Belize
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Belize liegt in Mittelamerika.
| Lage
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| Flagge
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| Kurzdaten | |
| Hauptstadt: | Belmopan |
|---|---|
| Staatsform: | Parlamentarische Demokratie |
| Währung: | Belize Dollar (BZD) |
| Fläche: | 23.000 km² |
| Bevölkerung: | 273.000 |
| Sprachen: | Englisch (Amtssprache), Spanisch, Mayan, Garifuna, Kreolsprachen |
| Religionen: | Römisch-Katholisch 49.6%, Protestanten 27%, Anglikanisch 5.3%, Methodisten 3.5% |
| Stromnetz: | 110V/ 60Hz (Nordamerikischer Stecker) |
| Telefonvorwahl: | +501 |
| Internet TLD: | .bz |
| Zeitzone: | MEZ-7h |
[Bearbeiten] Regionen
Belize ist in 6 Districte aufgeteilt:
- Corozal District
- Orange Walk District
- Belize District
- Cayo District
- Stann Creek District
- Toledo District
[Bearbeiten] Cayes
Der Küste sind eine Menge von Trauminseln vorgelagert, die den Districten Belize District,Stann Creek District und Toledo District zugeordnet sind. Hier finden sich:
- Ambergris Caye - die von Madonna als La Isla Bonita besungene Insel mit der Hauptstadt San Pedro
- Caye Caulker - neben Ambergris Caye die zweite Insel mit guter touristischer Infrastruktur
- Die vielen kleinen Inseln und Atolle
[Bearbeiten] Städte
Bei 300.000 Einwohnern bleibt die Anzahl der Städte überschaubar. Dennoch sind die meisten und auch viele Dörfer eine Reise wert. Die wichtigsten sind:
- Belmopan - Die Hauptstadt von Belize im Cayo District
- Belize City - Die einzig wirklich große Stadt mit ca. 75.000 Einwohnern im Belize District
- Corozal - Die Hauptstadt vom Corozal District gegründet von Flüchtlingen des Kastenkrieges
- Dangriga - Die Hauptstadt vom Stann Creek District und heimliche Hauptstadt der Garifuna-Kultur
- Orange Walk - Die Hauptstadt vom Orange Walk District
- Punta Gorda - Die Hauptstadt vom Toledo District und die südlichste Stadt
- San Ignacio - Die Hauptstadt vom Cayo District und umringt von bedeutenden alten Maya Ruinen
- San Pedro - Touristisches Zentrum auf der größten Insel vor Belize
[Bearbeiten] Nationalparks und Schutzgebiete
Belize bietet eine Vielzahl verschiedener außergewöhnlicher Nationalparks und Reservate. Hier nur ein paar Beispiele:
- Community Baboon Sanctuary - Hier wird auf Privatinitiative ca. 2000 Brüllaffen eine Heimat gegeben.
- Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary - Auf 400 Quadratkilometer unberührtem Urwald verteilen sich 70 Jaguare.
- Crooked Tree Wildlife Sanctuary - In dieser Sumpflandschaft sammeln sich zwischen Oktober und April riesige Vogelschwärme.
- Mountain Pine Ridge Forest Reserve - In diesem über 200 Quadratkilometer großen Gebiet sind etliche Wasserfälle, Höhlen und die Maya-Ruine von Caracol zu finden.
- Rio Bravo Conservation Area - Das größte Schutzgebiet macht alleine 4% der Fläche von Belize aus.
- Shipstern Natur Reservat - Mangroven-Sümpfe mit einer großen Storchkolonie
- Belize Zoo - Wenn man auf jeden Fall einen Jaguar oder Tapir sehen will, ist man in diesem liebevoll gepflegten Zoo richtig.
1996 hat die Unesco das Belize Barrier Riff zum Welt-Naturerbe erklärt. Dazu gehören im einzelnen:
- Bacalar Chico Nationalpark & Marine Reserve
- Blue Hole Natural Monument
- Half Moon Caye Natural Monument
- Glover's Reef Marine Reserve
- South Water Caye Marine Reserve
- Laughing Bird Caye National Park
- Sapodilla Cayes Marine Reserve
[Bearbeiten] Weitere Ziele
Belize liegt mitten im Land der Mayas, die schon mehrere 1000 Jahre dort wirken und gerade in ihrer Hochphase zwischen 2000 vor Christus bis 1000 nach Christus auch in Belize Bauwerke von einzigartiger Schönheit hinterlassen haben. In Belize finden sich touristisch zugänglich über 20 bemerkenswerte Ruinen von bedeutenden Maya-Städten. Die wichtigsten sind:
- Altun Ha - Der größte Tempel ist auf jeder Flasche Belikin Bier zu sehen.
