Bingen
Aus Wikivoyage
Bingen ist eine Stadt am Rhein, wo der Mittelrhein mit dem weltberühmten Oberen Mittelrheintal beginnt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Hintergrund
[Bearbeiten] Eckpunkte der Stadtgeschichte
- 11 v Chr.: Unter dem römischen Feldherrn Drusus wurde das Castell "Bingium" als Teil der linksrheinischen Grenzbefestigungen errichtet. Die "Ausoniusstraße", eine röm. Militärstraße verband Bingen mit Trier.
- 355 n Chr.: Die Römer müssen dem Alemannen weichen.
- Nach 400: Zeit der Frankenherrschaft: Bingen wird königliches Kammergut.
- Reichtag zu Verona: Kaiser Otto II. schenkt Bingen an den erzbischhöflichen Kurfürst zu Mainz (Willigis, gleichzeitig Erzkanzler des deutschen Reichs)
- 983: Bingen kommt zum Erzbistum Mainz.
- 1666: Eine Pestepidemie sucht Bingen heim - Bau der Rochuskapelle, die 1677 dem Pestheiligen "Rochus" geweiht wurde.
- 1797: Napoleon besetzt Bingen.
- 1816: Bingen kommt nach der Niederlage Napoleons (bei der Völkerschlacht bei Leipzig) zu Hessen-Darmstadt.
- Nach 1949: Bingen wird nach dem II. Weltkrieg Teil des neuen Bundeslandes Rheinland-Pfalz
[Bearbeiten] Hildegard von Bingen
Hildegard von Bingen (geboren 1098, † 1179) lebte in Bingen, sie war Benediktinerin und gilt als erste Vertreterin der deutschen Mystik des Mittelalters. In ihrer Zeit war sie Universalgelehrte, sie schuf eigene Denkansätze, setze neue Impulse und ermöglichte damit einen umfassenden Blickwinkel. Als anerkannte Wissenschaftlerin gründete sie zwischen 1147 und 1150 das Kloster Rupertsberg. Nach 1150 verfasste Hildegard mit ein Buch über die Entstehung und Behandlung von verschiedenen Krankheiten. Das zweite der naturkundlichen Werke handelte über das innere Wesen, Beschaffenheit und Heilkraft der verschiedenen Kreaturen und Pflanzen. Hildegard brachte das damalige Wissen über Krankheiten und Pflanzen aus der griechisch-lateinischen Tradition mit dem der Volksmedizin zusammen und nutzte dabei erstmals die volkstümlichen Pflanzennamen.
[Bearbeiten] zur Lage
- Bingen unterhalb der Nahemündung ist dem Mittelrhein zuzuordnen
- Bingen-Innenstadt ist Rheinhessen zuzuordnen.
- Die am Rhein gegenüberliegende Stadt Rüdesheim gehört zum Rheingau und ist mit einer Autofähre erreichbar.
[Bearbeiten] Anreise
[Bearbeiten] Flughäfen
[Bearbeiten] Bahn
- Bingen Hauptbahnhof im Stadtteil Bingerbrück, IC und Regionalverkehr aus Koblenz, Kaiserslautern, Frankfurt am Main
- Bahnhof Bingen Stadt nahe der Stadtmitte von Bingen, mit besseren Anbindungen in Richtung Worms
- Haltepunkt Gaulsheim
- Bahnhof Rüdesheim, von dort Fährverbindung, Regionalverkehr aus Koblenz und Wiesbaden
- nächste ICE-Anbindung in Mainz
| Lage
| |
| Entfernungen | |
| Frankfurt: | 69 km |
|---|---|
| Koblenz: | 75 km |
| Köln: | 169 km |
| Mainz: | 33 km |
[Bearbeiten] Straße
- A 61 und A 60 bilden bei Bingen das Dreieck Nahetal
- B 9, "linksrheinische Hauptstraße", führt auch durch Bingen
- Die nächste Rheinbrücke ist bei Mainz, die Nachbarstadt Rüdesheim ist über eine Fährverbindung erreichbar.
[Bearbeiten] Schiff
- Bingen wird von vielen Ausflugsschiffen angefahren.
- Der Rhein ist auch für Sportboote befahrbar.
- Die Befahrbarkeit der Nahe für Sportboote ist zu prüfen. In jedem Fall können Kleinboote fahren.
[Bearbeiten] Fahrrad
- Der Rhein-Radweg - steigungsarme Anreise aus dem Ballungsgebiet Rhein-Ruhr und aus der Schweiz.
- Der Nahe-Radweg - Anreise aus Saarbrücken und Kaiserslautern.
