Breslau
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Breslau (polnisch: Wroclaw) ist eine Stadt in Polen in der Wojewodschaft Niederschlesien. Die ehemalige Hauptstadt Schlesiens gilt als eine der schönsten Städte Polens. Sie wurde nach der fast vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg mustergültig wieder aufgebaut.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Stadtteile
[Bearbeiten] Hintergrund
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Name Sowohl der deutsche Name Breslau als auch der polnische Name Wrocław gehen auf den Stadtgründer, den böhmischen Herzog Vratislav I. zurück. Daher steht der Anfangsbuchstabe „W“ auch von jeher im Wappen der Stadt. In lateinischen Urkunden heißt die Stadt Vratislavia, in älteren deutschen Urkunden und Dokumenten wird sie als Preßlau bezeichnet. Daher rührt auch der von deutschen Schlesiern häufig verwendete Name Prassel. Bei polnischen Schlesiern war der Name Wrocław das Pendant. |
Schlesien wurde um 990 in den polnischen Staat von Mieszko I. eingegliedert. Kurz darauf wurde Breslau zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Im Jahre 1000 erhob der Sohn Mieszkos Boleslaus der Tapfere Breslau zum Bistum und der Bau der Kathedrale auf der Dominsel begann. Breslau entwickelte sich als eine der bedeutendsten Städte im frühen Polen. Seit ca. 1138 war Breslau die Hauptstadt des polnischen Teilfürstentums Schlesien. Nach der Zerstörung Breslaus durch die Tataren 1241 siedelten die Breslauer Piasten verstärkt deutsche Einwanderer auf dem südlichen Oderufer an. Dort entstand bald eine gotische Bebauung um den Marktplatz (Rynek). Breslau war jahrhundertlang eine multikulturelle Stadt, in der Polen, Deutsch, Juden, u.a. friedlich zusammen lebten. Aus dieser Zeit stammen die Prachtbauten der Stadt, mit ihren vielen gotischen Kirchen, einem der schönsten gotischen Rathäuser Europas und den vielen barocken Bürgerhäuser. Im 14. Jahrhundert ging Schlesien für Polen verloren und kam als Lehen zu Böhmen und später zu den Habsburgern. Breslau erhielt eine Universität und einen der schönsten botanischen Garten Europas. Nach den schlesischen Kriegen im 18. Jahrhundert wurde Breslau preußisch und später deutsch. Im Zweiten Weltkrieg wurde es vollständig zerstört und nach dem Krieg mustergültig wieder aufgebaut. Nach der Vertreibung und Umsiedlung der Vorkriegsbevölkerung wurden vor allem Vertriebene aus Lemberg in Breslau angesiedelt. Heute ist Breslau mit fast 700.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Polens.
[Bearbeiten] Anreise
[Bearbeiten] Mit dem Flugzeug
Kopernikus-Flughafen, ul. Skarżyńskiego 36, tel. (071) 35-81-100, Verbindungen mit Frankfurt, München (Lufthansa) und Dortmund (Wizzair). Die Anreise mit dem Auto ist nicht einfach - von jeder Richtung muss man ins Zentrum fahren und die Wegweiser zum Flughafen beachten. Die Buslinie 406 fährt vom Hauptbahnhof und Bushof zum Flughafen. Es gibt sieben Autovermietungbüros im Terminal.
[Bearbeiten] Mit dem Bus
[Bearbeiten] Mit der Bahn
Verbindungen von Berlin (entweder über Posen oder direkt 1 x täglich mit IC).
[Bearbeiten] Auf der Straße
Die A4 verbindet Breslau mit Krakau, Kattowitz und Berlin. Bis zum Grenzübergang nach Deutschland bei Forst fehlt noch ein ca. 50 km großes Stück, das immer über N18 verfahrt werden kann.
[Bearbeiten] Mit dem Schiff
Die Oder in Breslau ist eine schiffbare Wasserstraße. Ausflugsschiffe fahren auf den weit verzweigten Oderarmen in südlicher und nördlicher Richtung. Breslau ist nach Venedig, St. Petersburg, Amsterdam, Hamburg und Berlin die Stadt mit den meisten Brücken in Europa.
[Bearbeiten] Mobilität
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Sand- und Dominsel
- Breslauer Dom
- Sandkirche
- St. Annakirche
- ehem. St. Annakirche
- St. Ägidienkirche
- St. Martinkirche
- St. Petrus-und-Paulus-Kirche
- Doppelkirche z. Hl. Kreuz u. St. Bartholomäus
[Bearbeiten] Altstadt – Stadtmitte um den Ring
- Rathaus
- Städtische Pfarrkirche St.Elisabeth
- Garnisonskirche
- Städtische Pfarrkirche St.Maria Magdalena
- Dorotheenkirche (Die Kirche St. Stanislaus, Wenzel und Dorothea)
- Minoritenkirche St. Vinzenz
- Bernhardinerkirche
- Christophorikirche
- St. Matthias
- Adalbertkirche
- Jesuitenkirche
- St. Barbara
- Universität mit der Aula Leopoldina, Oratorium Marianum
- Ehemaliges Königsschloss
- Hofkirche
- Stadttheater
- Viele wertvolle Bürgerhäuser am Ring und in den Gassen ringsum
- Markthalle
- Stahlbetongebäude mit historisierenden Fassaden
- Die Naschmarktseite des Rings
- Geschäftshaus an der Junkernstraße
- Mohrenapotheke
- Ehemaliges Petersdorf
- Nationalmuseum
- Neues Regierungsgebäude
- Panorama von Racławice
- Aussichtsturm der Basilica Minor. Der Turm nahe des Marktplatzes bietet einen hervorragenden Rundum-Blick über die Altstadt. Eintritt 5 PLN Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-18h Sa 11-18h So 13-18h
[Bearbeiten] Aktivitäten
[Bearbeiten] Einkaufen
[Bearbeiten] Küche
[Bearbeiten] Nachtleben
[Bearbeiten] Unterkunft
[Bearbeiten] Lernen
Breslauer Universitäten pflegen Austauschprogramme, z.B. Erasmus, mit Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Polnischkurse für Ausländer werden von verschiedenen Veranstaltern (auch Universitäten) in Breslau angeboten.
[Bearbeiten] Arbeiten
Arbeiten in Breslau für EU Ausländer ist grundsätzlich problemlos möglich, soweit dies auf Gegenseitigkeit beruht. Deutsche Muttersprachler werden gerne als Sprachlehrer angestellt und haben auf diesem Markt recht gute Chancen. Das Musizieren oder Vorführen von Kunststücken auf den Plätzen der Altstadt erregt reges Interesse und man kann so mit gewissem Talent den einen oder anderen Zloty dazu verdienen. Daneben ist es nicht einfach Gelegenheitsjobs zu bekommen, wenn man nicht Polnisch spricht.
[Bearbeiten] Sicherheit
Breslau gilt als sichere Stadt. Man sollte jedoch in großen Menschenmengen - wie überall auf der Welt - die notwendige Sorgfalt nicht außer Acht lassen.
[Bearbeiten] Gesund bleiben
Die ärztliche Versorgung ist sehr gut. Die meisten Krankenkassen aus dem EU-Ausland übernehmen die Kosten einer Behandlung in Polen. Eventuell sollte bei der eigenen Kasse nachgefragt werden. Einige Kassen bezahlen auch Kuren in Polen. Es gibt einen ärztlichen Notdienst. In Breslau haben immer einige Apotheken Nachtdienst.
[Bearbeiten] Klarkommen
Touristeninformationen befinden sich am Bahnhof und am Ring (Marktplatz).
[Bearbeiten] Post und Telekommunikation
Polen ist mit Festnetzanschlüssen gut abgedeckt und auch das Mobilfunknetz ist gut ausgebaut, was vor allem für die großen Städte wie Breslau gilt. Telefonzellen sind zahlreich und funktionieren mit Karten, Jetons oder Münzen. In Breslau befinden sich zahlreiche Internetcafés mit günstigen Preisen. Kostenlosen Internetzugang für 20 Minuten bietet die Tourist-Info am Ring (Rynek 14). W-Lan Hotspots gibt es auch. Die Polnische Post ist an mehreren Stellen in Breslau vertreten. Briefe und Postkarten kommen in der Regel zügig an. Pakete brauchen in der Regel etwas länger. Pakete werden auch von privaten Anbietern befördert. Die Versandkosten sind niedriger als in Westeuropa.
Neben der Polnischen Sprache werden in Breslau von vielen Menschen auch Englisch, Deutsch, Französisch und Russisch gesprochen. Spanisch und Italienisch sind auch sehr populär unter jungen Leuten.