- Caracol - Die wohl größte Stadt, die mit über 100.000 Einwohnern und 60 km Straße je in Belize existiert hat.
- Cuello - Die wohl älteste Stadt von ca. 2500 vor Christus auf dem Gelände einer Destillery.
- Cerros - Diese Stadt liegt mit direktem Blick auf die Karibik traumhaft an der Mündung des New Rivers.
- El Pilar (Belize) - Hier wurden mehrere Gärten in alter Maya-Bauweise wieder angelegt
- Lamanai - Die Stadt, die erfolgreich die spanische Besatzung abschüttelte und auf die längste durchgehende Besiedelung in der gesamten Maya Welt zurückblicken kann.
- Lubaantun - Fundort des legendären Kristallschädels
[Bearbeiten] Hintergrund
Belize, die ehemalige britische Kolonie “Britisch Honduras”, ist das bevölkerungsärmste Land in Zentralamerika und grenzt im Norden an Mexiko und im Westen und Süden an Guatemala. Im Osten ist das karibische Meer mit hunderten kleinen Koralleninseln (cayes). Das vorgelagerte Barrier Reef erstreckt sich von Cancun in Mexiko über die ganze Küste von Belize bis nach Honduras zu den Bay Islands. Darüber hinaus hat Belize drei von nur vier Atollen in der Karibik, welche auch das weltberühmte Blue Hole beinhaltet, wahrhaftig ein Taucherparadies.
Belize besitzt eine große sprachliche und kulturelle Vielfalt auf engstem Raum. Die Hauptgruppen sind Ladinos und Kreolen, daneben bilden Mayas, Garifuna und die Mennoniten bedeutende Minderheiten. Viele Flüchtlinge aus den Bürgerkriegen, vor allem aus El Salvador und Guatemala, siedelten sich seit den frühen 1980er Jahren an. Trotzdem ist das Land in weiten Teilen, im Gegensatz zu den umliegenden Ländern auf dem Festland, eher karibisch als spanisch geprägt.
Die Hauptattraktion in Belize ist die weitgehend unberührte Landschaft. Die tropischen Regenwälder, welche durch Naturparks und Reservate geschützt sind (40% der gesamten Fläche), bieten eine unglaublich Pflanzen- (70 verschiedene Orchideen- und fast 700 einheimische Baumarten) und Tiervielfalt (Affen, Tapir, Pumas und Jaguare). Belize besitzt das einzige Jaguar-Reservat der Welt! Dazu können antike Städte der Mayas besucht werden. Auf der anderen Seite bietet das Barrier Reef mit seinen Hunderten von Inseln und den drei Atollen alles, was das Taucher- und Schnorchlerherz begehrt. Der eigentliche Reiz an Belize liegt nun in der Kombination von Land und Wasser.
[Bearbeiten] Geschichte
Die ältesten menschlichen Zeugnisse wurden bisher in Ladyville gefunden. Hier handelt es sich um eine Speerspitze des Clovis-Typs und ist ungefähr auf 8000 vor Christus datiert. Wahrscheinlich gehörte sie einem Jäger und Sammler.
Die ersten Siedlungsspuren auf dem Gebiet des heutigen Belizes sind auf ca. 2500 vor Christus in den Anlagen von Cuello zu finden. Genau wie im gesamten Mittelamerika gelangte die Kultur der Maya auch in Belize zur Blüte in der sogenannten Klassikperiode (500 n.Chr. bis 850 n.Chr.). Gerade für Caracol begann diese Phase besonders gut, da es dieser sogar gelang das so mächtige Tikal 562 n.Chr. zu schlagen. Doch am Ende des 9.Jahrhunderts nach Christus wurden alle wichtigen Städte im Westen und Süden von Belize genauso wie im Hochland von Guatemala verlassen. Die Gründe dafür sind vielschichtig und noch immer in der Wissenschaft umstritten.