- Hiwwel-Route
- Freizeitbus mit Fahrradanhänger nach Simmern zum Schinderhannes-Radweg
[Bearbeiten] Mobilität
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Rheinpromenade mit Blick in das Mittelrheintal, auf Rüdesheim und den Rheingau
- alter Rheinkran an der Rheinpromenade
- Mäuseturm - Der ehemalige Zollturm liegt auf einer Insel im Rhein am Eingang des Mittelrheintals. Vom Zollwachturm über die Signalstelle des Rheins zum Wahrzeichen der Stadt Bingen. · Der Legende nach soll dort im Jahre 969 der unbarmherzige Mainzer Erzbischof bei lebendigem Leib von Mäusen als Strafe aufgefressen worden sein (siehe Wikipediaartikel). · Seit Mitte des 13. Jahrhunderts nutzten die Mainzer Erzbischöfe die enge Fahrrinne des Binger Lochs nahe am rechten Rheinufer zur Zollerhebung. Im Dreizigjährigen Krieg und 1689 wurde er zerstört, zwischen 1856 und 1858 repräsentativ wiedererrichtet. Der Turm diente bis 1974 als Signalturm der Schifffart am Binger Loch. · Der Zugang ist nur im Rahmen von Führungen möglich.
- Burg Klopp mit Aussichtsturm - Sitz der Stadtverwaltung und des Heimatmuseums: toller Rundblick vom Turm über die Stadt
- Hildegardbrunnen
- Drususbrücke mit Brückenkapelle - Eine erste römische Holzbrücke war an der Nahe bereits in vorchristlicher Zeit vorhanden. Diese wurde 70 n Chr. zerstört. Danach Bau der ersten Steinbrücke. Um 1000 Bau der zweiten - noch heute vorhandenen - Steinbrücke mit frühromanischer Brückenkapelle.
[Bearbeiten] Kirchen
- Basilika St. Martin - 793 erstmals erwähnt, errichtet auf Resten eines römischen Tempels
- St. Rochuskapelle im Bau ab 1666; geweiht 1677 dem Pestheiligen Rochus
[Bearbeiten] Museen
- Historisches Museum am Strom - Hildegard von Bingen, Museumstraße 3
- - Ausstellung über das Leben und Wirken der Hildegard von Bingen; Sammlung über die Zeit der Rheinromantik im 19. Jh; Stadtgeschichtliche Abteilung mit vier Ausstellungsepochen
- - Öffnungszeiten & Eintritt: Di -So von 10 - 17 Uhr, Eintritt: 3 € (ermäßigt: 2 €, Familienkarte 6 €)
- - Kontakt: Tel.: 06721 - 991531; Info auf der Seite der Stadt Bingen
[Bearbeiten] Aktivitäten
- Naturexkursionen mit dem NABU Naturschutzzentrum Rheinauen - Das Zentrum bietet ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm an.
[Bearbeiten] Einkaufen
[Bearbeiten] Küche
[Bearbeiten] gehoben
- Johann Lafers Restaurant in der Stromburg von Stromberg, das in der Nähe im Hunsrück liegt. Der bekannte Fernsehkoch hat in der romantischen Burg über Stromberg sein reales Gourmet Restaurant eingerichtet. Die rustikale Turmstube ist täglich geöffnet und bietet u. a. ein Dreigang Menü für 39 Euro (2008) an. Das Restaurant Le Val D'Or ist der Großen Küche vorbehalten. Es ist nur am Wochenende mittags geöffnet. Tischbestellungen für den Abend sollten 6-8 Wochen vorher erfolgen. Tel 06724-9310-0.
[Bearbeiten] gutbürgerlich
- Gaggianer: rustikale Einrichtung mit viel Liebe zum Detail. Fantasievolles Speiseangebot jenseits von einhundert-Schnitzel-Varianten. Preise zwischen 5 und 15 Euro, Portionen reichlich. An Wochenenden meist voll, eventuell vorbestellen. Bingen, Badergasse 36 (nähe Basilika), Tel. 06721 14882.
[Bearbeiten] Nachtleben
- H1 Music-Hall (Event-Discothek) H1 Music-Hall
- Glashaus mit Binger Sommergarten (Bistro, Panoramarestaurant und Binger Sommergarten) Binger-Sommergarten
[Bearbeiten] Unterkunft
[Bearbeiten] Ausflüge
- Fahrt mit der Fähre nach Rüdesheim
- Wanderungen im Binger Wald - Der bewaldete Höhenzug liegt norwestlich der Stadt. Ein mögliches Wanderziel ist z. B. der Aussichtsturm auf dem 628 m hohen Salzkopf. Das Bauwerk ist übrigens 24 m hoch.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
- In Rheinhessen: Ingelheim, Gau-Algesheim, Ockenheim, Appenheim, Aspisheim, Horrweiler.
- Im Nahetal: Gensingen, Grolsheim, Laubenheim, Münster-Sarmsheim, Weiler bei Bingen.
- Im Mittelrheintal: Trechtingshausen.
- Im Rheingau, Hessen: Rüdesheim, Geisenheim.
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Weblinks
- Touristinformation Bingen, Rheinkai 21, 06721 184-205
- UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal

