurnetz der HSB gilt für die Brockenbahn ein spezieller Einheitstarif. Egal von welchem Bahnhof im Netz man abfährt - der Fahrpreis ist immer gleich. Der Brockentarif mit Stand 04-2008:
- Erwachsene: einfache Fahrt: 16 Euro (= EUR = €); Tages-Rückfahrkarte: 24 €
- Kinder: Kinder zwischen 6 und 11 Jahren zahlen die Hälfte.
- Familien: Bei mehr als einem Kind lohnt sich die "HSB-FamilienCard". Sie kostet 60 € und ist für zwei Erwachsene und bis zu drei Kindern gültig.
- Weiteres: siehe Tarife der HSB
- Weitere allgemeine Infos: siehe Seite der Harzer Schmalspurbahnen
[Bearbeiten] Zu Fuß
Eine Tageswanderung auf den Brocken gehört für viele Wanderfreunde zum Programm eines Harzurlaubs. Wer Anfänger ist, startet seine Wanderung am besten in Torfhaus oder Schierke.
Gut Trainierte schaffen dagegen die Tagestour auf den Brocken auch von Wernigerode, Ilsenburg, Bad Harzburg oder auch von Braunlage aus.
Der berühmte "Rekord-Brockenbezwinger" Benno Schmidt aus Wernigerode lädt übrigens auch zu geführten Wanderungen auf den Berg ein (Termine siehe seine Seite).
Wer sehr gut zu Fuß ist, kann natürlich auch am "Brocken Challenge" teilnehmen. Der Wohltätigkeitslauf zum Brocken über 84,5 km startet in Göttingen (Info). Alternativ kann man auch "nur" 42,195 km beim Brocken-Marathon absolvieren.
[Bearbeiten] Goetheweg von Torfhaus
Start in Torfhaus auf 811 m Höhe: ca. 8,5 km mit ca. 2-3 h Gehzeit einfach; für Radfahrer nicht geeignet, da längere Stegpassagen mit Treppen (Fußweg, der für Fährräder gesperrt ist). Goethe bestieg übrigens über diese Strecke den Berg am 10. Dezember 1777.
Tipp: Wenn man von Parkplatz am Soldatenfriedhof startet (an der B 4 zwischen Torfhaus und Oderbrück gelegen) spart man ca. 1,5 km Wegstrecke). Eckpunkte der Strecke ab Torfhaus:
- Km 0: Torfhaus auf 811 m - Parkplatz bzw. Bushaltestelle an der B 4; Gastronomie; Brockenblick; Nationalparkhaus mit Infozentrum
- Km 1: Großes Torfhausmoor - Der Weg führt am Rand vorbei. Seit neuestem steht ein Bohlenweg zur Verfügung, der bis an den Rand des Hochmoores führt und danach wieder zurück zum Hauptweg. Auf diesem Bohlenweg herrscht strengstes Wegegebot, der Weg führt bis an Mooraugen heran und jedes Verlassen des Weges ist gefährlich.
- Km 2,3: Toilette - Holzhütte mit zwei mobilen Toilettenkabinen ("Dixiklo", kostenlos zugänglich).
- Km 3,5: Quitzschenberg (882 m) - Aussichtspunkt zum Brocken mit Schutzhütte; abgestorbener Wald; Tafeln informieren über die natürliche Neubildung des Waldes, die hier zu sehen ist.
- Km 4,5: Eckersprung (auf ca. 890 m) - Quelle der Ecker an der ehem. innerdeutschen Grenze; Toilette - Holzhütte mit zwei mobilen Toilettenkabinen ("Dixiklo", kostenlos zugänglich).
- Km 6,1: "Goethemoor" / Königsberg (auf ca. 980 m) - Nach einem steilen Anstieg zur Brockenbahn verläuft der Goetheweg parallel zur Strecke der Brockenbahn.Wenn man Glück hat, begegnet man der historischen Bahn. Der "Neue Goetheweg" ist für Fahrräder gesperrt (längere Stegpassagen mit Treppen im Moorbereich). Da der neue Goetheweg bis 2010 auf eine durchgehende Breite von 3 m verbreitert wird, ist hier für 2 Jahre mit Behinderungen durch Bauarbeiten zu rechnen.
- Km 7,2: Brockenstraße (auf ca. 1020 m) - ab hier geht es auf der für Kraftfahrzeuge gesperrten Straße steil zur Brockenkuppe hinauf. Achtung: Die Straße wird auch von Radfahrern benutzt. Am besten links gehen, damit man die entgegenkommenden RadlerInnen im Blick hat.
- Km 8,5: Brocken 1141 m / Gipfelstein - nach dem letzten Anstieg auf der Straße ist es geschafft! Der Gipfel des Brocken ist erreicht.
[Bearbeiten] Eckerlochsteig von Schierke
Start in Schierke auf 640 m Höhe; Streckenlänge: ca. 7 km von der Ortsmitte bei ca. 1,5-2 h Gehzeit einfach; ca. 500 Höhenmeter. Die KFZ-Parkplätze in Schierke sind gebührenpflichtig.
- Km 0: Startpunkt Schierke Ortsmitte (an der Kirche) - Entlang der Brockenstraße bergaufwärts, vorbei am Infopunkt/ Rangerstation (Schranke)
- Km 2,3: Schluftwasser Wasserwerk - hinter der Brücke von der Brockenstraße nach rechts abbiegen auf den felsigen Fußweg, weiter bis der Weg wieder auf die Brockenstraße trifft und dieser folgen
- Km 3,7: Straßenbrücke Schluftwasser - hier vor der Brücke die Straße verlassen, weiter geradeaus den steilen steinigen Weg hoch
- Km 4,4: Eckerloch - Überquerung der Brockenbahn auf dem steinigen Weg, weiter bis zum Eckerloch
- Km 4,7: Eckerlochanstieg - kurze Rast an der Eckerloch-Schutzhütte möglich, dann folgt der steilste Anstieg auf diesem Weg, links sind die alten Schneisen der Eckerlochschanzen zu sehen, nach 200 m Anstieg erkennt man rechts eine große Lichtung auf der früher die Gebäude für die Skischanze standen; weiter durch den Wald bergan, wobei man erkennen kann, dass die Bäume immer kleiner werden.
- Km 5,5: Brockenstraße - nach dem Eckerlochanstieg links auf die Straße abbiegen, am Bankübergang der Brockenbahn gibt es Bänke und eine Schutzhütte; von hier der Brockenstraße bis zur Gipfelkuppe folgen;
- Km 7,0: Brocken 1141 m / Gipfelstein - nach dem letzten Anstieg auf der Straße ist es geschafft! Der Gipfel des Brocken ist erreicht.
[Bearbeiten] Heinrich-Heine-Weg aus Ilsenburg
Start auf ca. 300 m Höhe: Auf dieser Route wanderte 1824 Heinrich Heine zum Brocken hinauf (ca. 10 km ab dem KFZ-Parkplatz im Ilsetal; von Bahnhof Ilsenburg ca. 13 km). Der Weg verläuft im Bereich des Ilsetals streckenweise direkt auf der Straße oder parallel zu dieser, teilweise auf der gegenüberliegenden Seite der Ilse. Mehrere Fußgängerbrücken ermöglichen das Wechseln zur anderen Flussseite.
Zum oberen Wegabschnitt ist von Heinrich Heine überliefert: "Wenn man die obere Hälfte des Brockens besteigt, muß man an die deutsche Nationaltragödie von Dr. Faust denken. Ich glaube, auch Mepisto muß mit Mühe Atem holen, wenn er seinen Lieblingsberg ersteigt, es ist ein äußerst erschöpfender Weg und ich war froh, als ich endlich das langersehnte Brockenhaus zu Gesicht bekam." (Nachzulesen auf einer Infotafel am ehem. Grenzweg).