Doch die Maya-Kultur im Yucatan florierte weiter, so daß die Städte im Norden von dem sogenannten Maya-Kollaps fast unberührt blieben. Als die Spanier im 16. Jahrhundert in den Norden von Belize vorrückten, gaben diese nach den Niederlagen bei Santa Rita und Lamanai den Versuch auf, diese Region dauerhaft zu besetzen. Im Westen bei Tipú schlug die Besetzung und Christianisierung genauso fehl. Dadurch entstand ein ideales Rückzugsgebiet für Piraten. Nicht zu letzt waren es britische Piraten, die auf die Idee kamen anstatt wertvolles Holz auf See zu erbeuten, dieses selber zu schlagen und erst in St. George's Caye und später in der Region um Belize City zu verschiffen. Zur Waldarbeit wurden zunehmend Schwarze Sklaven eingesetzt, die erst 1833 daraus befreit wurden. Durch die Vermischung der Nachfahren der britischen Holzhändler und der schwarzen Sklaven entstand die Volksgruppe der Kreolen.
Anfang des 19.Jahrhunderts siedelten sich im Süden Flüchtlinge der Garifuna-Kultur aus der Karibik an. Das handelt es sich um Mischlinge von karibischen Indio-Stämmen und afrikanischen Sklaven, die sich in der Region um Dangriga niederliessen. Als im Yucatan 1847 der Kastenkrieg, ein Aufstand der Maya-Bevölkerung, ausbrach, hatte das für Belize große Auswirkungen. Zwar gab es in Belize nur ein paar kleinere lokale Konflikte in Orange Walk und San Pedro. Doch erreichte in der Zeit des Krieges eine große Flüchtlingswelle von Mayas und Mexikanern die nördlichen Gebiete. Diese gründeten erst Städte wie z.B. Corozal. Seit 1958 siedeln auch vermehrt Mennoiten in Belize, die ursprünglich aus dem Niederländisch-deutschen Raum kommend im 17. Jahrhundert erst nach Russland und dann über Kanada, Mexiko und Südamerika den Weg nach Spanish Lookout gefunden haben. Anfang bis Mitte des 20.Jahrhunderts kam es immer stärker zum Streben nach Unabhängigkeit. Dieses gipfelte 1952 in einen Nationalstreik. 1964 bekam das damalige British-Honduras die Selbstverwaltung und wurde 1973 in Belize unbenannt. Seit dem 21.09.1981 ist Belize unabhängig.
1961 kam es aber auch noch zu einem anderen folgenschweren Ereignis. Der Hurrikane Hatti zerstörte große Teile von Belize. Das führte nicht nur zur Verlegung des Regierungssitzes in das Hinterland nach Belmopan sondern auch dazu das der Rechtsverkehr eingeführt wurde, da die meisten Autos zerstört waren und es einfacher war rechtsfahrende Autos aus den Nachbarländern einzuführen.
[Bearbeiten] Kultur
Belize hat zwar eine geringe Bevölkerungszahl, doch diese bietet überraschend viele Kulturen
44% der Bevölkerung gehören den Mestizen an. Diese sind Nachfahren der Weißen und Indigenen Bevölkerung gehören in der Regel dem katholischen Glauben an. Viele davon entstammen Flüchtlingsbewegungen aus den umliegenden Staaten, daher ist hier häufig die spanische Sprache sehr verbreitet.
30% der Bevölkerung gehören zu den Kreolen. Nachfahren der Britischen und Schwarzen Bevölkerung. Diese sprechen häufig eine besondere Form des Englischen: Das Englisch-Kreolisch
11% der Bevölkerung gehören den Mayas an. Diese entstammen im wesentlichen drei verschiedenen Maya-Stämmen, die auch auf verschiedene Maya-Sprachen zurückgreifen. Häufig wird hier als Religion eine Koexistenz des römisch-katholischen und der ursprünglichen Religion vorgefunden.
7% der Bevölkerung gehören der Garifuna Kultur an. Diese Nachfahren von Afrikanern und Karibischen Ureinwohnern sprechen im wesentlichen Englisch und Ihre Kultur ist von der Unesco zum Weltkultur Erbe erklärt worden. Auch hier findet man eine Koexistenz des römisch-katholischen und der ursprünglichen Religion wieder.
4% der Bevölkerung gehören zu den Mennoniten, die ihren eigenen Christlichen Glauben vertreten und ähnlich den Amisch in den vereinigten Staaten in ihrer traditioneller Kleidung vorzufinden sind. Einige Mennoniten lehnen den Einsatz moderner Technik komplett ab, andere sind dafür offen. Alle einigt die gleiche Sprache (ein altes Niederplattdeutsch) und die Religion ein protestantischer Christlicher Glaube mit eigener Kirche und eigenem Schulsystem. Obwohl diese Gruppe relativ klein ist, hat diese einen enormen Einfluß auf Belize. In Spanish Lookout hat diese sich mitten im Regenwald ein kleines Reich geschaffen, Aus dem ein Großteil aller landwirtschaftlichen Produkte stammt, die einzige Ölquelle in Belize bisher gefunden wurde und nebenbei auch in einer klimatisierten Eisdiele das beste Eis des Landes genossen werden kann
Die anderen 4% verteilen sich auf diverse Gruppen wie z.B. Inder, Libanesen und Chinesen. Die letztere Gruppe ist noch erwähnenswert, weil fast alle Supermärkte fest in chinesischer Hand sind. Häufig spricht man in Belize auch davon zum Chinesen zu gehen, wenn der Einkaufsgang bevorsteht.
[Bearbeiten] Anreise
Für die Einreise nach Belize ist ein Visum notwendig, das man aber problemlos bei der Einreise bekommt. Mit ihm darf man sich bis zu 30 Tagen im Land aufhalten. Eine Verlängerung ist nahezu beliebig lange möglich, allerdings werden dann Gebühren fällig.
[Bearbeiten] Flugzeug
Belize hat keine eigene Fluggesellschaft, es sollen aber zur Zeit Bestrebungen laufen, Belize mit einer eigenen Fluglinie auszustatten. Von Europa aus gibt es momentan keine Linienflüge nach Belize. Es gibt zwei Möglichkeiten, per Flugzeug nach Belize einzureisen: Über die USA oder über Mexico.
Bei der Ausreise mit dem Flugzeug ist eine Gebühr zu bezahlen, diese lag im September 2004 bei 35 USD pro Person.
via USA:
- American Airlines über Miami oder Dallas
- Continental über Houston
- TACA Airline ebenfalls ab Miami und Houston
Auch ein Flug ab London ist möglich, ist aber nicht günstiger.
via Mexico (Cancun):
Die Flüge über die USA sind in der Regel recht teuer und mit einer Übernachtung verbunden. Günstiger ist es, direkt nach Cancun (Mexico) zu fliegen und von dort einen Expressbus (ca. 6 Std.) nach Chetumal, der Grenzstadt zu Belize, zu nehmen. Etwas schneller geht es, wenn man vom Flughafen in Cancun mit dem Bus nach Playa del Carmen fährt und von dort aus nach Chetumal. So spart man ca. 2 Stunden Fahrzeit.
Wenn man eine Übernachtung braucht, bietet sich Playa del Carmen an. Der Ort ist kleiner als Cancun und liegt direkt am Meer.
Man kann mit der Martinair ab Amsterdam (auch ab Deutschland) sehr preiswert nach Cancun fliegen oder auch mit der LTU (etwas teurer). Bei Ltur gibt es oft Sonderangebote, einziger Nachteil dabei sind die vorgegebenen Reisezeiten.
[Bearbeiten] Bahn
Es gibt keine Bahnverbindungen nach Belize
[Bearbeiten] Bus
Von Mexiko z.B. von Chetumal und Guatemala z.B. von Flores existieren Busverbindungen
[Bearbeiten] Auto
Es ist problemlos möglich mit dem eigenen Wagen anzureisen. Folgende Unterlagen sind notwendig:
- Vollständige Fahrzeugpapiere
- Internationaler Führerschein mit 3 Kopien
Man erhält eine 30 Tage Fahrerlaubnis, die auf 90 Tage verlängert werden kann. Wer länger bleibt, muss einen belizianischen Führerschein kaufen.
Die Anreise mit dem Mietwagen oder das verlassen von Belize mit einem Mietwagen unterliegt ständig wechselnden Vorschriften. Es ist teilweise gar nicht möglich. Hier ist eine vorherige Information dringend notwendig. Licensing & Transport Board, Telefon 00501-(0)2/24127
[Bearbeiten] Schiff
Viele Karibik-Kreuzfahrten machen einen Halt in Belize. Häufig aber auch nur für einen Transport durch Belize nach Tikal
[Bearbeiten] Mobilität
In Belize gibt es grundsätzlich drei öffentliche Verkehrsmittel, mit denen man sich sehr gut fortbewegen kann:
Bus. Die meisten Busse in Belize sind gebrauchte, amerikanische Schulbusse. In den Hauptstädten kann man an den Schaltern direkt Fahrkarten kaufen. Überland wird der Busfahrer per Handzeichen zum Halten veranlasst. In den Bussen geht es meist sehr eng zu. Mit Reisegepäck geht man am besten, wenn man den Bus zum Stehen gebracht hat, direkt an das Ende des Busses und öffnet den Notausgang, um das Gepäck zu verstauen. Der Fahrkartenverkäufer wird einem dabei behilflich sein.
Mit dieser Art zu reisen kommt man der Bevölkerung am besten näher und sie ist sehr günstig (einige wenige Belizedollar). Der Busfahrer unterhält einen mit seiner Lieblingsmusik und der Sitznachbar wird einem unter Umständen von seiner Verpflegung anbieten. Zwischen den größeren Ortschaften verkehren auch Express- bzw. 1st-class Busse. Diese können auf der Überlandstrecke nicht angehalten werden und sind meist auch klimatisiert. Auch steht ein Gepäckabteil unter dem Bus zur Verfügung, und sie sind schnell. Bus- und Schiffsverbindungen findet man auf horariodebuses.com.
Schiff. Beliebte Reiseziele liegen vielfach auf einer der vielen, der Küste vorgelagerten Inseln. Diese erreicht man, nebst dem Kleinflugzeug, mit einem Schnellboot am besten. Von Belize City gibt es drei Wassertaxi Verbindungen nach Caye Chapel, Caye Caulker und San Pedro. Die Fahrt ist in der Regel schnell, angenehm windig und manchmal holprig. (abhängig vom Wetter bzw. Seegang). Kosten: ein Weg ca. 10-50 US-$. Im Süden von Belize gibt es regelmässige Verbindungen nach Puerto Cortes in Honduras and Puerto Barrios in Guatamala. Die Wassertaxi- und Fähreverbindungen findet man auf dem Belize Wasser Taxi Guide.
Flugzeug. Kleinflugzeuge sind eine sehr beliebte Art, sich im Land fortzubewegen. Es gibt Verbindungen zwischen den größeren Ortschaften und den vorgelagerten Inseln. Eine zuverlässige, schnelle aber auch teuere Art zu reisen. Es gibt hier zwei Anbieter:
[Bearbeiten] Sprache
Amtssprache von Belize ist Englisch. Weitere Sprachen mit geringerer Bedeutung sind Spanisch, Mayan, Garifuna und Kreolsprachen.
[Bearbeiten] Kaufen
Das Leben in Belize ist teuer. Lebensmittel und Souvenirs kosten viel mehr als in anderen Staaten Mittelamerikas.
[Bearbeiten] Küche
Marie Sharp's Habanero Pepper Sauce fehlt in Belize auf keinem Tisch. Diese extrem scharfe Soße trägt sprechende Namen wie "No Wimps Allowed" (in etwa "für Weicheier verboten") oder "Beware" (Vorsicht). Ansonsten ist die Küche entsprechend der gemischten Bevölkerung vielseitig. Fisch ist sehr zu empfehlen.
[Bearbeiten] Aktivitäten
Belize ist zwar klein, aber bietet aufgrund seiner vielfältigen Natur eine fast unendliche Vielfalt an Freizeitmöglichkeiten:
- Abängen - Richtig abschalten. Durch das Karibikflair an den Küsten ohne große Verfälschung von großen Hotelanlagen bietet sich hier gerade in den Garifuna dominierten Regionen um Dangriga, Hopkins und Placencia die Möglichkeiten zum Relaxen und Entspannen. Wer dann doch auf gute touristische Infrastruktur steht, der kommt dann spätestens in San Pedro auf seine Kosten.
- Tauchen - Belize ist ein Taucherparadies. Dies gilt für alle Abhänge am Barrier Riff und erst recht für die vorgelagerten Atolle, speziell für das am weitesten von der Küste entfernt gelegene Lighthouse Riff (hier ist auch das "Blue Hole"). Die Riffe Belizes sind noch größtenteils intakt. Am schönsten ist es, von einem der Tauchboot-Hotels an den vorgelagerten Atolls zu tauchen. Das ist natürlich recht teuer, dafür liegt das Boot dann für mehrere Tage an (fest installierten) Bojen am Riff und meist gilt: Tauchen und Schnorcheln "unlimited".