- Startpunkt Parkplatz Ilsetal - entlang der Straße durch das untere Ilsetal Richtung Westen, den Abzweig zur Plessenburg links liegen lassen, weiter geradeaus bis zur Straßenabzweigung links Richtung Brocken
- Oberes Ilsetal - weiter der Straße folgen, vorbei an den Ilsefällen, nach weiteren 500 Metern zweigt rechts (nach der Straßenbrücke) ein Forstweg ab der 100 Meter höher links in einen schmalen felsigen Pfad übergeht, diesem Pfad ca. 1 km folgen
- Stempelsbuche - der Pfad mündet nach rechts in einen breiten Waldweg, welcher nach 500 m die Stempelsbuche (auf vielen Karten falsch eingezeichnet) erreicht, hier befinden sich eine Schutzhütte und der Baumstumpf der alten Stempelsbuche sowie zwei neu gepflanzte Buchen, weiter dem breiten Weg Richtung Westen folgen, (Info für Insider: 300 m weiter ist links der Abzweig zum alten Schneelochweg zum Brocken zu sehen (nicht ausgeschildert)), weiter auf dem breiten Weg
- Hermannsklippe - der Weg erreicht die Hermannsklippe (nicht beschildert), von wo man den gesamten Nordharz überblicken kann, 50 m weiter befindet sich die Wegkreuzung zum Hirtenstieg Richtung Süden zum Brockengipfel
- Hirtenstieg und Gipfel - der Hirtenstieg ist das steilste Stück des Weges mit teilweise bis zu 20% Steigung, er verläuft auf dem alten Plattenweg der Grenztruppen der DDR, vorbei an der Bismarckklippe, einer Schutzhütte und dem kleinen Brocken erreicht man den Brockengipfel
[Bearbeiten] Von Wernigerode entlang der Holtemme
Start in Wernigerode auf ca. 250 m Höhe: ca. 17,5-18,5 km einfach; 4-5 1/2 h Gehzeit einfach; anspruchsvolle Strecke mit ca. 900 Höhenmetern.
Tipp - Nutzung der Harzquerbahn von Weringerode bis zum Bahnhof Steinere Renne (dadurch kann man etwa 5 km einfache Strecke "sparen").
- 0 km: Weringerode Bahnhof (auf ca. 240 m)
- ca. 6 km: Haltepunkt "Steinerne Renne" an der Harzquerbahn (auf ca. 330 m) - Wer von hier die Brockenwanderung startet, spart sich ca. 5-6 km Wegstrecke im Bereich Wernigerode. Die Fahrt mit der Schmalspurbahn ab dem Bahnhof Wernigerode kostet 2 € für einen Erwachsenen (Datenstand 06-2007). In Bereich der Harzquerbahn kann ein Blick in ein kleines Wasserkraftwerk geworfen werden (Schaufenster).
- ca. 8,5 km: Gasthof "Steinerne Renne" (auf ca. 540 m) Oberhalb der Harzquerbahn wandert man auf einem landschaftlich schönen, aber steinigen und steilen Bergpfad entlang der Holtemme. Die Holtemme ist in diesem Bereich ein rauschender Bergbach mit kleineren Wasserfällen. Wer lieber auf Forststraßen unterwegs ist, findet eine am östlichen Talhang, die ebenfalls zum Gasthof hinauf führt. Der Gasthof "Steinerne Renne" ist übrigens die letzte Einkehrmöglichkeit vor dem Brocken.
- ca. 13,5 km Brockenstraße bzw. "Am Brockenbett" (auf ca. 900 m) - vom Gasthof "Steinerne Renne" wandert man auf Fahrwegen gemächlich weiter bergan. Nach ca. 2 km geht der Wanderweg (Kennzeichnung roter Kreis in weißem Dreieck) in einem Waldpfad über. Rechts des Weges liegt ein kleines Moor, das Quellgebiet der Holtemme (auf ca. 650 m Höhe). Auf den nächsten 250 Höhenmeter wird es wieder steiler. An der Brockenstraße liegen dann die "Brockenkinder" (Felsklippen)" . An der Straße liegt auch eine Schutzhütte. Interessant ist auch der Urwaldsteig, ein 200 m langer Holzsteg, der den Wald auf 900 m Höhe vorstellt. Der Steg ist teilweise überdacht.
- ca. 17 km Brockenstraße - Bahnübergang Brockenbahn (auf ca. 1020 m) - Hier mündet der Goetheweg von Torfhaus auf die Brockenstraße. Mit vielen Mitwanderern geht es jetzt noch mal steil zum Brockengipfel hinauf. Achtung: Die Straße wird auch von Radfahrern benutzt. Am besten links gehen, damit man die entgegenkommenden RadlerInnen im Blick hat.
- ca. 18,5 km Brockengipfel - Das Ziel ist erreicht.
[Bearbeiten] Von Braunlage über den Dreieckigen Pfahl
Start in Braunlage an der Gondelbahn auf ca. 580 m Höhe. Streckenlänge: etwa 12,5 km einfach mit ca. 600 Höhenmetern. Der Großparkplatz an der Seilbahn ist gebührenpflichtig. Nächste Bushaltestelle zur Gondelbahn ist die Haltestelle Trinitatiskirche (ca. 7 - 10 Gehminuten).
Tipp: Nutzung der Wurmbergseilbahn beim Aufstieg: dann nur ca. 8,5 km einfach mit etwa 350 Höhenmetern.