- Tierbeobachtung - Ob auf dem Wasser, im Wasser oder an Land. Die Möglichkeiten sind unendlich. In jedem größeren Ort lassen sich diverse Touren mit professioneller Führung buchen. So kann man z.B. schnorcheln mit Haien, Vogelbeobachtung im Sumpfland, Brüllaffen im Regenwald etc. und wer wenig Zeit hat ist im Belize Zoo richtig.
- Trecking In fast jedem Schutzgebiet gibt es mehr oder wenig schwere Wanderwege von verschiedener Länge. Oft lässt sich dieses auch mit einer Mayaruine oder Höhlenbesichtigung verbinden.
- Biking Von langen Radtouren von Ort zu Ort ist abzuraten, da die meisten Häuser Wachhunde haben, die ihren Job verstehen. In fast jedem Ort lassen sich aber Fahrräder mieten, um die Umgebung zu erkunden. Und mit einem Fahrrad am Strand eine Karibik- Insel zu umrunden hat schon etwas.
- Reiten In einigen Städten wie z.B.San Ignacio kann man Pferde ausleihen und mit ihnen den umliegenden Regenwald erkunden.
- Kanu/Rafting Das Muss in Belize. In jeder Region werden verschiedene Touren geführt oder auf eigene Faust angeboten. Einige Touren durchqueren auch Höhlen. Das Highlight im Kanusport ist die La Ruta Maya Belize River Challenge[1] ein 4-tägiges Kanurennen den Belize River hinunter von San Ignacio nach Belize City.
- Entdecken Mayaruinen und die vielen Höhlen laden zum Entdecken ein. Viele Städte sind nur zum Teil freigelegt und ragen aus dem Regenwald heraus. Gerade die Städte im Süden sind touristisch wenig frequentiert. Hier lässt sich noch erahnen, wie sich die Forscher gefühlt haben müssen, als sie die Städte wiederentdeckt haben.
[Bearbeiten] Unterkunft
Belize ist trotz fehlender Großhotels touristisch gut erschlossen. In fast jedem Ort sind Unterkünfte von guter Qualität zu bekommen. Generell sind die Hotels nach Preisklassen und Komfort unterschieden. Selbst die meisten niedrig Preis Hotels ( 20 bis 50 US$ ) haben noch ein eigenes Bad & WC auf jedem Zimmer. Eine Hotelliste ist beim Belize Tourist Board erhältlich:
Belize Tourist Board PO Box 325, Lower Flat New Horizon Investment Building 3 1/2 Miles Northern Highway BZ-Belize City Tel: (02) 23 19 13. Fax: (02) 23 19 43.
Das Campen an den Stränden ist verboten, aber es stehen in jedem District Campingplätze zu Verfügung
[Bearbeiten] Lernen
In Belize ist der Schulbesuch im Alter von 5 bis 14 Jahren verpflichtend und kostenlos. Lediglich Schulbücher und Uniformen müssen selber bezahlt werden.
[Bearbeiten] Arbeiten
Für Einreise und Arbeitswillige ist bestimmt www.konsulate.de [2] oder www.belize24.de [3] interessant.
[Bearbeiten] Feiertage
- 1. Januar Neujahr
- 9. März Baron Bliss Tag
- März/April Ostern
- 1. Mai Tag der Arbeit
- 21. Mai Commonwealth Tag
- 10. September St. Georges Caye-Tag
- 21. September Unabhängigkeitstag
- 2. Montag im Oktober Kolumbus-Tag
- 19. November Garifuna Tag
- 25./26. Dezember Weihnachten
[Bearbeiten] Sicherheit
Grundsätzlich ist Belize ein sicheres und freundliches Land und wenn jemand Sie grüßt oder einen Smalltalk mit Ihnen halten will, ist da keine böse Absicht dahinter. Gerade das jeder jeden grüßt ist in weiten Teilen so üblich.
Vorsicht ist allerdings in Belize City geboten, da dieses oben erwähnte Verhalten dort manchmal auch ein Verbrechen einleitet. Deshalb sollte man keinem Unbekannten die Hand geben und in bestimmten Bezirken nur mit Führung und mit Taxi unterwegs sein. In der Nacht sind die Gebiete südlich des Belize Rivers generell zu meiden. Taxis erkennt man an den grünen Nummernschilder.
Weiterhin sollte man an der Grenze zu Guatemala vorsichtig sein, da es hier im Grenzgebiet hin und wieder zu Raubüberfällen im Regenwald kommt. Das Befahren der Verbindungsstraße von San Ignacio nach Tikal sollte man in der Dunkelheit unbedingt unterlassen. Am Tage ist diese sehr sicher.
Achten Sie darauf, dass Ihr Tourguide und das Tauchunternehmen eine gültige Lizenz besitzen.
[Bearbeiten] Gesund bleiben
- Eine Malaria Prophylaxe sollte angewandt werden oder zumindest für den Notfall mitgeführt werden
- Eine Typhus-Impfung sollte vorher durchgeführt werden
- Die Hepatitis A, B, Tetanus- und Tollwutimpfung sollte aufgefrischt sein
Weiterhin ist natürlich jeder Mückenstich zu vermeiden, da es hier auch vereinzelt zu Dengue-Fieber kommt
Vorsicht ist neben Giftschlangen vor der sogenannten 24-Stunden-Ameise geboten. Das Gift dieser Ameise setzt einen 24 Stunden regelgerecht außer Gefecht. Diese Ameise ist eigentlich friedlich und mit 2 cm Größe auch nicht zu übersehen.
[Bearbeiten] Klima
Das Klima ist tropisch bis subtropisch. An der Küste gibt es auch frische Winde aus der Karibik.
Die Höchstwerte im Sommer liegen bei ca.35°C. Die niedrigsten Temperaturen im Winter liegen bei 17°C. Der meiste Regen fällt in der Regenzeit zwischen Juni und November. Überwiegend trocken ist es zwischen Februar und Mai. Die Wassertemperatur liegt um die 28°C. Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit bei 85%.
| Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Maximal | 29° C | 31° C | 32° C | 34° C | 35° C | 33° C | 32° C | 33° C | 33° C | 32° C | 30° C | 29° C |
| Minimal | 17° C | 18° C | 19° C | 20° C | 22° C | 22° C | 22° C | 22° C | 22° C | 21° C | 20° C | 19° C |
| Wassertemp. | 27° C | 28° C | 29° C | 30° C | 30° C | 31° C | 30° C | 30° C | 30° C | 29° C | 27° C | 27° C |
| Regentage | 12 | 6 | 4 | 5 | 7 | 13 | 15 | 14 | 15 | 16 | 12 | 14 |
Aktuelle Informationen können über das Belize National Meteorological Service abgefragt werden.
[Bearbeiten] Respekt
Gerade im Süden in Garifuna und Maya Regionen ist der Umgang mit der Kamera einzuschränken, da hier vielerorts noch der Glauben herrscht, eine Fotografie würde auch die Seele aufnehmen. Eine kurze Frage klärt häufig alle Missverständnisse.
Von der Fotografie von Mennoniten ist aus Respekt vor ihren religiösen Vorstellungen komplett abzusehen.
Aber letztendlich gilt: Sein Sie zu jedem und jeder Kultur tolerant, dann sind Sie in Belize richtig.
[Bearbeiten] Post und Telekommunikation
Fast in jedem etwas größeren Ort gibt es einen Internetzugang. Triband-Mobiltelefone, die das GSM 1900 Netz unterstützen, funktionieren in Belize hervorragend. Wenn man ein Mobiltelefon ohne SIM-Lock hat, kann man sich die Roaminggebühren sparen und bei BTL (Belize Telecom Limited) eine Prepaid SIM-Karte erstehen. Es gibt mehrmals im Monat Aktionstage, an denen man fürs gleiche Geld die doppelten Minuten erhält. Neben BTL gibt es in Belize noch Smartphone, diese benutzen jedoch das aus den USA bekannte proprietäre CDMA Telefonsystem.
Wegen der hohen Telefongebühren empfiehlt es sich für den Kontakt mit der Heimat, E-Mail oder SMS zu benutzen.
[Bearbeiten] Literatur
Vielfach ist Belize als Zusatz in Reiseführern für Zentralamerika enthalten. Dabei beschränkt sich dies dann auf wenige Highlights.
Eigenständige Reiseführer bieten nur der Lonely Planet und Rough Trade an. Rough Trade hat sicherlich die ausführlichere Ausgabe, während der Lonely Planet übersichtlicher gestaltet ist. Beide Reiseführer haben einen kleines Kapitel für Tikal gelassen.