- Km 0 (auf ca. 580 m) Großparkplatz an der Seilbahn - Oberhalb der Talstation der Seilbahn finden sich Hinweisschilder mit Ziel Brocken / Dreieckiger Pfahl.
- Km 1,0 Abzweig Bodeweg - links über die Brücke gehen und dann gleich rechts in den Wanderweg entlang der Bode einbiegen (Achtung: Nicht geradeaus dem ausgeschilderten "Brockenweg" folgen, hier läuft man bis zur Bärenbrücke 2 km auf einer eintönigen, meist asphaltierten Forststraße!)
- Km 1,4 Unterer Bodefall (auf ca. 700 m) - ca. 2 m hoch,
- Km 2,4 Oberer Bodefall (auf ca. 700 m) - ca. 2 m hoch, es gibt eine Bank direkt am Wasserfall
- Km 3,3 Bärenbrücke (auf ca. 700 m) - Rastplatz mit Schutzhütte. Am Rastplatz die Bärenbrücke queren und dann gleich links auf den geschotterten Fahrweg einbiegen
- Km 4,7 Abzweig zum Dreieckigen Pfahl (auf ca. 770 m) - Hier rechts halten und der Ausschilderung zum Dreieckigen Pfahl folgen
- Km 6,8 Dreieckiger Pfahl (auf ca. 875 m) Rastplatz mit Schutzhütte, Toilette (Dixis), Bänken, Infotafel mit Karte; Infos zum Dreieckigen Pfahl siehe entsprechender Wikipediaartikel
- Km 9,3: "Goethemoor" / Königsberg (auf ca. 980 m) - Nach einem steilen Anstieg zur Brockenbahn verläuft der Goetheweg parallel zur Strecke der Brockenbahn. Wenn man Glück hat, begegnet man der historischen Bahn. Der "Neue Goetheweg" ist für Fahrräder gesperrt (längere Stegpassagen mit Treppen im Moorbereich).
- Km 10,5: Brockenstraße (auf ca. 1020 m) - ab hier geht es auf der für Kraftfahrzeuge gesperrten Straße steil zur Brockenkuppe hinauf. Achtung: Die Straße wird auch von Radfahrern benutzt. Am besten links gehen, damit man die entgegenkommenden RadlerInnen im Blick hat.
- Km 12,5: Brocken 1141 m / Gipfelstein - nach dem letzten Anstieg auf der Straße ist es geschafft! Der Gipfel des Brocken ist erreicht.
[Bearbeiten] Von Bad Harzburg über die Eckertalsperre
Der Weg von Bad Harzburg hinauf zum Brocken ist sicher nicht ganz einfach, aber sehr lohnend. Die abwechslungsreiche Strecke besitzt ca. 1000 Höhenmeter, die auf ca. 14,5 - 15 km Wegstrecke überwunden werden müssen. Vorteil: es gibt zwei Einkehrstationen am Weg (Molkenhaus und Rangerstation Scharfenstein)
- Km 0: Bad Harzburg Bahnhof - liegt auf ca. 240 m Höhe.
- Km 1: Fußgängerzone Bad Harzburg - Auch an heißen Tagen ist es unter den großen Bäume angenehm kühl. Radler können übrigens die Fußgängerzone problemlos östlich auf Parallelstraßen umfahren.
- Km 2,3: Querung der Bundestraße B 4 - Von hier gibt es verschiedene Wanderwege hinauf zum Molkenhaus. Man kann z.B. über die Seenhütte aufsteigen oder aber den Wanderpfad über den Ettersberg nehmen. Radler fahren am besten über die KFZ-freie Fahrstraße (Asphalt) zum Molkenhaus auf (Ausschilderung "Märchenwald" an der B 4 beachten).
- Km 5: Molkenhaus auf ca. 540 m - Das Molkenhaus lädt zur Einkehr ein. Es gibt einen Wildbeobachtungspunkt sowie einen Spielplatz (liegt ca. 300 m südlich der Hütte). Vom Molkenhaus geht es auf einem geschotterten Fahrweg zum "Rastpunkt Dreiherrenbrücke".
- Km 5,6: "Brockenblick an der Muxklippe" - Bei einem steinernen Kreuz (Kriegerdenkmal an Gefallene im I. Weltkrieg) gibt es eine kleine Felsklippe mit Brockenblick. Um den Brocken richtig zu sehen, muss man allerdings etwas rechts in die Felsen klettern. Standort der Muxklippe: 51° 51' 1" N 10° 34' 42" O.
- Km 7,1: Dreiherrenbrücke auf ca. 580 m - Rastplatz mit offener Schutzhütte. Von hier läuft man über asphaltierte Fahrwege zum Eckerstaudamm hinab.
- Km 7,5: Eckertalsperre auf ca. 540 m - Treppenweg hinab zur Staumauer. Von der Sperrmauer kann man zum Brocken schauen.
- Km 7,7 - 8,5: Wurzelpfad an der Eckertalsperre - Vom schönen Brockenblick nicht zu sehr ablenken lassen, da man sonst stolpert. MTB'ler werden Spaß an diesem Wegstück haben – Tourenräder schiebt man lieber. Achtung: Es sind viele Wanderer unterwegs.
- Km 8,5 - 9,8: holpriger Fahrweg an der Eckertalsperre - Schöne Wegstrecke; für MTB problemlos fahrbar; für Tourenräder mit etwas Vorsicht auch.
- Km 9,8 - 10,2: Wurzelpfad zur Rangerstation Scharfenstein - Auch hier gilt: MTB'ler werden Spaß an diesem Wegstück haben - Tourenräder schiebt man lieber.
- Km 10,5 : Rangerstation Scharfenstein auf ca. 630 m- Die Station des Nationalpark Harz besitzt eine kleine Selbstbedienungstheke für Speisen und Getränke. Von der "Scharfensteinhütte" kann man in ca. 15 min zur Scharfensteinklippe aufsteigen (Schöne Aussicht auf die Eckertalsperre, zum Brocken und nach Torfhaus).
- Km 10,5: Beginn des Grenzwegs auf ca. 630 m - Gegenüber der Rangerstation beginnt der ehemalige Grenzweg, der bis zum Brocken hinauf führt. Ab hier heißt es für Wanderer, MTB'ler und Tourenradler gleichermaßen nur noch: Du und der Berg. Bis zum Brockengipfel gilt es ca. 500 m Höhenmeter zu überwinden. Der ehem. Grenzweg besitzt zahlreiche längere Rampen mit ca. 15 - 20 % Steigung. Eben wird es bis zum Gipfel nicht mehr. Es bietet sich an, bei den Verschnaufpausen den Blick Richtung Norden schweifen zu lassen. Je höher man kommt, um so eindrucksvoller wird das Panorama.
- Km 11,6: Heinrich-Heine-Weg auf 749 m - hier stößt der Heinrich-Heine-Weg von Ilsenburg auf den Grenzweg.
- Km 13: Kleiner Brocken auf ca. 900 m - Bismarckklippe (nicht begehbar).
- Km 14,5: Brockengipfel 1141,1 m - Das Ziel ist erreicht.
[Bearbeiten] Winterbesteigung
Bei schönem Winterwetter ist die Besteigung des Brocken auch in der kalten Jahreszeit ein unvergessliches Erlebnis. Die Fahrstraße ab Schierke wird regelmäßig geräumt und gestreut. Die Brockenbahn verkehrt natürlich auch im Winterhalbjahr.
Wintersportmöglichkeiten gibt es auf dem Berg weder für Alpinisten noch für Freunde des nordischen Skisports.
Noch was zum Schmunzeln: Ein lesenswerter Reisebericht über eine Winterwanderung auf den Brocken ist auf der privaten Seite "www.16gipfel.de" zu finden. Hier berichten drei Hamburger "Alpinisten" in humorvoller Weise über ihre vernebelte Winterexpedition 2004 auf den Brocken (Start ab Wernigerode-Hasserode mit Aufstieg über die Steinerne Renne). Nach diesem erfolgreichen Gipfelsieg scheiterte man aber teilweise an der Besteigung des höchsten Hamburger Gipfels. Dies ist übrigens der 116,2 m hohe Hasselbrack, ein Waldhügel der westlich von Hamburg-Harburg liegt. Bis die Gruppe ihr Fernziel, die Besteigung aller höchsten Berge der 16 deutschen Bundesländer geschafft hat, werden wahrscheinlich noch ein paar Jahre ins Land gehen (Stand 08-2007).....
[Bearbeiten] Fahrrad
[Bearbeiten] Brockenstraße ab Schierke
Die asphaltierte Straße ist im Prinzip der einzige Weg für Straßenradsportler auf den Berg; Achtung:
- Die Straße ist sehr wellig und besitzt diverse Flickstellen (sehr holprig). Zum Teil sind auch Schlaglöcher vorhanden. Ein gefedertes Rad ist empfehlenswert.
- Des Weiteren wird die Strecke auch von Pferdefuhrwerken benutzt.
- Im oberen Straßenabschnitt sind viele Wanderer unterwegs.
[Bearbeiten] "Brocken-Nordrampe"
- Die Auffahrt über geschotterte Waldwege ab Ilsenburg durch das Ilsetal ist auf zwei Strecken möglich. Die erste und leichtere Route führt durch den Wald entlang des Bremer Weges an den Ilsefällen, der roten Brücke und dem Gelben Brink vorbei und mündet aus Richtung West auf 900 Höhenmetern in die asphaltierte Brockenstraße. Die zweite Route führt ebenfalls vom Ilsetal zum Scharfenstein, wo dann der größte Teil des Anstieges ab dem Scharfenstein aus einem Betonplattenweg mit Querrillen besteht, größtenteils steiler als 10%. Es gibt einige längere Rampen mit ca. 15-25%. Ein MTB ist empfehlenswert, aber der Weg ist auch mit einem Tourenrad fahrbar (am besten teil- oder vollgefedert). Die "Brocken-Nordrampe" ist allerdings für die Abfahrt eher nicht zu empfehlen. Siehe auch Radhinweise im Abschnitt der Wegbeschreibung
- Von Bad Harzburg kann man ebenfalls zum Brocken auffahren. Allerdings gibt es im Bereich der Talsperre auf ca. 1 km Wurzelpfade. Tourenräder schiebt man hier lieber. MTB'ler werden am Weg aber ihren Spaß haben. An der Talsperre gibt es ferner eine längere Treppe. Siehe auch Radhinweise im Abschnitt der Wegbeschreibung
- Hinweis: Der Goetheweg ab Torfhaus ist im Bereich der Brockenbahn für Fahrräder gesperrt. Der Weg besteht hier auf längerer Strecke aus Holzstegen mit Treppenstufen.
[Bearbeiten] Wegbeschreibung ab Ilsenburg
weitere Infos: Wegbeschreibung mit Übersichtskarte auf den Brocken ab Ilsenburg auf www.brockenbiker.de (werbefreie private Seite)
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Rundsicht - Bei gutem Wetter hat man eine Rundsicht über den gesamten Harz. Im Südosten ist dann der Kyffhäuser zu sehen. Im Norden und Nordosten dagegen die Städte Braunschweig und Magdeburg.
- Gipfelplatz mit Brockenstein - die aufgestellten Granitfelsen übernehmen quasi die Funktion eines Gipfelkreuzes. Vor den Felsen mit der Tafel "Brocken 1142 m" muss man für persönliche Erinnerungsfotos evtl. schon mal kurz "Schlange" stehen. Rund um den Felsen liegen kreisförmig angeordnete Entfernungstafeln im Boden des Gipfelrondells.
- Brockengarten und subalpine Zone - Durch seine exponierte Lage beginnt die subalpine, baumfreie Zone am Brocken bereits ab 1100 m. Der Brockengarten stellt diese Pflanzengemeinschaft vor. 1600 Pflanzenarten aus den weltweiten Hochgebirgen können angeschaut werden. Der Garten wird durch die Universitäten Halle und Göttingen betreut (weitere Infos zum Garten).
- Öffnungszeiten Brockengarten: Die Anlage kann zwischen Mai und Oktober täglich im Rahmen von zwei Führungen besichtigt werden und zwar um 11.30 und 14.00 Uhr.
- Alter Fernsehturm - Der Bau beherbergt heute das Brockenhotel. Die Aussichtsplattform ist gegen Eintritt mit dem Aufzug erreichbar.
- Gipfelrundweg: - Der Weg wurde auf den Fundamenten der ehem. Gipfelmauer angelegt. Auf der Strecke gibt es schöne Ausblicke in alle Richtungen.
[Bearbeiten] Brockenhaus
Das umfangreiche Museum ist in der ehem. Abhörzentrale der Stasi untergebracht.
- Themen der Ausstellung:
- Lebensräume am Berg, Brockenurwald
- Ausstellung "Brockenstimmungen" (Naturklänge)
- Brockenbefreiung im Dezember 1989
- Hexen im Mittelalter
- berühmte Brockenbesucher
- Vorstellung "Nationalparke weltweit"
- Öffnungzeiten und Eintrittspreise:
- Öffnungszeiten: täglich von 9.30 bis 17.00 Uhr (an 365 Tagen im Jahr)
- Eintrittspreise: Erwachsene: 4,00 €; Rentner: 3,50 € Studenten bzw. Wehr- und Zivildienstleistende 3,00 €; Kinder: 2,00 € (6-16 Jahre); Familienkarte: 8,50 € (zwei Erwachsene + beliebig viele Kinder); (Datenstand 08-2007)
- Weitere Informationen:
- Brockenhaus offizielle Seite des Brockenhauses - viele Informationen zum Museum (u. a. Eintrittspreise und Öffnungszeiten; genaue Ausstellungsbeschreibung; Geschichte des Hauses)
[Bearbeiten] Einkaufen
Im Gipfelbereich sind Reiseandenken an drei verschiedenen Verkaufsstellen erhältlich: Im Andenkenladen "Urian" im Erdgeschossbereich des Brockenhotels, im Brockenmuseum und beim Brockenwirt am Bahnhof.
[Bearbeiten] Küche
Beim Brockenwirt ist nicht nur die bekannte Erbsensuppe mit Bockwurst erhältlich.
[Bearbeiten] Unterkunft
Stellt das Brockenhotel zur Verfügung.
[Bearbeiten] Klima
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Stichwort: "Brockenklima" für Wanderer Die Lage im Mittelgebirge und die leichte, bequeme Erreichbarkeit des Gipfels auch für ungeübte Spaziergänger durch die Brockenbahn aus dem am Fuße des Harzes gelegenen Wernigerode führt häufig dazu, dass Besucher den Berg und seine Risiken unterschätzen. Das Wetter am Brocken ist durch ein extremes Mikroklima geprägt und kann wie in den Alpen sehr schnell umschlagen. Im Sommer können schwere Gewitter und Stürme schnell entstehen. Im Winter gibt es häufig Schneestürme mit Orkanstärke, die durch meterhohe Schneewehen Wege blockieren und Wanderern die Orientierung nehmen. Eisschlag von den Funkmasten und Gebäuden stellt im Winter ein weiteres Risiko dar. Ausreichend wetterfeste Kleidung und Schuhwerk sollten Wanderer daher auf jeden Fall mitnehmen. |
Die baumfreie Kuppe des Brocken liegt in der subalpinen Zone. Aufgrund des extremen Klimas gibt es hier oben keinen Wald mehr. Im Gipfelbereich informiert eine in einen Stein eingelassene Klimatafel über das Wetter.
Jahresmittelwerte, die zwischen 1960 und 1980 erfasst wurden:
- Jahresdurchschnittstemperatur: 2,9 °C
- jährliche Niederschlagssumme: 1814 l/ m2
- Schneetage pro Jahr: 176
- Nebeltage pro Jahr: 306
Extremwerte:
- maximale Schneehöhe: 3,8 m
- größte Sichtweite: 230 km
- max. Windgeschwindigkeit: 284 km/ h (im Jahr 1984)
Wer etwas Glück hat, kann an einem der zahlreichen Nebeltage evtl. sogar ein "Brockengespenst" entdecken.
[Bearbeiten] Aktuelles Wetter
- Auf www.harztourist.de kann man das aktuelle Brockenwetter einsehen. Die Seite zeigt drei Webcams vom Brocken mit Wetterdaten: Temperatur, Sichtweite, Windgeschwindigkeit, Schneehöhe
- 4-Tagesvorhersage für den Brocken der Meteomedia AG
[Bearbeiten] Hintergrund: Touristikgeschichte des Brockengebirges
- 1572: Frühester Nachweis einer Brockenbesteigung: Der Nordhäuser Arzt Johannes Thal beschreibt in seinem Buch die Flora des Brockens.
- 1736: Bau des "Wolkenhäuschens" durch Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode. Die kleine Schutzhütte besaß sogar einen Kamin (siehe auch Artikel Wolkenhäuschen auf der Wikipedia).
- 1743: Das erste Brockenhaus auf der Heinrichshöhe wird erbaut.
- 1777: Goethe besteigt den Berg am 10. Dezember 1777 von Torfhaus aus. Der Wanderweg heißt daher heute "Goetheweg".
- 1800: Die erste Gastwirtschaft auf dem Brocken wird erbaut.
- 1850: Der preußische Generalstab ermittelt die noch heute offizielle Höhe von 1.141,1 m.
- 1859: Das Brockenhaus brennt ab.
- 1862: Das neue Brockenhaus wird eingeweiht.
- 1890: Gründung des Brockengarten durch den Göttinger Professor Albert Peter.
- 1895: Die erste Wetterwarte auf dem Brocken wird eröffnet.
- 27. März 1899: Die Brockenbahn wird eröffnet.
- 1935: Es findet die erste Fernsehübertragung vom Brocken mit einem mobilen Sender statt (Leistung 10 kW).
- 1937: Der Brocken wird Teil des Naturschutzgebietes "Oberharz"
- 1939: Die noch heute genutzte Wetterstation wird erbaut.
- 17. April 1945: US-Bomber zerstören das Brockenhotel im Zweiten Weltkrieg
- 1961: Mauerbau: Der Brocken ist bis zur Wende für Touristen gesperrt. Der Ostblock betreibt hier mehrere Spionage- und Abhöranlagen. Eine drei Meter hohe Mauer wird um das gesamte Gipfelplateau errichtet.
- 3. Dezember 1989 - Die Wende: Mehrere hundert Menschen fordern Zutritt zum Brocken. Der Gipfel wird seit 1961 das erste Mal wieder für die Allgemeinheit geöffnet.
- 15. September 1991 - Nach einer Sanierung kann die Brockenbahn wieder Besucher auf den Berg bringen.
- 30. März 1994: Die letzten russischen Truppen verlassen den Brocken. Es beginnt die Renaturierung der Brockenkuppe.
- Mai 2007: Benno Schmidt ("Brocken-Benno") aus Wernigerode hat den Brocken seit 1989 mehr als 5000 mal bestiegen. Der 1932 geborene Rentner hat sich damit bereits mehrere Einträge im "Guinessbuch der Rekorde" gesichert. Der berühmte Brockenbezwinger lädt übrigens auch zu geführten Wanderungen auf den Berg ein (Termine siehe seine Seite).
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Allgemein
- Gerhard Eckert: Der Brocken - Berg in Deutschlands Mitte: Gestern und heute 3. Aufl. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft mbH ISBN 3-88042-485-3
- Hörseljau, Hansjörg: Der Brocken: Ein freier Berg (Photobuch) 1. Aufl. Vlg Hörseljau ISBN 3-98034-714-1
[Bearbeiten] Karten
- Kompass Wander- und Bikekarte Westharz 1:50000 - mit Brocken; ISBN 978-3-85491-134-0 6,95 €; Anhand der Karte lassen sich gut die "kleinen" Wanderwege finden, da die Routensignatur parallel zu den Fahrwegen eingezeichnet wurde. Ist in der Karte nur eine rote Linie eingezeichnet, so handelt es sich meist um einen Wanderpfad. Die Kompass-Wanderkarte eignet sich so auch gut zum Radfahren. - Kompass Verlag
- Kompass Wander- und Bikekarte Ostharz 1:50000 mit Brocken; ISBN 978-3-85491-632-9; Kartenbild wie oben - Kompass Verlag
- ADFC-Regionalkarte "Harz" 1:75000 - ISBN 3-87073-223-7 6,80 €; Fahrradkarte für den ganzen Harz mit Tourenvorschlägen. Die Orientierung in Waldbereichen ist mit der Karte allerdings schwierig, da man sich nach der Wanderwegweisung richten muss. Die Wanderwege sind in der Karte aber nicht enthalten - siehe Bielefelder Verlag
[Bearbeiten] Weblinks
Lokal:
- Nationalpark Harz - in diesem liegt der Brocken
- Harzer Schmalspurbahnen - mit Fahrplan der Brockenbahn
- Kurverwaltung Schierke - Schierke ist nächster Übernachtungsort am Brocken
- www.brocken-benno.de - Seite des berühmten "Rekord-Brockenbezwingers" Benno Schmidt aus Wernigerode. Benno Schmidt lädt übrigens auch zu geführten Wanderungen auf den Berg ein (Termine siehe seine Seite)
Regional:
- Harzer Verkehrsverbund e. V. - offizielle Touristikseite
- www.harzregion.de - offizielle Seite des Regionalverbundes Harz
[Bearbeiten] Webcams
- Brockenwetter auf www.harztourist.de - zeigt drei Webcams vom Brocken mit Wetterdaten: Temperatur, Sichtweite, Windgeschwindigkeit, Schneehöhe
- Brockenblick von Torfhaus, (Seite "harzcam.de": hier sind weitere Webcams aus dem Harz zu finden).

